VORSICHT: Spiegel-Rohling mit Flex vorformen....

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winni_g

Neues Mitglied
Die Schilderung der Mühen, in einen Rohling
eine erste grobe "Delle" von ca. 2-3 mm zu
kratzen (10-12 Stunden Knochenarbeit?!),
hat kluge Praktiker dazu gebracht, die
"Grobarbeit" mit einer Flex und Diamant-
schleifscheibe für's Grobe sowie anschl.
mit einer Korund-Topfschleifscheibe (so was
gibt's wirklich!!) zu machen.

Bringt für einen 10"-Rohling in ca. 10-15 Min.
einen groben "Bauch" von 2-2,5mm im Rohling und
entspr. "Beule" am Schleiftool. Die Grate und Kanten schleifen sich danach schnell ein....

ALLES ALSO SUPERTOLL!!

Auf einer Star-Party hat eine liebe
Seele für einige Neu-Einsteiger genau
diesen Grobschliff gemacht.

Dabei ist nun folgendes aufgetreten:

Durch sehr langes (eine Stunde mit Unterbrechungen?)
Schleifen mit der Topfscheibe, evtl. etwas zu hohe
Drehzahl, usw. hat es die laufende Topfscheibe
"explosionsartig" zerlegt.

Es war ein kleines Wunder, dass ausser Mini-Sach-
schaden nix passiert ist. Hätte ein "Zuschauer"
so ein faustgrosses Fragment bei 11.000U/min
in den Bauch bekommen...... Schauder!!

Will damit nur sagen: die Idee ist KLASSE und
sollte weiter verfolgt werden - aber BITTE mit
entspr. Sicherheitsmassnahmen (Brille, Pausen
beim Schleifen zum Abkühlen der Scheibe, ABSTAND
zum Werkstück, besonders für Helfer/Zuschauer,
lieber langsamer laufen lassen (max. 9.500 U/Min)

Sorry, wenn ich mich als Neuling mit so einer
Schauergeschichte zu Wort melde - aber das war
wirklich haarscharf!

Winni
 
Hi Winni,

also ich hab mir die Geschichte erzählen lassen, und hab mir gedacht, daß es doch arg unvorsichtig war. Man sollte für Flexereien überhaupt keine Zuschauer in der Nähe haben, weil immer wieder mal Teile durch die Gegend fliegen. Das muß ja nichtmal die Schleifscheibe sein!

Ich fand diese Aktion also mehr als blauäugig und hätte auch bedenken, einem Flex-Ungeübten zu empfehlen, sich so ein Ding zu besorgen und ihn damit auf seinen Keller und sich selbst loszulassen. Gerade zwei Wochen zuvor fand sich im entfernteren Bekanntenkreis ein toller Fall für einen plastischen Chirurgen, und das Ergebnis war: "Ja, man sieht, daß er es ist", und zwar trotz teuerer Schutzbrille - die hat's nämlich mit zerflext.

Clear Skies
Sven
 
Hallo winni_g, hallo Sven, hallo Forum,

eine Warnung vor unbedachter Arbeit mit der Flex ist natürlich angebracht, sie erfolgte auch bereits direkt nach dem ITV anfang letzter Woche hier .
Ich fand diese Aktion also mehr als blauäugig und hätte auch bedenken, einem Flex-Ungeübten zu empfehlen, sich so ein Ding zu besorgen und ihn damit auf seinen Keller und sich selbst loszulassen.
Das ist sicher richtig, es bleibt aber auch zu hoffen, dass hier nun keine Endlosdiskussion entsteht, in der Unbeteiligte den betreffenden Sternfreunden Vorwürfe machen ... dies ist ganz gewiss nicht nötig.

Sternfreundliche Gruesse
 
Das ist sicher richtig, es bleibt aber auch zu hoffen, dass hier nun keine Endlosdiskussion entsteht, in der Unbeteiligte den betreffenden
Sternfreunden Vorwürfe machen ... dies ist ganz gewiss nicht nötig.
Sorry, Matthias,
auch wenn die Diskussion auf Astrotreff schon lief, ist die Warnung hier doch wohl angebracht. Und von Endlosdiskussion kann ja keine Rede sein, wenn nach mehr als einem Tag die erste Antwort im Thread kommt und die zweite Antwort dann schon vor Endlosdiskussionen warnt. Und statt der nur von dir angesprochenen Vorwürfe kann ich nur konstruktive Kritik in den bisherigen Beiträgen finden. Was solls also?
 
Ahoi Peter,

Du hast natürlich recht, ich wollte mein Posting auch eher als Aufforderung zur Zurückhaltung verstanden wissen ... sollte das anders angekommen sein, bitte ich um Entschuldigung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Viele Gruesse

 
Hmm, Glück gehabt.

Aber ein paar technische Fragen an die Flexer:

Pausen, um die Scheibe abkühlen lassen hab ich oben gelesen. Wie warm wird die denn? Läuft man da gar Gefahr, daß neue Spannungen in das aufwändig spannungsfrei getemperte Glas gebracht werden?
Schleifen deswegen manche Leute unter Wasser oder nur als Staubschutz?
Und wie gefährlich ist das wiederum? (Die Flex ist ja wohl nicht spritzwassergeschützt?!)

Obacht ge'm - länger le'm
 
Hallo mitnander
Ich habe insgesammt 6 Jahre als Schlosser gearbeitet, dabei sehr viel geflext und mir ist noch nie eine Flexscheibe zerbrochen.
Bei uns in der Firma gabs aber auch keine keramisch gebundenen Topfscheiben, sondern nur normale Schruppscheiben, Trennscheiben
und Lammelen/Fächerscheiben. Mir ist auch kein Fall bekannt, das es einen Kolegen jemals eine Schruppscheibe zerrissen hätte. Topfscheiben kenn ich nur aus dem Baumarkt.
Ich wollte mir selbst neulich mal eine kaufen weil es Schruppscheiben nur für Metall gab. Beim lesen der max. Drehzahl sah ich das die Topfscheibe für die 115er Flex nicht mal bis 10000 Umdehungen
zugelasen war. Leider bringt eine 115er aber fast 12000 Umdrehungen. Da sind schwere Unfälle vorhersehbar!!!!
Mein Tipp:
Finger weg von Topfscheiben, besorgt Euch lieber im Fachhandel Schruppscheiben oder Fächerscheiben.
Ich hab dann meinen 300/1350er Borofloatrohling mit mehreren Fächerscheiben ausgehöhlt. Ging zwar recht langsam und der Rohling wurde auch sehr heiß, aber das war mir meine Gesundheit wert.
Noch was: Finger weg von Wasser beim Flexen. 230 Volt und Wasser sind lebensgefährlich.
Gruß Uwe
 
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