Apo ausreichend und gut

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudisky
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Hallo Rudi, es ist halt wie beim Arzt. Viele Ärzte haben verschiedene Rezepte und Erfahrungen, und wenn man zu mehr als einem Arzt geht, kommen auch verschiedene Vorschläge. ;)

Es gibt keine einzelne, richtige Antwort auf die Frage, was man sich zulegen soll. Man weiß ja auch nicht, wie man selbst damit klarkommen WIRD, weil das liegt ja in der Zukunft. Eigene Erfahrung wäre aber VORHER notwendig, um sicherer zu wissen, was man SPÄTER wollen soll.

Wie auch Oli sagt: mal bei einem Verein oder einer Sternwarte mitgucken? Oder alles mal setzen lassen. Letztlich muss der Bauch mitentscheiden, was Dir gefällt. Die technische Seite ist eine Sache, die emotionale eine andere. Der eine wird raten: 10" Dobson (also das übliche, in weiß und von Skywatcher) der andere wird sagen: Willst Du das immer schleppen, der dritte sagt: also der 10" ist ja eh nicht schwer.

Ich sag: kauf Dir einen Refraktor und hab Spaß. Wenn Du gern so ein Fernrohr haben möchtest.
Wer recht hat?
Keiner.
Alle.
Wie immer.

Also ran an den Speck. Was immer Du findest, es wird Vor- und Nachteile haben. :coffee:
Aber Du bist in bester Gesellschaft. :D

Der Markt erwartet Dich mit offenen Türen... ;)

lg
Niki
 
Rudi... gib nicht auf. Es gibt so viel zu entdecken....
 
Niki hat's genau auf den Punkt gebracht.

Jeder Einzelne wird immer was an dem was man ausgesucht hat, was positives wie auch negatives finden.
Vorlieben, Abneigungen... was auch immer
Keiner will Dir was böses.
Jeder hier spricht aus seinen rein persönlichen Erfahrungen und versucht einem Anfänger, mehr oder weniger gut, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Teleskope, Montierungen aufzuweisen.
Warte mal ab, wenn es auf die Okulare zu geht ;).
Oder wie man gute Fotos hinbekommt
Oder... oder... oder...

Das Thema Hobbyastronomie und dann auch noch im Zusammenhang mit der Astrofotografie ist einfach sehr komplex.
 
Hallo Rudi,
mein Rat: Nimm die 169€!!! die der Mak kosten soll und kaufe Dir ein paar Bücher. Du brauchst erstmal Orientierung und ein Gefühl dafür welcher Aufwand an Zeit und Geld hinter der Astrofotografie steckt, das ist kein Automatikgeknipse.
JFK: We do these things not because they are easy, but because they are hard.
CS
Dieter
 
Hallo Rudi,
wenn Dich der Astrovirus hat, tja dann hat er Dich.;)

Möglichkeit 1:
Budget raufschrauben.
TS Photoline 115mm
SkyWatcher EQ6-R PRO SynScan
1 Übersichtsokular zwischen 28 und 35 mm
1 Okular zwischen 17 und 21 mm
1 Okular zwischen 8 und 12 mm
1 Okular mit 5-6 mm
Die Montierung ist in jedem Falle der limitierende Faktor. Mit der EQ 6 bist du aber auch für größere Teleskope gewappnet.
Die Photographie würde ich erstmal hinten anstellen. Ich glaube die EQ 5 ist photographisch mit dem Photoline 115 sehr
grenzwertig wenn nicht sogar überfordert.

Möglichkeit 2:
Budget einhalten.
Die Montierung begrenzt die Auswahl der Teleskope mit denen wackelfrei beobachtet werden kann.

Möglichkeit 3:
ist immer der Gebrauchtmarkt. Alle Zutaten nach Geschmack und Bedarf einzeln zusammenstellen.
Dauert halt etwas länger.

