Steffen_Huxel
Mitglied
So,
da der Balkon nicht mehr all zu viel hergibt bzw. quasi immer das Gleiche, bauen wir heute mal das Equipment ab, stecken alles ins Auto und ab ins grüne Dunkel. Den Tubus schön in die Transportkiste. Der Okularkoffer und die Powerbank passen super in eine Sporttasche, in der noch ein Frostschutz-Ouzo passt, nebst eine Kartusche Pfefferspray falls doch mal eine Rotte Wildschweine kommt.
Raus auf den Feldweg, das Teleskop aufgebaut und das Warndreieck für alle Fälle aufgestellt. Liest man doch ständig von Hobbyastronomen, die bei der Ausübung ihres Hobbies überfahren werden.
Alignment durchgeführt - es kann losgehen.
Denkste - kommen schon die ersten Spazier- und Gassigänger, hochinteressiert was ich da treibe. Also, lassen wir die Leute mal durchschauen. Mond und Saturn sind da ja dankbare Objekte, die jeder kennt. Mars und ich werden keine Freunde mehr. Vielleicht ist auch mein Equipment, zumindest okularseitig zu schlecht, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Meist fange ich erstmal mit einer kleinen Vergrößerung an (40mm) um erst mal grob das gewünschte Objekt zu finden. Vom heimischen Balkon aus sehe ich z.B. weder die Andromeda-Galaxie, noch H & Chi Persei oder M45, die Plejaden. Und eben vorher genanntes stand heute auf meiner Jagdliste.
Ich bin, nach meiner persönlichen Erstentdeckung von M11 ein bekennender Sternhaufen-Fetischist. Mit NGC 869 + 884 wird mir da schon ein Festmahl bereitet. Die beiden habe ich dann fast 45 Minuten lang mit meinem 40 mm Okular beobachtet und habe zwischendrin auf 25mm gewechselt um mal etwas näher ranzukommen.
Irgendwann sieht man sich auch an den schönsten Dingen satt. Dann mal ab zum Sternenkindergarten. Mit ca. 125 Millionen Jahren steckt das Siebengestirn ja sozusagen noch in den Kinderschuhen. Zwar sind die Plejaden ein offener Sternhaufen, aber durch die Größe der einzelnen Sterne und ihre Helligkeit unheimlich schön zu betrachten.
Da mir Andromeda bisher verwehrt geblieben ist, muss ich sie unbedingt sehen. Also mit dem Teleskop angefahren.
Leere. Bisschen noch oben, bisschen nach links und zack...... hmmm.... ein gemischtes Gefühl stellt sich ein. Sieht sie doch auf den ganzen Astrofotografien so imposant aus, so banal wirkt sie auf den ersten Blick im Teleskop. Fast ein bisschen wie ein Kugelsternhaufen. Bei näherer Betrachtung und vor allen Dingen mit etwas mehr Zeit, zeigt sie dann doch ihre Schönheit.
Was mich an solchen Objekten immer fasziniert ist die schiere Größe und Entfernung. Da fühlt man sich nichtig und klein. 2,5 Millionen Lichtjahre ist das Ding wohl ungefähr entfernt. Und wenn man durch das Sternengewirr unserer Galaxie geblickt hat, befindet sich zwischen "hier" und "da" einfach mal 2,5 Millionen Lichtjahre einfach NIX. Und Irgendwann werden wir mit Andromeda kollidieren.
Aber da das erst in ca. 2 Milliarden Jahren geschieht und ich bis dato nicht mal mehr atomar vorhanden bin, ist mir das eigentlich ziemlich Wurst.
Und während ich so mein Actionkino im Kopf ausmale, wie so eine Kollision wohl von statten geht und die letzten Reste des kleinen Ouzos zu mir nehme, stelle ich fest, dass es doch schon empfindlich kalt geworden ist. Und irgendwie wird die Sicht auch schlechter.
Brille geputzt - immer noch schlecht.
Okular geputzt - genau so schlecht.
Teleskop begutachtet - ... ach verdammt... Schmidtplatte beschlagen und noch keine Taukappe....
Sei's drum, mir ist eh kalt, also, schnell das Equipment abbauen und heim ins Bett. Nach gut 3 Stunden im Freien reicht es dann auch.
Schnell noch eine Whatsapp daheim absetzen damit mich meine Gute abholt, don't drink and drive, dann mit schönen Eindrücken ins Bett.
