Zum x-ten male PST-Umbau

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GerhardH

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hallo zusammen ,

ich habe hier ja schon viel gelesen über den PST-umbau.vor allem über den einsatz der ERF-filters.
bei allen vor- und nachteilen eines umbaus , frage ich mich , warum ein hochwertiger glasfilter (die verspiegelten "sonnenfilter" )nicht den teuren ERF-filter ersetzten kann , der nimmt doch sehr viel licht weg.

wer weis es ?

danke für die antwort

gruss gerhard
 
Hallo Gerhard,

genau das ist das Problem, eine Metallschicht, wie sie die bedampften Glasfilter haben, schwächt die Intensität über den gesamten Bereich der Wellenlängen. Der ERF filtert nur die unerwünschten Anteile, also z.B. Infrarot und UV. D.h. beim
ERF kommt von der H-alpha Linie "mehr durch". Der Sonnenfilter schwächt die genauso wie alle anderen Wellenlängen.

Grüsse

Thomas
 
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Hi!

Meine bisherige Begründung dafür ist: Die Weißlichtfilter blockieren pauschal alle Wellenlängen. D.h. auch das Licht im H-Alpha-Bereich.
Bei den ERFs kommt H-Alpha (+/- bisschen Umgebung) aber noch durch und nur die anderen Wellenlängen werden blockiert.

Beobachtet man also die Sonne durch ein Etalon + ERF, dann werden alle Wellenlängen bis auf H-Alpha blockiert, sodass man ein Bild mit passender Helligkeit bekommt. Nimmt man die Konfiguration Weißlichtfilter + Etalon, dann wird zusätzlich auch noch die H-Alpha-Linie geblockt und das Bild wird wohl zu dunkel werden um noch was zu sehen.

Das ist wie gesagt meine Vermutung, weshalb das nicht gemacht wird. Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren.


Viele Grüße

David
 
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Hallo Gerhard,

wenn ein Filter im visuellen Bereich spiegelt, dann ist noch lange nicht gesagt, dass er das auch im Infraroten oder auch sonst tut. Das kann, vor allem wenn visuell beobachtet wird, unangenehme Folgen haben.

Grüße

Kurt
 
Allerdings sind Weißlichtfilter ja gerade für visuelle Nutzung gedacht. Da sollte also auch kein oder kaum infrarot ankommen, schließlich nutzt man ihn ja gewöhnlich alleine.

Ich vermute, man wird kaum etwas sehen können, weil Weißlichtfilter einfach zu viel wegnehmen, auch von der gewünschten Wellenlänge 565nm.
 
Hi nochmal!

Was wäre, wenn man einen Herschelkeil durch eine Beschichtung auf dem Glasstück modifizieren würde?

Analog zu normalen Antireflexbeschichtungen und Vergütungen müsste man es durch eine geschickte Wahl der Schichtdicke und Brechungsindizes doch schaffen können eine Beschichtung zu erzeugen, welche bevorzugt eine bestimmte Wellenlänge (z.B. H-alpha) stärker reflektiert.

Diese "Vergütungen" auf einfachen Leuchtpunktsuchern machen doch anscheinend genau sowas? Sie reflektieren das rote Licht des künstlichen Lichtpunkts und lassen die anderen Wellenlängen durch (weshalb das Bild dann bläulich erscheint).

Könnte man auf diese Weise nicht den roten Spektralbereich (ein kleiner Bereich um die H-Alpha-Linie) möglichst vollständig ins Okular reflektieren lassen und die anderen Wellenlängen durch den Herschelkeil in die Lichtfalle laufen lassen?. Ein nachgeschaltetes Etalon vor dem Okular wäre dann nicht der thermischen Belastung ausgesetzt und könnte sicher filtern und hätte genügend Licht für ein helles Bild zur Verfügung.

Irgendwo ein Denkfehler?

Die Beschichtung muss natürlich die Hitze aushalten können. Die Beschichtungen auf Hochleistungslaserspiegeln halten immerhin einige Dutzend kW pro 10mm Kreisdurchmesser aus.

Selbstbau scheidet für individuelle Beschichtungen allerdings aus. Über die Kosten der Herstellung einer Beschichtung finde ich nichts.


Viele Grüße

David
 
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