Wer hat einen Skywatcher Refraktor 150/1200?

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Foxi

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Hallo Spechtler
Hab ein C8 und will mir noch nen Refraktor kaufen!
Wie sieht es in Punkto:
Schärfe/Farbfehler bei Planeten aus?
z.b bei 400facher Vergrößerung!
Wer hat Erfahrung mit solchen Geräten?
Auch Erfahrungen über den 102/1000 gesucht!
Oft verteufelt aber Preis Leisung ist ja eigentlich gut!
Oder Finger weg?

Foxi

 
moin foxi,

habe selber den 120/1000er. preis/leistung ist sicherlich sehr gut,
wenn die optik in ordnung ist. du mußt dir unbedingt einen
händler suchen, der die optik vorher prüft, sonst wirst du
enttäuscht sein. den farbfehler kannst du mit einem gelbfilter
ausblenden, allerdings senkt der farbfehler auch bei verwendung
eines filters den kontrast, daher sind diese f8-fraunhofer auch keine
planetengeräte sondern eher allroundröhren.
allerdings finde ich ist so ein refraktor keine gute ergänzung zu
einem C8. anscheinend geht es dir vor allem um planeten, da zeigt dir
ein gut ausgekühltes C8 genausoviel wie ein 150/1200er.
außerdem ist das teil extrem unhandlich und braucht schon eine
große monti, wenn du bei 300fach noch ohne zittern scharfstellen willst.
eine EQ6 ist minimum für sinnvolles beobachten.
als ergänzung zu einem C8 würde ich mir eher einen 102/500er richfield
oder ähnliches zulegen, wenn du mehr an planeten sehen willst, dann
nimm ein MakNewton oder MakCass ab 6" aufwärts.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Foxi,
ich hatte von den 150/1200er Teilen etliche, bis ich vor ca. 1 Monat das letzte Stück verkauft habe. Prinzipiel würde ich nur eines der neuen Teile mit justierbarer Optik nahmen, hier kann man noch zur Not selber Hand anlegen. Die alten Teile ohne Justiermöglichkeit sind in der Regel einer enormen Streuung unterlegen und die Wahrscheinlichkeit ein wirklich gutes zu erwischen ist eher gering. Bei den Neuen ist die Wahrscheinlichkeit - nach meinen persönlichen Erfahrungen - bei ca. 30%. Also Augen auf beim Gebrauchtkauf! Die ausgerufenen EUR 850 beim Händler sind jedoch zu viel, für das gleiche Geld oder knapp etwas mehr gibt es einen gebrauchten MN61/MN66 Mak-Newton. Ist für Planeten IMMER einem "normalen" FH gleicher Öffnung überlegen (Ausnahme APO´s gleicher Öffnung).
Allerdings wiegt der MN61 an die 10kg, der MN66 an die 7kg, der 150/1200 an die 6,5kg. Eine EQ5/GP ist hier auch bei einem sehr stabilen Stativ ab 150x recht hart am Limit, fotografisch schlicht nur für Kurzzeit-CCD nutzbar.
Also muss es schon eine H-EQ5 oder besser eine EQ6 sein, wobei das Originalstativ (auch ausgefahren) der EQ6 mit dem 150er doch noch zu kurz ist.
Wie Bino-Tom schon treffend bemerkte, der Synta 150er ist nicht Fisch und nicht Fleisch, nicht richtig am Planeten und auch zu "lang" für DS. Je nach primärer Nutzungsintention (ob DS oder Planeten) dann eher einen Newton für DS und einen MAK oder MN für Planeten, wobei in meinen Augen der MN universeller nutzbar ist als der reine Mak, aber leider wiegen die MN´s recht viel und sind eben nicht gerade als transportabel zu bezeichnen.
So long
Nikita
 
Hallo all
Das Gewicht wäre kein Problem hab eine Super Polaries Montierung die ich selbst verstärkt habe, da war schon ein
C14 drauf und ein 150er Starfire da gibt es kein Zittern mehr!
Einen Newton will ich nicht!
Da reicht mir das C8! ist ein Super Gerät aber ich Bilde
mir eben zusätzlich einen Refraktor ein!
Möglichst groß,Gut und billig:-)
eventuell auch ein 102er Vixen! wenn ich wo ein
Schnäppchen finden würde!

