Vom Spektiv zu Teleskop für Planet/Erdbeobachtung

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Feli87

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Hallo zusammen,

Ich habe in der Vergangenheit gerne mit meinem Spektiv Praktica 20-60x77 den Mond und Saturn/Jupiter betrachtet. Dieser Anblick hat mich fasziniert, sodass ich gerne mehr Details der Planeten sehen möchte. Ich wohne auf dem Land. Die Lichtverschmutzung ist daher nicht allzu groß. Ich möchte das Teleskop trotzdem gut transportieren können.
Da ich das Spektiv auch für die Erdbeobachtung benutzt habe, wäre es toll, wenn das Einsteigerteleskop diese Möglichkeit auch bietet. (Z.b. Blick vom Bodensee zu den Alpen)
Dafür möchte ich bis ca. 250 Euro ausgeben.
Ich habe mich schon ein wenig schlau gemacht und folgende Modelle in die engere Auswahl genommen:
Omegon Dobson MightyMak 80
Skywatcher Maksutov MC 90/1250
Skywatcher Dobson N130/650 Heritage Flextube
Omegon AC 90/1000 EQ 2
TS Starscope 114/900 Newton
Skywatcher Blackline Skymax 90 Maksutov 90/1250

Vielleicht ist die Auswahl auch total wirr und manches gar nicht für mich zu gebrauchen?
Ich würde mich über den ein oder anderen Hinweis und Tipp freuen.
Vielen Dank schonmal!

Schöne Grüße aus dem Schwarzwald
Feli
 
Hallo Feli,

für terrestrische Beobachtungen würde ich es bei dem Spektiv belassen, sofern du damit zufrieden bist. Höhere Vergrößerungen bringen meiner Erfahrung nach da keinen Gewinn: Das bodennahe Luftflimmern wird mitvergrößert, es gibt daher keinen Gewinn an Details.

Als transportabler Planetenspezialist ist meine ganz klare Empfehlung der Skywatcher 90mm Maksutov. Ich nutze ihn auch und bin damit überaus zufrieden. Ich würde das mit der EQ-1 nehmen. Es ist bereits stabil montiert und lässt sich genauer nachführen als ein Fotostativ.

Wenn du einen PKW nutzen kannst, würde ich mein Budget aufstocken und einen 6" f/6 Dobson wählen:
http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html

VG Christian
 
Hi Feli,

das einzige Teleskpo, das alle Anforderungen erfüllt und nicht zu sehr wackelt ist der 90/1250 Mak. So einen hab ich auch und bin mit ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr zufrieden.
'Nachts' sind zumindest Saturn und Jupiter sehr lohnenswerte Objekte, Mond und einige Kugelsternhaufen natürlich auch.
Durch das sehr kleine Feld bräuchte er eine parallaktische Montierung; falls es eine billige ist, am besten noch mit einem Motörchen.
Für die Erdbeobachtung bräuchtest Du allerdings noch ein Amici-Prisma - und sehr gute Bedingungen. Tagsüber höher zu vergrößern als mit deinem Spektiv wird kaum möglich sein - die Luft ist da zu unruhig.
Ohne weitere Okulare wärest Du bei der Kombination bei etwa 350Euro. Ich fänd es an deiner Stelle daher sinnvoller, 'tagsüber' beim Spektiv zu bleiben und 'Nachts' in eine größere Optik zu investieren, die auch mehr zeigen kann. Mit diesem 'Flextube' könnte schon deutlich mehr gehen, allerdings ist er schon ein wenig Okularkritisch und ich weis grad nicht, ob der noch Macken hat, was die Justage und ein paar Detaillösungen angeht.

cs
Jürgen
 
Hallo Christian,

Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Noch eine blöde Frage hinterher: Wie groß ist das von dir vorgeschlagene Dobson Teleskop? Benötige ich hierfür einen Tisch? Wie stellt man die Dobsons allgemein auf um sich nicht auf den Boden knien zu müssen?

Schöne Grüße
Feli
 
Hallo Feli,

im Zenit ist das Okular ca. 1,20 Meter über dem Erdboden. Die Rockerbox wird einfach auf den Boden gestellt und die Optik mit den Höhenrädern in die Lager gelegt.

Je nach persönlicher Vorliebe und Höhe des Objekts über dem Horizont beobachtet man auf einem Stuhl oder im Stehen etwas vorgebeugt. Newton-Optiken sind etwa so lang wie die Brennweite der Optik.

VG Christian
 
Hallo Christian und Jürgen,

Ihr habt mit sehr geholfen! Vielen Dank!!!

Was ist denn schneller auf und abgebaut für den Transport? Dobson Teleskop oder das 90/1250 Mak?

Schöne Grüße
Feli
 
Hallo Feli,

schneller auf- und abgebaut ist definitiv der Dobson. Der Mak ist aber auch binnen weniger Minuten aufgebaut. Dafür hat er eine etwas längere Auskühlzeit, während der der Spiegel wegen der Verformung aufgrund von Temperaturdifferenzen kein scharfes Bild an Planeten liefert. In diesem Punkt dürfte das ein Unentschieden darstellen.

Dafür lässt sich der Mak noch als Handgepäck transportieren, wenn der Fußmarsch nicht zu lang ist.

VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Noch eine kurze Frage. Sollten die mitgelieferten Okkulare durch höherwertige ersetzt werden?

Schöne Grüße
Feli
 
Hallo Feli,

das kannst du nur durch probieren ermitteln. Ich habe z.B. zwei 25er "Super"-Okulare. Das eine zeigt extreme Farbfehler und ein flaues Bild, und das andere hat sich in der Brennweitenklasse zu einem meiner Lieblingsokulare entwickelt.

Hier Musst du testen, ob die beigelegten Okuklare deine Ansprüche erfüllen. Die Serienstreuung macht sich da schon bemerkbar.

Das Eigengesichtsfeld beträgt gut 50 Grad, in dem Punkt sind sie also durchschnittlich. Für den Mak würde ich auf jeden Fall ein 32er Plössl dazukaufen. Es hat einn größeres Gesichtsfeld und eignet sich am besten zum Aufsuchen von Objekten.

VG Christian
 
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