Erstes Teleskop für unter 1000€

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stalli

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Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit längerem damit, mir ein Teleskop anzuschaffen. Ich habe mich im Internet (sterngucker.de) informiert und denke, dass ein Newton-Teleskop am besten für mich passt. Ich möchte erstmal Objekte aus unserem Sonnensystem beobachten, und später aber auch Deep-Sky-Objekte. Da ich mitten in NRW wohne ist die Lichtverschmutzung ein kleines Problem. Zum Glück ist der Sternenpark in der Eifel nicht weit entfernt. Daher sollte das Teleskop mit dem Auto transportierbar sein.
Ich habe mir ein Budget von 1000€ gesetzt. Auf sterngucker.de wurde das Bresser Teleskop N 203/1000 Messier Hexafoc EXOS-2 empfohlen. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit dem Teleskop. GoTo-Steuerung brauche ich erstmal nicht (kann zur Not ja aufgerüstet werden).

Ich würde mich über jede Antwort freuen.

LG
 
Hallo Lars,

das Teleskop kenne ich nicht. Macht aber bis auf den billigen Okularauszug einen ganz guten Eindruck. Wenn Du keine Fotografie planst, wird das kein allzu großer Nachteil sein, aber das Fokussieren kann dann schon mal Nerven kosten.
Wie üblich in solchen Komplettpaketen ist aber auch hier die Montierung unterdimensioniert. Die EQ5 trägt maximal 10kg soweit ich weiß. Und das ist dann auch wirklich die absolute Grenze. Der Tubus ohne Zubehör wiegt aber schon 11.
Das wird schon irgendwie gehen, aber wenn ich so viel Geld ausgeben würde, dann würde ich von solchen Kompromissen die Finger lassen.

Was genau verstehst Du unter Deep Sky?
Ich frage deswegen, weil viele Einsteiger eine völlig falsche Vorstellung davon haben, was man da durch ein Teleskop sehen kann.

Viele Grüße
Dennis
 
Hi Dennis!

Danke für deine Antwort.
Erstmal habe ich nicht vor auch zu fotografieren. In Zukunft eventuell schon. Kann man den Okularauszug noch aufrüsten? Außerdem werde ich mich dann nach stärkeren Stativen von Bresser umschauen.
Unter Deep Sky würde ich andere Galaxien oder Nebel verstehen.
LG
 
Es ist sicher möglich, den Okularauszug aufzurüsten. Die Frage ist, ob es nicht besser ist gleich von Anfang an darauf zu achten.
Hellere Galaxien und Sternhaufen kann man surch das Teleskop ganz gut sehen. Eben alles was hell ist. Aber es sieht nicht so aus, wie Du das von Fotos gewohnt bist. Nebel siehst Du wenn überhaupt als leichten Schatten durch das Teleskop. Die werden erst durch Langzeitbelichtung und Stacking richtig sichtbar. Dessen sollte man sich bewusst sein, damit man nicht viel Geld ausgibt und dann bitter enttäuscht ist.
 
Ich bin mir auf jeden Fall bewusst, dass man die tollen Bilder von Nebeln so nicht im Teleskop sehen wird.
Woran erkennt man denn einen guten Okularauszug?
 
Hallo Lars,

erst mal willkommen im Forum.

Die Exos-2 wird allgemein in die EQ-5 Klasse eingeordnet und trägt laut Bresser 12Kg, was meiner Erfahrung nach nicht wirklich hin kommt. Bei mir steht ein Exos-2.
Manuell ist sie ganz in Ordnung.
Der GoTo Nachrüstsatz ist mir persönlich von den Motoren her zu laut, nicht wirklich spannend für z.B. Balkonbeobachtung und auf Dauer auch sonst nervend. Der Handcontroller hat einen sehr lauten Bestätigungston der nicht abzustellen ist oder zumindest leiser zu stellen ist. Kann sich evtl. mit einer neueren Softwareversion geändert haben, weiß ich aber nicht.
Damit es stabil wird, m.E. auf der Exos-2 maximal einen 150/750 Newton für rein visuelle Beobachtung.