Foxi
 
Hallo!

Sieh mal bei apm, der bietet einen TMB-Achromaten 150/1200 an. Der ist gar nicht mal so teuer (1300 Euro, genau so wie ein C8). Der kostet zwar ca 50% mehr als ein SW 150/1200, dafür bekommst Du aber auch eine deutlich bessere Qualität.

Einen Chromacorr kann man übrigends auch mit dem TMB verwenden! (Falls man später mal einen Apo haben möchte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Über den 102er kann ich zwar nichts berichten, aber über den 120/1000. Ich bin sehr zufrieden mit meinem, aber ich habe wohl auch ziemlich viel Glück damit gehabt. Außerdem habe ich noch einiges an Optimierungen daran vorgenommen.

Da Du aber schon über ein gutes Teleskop verfügst, kannst Du ja einen Neukauf in Ruhe angehen.
Ich würde an Deiner Stelle nicht das Risiko einer Gurke (soll bei SW ja öfter mal vorkommen) eingehen und die 500.- für den TMB drauflegen. Dann bekommst Du einen qualitativ hochwertigen Achromaten, bei dem sich eine spätere Aufrüstung mit Chromacorr auch wirklich lohnt!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Tja Foxi,
Dein Geld, deine Entscheidung....
Bringen tut es zwar nichts, aber seit wann ist das Astrohobby frei von Emotionen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Dann doch lieber das Vixen-Teil, bei synta ist man nur all zu oft enttäuscht.
Aber wenn es um Planeten geht, dann schögt nichts einen Mak-Newton <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
So long
Nikita
 
Hallo...

Also ich hab beide Geräte, einen 150/1200-er von Celestron sowie
ein C8, und muß sagen, an Mond oder Planeten zeigt dir das
(ausgekühlte!) C8 dasselbe wie der "Brecher"...meiner hat bereits
das justierbare Objektiv und wurde von mir auch mitm Chesire
nachgezogen, aber wie gesagt, das C8 schlägt er nicht.

Der einzige Grund, warum ich das Teil noch habe, ich kann einen
Herschelkeil anschließen ohne das es mir das Scope abraucht und
da ist der Refraktor dem C8 leicht überlegen, weil jenes leidet
bei Tage eben noch mehr unter dem (Tubus-) Seeing und kann dadurch und
durch die Baaderfolie seine volle Öffnung nicht ausspielen,
da ist ihm dann der auf 110mm abgeblendete, mit MV1-Filter und Herschelkeil
versehene Refraktor überlegen.

Über kurz oder lang wird er aber durch eine handlichere Röhre,
mehr in Richtung 100/1000 oder 120/1000 ersetzt werden, weil
er eh nur abgeblendet verwendet wird, dafür aber dann doch recht
unhandlich ist...meine Ci700 trägt ihn auf einer Säule zwar problemlos,
hab schon CCD-Aufnahmen damit gemacht, ging einwandfrei, aber
im Sommer sitzt man zum Beobachten halt auf dem Boden, trotz
Achsenkreuz in 1,30m Höhe...

Mein Fazit: Wenn du mehr in Sachen Planeten willst, nimm nen
Mak-Newton oder Mak von Intes (-Micro), wenn du mehr DeepSky
willst, nimm nen 120/600-er, nen (Schmidt-) Newton oder sonst
was schnelles, lichtstarkes (es gibt auch schöne APOs <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

 
Hallo...

Nein, ich hatte allerdings auch keinen Grund dazu, der Startest
verlief halbwegs Ok...hab dann lediglich mit dem Chesire die
beiden Reflexe zur Deckung gebracht, diese waren leicht verschoben (wie ne 8).

 
Hallo,

ich hatte ohne OAZ-Korrektur an meinem Refraktor am Sterntest auch nichts Negatives festgestellt, die Kreise schön konzentrisch und kreisrund (wie Kreise nunmal so sind <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ). Ich bin allerdings noch nicht der Sterntest-Meister, obs da noch andere Fehler zu entdecken gibt weiß ich nicht.

