Ist das was?

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Amenhotep

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Hallo,

mein Name ist Thomas. Ich bin schon immer Astronomie-Interessiert, aber erst in der letzen Zeit zur Praxis übergegangen. Nachdem ich mit einem Einsteiger-Teleskop und einem Supertele erste Astronomie-Erfahrungen gesammelt habe, möchte ich jetzt etwas tiefer einsteigen.

Was möchte ich?
- Mond und Planeten sehen und auch fotografieren.
- DeepSky zwar auch, aber da nur die "üblichen Verdächtigen": Andromeda, Orion-Nebel, etc. Also alles, was ohne größere Mühen zu erreichen ist. Mir ist klar, daß ich mit meinen Wünschen nicht weit komme, aber das nehme ich in Kauf - wenn nicht, dann nicht.
- Transportabel in einem normalen PKW sollte das Equipment auch sein.
- Kostenmäßig sollte das ganze im Rahmen bleiben. Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen (Familie, Beruf) lohnt es sich für mich nicht, Euros im Kilo-Bereich zu investieren - dafür werde ich wohl zu wenig Zeit haben.

Ausgeguckt habe ich mir als Montierung eine Skywatcher EQ-5 PRO SynScan Goto (Skywatcher EQ-5 PRO SynScan Computergesteuerte Goto: Amazon.de: Kamera) - Gebraucht gibt's die fast zum Preis einer Neuen ohne Goto.

Als Teleskop sind mir zwei Alternativen ins Auge gefallen:

- Skywatcher Teleskop N 200/1000 Explorer BD OTA (Skywatcher Teleskop N 200/1000 Explorer BD OTA) (Wobei ich glaube, daß gerade im Marktplatz jemand das Teil gebraucht mit viel Zubehör anbietet),

oder

- TS Optics Teleskop N 200/1000 Photon OTA (TS Optics Teleskop N 200/1000 Photon OTA)

Wobei mir zweiteres besser gefällt, weil es leichter ist.

Fotografieren würde ich erstmal entweder afokal mit dem Handy oder einer Sony alpha A58 (wiegt ca. 600 g, hat 4,31 ym große Pixel). Für die Sony würde ich mir dann noch eine Barlow-Linse zulegen, denn vom Tele weiß ich, daß ich da mit 1000mm nicht weit komme.

Kann man das so machen oder was meint Ihr?

Freundlicher Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

willkommen im Forum.

Mit einem 8" Newton ist eine EQ5 meines Wissens nach fotografisch überfordert, aber dazu werden andere noch ein paar Wörtchen sagen. Lies Dich vielleicht mal durch diesen langen Thread:

Da dürften viele Deiner Fragen beantwortet und wichtige Hinweise gegeben werden.

Kaufen bitte nicht bei A..., sondern im Fachhandel. Das ist nicht teurer aber man bekommt im Zweifel auch ne sinnvolle Beratung dazu (auch telefonisch) und wenn es Probleme gibt, hat man auch einen Ansprechpartner. Es gibt einige große Internetshops (siehe auch die Anzeigen hier im Marktplatz) und wenn Du einen Shop in der Nähe hast, dann geh da mal hin und schau Dir die Geräte an!

Andromeda ist fotografisch übrigens eines der schwierigsten Objekte am Nachthimmel. Schon einfacher ist M42 (Orion). Mal eben mit dem Handy eine Galaxie knipsen ist nicht. Das geh nur beim Mond oder auch bei einem sehr hellen Kometen wie wir ihn mit C/2020 F3 Neowise erst erleben durften. Der Rest ist relativ langes Belichten mit ausgetüfteltem Equipment und viel Nacharbeit. Wenn Du bereits erste Versuche gemacht hast, dann hast Du das vermutlich schon gemerkt. Schau auch mal in der Bildergalerie auf die technischen Daten der Fotos, die Dir besonders gefallen. Da kannst Du schon einiges rauslesen.

Eine glückliche Hand bei der Entscheidung und viel Spaß mit dem Hobby!

CS.Oli
 
Hallo Thomas,

willkommen im Forum.

Schau Dir die Zahlen für Montierung und Deine ausgewählten Teleskope nochmals an.

Die EQ-5 ist mit max. 10 Kg Tragkraft angegeben, das gilt für visuelle Beobachtung.
- Das erste Teleskop, Skywatcher Teleskop N 200/1000 Explorer BD OTA, wiegt 8,8 Kg.
- Das zweite, TS Optics Teleskop N 200/1000 Photon, wiegt 9 Kg.

