Welches Gerät von welchem Händler/Hersteller??????

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astro2203

Neues Mitglied
Hallo,

ich bin zwar mit der Astronomie (Theorie) etwas vertraut und möchte mich nun auch praktischen Beobschtungen zuwenden.

Es ist unschwer zu erkennen das ich noch kein Gerät besitze und somit eigentlich auch noch auf der Suche nach einem vertrauenvollen Händler bin.
Ich bin bin auch nicht sicher ob ich mir ein kleineres Einsteigergerät oder gleich etwas "Gutes" (bis max 10-Zoll ???) gönne.

Kennt jemand (und davon bin ich überzeugt) einen guten Händler im Berliner Raum?

Ich danke Euch schon jetzt für Eure Bemühungen.

Gruss
astro2203 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Berliner Raum und gleich was Größeres zum Einstieg oder nicht - du stehst vor der selben Problematik wie ich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

*mitwart*

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
 
Hallo,

ich glaube ich kann Euch etwas behilflich sein.

Meldet Euch einfach mal den Jungs von der Teleskopschmiede in Berlin. Die machen echt alles. Meinem alten Newton haben die Jungs "neues Leben eingehaucht", arbeiten gut, haben was drauf, fahren regelmäßig zum Beobachten (hier könnt Ihr vorab schon mal an unterschiedlichen Geräten beobachten; 1 Bild sagt mehr als 1000 Worte) und denken nicht nur ans Verkaufen. Wer dort ein Gerät erwirbt (egal ob gebraucht oder neu) wird auch nach dem Kauf nicht alleine gelassen. Für die Beratung nimmt man sich dort viel Zeit damit bei den ersten Beobachtungen auch kein frust aufkommt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Ich war sehr gut beraten da hin zugehen. Eins weiss ich, da gehe wieder hin, wenn mein Gerät "krank" ist oder ich etwas brauche.

So long and clear skies
 
Hi,

also ich denke, zur Entscheidung Deines "Grössenproblems" gibt es folgende Sichtweisen:

a) Man kauft gleich ein vernünftiges Teleskop und hat Jahrzehntelang Spaß daran
b) Man kauft ein Einsteigergerät und beobachtet erstmal 1 bis 2 Jahre damit. Dann kennt man seine Lieblings-Objekte und kauft ein Teleskop, das diesen Objekten besonders gut gerecht wird

Ich selbst glaube, daß Variante b) mit sicherheit das geringere finanzielle Risiko darstellt. Gleichzeitig ist aber auch das Risiko sehr groß, daß die unzulänglichen Montierungen der billigen Einsteigergeräte das Hobby vergraulen, ehe es richtig begonnen hat.
Deshalb ist vielleicht Variante
c) man kauft ein Einsteigergerät auf einer Montierung, die auch ein grosses Gerät komfortabel tragen wird
der goldene Mittelweg - mit der Gefahr, daß die Montierung am Ende doch zu klein, oder unzureichend für Fotografie gewählt wurde.

Clear Skies
Sven
 
Danke, das sieht ja nach den richtigen Leuten aus... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wie sind die preislich so orientiert? Streng nach Liste?
Würd ich 'ner Wohnzimmerfirma ja nicht verübeln - besser interessierte Freaks mit UVP-Zwang als Billig-Optikerläden, die sogar Newtons falschrum aufstellen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
 
Hallo,

auch auf die Gefahr hin nichts neues von mir zu geben, so ist es nicht ganz unerheblich was Du vorhast und welche Bedingungen Du hast.

Wenn ich Dein Posting richtig interpretiere ist das Budget nicht allzu stark eingeschränkt. Bevor man sinnvoll zu etwas raten kann gibt es ein paar Dinge die Du Dir überlegt haben solltest.

Wo willst Du beobachten? Falls Du z.B. in einer etwas helleren Ecke wohnst wirst Du ab und an zu einem vernünftigen Beobachtungsplatz fahren wollen. Was regelmäßig nicht besprochen wird ist das zur Verfügung stehende Zeitfenster. Für mich heißt das frühstens 20:30 los, 30 Minuten fahren und nach 2 Stunden wieder abbauen und zurück. Das Wetter wartet nun mal nicht bis zum Wochenende und ich habe tags darauf regelmäßig zu arbeiten. Mit anderen Worten ich brauche Geräte die ich sofort, Sommer wie Winter einsetzen kann und ich nicht auf ein Auskühlen vom 30 Minuten oder länger warten muß. Hier verhlaten sich Refraktoren am günstigsten.

Selbst die Vorkühlung nutzt wenig, wie die hier an anderer Stelle veröffentlichten Kurven sehr eindrucksvoll gezeigt haben. Kannst Du ein Gerät fest aufstellen, entfällt das Auskühlen und ich würde dann lieber zu einem größeren Newton greifen.

Wenn Du noch nichts beobachtet hast würde ich wenn's das Budget hergibt mit einem Refraktor 3-4 Zoll auf einer soliden Montierung wie die GP oder EQ5 beginnen und damit erst mal eine Weile beobachten. Egal was Du jetzt festlegst, es ist ohne Erfahrung, ohne Anpassung auf Deine individuellen Bedingungen und die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß Du 3 Monate später ganz anders entscheiden würdest.

Meine Empfehlung wäre sich nach was gebrauchtem in der genannten Klasse umzusehen, dann ist der mögliche Wertverlust beim Systemwechsel akzeptabel.

Um Dir einen vernünftigen Rat zu geben solltest Du wenigstens nennen was Du unter welchen Bedingungen beobachten willst und ganz wichtig ein Budget nennen.

