Teleskop für Planeten auf Balkon mit viel Streulicht?

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JongeUtmDal

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Hallo zusammen,

ich suche nach einem Teleskop, um im Urlaub vom Balkon der Ferienwohnung Planeten beobachten zu können.

Die Rahmenbedingungen sind wie folgt:
  • Budget: maximal ~600€
  • Beobachtungsstandort (wir nehmen immer die selbe Ferienwohnung)
    • Balkon an der Nordseeküste (teilweise recht windig)
    • Blick von Ost nach Süd möglich
  • Lichtverschmutzung
    • Kleiner Ort Südlich der Wohnung (~2000 Einwohner)
    • Mehrere Straßenlaternen in der Nähe (dauerhaft angeschaltet)
    • Teilweise direktes Licht von einer Parkplatzbeleuchtung (schaltet in der Regel irgendwann in der Nacht ab)
    • Himmel außerhalb des Ortes: Grenzgröße >5 (2018 mit der Verlust der Nacht App bestimmt)
  • Aktuelle Ausrüstung:
    • 8" F/6 GSO Dobson
    • 70/700 Lidl-Scope Refraktor auf Astro 3
  • Okulare (alle 1,25") und Zubehör
    • Meade Zoom 8 - 24mm
    • 5mm Planetary
    • 17mm TS WA (Erfle)
    • 25mm und 32mm Plössl
    • 2,5 Barlow von TS

Die Parkplatzbeleuchtung ist meine Hauptsorge. Von der schirmen wir uns mit einem Beobachtungstuch ab, sie stört aber dennoch sehr stark.

Insgesamt ist der Balkon für Lichtschwache Objekte wenig geeignet aber Planeten gehen ganz gut. Nur möchte ich halt mehr Details sehen als das Lidl-Scope liefert und der Dobson hat leider so seine Probleme mit der Balkonbrüstung.

Da ja bereits ein guter Allrounder mit dem Dobson vorhanden ist, kann das Gerät gerne mehr Richtung "Planetenspezialist" gehen.

"Ernsthafte" Astrofotografie ist aktuell nicht geplant (höchstens mit dem Handy).

Das Gerät sollte den Lidl-Refraktor, trotz der widrigen Bedingungen, visuell schon deutlich schlagen.

GoTo wäre nett, muss aber nicht sein.

Im Thread "Suche: Teleskop für gemeinsame Abendstunden auf dem Balkon" wurden ja zunächst der 130P Flextube oder ein 80/400 Refraktor diskutiert bis es dann doch ein 8" Dobson geworden ist. Ich finde den Flextube an sich sehr sympatisch aber ich mache mir wegen dem Streulicht Sorgen und beim Refraktor schreckt mich der Farbfehler ab.

Momentan tendiere ich Richtung Mak. Mit 127mm gibt es die für ca 600€ (gebraucht sogar mit GoTo). Oder in 102mm, für ca 230€ (leicht genug für die LIDL-Montierung).

Ich frage mich aber, wie empfindlich die bezüglich Streulicht sind. Den Dobson und den LIDL-Refraktor habe ich mit Velours ausgestattet. Geht das bei einem (entsprechende Vorsicht vorausgesetzt) Mak genau so einfach oder sollte da jemand mit Erfahrung ran?

Wäre die Abkühlzeit ein Problem, wenn ich das Gerät schon am frühen Abend (sobald die Sonne rum ist), auf den Balkon stelle und er mit der Umgebung zusammen abkühlt?

Oder würdet ihr etwas ganz anderes empfehlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Mak ist sicher ne gute Idee für Planeten, wenn Du nur den Balkon als Beobachtungsort hast. Bei Refraktor wäre dann nicht ein Fraunhofer 80/400 sondern ein Apo zu wählen. Zum Beispiel sowas:

Damit hast Du ein nahezu farbreines Gerät aber mehr Feld wenn Du mal etwas ausserhalb gucken gehst. Bis also flexibler was die Beobachtung angeht.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

wann möchtest du denn Planeten beobachten? Die Planeten, die schöne Bilder im Teleskop zeigen, stehen derzeit recht ungünstig, um sie im Osten bis Süden mit dann doch recht kleinen Geräten zu betrachten.
Schau doch erst einmal in Stellarium nach, ob sich eine Anschaffung lohnt.

Grüße
*entfernt*
 
Hallo,
Geld in eine stabile Unterstellkiste und einen Binoansatz (mit der komakorrigierenden 2,7 fach Barlow von APM davor) für den 8" f/6 Dobson investieren.
Mehr Planetenleistung fürs Geld ist in "Anwesenheit" eines 8" f/6 Dobsons nicht zu bekommen.

8" f/5 mit Kiste und Binoansatz

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/Tubusverlngerung-8-zoll--039.jpg

Wichtig auch die Tau-/Störlichtkappe, welche mindestens 1,5 x D Tubus über die vordere Fangspiegelkante hinausreichen sollte. Bei Euch m.E. absolut unverzichtbar.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo JongeUtmDal ;),

einen Makstov halte ich auch für geeignet.
Ist sehr transportabel, auch mit einer AZ-Montierung. Habe da den 127/1500 von Skywatcher im Auge.
Der liegt neu auch noch unter Deinen ~600,-€.

Die Idee mit dem Unterbau für Deinen Dobson halte ich aber auch für sehr praktikabel.
Habe mir selbst, da ich hauptsächlich vom Balkon aus beobachte, einen Unterbau mit höhenverstellbaren Beinen gebaut. Keine 50,-€.
Kommt jetzt natürlich drauf an, ob Du Deinen Dobson mit in den Urlaub "schleppen" willst.
Da ist der Maksutov natürlich wesentlich kompakter.

Kann ja auch sein, dass der Reiz eines neuen Teleskops größer ist ;).