Der Tubus mit seinen 11,9Kg gehört, rein von den Zahlen her, schon auf eine HEQ-5 und dann nur für rein visuelle Beobachtung.
Es ist nicht allein das Gewicht, sondern auch die Baulänge, die einen ordentlichen Hebel ausüben wird. Denn bei Newton Brennweite = ca. Baulänge. So ein 8"-er bietet auch reichlich Angriffsfläche für laue Lüftchen und Wind.
Die HEQ-5 hat 14 Kg Tragkraft. gibt es manuell und auch mit GoTo Nachrüstsatz oder direkt fix und fertig.
Die HEQ-5 gibt es nur mit GoTo. Die EQ-5 ist nachrüstbar oder gleich fix und fertig mit GoTo.
Rein visuell würde das gehen, aber dennoch tendiere ich bei solchen Teleskopen eher schon zur EQ-6 R oder ähnliche Montierungen.
Die fallen aber aus Deinem Budget.
Alternativ eine EQ-5 manuell oder HEQ-5 mit einem kleineren Tubus.

Bei den Bresser Tuben muss man auch aufpassen, denn die haben, zumindest ist es bei meinem Refraktor von Bresser so, einen Sucherschuh auf den die Standard Sucher, also z.B. ein Nachkauf, nicht passen. Somit muss ein extra Sucherschuh angeschafft und angebracht werden.
 
Einen guten Okularauszug erkennt man vor allem an der Untersetzung zur Feineinstellung.

Was vielleicht auch noch gesagt sein sollte ist, dass 1000mm Brennweite für visuelle Deep Sky Beobachtung schon ziemlich viel ist. Das ist eher was für Planeten.
Ich habe mit Deep Sky visuell aber selbst gar keine Erfahrungen. Ich fotografiere.

Wie Mathias schon sagte wäre ein 150/750 vielleicht sinnvoller.
 
Hallo Lars,

dieser Tubus gehört mindestens auf eine Montierung der EQ6 Klasse w/Länge & Gewicht. Komplettangebote Tubus & Montierung sind meist hart an der Gewichtsgrenze kalkuliert.

Planetenbeobachtung benötigt lange Brennweite w/ notwendig hoher Vergrößerung - DeepSky (auch w/ Fotografie später) kurze Brennweiten. Dieser Widerspruch war unter anderem auch der Grund für die aufkeimende Beliebtheit der Schmidt-Cassefrain Systeme.

Schau deshalb erst mal bei den SC-Systemen bis 6 Zoll (15 cm) Öffnung. Da ist dann auch meist das Gewicht niedriger.

Da ich mein C8 auf der StarDiscovery Montierung visuell gut nutzen kann, schau Dir bitte mal die Kombi hier an:


Zusammen 1.070 EUR bei Lieferung nach Deutschland.

C8 OTA hat 5.67 kg, das C6 OTA nur 4.54 kg

Und erwarte bei visueller Beobachtung nicht zuviel!

http://www.svenwienstein.de/HTML/was_sieht_man_im_teleskop-.html

Schon mit einer CMOS Kamera für 150 EUR bringt aber dann Dein 6" interessante Einblicke (hier sogar nur 4" Refraktor auf Discovery Montierung, SVBONY SV305, 10x20sek, gestackt mit SIRIL):

IMG_20200706_233234.jpg

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

Schmidt-Cassegrain-Teleskope habe ich mir auch angeschaut, habe aber gehört, dass diese erst im höheren Preissegment einen Vorteil gegenüber den üblichen Systemen bieten.
 
Hallo Lars,

die von Peter erwähnten Schmidt-Cassegrain (SC) Teleskope sind feine Instrumente.
Kompakte Bauweise, selbst bei einem C8 (SC 8"-er) noch ein moderates Gewicht und somit nicht so anspruchsvoll in der Montierung.
Recht gutmütig in den Okularen. Ich nutze selbst verschiedene Okulare aus verschiedenen Serien und wirkliche Ausreißer habe ich da nicht.
An Planeten/Mond sind sie gut zu verwenden und Deep-Sky im Detail geht auch gut. Weitfeld/Richfield ist nicht so ihre Domäne.
SCs sind, nach meiner Erfahrung, recht wartungsarm, da eine Kollimation sehr selten notwendig ist.
Was zu einem SC anzuraten ist, ist eine Taukappe.

