Unterschied Zeiss 15 x 60 GAT und GAT* ?

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Hallo habe relativ günstig auf Ebay das belederte Zeiss GAT 15 x 60 erstanden, da das GAT* zum fast doppelten preis wegging

Nun die Frage an die Experten, gibt es ausser der Vergütung noch einen Unterschied und was macht der Vergütungsunterschied am Tag und am Nachthimmel wirklich aus ?

Ich hatte früher mal ein solches GAT und ein B/GAT*, ist aber schon sehr lange her. Das einzige was bei mir Hängenblieb ist die Erinnerung daß das alte GAT ne bessere Farbkorrektur hatte

danke für Fachmännische Antworten
 
Hallo Markus,

Ich habe leider noch nie ein- und dasselbe Fernglas mit Einfach-und Mehrfachverguetung vergleichen koennen. Dazu kommt das Problem, dass Zeiss die Bezeichnung T* seit 1978 unveraendert benutzt, obwohl die Verguetung sich seitdem sicher mehrmals verbessert hat. Meine Erfahrungen mit unterschiedlichen Veguetungen haben daher nur eine begrenzte Aussagekraft.

Ich vermute, dass man den Unterschied am Mond sehen wird: Ein neues T* Modell duerfte auch am Vollmond praktisch frei von Reflexen sein, waehrend das aeltere mehrere schwache Geisterbilder erzeugt. Ob man einen Unterschied bei Deep Sky sieht? Vermutlich werden sich die Transmissionen beider Fernglaeser um (Pi mal Daumen) 10% unterscheiden, und in kritischen Situationen koennte das wohl einen Ausschlag geben.

Am Tage sorgt die bessere Verguetung fuer einen gesteigerten Kontrast. Die Farben haben etwas mehr 'Punch', und das sieht man dann auch im direkten Vergleich. Nun war die alte Zeiss T Verguetung ja nicht die schlechteste, daher auch hier: Dramatisch wird der Unterschied nicht sein, aber sichtbar, auch fuer den Laien.

Gruss,
Holger
 
Hallo Holger

danke für deine Meinung. 10% Transmissionsunterschied halte ich jedoch für zuviel. Der Unterschied zwischen einfacher und guter Vergütung beträgt pro Fläche ca. 1 %, die alten Gläser haten aber schon was besseres als MgF2, sodaß der Unterschied eigentlich nicht so groß sein sollte. Habe gestern noch einen eigenen uralt Bericht von mir selbst zwischen diesen beiden Gläsern gefunden, darin schrieb ich, daß´die alte Optik farbreiner war, die Neue die bessere Vergütung hat was sich am Tage durch besseren Kontrast zeigt und in der Nacht durch schwärzeren Himmelshintergrund
 
Hallo Markus,

wenn es einen 1% Transmissionsunterschied gibt, pro Glas-Luft-Fläche, dann können 10% schnell zusammenkommen.
Hat das Fernglas 6 Linsen und 2 Prismen (Porrobauweise), pro Seite, dann gibt es im schlimmsten Fall 16 Glas-Luft-Flächen (Wenn keine Linsen verkittet sind). Das macht dann einen Transmissionsunterschied gegenüber dem besser vergüteten Modell von 0,99^16=0,851.... Das sind dann ca. 15% Verlust!

Mir hat übrigens mal jemand erzählt, das alte 15x60 GAT hätte noch aspärische Linsen gehabt, während das neuere B/GAT nur noch spärische Linsen besässe. Aber alles ohne Gewähr. Das könnte vielleicht die bessere Farbkorrektur des älteren Modells erklären.

Gruß,

Jens

PS

Ich besitze selber ein 15x60 GAT, überlege jedoch es wieder abzustossen, weil ich es als Brillenträger nicht optimal nutzen kann. Ansonsten ist die Abbildungsqualität natürlich genial :-).
 
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Hallo zusammen,

die themenfremden Postings in diesem Thread habe ich eben entfernt, damit weiter über das ursprüngliche Thema diskutiert werden kann. Weitere themenfremde Beiträge werde ich kommentarlos löschen - also bitte erspart mir und Euch die Arbeit und mögliche Unannehmlichkeiten.

Clear Skies,
Stefan

 
Hallo,

ein weiterer Unterschied neben der Vergütung ist ja die Gummiarmierung. Bei Zeiss Jena / Docter gab es ja auch beide Versionen: beledert und gummiarmiert. Ich habe ein gummiarmiertes Docter 7x50 und muss sagen, dass es zwar grottenhässlich ist, aber die Gummiarmierung hat IMHO erhebliche Vorteile:

1. Im Winter fühlt sich das Fernglas angenehm warm an. An belederten Gläsern friert man sich die Finger ab.
2. Ich bilde mir ein, dass sich ein gummiarmiertes Glas ruhiger halten lässt, weil es griffiger ist. Kann das jemand bestätigen?
3. Ein Gummiarmiertes Glas ist besser geschützt gegen Stöße

Belederte Gläser sind viel schöner, keine Frage. Ob die Vorteile der Gummierung den Aufpreis und das Mehr an Gewicht wert sind? Wie seht ihr das?

Ich beschäftige mich mit dieser Frage, weil ich mich selber für ein 15x60 interessiere und meine Zweifel habe, welche Version es denn sein soll. Insgesamt tendiere ich aus Preisgründen aber eher zum Docter Nobilem.

CS,

Christof
 
3. Ein Gummiarmiertes Glas ist besser geschützt gegen Stöße


Ja, das ist genau der Punkt. Mein CZJ Jenoptem 10x50 hat um die Objektive herum solche zierlichen aufschiebaren Gummiarmierungen. Mit denen kann man 'mal eben' das Glas flott und zügig auf einen Tisch stellen, ohne dass man sich über 'Verjustierungen' Gedanken machen müsste.

Link zur Grafik: http://www.cgaebe.de/pics/hmm.gif
Schlage vor: In der Vitrine abnehmen, im Alltagseinsatz draufmachen !

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