Okulare für APM 120

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theodor_euler

Neues Mitglied
Hallo,

welches sind eurer Meinung nach die besten Okulare für das APM 120er? Insbesondere interessiert mich möglichst kleine Vergrößerung bei möglichst großem Gesichtsfeld.

Danke und CS,
Theodor
 
Hallo Theo,

sollen die Okulare denn brillenträgerfreundlich sein, oder ist das kein Entscheidungskriterium?

VG

Michael
 
Hallo Theodor,

ein recht großes sGF bei kurzen Brennweiten und eine gute bis sehr gute Performance bieten u.a. die Nagler T6 Serie - wenn man mit dem recht knappen Augenabstand zurecht kommt und meint man kann binokular auch die 82 Grad nutzen.

Alternativ die Delos von TV - mit immerhin 72 Graf sGF

Günstiger die ES Serien - da fehlt mir aber die Erfahrung um hier ein Urteil
abgeben zu können.

An meinem 100er ED APO Bino verwende ich als kürzeste Brennweiten
8mm Delos und bin damit extrem zufrieden

CS
sunspot

 
Hi Theo,

also bei geringen Vergrößerungen sagt man sind die 24 mm Panoptik Okulare das Maß der Dinge beim 100er, ich denke das gilt auch für das 120er (maximales Feld).
Panoptik Pupillendistanz ça 15 mm.

Darüber hinaus nehme ich persönlich z B ersatzweise die APM 24 mm UFF (Pupillendistanz > 20 mm) zu meinem demnächst hoffentlich kommenden 100er. Sollen ein kleinst wenig schlechter sein als die Panos aber sind erheblichst preiswerter .

Auch eine Möglichkeit ein 32 mm Plössl Okular (Pupillendistanz > 20 mm), auch maximales Feld beim 120er
und dazu ca 5,7 mm AP, hallooo?!......
Unter dunklen Himmel sicher der Hammer bei schwachen Nebeln am 120er und das für einen Okularpreis z B von TS Plössl für einen Appel und ein Ei zu kaufen.
Und ich meine die TS Plössl sollen ganz besonders gut sein (wenn ich mich irre bezgl der Plössl von der Fa TS und deren Güte , bitte ich um entsprechende Hinweise aus der Userschaft, Dankeeeee) :smiley46:


VG

Michael
 
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Hallo Theodor,

ich nutze am Binoansatz TeleVue Nagler, Panoptics und Delos und habe noch nichts gefunden, dass mir lieber wäre.
Einzig die 12,5mm Docter waren noch einen Hauch besser, als ich sie mir ausgeborgt hatte, aber in der Anschaffung einfach zu teuer.

Die 24mm Panoptics bringen das größtmögliche Sichtfeld, dass bei 1,25'' Okularen möglich ist.
Somit wohl die beste Lösung für kleine Vergrößerung und großes Gesichtsfeld.

Die Nagler haben mit 82° für mich am Bino schon etwas mehr Sichtfeld, als ich nutzen kann, daher zwar gut, aber unnötig.

Das schärfste Bild liefern die Delos, aber die nutze ich eher im Hochvergrößerungsbereich.

Würde ich nochmal neu kaufen, würde ich die 24mm Panoptics für großes Sichtfeld nehmen, aber statt der Nagler ein weiteres Paar Delos.

Wenn du mehr Austrittspupille willst und dich der Tunnelblick nicht stört, wären auch die 32mm TeleVue Plössl Okulare mit maximalem Sichtfeld für 1,25'' möglich. (Geben genau das selbe Sichtfeld wie die 24mm Panoptics, nur bei weniger Vergrößerung und damit mehr AP).

Grüße, Mario
 
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Hi Mario,

kannst Du mir sagen in welcher Beziehung die Doctor Okus besser waren als die Delos/Nagler?

Ich möchte mir die APM 12,5 mm HI FW Okus gönnen. Die sind das Pendant zu den Doctor Okularen und sollen gleich gut sein/werden wie die aktuellen Doctor, bei deutlich geringeren Preis als die Doctor.

Für mich ist neben der Schärfe vor allem die Transparenz und der Kontrast sehr wichtig, versuche dort das Optimum zu erreichen.

VG

Michael
 
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Hallo Michael!

Die APM HI-FW hatte ich leider noch nicht in Händen - klingt aber spannend, wenn sie wirklich so gut sind!

