Vorstellung und NATÜRLICH gleich ein paar Fragen.

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rinaldo

Neues Mitglied
hallöle.

ich bin neu hier im forum. mein name ist rinaldo. ich bin 41 jahre alt und komme aus erfurt. ich arbeite bei einem freien radiosender als *mädchen für alles*.
früher betrieb ich astronomie als hobby. eher theoretisch, weniger praktisch als beobachter. vorkenntnisse sind also vorhanden, allerdings nicht in bezug auf teleskope, astrofotografie und ähnliches. nun möchte ich aber diesen schritt gehen und mir ein teleskop kaufen. hintergrund ist auch, dass ich musiker bin und planeten, sterne, galaxien, nebel etc. für mich sehr inspirierend sind. gerade die elektronische klangerzeugung läd ja quasi dazu ein, die oben erwähnten objekte zu vertonen.
mein budget beträgt ca. 500 - 600 euro. natürlich stehe ich nun vor der wahl reflektor oder refraktor. dobson ohne fotografie, newton mit fotografie, refraktor für gute sicht auf die planeten, reflektor für deepsky beobachtungen...etc. und dann noch das richtige stativ, sinnvolle okulare, prismen...
mir brummt der schädel.:schwitz:
ich möchte eigentlich von allem etwas. :D
dobson fällt dann wahrscheinlich raus, da fotografie eher schwierig ist. was macht aber von den anderen sinn?
vielleicht mache ich aber auch zu viele schritte auf einmal. ?)

beste grüße,
ribi
 
Hallo Rinaldo,

Am besten wird wohl im Moment ein Besuch bei dem ein oder anderen Astronomie-Begeisterten in deiner Umgebung sein. So kannst du am besten deine Vorlieben bezüglich Montierung, Optiksystem usw. ausloten. Schau dich mal auf den verlinkten Seiten um:
http://www.astronomie.de/gad/
http://www.astrotreff.de/astromap.asp?Koord.x=0&Koord.y=0
http://www.teleskoptreffen.de/

Wie du sagst, bist du schon mit der Theorie vertraut.
Hier gibts Informationen zum Praktischen z.B. zur Astrofotografie:
http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.svenwienstein.de/index.html
http://www.taunus-astronomie.de/
http://www.binoviewer.at/
http://www.stern-fan.de/Seiten/frameset.htm
http://www.y-auriga.de/home/home.html
http://www.eifeltwister.de/
http://www.zellix.de/amateurteleskope/index.htm
http://www.amateurastronomie.com/

Gruß
Simon



 
Hallo Rinaldo,


natürlich stehe ich nun vor der wahl reflektor oder refraktor.

refraktor für gute sicht auf die planeten, reflektor für deepsky beobachtungen...

ich erkenne daß du schon den üblichen Plattitüden aufgesessen bist.
Bei deinem Budget hast du eigentlich keine echte Wahl. Wenn du aber
noch einige Tauusend draufsattelst, dann kommt auch ein Refaktor in Frage.

Mein kostenloser Rat:
Triff dich mit Sternfreunden aus deiner Gegend. Du gibst Erfurt an,
da fallen mir auf Anhieb mehrere Sternfreunde aus diesem Forum ein.
Außerdem gibt es Sternwarten und Vereine die dir einen unmitelbaren Vergleich
verschiedener Teleskope am Himmel ermöglichen können.

CS,Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von KaStern:
Hallo Rinaldo,

natürlich stehe ich nun vor der wahl reflektor oder refraktor.

refraktor für gute sicht auf die planeten, reflektor für deepsky beobachtungen...

ich erkenne daß du schon den üblichen Plattitüden aufgesessen bist.

ich weiß, dass es nur plattitüden sind. ;) mir ist auch klar, was ein guter refraktor kostet. ich wollte nur wiedergeben, was einem alles so durch den kopf schwirrt. alles zu ordnen und richtig zu bewerten, ist dann der nächste schritt. dabei bin ich gerade. vor allem eben die frage, was für mich sinn machen würde. wenn ich die astrofotografie erst einmal vernachlässige, sicher ein dobson.

grüße und trotzdem danke,
ribi
 
Hallo Ribi,

Karsten hat Recht. Die Differenzierung Refraktor = Planeten und Spiegel = Deep Sky stammt offenbar noch aus der Zeit, in der Refraktoren mit relativ kleiner Öffnung und Lichtstärken um f/13 bisn f/15 üblich waren, also die modernen FH-(A)Chromaten noch nicht "in" waren. Damals konnte BEI GEGEBENER ÖFFNUNG ein Refraktor seine Stärken gegenüber einem Reflektor am Planeten (besserer Kontrast) ausspielen.

Natürlich gibt es preiswerte FHs, die visuell (!) in Bezug auf die Öffnung einen recht guten Ruf haben (altes Lidlscope 70/700, Skywatcher 90/900). Sobald man aber fotografieren möchte, wirds unangenehm farbig, da spreche ich aus Erfahrung.

