Vixen OAZ-Hilfestellung

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VierZollLinse

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Hallo,
kennt sich jemand mit den derzeitig verbauten Vixen OAZ aus?

Problem:
Meiner hat in der Rotationsachse, radial, etwas Spiel.
Das nervt bei hoher Vergrößerung ungemein und nervt einen Techniker wie mich um den selben Faktor. Ferner geht der OAZ zum Ende der vollen Auszuglänge schwerer als am Anfang.

Habe ihn gestern mal vorsichtig bis zu einem gewissen Grad auseinander genommen.
Die Abdeckplatte über dem Zahnrad entfernt, da fielen schon die "Fuschunterlegscheiben" in den Rohrstutzen. Zum Glück war die Schwerkraft der an den Scheiben haftenden "Klebefettmasse" stärker und die Dinger kamen wieder ans Tageslicht.
4 Schrauben, 4 Scheiben - geirrt, denn jede Schraube mit einer Scheibe bestückt birgt eine schlechtere Funktion mit sich als vorher. Muss also 2 Scheiben mit einer Schraube und der Rest verteilt auf welche anderen sein. Ein Witz, angesichts des VK des Gerätes.
Oben auf dem OAZ sind 3 kleine Minimadenschrauben, die wohl die darunter liegenden Teflon/Kunststoffscheiben an den Rohrstutzen drücken. Seitlich sind immer solche wohl auch euch bekannten "schwarzen Schleifspuren" zu sehen, grausam.

Ich wollte den OAZ, dass Auszugsrohr nicht ganz rausziehen, da ich nicht weiß, was einem da entgegen kommt, was später nicht mehr seinen Platz finden kann.
Ist der OAZ am Tubus verschraubt?, man sieht kaum eine Stoßstelle.

Wenn jemand hilfreiche Unterstützung bieten kann, wäre ich sehr dankbar.
Z.Zt. läuft er wieder, jedoch nicht mehr wie vorher und man kann feinfühlig einstellen wie man will, keine Chance. Ich denke, ihm fehlt die Grundpräzision bei der Fertigung und die richtige Konstruktion. Vll. aber auch der richtige Techniker ?)
 

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Zitat von winnie:
...und?!
Läßt Du uns an Deinem Wissen teilhaben? Woran lag's?

oh, Verzeihung:

Also.
Unter den 3 Madenschrauben verbirgt sich eine Kunststoffschiene.
In ihr befindet sich eine Vertiefung für eine der Schrauben, damit beim Focusieren der Streifen nicht wandert. Vll. hat diese nicht an ihre ordnungsgemäße Stelle gesessen.
Einseitig hat der Streifen auf seiner Länge einen angeschliffenen Radius, der dem des Auszugrohres entspricht.
Der Streifen bildet eine der Laufflächen, die anderen beiden sind in der Gußeinheit fest verbaut. Demzufolge kann auch nichts an Kleinteilen o.ä. heraus fallen, was nicht wieder montiert werden kann.
Erst einmal alles von "Pattex-brutal" gesäubert und wieder montiert.

Das Geheimnis. An welcher Stelle 2 der 4 Unterlegscheiben eine Schraube bestücken ist egal.
Soll heißen, 2, 1, 1, 0. Durch diese ungleichmäßige Verteilung der Auflage ergibt sich beim Anziehen der Schrauben an der Abdeckung eine Torsion.
Die Aussparungen für die Welle in dieser Abdeckung verkantet sich und somit kann die Welle mit Zahnrad auf der Zahnstange positioniert werden.
Im Wechsel mit den Einstellmöglichkeiten an der Oberseite, Madenschruaben für Andruckstreifen, kann der OAZ rel. optimal an die Alufflächen angepasst, bzw. positioniert werden. Auch der Kraftschluss wird so reguliert.

In der Summe ein gutes Ergebnis, besser als vorher. Höhenspiel ist gänzlich ausgeschaltet,
radial ist nur noch ein minimales vorhanden.
Er läuft nun auch bis zur kompletten Auszugslänge recht gleichmäßig.

Vll. für den einen oder anderen eine kleine Hilfe, da ich denke, dass viele OAZ so aufgebaut sind. Aber sicherlich technisch ausgereifter.
 

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und...........
 

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Hallo Dominique,

danke für den schönen Bericht.
Der Auszug ist soweit ich sehe aufgebaut wie viele "Syntha" Auszüge. Abgesehen von der Untersetzung geht das kaum noch billiger zu machen und man fragt sich ob Vixen nicht doch etwas sehr überteuert ist.

Vor längerer Zeit habe ich mal einen Skywatcher Auszug etwas ausgedreht, so dass 3 Teflonstreifen eingelegt werden konnten.
Diese wurden mit je 3 Madenschrauben M3, vorne, mitte, hinten belastet. Damit ließ sich das Rohr schön spielfrei einstellen und auch auf die Objektivmitte ausrichten, mittels Laser.

