Was sehe ich am Mars?

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albertli

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Guten Tag Zusammen,

nachdem gestern der erste fast wolkenfreie Himmel nach langer Zeit am Niederrhein war, habe ich kurzum mein Teleskop in den Garten gestellt und mir mal den Mars angeschaut. Da ich noch nicht im Besitz eines guten hochvergrössernden Okulares bin, frage ich mich nun was ich denn damit sehen könnte....
Zum Teleskop folgende Angaben: Vixen 130 mm/650 mm

Als Okulare benutze ich die "Goldkanten" sowie ein Superplössl 32mm zur Übersicht. Leider besitze ich ansonsten nur ein Okular 2,9mm billigster Bauart...(es lag beim Teleskopkauf dabei). Mit den besseren Okularen kann man Mars als kleines Scheibchen erkennen...Mit dem 2,9mm Okular wird das Scheibchen zwar grösser aber man sieht eigentlich nicht mehr...keine weiteren Details. Ab welcher Vergrösserung kann man bei gutem Wetter die Polkappe oder Strukuren sehen?

Am Planeten bin ich völlig jungfräulich...ausser das ich im letzten Jahr ziemlich spät Jupiter beobachtet habe. Das fand ich dann doch wesentlich interessanter ....mit den Monden auch waren dort Strukuren zu sehen...obwohl er schon recht nahe am Horizont war.

Vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen.

Es grüsst und wünscht clear skies

Albertli
 
Hallo Albertli,

also Mars hat gerade bei dieser Opposition (bzw. Kombination aus Helligkeit und scheinbarem Durchmesser) die Eigenart, als kleiner weißer Ball im Teleskop zu hängen. Der ist dann weniger zu klein um Strukturen gut zu erkennen, als einfach zu hell. Man muss dann schon auf eine kleine AP kommen oder einen Graufilter hinzunehmen. Also 180x sollten es bei Deinem Gerät schon sein, die können aber Seeingbedingt auch schonmal nicht gehen, dann hilft nur noch der Graufilter. Licht in der Umgebung kann aber auch helfen, die Blendung zu reduzieren, das hieße krass gesagt aber ernst gemeint, unter der Straßenlaterne beobachten.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

das mit dem kleinen weissen Ball ist durchaus richtig. Filter habe ich leider noch keine. Ich habe halt letztens bei http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_mars_real.htm geschaut und die Marsbilder gesehen. Bei meinem Teleskop und dem benutzten Okular dachte ich, dass der Mars viel zu klein scheint. Ich komme immerhin damit auf eine Vergrösserung von 224x (wenn ich richtig gerechnet habe :-)). Trotzdem war Mars bei mir nur als kleiner Ball (viel kleiner als auf den o.a. Beispielbildern) zu sehen. Deshalb meine Entäuschung.....

Gruss Albertli
 
Hallo Alberti,

auch noch eine Möglichkeit: wenn Zirren aufziehen (Cirrus) oder der Mond hoch am Himmel steht, kann man Planeten sehr gut beobachten. Auch bei leichtem Dunst, wenn einige wenige Sterne noch durchkommen.

Damit wird Dein Auge nicht so sehr durch den hohen Kontrast geblendet. Dann, wenn immernoch zu viel, einen Graufilter verwenden. - Am Anfang würde ich auf keinen Fall Farbfilter einsetzen, die machen den Mars nur bunt und nur der erfahrene Beobachter sieht das eine oder andere mehr.

Ebenso: keine Nachtadaption des Auges. Direkt vom hellen Zimmer ans Teleskop.
Und immer wieder beobachten, Pause einlegen, beobachten. So wirst Du mit der Zeit (und Svens genannter Vergrößerung) immer mehr Details erkennen.

CS
Winfried
 
Hallo Alberti,

wir waren gerade zeitgleich...
Formatfüllend wirst Du Mars mit unseren Teleskopen nicht bekommen, da Du, wäre es möglich, eine zu starke (leere) Vergrößerung hättest, würdest Du nur noch "Matsch" sehen, also ein unscharfes Bild. Die maximale Vergrößerung wäre 2x der Durchmesser Deines Geräts.

Wenn ich Mars in meinem 12" SC beobachte, und das hat immerhin eine Brennweite von 3 Metern, dann habe ich auch nur ein Scheibchen, auf dem es schwierig ist, klare Details zu erkennen. Würde ich auf 600x gehen (mit meinem 4,7mm UWA), dann wäre das Bild meist zu unscharf. Solche Vergrößerungen kann man vielleicht ein- oder zweimal im Jahr verwenden.

