Windows auf Mac

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frasax

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Hallo,

ich stehe vor der Entscheidung mir ein neues Laptop kaufen zu müssen. Fällt nicht leicht die Entscheidung, drum suche ich nach Argumenten. Ein Argument könnte die Software zur Bildaufnahme sein. Ich benutze Sequenz Generator Pro und ab und zu noch MaximDL. Benutzt irgendjemand einen Mac und hat dort Windows drauf laufen, z.Bsp. über BootCamp? Kann mir da jemand seine Erfahrungen mitteilen?
Hardware ist:
CCD Kamera Moravian
Guiderkamera Lodestar
USB Seriell Adapter für die Monti (LX200)
Motorfokus

CS Frank
 
Hallo Frank,
ich benutze einen Mac Book Pro 15 Zoll Retina (Anfang 2013) im Feld für meine Astroaufnahmen. Ich konnte das Gerät günstig gebraucht erwerben. Ich hatte ihn nicht primär für Astroaufnahmen gekauft nutze ihn aber jetzt dafür.
Bei diesem Modell kann man noch die SSD Platte selber tauschen und so baute ich ein 960 GB Laufwerk ein um genügend Platz für beide Betriebssysteme zu haben.
Diese habe ich über Bootcamp in zwei gleich große Partitionen aufgeteilt.
Wenn das Gerät bootet kommt man mit gedrückter "ALT" Taste in den Bootmanager und kann die Windowspartition auswählen. Dann hat man ein ganz normales Windows, bei mir ist es Windows 7 Pro.
Ich benutze eine ASI 120MM mit Firecapture und steuere meine DSLR über Backyard EOS, alles ohne Probleme.
Das Gerät hat zwei USB Schnittstellen. Wie ich in deiner Aufstellung sehe brauchst du 4, also ist bei dir noch ein USB Hub erforderlich.
Ich habe auch das MacOS schon mehrfach hochgerüstet, aktuell auf Mojave. Das hat auch keine Auswirkung auf meine Windows Partition gehabt. Läuft...;)
Ich persönlich finde das Gerät toll, man hat beide "Welten" auf einem Gerät und kann nach belieben wechseln.

Viele Grüße
Marco
 
Hallo Marco,

danke für deine Antwort. Gut zu hören dass das läuft. Meine Befürchtungen gingen dahin, dass vielleicht irgendwelche Hardwaretreiber oder Schnittstellen nicht sauber laufen und man dann womöglich erst noch rum basteln muss. Aber die Bedenken stammen wohl aus einer Zeit in der noch keine Intel Chips in den Apple Computern verbaut waren.

CS Frank
 
Hallo!

HMeine Befürchtungen gingen dahin, dass vielleicht irgendwelche Hardwaretreiber oder Schnittstellen nicht sauber laufen und man dann womöglich erst noch rum basteln muss.

Das einzige wo ich wirkliche Kompatibiltätsprobleme auf dem Macintosh (den ich selbst seit ca. 1995 ausschliesslich verwende!) habe, sind serielle RS232 Anschlüsse die von irgendwelcher alten Windows-Software direkt angesteuert werden. Unsere Solaranlage hat leider eine RS232 Schnittstelle für die Einstellungen und die Software dafür ist noch aus dem letzten Jahrtausend. Für sowas habe ich mir mal beim eBay einen „mini PC“ für 20 Euro gekauft auf dem Windows 98 läuft. Alles andere geht mit dem MacBook.

