Verzerrte Farben nach dem Stacken mit DSS

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Martroese

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Hallo zusammen,

mir ist schon mehrere Male aufgefallen, dass mein Rohbild nach dem Stacken mit DeepskyStacker in schrecklich verzerrten Farben erscheint, wenn ich es danach in Fitswork öffne.

Als Beispiel: So sieht Komet Wirtanen aus
Wirtanen fitswork.JPG


Kennt dieses Problem jemand und kann mir sagen, warum das so ist?
Ich versuche dann immer, mit Fitswork die Kurven übereinader zu bekommen. Dann wird es schon besser aber komisch kommt es mir trotzdem vor:unsure:

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,
verwendest du eine astromodifizierte DSLR?

Geh mal die in DSS empfohlenen Einstellungen durch: am Ende steht was zu den Farben.
Ansonsten in Fitswork: rechte Maustaste: Schwarzwert festlegen und dann auch am Stern den Weißwert. Oder bei Bearbeiten: Farblayer zurechtrücken.
CS Christian
 
Moin,
keine Ahnung. Aber ich krieg das "hin", wenn ich statt RGB beim Öffnen YUV laden lasse:
Als YUV geöffnet : Screen Shot 2018-12-17 at 12.10.51.png Als RGB geöffnet : Screen Shot 2018-12-17 at 12.11.22.png

Bei Dir sieht es laut der Buttons nicht nach YUV aus (Menüleiste oben zeigt "RGB") , aber das Bild selbst dann eben schon.
Vll ist Deine Datei fitswork.ini kaputt? Bei geschlossenem! Fitswork kannst Du die Datei einfach mal löschen. Wenn man danach Fitswork startet, wird sie neu angelegt und zwar mit den vorgesehenen standard-Einstellungen.

Grütze,
Silver

edit:
Dein Histogramm ist auch auf den grünen Kanal beschränkt und schneidet die beiden anderen weg. Also die beiden schwarzen Quadrate unten stehen direkt am Anfang u Ende des grünen Kanals.
Wenn dieses Wegschneiden bereits beim Öffnen des ansonsten jungfräulich gebliebenen DSS-Stacks passiert, stimmt a) was mit Deiner Einstellung nicht. Also mit der Programmeinstellung von Fitswork - also mit der o.g. .ini-Datei.

Oder b) die Datei wird schon in DSS so gespeichert. Bloss, dass Dir das da noch nicht auffällt, weil das Bild da noch zu dunkel aussieht.

Beim nächsten mal, wenn Fitswork einen DSS-Stack mit so komischen Farben öffnet, lass Fitswork so stehen und starte Gimp und öffne dieselbe Datei. Wenn Gimp die Datei auch so komisch darstellt wie Fitswork, liegt der Fehler in den Einstellungen von DSS. Wenn Gimp die Datei normal darstellt, liegt der Fehler in den Einstellungen von Fitswork.
 
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Hallo ihr beiden,

Vielen Dank für die Hilfen.

verwendest du eine astromodifizierte DSLR?
Ich verwende eine unmodifizierte Canon 600d.

Ansonsten in Fitswork: rechte Maustaste: Schwarzwert festlegen und dann auch am Stern den Weißwert. Oder bei Bearbeiten: Farblayer zurechtrücken.
(y) Die Funktion war mir noch nicht bekannt. Danke! :)

Dein Histogramm ist auch auf den grünen Kanal beschränkt und schneidet die beiden anderen weg. Also die beiden schwarzen Quadrate unten stehen direkt am Anfang u Ende des grünen Kanals.
Wenn dieses Wegschneiden bereits beim Öffnen des ansonsten jungfräulich gebliebenen DSS-Stacks passiert, stimmt a) was mit Deiner Einstellung nicht. Also mit der Programmeinstellung von Fitswork - also mit der o.g. .ini-Datei.

Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Das wird immer wenn ich es öffne automatisch so komisch beschnitten. Wenn ich die Anschläge auf alle Kanäle verschiebe, dann verschwindet auch erstmal der Rotstich.
Es könnte natürlich sein, dass es tatsächlich an der Datei liegt. Vllt mag fitswork das genaue Format nicht. Bei DSS hat man ja mehrere Möglichkeiten, das Bild abzuspeichern. Das werde ich mal ausprobieren, ob in einer anderen Formatierung das Bild vllt besser wird.


