Welches Refraktorset?

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chrigu

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Sehr geehrte Astronomiefreunde,
Mein Hobby ist eigentlich Naturbeobachtung.Ich bin oft mit Fernglas und Spektiv unterwegs und beobachte Tiere (Vögel,Libellen).Ein sehr schönes Hobby das mir viel Spass macht.
Seit einiger Zeit hab ich begonnen mit Ferglas und Spektiv auch den Nachthimmel zu erkunden.Bin dabei immer wieder fasziniert vom Mond mit seinen Kratern und Ebenen.Auch Sternhaufen sind wunderbar zu beobachten.Bei den Planeten obwohl recht klein (max 60x) sind durch den guten Kontrast des Spektivs schon deutlich erste Strukturen zu erkennen.
Nun möchte ich mir in nächster Zeit ein Teleskop zulegen um noch etwas tiefer ins Hobby Astronomie hineinzuschnuppern.Es geht mir in ertser Linie darum mich mit der Mechanik(paral. Monterung) und dem Handling eines Astroteleskops vertraut zu machen.Wenn mich das Astrofieber richtig packt,werde ich die Ausrüstung später Stück für Stück ausbauen.

Ich suche ein Refraktorsetangebot max 350Euro + 150Euro für anständige Okulare

Kurzer Steckbrief:

Refraktor 80-90mm (Mond,Planeten,Sternhaufen,Doppelst.)
Paral.Montierung (anständige Dimensionierung)
Stativ (stabil)
Beobachtung nur visuell (ev. zeichnen)
Preis Set Max. 350Euro + 150Euro für Okulare

Es würde mich freuen wenn ich Erfahrunsberichte oder gute Tipps zum Kauf von solchen Refraktorsets erhalten würde, da ich in Sachen Astroteleskope zu wenig Erfahrung habe und lieber ein paar Meinungen einhole von Leuten die sich besser auskennen oder ein solches Set besitzen.Bei dem Markendschungel ist es schwierig die richtige Wahl zu treffen.

Besten Dank schon im Voraus fürs lesen un eure Antworten.

Ch.Henninger
 
Hallo, Ch.,

soll es denn unbedingt ein Refraktor sein? Wie bist Du auf diese Festlegung gekommen? Was hast Du denn bisher für ein Spektiv?

Mit dem Geld wäre auch schon ein größeres Teleskop realisierbar, z.B. ein Newton mit 130mm Öffnung auf einer EQ3 oder gebraucht ein 150mm Newton auf einer EQ5. Gerade am Planeten wird die große Öffnung mit mehr Details belohnt, wenn die Optik gut justiert und ausgekühlt ist.

Als Neuware lässt sich mit dem Budget ein Refraktor nach Fraunhofer realisieren. Mit der genannten Öffnung von 80-90mm wirst Du bei den einschlägigen Händlern aber eher günstigere Angebote finden, die qualitativ "Luft nach oben lassen". Ein ED-Refraktor mit 80mm würde sich qualitativ wahrscheinlich besser machen, der kostet neu und vernünftig montiert aber einige Hundert € mehr.

Du hast doch schon mit 500€ ein ganz ordentliches Budget zum Start zur Verfügung. Der Gebrauchtmarkt wäre für dich sicher interessant. Also hier zwei Vorschläge von mir, zum Weiterkommen auf dem Gebrauchtmarkt:

150mm Newton auf EQ5
80mm ED-Refraktor auf NEQ3 oder EQ5

Eine stabile Montierung wie die EQ5 kannst Du auch für den erwähnten, späteren Ausbau noch eine Weile weiterverwenden, kostet neu allerdings bereits 200€.

Im Ürbigen würde ich aus heutiger Sicht kein "Set" empfehlen, sondern eher die Teile einzeln auswählen, um jeweils das Optimum fürs Geld zu erhalten, auch hier spricht einiges für den Gebrauchtmarkt zum Einstieg.

Zubehör wie Okulare, Filter und so weiter sollte dann basierend auf der gekauften Optik ausgewählt werden.

Es ist generell auch immer eine sehr gute Idee, sich vor dem Kauf einmal ein par Optiken selbst anzuschauen und vorallem auch durchzuschauen. Vielleicht gibt es ja noch ein par weitere Astronomiebegeisterte oder Vereine in deiner Umgebung, sodass Du dir ein eigenes Bild der Leistungsfähigkeit der einzelnen Varianten machen kannst.