Wenn es kein neues MacBook Pro sein muss, dann würde ich beim eBay entweder nach einem frühen Retina-Display-Modell wie Marco es hat suchen, oder, wenn das Rerina-Display zweitrangig ist (für mich z.B., die kleinen Pixel sehe ich sowieso nicht und sie kosten nur Prozessor- und Grafikleistung), dann ein 2011er oder 2012er „Unibody“ Gerät. Wenn die schon einen i7 quadcore Prozessor und ein bisschen RAM haben, stehen sie aktuellen Modellen kaum nach. Ich habe kürzlich ein 2011er 17-Zoll Unibody MacBook Pro mit 16GB Ram und 500GB SSD für knapp 500 Euro gekauft. Auf dem Ding läuft Windows sogar in der Virtual Box (ist von Oracle, kostet nix und kommt mit vorinstalliertem Windows 8) so flüssig, dass man es für normale Sachen verwenden kann ohne extra Windows zu booten. Zum Vergleich: Die derzeitigen 15 Zoll MacBook Pro Modelle kosten zwischen 2000 und 3500 Euro je nach Ausstattung und haben lauter merkwürdige Anschlüsse für die man eine Schublade voller Adapter braucht. Die „Unibody“ Geräte haben, wie Marco auch schreibt, den Riesenvorteil dass man mit einem normalen Kreuzschlitz-Schraubendreher das Bodenblech abschrauben kann und Festplatte, Akku, RAM und optisches Laufwerk (das haben die neuen auch nicht mehr) einfach austauschen/aufrüsten kann.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Maximilian,

ich habe ja ein MacBook, aber aus 2009 und auch nach diversen Aufrüstaktionen geht im nun langsam die Puste aus. Es ist ziemlich viel kaputt. Es ist hauptsächlich mein Bürorechner für daheim und unterwegs. Also Email, Internet, Pages etc. Dazu noch berufliche Dinge wie Audiorecording und Noten schreiben.
Der neue soll entweder ein PC Laptop werden oder ein 2015 oder 2016 MacBook Pro. Wichtig ist mir tatsächlich, dass das Display den Anforderungen entspricht, die ich bisher durch das MacBook gewöhnt bin.
Meine Überlegungen dahingehend sind noch nicht zu Ende gedacht, aber da das jetzige MacBook jederzeit den Geist aufgeben kann (Der Bildschirm nervt schon extrem), muss ich bald eine Entscheidung treffen. Und da wäre eine Überlegung Hobby, Freizeit und Beruf auf einem Laptop zusammen zu legen.

Das mit Uralt Hardware Anwendungen kenne ich. Denkst du denn, das ein USB/Seriell Adapter am Mac unter Windows laufen wird, um meine FS2 anzusteuern? Das wäre schon ein Dealbreaker.

CS Frank
 
Hallo Frank,

Das mit Uralt Hardware Anwendungen kenne ich. Denkst du denn, das ein USB/Seriell Adapter am Mac unter Windows laufen wird, um meine FS2 anzusteuern? Das wäre schon ein Dealbreaker.

Da hilft wahrscheinlich nur Ausprobieren. Nach meiner Erfahrung funktioniert das sogar unterschiedlich mit verschiedenen USB-Seriell-Adaptern. Leider habe ich keine FS2 sonst könnte ich ich es testen. Ich habe zwar Montierungen mit seriellem Anschluß (Skywatcher Merlin, Celestron NexStar SE und eine iOptron 45) aber die habe ich noch nie vom Rechner aus bedient, da reichte mir bisher die eingebaute „Intelligenz“.
Aber vielleicht hat ja jemand entsprechende Erfahrungen.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hi,

wenn Du Windows auf dem Mac laufen lassen möchtest kann ich "Parallels" als Emulator empfehlen. Ich mache praktisch alles darauf (zB auch Modellbau - Flugsimulatoren) und hatte bis jetzt noch keine Kompatibilitäts- oder Geschwindigkeitsprobleme.

Grüsse Oli
 
Hallo Frank,
ich rate zum gleichen Setup wie Oli. Ich benutze beruflich wie privat Macbooks mit Parallels. Du hast einfach beide Betriebssysteme gleichzeitig am Laufen und kannst mit beiden Betriebssystemen auf alle Daten zugreifen.
Ich benutze allerdings mittlerweile mein Notebook nur noch zur Remote-Steuerung. Die Teleskopsteuerung läuft mittlerweile über einen Raspberry Pi, davor über einen Intel NUC. Finde ich persönlich viel praktischer.

