Welches Fernglas?

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sagittarius1

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Hallo

Ich suche ein Fernglas, welches leicht, kompakt und handlich ist. Bis jetzt nutzte ich ein Swarovski Habicht 7X42. Jedoch um auf den Berg zu gehen, braucht es was leichteres. Ich dachte so an 8X30.

Kriterien:

handlich
leicht
kompakt

Anwendung:

Naturbeobachtung
Astronomie

Preisvorstellung gibt es keine. Kann ruhig ein Svarovski oder Canon sein. Bildstabilisator wäre auch gut.

cs

Markus
 
Wenn Geld nicht limitiert, ist meine persönliche Empfehlung Zeiss Victory FL 8x32 mit LotuTec. Bestens, auch für mich als Brillenträger. Ob dieses oder das Ultravid oder Swarovski EL, bleibt Dir persönlich überlassen, mußt Du selbst ausprobieren, die drei nehmen sich nicht viel, Swarowski ist allerdings teurer und etwas schwerer, IMHO aber nicht besser.

Ich spreche nur für den Bereich Naturbeobachtung, nicht Astro.

Wozu ein Stabiglas bei 8fach??
 
Gewicht/Preis eher mies

Da fällt mir gerade auf, ein Habicht wiegt doch nur 680 Gramm

Conquest: 500 Gramm --> 180 g weniger
Victory: 560 Gramm --> 120 g weniger
Utravid: 560 Gramm --> 120 g weniger
EL: 610 Gramm --> 70 g weniger

Wenn das Gewicht der einzige Grund ist, ein neues Glas zu kaufen, wäre mir das Verhältnis weniger Gramm/mehr Euro zu gering. (Außer vielleicht beim Conquest)

Kompakte (8x25) gibt es keine vernünftigen (meine Meinung) siehe Diskussion um die Ecke.

Wie wäre es mit: Reserve-T-Shirt bleibt im Auto? Oder das Taschenmesser + Schokolade zu Hause? Kosten null, Gewichtsersparnis genauso groß.
 
Re: Gewicht/Preis eher mies

Hallo Ohweh!

Danke für den Hinweis, dann werde ich mein Habich noch länger behalten.

cs

Markus
 
Warum so schnell aufgeben?

Hallo Markus,

warum läßt Du Dir von Ohweh so schnell ein 8x30/32 ausreden? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Leicht kompakt und handlich trifft ja nicht unbedingt komplett für das Swarovski 7x42 zu. Ich kenne das Glas (*) und es hat mich weder am Tag noch am Sternhimmel derart begeistert, dass ich es kaufen würde. Zwei Punkte finde ich gut: das ruhige Bild bei der Freihandbeobachtung dank der recht niedrigen Vergrößerung und der räumliche Eindruck dank Porrobauweise. Als Nachteil empfand ich den "Röhrenblick" wegen des eher mageren Sehfelds. Allein dieser Punkt würde mich von einem Kauf abhalten.

Als Universalglas für Wanderungen stellt sich neben der Frage des Gewichts natürlich auch die Frage nach den Abmessungen. Und in dem Punkt hat ein kompaktes 8x30 oder 8x32 in Dachkantbauweise seine Vorteile, auch wenn es nicht erheblich leichter als Dein 7x42 Porro ausfällt. Dazu kommt bei den guten Exemplaren ein größeres reales Sehfeld von 130 oder 135m auf 1000m Entfernung im Vergleich zu den 114m/1000m beim Swarovski 7x42 und der scheinbare Sehwinkel ist bei einem solchen 8x32 soviel größer, dass sich beim Beobachten ein völlig neues Beobachtungserlebnis einstellt. Klar ist ein 8x32 nur eingeschränkt für Astro tauglich. Kaufst Du Dir aber eins der richtig guten Exemplare (z.B. ein 8x32 Ultravid), dann wirst Du vielleicht staunen, mit welchem Kontrast sich in so einem Glas die Milchstraße zeigt.

Ob es am Ende ein Zeiss FL, Leica Ultravid, Nikon HG oder Swarovski EL wird, das ist eigentlich egal. Die Gläser sind so gut, dass eine Entscheidung oft nicht wegen optischer Unterschiede sondern wegen individuell geprägter Vorlieben fällt. Die Ergonomie muß passen, das Glas soll schnuckelig aussehen ...

