Weg mit dem Aldi-Reflektor

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extero

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Hallo ihr,

nachdem ich mich in letzter Zeit wieder mehr mit dem Thema Astronomie beschäftigt habe, wurde auch mal wieder unser altes Aldi-Teleskop ( Optus 76/700 Reflektor Optus 76/700 Reflektor) herausgekramt.
Nach einigen Beobachtungsabenden war mein Entschluss gefasst: "Mond und Jupiter bekomme ich ziemlich gut rein, aber dann.... Mit der vorhandenen Montierung ist die Nachführung eine Katastrophe" :schwitz:
Daher möchte ich mir ein "gehobeneres Einsteigerteleskop" zulegen.

Daher habe ich mich die letzte Woche mal im Internet umgesehen (bin dabei auch auf euer Forum gestoßen :super: ) und bin auf ein paar Teleskope gestoßen die für mich in Frage kommen. Leider ist mein Budget sehr begrenzt (Studentenrabatt bei den Shops gibts ja warscheinlich nicht).

Mein Interesse bei der Beobachtung liegt eher auf Planeten und unseren Mond.
Wohnhaft bin ich am Rande einer Kleinstadt. Von daher ist die Lichtverschmutzung relativ gering, allerdings habe ich schon vor ca. 10 km ins Dunkle zu fahren.
Ich hoffe ihr könnt mir etwas weiterhelfen, hier mal meine Auswahl:

Celestron Atromaster130eq Reflektor Eigentlich mein absolutes Budget-Limit.

Celestron Astromaster 114eq Reflektor

Celestron Powerseeker 114eq Reflektor

Wie ist das denn eigentlich mit der Justierung? Müssen Spiegelteleskope nach Transporten nachjustiert werden, oder wann?


Celestron Astromaster90eq refraktor Mein momentaner Favorit

Skywatcher eq 90 Refraktor



Ich habe mir auch Dobson-Reflektoren angesehen. Sie sollen ja mit das beste Preis-Leistungsverhältnis haben. Allerdings kommt mir die Dobson-Montierung etwas komisch vor und sie sollen ja eher für DeepSky sein und weniger für Planeten.


Vielen Dank schon einmal im vorraus für euere Hilfe,
Lukas
 
Hallo Lukas,

also der Dobson ist das (aus deiner Auswahl)mit Abstand stabilst Montierte Teleskop.
Alle verlinkten Teleskope werden mit schwachbrüstigen Montierungen ausgeliefert.

Des weiteren bekommst du bei einem Dobson eine größere Optik für kleineres Geld (vor allem Gebraucht). Da sind 200mm Öffnung mit 1200 Brennweite auch mal für 200-250,- drinne ;)

Mein Rat - solange du nicht fotografieren möchtest und sonst irgendwelche Gründe für eine "Rockerbox" sprechen (z.B. Balkonbeobachtungen) würde ich einen Dobson bevorzugen.

Das "schubsen" möchte auch erlernt werden, aber geht eigentlich sehr Gefühlvoll. Bis 300x kann ich i.d.r. ganz gut nachführen.

Ansonsten der altbekannte Tip - versuch Sternfreunde in deiner Umgebung zu finden um einen gemeinsamen Beobachtungsabend zu organisieren (oder Astrostammtische gibt es auch in manchen Regionen)
Da kannst du einfach mal "ausprobieren" was dir liegt ;)

Viele Grüße

Michael

edit:

Vielleicht wäre das auch was für dich?
http://www.heiko-schaut-ins-all.de/hsia/index.php?option=com_content&view=article&id=84&Itemid=95
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Lukas

Nur ganz kurz:

- der 130eq möchte noch ein paar bessere Okulare spendiert bekommen, damits Spass macht. Die Montierung sieht mir etwas wackelig aus. Bei Windstille und mit Motörchen könnts vielleicht gehn, aber Fokussieren könnte knifflig werden.

- der 114/1000 ist eine besonder Art von katadioptischem Teleskop. Perfekt justiert ne feine Sache, wenn man keine großen Felder braucht, aber, naja. Such hier mal nach Megatar oder Star Sherrif. Sind prinzipiell gleich aufgebaut und Erfahrungsberichte zur Justage gibt auch. (imho aber eher die Finger von lassen - als Einsteiger holt man aus den Geräten nix raus und wenn die notwendige Erfahrung+Ausrüstung mal da ist reicht einem so ein Teil nicht mehr)

- Der 114/900 war DAS Einsteigerteleskop der 80er/90er Jahre. Nur die Montierung ist etwas schwächlich.


Durch einen der Refraktoren hab ich noch nie geschaut - nur ne Nummer kleiner oder deutlich teurer.
Mond/Planeten und die helleren DS-Objekte waren bei mir mit einem 70/800 so die erste erntszunehmende astronomische Beobachtung; die Erinnerungen beeindrucken mich noch immer. Da wird bald die Anmerkung kommen, solche Teile seien zu klein und/oder nicht edel genug (ein Triplet mit 90mm wär was anders, ein noch engerer Telementor auch...) [klar - wenn man merkt den Unterschied, aber auch mit den Kleinen kann man Spass haben. Deutlich mehr, als man meint].

