(unmodifizierte) Kamera Empfehlung

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Sterngreiferin

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Hallo an alle und danke für die Aufnahme! :)

ich stelle eine vermutlich immer wieder auftauchende Frage und entschuldige mich schonmal dafür :D

ich habe vor einigen Monaten die Astrofotografie für mich entdeckt und finde das Thema sehr, sehr spannend. Momentan fotografiere ich, bitte urteilt mich nicht ab, lediglich mit einem Handy mit Astrofotografie-Modus und einem Stativ. Dafür fahre ich meistens abends ein bisschen raus, wenn es das Wetter zulässt. Die Bilder finde ich klasse, aber ich strebe natürlich nach mehr. Mich interessiert vor allem die deep-sky Fotografie. Nebel und Co. bekomme ich aber natürlich nicht mit meinem Telefon fotografiert! Jetzt überlege ich mir eine Ausrüstung zu kaufen. Ich hatte aber noch nie etwas mit dem Thema zu tun, habe nie ein Teleskop o.ä. in der Hand gehalten - irgendwann fängt jeder ja mal an! Ich hatte mir überlegt mir erst einmal eine sehr sehr billige Ausrüstung zu kaufen, aber damit bekomme ich sicherlich keine Deep-sky Objekte fotografiert und dann sehe ich es auch nicht ein, ein paar 100 Euro für eine deprimierende Erfahrung auszugeben.

Ich habe viele Youtube-Videos zu diesem Thema geschaut, aber bin immer noch eine absolute nichtswissende Frau auf diesem Gebiet. Ich finde die Geschichte mit dem Star Adventurer recht interessant und überlege mir einen zu kaufen. Aber da gibt es ja auch verschiedene Ausführungen, welchen nehme ich am besten? Ebenfalls brauche ich dann noch eine Kamera und da wollte ich eben mal nachfragen. Ich vertraue diesen modifizierten Kameras noch nicht – kann ich solch eine Kamera dann überhaupt noch für die normale Alltagsfotografie benutzen? Gibt es eine empfehlenswerte Kamera, die ich unmodifiziert verwenden kann und dennoch deep-sky Objekte mit einem Star Adventurer fotografieren kann? Ich habe mal gehört, dass die Canon 600D ganz gut dafür sein soll und die bekommt man ja schon relativ günstig bei Ebay. Hat jemand mit dieser Kamera Erfahrungen? Welches Objektiv brauche ich dann noch zusätzlich? Dann brauche ich noch ein sehr stabiles Stativ, das sollte ich selber hinbekommen. Was brauche ich noch? Ich würde vermutlich hauptsächlich vom Garten aus oder irgendwo auf'm Land fotografieren.

Fragen über Fragen. Vielleicht erbarmt sich ja jemand mir ahnungsloses Dings :ROFLMAO:

wünsche euch alle eine schöne Woche und liebe Grüße :)
 
Hallo und guten Morgen!
vorweg sei gesagt, dass ich selbst noch Anfänger bin, aber zunächst mal visuell, also ohne Kamera angefangen habe und mich nun an das fotografieren rantaste.
Denke, Du wirst hier noch zahlreiche Tipps von Experten bekommen. Von mir vorab nur 2 kleine Hilfen. Schau Dir mal das hier an: Deep Sky ohne Teleskop Denke, dass wird Dir Mut machen.

Ich selbst habe mir vor wenigen Tagen hier eine gebrauchte unmodifizierte Canon 750d gekauft und kann Dir den Laden nur empfehlen. Denke, dass die etwas teurer sind als im privaten Verkauf, aber die Auswahl ist riesig und aus eigener Erfahrung kann ich jetzt sagen, dass die Beschreibung meiner Kamera 100% zutraf. Habe mir eine Kamera im Zustand "wie neu" gekauft und so sieht sie auch aus. Anleitung und SW gibts kostenlos im Web. Bei mir passierte es, dass DHL mir die Kamera angeblich nicht zustellen konnte und zurückgeschickt worden ist. Habe das der Firma gemeldet, die haben sofort zurückgerufen und ge-eMailed, mir als Goody die Versandkosten erstattet und das ganze Paket am nächsten Tag noch mal per DHL Kurier zugesendet. Das ist der beste Service, den ich je bei einer Firma bekommen habe.