SCs liegen aber vom Preis her hoch.
Der C6 liegt bei knapp 900,-€ und der C8 bei knapp 1400,-€. Gelegentlich werden sie zu guten Preisen angeboten. Meinen C8 habe ich für knapp unter 1000,-€ bekommen.
Auch würde ich es bevorzugen bei einem inländischen Händler zu bestellen.
Hier hast Du, bei den meisten Händlern, direkte telefonische Kontakt Möglichkeit und bei einem evtl. hin und her Geschicke denke ich schon das die Laufzeiten kürzer sind. Den Service "vor Ort" würde ich bevorzugen.

Beide, C6 wie C8, wären gut auf einer EQ-5 aufgehoben, von diesen Einarm Alt/AZ Montierungen halte ich persönlich nicht so viel.
Den C8 würde ich nicht auf die erwähnte Montierung packen, das sie mit 5Gk Tragkraft angegeben ist, der C8 wiegt schon 5,5 Kg, und den C6 eigentlich auch nicht, da dieser 4,5 Kg wiegt.

P.S.
Beide liegen mit Montierung aber außerhalb Deines Budget.
Wenn es eine parallaktisch Montierung sein soll, würde ich nicht unter EQ-5 anfangen.
Um stabil parallaktisch zu montieren wird es einfach teuer oder Du gehst mit der Größe des Tubus runter.
Alternativ wäre eine Alt/AZ Montierung auf Stativ anzudenken, die sind etwas günstiger.

Empfehlung, schau Dir das Ganze mal "live und in Farbe" bei Händlern an, auf Volksternwwarten, Astrostammtisch usw. etc.. Wenn die Möglichkeit besteht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

da muss ich AstroPZ absolut recht geben.
Hatte einen Dobson auch auf dem Schirm, aber, warum auch immer, wieder verworfen.
Mag daran liegen das ich kein Fan von Newton bin ;).

Deep-Sky und der von Dir erwähnte Sternenpark in der Eifel "schreien" förmlich nach so einem "Geschoss".
Vielleicht eine Nummer kleiner, 10"-er, ist aber abhängig davon was Du gewillt bist zu transportieren und welche Transportmöglichkeit Du hast.

Mit einem Dobson hast Du den von Dir präferierten Newton, eine stabile Montierung, intuitive Bedienung.
Bei 1.000,- kann man auch mal andere Marken ins Auge fassen, als die üblichen Verdächtigen ;).
Aber da sind dann die Dobsianer gefragt.
Wenn Du eine Nummer kleiner bleibst (10") dann sind auch noch ein, zwei gute Okulare drin.
 
Hallo,

ich gebe auch mal kurz meinen Senf dazu. Einmal hat mich irritiert, dass ein guter Okularauszug angeblich an der Untersetzung zu erkennen ist. Mit Verlaub, ich halte das für Unsinn. Viele der Okularauszüge mit Untersetzung sind aus Guss, die Kugellager laufen ebenfalls in weichem Alu-Guss und die Lagerung der Antriebswelle besteht häufig aus Plastik. Ich würde so eine Konstruktion nicht unbedingt für gut halten, bestenfalls akzeptabel. Demgegenüber gibt es z.B. die NGF-Okularauszüge von JMI, die haben keine Untersetzung und spielen trotzdem in einer anderen Liga. Das soll aber keine Kaufempfehlung sein.

Das 1000mm für Deepsky schon ziemlich viel ist halte ich auch für ein Gerücht, denn sonst müssten viele ihr Gerät längst getauscht haben ...

Von einem 12er würde ich einem Anfänger dringend abraten, das Gerät ist schon etwas ausladender und verursacht daher etwas mehr Aufwand beim Auf- und Abbau. Die Gefahr, dass man sich den Aufwand bei suboptimalen Bedingungen spart ist schon relativ hoch. Außerdem muss man einen Anfänger vielleicht nicht jedes mal mit der Justage belästigen.