Das finden Deines Teleskops kann etwas länger dauern als Du erwartet hast. Nimm Dir Zeit. Es lohnt sich.
Ich kann nachvollziehen wenn man sich auf einen bestimmten Typus Teleskop eingeschossen hat.
Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Hast Du alle Faktoren berücksichtigt und Dich entschieden ist der Rest ein Klacks.
Sicher ist, sehen wirst Du mit den meisten Teleskopen etwas. Limitierender Faktor ist hier der Himmel.

Viel Spaß beim Suchen, viel Erfolg beim Finden
Grüße Markus
 
Die Sache muss ein Ende haben und in Relation stehen.

Ich glaube nun etwas gefunden zu haben was auch gute Kundenmeinungen trifft.
(Natürlich geht das auch mit einen kleinen APO (AP 72/420 EvoStar 72) etwas teurer habe aber nicht die Brennweite.)

Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD OTA

+Baader MPCC Mark III - Multi Purpose Newton Coma Correktor -
Omegon Flatfield 27mm Okular 1,25'' u. weitere Okulare

Skywatcher Montierung HEQ-5 Pro SynScan GoTo 1

Diese Zusammenstellung käme auf die die angepeilte Summe +- 1.800.- fürs visuelle.

zum fotografieren für später :
Omegon Off-Axis-Guider Off-Axis Guider
TS Optics 2" Adapter auf Sony und Minolta
eine ZWO ASI kann man ja auch mal in Erwägung ziehen, wenn das mit der Sony nicht gut geht.

Wenn die Zusammenstellung auch nicht taugt, kaufe ich mir eine schöne Vollformat zum normalen fotografieren, lasse die ganze Astrosache sein und schaue mit einem Fernglas die Sterne an.

Einen schönen Wochenanfang
Gruß Rudi
 
Ich verwende einen 5" ED Apo. Den habe ich eigentlich nur visuell verwendet. Dann habe ich angefangen zu fotografieren. Habe meine Entscheidung nie bereut. Ich wollte schon immer einen Apo, seit ich vor 20 Jahren mal durch einen 4" Takahashi geschaut habe. Ein paar Bilder kann man in meiner Galerie anschauen.

Ansonsten habe ich noch mit 6", 8" und 12" visuell beobachtet.

Ein 5" Apo ist halt kein 12". Aber jedes Teleskop hat sein Himmel. Bei Bortle 4 funkeln bei M13 im 5" die ersten feinen Sternlein, im 12" ist das Teil bis ins Zentrum aufgelöst. Der Apo hat bei 5mm Austrittspupille 25x Vergrößerung, der 12" 60x. Da sieht man natürlich bei schwachen Nebeln mehr Details. Aber jedes Teleskop hat seinen Himmel. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Der 12" zeigt selten an Mond und Planeten mehr, ganz einfach weil es die Bedingungen hier kaum hergeben. Außerdem brauche ich mit dem Apo kaum zu warten, bis der abkühlt. Ich habe die ersten 15 Jahre nur mit dem Fernglas beobachtet und war zufrieden.

Man sollte eher auf die Qualität achten und darauf was man wirklich will. Das macht dann Spaß. Wenn ich eins empfehlen würde, dann wäre es ein stabiler Unterbau. Egal ob parallaktisch oder Dobson, das wirst du nicht bereuen.

CS Joachim
 
Hallo,
Zu Deiner Auswahl:
Mit dem gleichen Newton habe ich meine ersten schönen Beobachtungen an Planeten/Mond und erste Gehversuche Richtung DeepSky gemacht. Gehversuche deshalb, weil meine Montierung manuell war.
Er ist vom Gewicht her gut zu handhaben und auch vom Tubus her stabil genug.
Hat einen 2" OAZ, der gut zu bedienen ist.

Die HEQ-5 ist eine allseits sehr beliebte Montierung und somit wirst Du genügend Unterstützung finden, falls Probleme auftauchen.
Das Teil ist auch noch gut transportabel.
Ich habe sie selbst nicht, aber eine EQ-6 R von SkyWatcher. Wenn die Verarbeitung, Wertigkeit etc. genauso ist, top.
Durch den "kurzen" Newton wirkt auch nicht so viel Hebel auf die Montierung.
Das GoTo wird dem der EQ-6 R ähnlich, oder sogar gleich sein.
Es macht das was es soll.
Führt Dich, wenn man ordentlich einnordet, die Daten sauber eingibt und das Alignment gut durchführt sauber an Deine Zielobjekte.

