Fotoversuch der Plejaden

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Tobyas M

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Habe am 12. Juli mal versucht mit einer Canon 50D die Plejaden (M45) zwischen Wolkenfeldern zu fotografieren. Da ich erst 15 bin fange ich mit "Astrofofografie" erst an.
 

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OK - getroffen.

Was lernen wir:

1. Ziel aufgefasst.
2. Fokus sitzt fast. -> Stativ verwendet? Ja -> gut / Nein -> nicht gut.
3. Brennweite/Belichtungszeit -> kurze Strichspuren -> zu lang. => Tabelle: astrofotografie.org: Belichtungszeiten

Wenn Du von Deinen Motiv nach der angegebenen Tabelle eine Reihe von Aufnahmen machst, sagen wir 20, kann man die stapeln (stacken), dann sieht man viel mehr als auf einer Einzelaufnahme. Achtung: Kamera auf RAW-Format einstellen, damit die Bilder beim speichern nicht verlustbehaftet komprimiert werden.

-> Lesen: Bildformate, Raw, Jpeg, ... Schau Dich mal auf astrofotografie.org um!

Ansonsten: Daumen hoch und weiter so!

CS
Jörg
 
Vielen dank. Ja ich habe ein Stativ verwendet. Werde mal morgen früh neben Komet Neowise nochmals (falls es keinen Nebel an der unteren Donau gibt) die Plejaden mit besserer Fokosierung fotografieren, da es ja heißt: Übung macht den Meister!
VG
 
Moin Tobyas,

Jörg hat das Wesentliche schon gesagt. Jo, sie sind im Bild gut zu erkennen. Der Anfang ist gemacht, der Rest ist Übungssache.
Schau mal, du bist 15....... Ich habe erst mit über 60 mit der Astrofotografie angefangen. Und bin immer noch Anfänger, aber es macht einfach sehr viel Spaß.
Du hast also alle Zeit der Welt für dieses faszinierende Hobby.

Willkommen im Club und lg
Wolfgang
 
Hallo Tobyas,
aller Anfang ist schwer. Aber ist der erste Schritt gemacht, kannst Du darauf aufbauen.
Du hast angefangen, und bist damit denen weit voraus, die nur davon träumen, und nur erzählen, was sie alles vorhaben, letztlich aber „den Wecker nicht hören“.

Die Plejaden hast Du offenbar getroffen, doch ist die Aufnahme verwackelt, oder die Sterne sind wegen fehlender Nachführung verzogen.

Ich gehe davon aus, dass Du von Hand ausgelöst hast. Um das Setup möglichst ruhig zu halten, empfehle ich Dir, einen Fernauslöser zu verwenden, oder den 10 Sekunden-Selbstauslöser.
So hat Dein Aufbau Gelegenheit zur Ruhe zu kommen, bis die Aufnahme beginnt.
Auch die Funktion „Spiegel-Vorauslösung“ kann dabei helfen. Dabei wird der Spiegel hochgeklappt und der Verschluss verzögert ausgelöst. Schon die Bewegung des Spiegels kann auf dünnen Beinen zu verwackelter Aufnahme führen.

An Belichtungszeiten, Blenden und ISO-Einstellungen kannst Du Dich herantasten.
Ein Objekt, viele Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen, und Du weißt sehr schnell, was gut funktioniert, und was nicht.

In jedem Fall wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg bei Deinem neuen Hobby, und dafür viele klare Nächte. Ich würde mich freuen, wenn Du Deine Ergebnisse weiter hier zeigst.

CS

Dietmar
 
Das sehe ich jetzt erst, die Begegnung ist ja richtig eng, nur 1/5 Monddurchmesser Abstand. Also hoffe ich auch auf gutes Wetter so kurz vor Weihnachten.

Du hast ja das Glück mit der Digitalfotografie einzusteigen. Als ich in den 1960ern mit Fotos anfing, musste ich immer 2 Wochen warten um zu sehen, was ich falsch gemacht hatte. Heute kann ich das sofort begutachten und gleich nochmal versuchen

Viel Freude an den Sternen
Helmut
 
Hallo Tobyas

Die beiden Gasriesen zusammen im Okular zu sehen, ist ja sensationell, danke für den Hinweis! Planetenfotografie (so dass man Details erkennen kann) braucht natürlich sehr spezielles Equipment. Aber zwei „gelbe Punkte“ die nahe beieinander stehen, wirst du mit der DSLR fotografisch festhalten können.

CS und weiterhin viel Freude am Hobby!
Martin
 
Ah wow! Da bist du weiter als ich angenommen habe. Nachführung ist für Planeten nicht so wichtig, da die ja nur kurzeitbelichtet werden.