Im Vergleich zu meinen 13mm Nagler war der Kontrast deutlich besser - sogar noch besser als in den Delos. Planetenfarben waren extrem intensiv.

Außerdem fand ich das Einblickverhalten so angenehm wie noch kaum an einem Okular.

Für mich daher knapp besser als Delos (Kontrast und Farbwiedergabe minimal besser und auch noch angenehmeres Einblickverhalten) und deutlich besser als die Nagler (erheblich besserer Kontrast, auch Transparenz etwas besser und viel angenehmeres Einblickverhalten mit größerem Augenabstand).

Mario
 
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Hi Mario,

vielen Dank für Deine Infos zu den Doctor.

Das 12,5 mm APM HI FW kommt auch erst in den nächsten Wochen raus.

Anmerkung:
Zu den von mir geposteten Okularen, habe ich noch bis jetzt keine eigenen Erfahrungen !

Das 100er Glas und die Okulare kommen erst noch in den nächsten Tagen bei mir an.

Es handelt sich hier bei meinen Infos zum Thema um weitergegebene
Erfahrungen !

Denke aber, dass diese zutreffend sind, sonst würde ich sie hier nicht posten.

VG

Michael
 
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Danke, Michael!

Bitte poste doch deine Erfahrungen, sobald du sie ausprobiert hast!
Eventuell wären die eine interessante Alternative zu meinen aktuellen 13mm Nagler.

Mario
 
Hi Theodor,
ich benutze am 100er ED Bino die von TS die INED 25 mit 60 Grad und bin damit zufrieden. Das Feld ist etwas größer als in den LVW 22 die ich an dem ED auch probiert habe. Die sind auch gut, aber ob der AP wollte ich 25mm.

Die anderen Vergrößerungen nutze ich hauptsächlich ES 82 Grad Okulare. Besser gefällt mit für hohe Vergrößerungen die Ethos Reihe. Ich komme mit 6 und 8 mm gut klar, will aber kein 2. Ethos kaufen bei den Preisen.

CS
 
Hallo,

wir haben auf dem BTM die Panoptik 24 und die APM in 18 und 24mm an zwei APM 100ED und einem 120er ausgiebig und direkt verglichen und keinen wesentlichen Unterschied feststellen können. Die APM Okulare haben einen längeren Augenabstand und einen subjektiv etwas angenehmeren Einblick, sind aber größer und schwerer als die Panoptik. Auch getestet haben wir Nagler T6 7mm und 5mm Omegon Panorama, wobei die Omegon erstaunlich gut waren und Takahashi LE 7,5 und TS Planetary 4mm.

Bis auf die TS Planetary kann ich alle genannten uneingeschränkt empfehlen. Ich hatte auch die LUNT 5mm, die monokular ok sind, am Bino aber aufgrund der Baugröße/Länge und dem Augenabstand nicht besonders gut zum Bino passe. Die Tak LE sind meine Wahl für etwas höhere Vergrößerung.

Mit den Astronomik UHC und den APM OIII Filtern habe ich gute Erfahrungen gemacht und z.B. Califonia und Pelikan oder Rosetten und Cirruskomplex sind sehr schöne Objekte für die großen Ferngläser.

CS Alex

 
Hallo,

wir haben auf dem BTM die Panoptik 24 und die APM in 18 und 24mm an zwei APM 100ED und einem 120er ausgiebig und direkt verglichen und keinen wesentlichen Unterschied feststellen können.


Hi Leute, ich würde diesen Thread gerne noch einmal hervorholen, da ich folgende Frage habe:

Macht es Sinn, sich die 24-mm-Panoptics von TeleVue für das 120er APM zu holen, wenn man schon die 18-mm-APM-Okulare hat? Die Panoptics bieten ein etwas größeres Feld (68°) als die APM (65°) und etwas weniger Vergrößerung (27,5 vs. 37), zudem anscheinend etwas hochwertigere Linsen.
Kann jemand der Panoptic-Benutzer die Erfahrung von Alex bestätigen? Auf Cloudy Nights wird über das Panoptic am 120er APM ziemlich geschwärmt.