Hoffe es hilft etwas.
:coffee:
.
 
Hallo,

zu deinen Rahmenbedingungen fehlt noch die wichtige Info: Wie oft, wie lange und zu welcher Jahreszeit seid ihr in der Ferienwohnung?

Wenn das nur zwei Wochen im Sommer sind, dann würde ich das Teleskop zu Hause lassen und in den restlichen 50 Wochen des Jahres beobachten. Bedenke, die gegenwärtige Situation mit Mars, Jupiter, Saturn (2018/2019) in den lauen Sommernächten wird bald zu Ende gehen. Ein Teleskop in den Urlaub zu nehmen lohnt sich eher für DeepSky, wenn man dort einen guten dunklen Himmel hat, den es zu Hause nicht gibt.

Viele Grüße
Andreas
 
Hat denn der Balkon ein Dach? Dobson aufbocken, um über das Geländer zu kommen und sich dann selbst auf einen Stuhl stellen um im Zenit beobachten zu können ist nicht so gut.
Ich hab kein Dach:-)

Grüße
Spunti
 
Hallo Zusammen,

vielen Dank schon mal für die ganzen Antworten.

Hallo,

Mak ist sicher ne gute Idee für Planeten, wenn Du nur den Balkon als Beobachtungsort hast. Bei Refraktor wäre dann nicht ein Fraunhofer 80/400 sondern ein Apo zu wählen. Zum Beispiel sowas:

Damit hast Du ein nahezu farbreines Gerät aber mehr Feld wenn Du mal etwas ausserhalb gucken gehst. Bis also flexibler was die Beobachtung angeht.

CS.Oli

Ist denn ein 80mm APO am Planeten vergleichbar mit einem (günstigerem) 127mm Maksutov? Also schluckt die Obstruktion am Mak so viel, dass die 47mm mehr Öffnung das nicht mehr als ausgleichen?

Hallo,
Geld in eine stabile Unterstellkiste und einen Binoansatz (mit der komakorrigierenden 2,7 fach Barlow von APM davor) für den 8" f/6 Dobson investieren.
Mehr Planetenleistung fürs Geld ist in "Anwesenheit" eines 8" f/6 Dobsons nicht zu bekommen.
Die Idee mit dem Unterbau für Deinen Dobson halte ich aber auch für sehr praktikabel.
Habe mir selbst, da ich hauptsächlich vom Balkon aus beobachte, einen Unterbau mit höhenverstellbaren Beinen gebaut. Keine 50,-€.
Kommt jetzt natürlich drauf an, ob Du Deinen Dobson mit in den Urlaub "schleppen" willst.
Da ist der Maksutov natürlich wesentlich kompakter.

Dagegen spricht in der Tat, dass wir (mit Kind und Hund) kaum Platz im Auto haben. Ansonsten wäre das echt eine Variante. Wobei meine Frau recht klein ist und in der Einblick in den Dobson eventuell schnell unbequem werden könnte. Sie kann ja auf dem Balkon schlecht auf ne Leiter klettern. ;)

zu deinen Rahmenbedingungen fehlt noch die wichtige Info: Wie oft, wie lange und zu welcher Jahreszeit seid ihr in der Ferienwohnung?
wann möchtest du denn Planeten beobachten? Die Planeten, die schöne Bilder im Teleskop zeigen, stehen derzeit recht ungünstig, um sie im Osten bis Süden mit dann doch recht kleinen Geräten zu betrachten.
Schau doch erst einmal in Stellarium nach, ob sich eine Anschaffung lohnt.

Wir sind immer im Spätherbst für ein/zwei Wochen, außerhalb der Ferien an der Nordsee. Beobachtung würde also nächstes Jahr starten. Bis dahin würde ich etwas am Mond üben. ;)

Hi
Urlaub, weniger als 600 EUR, mehr Power als der Lidl, 1,25 OAZ, kleiner als der 8er - all das erfüllt der 130iger Hertitage. Damit geht auch Deepsky wenn das mit den Planeten nichts wird.
CS

Der Heritage gefällt mir auch ziemlich gut. Aber ist der, mit der offenen Konstruktion, nicht sehr anfällig für Streulicht?

Ich könnte da zwar mit einer Taukappe, einem Streulichtschutz und dem Beobachtungstuch entgegen wirken aber wird die ganze Konstruktion dann nicht zu kopflastig?

Wobei... wenn man den Heritage an die Astro 3 des Lidls anbringen kann (müsste vom Gewicht ja passen) und entsprechend austariert, dann wäre das ja kein Problem. Und irgendwann lässt sich sicher ne stärkere Montierung günstig in der Bucht schießen, um alles etwas stabiler zu haben.


Viele Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

man muss sich mit einem Unterbau für einen 8-Zöller absolut nicht mehr Probleme schaffen und Gefahren aussetzen wie sie eine parallaktische Monti auch schafft. Dazu gehört dann schon eher Mutwillen.

Ich bin gerade mit einem Kumpel dabei, für das 8" f/5 Spiegelset noch einen Gitterrohr-Reisedobson zu bauen. Der muss sogar flugreise-/handgepäck tauglich werden und wird es auch.

Nun gut, der Vorschlag mit der 130/650er Heritage ist m.E. auch sehr überlegenswert. Das geht eventuell auf der Astro III, aber man kann auch die kleine RB auf einem niedrigen Stativ oder einem stabilen Tisch betreiben.