Grüße und CS,
Pascal
 
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Hallo Ch.

Ergänzend zu Pascals Idee mit den Vereinen in deiner Nähe schau mal hier: GAD German Astronomical Directory

Und für den Gebrauchtmarkt schau einfach mal im Biete Forum hier auf A.de. Da wirst du sowas finden oder geh ins Suche Forum und schreibe deinen Gesuch dort rein.

Gruß Hardy
 
Hallo,

ich seh da schwarz, eigentlich selbst gebraucht.
Es gibt da in jeder Richtung Wände zum davorlaufen. Betrachtete man relativ langbrennweitige Refraktoren dann findet man sich in einem Bereich in dem als Neuware eher nur Einsteigergeräte auf typischen Wackelmontierungen zu haben sind. Eventuell könnte man noch auf einen 80/1000 schielen, wie es den von Vixen auf NP-Montierung gab. Das wäre wohl qualitativ etwas passendes. Das bringt aber auch Einschränkungen mit, nämlich das kleine wahre Gesichtsfeld für die Sternhaufen und natürlich steckt ein bemerkbarer Farbfehler für die anderen drei Wünsche mit in der Tüte.
Bei einem 80/1200 würde der Farbfehler besser, die anderen Anforderungen aber extremer.
Relativ kurzbrennweitige Refraktoren wie 80/400 haben deftige Farbfehler und sind kaum mit 150 Euro an Okularen sinnvoll zu bestücken - bzw. man kann wegen des Farbfehlers natürlich den Standpunkt vertreten, dass es ohnehin nicht drauf ankommt.

Ein ED-Refraktor 80/480 ist nun wieder zu teuer, selbst gebraucht mit vernünftiger Montierung schwierig. 150 Euro für Okulare sollte man auch damit einrechnen.

Ein Ausbau der Ausrüstung Stück für Stück ist keine einfache Maßnahme. Das Teleskop lässt sich nicht ausbauen, nur beim Zubehör kann man das machen, nämlich bei Okularen. Es fragt sich dann aber, ob der Okularausbau bei einem solchen Gerät einem dann den gewünschten Zugewinn bringt.

Ein wirklich ausbaufähiges Basispaket, welches wunderbar mit den Preisvorstellungen harmoniert, ist der oft genannte 200/1200 Dobson. Der ist dafür realisierbar und natürlich optisch wesentlich Leistungsfähiger als der geplante Refraktor. Der erste Gedanke, dass der Dobson im Vergleich ja viel größer und vielleicht zu groß ist, erscheint mir eventuell vorschnell. Es kommt eben darauf an, ob es um einen Vergleich der Aufstellfläche, der Handhabung, des Transports oder des Gewichts geht. Da unterschätzt man nämlich, was die parallaktische Montierung so an Volumen und Gewicht einbringt. Gerade wenn man diese "stabil" wünscht!

Clear Skies
Sven
 
Hi Henning,

ich denke für den Preis wirst du für dich keine zufriedenstellende Ausrüstung bekommen, da ein stabiles Staiv schon um die 300€ alleine kostet. Spare lieber noch ein bissl un kaufe dir dann einen 80-90mm ED Refraktor auf einer stabilen EQ5-Montierung bzw. derivat. Ich denke du musst mindestens das doppelete preislich einkalkulieren.

Gruß
Lots
 
Hallo C.H.,

blöde Frage: muß es unbedingt ein Refraktor sein und wenn ja warum?

Ich wüßte keinen Refraktor den ich für Mond oder Planeten empfehlen würde der sich inkl. anständig dimensionierter paralaktischer Montierung in dieser Preisklasse bewegt. Die ganzen Sets sind auch nicht gerade ideal zusammengestellt, irgendwo (oder überall) schwächeln die alle.

Anständige Okulare: wird auch schwierig, entweder nimmst Du einen langbrennweitigen Refraktor an dem auch preiswerte Okulare annehmbar abbilden, dann taugen die aber nicht wirklich für ein Teleskop mit schnellerem Öffnungsverhältnis ( Du schreibst davon die Ausrüstung später auszubauen )oder die 150,- Euro reichen für ein Übersichtsokular und eines für den höheren Vergrößerungsbereich, gerade an Mond oder Planeten keine sinnvolle Lösung.