CS
Winfried
 
Hallo Albertli,

wenn Du die Hinweise beachtest und für entsprechende Lichtdämpfung sorgst hat diese kleine weiße Kugel unter der Voraussetzung, dass das Seeing mitspielt, eine überraschende Detailfülle zu bieten.
In den wenigen Nächten klaren Himmels der derzeitigen Beobachtungsperiode hatte ich meistens noch das Pech schlechten Seeings. Ein Mal gelang es mir jedoch, mit meinem 8" F/6 bei 250-300fach und mit Polfilter die große Syrthe scharf und dunkelbraun im rötlichbeigen Umfeld , sowie die Pol(wolken)kappe als bläulichen Schimmer und einen leichten Wolkenschleier an der anderen Polseite zu sehen.

Die Marsbeobachtung ist also bei aller Wichtigkeit der richtigen Beobachtungsausstattung auch ein Geduldsspiel.

CS
*entfernt*
 
hallo,

ich beobachte den Mars mit einem 127 Maksutov und finde ihn bei 190x keineswegs zu hell. Erst im 9" Newton verwende ich Filter. Vielleicht liegts doch am Okular? Bist du sicher dass dein Teleskop gut kollimiert ist?

Die Polkappen sind inzwischen so ziemlich dahingeschmolzen, aber im Moment ist so gegen 22h die grosse Syrte sehr schön zu sehen. Da der Mars in 24,5 Stunden rotiert ändert sich das langsam. Ich empfehle diese Opposition noch zu nutzen, die nächsten 9 Jahre ist er noch kleiner.

viel Erfolg, Tommy

 
Hallo ich nochmal,

wenn ich von den Goldkanten als -am Preis gemessen- guten Allroundokularen ausgehe, die sicher keine Plantenokulare sind und an F/5 schon erhebliche Schwächen zeigen (ich finde sie nur bis F/6 gut) sollte sehr wichtig sein, den Planeten genau auf der Achse zu halten, also im Bildmittelpunkt. Abseits davon gibt es "Farbe" und Unschärfen.
Das 6 mm Okular bringt dann etwa 110fach bei 1,4 mm AP.
Das sehr helle Scheibchen bleibt also noch relativ klein und die 1,4 mm AP bringen Blendung und Überstahlung mit sich. Vermeidung der Dunkeladaption und/oder eine Lichtdämpfung über Grau-/variablen Polfilter ist -nicht nur mit den Goldkanten sondern mit jedem 6 mm Okular- unverzichtbar um Details wahrnehmen zu können.
Ein 4 mm oder 3,5 mm Okular (0,9/0,8 mm AP) sollte es schon sein, wenn das Seeing mitspielt und selbst da kann eine leichte Lichtdämpfung noch hilfreich sein.

CS
*entfernt*
 
Details an Planeten offenbaren sich nicht auf den ersten Blick, das muss man übern. 13 cm Öffnung zeigen am MArs aber schon eine ganze Menge. Ich empfehle eine vergrößerung um 150x, das erfordert ein Okular um 4 Millimetern Brennweite. Vernünftig gebaute Okulare dieser Brennweite sind recht teuer, so dass ich zur Kombination eines z.B. 6mm Goldkantenokus mit einer 1,5x Barlowlinse rate. Es gibt Kombinationsbarlows, eingesteckt 2x, aufgeschraubt 1,5x.

Und dann: Üben. Den Mars lange ansehen, möglichst im Süden, wenn er hoch steht. Farbfilter bringen am Mars viel, blau, grün und gelb sind von der Lichtsituation sicherlich auch bei dir einsetzbar. Bei orange oder gar rot wird das Bild dann wohl zu dunkel.
 
Hallo Alberti,

mein Post von gestern Abend enthält einige Fehler, bin wohl in der Tabelle etwas in die falschen Spalten gerutscht. :blush:
An der grundätzlichen Situation ändert das aber nichts.