Für rein visuelles Beobachten sehe ich in der Kombination keine Probleme.
Wie das dann später fotografisch aussieht, können andere besser beurteilen.

Aber ;), jetzt meine persönliche Meinung, anstelle des Komakorrektors würde ich erst einen Justierlaser oder vergleichbares anschaffen.
Newton haben (leider) das Bedürfnis nach regelmäßiger Justage, noch mehr wenn sie häufig transportiert werden.

Zu dem/den Okular/en (ich hatte es erwähnt, da wird Dir auch einiges zu gesagt werden), da bin ich immer etwas vorsichtig, da das sehr individuell ist.
Ich z.B. bin Brillenträger, da klappt das nicht mit allen Okularen so wie ich mir das vorstelle.
Mir wären auch die 53° (Eigen)Gesichtsfeld auch zu wenig.
Auch ist das gewählte 27mm nicht weit weg von dem mitgelieferten 25mm.

Für die Übersicht/Auffinden wäre m.E. ein Okular um die 32mm (30, 31) angesagt und das in 2", mit so um die 70°.
In diese Richtung würde ich mir ein zusätzliches anschaffen und erst mal die mitgelieferten nutzen und dann mit mehr Erfahrung nach und nach austauschen.
Vielleicht noch eines für höhere Vergrößerungen.
So was um die 5 bis 8mm in 1,25".
Okulare können gut in's Geld gehen. Gehobene Mittelklasse um die 150,-€ aufwärts.
 
Hallo Rudi,
um mal auf Deinen neuen Vorschlag Newton/GoTo Montierung einzugehen: M.E. hast Du Dir da eine gute Kombi herausgesucht. Es gibt von diesem Newton auch eine auf Fotografie getrimmte Version (PDS), vielleicht willst Du gleich diese in Betracht ziehen für später. Dann solltest Du Dich mal mit dem Newton-Teleskopsystem generell beschäftigen, denn das hat ein paar Besonderheiten im Vergleich zum Linsenfernrohr, Mathias hat es erwähnt. Auch weiss ich nicht weshalb Du mehrmals auf die Brennweite zielst, das ist ja nur ein Faktor eines Optiksystems. Ich denke Du wirst noch etwas in die Materie der verschiedenen Teleskopsysteme einsteigen wollen.
Du könntest natürlich auch etwas "günstiger" Einsteigen und Dein erstes Teleskop auf eine günstigere, aber nicht weniger stabile, Montierung setzen, z.B. eine ohne Goto oder eine Gebrauchte. Dann bleibt sogar noch etwas von Budget übrig was Du in Okulare & Co. stecken kannst.
Oder Du entscheidest Dich gegen den günstigen Newton und doch für einen Refraktor. Das hat aber nichts mit Zerreden zu tun sondern mit Abwägen der Möglichkeiten anhand Deiner Interessen ("Ich will visuell beginnen und später fotografieren"). Aus meiner Sicht machst Du mit dem Newton (oder einem Refaktor oder was auch immer bei bzw. bis 6 Zoll) auf einer HEQ5 nicht viel falsch.
Gruesse, Thomas
 
Hallo,

da ist was wahres dran!!
Ich denke Du wirst noch etwas in die Materie der verschiedenen Teleskopsysteme einsteigen wollen.
Literatur zu Teleskopen und Montierungen gibt es so einiges.
So aus dem Kopf heraus, ich habe so 3 bis 5 Bücher (gedruckt oder eBook) nur über Teleskope und Montierungen.
Dennoch kann man auf die Nase fallen ;).

Das hat wirklich nichts mit Zerreden zu tun!
Wie Thomas schreibt, "Abwägen der Möglichkeiten" an Hand des Budget, dem was gewünscht/erhofft wird, der Beobachtungssituation (Garten, Balkon etc.) und noch einiges mehr.

