Welches System nehme ich für...

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moonblink

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Hallo Leute,

ich benutze für meine (überwiegend) Mondbeobachtung einen Synta Refr. 120 / 1000. Das Teil geht recht ordentlich mit mir um, trotzdem denke ich immernoch über was besseres nach. So stört mich der recht kräftige Farbfehler der Optik ungemein. Für einen Apo denke ich, will ich nicht unbedingt die Kohle hergeben, also vielleicht einen guten Spiegel um die 8 Zoll. Was meint ihr? Welches Spiegelsystem sollte ich mir näher anschauen? Newton, SC, SN, Mak? Ich habe keine Ahnung? Oder würde vielleicht auch sowas in der ETX-Klasse (Mak)reichen, was zwar kleiner ist aber...????

Vielleicht gibt´s die eine oder andere Erfahrung von Euch, die mir die Entscheidung, ich möchte nicht sagen, abnimmt, aber leichter macht.

viele grüße
cs
micha
 
Hallo Micha,

ich kann Dir da mehrer Varianten nennen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .

1.) (die billigste) Du behältst Deinen Achromaten und kaufst Dir den Baader Kontrast Booster. Habe am Samstag das erste mal an einem Celestron 150/1200er den Mond mit dem genannten Filter beobachter können. Kein Blausaum war mehr zu sehen - der Mond wirkte ein bisserl "käsig" aber knackscharf und nen Mondfilter braucht man dann auch nicht mehr. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

2.) Für Mond und Planetenbeobachtung würde ich - wie schon oft hier erwähnt - zu einem Mak Newton (Intes) greifen. Da hast Du, wie bei einem Apo, ein perfekte Bild. NACHTEIL: MakNewtons sind meist schweineteuer,- da kann man sich, wenn man auf Öffnung verzichten kann, gleich einen Apo holen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

Dein vorgeschlagener 8"er ist aus meiner Sicht daher eine gute Idee. Die Brennweite sollte dann allerdings schon 1200mm betragen.
Mit meinem 12"er Dob (1600mm) habe ich schnon irre Planetenbilder auf meine Netzhaut brennen können.

UUUUUUUUUND noch ein Vorschlag. Bei einem Händler in München gibts Frauenhofer zwischen f11 und f15,- riesen lange Teile halt, aber den Farbfehler suchst Du da vergeblich und mit der Brennweite kannst mal nach der Mondlandefähre Ausschauh halten!

Soviel Input von mir!

CS

Philip von der RIOS <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
www.galaxien-beobachter.de
 
hi philip,

besten Dank für Deine Tipps. Die Filter-Geschichte ist ja in höchsten Tönen gelobt. Auch Andreas M. scheint recht beeindruckt zu sein. Vielleicht probier ich erstmal diese Sache aus und verhelfe meiner Scherbe dadurch (vielleicht) zu besserem Blick. Schaun ma mal.

V.G.
Micha
 
Hallo Micha,

das System ist fast egal,nur muß die Qualität der Optik gut sein.
Und eine gewisse Öffnung sollte auch vorhanden sein,damit die Auflösung gut genug ist.

Du könntest weiterhin einen Fraunhofer verwenden,dann aber mit einem entsprechenden Öffnungsverhältnis.Bei 6" wird das mit f/20 schon sehr unhandlich und braucht eine sehr stabile Montierung und Säule.

Ein Apo in der Größe 6" ist schon etwas für die wirklich Vermögenden.

Ein Maksutov-Newton oder Maksutov-Cassegrain mit guter Optik ist bestimmt eine gute Wahl,als Mak-Cass sogar sehr kompakt.

Ein Schiefspiegler hat sicher auch seine Reize,das lange Öffnungsverhältnis erleichtert hohe Vergrößerungen.

Zum Schluß mein Favorit:Ein Newton mit 8" Öffnung.Mit gutem Spiegel und als f/6 Auflösung satt und zusätzlich Deep-Sky tauglich.