Viele Grüße
Nico
 
Macht es Sinn, sich die 24-mm-Panoptics von TeleVue für das 120er APM zu holen, wenn man schon die 18-mm-APM-Okulare hat?
Nico, sind die 18er APM denn am Rand scharf? Ich habe in CN viel über die 24er Panos gelesen beim 100er, die Bildfeldkrümmung dürfte besser zum Bino passen, als bei den APM Okularen, auch wenn sie ein planes Feld versprechen, die Randschärfe soll mit den Panos fast perfekt sein. Ich hab das noch nicht getestet... leider. Ich hätt eh alles da. Aber noch nicht im Feld damit gewesen... (ich hab mittlerweile 5 24mm Panos, die gehören für mich zu jedem Teleskop in die Tasche als Suchokular... weil so vergess ich sie nicht mehr, wie früher :oops:...)

lg
Niki
 
Zunächst mal finde ich es durchaus sinnvoll, sich ein Paar kurzbrennweitige Okulare dazu zu holen. Der Unterschied zwischen ca. 2,5° Feld mit 24mm Okularen gegen ca. 1,8° mit den 18ern ist spürbar. Selbst wenn ein Objekt auch ins kleinere Feld irgendwie reinpasst, macht es oftmals einen schöneren Eindruck, wenn noch etwas Kontext dabei ist.

Welches Okular dann genau, ist Geschmackssache. Z.B. würde ich für ein 45° Bino, das auch mal tagsüber eingesetzt werden soll, die APM UF 24er wegen ihrer geringen Verzeichnung stark in Erwägung ziehen. Tagsüber kann die Verzeichnung der Panoptics durchaus als störend empfunden werden. Wie das bei den Explore Scientific 68° 24mm aussieht, weiß ich nicht. Es gibt aber Stimmen (drüben bei CN), die das ES 68° dem Panoptic vorziehen.

Ich habe ein Paar 24er Panoptics und finde sie sehr gut. Da ich jetzt an meinem Fernglas aber auch 2“ kann, habe ich mal mit einem Nagler 20mm T5 verglichen. Und das ist dann doch noch mal besser als das 24er Pano.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Nico, sind die 18er APM denn am Rand scharf?
Hi Niki, die Okulare sind nicht vollständig bis zum Rand scharf (vll. 12-15% vor Bildfeldrand unscharf) aber ansonsten finde ich sie sehr gut, muss ich sagen! Sterne im Zentrum durchaus sehr fein. Bin mit dem Okular sehr zufrieden, zumal es standardmäßig beim FG dabei war!

Mich reizen dennoch die 24er Panos sehr, da sie anscheinend nochmal eine Qualitätsstufe höher sind.

Zunächst mal finde ich es durchaus sinnvoll, sich ein Paar kurzbrennweitige Okulare dazu zu holen. Der Unterschied zwischen ca. 2,5° Feld mit 24mm Okularen gegen ca. 1,8° mit den 18ern ist spürbar.

Gut zu hören, dass der Unterschied der Feldgröße spürbar ist. Wenn die Randschärfe dazu noch besser ist, würde ich sie mir wohl zu Weihnachten gönnen. Wie ist denn das Einblickverhalten?

Ich habe auch die Docter 12,5 mm, dann würde ich die 18er APM ausrangieren und 24er Panos und 12,5er Docter verwenden, dazwischen habe ich kein Bedürfnis mehr nach einer Zwischengröße. Die Docter sind der Burner, wenn man die mal hatte, will man nichts Anderes in der Brennweitenregion mehr. Butal gutes Einblickverhalten, man muss es darauf anlegen, einen Kidney-Bean-Effekt zu provozieren.

Ich habe zusätzlich noch die APM-5-mm-XWA, die ich vor allem für den Mond nehme. Man muss die Okulare aber erstmal in der Fassung drehen, damit sie justiert sind, dann sind sie jedoch am Mond ziemlich gut. Keine Farbsäume bei 132fach und riesiges Feld. Schärfe auch sehr ordentlich. Tests am Planeten stehen noch aus. Einzig die bauartliche Form der Okulare ist am Bino nicht optimal, man hat manchmal Schwierigkeiten, die Nase dazwischenzubekommen :D

Aber noch nicht im Feld damit gewesen... (ich hab mittlerweile 5 24mm Panos, die gehören für mich zu jedem Teleskop in die Tasche als Suchokular... weil so vergess ich sie nicht mehr, wie früher :oops:...)