Das 6 mm Okuklar liefert 1,2 mm AP.
Das 4 mm Okular liefert 0,8 mm und das 3,5 mm Okular 0,7, was schon die Obergrenze des Machbaren/Sinnvollen für die allermeisten Anwendungen (und auch Anwender) darstellt.
Wie Uwe schon schreibt, ein 4 mm Okular wäre schon eine gute Sache.
Mir persönlich haben die bereits gebarlowten "Goldkanten"(6 und 9 mm) + externe 1,5-2fach Barlow nicht so gut gefallen, allerdings war meine Barlow wohl im Rahmen der Serienstreuung eher am unteren Ende der möglichen Qualitäten. Bei Barlow + Barlow kommt es sehr darauf an, dass beide Einzelkomponenten zueinander passen.
Man erfährt das, gerade bei sehr günstigen Massenartikeln mit entsprechenden Qualitätsstreuungen, nur durch Ausprobieren.

CS
*entfernt*
 
Hallo Albertli,

ich bin auch noch einsteiger und habe mir die selbe Frage gestellt.
Siehe hier:

Warum sind Mars & Saturn nur sehr klein Sichtbar?

Mein Resume, meine Vergrößerung ist zu klein, mit 80mm Öffnung ist halt nicht soviel möglich. Desweiteren fehlt Erfahrung und Praxis. Dennoch, so groß wie auf den angeführten Homepages und Bildern in dem Thread, sehe ich den Mars oder Saturn niemals in meinem Teleskop.

(Ausser vielleicht mit Barlow, das bringt aber keine richtige Steigerund, sondern nur eine Vergrößerung ohne Details).

MFG Dan
 
hallo,

ja, mit 80mm ist es sehr schwierig am Mars Details auszumachen. Er ist einfach zu klein und die Marslandschaften haben nur leicht unterschiedliche Albedo. Das heisst man muss auf die Suche nach leichten Schattierungen gehen. Um die Kontraste zu verstärken bewährt sich ein nicht zu dichter Orangefilter weitaus am besten. Aber bei 80mm leidet natürlich die Helligkeit. Bei 130mm ist das kein Problem mehr.

Aber beeilt euch, Mars ist schon deutlich kleiner als vor einem Monat bei der Opposition!

lg Tommy
 
Marsoppositionen sind sehr unterschiedlich

Hi Zusammen,

bitte überseht nicht, dass Mars sich zur Opposition in der Größe stark unterscheidet. Die besonders nahe Marsopposition von 2003 bewirkte, dass schon drei Monate vor der Opposition der Mars näher war und somit größer erschien, als bei dieser Opposition.
Der scheinbare Durchmesser schwankt so grob zwischen 14 und 25 Bogensekunden, das heißt bei einer guten Opposition erscheint Mars 80% größer als bei einer ganz schlechten (wie es die nächsten beiden 2010 und 2012 sein werden).

Insofern könnt ihr nicht erwarten, dass die Marsbilder aus 2003 und 2005 sich mit den Möglichkeiten bei aktuell nur 13 Bogensekunden decken!
Der Effekt entsteht übrigens, weil die Marsbahn stärker von der Kreisbahn abweicht, als die meisten Planetenbahnen im Sonnensystem. Ich glaube, nur "Traditionsplanet Pluto" ist extremer, aber der ist ja rein physikalisch schon ein halber Asteroid oder ein ausgebrochener Mond, oder was auch immer gerade die wahrscheinlichste Theorie ist.

Was bei dieser Opposition von Vorteil ist, ist die große Höhe über dem Horizont, denn Mars steht noch nahe dem "goldenen Tor der Ekliptik", wo die scheinbare Sonnenbahn am Himmel zwischen Plejaden und Hyaden hoch über den Winterhimmel geht. Da stört weniger Seeing.

Clear Skies
Sven
 
Re: Marsoppositionen sind sehr unterschiedlich

Hallo,
mit meinem 10" Gso, einem Baader Hyp 5mm oder meiner Goldkante 6mm und einem starken Orangefilter sehe ich an Mars im Vergleich zu vorher nun doch recht zufriedenstellend schöne Strukturen, sogar bemerkt, dass die Polkappe kleiner geworden ist im Laufe der Monate. Spices sind zwar nicht wegzukriegen, doch sie sind nun deutlich gedämmt und ich muß sagen bei Vollmond und Cirren macht sich Mars bei mir am besten. Selbst den Saturn kann ich in diesem Filter sehr gut sehen, Cassini in den Ansen ist kein Problem....und er steht ja in MOndnähe....also ich sehe ihn da sogar besser als neulich bei Neumond.....
Grüssle von Anette
 