Ansonsten, willkommen hier im Forum!

Grüße
Hartmut
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

die modifizierten Kameras sind im Alltag leider nicht zu gebrauchen. Normalerweise enthalten Kameras ein Infrarot-Sperrfilter, da die Chips im Rot und Infrarot sehr empfindlich sind. Ohne dieses Filter (modifiziert) kommt es in der Alltagsfotografie zu erheblichen Farbverschiebungen in den Bildern.

CS Gerhard
 
Hallo,
zunächst mal zum Thema Astrofotografie mit dem Smartphone: das Thema wird manchmal belächelt, aber m.E. zu unrecht: mittlerweile ist das schon fast ein Trend. Die verbauten Chips stehen denen in "normalen" Astrokameras erstmal in nichts nach. Das Smartphone hat den Vorteil, dass man alles dabei hat: Computer, Display, Akku, Kamera, Internetzugang.
Man kann mit Smartphones sehr gut Astrofotografie betreiben, inklusive DeepSky. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende App, die auch längere Belichtungszeiten ermöglicht und auf die Astrofotografie spezialisiert ist. Wenn Du ein Android Smartphone hast, schau Dir mal die DeepSkyKamera-App von Michael Seeboerger an, die ist sehr gelungen und empfehlenswert:


Hier findest Du eine interessante Vorstellung seiner App, die Michael anlässlich des diesjährigen Astronomietags der Astronomieschule Debus gegeben hat (ab ca. 38Min. bzw. ab Min. 40) geht's los:


Es kommt natürlich auch auf das Smartphone an: manche Hersteller kastrieren den Zugriff auf die Kamerahardware, da muss man mal einen Blick in die Liste der geeigneten Smartphones werfen.

Zu Deiner Frage nach einer geeigneten DSLR-Kamera: ich würde da gar nicht so eine große "Wissenschaft" raus machen, sondern einfach loslegen: im Prinzip kann man mit jeder DSLR starten. Wichtig finde ich, dass die Kamera einen Live-View anbietet, d.h. dass man auf dem Display das Kamerabild live siehen kann: das erleichtert das Scharfstellen enorm. Selbst günstige Einstiegs-DSLR bieten das heutzutage standardmäßig. Das Display sollte schwenkbar sein, so dass man es auch an der Montierung noch ohne Verrenkungen ablesen kann. Einen Kabel-/Bluetoothfernauslöser ist auch sehr hilfreich, um Aufnahmeserien zu erzeugen.

Bei den astromodifizierten Kameras werden bestimmte Filterscheiben entfernt. Häufig haben die Kameras dann bei der normalen Fotografie einen Rotstich. Es gibt aber Clip-Filter, die man einsetzen kann. An Deiner Stelle würde ich mal (z.B. hier im Forum) nach gebrauchten DSLR schauen und bei einem günstigen Angebot einfach zuschlagen.

Hier findest Du beispielhaft einen Anbieter, der DSLR astromodifiziert. Dort findest Du auch eine Übersicht, welche Modifikationen es gibt und was dabei gemacht wird:

Viele Grüße

paulchen
 
...und hier noch ein Buchtipp:

Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung von Katja Seidel​

ISBN: 978-3836270908
 
Hallo Sterngreiferin (hier könnte Dein Name stehen),

bei uns ist meine Frau für das Thema Astrofotografie zuständig, ich selbst beschränke mich auf visuelle Beobachtung, aber kann Dir hier den einen oder anderen Hinweis geben. Bei ihr ging das damals mit diesem Buch los (der Link dient nur der unproblematischen Präsentation hier im Forum, wenn möglich bitte beim Buchhändler um die Ecke kaufen, der freut sich sehr):
von dem sie sehr begeistert ist und auch heute immer wieder als Nachschlagewerk nutzt.