Gerade diese leichte, offene Bauweise mit dem 1 1/4 Zoll OAZ-Stummel macht diese Teleskop recht interessant, auch für Mond- und Planetenbeobachtungen.
Während andere Teleskope in dieser Öffnungsklasse häufig, völlig unsinnig gebaut, mit ewig langen Okularauszugsaufbauten und Verlängerungshülsen für den visuellen Fokus "glänzen", die dann entsprechend große Fangspiegel erfordern um den kompletten Strahlenkegel umzulenken, der aber wiederum am 1 1/4 Zoll Durchlass des OAZ beschnitten wird, kommt die 130er Heritage mit einem kurzen OAZ und einem kleinen Fangspiegel zur vollen Öffnungsausnutzung.

Die Langfassung ist eventuell etwas verständlicher und ich habe sie unter "Schieflagen zwischen Theorie und Praxis"
auf meiner HP.

Die 130/650er SW Heritage Dobsons sind sogar derzeit noch voll justierbar. Da gibts auch andere Modelle, z.B. mit 100 mm Öffnung, auch mit Heritage als Namensbestandteil, da ist das nicht der Fall. Auch darauf geht der verlinkte Beitrag ein.

Eine kleine leichte "Socke" mit Verlängerung als Tau-/Störlichtschutz, z.B. aus mit Veloursfolie kaschiertem Blasenschaum bringt den kleinen Dobs nicht aus dem Gleichgewicht.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Christian,

wenn es im Herbst ist, dann passt das für die Planeten die nächsten Jahre ganz gut: Jupiter und Saturn, zudem Mars 2020, mit der für unsere Breiten besten Opposition.

Ich würde wegen der Kompaktheit (Reise, Windanfälligkeit) an einem Mak denken, 5" ist da sicher eine gut Größe. Üblicherweise haben diese f/12 bis f/15, somit wäre dein 8-24mm als einziges Okular völlig ausreichend. Für Planeten ist Gesichtsfeld nicht entscheidend, eine Nachführung ganz angenehm, auf Goto kann man verzichten. Ich würde zu einer deutschen Montierung tendieren, so EQ3 aufwärts. Nimm nicht diese wackeligen Einarmgabeln.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Christian,

es stimmt was Günther mit der Problematik eines Dobson mit Unterbau auf einem Balkon schreibt.

Bin da nur von mir ausgegangen :whistle:.

Der Balkon sollte schon eine geeignete Tiefe haben.
Mein Balkon ist für meinen 203/1200 Dobson tief genug, so dass ich gar nicht in die Verlegenheit komme, mich über die Brüstung zu lehnen. Da kann ich auch schon mal flacher beobachten, ohne das der Tubus hinten heraus in die Nähe der Hauswand kommt und vorne schwebt das Okular nicht im freien Raum vor der Brüstung. Bei höherer Beobachtung ist der Einblick, durch den Unterbau, für mich eher etwas bequemer geworden.
Aber jemandem, der kleiner ist als ich, zuzumuten auf einen Hocker oder gar auf eine Leiter zu klettern... :eek:.

Ja, Dobson oder Teleskop auf Stativ geht auf einem Balkon, wenn der die geeigneten Maße mitbringt.
Ich muss mich halt den Gegebenheiten anpassen.
Wenn der Balkon nur einen Meter tief ist oder noch schmaler, fällt, m.E., ein Dobson aus in 8"/1200 aus.
Da kann man dann wohl nur kurzbauend rangehen. Maksutov, SC.

:coffee:
.
 
Hallo Christian,

ach, wo fange ich an? Also ich meine vor allen Dingen, dass man von "Hilfe, lieber nicht hingucken, die Planeten stehen tief" eigentlich genau gar keinen Gewinn hat. Den Ansatz "guck nicht, lohnt nicht" finde ich so blöd, dass ich diese Meinung hier auch mit meiner Meinung "blöd" gekennzeichnet wissen möchte. Das entspricht auch nicht der Realität. Ich zeige hier mal einen Jupiter mit einem 130mm Apo aus diesem Sommer. Nächsten Sommer steht er schon wieder etwas höher. Visuell muss man sich das alles viel "pastelliger" vorstellen, als fotografisch, aber bitte: Da kann man doch hingucken, da gibt's doch was zu sehen!

Jupiter_2019-06-16-235913_Agema.jpg


Was nun das Teleskop angeht: Es zählt immer Öffnung und deren optische Umsetzung. Daher wird ein 80mm Apo nicht gegen einen 127mm Mak ankommen können. Der Öffnungsunterschied ist einfach zu groß, als dass man die Obstruktion beim Mak wirklich irgendwie als ausreichend negative Eigenschaft "beschwören" könnte. Was ich grundsätzlich bezüglich "lohnen" anbringen würde, ist jedoch die Frage, ob nicht generell ein 6" Mak von Interesse wäre. Nicht um (haha, wie üblich) das Budget zu überschreiten, sondern weil ich aus meinen eigenen Erfahrungen mit solchen Situationen finde, dass man 6" Öffnung immer ganz gut ausreizen kann. Bleibt man nun mit dem 5-Zöller drunter, könnte man sich später ärgern, wenn man doch noch etwas mehr Leistung möchte, aber feststellt, dass man "das lumpige Zoll mehr" teuer bezahlen muss, indem man einen dann vorhandenen 5" und die für den 6" vielleicht nicht mehr ausreichende Montierung gebraucht abgibt, und dann eben den Preis für den 6-Zöller und eine größere Montierung aufzubringen hat.
Ich würde sogar noch mehr Öffnung anraten, wenn es noch ins Budget passen würde. Ich nutze persönlich einen 7" Mak aus der Stadt heraus (allerdings auch einen 8" Newton) und freue mich auch über jene Deepsky-Objekte, die hell genug für hohe Vergrößerung sind. Die setzen sich dann nämlich gegen den aufgehellten Himmelshintergrund durch. Kleine, helle planetarische Nebel sind das typische Beispiel, aber auch Kugelsternhaufen gehen, und zwar nicht nur jene aus dem Messier-Katalog. Ich habe gestern abend anderthalb Stunden vor Mondaufgang auf diese Weise genutzt, also mitten aus dem Ruhrgebiet heraus Deepsky gemacht. Genutzt habe ich einen 200/1000 Newton (ein C8 N). Allerdings, falls man jetzt auf das Paket aus 200/1000 Newton mit EQ-5 Montierung schaut, was tatsächlich (ohne Motoren) für 600 Euro zu haben ist: Die Montierung ist da grenzwertig und der Preisvergleich hinkt, weil man bei den Okularen kräftig draufzahlt, um mit f/5 klarzukommen. (Was übrigens den oben genannten 80/400 Achromaten auch betrifft und nüchtern sachlich völlig ins Abseits stellen sollte: Farbfehler und teure Okulare ist einfach zuviel Minus.) Ich nutze den 200/1000 auf meiner betagten Gm-8 Montierung, also die Tragkraft-Klasse einer GP-DX oder HEQ-5 Montierung. Meinen 7" Mak (180/2700) würde ich wohl auf so einer EQ-5 oder GP noch betreiben.
Sowas hat der besagte 7" Mak 2018 produziert und auch da gilt, dass man sich das visuell viel pastelliger vorstellen muss - und so ein Gerät hat auch "schlechtere Tage".
Jup_2018-06-05-235821-Skymax.jpg