Re: Marsoppositionen sind sehr unterschiedlich

Hi Anette,

Du bekommst die Gewürze nicht weg? Hast Du den Mars in Paprika gepudert? Hoffentlich edelsüß, oder war es doch Cayenne? ;)

Also mir begegnen nun diese Zirren zum 2. Mal, und ich möchte dazu was loswerden:
Zirren können je nach Struktur der Eiskristalle das Bild ganz schön versauen und auch ein hochfrequentes Seeing, das nur Tübe macht, ohne groß zu wabern, kann mit Zirren einher gehen. Ich will sagen: Zirren sind nicht der Grund, spontan rauszulaufen und auf gute Bedingungen zu hoffen!
Was die Beobachtung gut macht, ist wohl auch kaum die Lichtdämpfung durch Zirren, und selbst wenn sie es ist, dann sollte man die Zirren lieber sparen und per Graufilter selbst dämpfen.
Was man eigentlich braucht ist eine perfekte Durchsicht und sehr gute Luftruhe (gutes Seeing). Die Luftunruhe ist dabei das Hauptproblem, und die ist bei dunstigen Wetterlagen oft recht gut, insbesondere auch bei Inversionswetterlagen kann es das geben (Hust!). Ich habe auch ab und an erlebt, dass im Vorfeld ankommender Tiefausläufer das Seeing sehr gut wird, in einem recht kurzen Zeitfenster, bevor der Himmel zuzieht. In einem Buch über Meteorologie habe ich mal aufgeschnappt, dass in der Höhenluft der Tiefausläufer schon da ist, der schiebt sich dann über die lokalen Luftmassen, erzeugt da also auch wieder sowas wie eine Inversionsschicht.
Bei all dem muss aber wohl auch der Jetstream mitspielen, wofür es ja neuerdings schon Vorhersagen für Sternfreunde gibt.

Der Vollmond ist eigentlich auch nur eine Form des "ambient Light", also des Umgebungslichts. Das Auge ist nicht so dunkeladaptiert und spürt so weniger Blendung durch den Planeten. Im Forum hat mal wer beschrieben, dass er eine Taschenlampe auf seinen Tubus leuchten lässt, wenn er Planeten schaut. Natürlich nicht in den Tubus, sondern so, dass der Bereich um den Okularauszug herum hell ist. Das habe ich noch nicht probiert, weil meistens andere Leute um mich herum ihre Dunkeladaption behalten wollen. Die werfen dann mit Naglern nach mir!

Clear Skies
Sven
 
Re: Marsoppositionen sind sehr unterschiedlich

Hallo Sven,

anbei die Erläuterung der Inversion, entnommen aus dem Buch "Der Wolkenatlas", der im März in unserem Verlag erscheint. Autoren sind Bernhard Mühr und meine Wenigkeit:

Inversion, Inversionswetterlage
Zitat Anfang: "Unter Inversion verstehen wir eine Temperaturumkehr. Gewöhnlich nimmt die Temperatur mit der Höhe ab; eine Inversion wird im vertikalen Temperaturprofil erkennbar durch eine geringere Abnahme der Temperatur mit der Höhe, durch eine gleichbleibende Temperatur mit der Höhe (Isothermie) oder durch eine Temperaturzunahme mit der Höhe. Eine scharfe, gut ausgeprägte Inversion zeichnet sich durch eine Temperaturzunahme mit der Höhe aus, die kann sich innerhalb weniger Dekameter vollziehen und durchaus 10 Grad oder mehr betragen. Inversionswetterlagen treten bei uns besonders in Herbst und Winter häufig auf und kennzeichnen windschwache Hochdrucklagen. In den Tälern und Niederungen hält sich kalte und feuchte Luft, an der Inversion in ein paar hundert Metern Höhe breitet sich dann vielfach eine Hochnebeldecke (Stratocumulus) aus und darüber herrscht bei milden Temperaturen und Sonnenschein eine exzellente Fernsicht. Eine Inversion wirkt als Sperrschicht, ein vertikaler Luftaustausch durch sie hindurch ist nur schwer möglich, deshalb reichern sich unter der Inversion Schadstoffe an, die im Extremfall zu einer Smogsituation führen können. Wir bezeichnen eine solche Schichtung der Atmosphäre als stabile Schichtung.
In klaren und windschwachen Nächten kühlt der Boden und die bodennahe Luft zu allen Jahreszeiten stärker aus als die darüberliegenden Luftschichten. Die so entstehende Inversion nennen wir Bodeninversion." Zitat Ende