Der zweite Haken an einem langbrennweitigen Refraktor ist die stabile und damit teure Montierung damit es nicht die ganze Zeit wackelt...

Ich würde mich entweder für einen Reflektor entscheiden oder das Budget - zumindest auf lange Sicht - aufstocken, sonst wird das nix gescheites.

Viele Grüße Felix
 
Hallo zusammen,
Danke schon mal für eure Antworten.
Ich sehe die Begeisterung für solche Set hält sich stark in Grenzen.Sind diese wirklich so schlecht für den Anfang?
Auf die Frage was für ein Spektiv ich habe,es ist ein Swarovski ATS 65.Kann es wirklich weiterempfehlen.
Was die Bauart betrifft sollte es schon ein Refraktor sein.Könnte ihn auch für gewisse Naturbeobachtungen nutzen.
Ich habe hier mal ein paar Sets aufgeschrieben die ev. in
Frage kämen.

SkywatcherAC 90/900 EQ3
SkywatcherAC 80/900 EQ2
Celestron Powerseeker AC 80/900 Astro4
Bresser Messier R90/900 Mon1

Was meint Ihr dazu? Hat jemand ein solches Gerät vielleicht selber?oder gehabt?
Ich denke wenn man mit ein wenig Begeisterung und Geduld an eine Sache rangeht kann man auch mit einem nicht allzuteuren Gerät Spass haben.Man darf natürlich auch nicht erwarten dass alles Perfekt ist.
Besten Dank
Ch.Henninger
 
Hi!

Bei 500 Euro Gesamtbudget parallaktisch montiert würde ich in die Richtung Celestron Omni XLT 100/1000 gehen (400 Euro Listenpreis ohne Motornachführung, dazu noch ein paar Plössl-Okulare) - die Montierung (CG-4 auf Stahlstativ) hatte ich mal in der Hand, die hat hinreichend stabil gewirkt (allerdings mit dem Newton, den Refraktor kenne ich nicht).

Die Kombination CG-4 plus Stahlstativ gibt's auch unter anderen Labeln - Celestron gehört zu Synta/Skywatcher... Von allem unterhalb der Montierungsklasse würde ich die Finger lassen, da kaufst du nur zweimal. Bei den meisten Komplettsets ist die Montierung unterdimensionert und das Stativ wacklig.

Mit f/10 dürfte der Refraktor Farbfehler zeigen, aber ich weiß nicht, wie sehr der (dich) stört. Wenn Du das Teleskop um einen Zentimeter abblendest, dürfte es schon deutlich besser werden, und es gibt Filter, die den Blausaum ausblenden (dadurch wird das Bild falschfarben, aber schärfer - keine ideale Lösung). Das GAD wurde ja schon erwähnt, um mal durch Teleskope zu sehen; und bei Onlinekauf hast Du ja auch Rückgaberecht... Der Farbfehler stört halt vor allem bei hoher Vergrößerung, wie am Planet oder an Doppelsternen.

Problematisch bei der Naturbeobachtung wäre nicht zuletzt die lange Brennweite, die zu hoher Vergrößerung und kleinem Gesichtsfeld führt.

Optimal wäre ein Refraktor mit etwas weniger Öffnung bei selber Brennweite (wenn's ein Achromat ist) oder halt auf einen ED sparen.

Generell rate von Teleskopen mit Stativen aus Aluminium-Vierkantprofilen ab. Die Dinger sind leicht, aber wacklig.

Gruß,
Alex

Edit: Lass dir lieber von einem Teleskophändler ein Angebot schnüren mit ähnlicher Montierung, aber farbreinem Refraktor. Komplettpakete sind immer irgendwo am Limit.
 
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Hallo C.H.,

nur mal so als Denkanstoß warum die Refraktorsets hier nicht gerade Begeisterungsstürme auslösen: Du hast ein ca. 1000,- Spektiv bei dem ein Okular schon mehr kostet als mehrere die Du für den Refraktor in Betracht ziehst, der Refraktor inkl. Montierung soll 350,- kosten, es ist also naheliegend was für eine Qualität Dich erwartet, an das Swarowski kommt sowas nicht heran...


