Hallo Michael,
Rohrbegleitheizungen sind -wenn nicht thermostatisch gesteuert-
Heizwiderstände mit positivem Temperaturkoeffizient. Mit steigender
Temperatur steigt der Widerstand. Somit hat die Heizung quasi
eine Art Regelung eingebaut. Die Nenntemperatur dieser Heizungen
ist aber eine feste Temperatur, die auf Frostschutz ausgerichtet ist.
Es gibt zwar auch Begleitheizungen die dem Vorwärmen von
Medien dienen, doch die gehören zu den thermostatisch
gesteuerten Heizungen, und haben in der Regel viel mehr Leistung.
Damit halte ich diese „Frostschutz“-Heizungen für untauglich,
wenn es um Tauschutz von Teleskopen (Montierungen) geht.
Liegt die Taupunkttemperatur deutlich unter der Nenntemperatur
der Heizung, wird das Teleskop (Montierung) unnötig stark erwärmt.
Liegt die Taupunkttemperatur dagegen über der Nenntemperatur der
Begleitheizung, funktioniert sie überhaupt nicht.
Ich erinnere mich an Nächte beim ITV, da lag die
Taupunkttemperatur deutlich über den genannten 5°C.
Da hätte eine „selbstregelnde“ Begleitheizung nix gebracht.
Montierungen sind, was Feuchtigkeit angeht, hart im Nehmen,
sofern sie immer wieder gut trocknen können.
Feuchtigkeit unter Deinem Luftmatratzenmantel kannst Du aber
eine eng anliegende Folienabdeckung entgegensetzen.
(Müllbeutel gut geschnürt, oder Stretchfolie*)
Da kommt die Feuchtigkeit gar nicht ans Gerät.
Oder eben eine Abdeckung aus Tuch.
Das Tuch saugt (begrenzt) Wassertröpfchen auf,
und gibt dies später wieder ab. Das lässt zwar etwas mehr
Feuchtigkeit am Gerät zu, verhindert aber Nässe.
Und um die geht es Dir ja primär, wenn Dein Zeug draußen
Wind und Wetter ausgesetzt ist.
Ein Teleskop würde ich aber auf keinen Fall draußen lassen.
CS
Dietmar
*produziert mehr Müll