Tja. Wenn man einen Dobson 200/1200 auf den Balkon bekommt, dann wäre das rein leistungsbezogen und in dem Rahmen sicher eine gute Wahl. Es ist leider schwierig, sowas als Reisedobson zu bekommen, denn auch ein Reisedobson kann ja aufgebaut in der FeWo bleiben, könnte aber von dort auch mal spontan abends "hinter den Deich" mitgenommen werden: Bei Deepsky-Laune. Reisedobsons sind ja leicht und eigentlich "mal eben an die Hand zu nehmen", wie gesagt auch in zusammengesetztem Zustand. Eventuell muss man sich eine Trageschlaufe oder einen Griff dran machen. Ich habe nun einige Zeit nicht nach 200/1200 als Reisedobson geschaut, vor einiger Zeit war es aber so, dass die Anbieter nur größere Öffnungen als Reisedobsons hatten (außer Hofheim, der wegen f/4 und der Okularthematik hier einfach rausfallen muss). Vielleicht, weil ein größerer Dobson aufgrund des ähnlichen Aufwandes und verfügbarer billiger Spiegel kaum mehr kostet. Hier zählt aber der Platz und das Balkon-Seeing.

Also ich würde grob auflisten, nach optischer attraktivität absteigend: 200/1200 Reisedobson => 6" Mak auf GP-Klasse => 5" Mak auf GP-Klasse und mit einem Preis Fragezeichen dran eben ein 7" Mak vielleicht schon eher auf GP-DX-Klasse.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

du gibst hier eine sehr umfangreiche und sinnvolle Beratung. Ich dachte auch schon an einen Maksutov bis 7" oder vielleicht ein 8" SC. Ich bezweifel aber, dass Christian damit geholfen ist. Er schreibt weiter oben, dass mit Frau, Kind und Hund sowieso schon wenig Platz im Auto ist. Es stellt sich wirklich die Frage, ob es sinnvoll ist, ein eigenes Teleskop nur für diese ein-zwei Wochen Familienurlaub anzuschaffen. Vielleicht ist das aber eine gute Gelegenheit, dass auch Frau und Kind mal durch das Teleskop schauen.

Es wäre interessant zu wissen, ob Christian eines seiner beiden Teleskope schon mal dabei hatte. Er kann einschätzen, wie viel Platz im Auto übrig ist. Es ist für Christian zu überlegen, ob eine der von Sven aufgelisteten Gerätschaften seinen vorhandenen GSO-Dobson ersetzen könnte. Dann könnte das Teleskop auch zuhause eingesetzt werden.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo zusammen,

Zum Thema Balkon: Ich hatte beide Teleskope schon auf dem Balkon (als wir noch keine Kinder hatten). Beide passen gut drauf. Nur beim Dobson nervt halt das Geländer und er passt jetzt nicht mehr mit ins Auto.

Wir können den Dobson ja einfach mal zu hause auf eine Getränkekiste stellen und schauen ob meine Frau damit klar kommt. Diese Variante würde im Urlaub aber erst dann zum Tragen kommen, wenn wir uns ein größeres Auto zulegen. Wir haben zwar eine Anhängerkupplung aber ich würde weder Frau, Kind, Hund, noch das Teleskop auf einen Anhänger unterbringen wollen. ;)

Zum Thema größerer Mak: Leider nicht im Budget. Und vermutlich wird dann irgendwann (auch wegen der notwendigen, stabileren Montierung) auch wieder der Platzbedarf im Auto zu groß.

Zum Thema Reisedobson: Leider nicht im Budget.

Zum Thema 5" Mak vs Heritage vs 8" Dobson: Habe gestern noch viel gegoogelt, die Geräte in Stellarium "simuliert" und die Forensuche ausgiebig genutzt.