Das ist ja mal ein feiner Luxus, 5 Stück, damit Du keines vergisst! o_O Neid :-)
 
Das ist ja mal ein feiner Luxus, 5 Stück, damit Du keines vergisst! o_O Neid :)
Ja, ich weiß... es ist schon verrückt, aber in dem Fall zahlt sich das wahrscheinlich aus. Dafür hab ich ein kleines Auto und geh selten ins Restaurant... ;) Aber ja, ich denke, insgesamt kann ich mir das nur jetzt leisten, in 20 Jahren, mit relativ wenig Pension, werde ich mir ein TeleVue nicht mehr leisten können (alles wird ja immer teurer), und so sehe ich sie eher als Sparbuch, wenn ich sie gebraucht bekomme - weil in 10 Jahren (dann bin ich 67!) kann ich sie wahrscheinlich ums selbe Geld wieder verkaufen, wenn es sein muss. :) Deswegen raff ich meine Taks und TeleVues um mich, solange die für mich noch leistbar sind... :alien:

lg
Niki
 
Die Panoptics sind für mich völlig unproblematisch, was den Einblick betrifft. Trotz nominell nur mittelmäßigem Pupillenabstands von 15mm gibt es für mich (kein Brillenträger) überhaupt keine Schwierigkeiten. Dafür sorgt auch die recht kompakte, sich zur Augenlinse hin verjüngende Form. Die ES und APM 24er sind im Vergleich deutlich pummeliger, bieten aber mehr Augenabstand (18,4mm bzw. 29mm Herstellerangabe, wobei beim APM die Augenlinse wohl ca. 10mm tief im Gehäuse sitzt...). Das kann von Gesicht zu Gesicht unterschiedlich bequem sein...

Ein Paar Docter/Noblex UWA habe ich auch. Das ist ein wirklich beeindruckendes Okular. Durch die geringe rectlineare Verzeichnung ist es auch gut für tagsüber geeignet und das Feld entspricht eher >90° bei einem klassisch auf geringe Winkelvergrößerung korrigierten Okular (das dann im Endeffekt eine kräftige kissenförmige Verzeichnung aufweist). Doppersternfetischisten werden sich aber beschweren, dass die Sterne am Rand einen anderen Abstand haben als in der Bildmitte...

Daher noch mal die Erinnerung: Das APM ist ähnlich verzeichnungsarm korrigiert wie das UWA, weswegen 68° und 65° da auch kaum einen Unterschied macht. Randschärfer und etwas effektiver vergütet soll aber das Panoptic sein.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Jesus! Ich hab mir soeben den Preis für ein 12,5mm Docter angesehen... :sick:
Wenn ich 2 am Bino brauch... :eek:

Hab leider noch nie durch diese 12,5er durchgeguckt, die Tests loben sie alle in den Himmel... ja, das Pano hat eine Verzeichnung, mich stört die beim großen Feld nicht, weil ich die "verzeichnete Wahrheit" halt als "normal" sehe... mein Hirn weiß ja nicht, dass es leicht verbogen ist... würde ich damit gerde Linien ansehen, statt den Nachthimmel, würde ich die Zähne zusammenbeißen... ;) (aber verzeichnisfreie WW Okulare - oder Fotoobjektive - gibt es eigentlich nicht, außer diese 12,5mm Docter - die sind FAST perfekt)

lg
Niki
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Niki,

die UWAs haben auch ihre kleinen Tücken, die 'angular magnification distortion' hatte ich ja oben schon angesprochen. Es gibt auch Berichte über interne Reflexionen unter bestimmten Bedingungen und ich persönlich fand den Einblick nach all den Lobeshymnen auch nur "sehr gut" und nicht "ausgezeichnet".

Aber der Orionnebel (mit ganzem Schwert des Orion und NGC 1981 mit im Bild) war letztens sehr eindrucksvoll damit. Und auch sonst begeistert die Transparenz und Plastizität der Abbildung. Bei mir ergeben die Okulare 32x, 2,7° und 2,2mm AP.

Ich habe lange gesucht um ein Gebrauchtes zu finden und zwei Wochen später trennte sich dann die Noblex GmbH noch zum Schnäppchenpreis von einem noch mit "Docter" beschrifteten Exemplar. Glück gehabt, auch wenn es trotzdem insgesamt knapp vierstellig wurde... Das mit den Gebrauchtkäufen fordert aber Geduld. Ich habe noch zwei halbe Paare, die auf Komplettierung warten.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Einziger Nachteil, den ich bei meinen gerade gekauften 12,5er Docter an einem Abend hatte, war ein aufgehellter Bildfeldrand (habe ich auch in einem Nachbar-Thread geschrieben). Die Ursache ist mir nicht bekannt, habe sie deswegen bei Noblex eingeschickt, da ich bei einem Okular dieser Preisklasse Qualiät nahe der Perfektion erwarte. Ich hatte an diesem Abend diese Randaufhellung ("Edge of Field Brightening") aber auch bei anderen Okularen, z.B. den 18er APM! Die Bedingungen waren schlecht, aufgehellter Himmel und extrem feucht. Ich meine, dass ich dies am Abend zuvor nicht hatte. Ich hoffe, dass das an den Beobachtungsbedingungen liegt - hat jemand von euch auch mal eine solche Bildfeldrandaufhellung am 120-mm-APM-Bino erlebt?