8" auf parallaktischer Montierung ist zwar auch schon ein Ding, das etwas unhandlicher ist, aber vielleicht nicht so ganz schlecht, wenn man sich ein etwas höhere Beobachtungsposition wünscht oder wenn man GoTo nachrüsten möchte. Ich würde eigentlich eher zu einem 8er oder maximal 10er Dob tendieren. Die Dinger sind schnell aufgebaut, gut transtortierbar und halbwegs günstig. Man muss ja nicht gleich das ganze Geld ausgeben. ;) Falls es einem doch ein Loch in die Tasche brennt würde ich versuchen einen guten UHC-Filter zu beschaffen.


MfG

Rainmaker
 
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Von einem 12er würde ich einem Anfänger dringend abraten, das Gerät ist schon etwas ausladender und verursacht daher etwas mehr Aufwand beim Auf- und Abbau. Die Gefahr, dass man sich den Aufwand bei suboptimalen Bedingungen spart ist schon relativ hoch. Außerdem muss man einen Anfänger vielleicht nicht jedes mal mit der Justage belästigen.
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12er Dobson sind sicher schon grössere Geräte aber als Gitterrohrtubus (natürlich kein Volltubus!) und mit niedriger, leichter Rockerbox, wie beim obigen Explore Scientific, nicht schwierig handhabbar.
Übrigens bekommt man mit diesen Geräten auch eine sehr gute, komfortable Einblickhöhe.

Man muss sich bewusst sein was für Geräte das sind, aber ich würde nicht dringend davon abraten.
Man sieht einfach mehr und besser Deep Sky Objekte. Und das bei jedem nicht sehr lichtverschmutztem Himmel.
Nicht vergessen, Auflösung wird auch viel besser.

Justage wird überbewertet. Bei einem guten Gerät muss man für visuell nicht jedesmal die Justage überprüfen (meine praktische Erfahrung).

Gruss
 
Hallo AstroPZ,

natürlich ist die Einblickhöhe etwas komfortabler, als bei den kleineren Dobsons, aber der Aufwand ist doch schon ein ganz anderer. So ein Gerät "wirft" man nicht mal kurz in den Garten um eine etwas größere Wolkenlücke auszunutzen. Damit sinkt aber die Frequenz mit der so ein Gerät genutzt wird. Nicht umsonst raten Leute wie Kriege zu einem 8" "Zweitdobson" für suboptimale Bedingungen.
Rechnerisch ist die Auflösung natürlich besser, aber in natura betrifft das doch nur sehr wenige Nächte. Natürlich möchte ich auf die wenigen Nächte nicht verzichten, aber ein Anfänger ist erst mal froh überhaupt beobachten zu können und ein Gerät um 8" ist ja nun auch nicht gerade eine Auflösungskrücke, so denn die Optik was taugt und es gut justiert ist.
Justage ist überbewertet? Da wäre ich vorsichtig. Du hast damit sicherlich kein Problem, ich auch nicht genau, wie wohl so ziemlich alle die schon etwas länger dabei sind. Bei Anfängern habe ich aber schon erlebt, das es eben doch nicht so ganz ohne ist. Da wird sich von nicht wenigen doch so ziemlich einer abgebrochen. Teils aus Angst was kaputt zu machen, teils weil man es ganz genau machen möchte. Muss man jedes mal durch so eine Prozedur, dann überlegt sich so mancher ob es das richtige ist.
Von daher bin ich der Meinung die Sache am Anfang lieber etwas einfacher zu halten, so kann man sich an vielleicht weniger gern ausgeführte Tätigkeiten langsam herantasten.