VG
Wolfgang
 
Wenn Dir 2 Computer zu aufwendig, teuer, oder zu kompliziert erscheinen, was ich auch nachvollziehen könnte, habe ich keine Empfehlung hinsichtlich Mac oder Windows.
Nur falls es ein Mac wird :love:, (der noch USB Ports besitzt):
Während der Imaging session im Feld oder im Obs reicht doch Windows auf der Bootcamp-Partition. Für diese Zeit auch noch das OSX mitlaufen zu lassen, weil Windows in einer virtuellen Maschine wie Parallels, VMfusion oder VirtualBox (kostenlos) liefe, ist ja gar nicht nötig. Oder? Willst Du beim Imaging unter den Sternen emails schreiben und Word/Pages Dokumente?
Das sag ich bloss, weil Lauffähigkeit aller Anwendungen auf Bootcamp das erste ist, was klappen muss. Spart viel Zeit, wenn man eine zusätzliche Fehlerquelle wie die virtuelle Maschine erst einmal ganz ausschliesst.

1. Wenn ich einen Compi kaufte, um damit raus auf den Feldweg zu gehen, würde ich einen ollen Windows Lappi mitnehmen, der mir auch in ne Pfütze fallen kann, ohne dass meine Finanzwelt zusammenbricht. i5, 8GB, ausreichend Platz auf HD, ein paar USB Ports, irgendeine Bildschirmauflösung.
Ich würde nicht meinen Haupt-Lappi mitnehmen wollen, schon gar nicht, wenn das meine Maschine zum Broterwerb ist.

2. Wenn es n Windows-Compi ist, der Deine Geräte steuert, ist der Support (leider) sowohl in Foren als auch von Herstellern viel ausgeprägter, sollte mal was nicht funktionieren.

3. Falls alles im Observatorium steht, würde ich wohl einen Raspberry PI 3 (nicht 3B) nehmen mit Astro-Linux-distribution. Oder, falls ich Windows haben will, weil mir Linux zu aufwendig zu lernen wäre, dann einen sog. NUC.
Beide Geräte besitzen keinen Bildschirm; die würde ich dann via Heim-Netzwerk von meinem Sofa aus an meinem Hauptcompi steuern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Boot Camp kein Problem. Parallels hatte ich mal, war mir aber zu unübersichtlich, wenn immer beides läuft und zuätzliche II Menüs auftauchen und sich Screens verschieben. Wenn man laufend Daten zwischen MacOS und Windows verschieben/kopieren will, braucht man es. Sonst nicht.

lg
Niki
 
P.S. "Oder, falls ich Windows haben will, weil mir Linux zu aufwendig zu lernen wäre, dann einen sog. NUC."
Oder einen (2nd Hand) Windows Laptop. Der NUC als Neukauf kostet auch all inclusive 400€. Da kommt ein (2nd Hand) Windows Lappi günstiger und besitzt auch einen Bildschirm. Und kann natürlich auch vom Sofa aus ferngesteuert werden.
Und ist dann auch für den Feldweg geeignet, da er Bildschirm und Batterie besitzt, wenn doch mal woanders hingefahren würde. Austauschbarer Akku wär dann noch gut, btw. Hat auch nicht jedes Windows Lappi. Besonders falls 2nd Hand.
 
Hallo Frank,

auch ich nutze ein Macbook Pro Retina 13" von 2015. Über Bootcamp ließ sich bei dieser OSX-Variante (Sierra) allerdings nur noch Windows 10 installieren, über Parallels auch Win7. Win 10 hatte aber leider so manche Überraschungen in Bezug auf höhere ASCOM-Versionen und SBIG-Kamera-Treiber parat. Die MAC_Welt ist mit uns Astronomen sehr stiefmütterlich im Umgang. "The Sky Pro" mit allen Addins ist eine Alternative, aber sehr! kostenintensiv. Auch ist nicht gesagt, das die FS/2 und SBIG-Kameras funktionieren. Ich bin deswegen mittlerweile auf einen günstigen Win7-Notebook ausgewichen und nutze diesen ausschließlich für die Steuerung von Teleskop und Kamera. Das läuft bestens. Ist natürlich eine Frage, was man wirklich investieren möchte.

Grüße Guido
 
Hallo Frank,

auch ich nutze einen iMac seit vielen Jahren, auf dem ich neben MacOS auch noch Win10 laufen habe über BootCamp. Hatte noch nie Probleme und alle Treiber und notwendige Astrosoftware funktionieren prima - SG Pro - MaximDL usw.
 
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