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Hallo, Nante hier. Ich sehe regelmäßig bzw oft, in der Bildergallerie leute die Schreiben das sie Merkur um 11 Fotografiert und gestackt haben. Wenn ich rausschaue und mich bissl antsrenge seh ich trotzdem nix wie macht ihr das. bzw Gibt es tipps wie man dies macht?
keine gute Idee von Dir, so dicht bei der Sonne nach Merkur rumzustochern Merkur ist im Moment ca 18° westlich von der Sonne... ist nicht so ganz weit weg.
Aber ok... ich stelle meine Montierung auf meine Terrasse, gebe Merkur in die Steuerung ein, bestätige den Warnhinweis, und dann fährt die Montierung Merkur an. Bei mittlerer Vergrößerung ist er immer fast in der Bildmitte. Das geht aber alles nur, wenn Merkur tatsächlich sichtbar ist, sonst bekomme ich eine Fehlermeldung. Merkur ist aber wesentlich schwerer zu beobachten als z.B. die Venus. Die Venus kann ich auch durch leichte Schleierwolken noch gut sehen. Bei Merkur sollte der Himmel schon klarer sein.
Aber wie schon geschrieben.... lass es besser und gib acht auf Deine Augen (Du hast nur 2 Versuche)
Nante, ganz einfach: mit dem Teleskop draufhalten, uns los gehts.
Das Finden ist für Manche das Problem. Aber die Position ist mit Teilkreisen auch am Tag zu treffen, oder mit einer vorbereiteten GoTo-Montierung.
Aber man sollte wissen was man macht, zurzeit ist das verdammt nah an der Sonne....
Ja, geht.... Du kannst ja mal versuchen, Sirius zu finden. Ist nicht ganz so gefährlich, oder andere (helle) Fixsterne. Auf- und Untergangszeiten bekommst du ja leicht raus. Wega ist auch so ein Objekt, was man am Tage finden kann.
Soooo....
Ich habe heute mal probiert, Merkur mit verschiedenen Instrumenten zu beobachten:
Refraktoren 40-150mm Öffnung: Nein
C11 (beide): Nein
Apo 152 / F8, Okular 35mm: leicht zu sehen, Nagler 19mm: noch ok, Nagler 7mm: schwer zu erkennen.
Mit der Asi183MM: Scharfstellen (fast) unmöglich, fast kein Kontrast zum Hintergrund.
Das Bild zeigt genau das, was man gesehen hat (unbearbeitet)
Es ist kein Problem, Planeten am Taghimmel zu beobachten, das wurde auch schon oben geschrieben.
Meines Erachtens ist das sogar die bessere Möglichkeit, die beiden inneren Planeten Merkur und Venus gut beobachten zu können. Am Taghimmel wird durch eine geringere Luftsäule beobachtet als am Abend- oder Morgenhimmel.
Eine Voraussetzung dazu ist ein wirklich blauer Himmel. Geht der Himmel schon ins blassblaue oder in eine weiße Farbe, ist schon wieder so viel Feuchtigkeit in der Luft, das es zu zuviel an Streulicht kommt um einen Planeten vor dem Himmelshintergrund erkennen zu können.
Natürlich sollte man auch in der Nähe der Sonne, falls die Venus in ihrer Sichelgestalt gesehen werden soll, wissen was man macht.
Ich hab Tagbeobachtungen von Merkur und Venus früher mal mit meinem alten parallaktisch montierten Vixen 102/1000mm gemacht. Venus fand ich leicht, Merkur eher schwierig. Es geht auch über die Teilkreise der Montierung, wenn man die Differenzen von Rektaszension und Deklination des Planeten zur Sonne einstellt (vorher bei einer Sonnenbeobachtung (mit Filter) kalibrieren).
Gerade bei Merkur möchte ich hier aber wirklich mal warnen! Ich hatte das Teleskop vorsichtshalber im Schatten der Sonne stehen.
Was hilft?
- Ein Himmel mit möglichst wenig Streulicht (blauer Himmel bis nah an die Sonne)
- Ein leichter Orangefilter im Okular
- und -ganz wichtig- den Fokuspunkt am Okularauszug vorher nachts kennzeichnen!
Meine schönste Venusbeobachtung am Taghimmel war am 8. Juni 2004 (Telementor 63/840mm) ;-)
Hallo!
Wie kommt es, daß man die Venus am Tageshimmel sehen kann, wenn sie ein eine schwarze Scheibe ist? Vor dem schwarzen Himmel außerhalb unserer Atmosphäre sollte sie sich doch gar nicht abzeichnen.
Grüße
*entfernt*
> Wie kommt es, daß man die Venus am Tageshimmel sehen kann, wenn sie ein eine schwarze Scheibe ist?
Anderherum: NUR vor der Sonnenscheibe zeigt sich ein innerer Planet als schwarze Scheibe. Seitlich davon kommt dann eine beleuchtete Phase (Sichel) zum Vorschein. Letztere kann man dann mit Geschick auch am Tageshimmel erwischen, wie oben beschrieben.
Siehe Fotoserie bei Wikipedia: File:Phases Venus.jpg - Wikimedia Commons
1. Sucherfernrohr abdecken (sonst gibt es einen Satz heiße Ohren)
2. Die Sonne hellt den Himmel um Merkur sehr auf. Ein leichtes Rotfilter hilft, den Kontrast zu steigern.
3. Wenn der Himmel leicht dunstig ist, hat man keine Chance und das Auge wird sehr geblendet.
4. Merkur geht nur mit Geräten, die von Haus aus einen hohen Kontrast liefern.
Zum Schluss noch ein Rat von mir (und weil das sehr gefährlich ist) besser nicht beobachten. Ich habe eine AstroPhysics Montierung, die mir die gesuchten Objekte genau in die Mitte des Okulars fährt. Und selbst dann checke ich noch vorsichtig ab, ob da nicht vielleicht doch zuviel Licht im Okular ist. Zusätzlich muss ich noch einen Sicherungshinweis bestätigen, sonst läuft das GoTo erst gar nicht los.
Und wenn Merkur nicht zu beobachten ist auch nicht.
Hallo Bernd,
ist es denn sicher,daß im Bild oben ein Planet zu sehen ist?
Auch ich sehe solche Bilder im Okular meines Teleskops, aber es sind immer nur Reflektionen in/an den Linsen auf die ich fokussiert habe, selbst wenn sie sichelförmig erscheinen, wie jetzt oft abends bei dem hellen Stern, der da zu sehen ist.
Grüße
*entfernt*
Ja, definitiv, mit dem Auge ist Merkur klar erkennbar. Das Bild sieht nur wegen dem grauenhaften Seeing so aus. Ich habe mir aber auch keine große Mühe gemacht.
Aber selbst wenn man weiß, dass Merkur genau in der Okularmitte ist, dauert es eine Weile, bis man das kleine Scheibchen entdeckt hat.
Auch ich sehe solche Bilder im Okular meines Teleskops, aber es sind immer nur Reflektionen in/an den Linsen auf die ich fokussiert habe, selbst wenn sie sichelförmig erscheinen, wie jetzt oft abends bei dem hellen Stern, der da zu sehen ist.
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