CS
Winfried
 
Re: Marsoppositionen sind sehr unterschiedlich

Hallo Zusammen,

zuerst vielen Dank für Eure Anmerkungen. Sie haben zu meiner Beruhigung sehr beigetragen. Wie ich erwähnt habe, ist mein Okular für höhere Vergrösserungen sicherlich nicht gut geeignet und Fliter besitze ich ebenfalls noch keine. Ich muss mich also noch bis zu meinem Geburtstag in Geduld üben. Dann werde ich mich mit dem Speers Zoom beschenken lassen.:-)) Bis dahin werde ich mich also mit anderen Objekten zufrieden geben müssen. Macht mir aber nix....da ich noch ein Frischling bin, gibt es für mich ohnehin viel neues. Danach werde ich mich dann um einen Filter kümmern. Alles schön der Reihe nach.....bin leider kein Krösus. Falls jemand an meinem Genurtsdatum interessiert ist, um sich zu beteiligen.....ich antworte gerne auf eine PN.

Lieber Gruss Albertli
 
Marsoppositionen für die Südhalbkugeler

Hallo Sven,

ja leider sind die Marsoppositionen in denen Mars uns sehr nah
steht diejenigen in denen er sehr weit südlich steht. Wenn er
bei uns zur Oppositionszeit hoch am Himmel steht ist er dagegen
relativ klein. Mars ist also ein Objekt für Bewohner der Südnahlkugel :(

Mit dem 130mm Newton sollte man aber auch bei dieser Opposition
trotzdem schon einige Details auf Mars sehen können. Neben guter
Justage würde ich auch einen leichten Neutralfilter sowie ein
gutes Okular um 4mm Brennweite vorschlagen. Oder eine gute
Barlowlinse welche man mit den vorhandenen Okularen nutzen kann.

Ansonsten noch viel Gedult, denn die Luft muß ruhig sein
wenn man auf den Planeten viele Details sehen möchte.

MfG,Karsten
 
Re: Marsoppositionen für die Südhalbkugeler

hallo Anettle,

wow da bin ich platt: Du hast echt Cassini gesehen? Das Raumschiff? /^_^\

Im Ernst: Zirren sind hochfliegende Eiswolken die oft Wetterfronten ankündigen oder hinterher folgen und daher normalerweise Anzeichen starker Strömung in der Höhe sind. Das bedeutet starke Luftunruhe. Dunst und leichen Nebel gibts eher bei stehender Luft überm Boden, also weniger Luftunruhe. Ausserdem gibts bei Dunst sowieso nichts anderes zu beobachten als die hellsten durchscheinenden Objekte...Planeten!

lg Tommy
 
Re: Marsoppositionen für die Südhalbkugeler

Hallo Tommy,

hier mal was über Cirrus:

Entstehung:

..."Vielfach kündet Cirrus vom Herannahen einer Warmfront, denn mit der Warmluftzufuhr in größerer Höhe sind immer Hebungsvorgänge verbunden, die Anlass zur Bildung von Cirrus (vor allem aber Cirrostratus) geben können. Ein eindeutiges Kriterium für eine Wetterverschlechterung ist der Cirrus alleine jedoch nicht, stehen doch auch in einem ausgedehnten Hochdruckgebiet oft Cirren, Schönwettercirren, am Himmel. Häufig geht Cirrus aus anderen Wolkengattungen hervor, als Reste der oberen Wolkenpartien ehemaliger Gewitterwolken (Cumulonimbus), durch Umbildung aus einem Cirrostratus oder auch aus Kondensstreifen, die sich bei günstigen Bedingungen ausgebreitet haben und lange bestehen können. Ebenso können Cirruswolken ihren Ursprung haben in Fallstreifen (virga), die von einem Cirrocumulus oder einem Altocumulus herabhängen."


Zitat: Der Wolkenatlas, 1. Ausgabe 2008, Mühr/Berberich im Kunstschätzeverlag

CS
Winfried
 
Re: Marsoppositionen für die Südhalbkugeler

Hi Tommy,

dieses Thema kommt des öfteren bei verschiedenen Wolken und was sie bewirken, vor.
Es wird aber KEIN Wetterbuch, da gibt es schon zu viele (schlechte...).
Es wird ein reiner Wolkenatlas werden. Das nur in Kürze, gehört nicht hierher, entschuldigt bitte.

CS
Winfried
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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