Ungenauigkeit bei Couder

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Hans

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Hallo,

ich bin bei meinem 8" f/9 gerade beim parabolisieren.
Folgendes Problem taucht da mit Couder Maske auf:
Man verändert die Position der Messerschneide so lange bis sich zwei gegenüberliegende Zonen gleichzeitig verdunkeln. o.k. krieg ich hin
Aber: die Stelle zu finden an der beide Zonen wirklich gleich hell/dunkel sind ist sehr schwierig, ich finde der Bereich der gleichen Helligkeit ist sehr breit, da bleibt ein Spielraum von +- 0,3 mm (gemeint ist die
Schnittweitendifferenz), aber das ist doch viel zu grob.

Wer kann mir Tipps geben wie ich das auf +-0,1 mm hinkriege.

Ciao
Hans
 
Hallo,
hier gilt wie bei vielen anderen Dingen auch, Übung macht den Meister. Am Anfang konnte ich auch nur grob die Ausleuchtung bestimmen. Mit der Zeit klappte es ganz gut und ich konnte bis auf +/- 0,05mm reproduzierbar messen.
Wichtig ist naürlich auch Dein Aufbau der Testappartur, je nach Spaltbreite bzw. Größe des Pinholes und der Beleuchtung kann es leichter oder schwerer sein die Unterschiede auszumachen da sich dadurch der Kontrast ändern kann.

Gruß,

Marcus
 
Hallo Hans,
Aber: die Stelle zu finden an der beide Zonen wirklich gleich hell/dunkel sind ist sehr schwierig
je nach Zonenbreite (und Fokuslänge) gelingt es ja meist nicht immer, die gleiche Helligkeit über die gesamte Zonenbreite einzustellen. Versuche 'mal, den jeweils mittleren Bereich der jeweiligen Zone in gleicher Helligkeit einzustellen. Am Anfang bin ich auch schier verzweifelt, man muss durch immer wiederholte Messungen ein "Gefühl" (mir fällt jetzt kein besseres Wort ein) dafür bekommen, wann die Einstellung korrekt ist. Der Foucaulttest ist ja relativ (bezüglich der Messdaten), d.h. wenn Du bei allen Zonen den gleichen "Fehler" in der gleichen Richtung machst, bekommst Du unterm Strich trotzdem adäquate Ergebnisse.
Grüße: Uwe
 
Hallo,
Genau, das muß man üben, dadurch gewinnt man mit der Zeit die Sicherheit. Natürlich ist das erst mal leicht gesagt.
Bei Spiegeln mit langer Brennweite, (f8 oder so) bei kleinen Spiegeln und wenn man zu schmale Zonen festgelegt hat, kann es auch schwierig werden überhaupt genauere Werte als 0,2mm zu bekommen. Wenn man zur Auswertung mein Programm "Parabel" benutzt, dann bekommt man zu jeder Kurvendarstellung (z.B. Wellenfrontprofil) auch die zugehörige Toleranz mit dargestellt. Man kann das Programm von meiner Homepage runterladen, es läuft unter DOS.
Der zweite Ratschlag: Nie nur eine Testreihe auswerten. Wenn man z.B. 4 Serien von Messergebnissen mittelt, dann bekommt man schon ein wesentlich zuverlässigeres Ergebnis.
Man merkt auch von einer Sitzung zur nächsten, wie sich die Kurve verändert. Es sollte natürlich nicht so sein, daß man einmal eine Überkorrektur und einmal eine Unterkorrektur erhält. Ganz gut ist es, wenn man einen erfahrenen Spiegelschleifer zur Hand hat, der die Testergebnisse überprüft und Tips zur Verbesserung der Messapparatur, des Vorgehens und Auswertens geben kann.
Grüße Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo, du schaffst es,da bin ich sicher. Hier ein paar Tipps
1. Nicht nur eine Messung machen sondern eine ganze Serie(mindestens 4 mal jede zone messen) Aus den Abweichungen kannst du dann den Mittelwert berechnen und die Messtoleranz abschätzen.
2. Nicht immer von der gleichen Richtung messen, sonder einmal von innen anfangen, dann wieder von aussen.
3.Spalt statt Punktlichtquelle verwenden, gibt mehr Licht
4.Übung macht den Meister

Hab vor vielen Jahren auch einen 8Zoll /f9 gebaut und mich anfangs auch schwer mit der Messung getan.Schlussendlich
und nach 30 Korrekturen hatte der Spiegel nun zwar nur mehr 19cm (abgedeckt weil runde Kante) und ein kleines Loch in der Mitte(belanglos weil kleiner als Fangspiegeldurchmesser). Aber der Spiegel hat nun einen Wellenfrontfehler von nur lamda/16 und liefert auch bei hohen Vergrösserungen am Sterntest extra und Intrafokal die gleichen Bilder.
Viel Glück!
CS Mike
 
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