warum gibt es so wenige 30x80 gläser??

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babbi1

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hi jungs

warum gibt es eigentlich nur 2 hersteller (mir bekannt) die 30x80 großläser anbieten??

ich kenne nur vixen und braska die so ein glas im angebot haben...vixen glas kostet 900 euro und barska gibts in europa so gut wie nicht...

ist es das schlechte verhältnis linse/vergrößerung was mir ein händler mal sagte, oder gibt es andere gründe???

ich find es interessant weil ich es als sportschütze zum scheiben beobachtung benützen kann und ich denke für die astronomie auch gut zu gebrauchen ist(denke ich zumindest)

was ist da eure meinung dazu??

anke im vorraus

babbi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi, Babbi...

Es gibt so wenige, weil sie mit einiger Sicherheit kaum einer kaufen würde.

80/30= 2,66666...

Mit einer derart niedrigen Austrittspupille macht ASTRO schonmal keinen Spaß.

Das gestern verlinkte Fernglas wird schon als SURVEILANCE betitelt. Kühe im Nachbardorf, oder Vögel am Waldrand gehen mit einem solchen Glas sicher schön.

Alles unterhalb von AP 4mm (25x100...20x80...) scheint mir aber am Nachthimmel nicht sehr erstrebenswert....
Zwischen AP 4 und AP 6 spielt in unseren Breiten die Musik,
schon AP 7 finde ich fern der Alpen und der Äusseren Mongolei zuviel ;)

Gruß und CS

Der Jan


 
Hi!

Bei der Größe ist das Glas schon ziemlich unhandlich und liefert für ein Fernglas recht dunkle Bilder mit kleinem Gesichtsfeld, daher denke ich, dass es dafür keinen besonders großen Markt gibt - wenn's dann noch Qualität sein soll, die richtig ins Geld geht... Die Größe konkurriert ja schon ordentlich mit Spektiven (mit Zoom-Okular) oder kleinen Achromaten bzw. ED-Apos, die in der Anwendung flexibler sind und ebenfalls ein Stativ brauchen. 10x ruhig zu halten ist für die meisten das Limit, 30x freihand und ohne Bildstabi stelle ich mir übel vor.

Aber es gibt auch Zoom-Großferngläser wie das Celestron 25-125x80, falls sowas für dich interessant ist. Aber ich hab keine Ahnung, ob das Glas was taugt - wegen zu kleinem Gesichtsfeld, Stativbedarf und Skepsis gegenüber günstigen Zoom-Geräten glaube ich nicht, dass ich jemals da durch sehen werde, außer evtl. auf einer Messe. Für meine Zwecke wollte ich mir sowas nicht antun. Aber ich bezweifle, dass die China-Qualität mit dem Vixen mithalten kann. Dafür weiß ich jetzt wenigstens, wer an sowas Interesse haben könnte ;)

Und dann gibt's auch noch ein paar Großferngläser mit Wechselokularen, z.B. bei TS - sowas ist meiner Meinung nach interessanter als ein Zoom oder eine extreme Festbrennweite.

Wobei ich mich grad an die Gute Alte Zeit(TM) erinnere, als in Büchern noch so Sachen zu finden waren wie der Tipp, ein weiteres Okular hinter das Fernglasokular zu setzen, um die Vergrößerung zu steigern.

Gruß,
Alex
 
Hallo Jan,

Zitat von Blinddarm1:
2,66666...

Mit einer derart niedrigen Austrittspupille macht ASTRO schonmal keinen Spaß.

Alles unterhalb von AP 4mm (25x100...20x80...) scheint mir aber am Nachthimmel nicht sehr erstrebenswert....

Falsch. Es kommt ganz auf die Objekte an, die man beobachten möchte. Ich habe selbst ein Miyauchi 15/22x60 und beobachte praktisch nur noch mit 22-facher Vergrößerung (AP=2,7mm). Zum Beispiel offene Sternhaufen sind darin ein Genuss. Gerade im städtischen Raum, mit viel Lichtverschmutzung wird der Himmelshintergrund gut abgedunkelt. Es lohnt aber immer auch ein Blick auf andere DS-Objekte, wie M31, M42, M27, ... , Doppelsterne usw. Auch ein Blick zu Mond, Saturn (deutlich mit Ring), Venus und Jupiter lohnt. Bei den Planeten gehts natürlich nicht um Einzelheiten, sondern um schöne Konstellationen. Ich habe beispielsweise die Saturnbedeckung durch den Mond beobachtet. Bei 22-facher Vergrößerung war gut zu erkennen, wie die erste Ringhälfte hinter den Mondrand auftauchte. Dabei zogen immer wieder durchsichtige Wolkenfetzen gespenstig durchs Gesichtsfeld. Genialer Anblick!

Ich benutze es aber auch immer wieder für den schnellen Blick zur Sonne. Hier ein Beispiel von gestern. Die Sonne war nur etwa 15 Minuten sichtbar. Ein Teleskopaufbau wäre sinnlos gewesen.

Link zur Grafik: http://i99.photobucket.com/albums/l297/selenograph/sonne130110b.jpg

Die Fleckengruppe ist ein wenig zu groß geworden, aber es ist für mich immer wieder erstaunlich, was bei 22-facher Vergrößerung binokular sichtbar ist.

Natürlich ist ein Fernglas mit 2,7mm AP kein Allrounder. Flächige Objekte oder die Milchstraße beobachte ich lieber mit einem anderen Fernglas bei größerer AP. Trotzdem geht damit sehr viel Astronomie.
 
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