Welche Fliesen für Fliesentool

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Schicko

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Hallo Schmirgelgemeinde,

welche Fliesen (Marke, Bestellnummer, Bezugsquelle, Farbe, Schuhgröße <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />) verwendet Ihr für ein Fliesentool?
Müssen die Fliesen unglasiert sein?
Wie groß sollten die Fliesen sein (für ein Tool für einen 8" Speigel)?
Worauf muß man bei der Auswahl achten?
Gibt's eigentlich kleine runde Glas- oder Spiegel-Stücke zu kaufen, die sich dafür eignen?
Könnte man z.B. auch eine Glasscheibe in kleine Quadrate zerschneiden, davon die Ecken abbrechen, die Kanten entgraten und diese Teile auf Gips aufkleben?

Fragen über Fragen

Gruß
Schicko
 
Hi Schicko,

es gibt keine festen "Regeln" zum Fließentool, aber eine ganze Reihe von brauchbaren Varianten.

Meine Fließentools habe ich bisher alle aus Feinsteinzeugfließen vom Baumarkt gemacht. Das erste Tool (8-Zoll) war aus einer einzigen Fließe mittels Flex (unsegmentierte Diamantscheibe, auch aus dem Baumarkt, ab 5 Euro im Angebot beziehbar) geschnitten, dicke Fase hinflexen, fertig. Bei einem 8-Zoll-Spiegel kommt man auf kaum mehr als 2mm Pfeiltiefe (abhängig vom Öffnungsverhältnis), da reicht dann auch eine relativ dünne Fließe.
Vorteil: keine Zwischenräume, in denen sich ungewollt gröbere Körner verstecken können.
Nachteil: bei feineren Körnungen muß man aufpassen, das der Spiegel nicht festbäckt - sprich der Gleitfilm abreist, und nur mit viel Mühen (und Gefahr von Beschädigungen) der Spiegel wieder vom Tool getrennt werden kann.
Mögliches Problem Feinsteinzeug: Das Material ist sehr hart, härter als Glas. Mir ist es die letzten beiden male passiert, daß als der Spiegel die notwendige Pfeiltiefe nach dem Grobschliff erreicht hatte, das Tool noch in der Mitte flach war > "Nachsitzen" beim Grobschliff, bist Tool und Spiegel angepaßt waren.
Mittlerweile denke ich man sollte am besten unglasierte Fließen nehmen.

Man kann auch kleinere Fließen nehmen, und diese aufkleben (Epoxi), darauf achten, daß keine verstecken Zwischenräume entstehen. Ich habe auch von einem ATM'ler gelesen, der einfaches Fensterglas in Segmente zerbrochen (mit Glasschneider ritzen, abbrechen) und aufgeklebt hat. Ecken abbrechen + entgraten ist hier absolut UNNÖTIG!! Vorteil einer segmentierten Schleiffläche ist der etwas schnellere Schliff, penibles Reinigen bei Könungswechsel ist Pflicht.

Kennst Du die ATM-Mailingliste? Ich finde für angehende Spiegelschleifer eine super Hilfe.

Gutes Gelingen wünscht

Achim

 
Hallo!

Wie ist das eigentlich mit den Fliesentools im Vergleich zu der Schleifschale aus Glas??
Nutzt sich nicht die Fliese je nach dem schneller oder langsamer ab als der Glasrohling? Und ergeben sich daraus dann irgendwelche Nachteile für den Schliff? Wenn ja welche?
Mein erstes Projekt ist gerade fertig geworden (D = 150), Politur nur 3 Std liegt wahrscheinlich am verwendeten Carbon 1200. Parabolisierung allerdings ca. 4 Std. Der erste Sterntest ergab ein durchaus gutes Bild, und nach der Verspiegelung waren nur ein nennenswerter Kratzer im Zentrum (puh, Glück) und eine leicht "matte" Randzone von 1cm zu sehen. Also ein voller Erfolg mit Glastool. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Nun werde ich bald mein 10" Projekt angehen, natürlich ohne Glastool - zu teuer, und daher wären einige Pro und Contras von erfahrenen Schleifern zum Thema Fliesentool hier sehr hilfreich.