Sehr gut ist natürlich auch eine Volkssternenwarte aufzusuchen oder mit Sternenfreunden z.B. hier im Treffpunkt-Board etwas auszumachen. Der Blick durch ein Teleskop läßt sich selbst mit Bildern nur schlecht wiedergeben.

sternenfreundliche Grüße
Adrian Herrmann
 
Hallo an alle und vielen Dank für die Unterstützung.

Mein Budget ist nicht ganz unerheblich, daher ist eben die Entscheidung recht schwer. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Ich dachte an eine unvierselle Lösung die auch ggf. aus mehreren Geräten bestehen kann. Einen guten Refraktor und / oder einen guten Newton oder so. Also um es kurz zu machen ich möchte einen "Planetenkiller" und eine "Deepsky-Kampfmaschine".

Kann denn Leistung/Öffnung Sünde sein??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Na mal sehen, werde mich mal bei dem o.g. Händler in Berlin umschauen und beraten lassen.

Frohes Fest an Euch alle
astro2203
 
Hallo,
wenn Du jetzt schon an mehrere Geräte denkst und es bei dem Hobby bleibt, kannst Du auch davon ausgehen daß es mehrere Geräte werden. Das geht den meisten so.

Ich selbst habe mit einem gebrauchten Vixen 80m auf einer Superpolaris angefangen. Das war Anfang 2001. Egal was ich mir auch sonst gekauft hätte es wäre nicht das gewesen wofür ich mich später entschieden hätte. So mit der Zeit hat sich für mich herausgestellt, daß ich auf 2 Geräte gehe, eines für Planeten und eines für DeepSky.

In diesem Jahr habe ich mir einen 102m Tubus, gebraucht dazugekauft. Nach den Erfahrungen mit diesen Geräten wächst mein Anspruch an die qualitative Verarbeitung, sowohl in mechanischer wie auch in optischer Hinsicht. Nach den Erfahrungen mit dem 102er muß ich sagen, daß mich der Farbfehler weit mehr stört als ich das am Anfang überhaupt erkennen konnte. Am 80m war das kaum merklich. Da mir der 3-Zöller etwas klein ist werde ich wahrscheinlich beide Geräte durch ein anderes Gerät für Planetenbeobachtungen ersetzen. Hier steht derzeit entweder ein Mak mit Lüfter zur schnelleren Auskühlung oder ein Apo in der engeren Wahl.

Direkt beim Haus habe ich keine vernünftigen Möglichkeiten Deepsky zu beobachten. Es ist einfach zu hell und es ist sinnvoll zu fahren. Zum zweiten bin ich gezwungen meine Ausrüstung in geheizten Bereichen zu lagern. Das bedeutet Geräte mit langer Auskühlzeit machen keinen Sinn. Auch schon deshalb nicht weil ich recht früh schon wieder die Rückreise antreten muß. Für diese Beobachtungen stelle ich mir einen Dobson von 10 - 12 Zoll vor. Wegen der geringen Möglichkeiten habe ich diese Anschaffung noch etwas zurückgestellt und will lieber warten bis ich mir das Gerät in guter Qualität leisten kann und mehr Zeit zur Verfügung habe.

Daneben hat sich bei mir eine Vorliebe für die Fernglasbeobachtung entwickelt, so daß es leicht passieren kann, daß ich mir vorm Dobson noch ein größeres Fernglas anschaffe (Das wäre dann das 4.).

Auch was sonstiges Zubehör und Vorlieben angeht sind ein paar eigene Erfahrungen Gold wert.

Fazit: Um das Richtige zu entscheiden bedarf es einigem an eigener Erfahrung. Nichts von dem Geschriebenen hätte ich am Anfang gewußt bzw. falsch eingeschätzt. Ich würde zu Beginn noch nicht versuchen etwas als Gesamtlösung zusammenzustellen sondern mit einem einfachen aber soliden Instrument beginnen. Damit würde ich einige Zeit Beobachten, die Sucht nach mehr kommt dann von ganz alleine. Hilfreich ist auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Sternenfreunden, man muß nicht unbedingt jeden Fehler selbst machen.

sternenfreundliche Grüße
Adrian Herrmann
 
Moin zusammen!

Alles soweit gut, was bisher geschrieben wurde. :-) Bei der Auswahl müßte man
sich vorher (!) noch genauestens überlegen, was man bereit ist, nachts durch
die Gegend zu schleppen. Es gibt genug Beispiele von Leuten, die mit Hurra an
ihr vermeindlich "neues Hobby" herangingen, massig Kohle in ein großes Gerät
investierten und dann nach Wochen den ganzen Kram wieder hinschmissen oder
das Teleskop monatelang im Wohnzimmer als Staubfänger herhielt, bis es dann
"nur 3mal benutzt" wieder im Gebrauchtmarkt landete! Das sieht man immer wieder.

Das beste Teleskop ist das, was man mit Freude oft einsetzt. Auch wenn man
"viel Kohle" zur Verfügung hat, sollte man sich doch erstmal ruhig und ohne
Zeitdruck informieren, durch das eine oder andere Gerät durchschauen. Dann
würde ich mich erstmal auf dem Gebrauchtmarkt umsehen - da gibt es viele
günstigee und gute Angebote (auch von anderen "Gestrandeten"). ;-) Nichts
gegen unsere lieben Händler, aber denen muß man in diesen Zeiten ja nun
auch nicht gleich alles in den Hals schmeißen. ;-)
 
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