Hobbyastronomie, im speziellen das Beobachten, ist kein Ad Hoc Hobby.
Es braucht Zeit, Geduld, Ruhe und Erfahrung.
 
Die Kombi Dobson mit dem Star Adventurer ist nicht schlecht, weil die bestehende Fotoausrüstung gut verwendet werden kann. Ein Dobson ist visuell ein tolles Gerät und zeigt im Bereich Deep-Sky einfach mehr Objekte als ein 4"Apo. Den Maksutov für Planetenfotos würde ich mir sparen. Die Mond und Planetenfotos kann man ohne Nachführung durch den Dobson machen.
Falls es doch ein Apo für Foto und Visuell sein soll, würde ich mir mal den Skywatcher Esprit anschauen.
 
Hallo Rudi,

nachdem dein Thema jetzt ziemlich zerredet wurde, vielleicht auch wegen deines etwas unklaren Einstiegs, will ich dir einfach mal einen Rat für einen günstigen Einstieg geben. Meine beiden z. Zt. am meisten benutzten Geräte sind:
1.) Ein achromatischer Refraktor 70/1000 von der Firma Lichtenknecker Baujahr um 1980 auf einer soliden parallaktischen Montierung (die zum Gerät gehörte),
2.) ein 100/500 Achromat (gebraucht aus diesem Forum) auf einer wieder aufgepeppten parallaktischen Montierung vom Flohmarkt (€ 10,-).

Beide Röhren wohnen in meiner Praxis. Ich kann sie schnell schnappen, vor der Türe aufstellen und los gehts. Der kurze FH ist für große Felder (Plejaden, Orionnebel, und und und.....) verträgt abgeblendet aber auch mal 80 fach am Mond. Der lange schaut z. Zt. regelmäßig nach dem Mond und der Venus. Doppelsterne und manch anderes (die anderen Planeten) lässt sich aber auch schön im Detail beobachten. Die 2 Sahnestücke haben mich gebraucht zusammen weniger als € 300,- gekostet und bereiten so viel Beobachtungsspaß. Als Schüler oder Student in den 1960 - 1970 ern wäre ich mit so einer Ausrüstung der King gewesen.

Damit wir uns richtig verstehen, ich habe auch eine echte Sternwarte und 10 Zoll Öffnung. Die kommen aber deutlich seltener zum Einsatz.

Schau dich mal auf dem Gebrauchtmarkt um, lass dir von jemand erfahrenem in deiner Nähe helfen und verschaff dir mit einem preiswerten aber soliden (Montierung) Einstieg erst mal die Erfahrung, die durch nichts zu ersetzen ist.

CS Gerhard (Sterngucker Frankenberg)
 
stimmt ich habe vor lauter hin und her den falschen Newton gewählt.

Danke Markus,
diese Lösung muntert mich wieder auf.

Dobson zum beobachten.

Dobson +Zubehör für Mond u. Planetenfotos

Star Adventurer für Fotos mit Kameras mit Fotooptik bis 135mm
( ich hatte sogar irgendwo ein Foto vom Orion gesehen was mit einer Panasonic GH5 mit einem 100-400 Tele (200-800mm) auf dem SA gemacht wurde. sicher nicht das optimal mit der Qualität ,aber man freut sich.)


Gruß
Rudi
 
Hallo Rudi,

gute Idee. Der SA (Star Adventurer) ist wirklich nett und wenn man ihn gut ausbalanciert gehen auch längere Teleobjektive oder sogar auch mal ein kleiner 72/432 Refraktor.