Ganz allgemein:Ein Öffnungsverhältnis von f/15 oder noch länger ermöglicht hohe Vergrößerungen mit einfachen Okularen schon mit mittleren Brennweiten,also brauchbarem Augenabstand.
Bei f/6 Teleskopen muß zusätzlich eine Barlow bemüht werden.Oder viellinsige Okulare mit vergrößertem Augenabstand.Oder man klebt bei einem 4mm Ortho mit dem Auge an der Linse <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viel Spaß mit der Qual der Wahl wünscht

Karsten



 
moin micha,

vorsicht mit dem baader-kontrast-booster, ich konnte ihn mit einigen
anderen filtern vergleichen und das hat er von allen am schlechtesten
abgeschnitten. den bericht dazu kannst du hier nachlesen.
auf jeden fall erst mal testen und selbst mit anderen filtern vergleichen.
der neue MV20 dürfte mit ziehmlicher sicherheit wesentlich besser sein,
ein hellgelbfilter ist genausogut, eher sogar besser, weil heller.

nun aber zum eigentlichen thema:
ein gerät für mondbeobachtung? was muß es können?
- farbfehlerfrei soll es sein, wegen der helligkeit des mondes
- vergrößerungen bis 300fach sind für feinste rillen und krater nötig
- die streulichtunterdrückung soll sehr gut sein, da der mond kräftig
in den tubus strahlt
- aufgrund der hohen vergrößerungen sollte das gerät ein refraktor sein,
oder ein spiegel mit aktiver belüftung, sonst vermießt dir das
tubusseeing die freude daran. das gilt vor allem, wenn das gerät nicht
fest im freien aufgestellt ist
- die brennweite sollte eher groß sein, damit man einfache okulare mit
wenigen linsen verwenden kann
- das gerät sollte motorisch nachgeführt werden, um bei den hohen
vergrößerungen alle details erfassen zu können
- um auch die ganz feinen rillen erkennnen zu können brauchst du etwa
6 zoll unobstruiert oder 8" obstruiert

ein refraktor scheidet damit aus. bei 6" müßte er f20 haben um farbrein
zu sein und ist dann viel zu lang (3 meter).
daher kommt nur ein spiegel in frage.
zur auswahl stehen:
- ein selbst optimierter normaler Newton (zb. v. GSO) mit 8" öffnung und f6,
ist mit bastelarbeiten verbunden, auch der OAZ gehört getauscht. kostet ein
wenig geld extra und die arbeitszeit, ist aber trotzdem die günstigste
variante.
- ein selbst optimiertes SC mit 8-10" öffnung (C8, 10" Meade), aber nur
mit interferogramm, die tuningarbeiten machst du selbst oder läßt du machen,
zb. bei optooffice.de
- ein vom werk optimiertes MakCass mit 7" öffnung (Alter M703 m. lüfter),
von intes-micro, wichtig vor allem der extra-lüfter
- ein MakNewton mit 6-7" öffnung (MN66, MN68, MN76, MN78), ebenfalls von
intes-micro, hier ist alles ab werk optimiert.

ich persönlich würde entweder den MakCass nehmen, wenns kompakt sein soll,
und wenn dieser faktor keine rolle spielt den MN68.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hi moonblink,

also 2 billige Methoden wären, 1. bei der Mondbeobachtung die 120mm auf 90mm aufzublenden, dann hast du einen f/11 (sowie wie ich) und damit ist außer am Mondrand kaum Farbe wahrnehmbar. Oder 2. du kaufst für 69 Euro den Williams MV1 Filter, das dürfte auch was bringen.

Gruß

Lots
 
Kurze Zwischenfrage: Was heißt "käsig" in diesem Zusammenhang? Flau? Oder war dier Himmel um den Mond herum aufgehellter als ohne Filter?
 
Recht so, lasst ihm doch den Wunsch nach 8", denn damit kann er eben auch in tiefere Weiten des Raumes vordringen. Ich werfe einfach einmal das Vixen VMC200L in die Runde, das Teil hat mir bei Planeten auch schon viel Spaß gemacht...

Clear Skies!
 
Auch gut!

Hallo Stefan,

das VMC sollte auf der vorhandenen Montierung stabiler montiert sein als der 120/1000.
Das VMC ist natürlich sehr schön kompakt und transportabel,wie ich anläßlich eines Besuches bei Vehrenberg sehen konnte.

