Welcher Beobachtungsatlas??

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leon1996

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Hallo,

Nach dem ich lange viel mit einem 80mm Binokular geschaut habe, habe ich mir vor kürzerer Zeit ein 10" Dobson mit Meade Spiegeln gebaut (Zusammen mit einem Nachbarn der sich da auskennt). Nun, nach den ersten Nächten ist mir nun klar das da Auffinden im Teleskop wirklich eine ganz andere Dimension ist als mit einem Fernglas...
Am Teleskop habe ich einen mit Wiederständen dunkeler modifizierten Leuchtpunkt-Sucher und einen noch zu ersetzenen 6x30 Sucher. Nun will ich mir einen Beobachtungs Atlas zulegen. Ich möchte eigentlich nur DeepSky machen, nur ab und zu mal Planeten.
Hoffe ihr könnt mir etwas empfehlen, wenn jemand noch was gebraucht herum liegen hat einfach anbieten.
Lg
Leon
 
Moin zusammen!

Hm - der Stropek mag zwar sehr umfangreich sein, aber ich würde mir so ein Teil nicht nachts neben den Dobson legen - viel zu schwer und unhandlich. Ich hatte die laminierte Version am AFT vor einigen Monaten in Händen - also mich hat das nicht überzeugt. (Für die Vorbereitung okay, aber am Teleskop?! Geschmackssache.)

Toll finde ich dagegen den "Deep Sky Reiseatlas": laminiert, Ringbuchheftung und Objekte für eine ganze Weile... - Wir haben einen ganzen Schwung dieser Exemplare vor kurzem für unsere Vereinskollegen bestellt, und die waren alle begeistert von diesem kompakten Atlas. (Für Anfänger reicht der allemal.)

Die kleinen Buch-Atlanten (Karkoschka und der aus AUT zu importierende "Vizi") sind sicher auch zu gebrauchen. Ich hab' den Karkoschka über ein Jahrzehnt benutzt und mir nebenher für andere interessante Objekte immer Karten selbst ausgedruckt.

Seit einiger Zeit habe ich allerdings kaum noch einen Papieratlas am Teleskop, sondern setze so weit es geht ein Netbook ein. Da kann einfach kein gedruckter Atlas mithalten.
 
Stropek ist toll, hab ich selbst auch. Allerdings ist 10'' fast etwas wenig für viele dort aufgeführte Objekte.
Karkoschka: habe ich ebenfalls, ist fast jedesmal mit draußen beim Beobachten dabei, in der aktuellen Version sind Fotos im Anhang, damit man auch weiß, was man sehen sollte. Ist auch sehr gut für 80mm zu gebrauchen. Wäre jetzt meine erste Empfehlung, wenn Du´s übersichtlich, und kompakt, aber nicht gar zu umfangreich willst...

CS, Tilo
 
Hi

Wenn du den normalen sucher verwendest, dann kann ich dir nur empfehlen einen Atlas mit extra "Fenstern" zu kaufen, wie man die Sterne durch den Sucher sieht.

Der "Atlas für Himmelsbeobachter (Karkoscher)" ist so einer.
Da Peile ich mit beiden Augen grob die Richtung an dann kann man anhand der Sterne, die man durch den Sucher sieht diese "Fenster" benutzen um das Ziel genau anzupeilen.
Leider muss man erst mal das Buch drehen, dass man die Lage der Sterne genau so sieht, wie im Sucher. Komme aber damit super klar. Habe Letzt vergessen das 13,4 Antares SW (90x vergrößert) gegen das 2" Okular zu tauschen und der Hantelnebel war genau in der Mitte, als ich mit dem Ausrichten fertig war.

Wenn du den LPS verwendest ist denke ich ne normale Karte ausreichend, es sei denn du hast den Telrad. Dann Ist der Deep-Sky-Reiseatlas die bessere Lösung, da der die Teilkreise Zeigt.

Grüße Michael
 
Hi Leon,

ich habe mit dem Deep-Sky-Reiseatlas zusammen mit Rigel- bzw. Telradsucher bislang alles finden können. Besonders die eingetragenen Telradkreise helfen enorm, den richtigen Himmelsausschnitt schnell und sicher zu finden.