Was Dobsons angeht: Geschmackssache. Im Höchstvergrößerungsbereich muss man schon etwas gut getuntes haben, ansonsten eher bessere Okulare, wenn man mal abseits der Achse beobachtet. Wirklich 'zwingend' wird so ein Teil erst bei lichtschwachen Objekten. Aber praktisch ist die große Öffnung auch bei so hellen Klecksen wie Mond/Planeten - man kann (theoretisch) durch die große Öffnung weiter vergrößern. Praktisch eingeschränkt wird das neben der Luftunruhe v.A. durch die Nachführung. Wenn man das aber packt hat man ein Potential, das man fürs gleiche Geld mit keinem andren System bekommt.



So wirklich empfehlen kann ich nix.
Grundsätzlich würde ich mich für ein angenehm nachführbares Gerät entscheiden - also falls Du mit Dobs klarkommst - ok; ansonsten eine EQ-Montierung, vzw. mit Motor (diese 30€ Teile mit Batterie reichen da völlig aus).
Dann bleibt aber nicht gerade viel fürs Teleskop übrig und für Okulare praktisch nix.
Ich würde (wie immer, wenn Öffnung praktisch, aber nicht zwingen ist) auf einen Mak setzen. Bis 4" bezahlbar , okularunkritisch und vergleichsweise billig zu montieren (wenns eben eine EQ-Monti sein soll).

Ansonsten: Schau bei der Gerätesuche nicht nur auf Neupreise. Gebraucht kostets oft nur die Hälfte; 25% Rabatt bekommt man praktisch immer. Ohne dass die Geräte schlechter wären als neue.

CS
Jürgen

edit: Michaels Link wäre für dich wohl perfekt:
1. Wärst Du die Wackelmonti los
2. Kanns bequem ausprobieren, ob ein Dob was für dich wäre.
Also unbedingt ausprobieren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Lukas,

willkommen im Forum.

Zu Beginn muss ich dir leider gleich eine Illusion nehmen. Ein "gehobeneres Einsteigerteleskop" bekommst du inklusive einer vernünftigen Montierung und Zubehör für dein maximales Budget von 225 Euro nicht. Eventuell könntest du dich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen.

Bei den von dir verlinkten Teleskopen sehe ich jeweils die Montierung als Schwachpunkt (Stabilität). Insbesondere bei der Planetenbeobachtung verwendet man in der Regel hohe Vergrößerungen, um Details besser beobachten zu können. Da macht sich dann eine wackelige Montierung besonders negativ bemerkbar.

Sehr gute Tipps zur Kombination Montierung /Teleskop in puncto Stabilität findest du z.B. auf der folgenden Seite:

www.deepsky-brothers.de

(Menupunkt „Einsteiger“ und dann auf „Kombinationen von Montierungen und Teleskopen“ gehen)

Das von dir verlinkte Skywatcher 90/900 besitze ich selbst in der Vorgängerversion (blauer Tubus) als Zweitgerät. Als Montierung dafür würde ich dir aber mindestens eine NEQ-3/EQ3-2 mit Nachführmotor empfehlen. Von der angebotenen Kombination mit der EQ-2 würde ich dir abraten (Hebelwirkung; wackelig). Wie der Skywatcher 90/900 "out of the box" ist, kann ich nicht sagen, weil ich ein nachjustiertes Gerät gekauft habe, was für seinen Preis aber wirklich super ist. In der beschriebenen Kombination würdest du aber mit 225 Euro nicht hinkommen...

Alternativ zu den von dir verlinkten Teleskopen kann ich dir für die visuelle Planetenbeobachtung auch ein Maksutov-Cassegrain empfehlen. Durch den kurzen Tubus hast du kaum eine Hebelwirkung auf die Montierung. Da bekommst du hin und wieder mal ein gutes Einsteigergerät auf dem Gebrauchtmarkt.

Einen Dobson könntest du natürlich auch für die Planetenbeobachtung verwenden. Das geht grundsätzlich schon. Allerdings bist du bei der Planetenbeobachtung mit hohen Vergrößerungen dann dauernd beim Dobson "schubsen" (manuelle Nachführung). Das ist nicht jedermanns Sache. Das solltest du dir lieber vorher mal "live" ansehen und ausprobieren. Bei einer parallaktischen Montierung könntest du einfach einen Nachführmotor mit- bzw. nachkaufen.

Ich empfehle dir erst einmal Kontakt zu einem Astronomieverein oder einer Beobachtergruppe in deiner Umgebung aufzunehmen. Dort ist man sicher bereit, dir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Teleskoptypen und Montierungen genauer zu erklären. Eventuell besteht sogar die Möglichkeit durch verschiedene Teleskope durch zu schauen, um einen Eindruck von deren Leistungsfähigkeit zu bekommen.

Viele Grüße & CS
Stefan
 
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