Vorfreude auf "gigantischen Sternschnuppenschauer"

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Hört sich doch ganz gut an, aber bis dahin is ja noch ein Weilchen. ;)

Da steht aber nicht wo genau das sein soll. Auf der ganzen Erde kann ich mir nicht vorstellen.
 
Moin zusammen!

Funktioniert Google oder Wikipedia bei euch beiden nicht?! ?)

Die Geschichte dreht sich um den Kometen 21P/Giacobini-Zinner, der im Schnitt alle 13 Jahre für ein erhöhtes Sternschnuppenaufkommen sorgt. Das ist der Meteorstrom der Giacobiniden, auch "Delta-Draconiden" nach dem Radianten im S.ternbild Drache genannt. Das Maximum ist vom 7.-11. Oktober, Sichtbarkeitsdauer: die ganze Nacht, da der Radiant zirkumpolar ist.

Alles weitere hier:
http://cometography.com/pcomets/021p.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Giacobini-Zinner
http://de.wikipedia.org/wiki/Giacobiniden

...sowie im Himmelsjahr 2010, Abschnitt Oktober.
 
Nein, nein, google ist auch mein Freund :/. Ich hatte mein Ansinnen wohl nicht klar genug formuliert. Bekomme ich noch eine zweite Chance?
Ich bin kein "Hardcoreastronom", sondern allgemein naturbegeistert (Vögel, Libellen, Schmetterlinge plus alles was draußen noch alles so die Seele streichelt) und dazu gehört auch, ab und an gen Himmel zu schauen.
Jedes mal wenn in den Medien von einem "beeindruckendem Kometenschauer" die Rede war und ich voll Vorfreude nachts draußen war, wurde ich etwas enttäuscht. Ob ich nun einen oder vier in 5 Minuten sehe macht für mich da keinen Unterschied.

Aber jetzt dachte ich mich auf ein Erlebnis freuen zu können, das sich von dem eben geschilderten deutlich abhebt, für das es sich eventuell lohnt, einen besonders dunklen Ort mit guter Rundumsicht aufzusuchen usw.

Also: kann ich mich tatsächlich auf meinen ersten "Schauer" freuen, ein Erlebnis, das sich von meinen bisherigen Kometenbeobachtungen abhebt und mich staunend die Zeit und mein Bett vergessen lässt (obwohl ich glaube aus den Netzinfos herausgelesen zu haben, dass eine genaue Vorhersage nicht möglich ist?)
Ruhig optimistisch antworten, ihr wisst ja "Vorfreude ist die schönste Freude!"
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Sicherlich wird es sich lohnen, diesen Meteorstrom anzusehen, nur ob er wirklich so spektakulär wird, muss man dann eben sehen. Da weiß man vorher nicht immer genau, was wirklich passiert. Aber das ist ja noch über 1 Jahr hin. Also Geduld haben und schauen was bis dahin an Prognosen kommt. Und wenn es denn gutes Wetter gibt, anschauen und mit bisschen Glück wirklich was spektakuläres sehen. Oder eben auch nicht...

PS: Schau dir mal die Unterschiede zwischen 'Komet' und 'Meteor' an, du bringst da in deinem Text einiges durcheinander...
 
Moin Namenloser!

Alles schön und gut, aber gerade bei vorhergesagten Meteorereignissen sollte man doch ein bißchen Abstand wahren, um keine Enttäuschung zu erleben, wenn dann doch nichts passiert. Meteorschauer hoher Intensität sind eben äußerst selten und bestimmt nicht über einen so langen Zeitraum genau vorherzu-orakeln, auch wenn die Methoden in den letzten Jahren besser geworden sind.

Jetzt geht es doch langsam wieder los: Der August ist der klassische Sternschnuppen-Monat - drei Ströme sind in den kommenden Wochen unterwegs. Am auffälligsten darunter die Perseiden in der zweiten Nachthälfte, Maximum 11.8. - Da braucht man also nicht bis nächstes Jahr zu warten, sondern kann sich jetzt schon Meteore anschauen - jetzt ist das Wetter auch angenehmer.
 
Hallo [hier könnte Dein Vorname stehen],

erstmal willkommen im Forum!