Auch finde ich die Klassifizierung von 1 bis 5 Sternchen für die DS-Objekte hilfreich, um nicht unnötig lange herumsuchen zu müssen, bevor einem klar wird, dass Objekte mit 1 oder 2 Sternchen für die eigene Optik zu lichtschwach oder zu unscheinbar sind. Für Anfänger wie mich eine prima Orientierung, bis man die Objekte dann selbst kennenlernt.

Die laminierten Seiten sind optimal für draußen incl. Tauwasserbeschlag etc.


CS


Logi
 
Hallo,

Ich will hier nicht über die Qualität der jeweiligen
Sternenkarten reden sondern nur meine persönliche Meinung
dazu geben, welcher für mich aus welchem Grund am besten
funktioniert.

Ich hab mir einige der o.g. Karten angeschaut und musste
feststellen, dass keine analoge Karte gut funktioniert
hat für mich als Anfänger, wo hingegen das Programm
Stellarium eine sehr große Hilfe war um Objekte am
Himmel zu finden.
Der Himmel wird so animiert, wie man Ihn auch sehen kann und man kann sich Schritt für Schritt an die Objekte herantasten
da sie Objekte mit stetigem heranzoomen ebenfalls mehr Details aufzeigen.
Das andere ist, dass es sehr wenig Leistung vom Notebook
verlang und deshalb eine sehr langen Betrieb mit Akku
ermöglicht.


Gruß, Shahin
 
Guten Abend,

bin eher der Traditionalist, PC zum Spechteln geht überhaupt nicht, auch im Rotlicht-Modus zerschiesst man sich die Dunkeladaption. Selbst rote Folie ist nicht wirklich geeignet.
Also: Karkoschka ist für den Anfang besser als goto! Je nach geschmack auch deepsky Reiseatlas, sehr gut ist auch der pocket sky atlas, aber auch der große sky atlas ist hervorragend, ein Tischen sollte sowieso beim Teleskop sein. Auf dem Tisch findet auch der Stropek Platz, allerdings werden einige Objekte nur schwer mit 10" zu erreichen sein.

Selbstverständlich ist ein Sternkartenprogramm sinnvoll, allerdings drucke ich mir die Karten dann aus, um sie am Teleskop mit gedimmten Rotlicht benutzen zu können.

Bei Detailstudien hilft auch ein Foto des Objektes, zB um die Begleitgalaxien von NGC 7331 identifizieren zu können, Foto kann auch ein POSS Bildchen sein, die sind beim Stropek oft mit dabei.

Herzliche Grüße,

Gottfried
 
Hallo Leon,

wenn du DS-Objekte finden möchtest, so empfehle ich anfangs den Karkoschka. Die Detailkarten sind wie für ein 8*50-Sucher gemacht, da ist Starhopping sehr einfach möglich. Es gibt Atlanten mit mehr Objekten, aber mitunter ist der Maßstab schwierig - jedenfalls für mich.
Auch Doppelsterne sind drin, so dass für's erste gut ausgesorgt ist. Diese sind als visuelle und physikalische gekennzeichnet und die Spektralklassen der Komponenten bekommt man ebenfalls heraus - z.T. auch mit einer moderneren Bezeichnung, deren exakten Namen ich gerade nicht weiß.

Die s/w-Darstellung ist hervorragend für die Rotlichtlampe geeignet und durch das geringe Maß kann das Buch einfach gehandhabt werden. Die Seiten sind leicht beschichtet (nicht laminiert), was bei Tau sehr hilfreich ist.

Zur Unterstützung würde ich bei einem 10 Zöller auch eines der Sternenprogramme empfehlen, wobei ich nur HNSKY und stellarium kenne. Ersteres nehme ich zum Ausdruck, aber die Erweiterung um den empfehlenswerten GSC-Katalog war irgendwie viel Arbeit am FTP-Server. Da finde ich persönlich die Fire&Forget-Lösung zum Erweitern um schwächere Sterne in stellarium von der Bedienung ansprechender.