So schlecht für den Anfang...: klar kann man mit so einem Set anfangen, wenn man niedrige Ansprüche hat oder nicht den Vergleich mit einem teuren Gerät. Das Problem ist daß niedrige Vergrößerungen schlecht erreichbar sidn weil die Brennweite schon recht lang ist, bei hohen Vergrößerungen, die bei Mond. und Planetenbeobachtungen nötig sind wird zunehmend bis störend ein blauer oder gelber Farbsaum sichtbar. Auch wenn der subjektiv nicht stört klaut er Details, vor allem schwache Farbunterschiede bei Saturn oder Jupiter bleiben auf der Strecke.

Ein planetentauglicher Refraktor wäre ein 80/1200 (wird nicht mehr gebaut) oder der Antares 105/1500 (RICHTIG lang, kostet glaube ich an die 800,- und braucht ein WIRKLICH stabile Montierung...)

Montierung: vergiß die EQ2 oder EQ3 für solche Röhren das bringt nichts. Eine EQ5 sollte es sein, evtl noch etwas stabiler. ABER: bei Naturbeobachtungen macht ein paralaktische Montierung keinen Sinn! Kennst Du sowas: http://www.vegaoptics.de/Bresser-Giro-Montierung_p1893_x2.htm ? Wäre ein Alternative, gibt es in diverse Ausführungen...: http://www.teleskop-austria.at/prod.php?lng=de&tid=13#mont-giro-nn

Wenn es eine Linse sein soll würde ich auch eher zu einem ED raten, der ist deutlich vielseitiger wenn auch durch die Öffnung in der Vergrößerung limitiert. Mit einem 80mm ED kann man bis irgendwo um die 130x oder etwas weiter vergrößern, da fängt bei Mond und Planeten der Spaß gerade mal an. Der kostet aber alleine schon so um die 350,-...


Viele Grüße Felix

 
Hallo Kerste,
Danke für den Tipp mit dem Celestron omni xlt.Werde mir die Sache mal anschauen.Mit dem Stativ hast du sicher recht.Eins aus Stahl bringt sicher mehr Stabilität.
Der Farbfehler stört mich nicht besonders.Mit dem Spektiv ist der Farbfehler an Jupiter gut zu erkennen.Der Kontrast leidet aber nicht darunter.
Danke fürs schreiben
Ch.Henninger
 
Hallo zusammen,
Du hast sicher recht das eine Ed Optik fast ohne Farbfehler ein besseres Bild liefert.Doch alles hat auch seinen Preis.Ich habe auch noch andere Prioritäten und möchte nicht allzuviel Geld investieren.Es geht mir darum mich mit einem solchen Teleskop erst mal vertraut zu machen und wenn ich es oft benutze kann man sich immer noch überlegen mehr ins Hobby zu investieren.Man muss ja nicht gleich von 0 auf 100.
Danke trotzdem für deine Meinung
 
Hallo,

Zitat von chrigu:
Hat jemand ein solches Gerät vielleicht selber?oder gehabt?
Ich denke wenn man mit ein wenig Begeisterung und Geduld an eine Sache rangeht kann man auch mit einem nicht allzuteuren Gerät Spass haben.Man darf natürlich auch nicht erwarten dass alles Perfekt ist.

Das sehe ich genauso.

Erfahrung habe ich mit einem 70/900mm FH auf EQ2. Die Schärfe- und Kontrastleistung mit guten Okularen ist sehr gut, allerdings ist die EQ2 absolut grenzwertig und nur bei Windstille visuell akzeptabel zu gebrauchen. Zum Schnellspechteln ist die Kombi gut, da schnell einsatzbereit (hierfür dient mir das Gerät), aber als Arbeits- oder Hauptgerät (bei mir ein 8'' ACF auf LXD75!) ist von einer so schwachen Montierung definitiv abzuraten. Hier braucht es dann mindestens eine EQ3 für den 70er bis 80er, aber es ist individuell verschieden, ab wann das Schwingen stört. Hier heißt es wieder ausprobieren.

Ich kenne auch 90mm Maksutovs, die ich für deine Zwecke als ideal ansehen würde: Farbrein für Mond und Planeten, gute Auflösung (zumindest an meinem Standort oft nur seeing-begrenzt), kompakt und robust. Die gehen aufgrund des kurzen Hebels auch mit leichteren Montierungen und Stativen. Da könnte eine EQ2 schon reichen.