MfG,Karsten
 
Re: Auch gut!

Hallo Stefan, Hallo Karsten,

stimmt, das VMC habe ich nicht bedacht. Hatte das schöne Stücke ebenfalls mal,- wirklich ein super Gerät - gerade am Planeten! Wäre definitiv eine weitere Option <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> !

"Käsig" deshalb, weil der Mond einen leichten "Gelb-Grün-Ton" beim Booster entwickelt - war gar nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil, da der Mond auch nicht mehr blendet und so noch mehr Details zum Vorschein kommen. Ich kann dem guten Binoviewer hier ausnahmsweise nur halb recht geben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> , da mich der Booster wirklich überzeugt hat. Allerdings war meine Vergrößerung auch nicht jenseits der 250er Marke.

@Karsten:
Dir kann ich im Punkto Stabilität auch nicht ganz recht geben, da das VMC sehr leicht ist, kompakt - daher weniger windanfällig als vielleicht von Dir angenommen und viel weniger Hebelwirkungen als der besagte Refraktor hervorbringt!

Soviel von mir!
CS

Philip von der RIOS <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
www.galaxien-beobachter.de

 
Sag ich doch?!

Hallo Philip,

hab mich wohl etwas mißverständlich azsgedrückt,genau das meine ich doch auch!Wegen der gerigen Baulänge und des damit geringen Hebels sollte das VMC trotz größerer Öffnung auf der vorhandenen Monzierung wackelärmer untergebracht sein.
In den Räumen von Vehrenberg konnte ich das auch sehen,selbst ein 4" f/10 Refraktor wirkte dagegen ausladend.

MfG,Karsten
 
Re: Sag ich doch?!

Hallo Karsten,

nee, ich habs verrafft! Sorry! ... sind der selben Meinung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

So long ...

Philip
 
Silberdobbi

Hallo Stefan,

Du hast die richtigen Schlussfolgerungen getroffen - also ´ran an das VMC200L :-)

für mich persönlich gilt das so nicht,denn ich habe schon meinen 8" Silberdobbi(siehe hier: www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=1656) und kein Geld für ein weiteres 8" Teleskop<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Das Grundprinzip des VMC und auch VC gefällt mir aber recht gut:
-Feststehender Hauptspiegel ohne shifting
-offener Tubus für schnelle Auskühlung

MfG,Karsten
 
Hi,
also ein Refr.Fh 6"f20 scheidet aus??wie wärs mit Coude-Bauweise(zwei Planspiegel Fa. B.Halle od. Lichtenknecker u.s.w. Duran mind 1/10 lambda
Ein Fraunhofer 6"f 12(www.dgoptical.com)ist schon sehr gut ,dann noch hellgelbfilter
denn ein Schiefspiegler 6" f20 schlüsselfertig ist auch nicht billig-gib bei LK auch als Spiegelset
du hast zwei linke Hände?!(biste handwerklich versiert,sparst du enorm)-dann Newton Lomo 8"f8 (Optik kostet ~1000 $ wenn du bist 300x vergrößern willst,brauchst du mind. f 1500mm Systembrennweite ,um mit Okular f 10 u. 2x barlow gucken zu können)planetenoptimiert
 
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Hi,
@Bino:viewer hab noch mal geschaut: Haste ein MakNew 7" f8 ~3000Eur- zum vergleich ein Maknew 8"f 6 schlappe ~6000Eur-ein Maknew 6" f 6~2000 Eur
@Moonblink:da biste mit Lomo 8" f 6-8 besser bedient,nimmste nur f 6 ,Moonblink, dann brauchste schon 2,5 x Barlow,um 300x zu vergrößern
ein SCT ist immer kompromißbehaftet,mehr was für Fotografen
Newton 8"f 8 benötigt visuell schon eine EQ 6 (wird ja schon gebraucht angeboten)oder Ote 150-
von 5-auf 6 Zoll ist ja kein großer Sprung
Hab nochmal deine ausrüstungsseite angeschaut, demnach würde ein Gittertubus Selbstbau kein problem darstellen-dann dürfte deine EQ 5 gerad noch ausreichen
 
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