Allerdings sollte man länger belichtete Aufnahmen (so ab 40-60 Sekunden sag ich mal, nur bei längerer Brennweite) "guiden", aber das kann der SA ja Gott sei Dank auch (zumindest in der einen, motorisierten Achse - zB mit einem MGEN). Aber anfangs braucht man das erst mal nicht. Da lernt man das Ausrichten der Achse auf den Pol und das Scharfstellen und wie man belichtet... und macht einfach schöne Fotos und das macht viel Spaß! (y)

lg
Niki
 
Die Kombi Dobson mit dem Star Adventurer ist nicht schlecht, weil die bestehende Fotoausrüstung gut verwendet werden kann. Ein Dobson ist visuell ein tolles Gerät und zeigt im Bereich Deep-Sky einfach mehr Objekte als ein 4"Apo. Den Maksutov für Planetenfotos würde ich mir sparen. Die Mond und Planetenfotos kann man ohne Nachführung durch den Dobson machen.
Falls es doch ein Apo für Foto und Visuell sein soll, würde ich mir mal den Skywatcher Esprit anschauen.

Kommt halt immer drauf an, was man machen will. Ich persönlich hätte mit der SA keinen Spaß. Wenn man lieber kleinere Objekte fotografiert, dann verstaubt das Teil in der Ecke. 99,9% der erreichbaren Motive sind halt klein. Für die paar Motive für Übersichtsaufnahmen würde ich mir keine Montierung kaufen. Da kann man auch einfach die Kamera auf eine Schiene schrauben und auf die große Montierung klemmen, wenn man die eh schon hat.

Ich sehe das so ähnlich wie mit dem Autokauf. Man kann natürlich alles rational abwägen, was besser und schlechter ist. Aber letzten Endes bist du mit dem glücklich, was dein Bauch dir sagt. Über meinen Apo wird auch gerne gesagt, dass er für alle möglichen Zwecke ungeeignet ist, für den ich ihn einsetze. Ich habe aber trotzdem gute Ergebnisse, und ich mag das Teil jedesmal, wenn ich es sehe. Es sieht aus wie ein Teleskop aussehen soll, es passt alleine schon optisch perfekt auf die Montierung und die Säule, es ist gestochen scharf, ich hau das Ding auf den Pflock und bin nach 2 min am Okular ohne groß Auskühlen oder justieren zu müssen. Ich würde mir den Apo jederzeit wieder kaufen, nicht weil er perfekt ist, sondern weil so ein Teil einfach schon immer wollte.

Das einzige, was ich nie machen würde, wäre Kompromisse bei der Qualität einzugehen.
 
@Rudi: Vielleicht noch eine Anmerkung zur Fokuslage eines Dobsons. Typischerweise liegt der Fokus so, dass man mit einer Kamera nicht in den Primärfokus kommt. Hier gibt es folgende Möglichkeiten: Fotografie mit einer Barlow (z.B: 2x Powermate), Afokale Fotografie "durch ein Okular Fotografieren", den Hauptspiegel um den Fehlbetrag (~50mm) höher m Tubus montieren. Alles drei Möglichkeiten die Du bei der Wahl des Zubehörs mit einbeziehen könntest.
 
Hallo Rudi,

so, Rudi, jetzt musst Du Dich entscheiden:
- das Teleskop das blabla und jajaja kann
oder
- das Teleskop das blubblub und nenene kann
;)

Ne, im Ernst, wie Du siehst, es wird nicht übersichtlicher, leider.
Es gibt keine allgemeingültige, Niki hat es, glaube ich, schon erwähnt, Antwort.
Geh in Dich, besorge Dir Literatur und lies Dich in die Thematik ein:

Teleskope:
- Refraktor, Linsenteleskop, in seinen Bauformen Achromat, ED, Apo - Vor- und Nachteile, Haupteinsatzgebiet
- Reflektoren, Spiegelteleskope, in seinen Bauformen Newton, Cassegrain - Vor- und Nachteile, Haupteinsatzgebiet
- Katadioptrische Teleskope, Linsen/Spiegelkombination, in seinen Bauformen Schmidt-Cassegrain, Maksutow-Cassegrain, Maksutow-Newton, Haupteinsatzgebiet
das sollten so die gängigsten sein.
Dann kämen noch die Teleskope die spezifisch auf Astrofotografie ausgerichtet sind.