ABER:

Mir kommt der Eindruck, du willst das Teleskop nur kaufen, um den Umgang zu erlernen um dann aufzurüsten. Unter diesen Umständen wäre wohl jeder ausgegebene Euro einer zuviel, da du das auch an Volkssternwarten und Beobachtergruppen lernen kannst (Stichwort GAD).

Daher mein gut gemeinter Rat: Erst einmal nichts kaufen, sondern erst einmal ansehen und dann entscheiden.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, also hier eine Möglichkeit für dich unter Berücksichtigung deiner Vorgaben:

1. Montierung: EQ-5 von Skywatcher.
Die kannst Du auch in die nächste Runde mitnehmen, da sie schon eine ordentliche Tragkraft hat. Ich habe auch soeine (von Celestron und elektrisch, aber ist eigentlich das gleiche) und mein C8 wird sehr gut und wackelfrei getragen.

2. Optik: Refraktor 80mm F/11,25 von Celestron.
Das ist ein sehr einfacher Einsteigerrefraktor mit einem verhältnismäßig langsamen Öffnungsverhältnis (zu am Markt vergleichbaren Modellen in der Preisregion). Es handelt sich hier wirklich um ein sehr einfaches Gerät, aber es wird seinen Zweck erfüllen.

Okularvorschläge wären:
1) 9mm Planetary für Hochvergrößerung (100x)

2) 25mm WW-Okular zum Anknüpfen ans Spektiv (36x). Für maximales Gesichtsfeld wäre auch ein Plössl 40mm eine Option. Gerade bei Sternenhaufen sinnvoll, aber mit engem Gesichtsfeld.

Ein 15mm könnte sich bei 60x dazwischen noch ganz gut machen, je nach Budget.

Es sei erwähnt, dass diese Okularauswahl nicht die "sinnvollste" Staffelung ist, sondern nur unter Berücksichtigung des bereits vorhandenen Spektivs so da steht. Hier kann man mit günstigen Plössls auch ganz andere Wege einschlagen, z.B. ein 40mm Plössl, ein 20mm, ein 12er und ggf. noch ein 8er.

Nochmals angemerkt: Ich würde bei der Optik definitiv was "spiegeliges" bei deinem gegebenen Budget empfehlen, z.B. sowas: Hochwertiger, kleiner Newton von Skywatcher. Allerdings landest Du dann etwas über der Grenze von 350€. Auch ein gebrauchter ED-Refraktor ist eine sinnvolle Option.

Soein schneller Newton hat allerdings schon Ansprüche bei den Okularen, da wird es mit 150€ knapp, mehr als 2 Okulare springen da nicht bei raus. Ein günstigerer, langsamerer Newton wäre natürlich auch möglich, aber gerade o.g. Modell zeichnet sich durch eine sehr gute Ausstattung aus, sodass man damit auch "länger kann" :-)

Ausgerechnet die Sternenhaufen und die Planeten "beißen" sich etwas. Ein kleiner Maksutov wäre für Planeten und Doppelsterne eine schöne Lösung. Der Newton machts bei den Sternenhaufen deutlich besser. Der kleine Refraktor geht weder für das eine, noch für das andere wirklich gut, aber es ist dann halt ein Refraktor.

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass das nicht der einzige Weg ist und ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe. Mit der Auswahl kannst Du auf jeden Fall durchstarten und hast keinen "Wackel-Nerv". Es geht besser, es geht anders, je nach Geldeinsatz, aber falsch ist es so nicht.

Grüße,
Pascal

P.S.: Vergiss nicht - lieber erstmal durch Fernrohre im Verein o.Ä. schauen und dann investieren.
 