Trotzdem war der OAZ total verstellt, und das, obwohl der vom Händler angeblich justiert worden ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />

Ich habe das dann nachgeholt, also den OAZ korrekt einjustiert. Danach mußte ich mit Chesire nochmal deutlich das Objektiv nachkollimieren.

Ich empfehle, das zumindest mal zu kontrollieren. Vielleicht bekommt Dein C8 dann ja doch noch Konkurrenz!?
 
Hi Foxi, ich habe besagtes Gerät. Einen kurzen Bericht hatte ich schon mal gepostet
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=1679

Ich teste jetzt gerade einen MAK 7'', habe beide Geräte in meiner Astrohütte nacheinander an den kalten Nachthimmel gerichtet, nach den ersten Beobachtungen lagen beide Geräte am hellen Hamburger Himmel fast gleich auf, natürlich ist der MAK absolut farbrein, aber es dauert ewig, ehe er einsatzbereit ist (aus der Wärme heraus ca. 1 1/2 - 2 Std, auch brauchte er noch eine knappe halbe Stunde nach dem Öffnen des Daches, ehe er sich von der Hüttentemperatur -6° auf die Außentemperatur -9° richtig ausgekühlt hatte. dagegen war der FH nach 15 Minuten von +20° auf -9°einsatzfähig.) Na im Frühling wird es dann etwas besser für den MAK, hoffe ich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
mit sternenfreundlichen Grüßen
Jürgen aus Hamburg
 
Hallo..

Kann ich mal machen, hast du ne kurze Anleitung oder nen Link,
wie etwa vozugehen ist ?

Justierlaser wäre vorhanden, bin aber nicht so der Refraktor-
Freak in Sachen Justierung...

 
Hallo!

Ich habe das mit einer etwas unkonventionellen Eigenkonstruktion gemacht.

Das Prinzip ist folgendes:

-- Objektivlinsen abmontieren. (Ist vielleicht nicht unbedingt nötig, habe ich aber gemacht um keine Verfälschungen zu bekommen)
-- Auf Papier konzentrische Kreise zeichnen und den Mittelpunkt der Kreise mit Kreuzchen markieren.
-- Das Blatt vor dem Tubusende am Tubus mit Tesa befestigen, so dass die Kreismitten genau in der Tubusmitte liegen.
-- In den OAZ eine Peilvorrichtung einklemmen, die geklemmt genau auf der optischen Achse des OAZ liegt.
-- Um Fehler von Peiler auszugleichen, muß man diese im OAZ drehen. Peiler beschreibt dann einen Kreis auf dem Blatt Papier. Der Mittelpunkt dieses Kreises ist der Schnittpunkt der Achse des OAZ mit der Objektivlinse und sollte mit der Mittelpunktsmarkierung (Kreuzchen) auf dem Papier übereinstimmen!
Macht sie das nicht, dann sollte solange der OAZ justiert werden, bis Kreismittelpunkt und Kreuzchen übereinstimmen.

Als Peiler hatte ich ein Chesire und eine 2x Barlow (lang) verwendet, an deren Ende ich mit 2 sich kreuzenden Fäden ein Fadenkreuz angebracht hatte. Das Blatt Papier habe ich während der Justage von außen mit einem 40W-Strahler erleuchtet.

Ob Du als Peiler einen Laser verwendest, mußt Du selbst entscheiden. Der Laserpunkt sollte dann von außen auf dem Papier sichtbar sein. Diese Lösung ist aber sicher unkomfortabler.

Außerdem stellt sich die Frage, ob der Anteil des Laserlichtes, das durch das Papier sichtbar wäre, schädlich für die Augen wäre? Wer weiß was dazu?

Allgemeiner Hinweis: Immer ohne Zenitspiegel justieren. Der würde das Ergebnis verfälschen.
 
Hallo...

Hört sich schlüssig an, ich werde einmal versuchen, mit dem Laser
im Auszug den Reflexpunkt auf der Objektivlinse auszumessen...der
sollte dann ja auch genau im Zentrum des Objektivs sein, mit einer
Schieblehre sollte man das messen können.

 
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