Montierungen:
- parallaktische oder äquatoriale Montierung, auch deutsche Montierung genannt
- Alt/AZ Montierung, RockerBox (Dobson), Gabel, Einarm, sonder Formen
- manuell
- GoTo
- Push to
- RA- Dec-Motoren
- auf Stativ oder Säule
- mit Polwiege aufrüstbar

Das ist ein Haufen Technik der verstanden werden will und dann auch beherrscht werden will.
Geh es ruhig an, Du willst schließlich keine unbedeutende Summe Geld anpacken.
Nicht's ist blöder als eine Teleskop das in der Ecke verstaubt oder nur zur Zierde im Wohnzimmer steht, mag es noch so gut sein oder noch so klein und wackelig, einfach nur blöd.
 
Hallo Joe

Das einzige, was ich nie machen würde, wäre Kompromisse bei der Qualität einzugehen.

Das unterscheidet dich vom typischen Teleskop-Optimator, auch eine eigene Spezies.

Hallo Rudi,

zum parallaktisch montierten Newton fürs Visuelle ist noch zu sagen, dass der Okularauszug beim Schwenk durch die Himmelsrichtungen in ungünstige Positionen wandert. Dann muss man den Tubus drehen, da kommen nicht alle mit klar.

VG Klaus
 
Die Sache muss ein Ende haben und in Relation stehen.

Ich glaube nun etwas gefunden zu haben was auch gute Kundenmeinungen trifft.
(Natürlich geht das auch mit einen kleinen APO (AP 72/420 EvoStar 72) etwas teurer habe aber nicht die Brennweite.)

Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD OTA

+Baader MPCC Mark III - Multi Purpose Newton Coma Correktor -
Omegon Flatfield 27mm Okular 1,25'' u. weitere Okulare

Skywatcher Montierung HEQ-5 Pro SynScan GoTo 1

Diese Zusammenstellung käme auf die die angepeilte Summe +- 1.800.- fürs visuelle.

zum fotografieren für später :
Omegon Off-Axis-Guider Off-Axis Guider
TS Optics 2" Adapter auf Sony und Minolta
eine ZWO ASI kann man ja auch mal in Erwägung ziehen, wenn das mit der Sony nicht gut geht.

Wenn die Zusammenstellung auch nicht taugt, kaufe ich mir eine schöne Vollformat zum normalen fotografieren, lasse die ganze Astrosache sein und schaue mit einem Fernglas die Sterne an.

Einen schönen Wochenanfang
Gruß Rudi


Hallo Rudi,

diese Auswahl finde ich hervorragend für den Einstieg: Ein 6" Newton ist ein enorm vielseitiges Gerät, mit dem man Jahre lang Erfahrung sammeln kann, und die HEQ5 ist eine super Montierung, auf die sich später die verschiedensten Instrumente setzen lassen. Du könntest vielleicht irgendwann auf Deiner Terrasse noch eine Betonsäule installieren, dann hättest Du mit der HEQ5 eine stabile Plattform, auf die man für visuelle Beobachtungen oder Planetenfotografie durchaus auch mal ein 9 1/4 Zoll Celestron setzen könnte. Zum Fotografieren kann später mal ein kleiner aber feiner lichtstarker Edel-APO auf den Newton.

Alles zu seiner Zeit - mit dem Newton kannst Du erst einmal Erfahrung sammeln.