Verstehe ich das richtig:
  • 5" Mak und der 130P Heritage sind in etwa gleich leistungsfähig (oder zumindest grob in der gleichen Leistungsklasse).
    • Der Mak kann helle Objekte (Planeten, Sterne) schärfer darstellen und besser vergrößern. Dafür hat er ein kleineres Gesichtsfeld und Schwierigkeiten mit dunkleren Objekten.
    • Der Heritage kann dunklere Objekte (Nebel, Galaxien) besser darstellen und hat ein größeres Gesichtsfeld. Dafür ist er nicht so scharf und kann nicht so hoch sinnvoll vergrößern.
  • Beide kommen visuell weder bei Planeten noch Deep Sky an den 8" Dobson ran
    • Ausnahme: der Heritage bietet mehr Gesichtsfeld, ist aber auch okularkritischer
  • Alle kann man mit etwas Bastelarbeit gegen Streulicht schützen
  • Mak und Heritage können auf eine parallaktische oder GoTo Montierung geschraubt werden (ist bei Planeten einfach angenehmer als von Hand nachzuführen)
    • Heritage ginge noch auf die Astro 3 (müsste aber eventuell basteln weil der Anschluss nicht passt),
    • Der 5" Mak bräuchte mind. eine EQ3
  • Eine Montierung für den 8" Dobson würde das Budget sprengen und nicht ins Auto passen
  • Der Einblick ist Geschmackssache (also ob man lieber vorne oder hinten rein schaut)
  • Der Heritage ist günstiger als der Mak. Sogar deutlich wenn man die Montierung berücksichtigt.
  • Der Heritage ist deutlich schneller einsatzbereit als der Mak. Der 8" Dobson liegt irgendwo dazwischen.
  • Der Heritage ist okularkritischer als der Mak, sollte mit meinen Okularen aber noch gehen.
  • Der Mak dürfte (im Koffer), mit Montierung, mehr Platz im Auto einnehmen als der Heritage
  • Der 8" Dobson braucht am meisten Platz im Auto (mit Rockerbox sowieso)
Noch eine Frage: Ich wollte mir irgendwann Nebelfilter in 2" holen, damit ich die in der Adapterhülse vom Dobson stecken lassen kann, wenn ich die Okulare wechsel. Maks gibt es ja auch mit 2" OAZ. Aber könnte man den Heritage gegebenenfalls darauf umrüsten?

Aktuell kann ich mich nicht entscheiden. Muss da echt ein paar Nächte drüber schlafen und mir die Geräte in echt ansehen.

Gruß,
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Christian,
es mag sein, daß mein Einwand eher nach "guck nicht hin, lohnt nich" klang. Das hätte ich dann aber auch genau so geschrieben.
Ich meine aber dennoch, daß du anhand von Stellarium oder anderer Programme, die Beobachtungsmöglichkeiten für dich abklären solltest. Wobei immer auch das Wetter eine Rolle spielt, da habe ich aber an der Nordseeküste oft bessere Erfahrungen gemacht, als auf dem festeren Festland. Jupiter und Saturn könnten zu Dämmerungsbeginn im Herbst schon zu sehr im Süden stehen, um von einem Südost-Balkon gut beobachtet werden zu können. Mars wäre auch sehr interessant im Herbst, er steigt auch höher über den Horizont, aber erfordert eventuell eine ungenehme Beobachtungszeit.
Auch deshalb mein Rat, das Vorhaben mit einem Planetariumsprgramm durchzuspielen.
Wenn dann aber der Mars als einziger beobachtbarer Planet übrig bleibt, ist eine möglichst große optische Öffnung notwendig, denn der Mars erreicht nur einen Durchmesser um 20", das ist nicht gerade viel.
Lohnender wären vielleicht auch noch andere Objekte, der Mond natürlich, und die Wundertüte des ferneren Himmels. Das ist dann aber abhängig vom genauen Urlaubstermin.

Wenn du schon einen 8-Zöller hast, wirst du ja einschätzen können, was Geräte mit kleinerer Öffnung zeigen. Den 5-zölligen Maksutov habe ich auch, wirklich ein gutes und handliches Gerät, was einem gut was zeigen kann, aber ich habe es auf einer HEQ-5. Auf einer EQ 3 habe ich es noch gar nicht gehabt, glaube aber, daß die nicht ganz zufrieden stellt.
Egal, Mak+Montierung nehmen schon einiges an Platz im Kofferraum eines Autos ein, möglicherweise zuviel. Und dann wird's doch schon wieder tricky.
Vielleicht doch den Urlaub einfach zum Ausspannen verwenden und abends den Himmel mit einem schönen Fernglas abgrasen? Das könnte tagsüber auch gelegentlich verwendbar sein...
Und eingespartes Geld mit der Familie teilen...
Aber vielleicht folgst du besser den anderen Ratgebern.

Grüße
*entfernt*
 
Hi Christian,

die Auskühlzeit ist als Balkonspechtler egal - man kann die Gerätschaften ja schon einige Zeit vor der Beobachtung rausstellen.
Ein Umbau des Heritage auf 2" wäre wohl schon möglich - wenn Du dir aber eh überlegst, dafür eine Montierung anzuschaffen, dann nimm den doch gleich als Volltubus mit 2" OAZ und passendem Fangspiegel.
Inwiefern sich der Mak auf 2" umrüsten lässt müsste man noch prüfen - ab 6" geht das wohl schon, aber wie es bei den kleineren aussieht weis ich nicht.

cs
Jürgen
 
Hallo Christian,

kurz zusammengefasst sind die Rahmenbedingungen Packmaß und Budget. Dann wird es vermutlich auf die Abwägung 5" Mak oder 130 Heritage hinauslaufen. Vielleicht gibt beim Punkt Budget der Gebrauchtmarkt noch etwas Luft.

  • Der Mak kann helle Objekte (Planeten, Sterne) schärfer darstellen und besser vergrößern. Dafür hat er ein kleineres Gesichtsfeld und Schwierigkeiten mit dunkleren Objekten.
  • Der Heritage kann dunklere Objekte (Nebel, Galaxien) besser darstellen und hat ein größeres Gesichtsfeld. Dafür ist er nicht so scharf und kann nicht so hoch sinnvoll vergrößern.