Ich will Dir das Swaro nicht ab- und ein 8x32 nicht aufschwatzen, aber ein kompaktes 8x32 Dachkantglas hat im Vergleich zu Deinem 7x42 Porroglas ein paar Vorteile, die ich wegen zu kleiner Unterschiede beim Gewicht nicht ignorieren würde.

Frank.

(*) Ich hoffe, wir reden beide von dem jüngeren 7x42 Habicht in klassischer Porrobauweise? Gab es da nicht noch ein älteres Fernglas in einem etwas gewöhnungsbedürftigen Outfit?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Gewicht/Preis eher mies

Kompakte (8x25) gibt es keine vernünftigen (meine Meinung) siehe Diskussion um die Ecke.

Ich bin anderer Meinung (hab aber auch keine Brille). Ich benutze ein Steiner Wildlife 8x24. Wirklich guter Kontrast, scharf, angenehmer Pupillenabstand. Aber der Augenabstand muß am Tage ordentlich eingestellt werden. Wiegt fast nix, kostet etwa 150€.
 
Re: Gewicht/Preis eher mies

Hallo Frank,

ich will gar kein 8x30/32 ausreden. Ich habe mir gerade ein Victory 8x32 für große Wanderungen angeschafft, (Bericht folgt später) damit ich nicht immer die ca. 1500 Gramm von meinem 10x56 Design Selection 1000 Höhenmeter oder mehr hochschleppen muß. Außerdem werde ich alt, beim Aufstieg das 10fache ruhig halten fällt mir langsam schwer.

Aber da geht es um 900 Gramm mehr um den Nacken (im Rucksack ginge es, aber ein Fernglas im Rucksack ist wie ein Fernglas zu Hause, wenn es um Vögel, Gemsen, Murmels, etc. geht) nicht um 100 Gramm.

Ich sagte deshalb ausdrücklich: "Wenn das Gewicht der einzige Grund ist".

Sonst gehen wir ja völlig d'accord. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Re: Gewicht/Preis eher mies

ich will gar kein 8x30/32 ausreden. ... Ich sagte deshalb ausdrücklich: "Wenn das Gewicht der einzige Grund ist".

Hallo OhWeh,

und ich hatte ausdrücklich geschrieben: "warum läßt Du Dir von Ohweh so schnell ein 8x30/32 ausreden? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />". Ok? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Bei der Gelegenheit: stimmen eigentlich bei den alten Design Selection Ferngläsern die Angaben zum Gewicht? Wenn ich mich recht erinnere, dann wog laut einem alten Zeiss Prospekt schon das 7x45 um die 1,2kg! Wie kann man als einer der Top-Hersteller ein so schweres 7x45 konstruieren? Schleppen die Leute denn tatächlich solche Ferngläser durch die Landschaft? Ein 10x56 wird man sich beim Wandern wohl eher selten um den Hals hängen. Ob das Glas dann 1500g oder 1250g wiegt, macht vielleicht gar nicht mal so einen großen Unterschied. Konntest Du das 10x56 Design Selection schon mit dem neuen FL vergleichen? Bringt das neue Glas Vorteile bei der Handhabung?

Frank.
 
10x56 Design Selection versus FL

Hallo Frank,

das 10x56 wiegt wirklich 1500 Gramm, es ist ein Brocken, aber da bin ich ziemlich tolerant. Ich habe früher auf Hüttenwanderungen zwei Spiegelreflexgehäuse und 5 Festbrennweiten mitgetragen, da ist ein schweres Fernglas nicht das Problem. Heutzutage nehme ich auf ganztägige Spaziergänge an der Isar oder durch Wald und Moor (durchaus auch abseits von Wegen, aber ohne viele Höhenmeter) auch schon mal zwei Gläser mit (20fach für Wasservögel in großer Entfernung + 10fach). Ich bin da anscheinend die große Ausnahme, aber bei 5 Kg zuviel Fett auf den Rippen finde ich Grammdiskussionen bei Fahrrädern und Ferngläsern persönlich uninteressant.

Ich habe das Design Selection noch nicht persönlich mit dem FL verglichen, einfach weil ich es nicht austauschen will. Die Kommentare im Forum Jülich: optisch spürbar besser, mit 1250 Gramm leichter. Die Naheinstellung von 3 Metern (statt 5 Meter) fände ich auch toll, aber für Astro ist das eher vernachlässigbar <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />. Das Design hat auch noch Stülpmuscheln, keine rast-/drehbaren.

