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So.... Setup zum beobachten ist aufgebaut. Apo und Kameras alles abgebaut und Newton draufgepackt. Gerade erstelle ich über Stellarium eine Beobachtungstour jetzt müssten nur noch die doofen Wolken weggehen
Ich möchte mich hier kurz einklinken, da ich mir über dieses Thema schon öfters Gedanken gemacht habe.
Ein wirklich professioneller Astrofotograf war ich nie, dennoch habe ich meine ersten Versuche ab ca. 2005 unternommen, wo die digitale Technik schon verbreitet war, sich aber gerade im Bereich Astrofotografie im Vergleich zu heute Welten verändert haben. Auch jetzt fertige ich hin und wieder Schnappschüsse an, dann aber nur von besonderen Ereignissen wie Sonnen/Mondfinsternisse, Kometen oder besondere Konstellationen.
Das Argument "das hat bestimmt jemand anders schon besser fotografiert" stimmt schon, trifft aber in so gut wie fast jeder Disziplin zu. Man sollte aber Freude damit haben, egal ob das andere besser machen/können. Ist ja bei Touristen nicht anders, die immer die selben Sehenswürdigkeiten fotografieren. Mich persönlich reizt das auch nicht und daher interessieren mich immer besondere, einzigartige Konstellationen. Außerdem möchte ich meine Zeit nicht in stundenlange Belichtungen und dann aufwendige Nachbearbeitung stecken. Für andere ist es eine Erfüllung und das ist schwer in Ordnung. Dafür mach ich Dinge, mit denen andere nicht glücklich werden würden. An Astronomie fasziniert mich in erster Linie das persönliche Erlebnis. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich fast nur visuell Beobachte. Auch bei der totalen Sonnenfinsternis 2017 habe ich zwar fotografiert (war meine erste, aber ein paar selbstgemachte Schnappschüsse sind schon ein tolles Andenken), aber es war alles vollautomatisiert, sodass ich in aller Ruhe beobachten konnte. Das würde ich auch jedem Kollegen nahelegen, denn so ein einzigartiges Erlebnis sollte man unbedingt auf sich wirken lassen und sich nicht währenddessen mit Technik/Fotografieren beschäftigen.
Was ich auch noch mitteilen möchte:
Ich habe mir die letzte Zeit schon ein paar Gedanken für mögliche "Projekte" durch den Kopf gehen lassen. Wenn ich etwas fotografiere, soll es besonders sein bzw. etwas, das nicht viele/alle machen.
Dabei sind mir vor allem "Animationen" in den Sinn gekommen.
Zum Beispiel Schnellläufer alljährlich fotografieren, oder Doppelsterne wie Gamma Viriginis und nach ein paar Jahren oder einem Jahrzehnt eine Animation erstellen, bei der man schön sieht, dass der Fixsternhimmel doch nicht so fix ist.
Habe auch schonmal eine nette Animation vom Krebsnebel gesehen, der ja über die Jahre ebenfalls expandiert.
Der einzige Nachteil dieser Sache ist, dass man, wenn auch wenn die Einzelfotos relativ schnell angefertigt sind, für eine Animation viele Jahre "warten" muss.
Vorteil der "Sternfotografie": Lichtverschmutzung ist nicht so ein Problem...
Ein anderes Gefühl könnte entstehen, wenn du nicht in deiner Sternwarte bist. Mal raus in die Natur, weg von der Technik. Allein ins Feld oder auf einen Berg. Einsamkeit, nur die Sterne über dir. Minimale Ausrüstung, vlt einen Dobson und ein paar Okulare. Kein großes Beobachtungsprogramm, einfach nur genießen...
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