Nein, vorausgesetzt die optische Qualität stimmt. Beide haben im Prinzip die gleiche Öffnung und damit die gleiche Bildschärfe. Beide haben auch die gleiche Bildhelligkeit, wenn bei gleicher Austrittspupille beobachtet wird. Nur bekommst du die gleiche Austrittspupille bei den Geräten mit unterschiedlichen Okularen hin.
Ja, aufgrund der unterschiedlichen Brennweiten ist das maximale reale Gesichtsfeld beim Heritage größer, die Maximalvergrößerung beim Mak. Da es dir hauptsächlich um Planetenbeobachtung geht, klare Tendenz zum Mak.

Beide kommen visuell weder bei Planeten noch Deep Sky an den 8" Dobson ran

Ja.

Mak und Heritage können auf eine parallaktische oder GoTo Montierung geschraubt werden (ist bei Planeten einfach angenehmer als von Hand nachzuführen)

Nachführung nicht mit Goto verwechseln. Beide führen motorisch nach. Goto ist nur das automatische Anfahren von Objekten. Für Planeten ist das nicht notwendig.

Der Einblick ist Geschmackssache (also ob man lieber vorne oder hinten rein schaut)

Für die Beobachtung vom Balkon ist ein rückwärtiger Einblick von Vorteil. Das Teleskop selbst kann so nahe wie möglich an der Brüstung stehen.

Der Mak dürfte (im Koffer), mit Montierung, mehr Platz im Auto einnehmen als der Heritage

Wahrscheinlich ja, das kommt auf die Montierung an.

Der 8" Dobson braucht am meisten Platz im Auto (mit Rockerbox sowieso)

Ja. Es sei denn, du kannst gebraucht einen 8" Hofheim Dobson finden, könnte evtl. ins Budget passen. Okularmäßig ist dieser mit f/4 aber recht kritisch. Der Hofheim zusammengepackt ist wirklich eine kleine Kiste, wahrscheinlich kleiner als der Koffer zum Mak.

Muss da echt ein paar Nächte drüber schlafen und mir die Geräte in echt ansehen.

Das ist sehr sinnvoll. Du hast noch Zeit bis zum nächsten Urlaub.

Gruß
Andreas
 
Hallo Dietrich,

Wenn dann aber der Mars als einziger beobachtbarer Planet übrig bleibt, ist eine möglichst große optische Öffnung notwendig, denn der Mars erreicht nur einen Durchmesser um 20", das ist nicht gerade viel.

Der Mars mit 20" Durchmesser und einer ordentlichen Horizonthöhe ist sensationell gut. Die Herbst-Marsoppositionen sind für unsere nördlichen Breiten die besten des ganzen Zyklus.

Ein Südost-Balkon und Beobachtung im Herbst sind ideal für Jupiter und Saturn, mindestens in den nächsten 5 Jahren.

Vielleicht doch den Urlaub einfach zum Ausspannen verwenden

Ja, das dachte ich auch. Man kann die Astronomie auch für ein-zwei Wochen ruhen lassen. Ein guter DeepSky-Ort ist es ja sowieso nicht.

Gruß
Andreas
 
Im September steht Saturn und Jupiter gegen 20 Uhr doch aber schon im Süden, im Oktober schon jenseits des Meridians. Bei einem Südost-Balkon kommt es da dann schon ganz darauf an, wie genau der Balkon gebaut ist. 20" sind für Mars bestimmt schön, aber für eher ungeübte Beobachter erstmal doch ganz schön klein. Da komm ich dann doch eher zum "Ausspannen-Rat". Und an der See überfällt einen oft eine frühzeitige Müdigkeit...
 
Hi Zusammen,

äh... das ein Mak bei gleicher Öffnung mehr Vergrößern kann als ein Newton, ist ein Mythos! Der Unterschied ist: Die Brennweite der Optik bestimmt den möglichen Himmelsausschnit "pro Einsteckdurchmesser", vorausgesetzt man nutzt ein Okular, welches auch den kompletten Einsteckdurchmesser nutzt. Paradebeispiel: 24mm Panoptic nutzt den vollen Himmelsausschnitt, der durch einen 1,25" Auszug geht. Die Teleskopbrennweite bestimmt dann, wieviel realer Himmel das ist. Beim 5" Mak mit 1500mm oder 1800mm Brennweite eben deutlich weniger Ausschnitt, als beim Newton mit 650mm Brennweite.
Für die Hochvergrößerung entscheidend ist die Optikqualität und Justage, beide Bauarten (schneller f/5 Newton, kompakter Mak) sind mit großer Obstruktion behaftet. Der Newton benötigt zum erreichen der öffnungsbedingten(!) Maximalvergrößerung deutlich kürzere Okularbrennweiten, etwa ein 3,5mm Okular, welche zudem bei f/5 gut Abbilden müssen, was zu teuren Okularen führt. Der Mak füttert mit f/12 bis f/14 so gut wie jedes aktuell erhältliche Okular, kommt aber schon mit 8,4mm Okularbrennweite (9,8mm bei f/14) auf dieselbe Vergrößerung, wie eine gleich große f/5-Optik mit 3,5mm. Was also der Newton billiger ist, füttert der beim Anspruch "angenehme Planetenbeobachtung" dem Okularverkäufer doppelt ein. So ein Delos 3,5mm: Einfach mal googlen... Klar, gibt auch was günstigeres von z.B. ES.

Gut, ähm, Reisedobson 8" habe ich so im Kopf, dass der auch im Budget immer mal gebraucht auftaucht, wäre definitiv die absolute Patentlösung für daheim und unterwegs!

Dann hätte ich noch einen "nicht käuflichen" Vorschlag:
RBMicro.jpg

Das Ding nennt sich "in meiner Truppe" Rockerbox Mikro und derzeit habe ich nicht den abgebildeten 90/1250 darin, sondern einen 127/1500. Geht. Muss man nur zu bauen wissen!