Viele Grüße,
Holger
 
Ja, nicht umsonst haben die meisten, die schon länger dabei sind, mehrere Instrumente. Anfangen kann man aber mit fast jedem Gerät, Hauptsache, das Interesse ist nachhaltig da. Ich habe mit einem 60 mm Tasco-Refraktor angefangen. Das war vor 40 Jahren. Heute habe ich ein 100 mm Großfernglas, einen 6" Apo, ein 21" Dobson und noch mehr. Der Tasco-Refraktor hatte die "tollen" 0,965"-Huygens-Okulare, durch die heute eher die Wenigsten freiwillig durchschauen würden. Heute sind bei mir u.a. Ethos im Okularkoffer, von denen eins mehr kostet als das ganze Tasco-Zeug zusammen. Trotzdem habe ich damals mit Begeisterung im elterlichen Garten (Bortle 8) M42, M31, M44, Saturn usw. beobachtet. Ich war schon begeistert, als ich feststellte, dass ich am Sternenhimmel tatsächlich das Sternbild Pegasus so wiedererkannte, wie ich es auf der Sternkarte im Buch gesehen hatte. Deswegen: Wenn die Begeisterung für das Thema stimmt, kann man mit fast jedem Equipment anfangen (außer bestimmten chinesischen Billigstfernrohren mit unjustierbaren Kugelspiegeln in Vollplastikzellen, aber vor denen wirst Du hier dann auch entsprechend gewarnt). Neben dem Tasco hatte ich auch ein 7x50 Fernglas, mit dem ich auf die Jagd nach offenen Sternhaufen ging. Auch in der heutigen Zeit liege ich noch im Urlaub im Liegestuhl, um mit einem 8x20-Glas zu gucken, was so geht. Bei dem Hobby geht es darum, die Wunder des Universums mit eigenen Augen zu sehen - Photonen, die z.T vor zig Millionen Jahren losgeflogen sind. Während man sieht, kontempliert man, was man sieht, denn man kennt sich natürlich auch theoretisch aus. Mein erstes Wissen stammte aus dem Buch "Astronomie, die uns angeht" von Joachim Herrmann (Hrsg. Rüdiger Proske), was ich zur Kommunion bekommen hatte. Das habe ich so oft gelesen, bis es auseinander fiel. Da war übrigens auch die Sternkarte mit dem Pegasus drin. Das war das erste Sternbild, was ich am Himmel erkannt habe.
 
Ja, nicht umsonst haben die meisten, die schon länger dabei sind, mehrere Instrumente. Anfangen kann man aber mit fast jedem Gerät, Hauptsache, das Interesse ist nachhaltig da. Ich habe mit einem 60 mm Tasco-Refraktor angefangen. Das war vor 40 Jahren. Heute habe ich ein 100 mm Großfernglas, einen 6" Apo, ein 21" Dobson und noch mehr. Der Tasco-Refraktor hatte die "tollen" 0,965"-Huygens-Okulare, durch die heute eher die Wenigsten freiwillig durchschauen würden. Heute sind bei mir u.a. Ethos im Okularkoffer, von denen eins mehr kostet als das ganze Tasco-Zeug zusammen. Trotzdem habe ich damals mit Begeisterung im elterlichen Garten (Bortle 8) M42, M31, M44, Saturn usw. beobachtet. Ich war schon begeistert, als ich feststellte, dass ich am Sternenhimmel tatsächlich das Sternbild Pegasus so wiedererkannte, wie ich es auf der Sternkarte im Buch gesehen hatte. Deswegen: Wenn die Begeisterung für das Thema stimmt, kann man mit fast jedem Equipment anfangen (außer bestimmten chinesischen Billigstfernrohren mit unjustierbaren Kugelspiegeln in Vollplastikzellen, aber vor denen wirst Du hier dann auch entsprechend gewarnt). Neben dem Tasco hatte ich auch ein 7x50 Fernglas, mit dem ich auf die Jagd nach offenen Sternhaufen ging. Auch in der heutigen Zeit liege ich noch im Urlaub im Liegestuhl, um mit einem 8x20-Glas zu gucken, was so geht. Bei dem Hobby geht es darum, die Wunder des Universums mit eigenen Augen zu sehen - Photonen, die z.T vor zig Millionen Jahren losgeflogen sind. Während man sieht, kontempliert man, was man sieht, denn man kennt sich natürlich auch theoretisch aus. Mein erstes Wissen stammte aus dem Buch "Astronomie, die uns angeht" von Joachim Herrmann (Hrsg. Rüdiger Proske), was ich zur Kommunion bekommen hatte. Das habe ich so oft gelesen, bis es auseinander fiel. Da war übrigens auch die Sternkarte mit dem Pegasus drin. Das war das erste Sternbild, was ich am Himmel erkannt habe.


