Weitwinkelokulare für 6" f/8 Dobson

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tonabnehmer

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Hallo,

ich hatte vor einigen Tagen Gelegenheit, meinen noch neuen 6" f/8 Dobson am Mond, Jupiter und (vermutlich) am Siebengestirn einzusetzen. Sowohl am Jupiter als auch am vermeintlichen Siebengestirn fand ich die Beobachtung mit meinem TSWA 20 mm am schönsten. Mit einem 9 mm HR Planetary war der Jupiter an sich zwar schön anzusehen, aber irgendwie fehlte das schwarze Weltall drumherum. Am Siebengestirn ärgerte ich mich dann, dass ich kein 2" WW Okular habe. Ich hätte hier sehr gern noch viel weiter "herausgezoomt", um noch mehr dieser schönen Sterne im Gesichtsfeld zu haben.

Daher meine Fragen an Euch: Welche WW Okulare würdet Ihr mir für die hohen Vergrößerungen an Mond und Planeten sowie für niedrigere Vergrößerungen an Objekten wie dem Siebengestirn oder dem Orionnebel empfehlen?

Die Parameter sind:
- 6" f/8 Dobson
- Balkonbeobachtung
- Berliner Stadthimmel
- Preis pro Okular max. 100 Euro
- vorhanden: 6mm TSSP, 9mm HR Planetary, 9mm TSSP, 20mm TSWA, 8-24mm Seben Zoom

Eine Verständnisfrage habe ich noch: Gibt es einen Unterschied zwischen einem 1,25" und einem 2" Okular mit gleicher Brennweite und gleichem Gesichtsfeld, z.B. 26mm 70°?

Danke und CS,
Marcus
 
Hallo Marcus,

da bieten sich vom Preis her eigentlich nur Erfles in 2" an und da kannst du von 20 mm Brennweite durchaus auf ein 32er WA/SWA springen, das bringt Dir 4 mm AP und 2° Feld (im 20er WA hast Du etwa halb so viel).
Ein 38er WA/SWA würde nochmal 0,2° Feld mehr bringen, könnte aber unter dem sehr aufgehellten Himmel von Berlin mit 4,75 mm AP schon ein zu aufgehelltes Bild liefern.
Für Beobachtungsversuche an nebligen Objekten, die auf Filter (OIII pp) ansprechen, könntest Du sogar bis 7 mm AP gehen, da wäre die Obergrenze ein 55 mm Plössl in 2".

Ein 26 mm Okular in 1 1/4" Steck kann keine 70° Eigengesichtsfeld mehr bringen, da wird die Steckhülse zu eng um den Strahlengang zu packen.
Mit einem 32er Plössl (Eigengesichtsfeld ca. 50°) erreicht man schon das größtmögliche Feld in 1 1/4" Steck.
Ab etwa 20 mm Okularbrennweite brauchen richtig weitwinklige Okulare 2" Steck, die neunen Okulare mit 100° scheinbarem Gesichtsfeld sogar noch früher.

Bei den hohen Vergrößerungen geht es mit den Speers Waler UWAs und den William UWAN (+alle Lables davon von Skywatcher, Lacerta pp über die 100 Euro Marke.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marcus,
bei dem vorgegebenen Preisrahmen könntest Du Dir mal die Baader Hyperions ansehen.
Die TSWA (Goldkante) sollten es aber auch tun.

Für niedrige Vergrößerungen würde ich ein 38 oder 36mm UWA empfehlen, z.B. aus dieser Reihe: http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=30&lng=slo#oku1-uwa-sw

Da der Durchmesser der Feldblende das Gesichtsfeld des Okulares begrenzt [ sGF=2*atan((Feldblende/2)/Brennweite HS) ], stößt man mit 1,25" irgendwann an physikalische Grenzen. Mehr sGF passt dann nur noch durch 2" Okulare durch.

Und tu Dir mal den Gefallen, Dein Scope aus Berlin heraus zu bringen unter dunklen Himmel - der Unterschied ist gewaltig!
 
Hallo Günther und Ralf,

vielen Dank für die Antworten und Erklärungen! Ich denke für die lange Brennweite werde ich ein 32mm Erfle nehmen.

Dann habe ich nochmal bei Sven Wiensteins Empfehlungen für den 8" f/6 Dobson nachgeschaut, die ja auch an meinem 6" f/8 gültig sein dürften. Mir ist das Speers Waler 13,4mm aufgefallen, dass mittels Verlängerungshülse auf ca. 8mm "umgebaut" werden kann. Habe ich damit Probleme mit dem Fokus zu erwarten und was haltet Ihr von diesem Okular für meinen Dobson?

Bei den hohen Vergrößerungen bin ich mir nicht mehr so sehr sicher, ob ich unbedingt Weitwinkel haben muss oder ob vielleicht ein gutes Ortho das bessere Bild liefert. Da fehlt es mir einfach an Vergleichen und Erfahrung. WW könnte hier ja durch ein Speers Waler 5-8mm Zoom, ein Zoom Set oder eine Barlow abgedeckt werden.

Viele Grüße und CS,
Marcus
 
Hallo Marcus,

8" f/6 und 6" f/8 sind nun wirklich nicht dasselbe. Du musst die Okularbrennweiten von f/6 an f/8 anpassen (also längere Okularbrennweite) und beachten, dass es bei manchen Okularserien zu längeren Brennweiten hin schlechtere Abbildungsqualität gibt (und bei manchen wieder andersrum).

Beim 32mm Erfle ist das egal. Wenn 32mm "Deine Brennweite" ist, dann OK.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

gibt es eigentlich irgendwo eine Übersicht über empfohlene Austrittpupille, Vergrößerung und Gesichtsfeld für die gängigen Beobachtungsobjekte, ggf. noch mit Berücksichtigung der Himmelqualität (Stadt, Land, mit und ohne Filter)? Das würde Anfängern wie mir die Suche nach den passenden Okularen doch erheblich vereinfachen.
Mal angenommen für M42 unter Stadthimmel würden 50x Vergrößerung, AP 4mm und GF von 60° empfohlen, dann könnte ich anhand meiner Teleskopdaten und der Empfehlungen die in Frage kommenden Okulare selbst ermitteln. Berechnungs-Tools gibt es ja genug.

CS,
Marcus
 
Hi Marcus,

der Oculum-Verlag hat dazu das Programm Eye & Telescope im Angebot. Ich glaube aber nicht, dass man daraus wirklich ableiten sollte, welches Okular man kauft. Das muss man eigentlich am eigenen Standort "erfühlen" können. Außerdem kann E & T nicht berücksichtigen, wie Filter wirken. Die Faustregel, nicht mehr AP als Grenzgröße (also 5m Himmel = 5mm AP maximal) gilt ja auch nur ohne Filter. Mit einem entsprechend harten OIII geht man auch unter 4m Himmel gewinnbringend auf 7mm AP.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

danke für den Hinweis zu E&T, dass ich noch nicht kannte. Ich habe aber auf Deiner Seite noch den Hinweis zur 2. Meinung und die Links zu den DS Brothers gefunden. Dort erklären sie unter "Okularwahl" die Staffelung anhand der Austrittpupillen und geben Beispiele für Galaxien, Nebel, Planeten etc.

CS,
Marcus
 
Hallo Marcus,

ich hatte eigentlich gedacht, dass Dir die AP-Thematik klar wäre und dass es Dir nur darum ginge, ob unter Deinem Himmel Okulare mit mehr AP als das 32mm hat sinnvoll wären.
Jedenfalls hast Du die Infos gefunden, gut.

Clear Skies
Sven
 
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