Zeiss 15x60 - Frage an die Zeiss Experten

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R_Andreas

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Hallo,

wer kann mir sagen, welche Version von diesem Fernglas die "beste" ist, d.h. mit WW Okularen und brillenträgertauglich?

Ist es das B/GA T*?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,
folgendes gilt für alle Zeiss-Gläser:
B = Brillenträger-tauglich (also ausreichend Augenabstand, mindestens 16mm)
GA = Gummiarmiert
T* = eine von Zeiss West entwickelte Vergütung für alle Glas/Luftflächen, die Beste, die es bei Zeiss gibt (ausser FL, das sind fluorithaltige Gläser, die noch besser sein sollten, aber 15x60 gibt es nicht in der FL-Version)

Ich hoffe damit weiter geholfen zu haben

Gabriel

 
Gesichtsfeld des Zeiss 15x60

Noch ein Nachtrag:

Das Gesichtsfeld ist bei allen 15x60 - Modellen von Zeiss (West) gleich, das ist 76m / 1000m oder 4,4° - das sind 60°-Weitwinkelokulare.

CS,
Gabriel
 
Re: Gesichtsfeld des Zeiss 15x60

76m auf 1000m sind bei einem 15x60 Fernglas ziemlich genau 65°.

Gruß
Walter Wehr
 
Hallo Gabriel,

danke für die Info. Das bedeutet also, wenn ein 15x60 nur die Aufschrift B/GA trägt, handelt es sich um eine Version ohne T-Vergütung. Mir ist aufgefallen, dass es auch äußerlich zwei verschiedene Versionen gibt: Einmal die aktuelle, sofern man noch von aktuell sprechen kann, mit der schwarzen, relativ glatten Oberfläche und den Längsriefen, und zum anderen eine Version mit "normaler" gerubbelter Oberfläche. Wo liegt da der Unterschied?

Viele Grüße
Andreas
 
Re: Gesichtsfeld des Zeiss 15x60

Hallo Walter,

eine 15-fache Vergrößerung bedeutet, dass ein 76m langer Gegenstand in 1000m Entfernung durch das Fernglas betrachtet 15-mal größer erscheint, also ist das scheinbare Gesichtsfeld 15 x 76 = 1140m / 1000m. Das ergibt in Grad gerechnet mit der Arctan-Formel:

GF in ° = 2 * arctan (1140/2000) = 2 * arctan(0,57) = 2 * 29,683 = 59,366°
also knapp 60° und nicht 65°.

Schöne Grüße,
Gabriel
 
Hallo Andreas,

Die Version "mit der schwarzen, relativ glatten Oberfläche und den Längsriefen" ist die GA-Version (gummiarmiert), die andere Version mit "normaler" gerubbelter Oberfläche ist die ohne Gummiarmierung. Soweit ich weiss ist die Version ohne Gummiarmierung etwas älter und ohne die T*-Vergütung. Die Vergütung der Glasoberflächen wurde von Zeiss ständig verbessert ohne das extra auf das Glas zu schreiben, deshalb beteutet ein Fehlen des Zusatzes "T*" nicht, dass das Glas keine vernünftige Vergütung hat, aber halt nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik.

Schöne Grüße,

Gabriel


 
Hi Andreas,

ich habe ein 15x60 GA T*, das ich 1992 neu gekauft habe. Das ist noch
das Modell ohne die Brillenträger-Okulare. Auf dem Glas steht auf der oberen
"Brücke" rechts "Zeiss West Germany" und links nur 15x60. Vorne auf dem
Fokussierrad steht dann "Made in West Germany" und "T*".
Das 15x60 B/GA T* ist meines Wissens nur wenig später eingeführt worden,
wird aber mittlerweile nicht mehr hergestellt.
Normalerweise müsste die Version mit den Brillenträgerokularen in jedem
Fall eine Vergütung haben, die mindestens gleichwertig zu meinem Glas ist.
M. Ludes hat übrigens auf CloudyNights.com einen Vergleichstest zwischen
dem B/GAT* und dem Tak 22x60 veröffentlicht und schreibt dort, dass das
15x60 B/GAT* gegenüber dem GAT* eine bessere Vergütung hat, aber
dass das ältere Modell aufgrund von Semi-APO-Objektiven eine etwas
bessere Schärfe bietet. Dazu kann ich nichts sagen aber seitdem ich
das gelesen habe, fühle ich mich etwas besser.
Das 15x60 ohne Gummiarmierung (Kunstlederbezug) wurde gemäß der
Liste in Dr. Seegers Buch "Feldstecher - Ferngläser im Wandel der Zeit"
1958 eingeführt und ist das Vorgängermodell zum 15x60 GAT*.

MfG.
Juergen
 
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