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Hallo Christian,
Das mit dem Astronomieverein ist sicher eine gute Idee.In der nächsten Kleinstadt gibt es eine kleine Sternwrte wo ich mal vorbeigehen werde.
Mit dem Teleskopkauf nehm ichs schon gemütlich. Es muss nicht gerade von heute auf morgen sein.
Will mich nur ein wenig Informieren und an Erfahrungen teilhaben über Geräte die mich interessieren.
Es ist sicher nicht alles Gold das glänzt,aber man sollte auch nichts verurteilen wenn man keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht hat.Deshalb wollte ich ein paar Meinungen einholen.
Noch eine Frage zu deinem 70/900.Hat dich der Farbfehler gestört?
Gruss Ch.Henninger


 
Hallo Pascal,
Danke für die Mühe die du dir gemacht hast.Habe alles notiert und werde mal nachschauen.
Das mit dem Newton behalte ich mal im Hinterkopf.
Ich danke Dir
Ch.Henninger
 
Hallo Pascal,

bei f/11,25 würde ich daran denken, dass ein "Planetary" nur an solchen Optiken ein Okular zur Planetenbeobachtung ist, die aufgrund schnellen Öffnungsverhältnisses die wirklichen Planetenokulare fraglich erscheinen lassen. Das ist bei f/11,25 nicht der Fall. Hier spräche dann nur ein verlangter großer Augenabstand für ein Planetary - trifft hier wohl auch nicht zu. Besser investiert wäre das Geld also in einem typischen Planetenokular, also in erster Linie ein Ortho mit vollständig multivergüteten Flächen. Das trifft man bei den Genuines an. Alternativ kann man auf Kellner oder RKE zurückgreifen, leider fehlen hier Produkte mit entsprechender Vergütungsqualität.

Ich denke, dass man Gefahr läuft, ein Gerät zu beschaffen, welches dem vorhandenen Spektiv optisch unterlegen ist, oder welches eben deutliche Einschränkungen bezüglich der Vielseitigkeit hat.

Man kommt hier an den Problemen der unrealistischen Vorgaben nicht vorbei.

Clear Skies
Sven
 
Hallo C.H.,

die Frage nach dem Farbfehler ist so ungefähr das subjektivste was es gibt :/

Es gibt Beobachter die mit einem kurzbrennweitigen Refraktor den Mond beobachten und Farbfilter (z.B. minus-violett-Filter) einsetzen und mit einem grün oder sonstwie eingefärbten Mond zufrieden sind oder die Farbsäume einfach ignorieren. Ich habe einen 80/1500 Achromaten mit recht geringem Farbfehler und habe einfach Spaß an dem langen Rohr, benutze das Teil aber ähnlich wie Christian seinen 70/900 als Schnellspechtelteleskop, "ernsthaft" (wenn es das überhaupt gibt) beobachte ich mit einem Newton. Manch einem würde selbst der geringe Farbfehler des 80/1500 absolute Übelkeit bereiten, für diese Beobachter kommen dann nur Spiegel oder APO's in Frage...schau selber durch Dir zugängliche Teleskope (Volkssternwarte), dann kannst Du für dich entscheiden welche Unterschiede Dir wieviel Geld wert sind. Ist der einzig sinnvolle Weg. Vielleicht läuft Dir ja auch auf diese Weise etwas gebrauchtes über den Weg, das ist dann eh etwas günstiger und läßt sich bei der Anschaffung eines anderen/neuen Teleskopes fast verlustfrei verkaufen.


Viele Grüße Felix
 
Hi, Sven,

ja, das ist soein Drahtseilakt. Planetarys empfehle ich immer gerne wegen des angenehmen Gesichtsfeldes und der Tatsache, dass die auch als noch als "Mittelvergrößerungsokular" ganz gut abbilden. Hochvergrößerung am Fraunhofer F/11,25 ist ja eh ein Paradoxon. Aus meiner Erfahrung mit einem solchen Refraktoren ist 100x noch akzeptabel in Puncto Farbfehler, aber das ist natürlich rein subjektiv.

... schwierig, wohl schon fast zuviel geschrieben :-) mal wieder... Das 100€-Rohr könnte wenigstens später noch gute Verwendung finden und die beiden Okulare sind schon ganz schön, hab ähnliche selbst.

Naja, ich bin mal Gespannt auf den Ausgang der Geschichte.
Good Luck und: Nicht zu schnell entscheiden ;-)
Grüße in die Runde,
Pascal
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich sehe den Farbfehler zwar, würde ihn jedoch als nicht störend bezeichnen. Er tritt nur bei hellen Objekten in Kombination mit Hochvergrößerungen (relativ zum Objektivdurchmesser) auf:

Beim Mond erscheinen bei fortgeschrittener Phase die Schattenbereiche in Kratern violett, und der Mondrand hat einen leichten (!) Blausaum.