Fast genau so habe ich auch angefangen. Am wichtigsten ist, dass man echtes Interesse entwickelt und dann am Ball bleibt. Ein allzu aufwendiges *entfernt* gleich zu Beginn könnte hier sogar kontraproduktiv sein, weil man als Anfänger überfordert wird und die erwartete Leistung nicht annähernd abrufen kann. Man sollte nie unterschätzen, dass es zunächst Übung braucht, um ein Teleskop in der Dunkelheit (und nicht selten in klirrender Kälte und mit Handschuhen) sicher zu bedienen. Eine große 10" Tonne kann da auch schnell mal frustrieren, weil das Seeing unruhig ist, weil sie nicht so schnell auskühlt, weil die eigene Körperwärme Schlieren erzeugt usw. Ein kleineres, handliches Teleskop bietet auch unter suboptimalen Bedingungen noch ein schönes Bild und zickt meist auch nicht so rum, was Justierung und Justierstabilität angeht.

Geld in eine stabile Montierung ist nie vergeudet, weil man sich über die Jahre in deren Handhabung einarbeitet, so dass jeder Griff sitzt, und weil man diese dann immer wieder einsetzen wird. Das eigentliche Teleskop kann man dagegen immer wieder an seine Bedürfnisse anpassen. Wohl dem, der auf dem Gebrauchtmarkt einkauft und dann auch ohne große Verluste wieder verkaufen kann.

Viele Grüße,
Holger
 
Ich muss gestehen, dass ich nicht ganz Eurer Meinung bin. Das Interesse stieg bei mir auch durch Beobachtungserfolge.

Da ich mir nicht sicher war, ob die Astronomie ein Thema für mich ist, hab ich mir ein 4" Mak gekauft, das auch als Spektiv tagsüber nutzbar sein sollte. Und das ist es - ein tolles Spektiv und sehr gut für Sonne, Mond und Planeten. Aber viel mehr konnte ich damit nicht anfangen. Und wenn Du mal bei -25 Grad in Lapland unter dunkelstem Himmel irgendwie nix findest als Anfänger, dann kannst Du schon verzweifeln.

Auch ein kleiner 80/400, der als Richfielder ein günstiger Versuch der Erweiterung sein sollte, brachte eigentlich nicht das was ich mir erhofft hatte. Richfield - das weiß ich jetzt - ist halt ich so mein Ding.

Die wirkliche Offenbarung kam mit einem 20 Jahre alten C8, gebraucht gekauft, wo ich zum ersten Mal DSO richtig gut beobachten konnte. Inzwischen habe ich ein CPC800 und ein 100/600 Refraktor, die sich ganz gut ergänzen und wo ich den Refraktor auch als Grab&Go für unterwegs nutze.

Ich denke jeder Jeck ist anders - und muss seinen Weg finden.

CS.Oli
 
Kann ich so unterstützen (y).

Dennoch ist vieles sehr individuell.
Ich komme mit meinen Erfahrungen halt nur annäherungsweise ran.
Z.B. der Refraktor FH.
Ich persönlich kann gut mit dem Farbfehler leben, ein anderer bekommt die Krätze wenn er nur dran denkt ;).
Das muss man halt selber erfahren, sprich sehen/beobachten, in wie weit einen das stört.

Als mehr oder weniger "Erfahrener" muss ich das einfach sachlich mitteilen, sonst lass ich einen Einsteiger vor die Wand laufen.

Das kann halt dauern und leider evtl. auch Geld kosten.
Ich bin über diverse Teleskope und Montierung zu einer fast identischen Kombination aus Instrument wie Oli gekommen.
Ein Refraktor FH 120/600
Ein Refraktor FH 120/1000
Ein C8.
Als hauptsächliche Montierung kommt eine Alt/AZ GoTo neben einer EQ-6 R zum Einsatz.
Mit dieser Ausstattung bin ich mehr als zufrieden.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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