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

es mag sein, daß mein Einwand eher nach "guck nicht hin, lohnt nich" klang. Das hätte ich dann aber auch genau so geschrieben.

Hatte ich auch nicht so verstanden. Die Frage ist ja auch völlig berechtigt. Es gibt ja Zeiträume, wo die Möglichkeiten Planeten zu beobachten wirklich stark eingeschränkt sind.

Vielleicht doch den Urlaub einfach zum Ausspannen verwenden und abends den Himmel mit einem schönen Fernglas abgrasen?

Das Fernglas ist Abends sowieso immer dabei. Das passt nämlich auch in den Korb vom Kinderwagen. ;)

Nein, vorausgesetzt die optische Qualität stimmt. Beide haben im Prinzip die gleiche Öffnung und damit die gleiche Bildschärfe. Beide haben auch die gleiche Bildhelligkeit, wenn bei gleicher Austrittspupille beobachtet wird. Nur bekommst du die gleiche Austrittspupille bei den Geräten mit unterschiedlichen Okularen hin.
Ja, aufgrund der unterschiedlichen Brennweiten ist das maximale reale Gesichtsfeld beim Heritage größer, die Maximalvergrößerung beim Mak. Da es dir hauptsächlich um Planetenbeobachtung geht, klare Tendenz zum Mak.

äh... das ein Mak bei gleicher Öffnung mehr Vergrößern kann als ein Newton, ist ein Mythos! Der Unterschied ist: Die Brennweite der Optik bestimmt den möglichen Himmelsausschnit "pro Einsteckdurchmesser", vorausgesetzt man nutzt ein Okular, welches auch den kompletten Einsteckdurchmesser nutzt. Paradebeispiel: 24mm Panoptic nutzt den vollen Himmelsausschnitt, der durch einen 1,25" Auszug geht. Die Teleskopbrennweite bestimmt dann, wieviel realer Himmel das ist. Beim 5" Mak mit 1500mm oder 1800mm Brennweite eben deutlich weniger Ausschnitt, als beim Newton mit 650mm Brennweite.
Für die Hochvergrößerung entscheidend ist die Optikqualität und Justage, beide Bauarten (schneller f/5 Newton, kompakter Mak) sind mit großer Obstruktion behaftet. Der Newton benötigt zum erreichen der öffnungsbedingten(!) Maximalvergrößerung deutlich kürzere Okularbrennweiten, etwa ein 3,5mm Okular, welche zudem bei f/5 gut Abbilden müssen, was zu teuren Okularen führt. Der Mak füttert mit f/12 bis f/14 so gut wie jedes aktuell erhältliche Okular, kommt aber schon mit 8,4mm Okularbrennweite (9,8mm bei f/14) auf dieselbe Vergrößerung, wie eine gleich große f/5-Optik mit 3,5mm. Was also der Newton billiger ist, füttert der beim Anspruch "angenehme Planetenbeobachtung" dem Okularverkäufer doppelt ein. So ein Delos 3,5mm: Einfach mal googlen... Klar, gibt auch was günstigeres von z.B. ES.

Danke für die Richtigstellungen und weiteren Erläuterungen.

Gruß,
Christian
 
Hallo zusammen,

Ich habe das Wochenende zum Nachdenken genutzt und denke, dass es wohl der Mak werden wird.

Entscheidend ist letztlich:
- passt zu meinen vorhandenen Okularen
- ich kann damit später mal die Sonne beobachten (die Schutzfolie Folie für den Dobson wäre deutlich teurer und ich bin zu gerne "nicht blind", um das mit dem Heritage zu versuchen)
Keine sehr starken Argumente aber irgendworan muss ich es ja fest machen.

Vorausgesetzt er passt ins gepackte Auto. Muss da nochmal messen wenn es in den Winterurlaub (ohne Teleskop, bei dem Wetter macht das keinen Sinn) geht. ;)

In dieser Preisklasse ist die Auswahl ja relativ groß und ich wollte fragen, ok die einzelnen Modelle signifikante Unterschiede in Leistungsfähigkeit / Verarbeitung aufweisen.

Der nächste Punkt sind die Montierungen. Ich vermute, dass alle Montierung eher an der Untergrenze der Stabilität sein werden. Oder gibt es da positive Ausnahmen? Funktioniert die Nachführung der Planeten mit den automatisierten Geräten vernünftig? Oder ist das auf der EQ3-2, von Hand, sauberer?

Folgende Kandidaten habe ich herausgesucht:

Skywatcher SkyMax BlackDiamond Maksutov MC 127/1500mm auf EQ2-3 oder SynScan für ca 600€ neu

5" CELESTRON Maksutov-Teleskop NexStar SLT 127 600€, bei Lidl mit Baader Q-Turret Set (kostet sonst 200€)

5" Meade etx 125-pe uthc (gebracht ab ca 600€, neu >1.000€)

Das Lidl Angebot ist natürlich preislich interessant, aber ich glaube ich brauche die Orthos nicht unbedingt und der Revolver scheint eher ein Gimmik zu sein. Hab ja schon das Zoom.

Wodurch rechtfertigt der Meade den höheren Preis? Stabilere Montierung? Blöd bei dem wäre, dass ich an die Gabelmontierung nichts anderes dran machen kann.

Gruß,
Christian
 
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Gegenfrage: Wie nah sind denn fremde Schlafzimmerfenster zum Balkon? Die günstigen Gotos sind immer noch extrem laut und als ich mich das letzte mal für das Thema interessiere, konnte man die Geschwindigkeit nicht dauerhaft langsam stellen.

Grüße
Spunti
 
Gegenfrage: Wie nah sind denn fremde Schlafzimmerfenster zum Balkon? Die günstigen Gotos sind immer noch extrem laut und als ich mich das letzte mal für das Thema interessiere, konnte man die Geschwindigkeit nicht dauerhaft langsam stellen.