Wo Du schon danach fragst - andere wird das ja auch interessieren ... im Smalltalk habe ich in ganz anderem Kontext mal dazu etwas geschrieben, aber das können dort nur Mitglieder lesen, also zitier ich mich hier mal selbst:

Es geht um den Staubschweif des wiederkehrenden Kometen 21P/Giacobini-Zinner, und der ist eigentlich nix Neues.
Vielmehr ist der Draconiden-Sternschnuppenschauer schon mehrfach in der Spitze relativ intensiv ausgefallen, und nach einer Meteoriten-Konferenz im Mai nahm bereits der englische "Telegraph" am 17.06. die vermeintlich neue Meldung auf, und space.com war am Vortag noch schneller, aber dennoch seriöser.
Tatsächlich wurden schon 2005 wegen der Bahnberechnungen für Staubteile des Kometenschweifs für 2011 Sternschnuppenschauer berechnet (The Orbital Debris Quarterly News/NASA, Seite 6/7: "No Fire from the Dragon this Year"). Und Watanabe/Sato gingen 2008 in "Activities of Parent Comets and Related Meteor Showers" von theoretischen Spitzenwerten von 200 bis zu 600 Sternschnuppen je Stunde in 2011 aus.

Hier ist noch das Abstract des Vortrags, auf den sich jetzt so viele Meldungen angeblich stützen:

The 2011 Draconid shower risk to Earth-orbiting satellites
William J. Cooke(1) and Danielle E. Moser(2)
(1) Meteoroid Environment Office, Marshall Space Flight Center, Huntsville, AL 35812
(2) Stanley, Inc., Huntsville, AL 35812
william.j.cooke@nasa.gov
Current meteor shower forecast models project a strong Draconid outburst, possibly a storm, on October 8, 2011, with a duration of approximately 7 hours and peaking between 19 and 21 hours UT. Predicted rates span an order of magnitude, with maximum ZHRs ranging from a few tens to several hundred. Calibration of the NASA MSFC Meteoroid Stream Model(70) to radar and optical observations of past apparitions, particularly the 2005 Draconid outburst(71), suggest that the maximum rate will be several hundreds per hour. Given the high spatial density of the Draconid stream, this implies a maximum meteoroid flux of 5-10 Draconids km-2 hr-1 (to a limiting diameter of 1 mm), some 25-50 times greater than the normal sporadic flux of 0.2 km-2 hr-1 for particles of this size. Total outburst fluence, assuming a maximum ZHR of 750, is 15.5 Draconids km-2, resulting in an overall 10x risk increase to spacecraft surfaces vulnerable to hypervelocity impacts by 1 mm particles.
It is now established that a significant fraction of spacecraft anomalies produced by shower meteoroids (e.g. OLYMPUS and LandSat 5(72) are caused by electrostatic discharges produced by meteoroid impacts. In these cases, the charge generated is roughly proportional to v3.5(73), giving a Draconid moving at 20 km s-1 approximately 1/80th the electrical damage potential of a Leonid of the same mass. In other words, a Draconid outburst with a maximum ZHR of 800 presents the same electrical risk as a normal Leonid shower with a ZHR of 15, assuming the mass indices and shower durations are the same. This is supported by the fact that no spacecraft electrical anomalies were reported during the strong Draconid outbursts of 1985 and 1998. However, the lack of past anomalies should not be taken as carte blanche for satellite operators to ignore the 2011 Draconids, as the upcoming outburst will constitute a period of enhanced risk for vehicles in near-Earth space. Each spacecraft is unique, and components have differing damage thresholds; programs are encouraged to conduct analyses to determine whether or not mitigation strategies are necessary for their vehicles.
(70) D. E. Moser and W. J. Cooke, Earth Moon Planet., 102, 285 (2008).
(71) M. Campbell-Brown et al., Astron. Astrophys., 451, 339 (2006).
(72) S. Close, personal communication (2009).
(73) R. D. Caswell et al., Int. J. Impact Eng., 17, 139 (1995).

Schaun' wir also 'mal ...

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo,

klingt sehr interessant.

Naja bei meinem Glück, wird mir wohl wieder mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wir auch schon in den letzten Jahren.

Drücken WIR und die daumen ;)


 
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