Beim Dobson bekommt man auch für das Geld des angesprochenen 90/900 mit vernünftiger Montierung die doppelte Öffnung und damit viermal mehr Licht. :cool:

Edit: Mit APOs erhält man natürlich prinzipiell eine ähnliche Farbreinheit wie bei einem Reflektor. Diese sind jedoch so teuer, dass man für das gleiche Geld einen Spiegel mit wesentlich mehr Leistung erhält. Wer ein Maximum an Leistung möchte, sollte also einen Spiegel mit vernünftiger Montierung (Dobson visuell) kaufen. Für den Deep Sky-Foto-Einstieg sind kleine EDs aufgrund der leichteren Handhabbarkeit (keine Riesen-Monti erforderlich) jedoch eine Überlegung wert.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtrag:

Auf irgendeiner Website gab es mal einen Jupiter-Direktvergleich mit Vixen FH 102/1000 und 4,5 Zoll Newton, also vergleichbaren Öffnungen. Meiner Erinnerung nach fiel das Ergebnis zusammen gefasst so aus:

Bei den harten Hell-Dunkel-Kontasten des Schattendurchgangs war der FH überlegen, bei den weichen Kontrasten, und damit im Gesamtbild, aufgrund des Restfarbfehlers des FH's der Reflektor. Ich habe den Link nicht mehr gefunden. Kennt ihn jemand oder liest evtl. sogar der Autor mit und kann den Bericht hier verlinken?

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo fquadrat,

vielen Dank, die Seite kannte ich. Bei dem Bericht, den ich meinte, ging es darum, bei vergleichbaren Öffnungen (102mm und 114mm haben in Prozent ausgedrückt eine geringere Abweichung als 70 und 90mm) zu ermitteln, ob sich der Restfarbfehler des 4-Zöllers oder die obstruktionsbedingten Abbildungsfehler des Newtons (Kontrastverlust, Weichzeichnung bei Hochvergrößerungen und Beugungserscheinungen) stärker auf die Abbildungsleistung auswirken.

Im Endeffekt unterliegt das eh den persönlichen Ansprüchen, Anforderungen und Zielsetzungen.

Soweit ich mich recht erinnere, waren die oben von mir beschriebenen Vorsprünge jeweils sehr knapp.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Ups, verlesen. Ich dachte vorhin beim Überfliegen es war der Skylux/90er Mak-Vergleich.

CS und VG Christian
 
Hallo Rinaldo,

man kann die Überlegungen von zwei Seiten her beginnen.

Möglichkeit 1: Sich festlegen, was man will. Egal, was es kostet!

Möglichkeit 2: Sich einen Budgetrahmen setzen und dafür möglichst viel bekommen/sehen...

Nun, du und ich und die meisten anderen tendieren ja sparbuchbedingt zu Möglichkeit 2. Und da bekomme ich eben für den Betrag X immer einen Refrator ODER einen Newton mit deutlich mehr Öffnung als der Refraktor. Deshalb wirst du unterm Strich auf diese Art mit dem Newton immer mehr sehen - egal ob am Planeten oder bei DeepSky-Objekten. Denn mit steigender Öffnung ist nicht nur ein Kontrastgewinn sondern vor allem physikalisch auch eine Steigerung des Auflösungsvermögens verbunden - und gerade bei Planeten/Mond kommt es darauf ja an!

Ein Beispiel aus meiner Erfahrung: In unserer Sternwarte steht ein genialer Refraktor - ein 20cm Starfire. Wow, super Gerät! Das Bild an Planeten und Mond ist vergleichbar mit dem meines 30cm Newtons.

Wo hat der Refraktor seine Daseinsberechtigung? Auf jeden Fall dann, wenn aus verschiedendsten Gründen das Teleskop nicht zu groß sein soll. Wer bewusst ein Gerät sagen wir mal unter 20cm Öffnung wählt und es sich leisten kann/möchte, sollte zum Refraktor greifen. Denn bei GLEICHER Öffnung zeigt dieser definitiv mehr (v.a. weil beim Newton noch die Abschattung durch den Fangspiegel abgezogen werden muss!).
 
Achso, noch etwas.

Wenn du Astrofotografie mit höheren Brennweiten (also durch ein Fernrohr) betreiben möchtest - nicht nur Planeten sondern auch DeepSky-Objekte - dann werden 600 Euro nicht reichen.

Mein konkreter Tipp:

Beginne visuell mit Beobachtungen. In deinem Preisrahmen wäre dafür ein 10" Dobson zu haben. Der zeigt visuell sehr viel und ist aufgrund seiner Größe noch zu handhaben. Außerdem lässt sich ein 10er Newton noch auf eine Montierung der EQ6-Klasse spannen (ist zwar an der Grenze, dürfte aber ohne Leitrohr noch gehen). Später kannst du - wenn du möchtest - dir eine solche Montierung zulegen und langsam Ausrüstung für die Astrofotografie aufbauen.