Mit beiden bist Du m.E. schon visuell am Anschlag bei der EQ-5.
Es ist nicht allein das Gewicht der Tuben, sondern durch ihre Brennweite von 1000mm, Brennweite = Baulänge, üben die einen ordentlichen Hebel aus. Als 8"-er sind das auch schon ordentliche "Kanonen", die eine ziemliche Angriffsfläche für Winde abgeben.

Für Deep-Sky Astrofotografie, auch wenn es "nur" die Klassiker werden sollen, brauchst Du auch noch eine Guiding-Kamera. Zusammen mit einer DSLR wirds wohl arg wackelig werden. Du bewegst Dich da bei den Belichtungszeiten im hohen Minutenbereich.

Für Planeten/Mond nimmt man eine Planeten-/Astrokamera und erstellt Videos.

P.S.
Newton in der Größe parallaktisch stabil zu montieren, zumal für Astrofotografie, wird teuer. Da bewegst Du Dich Minimum in der HEQ-5 Klasse, wenn nicht schon in der EQ-6 R Klasse.
 
Hallo Thomas,

wie schon geschrieben wurde, ist die EQ-5 mit den von dir angesprochenen Teleskopen grenzwertig beansprucht bzw. bei fotografischer Nutzung überlastet. Auf die EQ-5 kannst du besser einen 150/750 mm Newton oder einen mittelgroßen Maksutov schnallen. Wenn du unbedingt das große Teleskop kaufen möchtest, solltest du zumindest eine HEQ5 oder eine EQ-6 wählen.

Der Teleskofachhandel kann dich hierzu auch kompetent und eingehend beraten.

Gruß Carsten
 
Hallo Thomas,

ein Freund hat mal einen 8" f/5 auf EQ-5 gehabt und das Ding war schon visuell ... äh ... nicht optimal, um es mal einigermaßen freundlich auszudrücken. Um halbwegs sorglos mit so einem Ding zu fotografieren sollte man da was deutlich steiferes drunter setzen, z.B. eine EQ-6.
Bei der Astrofotografie wirst Du zumeist sehr viel mehr Geld für die Montierung ausgeben, denn dies Teil entscheidet darüber ob Du zu Ergebnissen kommst oder zu Frust. Wenn Du unbedingt mit einer EQ-5 fotografieren möchtest oder musst, dann würde ich einen kleinen und kurzen Apo bis vielleicht 3" daraufsetzen. Da ist der Hebel nicht so lang und die Dämpfung ist sehr viel besser, als bei so einem Trum von 8"er. Ein kleiner Apo ist meist mechanisch auch besser als so ein einfach gestrickter Einsteigernewton mit Stahltubus.
Falls dir der Apo zu teuer ist kannst Du auch ein 200mm Tele nehmen. Damit geht schon sehr viel. Gut der Orionnebel ist etwas klein abgebildet, aber die Gegend ist ja voll von anderen Nebeln. M31 hingegen ist bei so einer kurzen Brennweite schon überraschend detailreich und der Nordamerikanebel ist schon fast formatfüllend.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,

erst mal Danke für Eure Antworten.

Ok, Ihr habt mich überzeugt: die EQ5 ist wohl nicht das passende. Ich würde ja auch eine NEQ5 oder eine EQ6 nehmen, aber die Dinger liegen jenseits der 1000 Euro Marke und damit budget-technisch in weiter Ferne. Außerdem wiegen die wohl auch mehr, als ich auf Dauer bereit wäre, hin und her zu tragen.

Zum Fotoequipmet ist zu sagen, daß ich erst mal mit dem auskommen möchte, was ich habe - und das ist nun mal das Handy und die Sony A58. Eine Astrokamera macht sicher bessere Bilder, kostet aber auch wieder was, so daß ich erst mal sehen möchte, wie weit ich mit dem vorhandenen Equipment komme. Deswegen bin ja auch durchaus darauf eingestellt, daß einge Sachen nicht gehen werden und wenn, dann nicht in der Profiquialität, die manche hier erreichen (Die spielen technisch aber auch in einer anderen Liga).

Arbeit am Rechner schreckt mich nicht - ich sitze sowieso die meiste Zeit davor :-) Wenn ich also Belichtungszeit im Minutenbereich tauschen kann gegen viele kurze Belichtungszeiten und Arbeit am Computer, dann tue ich das.

So wie ich das sehe, habe ich die Wahl, bei der Montierung zu bleiben und ein kleineres Teleskop (z.B. ein 150/700) zu nehmen, oder die Montierung zu wechseln.

Montierungswechsel würde bedeuten, eine Dobson-Montierung zu verwenden oder z.B. sowas: TS-Optics AZ5 Azimutale Montierung mit Stativ und Feinverstellung (Teleskop-Express: TS-Optics AZ5 Azimutale Montierung mit Stativ und Feinverstellung). Die ist zwar etwas teuerer, aber nicht so ausufernd wie eine EQ6.