Daher ist bei vielen Empfehlungen natürlich immer eine gehörige Portion subjektiver Vorlieben dabei.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich beobachte mit dem "Deep Sky Reiseatlas" und bin damit mehr als zufrieden. Ich habe ihn mit dem Karkoschka vergleichen können und finde ihn bei weitem übersichtlicher und praxistauglicher als den Karkoschka.
Ein klares Plus für den DSR.

LG & CS
Basti
 
Hi Leon,

das ganze ist ja sehr individuell, was einem halt liegt.
Daher mal meine Variante:

Ich nutze derzeit im Wechsel und mit auch wechselnder Unzufriedenheit den Sky Atlas 2000.0 (farbig, laminierte Variante), den Deepsky Reiseatlas (Jubel-Version) und einen selbst gedruckten und laminierten Mag7 (freier download).
Weiterhin habe ich mich bisher gegen den Beobachteratlas (Stropek), gegen den Tri Atlas und gegen den Taki entschieden. Auch die Uranometria war's nicht für mich. Beim Beobachteratlas ringe ich mit der wasserfesten Version.

Aus meiner Sicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit der einzelnen "Eigenschaften":

Sky Atlas 2000.0:
+ Große Karten, detailreich, große Objektzahl, gut lesbares Kartenbild. Laminiert! Tabellenteil als Extra-Buch zu haben.
- Keine Sternbildlinien, Kartenausschnitt oft ohne gute Orientierungssterne für mitteleuropäische Verhältnisse (Beispiel Wassermann oder Giraffe), schwerer Atlas, braucht viel Platz, Laminierung fleddert mit den Jahren.

Deepsky Reiseatlas:
+ Übersichtlich, handlich, immer Orientierungssterne im Kartenausschnitt da großes Himmelsareal. Zumindest "laminatartig beschichtet", gut lesbares Kartenbild, Sternbild-Hilfslinien.
- Nicht einmal der NGC vollständig (Bsp.: NGC 2371/2372 fehlt!), Beschichtung an den Kanten nach 2 Nächten ausgefranzt, Stellenweise zu wenig detailliert (Sterne).
(Anm.: Telradkreise sind mir egal)

Mag7
+ Übersicht, Kartenausschnitt ähnlich Deepsky Reiseatlas groß mit Orientierungssternen, Sternbild-Hilfslinien.
- Objektsymbole nur als Kringel ohne Klassifikation, ohne Größe, Stellenweise zu wenig detailliert (Sterne).

TriAtlas
+ Detaillierte Karten, 3 "Kartenmaßstäbe" für Übersicht und Detail
- Für DIN A4 völlig überladene Karten, Möglichkeit zum Selbstdruck in A3 fehlt, laminieren in A3 schwierig, selbst in nur 2 der 3 Maßstäbe große Seitenzahl (Kosten für Druck und Laminieren). Ergibt ein schweres Werk auch ohne Laminieren.

Beobachteratlas
+ Gutes Kartenbild, detailreich, dennoch nicht überladen, Sternbildhilfslinien. Tabellenteil zuweilen auch im Feld hilfreich.
- Schon recht groß, Zweifel wegen der Haltbarkeit, nur bis -35° (kein Südhimmel), 2200 Objekte, somit NGC/IC unvollständig.

Uranometria
+ Detailreich, umfassendes Atlaswerk
- Nicht laminiert, kleiner Himmelsausschnitt, schwer und seitenreich, keine billige Anschaffung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

ich benutze den Karkoschka, der ist so schön handlich
im A5 Format am Fernrohr verwendbar. :)

Der Deep Sky Reiseatlas [A4+] ist auch i.O. Habe bisher alles damit gefunden.

Es gibt zum Selbstausdrucken auch noch den

TAKI-Star-Atlas

im A4 Format immer noch übersichtlich. Dazu eine (Excel) liste mit glaube über 2500 Objekten.

Und Sven muß ich recht geben:
Ach ja der Tri-Atlas ist hoffnungslos mit Infos überladen.
Selbst eine Vergrößerung als A3 Druck - habe ich probiert -bringt kaum Besserung. Was sich der Autor dabei gedacht hat. ?)

Vielleicht soll ich mir den auf A1 ausdrucken. ;)
Ich habe noch so ein Monster von Skyatlas bei mir zu liegen, den habe ich glaube 3x draußen benutzt.


Gruß Dieter
 
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