Alternativ wäre auch ein 8" Dobson möglich. Dieser bietet dir später bei der Montierung noch mehr Freiraum und Reserven. Ich habe z.B. einen 8er Newton plus Leitrohr auf der EQ6 - geht problemlos! Ein 10er plus Leitrohr habe ich auch schon gesehen, wäre aber grenzwertig. Andererseits: Heutzutage braucht man keine großen Leitrohre mehr...







 
hallöle.

erst einmal vielen dank für die netten und sachkundigen antworten. für mich ist erst einmal ausschlaggebend, dass ich mitten in der stadt wohne und nur über einen balkon verfüge. des weiteren bin ich nicht motorisiert, da ich zugunsten der musik immer auf führerschein und auto verzichtet habe. ist halt auch ein kostenintensives hobby.
in der nähe (10 min. fußweg) ist aber ein riesiges freies feld. sackkarre und auch handwagen sind vorhanden.:D
sicher liebäugele ich mit einem dobson-gerät. besonders dieses hat mein interesse geweckt. allerdings wird das wohl auf meinem balkon keinen sinn machen und ich weiß nicht, wie sich der transport mit oben genannten mitteln gestaltet. immerhin wiegt das teil ja auch einiges. ich bin halt noch unschlüssig.

beste grüße,
ribi
 
Ich bin zwar noch grün hinter den Ohren, aber der 10Zöller hat ein Öffnungsverhältnis von f4,8 und das bedeutet teurere Okulare wie bei f6 oder höher. Sonst würde ich den nämlich auch nett finden. Vielleicht ist so ein Dobson mit Schiebegestänge und 8" doch geeigneter. Pyex hin oder her.
http://www.teleskop-express.de/shop...0PX---8--f-6-Dobson-einschiebbarer-Tubus.html

Aber wie gesagt - ich bin unwissend...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo ribi,

Zitat von rinaldo:
in der nähe (10 min. fußweg) ist aber ein riesiges freies feld. sackkarre und auch handwagen sind vorhanden.:D
sicher liebäugele ich mit einem dobson-gerät. besonders dieses hat mein interesse geweckt. allerdings wird das wohl auf meinem balkon keinen sinn machen und ich weiß nicht, wie sich der transport mit oben genannten mitteln gestaltet. immerhin wiegt das teil ja auch einiges. ich bin halt noch unschlüssig.
das verlinkte Gerät hat f/4,7 (1200/254). Mit günstigen Okularen würdest Du nur die Mitte scharf sehen, das Feld wäre zum Rand hin immer unschärfer. Da kommt kein Spaß dabei auf. Wenn das Budget begrenzt ist, würde ich eher ein f/6-Gerät nehmen. Ist nicht so okularkritisch.

Der 10" Skywatcher wiegt laut http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1994_Skywatcher-Skyliner-250PX---par--Pyrex-Dobson-254-1200mm.html 32kg. Ein ganz schöner Brocken für 10". Mit einem Martini-Dobson kämst Du auf nur ca. 13kg, kostet aber mehr als der Skywatcher. Martini-Dobsons gibt's auch mit f/6.
Am Skywatcher ist aller Wahrscheinlichkeit nur billge Presspanplatte und kein hochwertiges Sperrholz verbaut. Alles eine Frage der Stabilität und Langlebigkeit. Wie heißt es so treffend: wer billig kauft, kauft zweimal.

Das bei einem f/6-Gerät gegenüber einem f/4,7-Gerät an Okularen gesparte Geld kann in das Gerät selbst gesteckt werden. Also lieber ein etwas teureres, hochwertigeres und leichteres f/6-Gerät kaufen, als ein günstigeres, billigeres und schwereres f/4,7-Gerät.
Ein Satz guter Okulare für f/4,7 kostet weit mehr als der Skywatcher selbst.

Viele Grüße
Markus
 
Zitat von Zyklop:
Ich bin zwar noch grün hinter den Ohren, aber der 10Zöller hat ein Öffnungsverhältnis von f4,8 und das bedeutet teurere Okulare wie bei f6 oder höher. Sonst würde ich den nämlich auch nett finden. Vielleicht ist so ein Dobson mit Schiebegestänge und 8" doch geeigneter. Pyex hin oder her.
http://www.teleskop-express.de/shop...0PX---8--f-6-Dobson-einschiebbarer-Tubus.html

Aber wie gesagt - ich bin unwissend...

ja. das habe ich auch bereits gelesen. trotzdem ist es ein reizvolles angebot. das mit den teureren okularen würde ich schon hinbekommen. ;)
mir geht es eher um den transport und ob das rohr auf meinem balkon überhaupt sinn macht.

noch unwissender und dunkelgrün hinter den ohren,
ribi :huhu:
 
Zitat von helly:
Hallo ribi,
Das bei einem f/6-Gerät gegenüber einem f/4,7-Gerät an Okularen gesparte Geld kann in das Gerät selbst gesteckt werden. Also lieber ein etwas teureres, hochwertigeres und leichteres f/6-Gerät kaufen, als ein günstigeres, billigeres und schwereres f/4,7-Gerät.
Ein Satz guter Okulare für f/4,7 kostet weit mehr als der Skywatcher selbst.

Viele Grüße
Markus

ok und vielen dank. damit schließe ich den von mir verlinkten, preiswerten 10" dobson aus. ;) die martini-dobsons sind klasse, liegen aber leider nicht in meinem preisrahmen.

beste grüße,
ribi
 
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