Nachtrag, da Sebastian gleichzeitig geschrieben hat:

- Der Orionnebel durch die Docter hat mich auch total umgehauen! Ebenso der Doppelhaufen im Perseus.
- ich habe auch noch die mit der "Docter"-Aufschrift bekommen und würde sie gerne behalten, mal sehen, was Noblex beim Prüfen herausfindet

Viele Grüße
Nico
 
Hallo Nico,

"EOB" ist auf CN auch ein viel diskutiertes Thema. Mir ist sowas früher nie so recht aufgefallen (an meinen Doctern auch noch nicht). Was ich aus den Diskussionen mitnehme: Es gibt Okulare, die grundsätzlich anfälliger dafür sind (bei mir Morpheuse in 4,5mm und 6,5mm, die ich dann gegen TVs getauscht habe). Die Beobachtungsbedingunen spielen eine entscheidene Rolle für "EOB". Die Bedingungen, wie Du sie beschreibst (feucht, aufgehellter Himmel), schreien förmlich nach "EOB", wenn das Oku anfällig dafür ist. Interessant wäre hier auch, zu untersuchen, ob ein gut gegen Streulicht abgeschirmtes Teleskop den Effekt reduzieren kann. Hab ich noch nicht gemacht (zu wenig Zeit zum gucken). Gerade binokular sind die Docter schon feine Teile.

CS Jochen
 
Die Randaufhellung ist schon ein kleines Mysterium. Ich sehe sich mal mehr, mal weniger, meistens gar nicht. Ich kann mich nicht mal genau erinnern, in welchen Okularen ich sie schon gesehen habe.

Sie hat mir auch noch nie eine Beobachtung vermasselt oder die Wahl eines anderen Okulares erzwungen. Ich habe sie - glaube ich - auch schon im Docter, damals noch monokular gesehen. Auch beim Vixen SSW 7mm erinnere ich mich daran.

Nur am Okular kann es nicht liegen, es kann aber gut sein, dass manche Okulare anfälliger sind.

Viele Grüße,
Sebastian
 
Die Beobachtungsbedingunen spielen eine entscheidene Rolle für "EOB". Die Bedingungen, wie Du sie beschreibst (feucht, aufgehellter Himmel), schreien förmlich nach "EOB", wenn das Oku anfällig dafür ist.

Jochen,
bin schon sehr gespannt darauf, die "Rückkehrer" zu testen, wenn sie von Noblex zurück sind. Werde auch im Wohnzimmer aufbauen und es komplett abdunkeln, um zu testen, ob es was mit Streulicht und/oder Luft zu tun hat. Dann minimale Lichtquellen dazu und dann Licht an etc. Das Phänomen scheint übrigens wohl gehäuft bei Weitwinkelokularen aufzutreten.

Sie hat mir auch noch nie eine Beobachtung vermasselt oder die Wahl eines anderen Okulares erzwungen. Ich habe sie - glaube ich - auch schon im Docter, damals noch monokular gesehen. Auch beim Vixen SSW 7mm erinnere ich mich daran.

Sebastian,
meine letzte Beobachtung hat es mir durchaus vermasselt, denn die Aufhellung war schon deutlich zu sehen. Man verliert halt das Gefühl, "im All zu schweben", weshalb ich ja binokulare Astronomie betreibe. Ich bin allerdings erleichtert, dass evtl auch Du "EOB" in den 12,5 mm Docter wahrgenommen hast! Bin sehr gespannt auf weitere Tests. Werde natürlich hier berichten!