Sprich, sicher eine Weiterentwicklung, aber das DS ist gut genug für mich, vor allem weil es durch das 8x32 auf die Anwendung als "Nachtglas" zurückgestuft wird. Schön am DS finde ich die dicke Gummiarmierung (wahrscheinlich mit ein Grund für das hoge Gewicht). Da macht man sich bei geschlossenen Schutzkappen keinerlei Gedanken um das Glas.
 
Re: 10x56 Design Selection versus FL

> Ich bin da anscheinend die große Ausnahme, aber bei 5 Kg zuviel Fett auf den Rippen finde ich Grammdiskussionen bei Fahrrädern und Ferngläsern persönlich uninteressant.

Hi,

interessante Argumentation! Wenn ich demnächst wieder in die Natur gehe, werde ich mir mein 15x60 Miyauchi, zwei 10x50 Porrogläser und ein Spektiv nebst Stativ umhängen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> ... Das ist auch eine Methode, Pfunde loszuwerden, und sie macht zudem noch Spaß. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

> Schön am DS finde ich die dicke Gummiarmierung

Ja, die Hersteller können es nicht jedem Recht machen. Ich fand die alte Gummierung beim 8x40 Victory zwar häßlich, weil sie soviel Staub sammelte, aber sie war schön weich und griffig. Was mir bei den alten 40-er Victory Modellen sehr gut gefiel, dass waren die ausdrehbaren Augenmuscheln mit einem gewissen Schutz gegen einfallendes Seitenlicht bei der Beobachtung ohne Brille. Hatten die alten DS Modelle nicht auch (umklappbare) Augenmuscheln mit solch einem Schutz? Für Astro ist das sehr angenehm, wenn man mit einer mäßigen Himmelsaufhellung in Stadtnähe zu kämpfen hat und ohne Brille beobachten kann. Durch die Augenmuscheln gelangt praktisch kein störendes Licht zwischen Auge und Okular. Bei Swarovski gibt es ja als Ergänzung solche Augenmuscheln zu kaufen. Warum findet man sowas eigentlich nicht bei Zeiss?

Frank.
 
Re: Habicht 7X42

Hallo

Ich kauf mir nur ein neues, wenn es viel leichter ist. Was bringen mir 100g. Und wenn es um Platz geht: Einen großen Rucksack hat man sowieso, das ist keine Ausrede. Ich habe übrigens ein ganz altes Habicht in keinem gewöhnungsbedürftigem Outfit! Kein Farbfehler, praktisch keine Randunschärfe und fast KEIN Tunnelblick. Dieser stört überhaupt nicht!

cs

Markus
 
Re: Habicht 7X42

Ich habe übrigens ein ganz altes Habicht in keinem gewöhnungsbedürftigem Outfit! Kein Farbfehler, praktisch keine Randunschärfe und fast KEIN Tunnelblick. Dieser stört überhaupt nicht!

Hallo Markus,

ich wollte Deinem Habicht keinesfalls zu nahe treten! Wahrscheinlich reden wir von unterschiedlich alten Ferngläsern mit unterschiedlichen Daten. Bei meinen Bemerkungen zum Sehfeld bezog ich mich auf das aktuelle Porroglas von Swarovski und das hat für ein 7-fach vergrößerndes Fernglas ein eher mageres Sehfeld und schon einen recht deutlichen Tunnelblick. Ein scheinbarer Sehwinkel von etwa 45 Grad ist ja nicht gerade berauschend. Ohne Vergleich fällt das vielleicht nicht so auf, aber wenn ich ein Fernglas mit Weitwinkelokularen zum Vergleich heranziehe, dann merke ich das recht schnell. Aber das kann man sicher auch ganz anders sehen.

Mit "gewöhnungsbedürftigem Outfit" meinte ich die alten Habicht Modelle, die (glaube ich zumindest) unter der Bezeichnung SL vertrieben wurden. Von dem Typ kenne ich persönlich nur das 7x50 und das fand ich von der Ergonomie nicht besonders gelungen.

Frank.
 
Re: Habicht 7X42

Hallo

Ich weiß nicht wie alt es ist. Aber mindestens 12 Jahre. Und dieses Glas ist spitze. Und ich habe heute erneut Beobachtungen durchgeführt. Kein Farbfehler, 90% des Feldes scharf, praktisch kein Tunnelblick für Laien nicht auffallend;
Ich werde noch weitere Beobachtungen machen.

cs

Markus
 
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