steve11
Aktives Mitglied
Hallo Leute,
jetzt kann ich Euch ein paar Neuigkeiten über die neue Zeiss Victory FL Serie mitteilen, denn ich habe sie tatsächlich ausführlich am Tage testen können.
Das Wesentliche in Kürze: die Gläser sind optisch tatsächlich Spitze.
Die Optikkonstrukteure haben ihre Hausaufgaben wirklich mit Bravour gemeistert. Faszinierend ist das 7x42 Victory T* FL. Ein riesiges Sehfeld von 150 m auf 1km mit erstaunlich hoher Randschärfe! Das alte 7x42 wird hierin deutlich übertroffen und es wird jetzt auch eingestellt.
Das 7x50 und das 8x56 ClassiC werden vorerst weiter angeboten. Die Diafunserie wird zugunsten der Conquest Ferngläser ("Made in Hungary") eingestellt. Es gibt
weiter einen völlig neu konstruierten universellen Stativhalter.
Die ersten Eindrücke:
Die neuen Victorygläser wirken wuchtig und unterscheiden sich insofern deutlich von den Conquest-Gläsern. Leider sind die Gläser jetzt wieder etwas schwerer geworden als die der Vorgängerserie. Design ist eine klare
Geschmacksfrage, doch ich sage einmal ganz für mich: die Leica Ultravid sind eleganter. Bei die Verarbeitung (Armierung, Materialien)
wirken wiederum die Swarovski EL Gläser hochwertiger. Vollkommen gelungen sind bei Zeiss die Konstruktion der neuen Drehaugenmuscheln. Die 4 Einraststufen
lassen sich durch ein Klick präzise finden. Die unkomplizierte Abschraubbarkeit erleichert bei Bedarf die Reinigung z.B. unter fließendem Wasser.
Die Victory Gläser tragen die Gravour "Made in Germany", sie werden in Wetzlar gebaut. Man könnte noch manches mehr sagen, wofür mir jetzt leider die Zeit fehlt. Deshalb unten in Kurzform die Ergebnisse meines kleinen Vergleichtests von 10x42 Gläsern -
Zeiss Victory, Leica Ultravid BR, Swarovski EL. ">" bedeutet besser als.
Bildschärfe: Zeiss=Swaro=Leica
Kontrast: Zeiss>Swaro=Leica
Bildhelligkeit: Zeiss>Leica>Swaro
Farbtreue / Freiheit von Farbsäumen: Zeiss>Leica>Swaro
Reflexfreiheit: Zeiss>Leica>Swaro
Randschärfe: Zeiss>Swaro>Leica
Gewicht: Zeiss 765 g, Leica 765 g, Swaro 780 g
Zeiss ist es also wirklich gelungen durch den Einsatz von Flouritgläsern
die Schwäche der Vorgängerserie bei der Abbildung von Hochkontrastmotiven
zu beseitigen. Ich habe noch kein Fernglas gesehen, das so perfekt bis
fast an den Bildfeldrand Farbsäumen bei hohem Kontrast widersteht. Die
Farbe des Bildes ("Bias") ist jetzt neutral. Swarovski tendiert eher Richtung
Blau, Leica ebenfalls neutral. Beeindruckend ist auch der extrem dichte Nahpunkt
von 2 m. Bei Leica fällt negativ die vergleichsweise hohe Randunschärfe auf und
bei Swarovski der ewig lange Fokusweg.
In diesem Bericht geht es nur darum, erste Eindrücke zu vermitteln.
Ein Test am Sternenhimmel war mir leider noch nicht möglich. Ich muss
auch betonen, dass die von mir ermittelten Unterschiede größtenteils
recht gering sind. Insofern dürften bei einer individuellen Entscheidung
für eines dieser Gläser immer auch Gesichtspunkte des persönlichen
Griff- und Haltegefühls und ähnliches mehr eine große Rolle spielen.
Das Erscheinungsdatum dieser Gläder wurde von Zeiss für Ende Mai angegeben.