Danke!!
 
Mögliches Problem Feinsteinzeug: Das Material ist sehr hart, härter als Glas. Mir ist es die letzten beiden male passiert, daß als der Spiegel die notwendige
Pfeiltiefe nach dem Grobschliff erreicht hatte, das Tool noch in der Mitte flach war > "Nachsitzen" beim Grobschliff, bist Tool und Spiegel angepaßt waren.
Mittlerweile denke ich man sollte am besten unglasierte Fließen nehmen.
Hallo erstmal,
doch was hör' ich da? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> Ich habe jetzt auch mit einer Feinsteinzeugfliese angefangen und habe etwa
0,7 bis 0,8mm Pfeiltiefe von 1,2mm. Soll ich mir ein neues Tool machen oder lohnt sich das nicht?
So viel habe ich ja noch nicht geschafft, bevor ich immer wieder Probleme kriege überlege ich mir doch,
ob ein neues Tool Sinn macht. Was meint Ihr? Und wenn ich ein neues Tool brauche, kann ich das irgendwie
auf den Spiegel anpassen, dass es wenigstens etwas leichter geht? Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Achim,

Ich habe auch von einem ATM'ler gelesen, der einfaches Fensterglas in Segmente zerbrochen (mit Glasschneider ritzen, abbrechen) und aufgeklebt hat. Ecken abbrechen + entgraten ist hier absolut UNNÖTIG!! Vorteil einer segmentierten Schleiffläche ist der etwas schnellere Schliff, penibles Reinigen bei Könungswechsel ist Pflicht.
Du sagst, entgraten wäre unnötig. Besteht dann nicht die Gefahr, daß sich ein Splitter löst und eine Riefe in den Spiegel fräst?

So rein mental gefällt mir die Idee nämlich ganz gut. Hast Du evtl. einen Link zu einer Beschreibung eines Glas-Segment-Tools?

Gruß
Schicko
 
Hi Tobias,

zunächst: schön locker bleiben!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Feinsteinzeug-Fließentools sind durchaus geeignet, es ist unnötig, ein anderes Tool zu fertigen. Was passieren kann (meine Erfahrung) ist, daß man für den Grobschliff etwas mehr Zeit opfern muß, da das Tool sich langsamer abschleift und somit länger braucht, bis die gewünschte Form erreicht ist.

Dies gilt NUR FÜR DEN GROBSCHLIFF. Danach geht es ja nur darum, die gröberen "Körner" stufenweise auszuschleifen.

BEIM ERSTEN UND ZWEITEN FLIESSENTOOL HATTE ICH DAS PROBLEM GAR NICHT!!!, warum aber beim aktuellen 315mm und 350mm-Spiegel (einer aus Rasotherm = "OST"-Duran, der andere aus PYREX) würde ich selber gerne verstehen.

Die Lösung war, jeweils ca. 2h längerer Grobschliff. Erkennen kann man das "Problem" recht einfach, das Tool ist noch in der Mitte auf einem Bereich flach, während der Spiegel schon die nötige Pfeiltiefe hat. Man schleift einfach mit deutlich weniger Überhang und etwas kürzeren Strichen weiter, und die Brennweite in etwa zu halten.

Tja - man lernt immer wieder dazu. Und wenn man meint etwas zu beherrschen, tauchen plötzlich ganz neue Schwierigkeiten auf.

Beste Grüße

Achim
 
Hi Schicko,

warum nicht entgraten? Beim Grobschliff werden automatisch "labile" Kanten entfernt, man geht hier doch relativ rabiat vor, viel Druck, lange Striche. In den Randbereichen wird das Tool-Glas mehrere mm abnehmen, auch in der Mitte dürfte es zumindest 1mm dünner werden. Was beim Grobschliff nicht abbricht, dürfte dies beim Feinschliff schon überhaupt nicht machen - denke ich.

Eigene Erfahrungen hierzu habe ich aber nicht aufzuweisen.

Einen Link kenne ich leider auch nicht - sorry!

Die richtige Entscheidung und dann gutes Gelingen wünscht

Achim
 
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