Grüße
Spunti

Das sollte kein Problem sein. Die Schlafzimmer sind an einer anderen Hauswand, der Schall geht Richtung Deich und Parkplatz.
 
Hallo Christian,

ich kann nur etwas zum Maksutov von SkyWatcher was sagen.
Der ist bei mir allerdings AZ-S GoTo montiert.
Da hast Du vollkommen recht, das diese Montierung, AZ-S GoTo, grenzwertig ist. Selbst bei dem kurz bauenden Maksutov.
Die Nachführung ist gut, wenn man das Alignment ordentlich durchführt.
Auf der EQ3-2 steht er schon was stabiler. Wobei Du bei einem Eigengewicht von 3,5 Kg noch Zenitspiegel/-prisma und Okular hinzuzählen musst. Da kann es passieren, dass Du auch schnell an die Grenzen der EQ3-2, so rein zahlenmäßig ;), kommst.
Preislich liegen AZ-S GoTo (565,- €) zu EQ3-2 manuell (569,- €) nahe zusammen.
EQ3-2 GoTo liegt da ein gutes Stück drüber, 914,- €.

Bei dem Mead hast Du vollkommen recht, da scheint man tatsächlich kein anderes Teleskop, ohne Bastelarbeit, dran zu bekommen.
Die Celestron Montierung scheint ähnlich der AZ-S GoTo (die ich habe) zu sein.

Auf die EQ3-2, die AZ-S GoTo und die Celestron könntest Du auch einen kurzen Refraktor für Weitfeld drauf packen.
Wobei ich das eher der EQ3-2 als den Einarm-AZ's zutraue.
Ich habe mal meinen 120/600 Refraktor auf die AZ-S GoTo gepackt. So prickelnd war das nicht ;).
Da trägt die EQ3-2 ihn besser.

Aber alle sind kompakt und einfach zu transportieren.
Vom Gewicht her ist da von den Montierungen (Achsenkreuz), ob nun AZ oder EQ3-2, m.E. nicht viel Unterschied.

Edit:
Stimmt, Geräuschentwicklung, s. Spunti, hab ich vergessen.
Meine AZ-S betreibe ich auch auf dem Balkon, beschwert hat sich noch keiner und ich finde es hält sich wirklich im Rahmen.
Wie es bei der EQ3-2 GoTo ist keine Ahnung und ob man die mit EQ-6 R vergleichen kann glaube ich nicht wirklich ;).
Die ist flüsterleise (y).
 
Hallo Christian,

man kann das ETX 125 aus der Gabel herausnehmen und die Gabelansätze abschrauben und dann eine Fotogewinde-Auflagefläche nutzen - z.B. mit einer GP-Schiene. Das Meade hat eine Kunststoffrückwand und drunter eine Metallzelle. Wenn das vergleichbar mit dem Bresser 127/1900 Messier Mak ist (der in Deiner Liste fehlt), dann hängt der OAZ leider an der weichen Rückwand und taugt für schweres Kamerazubehör nicht so sehr. Da bricht nichts ab, nur die Justage hängt dann durch. Das ETX hat einen Flip-Mirror integriert. Das zwingt das Ding auch auf 1,25", was ich schon für eine bemerkenswerte Einschränkung halte. Es ist in seiner Gabel mit einem Handkontroller motorisiert. Der Autostar-Goto-Computer ist dann wohl zurüstbar, je nach Modell nicht automatisch dabei.

Mir ist ein schlichtes Gerät mit zentraler, kurzgebauter Adaption per SC-Gewinde allemal lieber, als der Firlefanz...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

den Bresser habe ich in der Tat übersehen. Einzeln 330€ + separate EQ3-2 (220€) wären es gut im Budget.

Es gibt den aber auch mit einer EXOS-2 im Set für ~640€. Wäre also knapp über dem Budget hätte aber eine EQ5-Klasse Montierung. Nochmal deutlich stabiler aber dann eventuell wieder zu groß.

Auf das mit der Plastikrückwand wäre ich von alleine nie gekommen. Dass heißt also Meade und Bresser wären, ohne basteln, weniger geeignet, wenn ich irgendwann mal Fotografieren möchte. Das ist zwar aktuell nicht der Fall, kommt aber bestimmt irgendwann.

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

die Exos-2 nenne ich auch mein eigen.
Hatte sie erst rein manuell und habe dann mit dem GoTo-Set aufgerüstet.
Mir ist das GoTo zu laut und das "gepiepe" des Handcontrollers geht mir persönlich auf die Nerven.
Ob jetzt ein Unterschied in der Lautstärke der Motoren gibt, zu einer fix und fertig gekauften GoTo ist, kann ich nicht beurteilen.
Das "gepiepe" hab ich abgestellt, in dem ich den Handcontroller aufgeschraubt habe und den "Minilautsprecher" abgeklemmt habe.
Eine andere Lösung, Softwaremäßig wie bei anderen Montierungen, ist nicht möglich.
Transportabel ist das Teil allemal, bringt nicht wirklich viel auf die Waage.
Groß ist das Achsenkreuz nicht, das sperrigste ist, m.E. wie immer, das Stativ und die Gegengewichtsstange muss abgeschraubt werden, ist leider nicht versenkbar.
Ich habe mir den Schaumstoff, in dem die Montierung geliefert wird, zurecht geschnitten, das es in einen Rucksack passt. So lässt sie sich prima transportieren.
Aber wenn EQ-5-Klasse, dann lieber, m.E., gleich eine EQ-5 oder sogar die HEQ-5. Da hast Du dann für die Zukunft etwas mehr Luft nach oben.
Einen 127/1500 Maksutov trägt die Exos-2 aber.
 
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