Lutz
Aktives Mitglied
Es geht hier um das sog. phenol-verdichtete buchen-sperrholz, wie es seit jahrzehnten im flugzeugbau
(z.b. propeller), im presswerk der auto-industrie und sonstigem formenbau, in der fahrzeugbewehrung zum
personen-schutz verwendet wird. Erhältlich unter folgenden handelsnamen:
- obo-panzerholz
- delignit-festholz
Beides stammt vom hersteller: Blomberger Holzindustrie KG in Ostwestfalen/Lippe:
http://www.delignit.de/pdf/Aviation-g.pdf
Ich benutze es seit ca. drei jahren mit bestem erfolg im teleskop- und vorrichtungs-bau, weil es mit seiner
hohen steifigkeit bei niedrigem, spez. gewicht (1,37), und wegen seiner problemlosen verarbeitbarkeit
eine echte alternative z.b. zum werken in metall (z.b. platten, bleche aus alu) darstellt. Es wiegt bei gleicher
bemessung nur ein zentel von baustahl, hat aber ein drittel seiner festigkeit. Dieses günstige verhältnis
von festigkeit zu gewicht wird von kaum einem anderen werkstoff übertroffen!
Bei dem heute geführten insider-gespräch mit Dieter Martini, bekannt z.b. für seine NC-gefrästen freiform-
teile für die Dobsonier, kam ich auf diese produkte zu sprechen und möchte meine empfehlung für diesen
werkstoff hiermit auch an die selbstbau-gemeinde weitergeben.
Bei panzerholz ist jede dritte furnier-schicht kunstharzgetränkt, bei festholz sogar jede. Durch das aushärten
unter druck und hitze entsteht ein werkstoff, der mit dem ausgangsprodukt holz nur noch bedingt etwas
zu tun hat. Beide werkstoffe haben furnier-stärken von 0,5 bis 1 mm, die damit viel dünner als bei dem
üblichem multiplex-buche sind.
Man kann sogar maschinen-gewinde in das material schneiden und Inbus-schrauben hineindrehen.
Der dreifache gewindedurchmesser als gewindelänge erscheint ausreichend (bei stahl gilt: 1:1).
Nach dem bearbeiten auf der oberfräse reicht ein schnell-entgraten der schnittflächen per stahldrahtbürste
aus, um saubere schnittkanten zu erlangen. Die oberflächenbehandlung beschränkt sich auf das abreiben
mit holz-lasur (holzpflege-öl), die feuchtigkeitsaufnahme ist vernachlässigbar. Ein riesenvorteil gegenüber
dem aufwendigen lackieren!
Die langzeit-formbeständigkeit ist so gut, dass ich obo-panzerholz mit erfolg sogar für den fuss eines
sphärometers verwenden konnte und ich mich kürzlich getraut hatte, die objektivfassung für einen
A.Jaegers 83/1000 mm FH-achromaten aus dem noch dichteren festholz zu drehen. Selbst die bekannten
ratter-marken beim eckenausdrehen stellen sich bei diesem werkstoff ein! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />
In meiner zukünftigen schiefspiegler-fertigung wird obo/delignit daher weiter zur anwendung kommen.
www.schiefs.com
LutzLiebers@gmx.de
Link zur Grafik: http://schiefs.com/Astronomie/sphaero.JPG
Aussendurchmesser 74 mm (NC-ausgefräst, keilförmig überdreht):
Link zur Grafik: http://schiefs.com/Astronomie/keilplatte.JPG
(z.b. propeller), im presswerk der auto-industrie und sonstigem formenbau, in der fahrzeugbewehrung zum
personen-schutz verwendet wird. Erhältlich unter folgenden handelsnamen:
- obo-panzerholz
- delignit-festholz
Beides stammt vom hersteller: Blomberger Holzindustrie KG in Ostwestfalen/Lippe:
http://www.delignit.de/pdf/Aviation-g.pdf
Ich benutze es seit ca. drei jahren mit bestem erfolg im teleskop- und vorrichtungs-bau, weil es mit seiner
hohen steifigkeit bei niedrigem, spez. gewicht (1,37), und wegen seiner problemlosen verarbeitbarkeit
eine echte alternative z.b. zum werken in metall (z.b. platten, bleche aus alu) darstellt. Es wiegt bei gleicher
bemessung nur ein zentel von baustahl, hat aber ein drittel seiner festigkeit. Dieses günstige verhältnis
von festigkeit zu gewicht wird von kaum einem anderen werkstoff übertroffen!
Bei dem heute geführten insider-gespräch mit Dieter Martini, bekannt z.b. für seine NC-gefrästen freiform-
teile für die Dobsonier, kam ich auf diese produkte zu sprechen und möchte meine empfehlung für diesen
werkstoff hiermit auch an die selbstbau-gemeinde weitergeben.
Bei panzerholz ist jede dritte furnier-schicht kunstharzgetränkt, bei festholz sogar jede. Durch das aushärten
unter druck und hitze entsteht ein werkstoff, der mit dem ausgangsprodukt holz nur noch bedingt etwas
zu tun hat. Beide werkstoffe haben furnier-stärken von 0,5 bis 1 mm, die damit viel dünner als bei dem
üblichem multiplex-buche sind.
Man kann sogar maschinen-gewinde in das material schneiden und Inbus-schrauben hineindrehen.
Der dreifache gewindedurchmesser als gewindelänge erscheint ausreichend (bei stahl gilt: 1:1).
Nach dem bearbeiten auf der oberfräse reicht ein schnell-entgraten der schnittflächen per stahldrahtbürste
aus, um saubere schnittkanten zu erlangen. Die oberflächenbehandlung beschränkt sich auf das abreiben
mit holz-lasur (holzpflege-öl), die feuchtigkeitsaufnahme ist vernachlässigbar. Ein riesenvorteil gegenüber
dem aufwendigen lackieren!
Die langzeit-formbeständigkeit ist so gut, dass ich obo-panzerholz mit erfolg sogar für den fuss eines
sphärometers verwenden konnte und ich mich kürzlich getraut hatte, die objektivfassung für einen
A.Jaegers 83/1000 mm FH-achromaten aus dem noch dichteren festholz zu drehen. Selbst die bekannten
ratter-marken beim eckenausdrehen stellen sich bei diesem werkstoff ein! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />
In meiner zukünftigen schiefspiegler-fertigung wird obo/delignit daher weiter zur anwendung kommen.
www.schiefs.com
LutzLiebers@gmx.de
Link zur Grafik: http://schiefs.com/Astronomie/sphaero.JPG
Aussendurchmesser 74 mm (NC-ausgefräst, keilförmig überdreht):
Link zur Grafik: http://schiefs.com/Astronomie/keilplatte.JPG