CS Martin
 
Hier mal ein Bild von Saturn am 13. Juni um EXAKT 3 Uhr MSEZ. Mein Spiegelteleskop (6 Zoll) hat leider keine Nachführung.
Hallo Tobyas, verfügst du denn über eine paralaktische Montierung? Dann könntest du filmen und von Hand nachführen. Mit ein wenig Übung funktioniert das ganz gut.


Ah wow! Da bist du weiter als ich angenommen habe. Nachführung ist für Planeten nicht so wichtig, da die ja nur kurzeitbelichtet werden.

CS Martin

Hallo Martin,
das ist so nicht ganz korrekt. Wenn man Planeten filmt, um hinterher die besten Frames zu stapeln, ist eine Nachführung schon sehr praktisch. Je länger die Videosequenz ist, desto mehr Frames hat man am Ende, die wenig vom Seeing beeinflußt sind.
 
Hallo Karsten (Mr.Radar)

Ja eine Nachführung und eine Planetencam mit Laptop oder ähnliches wäre toll! Tobyas zeigt eindrücklich, was bereits mit einfacheren aber eben vorhandenen Mitteln möglich ist. Mit den vorhandenen Mitteln gehen Objekte, die kurzzeitbelichtet werden, besser.

Übrigens zeigt Holger alias Komposer hier immer wieder Bilder, die sich im Maximum dessen bewegen, was mit Amateurmitteln möglich ist. Hier sein Bericht, wie er die Nachführung gelöst hat!

CS Martin
 
Hallo Martin,

ich wollte nur darauf hinweisen, dass auch mit einfacher Ausrüstung einiges möglich ist, wenn man weiß wie. Deswegen fragte ich, ob eine paralaktische Montierung vorhanden ist. Die dürfte von Hand einfacher nachzuführen sein, als eine Azimutale oder Dobson-Montierung.
Ich bin selbst noch mit einer manuellen EQ1, einem günstigen Achromaten und einer TouCam unterwegs. Mein Equipment darf glaube ich durchaus als rudimentär bezeichnet werden. ;)
(Ich hoffe das demnächst zu ändern.)

CS
Karsten
 
Hier mal eines meiner ersten Fotos mit miner Kamera, 2. April 2020: Venus (erleichterte das Fokusieren enorm) stand unterhalb M45. Damals fotografierte ich nur spontan und ohne Aufwand :)
Zur Nachführung von Planeten: Ich habe am Dienstag früh Uranus auf einem Einzelbild (ISO 3200; 1 Sek. Belichtung) abbilden können. Neptun durchs Teleskop zu fotografieren ist mit meiner Ausrüstung unmöglich, glaube ich. Oder?
_MG_8863.JPG
Uranus.JPG
Uranus (türkise Punkt)
CS Tobias
 
Moin Tobias,

Auch Neptun kann man mit einfachen Mitteln fotografieren. In diesem GIF

Neptun_29.gif


mit nur einem 200mm Teleobjektiv habe ich eine Konjunktion mit dem Mars vom Jahreswechsel 2016/17 ausgenutzt um die unterschiedliche Tagesbewegung der beiden Planeten sichtbar zu machen. Neptun ist der kleine Punkt links oben, der ganz wenig springt.

Um von Neptun eine deutliche Scheibe, oder gar Oberflächendetails zu erhalten, brauchst du schon "dickeres" Equipment. Immerhin beobachtest du da eine 1€-Münze auf rund 2 Kilometern Entfernung.

Viele Grüße
Helmut
 
Hallo,
ich habe jetzt ein Bild der Plejaden aus 9 Einzelaufnahmen erstellt. Das einzige was ich falsch gemacht habe war, dass ich die Einzelbilder jeweils zu lange belichtet habe.:rolleyes: Trotzdem sieht man (komischerweise) relativ viele Sterne am Gesammtbild. Unten dann eines der Einzelbilder (nachträglich in JPG umgewandelt) und dann das gestackte Foto.
cs Tobias
Plejaden 9 Einzelbilder.jpg
_MG_0881.JPG
 
Halo zusammen
Hammer Fotos so was hab ich auch gemacht nur mit der venus in der Nähe.
güsst *entfernt*

verwendete die Nikon Z6 mit Tele 120-400 mm und mein Astro- PC Eagle Core DSLR. bei dem Bild bekam ich einen Toten Pixel auf dem Sensor. das war im Lock-down.
 