Irgendwie, so tagsüber im Licht und ohne Sterne - gar nicht mehr so meine Welt. Wie eine Sucht. Immer mehr sehen zu wollen, auf der Jagd nach neuen Abenteuern und Informationen in und um das Weltall.
da der Balkon nicht mehr all zu viel hergibt bzw. quasi immer das Gleiche, bauen wir heute mal das Equipment ab, stecken alles ins Auto und ab ins grüne Dunkel. Den Tubus schön in die Transportkiste. Der Okularkoffer und die Powerbank passen super in eine Sporttasche, in der noch ein Frostschutz-Ouzo passt, nebst eine Kartusche Pfefferspray falls doch mal eine Rotte Wildschweine kommt.
Raus auf den Feldweg, das Teleskop aufgebaut und das Warndreieck für alle Fälle aufgestellt. Liest man doch ständig von Hobbyastronomen, die bei der Ausübung ihres Hobbies überfahren werden.
Alignment durchgeführt - es kann losgehen.
Denkste - kommen schon die ersten Spazier- und Gassigänger, hochinteressiert was ich da treibe. Also, lassen wir die Leute mal durchschauen. Mond und Saturn sind da ja dankbare Objekte, die jeder kennt. Mars und ich werden keine Freunde mehr. Vielleicht ist auch mein Equipment, zumindest okularseitig zu schlecht, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Meist fange ich erstmal mit einer kleinen Vergrößerung an (40mm) um erst mal grob das gewünschte Objekt zu finden. Vom heimischen Balkon aus sehe ich z.B. weder die Andromeda-Galaxie, noch H & Chi Persei oder M45, die Plejaden. Und eben vorher genanntes stand heute auf meiner Jagdliste.
Ich bin, nach meiner persönlichen Erstentdeckung von M11 ein bekennender Sternhaufen-Fetischist. Mit NGC 869 + 884 wird mir da schon ein Festmahl bereitet. Die beiden habe ich dann fast 45 Minuten lang mit meinem 40 mm Okular beobachtet und habe zwischendrin auf 25mm gewechselt um mal etwas näher ranzukommen.
Irgendwann sieht man sich auch an den schönsten Dingen satt. Dann mal ab zum Sternenkindergarten. Mit ca. 125 Millionen Jahren steckt das Siebengestirn ja sozusagen noch in den Kinderschuhen. Zwar sind die Plejaden ein offener Sternhaufen, aber durch die Größe der einzelnen Sterne und ihre Helligkeit unheimlich schön zu betrachten.
Da mir Andromeda bisher verwehrt geblieben ist, muss ich sie unbedingt sehen. Also mit dem Teleskop angefahren.
Leere. Bisschen noch oben, bisschen nach links und zack...... hmmm.... ein gemischtes Gefühl stellt sich ein. Sieht sie doch auf den ganzen Astrofotografien so imposant aus, so banal wirkt sie auf den ersten Blick im Teleskop. Fast ein bisschen wie ein Kugelsternhaufen. Bei näherer Betrachtung und vor allen Dingen mit etwas mehr Zeit, zeigt sie dann doch ihre Schönheit.
Was mich an solchen Objekten immer fasziniert ist die schiere Größe und Entfernung. Da fühlt man sich nichtig und klein. 2,5 Millionen Lichtjahre ist das Ding wohl ungefähr entfernt. Und wenn man durch das Sternengewirr unserer Galaxie geblickt hat, befindet sich zwischen "hier" und "da" einfach mal 2,5 Millionen Lichtjahre einfach NIX. Und Irgendwann werden wir mit Andromeda kollidieren.
Aber da das erst in ca. 2 Milliarden Jahren geschieht und ich bis dato nicht mal mehr atomar vorhanden bin, ist mir das eigentlich ziemlich Wurst.
Und während ich so mein Actionkino im Kopf ausmale, wie so eine Kollision wohl von statten geht und die letzten Reste des kleinen Ouzos zu mir nehme, stelle ich fest, dass es doch schon empfindlich kalt geworden ist. Und irgendwie wird die Sicht auch schlechter.
Brille geputzt - immer noch schlecht.
Okular geputzt - genau so schlecht.
Teleskop begutachtet - ... ach verdammt... Schmidtplatte beschlagen und noch keine Taukappe....
Sei's drum, mir ist eh kalt, also, schnell das Equipment abbauen und heim ins Bett. Nach gut 3 Stunden im Freien reicht es dann auch.
Schnell noch eine Whatsapp daheim absetzen damit mich meine Gute abholt, don't drink and drive, dann mit schönen Eindrücken ins Bett.
Irgendwie, so tagsüber im Licht und ohne Sterne - gar nicht mehr so meine Welt. Wie eine Sucht. Immer mehr sehen zu wollen, auf der Jagd nach neuen Abenteuern und Informationen in und um das Weltall.