Zum Thema astromodifizierte Kamera... Die Modifikation macht ja per se keine besseren Sterne, sie verstärkt nur die Empfindlichkeit für bestimmte Teile des Lichtspektrums, also eigentlich wird ja, wie oben schon erwähnt, ein Filter entfernt...deswegen gibt es, so auch bei uns, dann wieder einen Clipfilter, mit dem man die Kamera wieder tageslichttauglich macht und der direkt in der Kamera angebracht werden kann. Die Modifikation ist aus meiner Sicht also keine Einbahnstrasse für eine Kamera, wenn man diese auch weiterhin für die Tagesfotografie nutzen will...ob man das will oder eine Zweitkamera für Astrofotografie anschafft, kann dann jeder selbst überlegen.

Ich empfehle Dir die oben genannte Literatur, bei meiner Frau ging der Weg mit dem Buch dann auch von unmodifizierter Kamera mit Fotostativ und Standardobjektiv über Nachführung mit MiniTrack lx3 zu modifizierter Kamera, weiteren Objektiven bis hin zu jetzt aktuell 2 Teleskopen (APOs) mit stabiler Montierung und Guiding ... allerdings in einem Zeitraum von ca. 3 Jahren und während der ganzen Zeit heisst es weiter lernen und experimentieren bei der digitalen Bildbearbeitung.

Wünsche Dir viel Spaß auf Deinem Weg zur Ablichtung des Sternenhimmels, beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
die modifizierten Kameras sind im Alltag leider nicht zu gebrauchen. Normalerweise enthalten Kameras ein Infrarot-Sperrfilter, da die Chips im Rot und Infrarot sehr empfindlich sind. Ohne dieses Filter (modifiziert) kommt es in der Alltagsfotografie zu erheblichen Farbverschiebungen in den Bildern.
Dem würde ich gerne widersprechen.
Man kann mit einer astromodifizierten Kamera sehr wohl auch tagsüber noch fotografieren, wenn man in RAW fotografiert (was man beim Astro Thema ja sowieso macht) und dann nachträglich den Weißabgleich vornimmt. Dies gilt allerdings nur für den H-Alpha Umbau. Beim Infrarot Umbau stimme ich dir zu.

Der automatische Weißabgleich der Kamera funktioniert nicht mehr. Das bedeutet, fotografieren in JPEG bspw. oder generell ohne nachträgliche Bearbeitung ist nicht mehr möglich. Hier kann man sich aber auch mit relativ günstigen Clip Filtern helfen, mit denen ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Mit meiner nachträglich umgebauten EOS R kann ich mit dem Astronomik OWB Clip Filter problemlos in JPEG fotografieren und es kommen saubere Fotos bei raus.
 
Hallo und guten Morgen!
vorweg sei gesagt, dass ich selbst noch Anfänger bin, aber zunächst mal visuell, also ohne Kamera angefangen habe und mich nun an das fotografieren rantaste.
Denke, Du wirst hier noch zahlreiche Tipps von Experten bekommen. Von mir vorab nur 2 kleine Hilfen. Schau Dir mal das hier an: Deep Sky ohne Teleskop Denke, dass wird Dir Mut machen.

Ich selbst habe mir vor wenigen Tagen hier eine gebrauchte unmodifizierte Canon 750d gekauft und kann Dir den Laden nur empfehlen. Denke, dass die etwas teurer sind als im privaten Verkauf, aber die Auswahl ist riesig und aus eigener Erfahrung kann ich jetzt sagen, dass die Beschreibung meiner Kamera 100% zutraf. Habe mir eine Kamera im Zustand "wie neu" gekauft und so sieht sie auch aus. Anleitung und SW gibts kostenlos im Web. Bei mir passierte es, dass DHL mir die Kamera angeblich nicht zustellen konnte und zurückgeschickt worden ist. Habe das der Firma gemeldet, die haben sofort zurückgerufen und ge-eMailed, mir als Goody die Versandkosten erstattet und das ganze Paket am nächsten Tag noch mal per DHL Kurier zugesendet. Das ist der beste Service, den ich je bei einer Firma bekommen habe.

Ansonsten, willkommen hier im Forum!

Grüße
Hartmut
Guten Morgen Hartmut,
vielen Dank für deine Tipps! Die Seite "Deep Sky ohne Teleskop" lese ich mir später mal durch und auch vielen Dank, für die Shopempfehlung!
 