Mal sehen, ob sich bald eine Gelegenheit ergibt, die Gläser
am Sternenhimmel zu testen. Bis dahin
Steve
jetzt kann ich Euch ein paar Neuigkeiten über die neue Zeiss Victory FL Serie mitteilen, denn ich habe sie tatsächlich ausführlich am Tage testen können.
Das Wesentliche in Kürze: die Gläser sind optisch tatsächlich Spitze.
Die Optikkonstrukteure haben ihre Hausaufgaben wirklich mit Bravour gemeistert. Faszinierend ist das 7x42 Victory T* FL. Ein riesiges Sehfeld von 150 m auf 1km mit erstaunlich hoher Randschärfe! Das alte 7x42 wird hierin deutlich übertroffen und es wird jetzt auch eingestellt.
Das 7x50 und das 8x56 ClassiC werden vorerst weiter angeboten. Die Diafunserie wird zugunsten der Conquest Ferngläser ("Made in Hungary") eingestellt. Es gibt
weiter einen völlig neu konstruierten universellen Stativhalter.
Die ersten Eindrücke:
Die neuen Victorygläser wirken wuchtig und unterscheiden sich insofern deutlich von den Conquest-Gläsern. Leider sind die Gläser jetzt wieder etwas schwerer geworden als die der Vorgängerserie. Design ist eine klare
Geschmacksfrage, doch ich sage einmal ganz für mich: die Leica Ultravid sind eleganter. Bei die Verarbeitung (Armierung, Materialien)
wirken wiederum die Swarovski EL Gläser hochwertiger. Vollkommen gelungen sind bei Zeiss die Konstruktion der neuen Drehaugenmuscheln. Die 4 Einraststufen
lassen sich durch ein Klick präzise finden. Die unkomplizierte Abschraubbarkeit erleichert bei Bedarf die Reinigung z.B. unter fließendem Wasser.
Die Victory Gläser tragen die Gravour "Made in Germany", sie werden in Wetzlar gebaut. Man könnte noch manches mehr sagen, wofür mir jetzt leider die Zeit fehlt. Deshalb unten in Kurzform die Ergebnisse meines kleinen Vergleichtests von 10x42 Gläsern -
Zeiss Victory, Leica Ultravid BR, Swarovski EL. ">" bedeutet besser als.
Bildschärfe: Zeiss=Swaro=Leica
Kontrast: Zeiss>Swaro=Leica
Bildhelligkeit: Zeiss>Leica>Swaro
Farbtreue / Freiheit von Farbsäumen: Zeiss>Leica>Swaro
Reflexfreiheit: Zeiss>Leica>Swaro
Randschärfe: Zeiss>Swaro>Leica
Gewicht: Zeiss 765 g, Leica 765 g, Swaro 780 g
Zeiss ist es also wirklich gelungen durch den Einsatz von Flouritgläsern
die Schwäche der Vorgängerserie bei der Abbildung von Hochkontrastmotiven
zu beseitigen. Ich habe noch kein Fernglas gesehen, das so perfekt bis
fast an den Bildfeldrand Farbsäumen bei hohem Kontrast widersteht. Die
Farbe des Bildes ("Bias") ist jetzt neutral. Swarovski tendiert eher Richtung
Blau, Leica ebenfalls neutral. Beeindruckend ist auch der extrem dichte Nahpunkt
von 2 m. Bei Leica fällt negativ die vergleichsweise hohe Randunschärfe auf und
bei Swarovski der ewig lange Fokusweg.
In diesem Bericht geht es nur darum, erste Eindrücke zu vermitteln.
Ein Test am Sternenhimmel war mir leider noch nicht möglich. Ich muss
auch betonen, dass die von mir ermittelten Unterschiede größtenteils
recht gering sind. Insofern dürften bei einer individuellen Entscheidung
für eines dieser Gläser immer auch Gesichtspunkte des persönlichen
Griff- und Haltegefühls und ähnliches mehr eine große Rolle spielen.
Das Erscheinungsdatum dieser Gläder wurde von Zeiss für Ende Mai angegeben.
Mal sehen, ob sich bald eine Gelegenheit ergibt, die Gläser
am Sternenhimmel zu testen. Bis dahin
Steve