MfG

Rainmaker
 
Hi Rainmaker
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Justage ist überbewertet? Da wäre ich vorsichtig. Du hast damit sicherlich kein Problem, ich auch nicht genau, wie wohl so ziemlich alle die schon etwas länger dabei sind. Bei Anfängern habe ich aber schon erlebt, das es eben doch nicht so ganz ohne ist. Da wird sich von nicht wenigen doch so ziemlich einer abgebrochen. Teils aus Angst was kaputt zu machen, teils weil man es ganz genau machen möchte. Muss man jedes mal durch so eine Prozedur, dann überlegt sich so mancher ob es das richtige ist.
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Du hast recht, ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung ausgehen.
Ich kann nicht wissen wie manch Anfänger damit umgeht.

Natürlich muss man die Kollimation überprüfen und das auch können/lernen.
Aber nach meiner Erfahrung hält das dann auch mit Auf/Abbau eine Weile.
Kurz mal beim Beobachten dann durch Defokussierung an einem Stern grob checken ob etwas nicht stimmt.

Nochmal aus meiner Erfahrung. Für visuell reicht wirklich eine einfache Kollimation.
Es gibt halt Leute, die wollen das ganz genau haben.
Ist aber meiner Meinung unnötig (Einschränkung für visuell und kein f3 oder f4).

Von daher bin ich der Meinung die Sache am Anfang lieber etwas einfacher zu halten, so kann man sich an vielleicht weniger gern ausgeführte Tätigkeiten langsam herantasten.
Ja hast du auch recht.
Aber da ist jemand der 1000€ ausgeben will. Der ist sich darüber schon sehr klar (nehme ich an ;) ).
Der will, auch wenn er noch Anfänger ist, da richtig einsteigen.
Deswegen meiner Meinung gleich etwas "gescheites".
Den Rest lernt man schon. ;)

Gruß
 
Hallo Rainmaker,

daher bin ich der Meinung die Sache am Anfang lieber etwas einfacher zu halten
so ehe ich das auch.

Denke auch, das ein leichter zu handhabendes Teleskop, hier der Dobson, öfter genutzt wird.
Unter anderem wegen der Einfachheit wird der Dobson ja dem Einsteiger empfohlen.
RockerBox hinstellen, Tubus (Volltubus) einhängen, fertig.
Nur wenn ich das Teil dann nicht alleine gehandelt bekomme, mit dem Gestänge rumhantieren mus, ist es m.E. zu Ende mit der Einfachheit.

Mit der Justage sehe ich es genauso. Natürlich, je öfter ich es gemacht habe um so leichter geht es dann.
Ähnlich sehe ich das mit dem Einnorden für das rein visuelle Beobachten. Mei was hab ich mir Anfangs einen abgebrochen, um ja alles genau zu machen.
Jetzt wird er Kompass genommen, der AZ-Anschlag am Stativteller an Hand des Kompass ausgerichtet, Achsenkreuz drauf, ausbalancieren, fertig.
Hat bist jetzt für manuelle und GoTo Bedienung gereicht, aber wie gesagt für rein visuelle Beobachtung.
 
Hallo Lars,

mit einem 12 Zöller für transportablen Einsatz zu beginnen ist schon eine heftige Nummer. Hast du keinen Riesenwagen musst du so einen Gitterrohr Dobson jedesmal auf- und abbauen. Und ganz leicht ist der Explore Scientific auch nicht.
Da würde ich auch eher ne Nummer kleiner einsteigen. Bei einem 8 Zöller mit f/6 hast du auch den Vorteil, dass einfachere Okulare genutzt werden können und er nicht so justieranfällig ist.

Mit einem parallaktisch montierten Newton käme ich visuell nicht gut zurecht. Man muss bedenken, dass der Okularauszug beim Schwenk zB von Osten nach Westen in eine unerreichbare Position wandern kann. Dann muss man den Tubus drehen. Man kann sich natürlich an alles gewöhnen, aber für mich wäre das nichts.

VG Klaus
 
Da würde ich auch eher ne Nummer kleiner einsteigen.
Hallo Klaus,
ich schätze, wer an einem 12“ Dobson scheitert, hat auch an einem 8-Zöller keinen Spaß.
Wenn Lars einen 12-Zöller transportieren und bezahlen kann, dann würde ich ihm immer zu der größeren Öffnung raten. Das Mehr an Beobachtungserlebnis rechtfertigt meines Erachtens in jedem Fall ein Bisschen Mehr zu tragen und vielleicht einmal mehr zu laufen.
Außerdem gibt es ja auch noch 10-Zöller..........