Viele Grüße und endlich mal klaren Himmel mit wenig Feuchtigkeit
Nico
 
Hallo zusammen,
die Randaufhellung wird vor allem durch die Augen selbst erzeugt. An Kanten mit starken Kontrasten werden die Impulse der Sehzellen(-felder) so in der Netzhaut verrechnet, dass dieser Effekt entsteht. Man nennt das laterale Hemmung. Das sieht man auch gut in der Dämmerung an kahlen Ästen, die scheinbar von einem hellen Hof umgeben sind.
Zu den Okularen: Ich habe meine 24er Panos wieder verkauft, da mir die 30 mm und 35 mm Baader eudiaskopischen angenehmer sind (gibt es dann und wann gebraucht). Die 32 mm Plössl bis 40 mm Super Plössl sind immer eine Alternative, wie oben schon erwähnt wurde.
Gruß Michael
 
Im Prinzip sollte die laterale Hemmung immer merkbar auftreten, wenn eine gewisse Grauwertdifferenz zwischen Gesichtsfeld und dem Schwarz des äußeren Bereichs (durch die Feldblende abgeblendet) gegeben ist. Nachtschwarzer Himmel sollte also keine übermäßige Randaufhellung zur Folge haben, ein merkbarer Grauwert des Himmels hingegen ist ein Kandidat für eine sichtbare Randaufhellung, da hier eine deutlichere Differenz zum angeblendeten, schwarzen Umfeld besteht.

Hier kommt wahrscheinlich auch die Größe des scheinbaren Gesichtsfeldes als Faktor hinzu, denn bei einem 100° Ethos liegen aufgehellte Randbereiche weiter von der optischen Achse entfernt und damit leicht außerhalb des Sehfeldes unserer Augen. Bei einem 50° Okular liegt der Rand der Feldblende und damit eine mögliche Randaufhellung näher der optischen Achse und kann dort direkt oder im peripheren Sehen deutlicher erfasst werden.

Ich habe meine 24er Panos wieder verkauft
Interessant... was war für Dich störend?

lg
Niki
 
Hallo Michael,

die 35mm-Baader-Eudis kommen in den Fokus? Die waren doch immer der 'fokale Ausreißer' in der Reihe der Eudiaskopischen. Das wäre ja mal toll… Ich habe noch ein Paar, welche mit Großfeldbino funzen.
Neben den fokussierenden PanO habe ich noch 40mm-TV-Plössl, welches (auch) wegen der AP für's DiaScope angeschafft wurde - da die 32mm die gleichen Werte 'B minus F' in der TV-Tabelle aufweisen, sollten diese ggf. auch für Filterbeobachtungen mit großer AP an den APM fokussieren; nähme natürlich dann lieber die 35mm. :cool:

lateraler Gruß
Manfred
 
Hallo Manfred,
Du hast recht.
Die 30er kommen bei meinem 100er APM 90° APO Bino in den Fokus, den 35ern musste ich auf der Drehbank das schwarze Gehäuse um 5 mm kürzen; da das Gewinde für die Steckhülse durchgängig ist, war das kein Problem.
@ Niki:
Laterale Hemmung: das ist auch so, aber wegen der Überstrahlung und der Dominanz des Farbensehens bei Tageslicht fällte es nicht so auf.
Evolutionsbiologisch ist diese Kontrastverstärkung wohl eigentlich für das Dämmerungssehen und Nachtsehen entwickelt worden.
Die Panos haben mir im Vergleich zu den eudiaskopischen zu wenig gebracht und bevor mir mein Okularezoo zu groß wird, habe ich sie verkauft. Auch ist der Farbquerfehler oin den Panos größer als in den eudiaskopiechen, jedenfalls für meine Augen; und zuletzt sind sie doch recht dick und ich habe einen recht kleinen Augenabstand.
Gruß Michael
 
Stimmt, das Gewinde geht fast bis zum Linsenstapel. Die Steckhülse selbst ist diesbezüglich nicht kürzbar, da das Feingewinde eben nur die besagten 5mm lang ist. Ich hätte allerdings Bedenken, die 'Linsenseite' kürzen zu lassen, da ja dann in Höhe der Linsen eingespannt werden müsste - das ist sicher nichts für die ortsansässige 'Grobdreherei'. Dennoch danke für den Tipp: 15,7x bei 6,3mm AP hört sich nämlich richtig gut an.

Das mit dem Farbquerfehler fällt auch bei den ED und mit niedriger Vergrößerung auf (23x)? Habe ja das Paar schon, und sie sind von der Gehäuseform doch geeigneter als die geraden und ebenso dicken Eudis (gerade mit der nötigen Abstandshülse).

abgedrehter Gruß
Manfred
 
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