Hallo,

die modifizierten Kameras sind im Alltag leider nicht zu gebrauchen. Normalerweise enthalten Kameras ein Infrarot-Sperrfilter, da die Chips im Rot und Infrarot sehr empfindlich sind. Ohne dieses Filter (modifiziert) kommt es in der Alltagsfotografie zu erheblichen Farbverschiebungen in den Bildern.

CS Gerhard
Guten Morgen Gerhard,
auch danke an dich! Das hatte ich bereits befürchtet... ich überlege mir auf jeden Fall gut, ob die Kamera modifiziert sein muss. Ich schaue immer mal bei Ebay und co. Wenn ich dort ein gutes und günstiges Angebot sehe, schlage ich vielleicht mal zu, sonst wird es wohl wirklich eher eine Unmodifizierte.
 
Hallo,
zunächst mal zum Thema Astrofotografie mit dem Smartphone: das Thema wird manchmal belächelt, aber m.E. zu unrecht: mittlerweile ist das schon fast ein Trend. Die verbauten Chips stehen denen in "normalen" Astrokameras erstmal in nichts nach. Das Smartphone hat den Vorteil, dass man alles dabei hat: Computer, Display, Akku, Kamera, Internetzugang.
Man kann mit Smartphones sehr gut Astrofotografie betreiben, inklusive DeepSky. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende App, die auch längere Belichtungszeiten ermöglicht und auf die Astrofotografie spezialisiert ist. Wenn Du ein Android Smartphone hast, schau Dir mal die DeepSkyKamera-App von Michael Seeboerger an, die ist sehr gelungen und empfehlenswert:


Hier findest Du eine interessante Vorstellung seiner App, die Michael anlässlich des diesjährigen Astronomietags der Astronomieschule Debus gegeben hat (ab ca. 38Min. bzw. ab Min. 40) geht's los:


Es kommt natürlich auch auf das Smartphone an: manche Hersteller kastrieren den Zugriff auf die Kamerahardware, da muss man mal einen Blick in die Liste der geeigneten Smartphones werfen.

Zu Deiner Frage nach einer geeigneten DSLR-Kamera: ich würde da gar nicht so eine große "Wissenschaft" raus machen, sondern einfach loslegen: im Prinzip kann man mit jeder DSLR starten. Wichtig finde ich, dass die Kamera einen Live-View anbietet, d.h. dass man auf dem Display das Kamerabild live siehen kann: das erleichtert das Scharfstellen enorm. Selbst günstige Einstiegs-DSLR bieten das heutzutage standardmäßig. Das Display sollte schwenkbar sein, so dass man es auch an der Montierung noch ohne Verrenkungen ablesen kann. Einen Kabel-/Bluetoothfernauslöser ist auch sehr hilfreich, um Aufnahmeserien zu erzeugen.

Bei den astromodifizierten Kameras werden bestimmte Filterscheiben entfernt. Häufig haben die Kameras dann bei der normalen Fotografie einen Rotstich. Es gibt aber Clip-Filter, die man einsetzen kann. An Deiner Stelle würde ich mal (z.B. hier im Forum) nach gebrauchten DSLR schauen und bei einem günstigen Angebot einfach zuschlagen.

Hier findest Du beispielhaft einen Anbieter, der DSLR astromodifiziert. Dort findest Du auch eine Übersicht, welche Modifikationen es gibt und was dabei gemacht wird:

Viele Grüße

paulchen
Guten Morgen Paulchen,
das ist total cool! Die App habe ich mir gerade mal runtergeladen. Ich werde sie ausprobieren, sobald ich eine richtige Montierung dafür habe. Und auch gut zu wissen, dass ich nahezu jede DSLR nutzen kann. Ich danke dir vielmals für deine ausführliche Antwort und wünsche dir noch einen schönen Tag!
 
Hallo Sterngreiferin (hier könnte Dein Name stehen),

bei uns ist meine Frau für das Thema Astrofotografie zuständig, ich selbst beschränke mich auf visuelle Beobachtung, aber kann Dir hier den einen oder anderen Hinweis geben. Bei ihr ging das damals mit diesem Buch los (der Link dient nur der unproblematischen Präsentation hier im Forum, wenn möglich bitte beim Buchhändler um die Ecke kaufen, der freut sich sehr):
von dem sie sehr begeistert ist und auch heute immer wieder als Nachschlagewerk nutzt.