An Sternen konnte ich den Blausaum bisher nur an Sirius "dingfest" machen, er war jedoch sehr schwach, und der Stern erschien ohne merklichen Gelbstich.

Zum Jupiter kann ich nichts sagen, da er aufgrund der niedrigen Deklination absolut farbrein erschien.

Der Farbfehler hängt zumindest bei meiner Ausrüstung auch von den Okularen ab: Mit meinen Celestron Plössls ist er am Mond blau bis violett, mit meinen Genuine Orthos gelblich. Meine Celestron Plössls sind meines Erachtens nach alles andere als Farbrein, da auch meine CATs (ACF und MAK)einen extrem leichten Blausaum zeigen, wenn ich mit den Plössls beobachte.

Ich bin meiner Erfahrung nach einer der wenigen Beobachter, die sich an FH-Farbfehlern nur bei extrem schnellen Optiken um f/5 stören. Ich kann nicht sagen, warum, aber ich empfinde den Anblick astronomischer Objekte im Refraktor unabhängig von den Öffnungen als subjekiv angenehmer als in Spiegeln. Wenn mehrere Optiken am Platz sind, gucke ich zwar auch mal durch die Reflektoren, aber im Endeffekt bleibe ich immer an den Linsenteleskopen hängen, egal ob FH, ED oder APO.

CS und VG Christian
 
Hallo,

ich sehe den Farbfehler zwar, würde ihn jedoch als nicht störend bezeichnen. Er tritt nur bei hellen Objekten in Kombination mit Hochvergrößerungen (relativ zum Objektivdurchmesser) auf:

der Farbfehler tritt bei jeder Vergrößerung auf. Du siehst ihn
aber nur ab einer bestimmten vergrößerung und Objekthelligkeit.

Der Farbfehler hängt zumindest bei meiner Ausrüstung auch von den Okularen ab: Mit meinen Celestron Plössls ist er am Mond blau bis violett, mit meinen Genuine Orthos gelblich. Meine Celestron Plössls sind meines Erachtens nach alles andere als Farbrein, da auch meine CATs (ACF und MAK)einen extrem leichten Blausaum zeigen, wenn ich mit den Plössls beobachte.

äh, du schreibst hier aber nicht über den Farbfehler auf der Achse,
sondern den Farbfehler Abseits der Achse oder gar nahe am Feldrand?!

letzterer wird zum allergrößten TEil von den Okularen verursacht.
Der Farbfehler auf der Achse aber zum allergrößten Teil vom FH.

Ich bin meiner Erfahrung nach einer der wenigen Beobachter, die sich an FH-Farbfehlern nur bei extrem schnellen Optiken um f/5 stören.

da gibt es noch eine Menge anderer Leute. Besonders in US Foren.

CS,Karsten
 
Hallo Karsten,

Zitat von KaStern:
äh, du schreibst hier aber nicht über den Farbfehler auf der Achse,
sondern den Farbfehler Abseits der Achse oder gar nahe am Feldrand?!

letzterer wird zum allergrößten TEil von den Okularen verursacht.
Der Farbfehler auf der Achse aber zum allergrößten Teil vom FH.

Interessanter Hinweis, werde ich mal bei meinem 80/1500 genauer drauf achten...


Viele Grüße Felix
 
hallo Christian,

Zum Jupiter kann ich nichts sagen, da er aufgrund der niedrigen Deklination absolut farbrein erschien.

öhmm, ich möchte ja nicht als pingeliger erscheinen als ich bin, der Jupi war letztens aber wegen seiner niedrigen Stellung am Himmel von der Athmösphäre arg dispergiert worden, sprich hatte oben einen Blau- unten einen Rotsaum. Siehe:

http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/optik.brechung.php

Ich machte mir sogar den Spass diesen Effekt mit der lateralen Farbe der Goldline Okulare zu kompensieren, indem ich den Jupiter im Binoansatz etwas ausserhalb der Mitte stellte - funktionierte tatsächlich!

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

diese Dispersions-Farbsäume waren bei mir auch zu sehen, wenn auch sehr schwach (extrem gute Durchsicht bei besagter Beobachtung). Mit farbrein meinte ich, dass keine vom Teleskop erzeugten Farbfehler erkennbar waren.

CS und VG Christian
 
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