Hallo,
letztes Foto von M45 bis zum Winter, wenn diese dann auch hoch stehen. Ich werde dann auch versuchen M44, Orionnebel und Andromedagalaxie zu fotografieren. Das Foto, 13x2 Sek bei ISO 1600, entstand in meinem Garten, umzingelt von Nacktschnecken. Dorthin zu kommen, war fast ein Stunt, da i ned af de affetetn wui, wei i sonst den Schlatz am Schuah dro hob und des mechat i ned.;) (ich hoffe ihr versteht den Dialekt). Außerdem war es mit 12°C heute früh deutlich kälter als vorhergesagt, und konnte nochmal gut durchlüften. cs Tobias
M45 (2).jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo
ich habe gestern Abend völlig spontan die Andromedagalaxie aufgenommen (ich will keinen neuen Thread aufmachen). Vorweg: Ich habe NULL Erfahrungen von Deep Sky mit stehender Kamera;), da ich fast nur Planeten und Mond fotografiert habe (Die Planetenbilder von mir sind in der Bildergalerie) Einstellungen für M31 waren: Canon 50D, 9x2 Sek, ISO 3200, Blende 3.5, Brennweite 270mm, stehende Kamera in meinen nicht komplett dunklen Garten. Die Transparenz vom Himmel war extrem schlecht, es war ziemlich dunstig. Hat das einen Einfluss aufs Bild?
_MG_3107_6.jpg


Ich würde mich über Verbesserungsvorschläge und Tipps freuen.
CS Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tobias,
die Aufnahme ist, wenn ich das richtig sehe, reichlich verwackelt.
Bei zwei Sekunden Belichtungszeit wahrscheinlich durch das Auslösen der Aufnahme selbst, oder durch die Bewegung des Spiegels. Darüber habe ich im Beitrag #5 bereits geschrieben.

Wie hat den Dein Aufbau bei dieser Aufnahme ausgesehen? Also welches Stativ, welcher Auslöser, mit Spiegelvorauslösung oder ohne?
Dunst war sicher nicht das Problem.

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar
Da bei meinem alten Objektiv die Blende kaputt ist, habe ich das Ersatzobjektiv hergenommen, dass keinen Bildstabilisator hat. Sonst 10 Sek. Selbstauslöser, ohne Spiegelvorauslösung und hama Alpha60 Stativ.
cs Tobias
 
Hallo Tobias,
das war mir schon fast klar. Der Aufbau lässt Bewegung zu, er ist instabil.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Verwackler bereits beim Hochklappen des Spiegels passiert ist. Der Spiegel ist zwar recht klein, und besitzt keine große Masse, aber die Trägheit selbst dieser kleinen Masse reicht aus, dem Ganzen einen Bewegungsimpuls zu geben.
Und die Bewegung siehst Du in lang gezogenen Sternen.

Daher wiederhole ich meine Empfehlung:
Nimm ein stabileres Stativ.
Nimm einen Kabel-Fernauslöser.
Benutze die Funktion „Spiegelvorauslösung“.
Gib dem Aufbau nach Spiegelauslösung ausreichend Zeit auszuschwingen.

Dann wird das Ergebnis ein anderes sein, und Du kannst auch ohne Nachführung länger belichten, was dem Bild in jedem Fall zusätzlich zugute kommen würde.

CS

Dietmar
 
Hallo
Gestern Abend habe ich den Orion unter Bortle 5 - Himmel aufgenommen. @Dietmar: mit Spiegelvorgauslösung. Ist es nun besser? Daten: Canon 50D, 4 Minuten (12x20 Sek) Gesammtbelichtung, ISO 2500, Brennweite 10mm, Blende 3.5. CS Tobias
5 Dez2.jpg
 
Hallo Tobias,
es ist immer schwer, eine Maßnahme zu bewerten, wenn gleichzeitig an „mehreren Schrauben“ gedreht wurde. Dein aktuelles Orionbild hast Du mit 10mm Brennweite aufgenommen, also mit einem Aufbau, der im Vergleich mit 270mm viel toleranter ist, was ungewollte Bewegungen angeht. Sei es Bewegung im Aufbau oder in der scheinbaren Sternbewegung.

Spannend wäre ein direkter Vergleich von Aufnahmen mit 270mm Brennweite.
Mal mit Spiegelvorauslösung, mal ohne.
Das müsste die Unterschiede am deutlichsten zeigen.

In jedem Fall hast Du offenbar gestern Glück mit dem Wettert gehabt!
Bei uns ist es seit geraumer Zeit bewölkt oder neblig :(

CS

Dietmar
 
Hallo Tobias,

sehr gute Steigerung, du bist auf dem Weg :y:

LG
Willi
 
Hallo
2022 brachte gestern abend noch einen klaren himmel, also hab ich auf die Plejaden gehalten. 151x22 Sekunden kamen dabei Zusammen. Da ich die selbe Brennweite wie am 7.12.21 genommen hab, hab ich beide Aufnahmeserien kombinitert, da sowas anscheinend geht. Ich hab dann noch die Farbe angepasst. Das kam dann dabei raus: Erstes Astrofoto von mir im 2022.
Neujahrsplejaden.jpg

restl. Daten:
Canon 50D auf iOptron-Skytracker pro
ISO 1600
Brennweite 200mm
CS Tobias
 
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