Zum Thema astromodifizierte Kamera... Die Modifikation macht ja per se keine besseren Sterne, sie verstärkt nur die Empfindlichkeit für bestimmte Teile des Lichtspektrums, also eigentlich wird ja, wie oben schon erwähnt, ein Filter entfernt...deswegen gibt es, so auch bei uns, dann wieder einen Clipfilter, mit dem man die Kamera wieder tageslichttauglich macht und der direkt in der Kamera angebracht werden kann. Die Modifikation ist aus meiner Sicht also keine Einbahnstrasse für eine Kamera, wenn man diese auch weiterhin für die Tagesfotografie nutzen will...ob man das will oder eine Zweitkamera für Astrofotografie anschafft, kann dann jeder selbst überlegen.

Ich empfehle Dir die oben genannte Literatur, bei meiner Frau ging der Weg mit dem Buch dann auch von unmodifizierter Kamera mit Fotostativ und Standardobjektiv über Nachführung mit MiniTrack lx3 zu modifizierter Kamera, weiteren Objektiven bis hin zu jetzt aktuell 2 Teleskopen (APOs) mit stabiler Montierung und Guiding ... allerdings in einem Zeitraum von ca. 3 Jahren und während der ganzen Zeit heisst es weiter lernen und experimentieren bei der digitalen Bildbearbeitung.

Wünsche Dir viel Spaß auf Deinem Weg zur Ablichtung des Sternenhimmels, beste Grüße und klare Nächte
Frank
Guten Morgen Frank,
ein Buch als Einstieg finde ich sehr interessant. Vielleicht werde ich es mir kaufen. Das wachsende Interesse deiner Frau klingt schön :) mal schauen wie es sich bei mir entwickelt, ich bin auf jeden Fall gespannt - das Thema Astrofotografie ist einfach so super spannend! Vielen Dank für deine Antwort und dir noch einen schönen Tag!
 
Dem würde ich gerne widersprechen.
Man kann mit einer astromodifizierten Kamera sehr wohl auch tagsüber noch fotografieren, wenn man in RAW fotografiert (was man beim Astro Thema ja sowieso macht) und dann nachträglich den Weißabgleich vornimmt. Dies gilt allerdings nur für den H-Alpha Umbau. Beim Infrarot Umbau stimme ich dir zu.

Der automatische Weißabgleich der Kamera funktioniert nicht mehr. Das bedeutet, fotografieren in JPEG bspw. oder generell ohne nachträgliche Bearbeitung ist nicht mehr möglich. Hier kann man sich aber auch mit relativ günstigen Clip Filtern helfen, mit denen ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Mit meiner nachträglich umgebauten EOS R kann ich mit dem Astronomik OWB Clip Filter problemlos in JPEG fotografieren und es kommen saubere Fotos bei raus.
gut zu wissen - wie gesagt, ich muss mir gut überlegen, was für eine Kamera ich kaufen werde. Vielen Dank für deine Antwort :)
 
Hallo,
Hat jemand mit dieser Kamera Erfahrungen? Welches Objektiv brauche ich dann noch zusätzlich? Dann brauche ich noch ein sehr stabiles Stativ, das sollte ich selber hinbekommen. Was brauche ich noch? Ich würde vermutlich hauptsächlich vom Garten aus oder irgendwo auf'm Land fotografieren.
Ich verwende sowohl eine Canon 1000d für die Astrofotografie als auch eine 600d für Naturfotografie. Der Klappbildschirm der 600d ist sehr angenehm. Als Zubehör verwende ich noch einen Batteriegriff und einen kabelgebundenen programmierbaren Fernauslöser. Bei der Wahl des Objektivs würde ich auf die Lichtstärke achten.
Da man anfangs die Knöpfe der Kamera im Dunkeln nicht so leicht findet, ist eine Rotlichtlampe recht praktisch.
Gruß
Ronald
 
Hallo Sterngreiferin (hier reden sich übrigens alle mit Vornamen an - so ein Tick des Forums ;) ),

ich habe ebenfalls vor kurzem - das heißt im letzten Jahr - leider mit der Astrofotografie angefangen. "Leider" deshalb, weil das absolut süchtig macht, also überlege gut, auf was du dich einlässt _affeaugen:. Denn irgendwann, vor allem, wenn die Basics so in etwa bekannt sind, meist höher, schneller, weiter. Und dann brauchst du viel Geld, um an den "Stoff" (also das Equipment) zu kommen.