Dass da noch das Thema Okulare auf Lars zukommt, ist klar. Aber das kommt so gut wie bei jedem Teleskop, das sich Lars aussucht.

@lars163
Hallo Lars,
falls Du doch eher zu einem parallaktisch Teleskop tendierst, empfehle ich Dir, ein Set, wie es Dir vorschwebt, vor dem Kauf mal anzusehen. Dann kannst Du auch sehen, was das Teil macht, wenn Du es berührst. Spätestens zum Fokussieren musst Du es anfassen, und auch während des Beobachtens stößt Du öfter ans Okular als Du vielleicht denkst.

Du wirst feststellen, dass ein 8“ Newton auf einer Exos 2 eine unmögliche Kombination darstellt. Davor wurdest Du ja schon eindringlich gewarnt.
Aber selbst die deutlich tragfähigere HEQ-5 halte ich für ganz klar unterdimensioniert.
Jedenfalls wenn es um ein Newton geht. Die relativ große Fläche und der Hebel des Tubusses passen meines Erachtens nicht zur HEQ-5. Ab der 6er Klasse wird es interessant.
Eine 6, 6-R oder gar AZ-EQ6 kommen mit der Last zurecht.
Ein 8“ Cassegrain, egal ob Schmidt-, Maksutov-, Ritchey-Chrétien oder sonst wie, wird von der HEQ-5 dagegen noch ganz gut beherrscht.

Also wenn parallaktisch montiert: Kleineres Teleskop oder größere Montierung.
Meine Meinung.

CS

Dietmar
 
Was vielleicht auch noch gesagt sein sollte ist, dass 1000mm Brennweite für visuelle Deep Sky Beobachtung schon ziemlich viel ist. Das ist eher was für Planeten.

Lieber Dennis,

der Satz ist nicht richtig. Es gibt unter DS Objekte die sehr hohe Vergrößerungen brauchen.
Als BSP nehme ich den Ringnebel, dessen Zentralstern - und auch den zu betrachten wäre Deepsky - mit 12" und 300 fach nicht zu knacken ist, mit 18 Zoll und 400fach schon. Hier braucht es Brennweite.

Kann es sein dass die 1000mm auf den Einstieg in die FDS Fotografie beziehst? Da wären 1000 mm viel.
CS
 
Hallo Lars,

wer auch immer dieser Dr. Merz als Sterngucker ist, da ich dort räumlich Nähe zu div Händlern sehe und als Bildquelle unentwegt der Astroshop auftaucht, drängt sich mir die Frage nach einer bestehenden Abhängigkeit auf, wenn noch dazu entspr. Werbung geschaltet wird.
Vor den Hintergrund würde ich die Empfehlung von Marken aus der Ecke zumindest mal hinterfragen.

In der Sache:
Mit 1000 EUR, kann man
- keinen Alleskönner incl. Foto kaufen
- eine Öffnung um 6" parallaktisch montiert und bessere Okulare kaufen
- einen 8er Dobson, mit mehreren sehr guten Mittelklasse Okularen
- einen 10er Dobson, mit zumindest immer noch einen verwendbaren kompletten Okularsatz oder
- einen 12er Dobson mit wenigern Okularen kaufen, so wir beim Newton bleiben.

Transport ist ein wichtiges Thema, das nur Du beurteilen kannst. Kuck Dir das Zeug an und bewerte was transportabel auf Dauer für Dich ist. Dabei geht es nicht nur um das Handling der Ausrüstung sondern auch um die Erreichbarkeit von gutem Himmel.
1mag mehr Grenzgröße ist am Himmel meist einfach durch Ortswechsel erreichbar. In Teleskopgröße bedeutet dies 8 oder 12" bzw. 12 oder 18".
Das im Hinterkopf zu behalten kann wichtig sein.

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CS
 
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