Die Antriebswelle wurde dann auch mittels irgendwelcher Passscheiben spielfrei eingestellt.
Das ganze war ein recht grosser Aufwand hat sich aber gelohnt.
Schön dass es bei Dir so geklappt hat.

Grüße
Hans
 
Kleiner Nachtrag:

Da das besprochene Spiel immer noch bemerkbar war, habe ich den OAZ nochmals zerlegt.
Der Kunststoffstreifen ist 9mm breit, seine Behausung 11mm.

Wie nun den Streifen gegen hin und her rutschen sichern?
Nach langer Suche fielen mir Kabelbinder in die Hände. Die vorhandenen hatten genau 1mm dicke fast die selbe Höhe. Somit konnte ich mittels Sek.-Kleber ein Futterstück auf die Kante des Kunststoffstreifens kleben. Das Spiel konnte nun noch weiter reduziert, denke aber nicht gänzlich beseitigt werden. Mehr ist aus dem OAZ nicht raus zu holen. Gefühlt ist es gegen 0, bei nächster der Beobachtung wird nochmals gehofft.
Was die Jap sich bei den 2mm Spiel gedacht haben-keine Ahnung. Da die oben auf dem OAZ liegenden Justirschrauben den K.Streifen andrücken, aber nur eine Schraube in eine Vertiefung in Form von einer Senkung greift, ist wohl klar, das der verbleibende Rest beim Verstellen hin und her rutscht. Da wiken die Schrauben eher wie eine Wippe, da dem Streifen die Auflagefläche fehlt. Die des Auszugsrohres reicht da wohl nicht.

Wenn man nicht alles selber macht,............ :niemals:
 

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Hi Dominique,

Leider werde ich den Eindruck nicht los, das Vixen mittlerweile in China die Anbauteile und einige Optiken herstellen lässt.

Es gibt noch einige Geräte wo made in Japan drauf steht. Leider gilt das in diesen Fällen auch nur noch für die Optik, der Rest ist dann auch made in China.

Deswegen ist der Eindruck das die OAZ wie "Synthateile" aussehen, nicht weit hergeholt.

Naja, Schade eigentlich.

Nochmals Danke für deinen Bericht!

CS,

Christian.

PS:

Wie muss die Anordnung der Unterlegscheibchen sein?

So:

2 1
1 0


oder:

2 0
1 1

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallö,
was soll ich sagen. China, Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ob die allerdings die bescheuerte Idee der Japaner kommentarlos umsetzen, naja,..........;)
Lt. Händler sind die Vixenkonstruktuere belehrungsresistent.

An der Seite des Feintriebs sollte schon eine gleichmäßige Auflagefläche vorliegen, da sonst die Verkippung für Verspannungen an dem Brückenblech sorgen würde. Das würde dann dem Wort "Feintrieb" den Sinn rauben. Ich habe es so gelöst:
 

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In der Tat in jeder Hinsicht ein konstruktiver Beitrag. Die Ähnlichkeit zwischzen Vixen- und Synta-Auszügen ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen: Weil auch an dieser Stelle Synta von Vixen abgekupfert hat.
Dass Vixen das besser mechanisch kann, hat man in den 80er/90er Jahren an den großen Okularauszügen der damaliegen 130mm/150mm-ED-Refraktoren und dem 130mm-Photaron gesehen. Damals waren die Teile aber u.a. zu teuer und zu schwer.

Stefan Korth
 
Hallo Stefan,

Damals waren die Teile aber u.a. zu teuer und zu schwer.
und heute nur noch teuer.

Also, für den Neupreis des Gerätes kann man etwas anderes verlangen, das ist ein Witz. Und doch hat das Teil etwas, keine Ahnung was es ist, Vixen Refris finde ich gut. Die Abbildung ist m.E. sehr gut, zumindest im Vergleich zu meinen vorherigen Refri. aus China, von denen ich künftig Abstand nehmen möchte. Dieser hier soll ja nur 3-4 Jahre eine Lücke schließen, dann soll ein etwas größerer folgen. Ferner habe ich ihn gebraucht (wie neu, etwas mehr als 1Jahr alt) erworben.

Ich verfolge nicht so die Marktpolitik, jedoch verschließt sich mir der Sinn, warum Vixen den Markt nicht im Rahmen ihrer Möglichkeiten angreift (?)

Ich werde das Brückenblech durch eine gefräste Platte ersetzen, dies sollte dann die Steifigkeit verbessern.
Und mehr ist dann auch nicht aus dem OAZ heraus zu holen.
Aber wenn er wie hier ein wenig modifiziert ist, stellt er durch seine einfache Bauweise und Handhabung eine stabile Einheit dar, die Belastungsfähigkeit ist erstaunlich.
 
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