Das mit der Star Adventurer finde ich eine gute Idee - so habe ich auch angefangen und mache das immer noch. Damit hast du schon eine solide Montierung, die auch transportabel und schnell aufgebaut ist. Ist nicht ganz unwichtig, wenn man den ganzen Aufbau noch so drauf hat und die Nächte kurz sind (oder im Winter kalt). Vor kurzem habe ich hier auf dem Marktplatz eine gebrauchte Canon 600da erworben. Ich finde die Modifizierung gut, denn vor allem mit kurzen Brennweiten (also einfach nur Kamera und Objektiv) ist man sowieso meist an irgendwelchen Emissionsnebeln dran und da ist eine Astromodifikation deutlich von Vorteil. Nur für den Alltag ist sie weniger zu gebrauchen. Stört mich persönlich nicht, denn die paar Schnappschüsse im Alltag oder im Urlaub mache ich mit dem Handy.

Schau mal auf den Marktplatz, da werden häufiger Kameras verkauft - ob nun modifiziert oder nicht. Da kannst du für den Anfang gut Geld sparen. Hier kannst du dir mal einen Erfahrungsbericht zum iOptron Skyguider Pro anschauen (das ist wie die Star Adventurer eine Reisemontierung):

Viele Grüße,
Ulrike
 
im Prinzip kann man mit jeder DSLR starten. Wichtig finde ich, dass die Kamera einen Live-View anbietet
da würde ich jetzt zwar nicht prinzipiell widersprechen, aber es gibt bessere und schlechtere Kameras.
Ich habe zB eine EOS 100D, das ist eine APS-C DSLR die ich mir für Situationen zugelegt habe, wo ich die "Gute" nicht dabei haben will. Zum Beispiel im Urlaub in den Tropen. Für Tageslichtaufnahmen gut, für Langzeitbelichtungen des Nachts macht sie grausam viel Dunkelrauschen. Da wäre eine 600D viel besser.

Man kann mit einer astromodifizierten Kamera sehr wohl auch tagsüber noch fotografieren, wenn man in RAW fotografiert (was man beim Astro Thema ja sowieso macht) und dann nachträglich den Weißabgleich vornimmt. Dies gilt allerdings nur für den H-Alpha Umbau.
ich habe mit dieser Methode auch schon mit meiner Astrokamera Tageslichtfotos gemacht. Das funktioniert tatsächlich ganz gut, aber völlig bekommt man den Farbstich nicht mehr heraus.
Für astromodifizierte Kameras sollte es aber auch Filter geben, die man verwenden kann für Tageslichtaufnahmen. Bin mir jetzt nicht mehr sicher wie das war mit diesen Clip-Filtern, ich glaube bei APS-C kann der Spiegel sich noch bewegen (nicht sicher), aber man benötigt ein vollformat-Taugliches Objektiv (auch nicht sicher).
Aber für das Geld könnte man auch fast schon eine gebrauchte astromodifizierte Kamera erstehen.

Ich würde empfehlen, zunächst mal ohne Astromodifikation loszulegen. Andromeda-Galaxie, vllt gibts ja nen Kometen, Milchstraße, nachtleuchtende Wolken - das geht alles mit ganz normalen Kameras. Wichtiger wäre da etwas wie die Star Adventurer. Mit der Kombi DSLR(unmod) + 135mm-Linse + Star Adventurer habe ich auch schon schöne Aufnahmen hinbekommen. Es gibt auch ein schönes Video dazu von Frank.
Was die Smartfohn-Äpps können weiss ich nicht, für mich ist die Smartfohn-Astrofotografie nicht interessant, aber evtl gibt es da ja sowas wie eine Live-Stacking-Funktion, die eine Nachführung überflüssig macht. Habe mir obigen Beitrag dazu nicht durchgelesen.

CS Hoschie
 
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