Das mit YUV und RGB ist mir auch neu :) Danke (y) Von YUV hab ich noch nie was gehört.
Ich berichte, wenn ich die Sachen ausprobiert und Ergebnisse habe.

Danke euch!

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,
mir fallen 2 Sachen ein:
- White Balance - im Reiter Fits/Raw Settings
- Optionen zum Speichern der gestackten Bilder: in der Faq unter dem Punkt
"What is the difference between applied adjustment settings and embedded adjustments settings in the TIFF file?" steht was dazu. Irgendwo kann man einstellen wie das Bild abgespeichert wird. Deins sieht mir so aus als ob die Kanäle ohne Gewichtung abgespeichert werden - nicht soo ungewöhnlich und kein Problem, muss man halt in der Bildbearbeitung korrigieren.

Grüßlis
 
Hallo Klaus,

danke für deine Antwort(y)

Welchen Weißabgleich empfiehlst du denn? Im Moment hab ich bei Weißabgleich garkein Häkchen und auch "Schwarzpunkt auf 0 setzen" ist nicht angekreuzt. Vllt ist das nicht so günstig?

Den Punkt in den FAQs lese ich mir mal durch.

Ich habe heute schon mit dem Speichern rumprobiert (rational, integer etc), aber das hat keine Verbesserung gebracht. Auch nicht, das Umstellen von RGB auf YUV :rolleyes:

Gruß
Martin
 
Hi Martin, auweia :sneaky: - ich mach schon lang kein DeepskyStacker mehr und hab die Oberfläche nimmer so im Kopf - deswegen kann ich Dir nur ein paar Anhaltspunkte "nach Gefühl" geben und was ich auf die Schnelle ausm Manual kopiert hab. Probier die Optionen einfach durch - Haken bei Weissabgleich klingt gut. Ich weiss aber noch von DSS-Könnern, dass man dss möglichst wenig im gestackten Bild ändern lassen sollte. Ich selbst würde in DSS gar nix machen sondern per Histogramm-Einstellung in der Bildbearbeitung die Farben einstellen. Mit Fitswork muss das aber auch per Klick gehen.

Grüße
 
Hallo Martin,
wenn du DSS zum Kalibrieren, Registrieren und Stacken verwendest, kannst du m. E. getrost in den Einstellungen auf die Häkchen zum Weißabgleich verzichten, da du die entsprechenden (Farb-)Korrekturen nachher bei der weiteren Bildbearbeitung im fertigen Summenbild unter Verwendung eines Anschlussprogrammes (z. B. Fitswork und Photoshop oder Gimp) vornimmst. DSS aber wirklich nur für das Preprocessing nutzen. Nach dem Laden der Lightframes usw. im Rohformat in DSS kannst du in den Voreinstellungen die Farbgewichtungen von Blau und Rot (im Verhältnis zu grün) soweit anpassen bzw. ändern, dass die Lightframes schon von vorn herein ein relativ farbstichfreies und natürliches Aussehen aufweisen. Das in DSS entstandene Summenbild als verlustfreies 16 Bit-TIFF abspeichern und für die ersten Bearbeitungen (v.a. Stretchen mittels Histogrammanpassungen) in Fitswork öffnen. Das sollte eigentlich klappen und dürfte normalerweise nicht diese krasse Farbabweichung wie in deinem Fall zeigen. In Fitswork würde ich auch beim RGB bleiben und für die weiteren Bearbeitungsschritte dann nach Gimp oder Ps wechseln. Auch zur angesprochenen Thematik mal die Videotutorials von Astrohardy auf YouTube anschauen (z. B. Stretchen in Fitswork), es lohnt sich ! Mit PixInsight könnte man natürlich alles aus einem Programm heraus erledigen, was auch Vorteile hat...kostet natürlich !

PS.: Schwarzpunkt auf "0" setzen in DSS würde ich auch unterlassen. Hat zumindest bei mir zu schlechten Ergebnissen geführt. Meine beiden DSLR´ s EOS 1100 Da und 700 Da sind modifiziert.

Viele Grüße
Stefan
 
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