visueller Unterschied 8" / 10"

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas MarkH
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MarkH

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Hallo Leute,

seit geraumer Zeit spiele ich mit dem Gedanken meinen 102/1000 Refraktor auf EQ3 gegen ein Teleskop einzutauschen, welches mehr Details als die pure Existens diverser Objekte zeigt. Meine aktuelle Wahl geht dabei in Richtung der Orion Newtons, aufgrund des Gewichtes und der guten Qualitaet. Nun weiss ich jedoch nicht ob ich mir einen 8" oder 10" holen soll. Als Unterbau liebaeugel ich mit der GP-DX. Vielleicht kann mir jemand von Euch ein paar Objekte mit Details sagen, die man mit dem 10" erkennt und mit dem 8" nicht, bzw ob irgendetwas gegen diese Wahl spricht. Ich moechte so zu 70% Deep Sky beobachten, Rest Planeten und Mond, hinundwieder ein wenig fotografieren.

Danke und viele Gruesse
Mark
 
Hallo Mark,

ich konnte meinen 8" mehrmals mit einem 10" vergleichen (beides Galaxy Dobsons von ICS), jeweils mit den gleichen Okularen und somit auch etwa der selben Vergrößerung

Ein paar Eindrücke:
M13: im 10" größer und heller
Cirrus: 10" zeigt mehr Struktur
M51: im 10" größer, Spiralstruktur zu erahnen, Lücke zwischen M51 und NGC5195 (odaso) deutlich, im 8" ist nichts von Spiralarmen zu sehen
NGC4565: Dunkelband im 8" zu sehen, im 10" deutlich
Bei Planeten konnte ich keinen nennenswerten Unterschied feststellen, außer daß der 10" ein helleres Bild liefert.

Kurz:
Das Bild im 10" ist heller und zeigt bei DS-Objekten mehr Details (wen wundert's), aber nicht soviel mehr, daß ich von 8" auf 10" umsteigen würde. Der 10" Dobson wäre auch ca. 50% teurer gewesen, das war's mir nicht wert. Andererseits ist der Preisunterschied bei den Orion-Newtons nicht so gravierend.

Noch ein paar andere Gedanken:
- der 10" Tubus ist deutlich dicker und unhandlicher, als der 8"
- wie steht's um die Tragfähigkeit Deiner Monti? Lieber mit dem kleineren Teleskop in Ruhe beobachten, als sich vom Gezittere des größeren nerven lassen.


Gruß
Schicko
 
Hi,

Als Unterbau liebaeugel ich mit der GP-DX

Wie Schicko schon schreibt: 10" ist schon deutlich mehr als 8.

Aber: Bei der GP-DX dürfte 8 Zoll doch das obere Ende der Fahnenstange sein. Solange du niemanden kennst, dessen GP-DX das mitgemacht hat, würde ich es mich nicht trauen.

Und: Je nach Tubus-Material bzw. Spiegeldicke können 10 Zoll recht unterschiedlich wiegen. Du bräuchtest also das exakte Gewicht.
 
Hallo,
der Tubus der Galaxy Newton 10" ist laut Angaben ICS aus 1mm dickem Metall und wiegt ca. 15 Kilo, inklusive Spiegel.
Bei den anderen weiss ich es nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass die leichter sind, wegen anderem Tubusmateriall. Aber frag doch mal beim Herrsteller nach, die geben dir sicher Auskunft.
 
Hallo,

danke für eure Antworten. Der Orion 10" Tubus wiegt "nur" 9.5 kg, das sollte die GP-DX noch schaffen (TS bietet es zumindest so an) Den anderen Thread kannte ich schon, doch der beschaeftigt sich eher mit der dem 10" allgemein. Meine Frage zielte eher darauf ab, ob sich 2" mehr rein visuell lohnen, bei 3 kg mehr Gewicht als der Orion 8"/1200mm. André Walczak schreibt in dem anderem Thread ja

"Ich hatte den Newton mal vor etlichen Monaten auf meiner DX mit dem standard Aludreibein darunter, das ging visuel ganz gut und das Beobachten hat damit auch viel Spaß gemacht."

also sollte es vom Handling ganz gut gehen. Falls André mitliest, eventuell kann Du auf das "ganz gut" etwas genauer eingehen?

Sonst wuerde ich mich noch ueber andere Objektdetails wie die von Schicko freuen, bzw. ueber Aussagen ob die 2" im Vergleich zum schlechteren Handling lohnen.

Danke und viele Gruesse
Mark
 
Hallo Mark,
Sonst wuerde ich mich noch ueber andere Objektdetails wie die von Schicko freuen, bzw. ueber Aussagen ob die 2" im Vergleich zum schlechteren Handling lohnen.
ich kann von einer Jupiterbeobachtung mit meinem 8"f/6 und einem danebenstehendem hervorragenden 10"f/6 Selbstbaudobson berichten:
Bei sehr gutem Seeing waren mit dem 10" deutlich mehr Details in den Bändern erkennbar,bzw die Details die der 8" zeigte waren leichter erfaßbar.
Ein 12" Selbstbau-Cassegrain zeigte dann nochmals mehr Details,die Bänder voll aufgelöst,wie auf den besten Photos die ich kenne.

Die von Schicko beobachteten Details in M51 habe ich mit meinem 8" auch schon beobachtet,aber nur bei sehr klaren Himmel.

An M13 fand ich den Unterschied 8" zu 10" nicht so groß,der 10er zeigte etwas mehr Einzelsterne,aber an Kugelhaufen die im 8" so gerade aufgelöst werden war der 10" deutlich besser und zeigte schon hunderte Einzelsterne.

Insgesamt würde ich sagen,daß der Unterschied der Öffnungen bei schwachen Nebeln und Galaxien am deutlichsten war,hier bringt der große sichtbar mehr.

MfG,Karsten
 
Hallo,
ich bin vor kurzem auch von einem 102/1000 Refraktor (Bresser Uranus) auf ein C8 mit GP-DX-Montierung gewechselt, die ich gebraucht zusammen (mit gutem Zubehör) für 1500 Euro erstanden habe.
Mich hat bei diesem Wechsel vor allem die Stabilität der Montierung bzw. dieser Kombination sehr, sehr angenehm überrascht. Wenn Dein 10er nicht zu schwer wird (oder zu teuer) ist mehr Öffnung sicherlich immer eine gute Sache. Jetzt habe ich aber das gute Gefühl, eine insgesamt sehr stimmige Konfiguration gefunden zu haben, an der ich noch viele Jahre Spaß haben werde. Und die mir sicherlich auch die Option eröffnet, Zubehör wie Kamera etc. anzuhängen ohne gleich in die Knie zu gehen. Von daher tun's für Dich ja vielleicht auch erstmal 8 Zoll. Die sind im gebrauchtmarkt auch häufiger und günstiger zu bekommen!

Liborius
 
Hallo,

ein C8 wiegt etwa 5..6 Kg und hat einen kurzen Hebel. Mein VMC-L ist in
Ausmaßen und Gewicht sehr ähnlich und wird (visuell) noch gut von einer
Standard GP getragen. Eine GP-DX ist da sicher eine feine Sache, gerade
fotografisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Bei einem im Vergleich recht langbauendem Newton mit 10 Kg oder mehr
wäre ich vorsichtig. Auf jeden Fall ist ein richtig gutes Stativ (Säule ?)
angesagt.

Gruss

Heiko
 
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