Gibt es eigentlich Adapter, um ein Teleobjektiv auf die Montierung zu bekommen? Das würde mir die Entscheidung einfacher machen. Im Eingangspost habe ich mein Super-Tele erwähnt. Das ist ein MAK1000 f/10. Wiegt "nur" 2,5 kg und der Mond geht damit sehr schön. Planeten auch, aber ein 44 Pixel breiter Jupiter zeigt nicht sehr viele Details. Ansonsten hätte ich noch ein 70-300mm Tele und ein 18-55mm Objektiv im Angebot.

Freundlicher Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

Du musst Dich entscheiden, wenn Du über das Teleskop gehen willst.
Mit dem Handy sind sicherlich Schnappschüsse vom Mond machbar, hab ich auch schon gemacht, aber Planeten, nun ja...
Deine Sony A58 musst Du ans Teleskop adaptieren.

Willst Du Deep-Sky fotografieren, also Deine "Klassiker", brauchst Du
- eine DSLR, in wie weit Deine Sony A58 dafür geeignet ist, keine Ahnung
- parallaktische Montierung
- ein Nachführung, entweder Einzelmotor zumindest auf der RA-Achse, oder GoTo das Nachführung mit sich bringt
- Guiding Equipment
- Stromversorgung
- und eben die Belichtungszeiten

Deep-Sky Fotografie geht auch "nur" mit DSLR, Deiner Sony A58, auf einer Montierung, die dann auch kleiner ausfallen kann.
Da käme Dein weiteres vorhandenes Fotoequipment wohl zum Einsatz.
Da kennen sich aber andere besser aus.

Willst Du Planeten ablichten brauchts:
- minimum eine Alt/AZ Montierung mit Nachführung. Es gibt zwar Spezialisten die mit einem Dobson, komplett manuell, Planetenvideos erstellen und hervorragende Ergebnisse erzielen. Aber das verlangt ordentlich Erfahrung.
- eine Planeten-/Astrokamera so was ZWO Kamera ASI 224
- eine g'scheite Barlowlinse, sonst bleiben die Planeten kleine Murmeln
- eine Notebook, da die Kameras mit USB 3.0 angeschlossen werden
- Stromversorgung
- dazu dann noch eine Capture-Software, FireCapture, SharpCap o.ä.
- die Videos werden mit ca. 3000 bis 6000 Frames im ms-Bereich erstellt, da bist Du dann bei Deinen kürzeren Belichtungszeiten. Die erwähnte ZWO ASI 224 kann eh "nur" maximal 16 Minuten belichten.

Du schleppst also ordentlich Geraffel mit auf den Acker.
Balkon, Terrasse, Garten ist da komfortabler ;).

Mit der von Dir ausgesuchten Alt/AZ sind höchstens Planetenvideos mit einer Planeten-/Astrokamera drin. Aber das wird etwas kniffelig werden, da es eine manuelle Montierung ist.
Es fehlt wieder eine motorisierte Nachführung, die hierbei auch notwendig ist. Bei Alt/AZ Montierungen musst Du in beiden Achsen nachführen, das erfordert manuell sehr viel Übung und Erfahrung, wenn da g'scheite Bilder herauskommen sollen.

Beiden Varianten ist gemein, das die Bilder/Videos anschließend mit einer Software gestackt werden.
Die lange belichteten, mehrere/viele, Einzelaufnahmen bei Deep-Sky werden durch die Software "übereinander gelegt" und ein "End"Bild errechnet, dieses wird dann noch nachbearbeitet.
Da können andere Dir aber mehr zu schreiben, da ich nur Planetenvideos erstelle und da immer noch am Anfang bin.
Die Videos von Planeten werden auch gestackt, um ein Einzelbild zu bekommen, welches dann auch noch nachbearbeitet wird.

So das Ganze in groben Zügen.
Astrofotografie ist sehr anspruchsvoll, verlangt viel Zeit, ist Kostenintensiv (es gibt da auch Spezialisten die mit minimalem Aufwand wirklich tolles erreichen) und wird halt nicht mal eben nebenbei erledigt.
Es gibt einen Haufen Bücher über Astrofotografie, lies Dich mal ein.
 
Hallo,

dabei möchte ich doch nur das, was ich sehe, auch ablichten. Es muss nicht das letzte Photon mit drauf und wenn sich's nicht ablichten lässt, dann ist das eben so. Ok, später möchte ich vielleicht mehr: wenn ich zu Reichtum komme oder - mit mehr Erfahrung - mehr will. ;)

Bis dahin bin ich auch mit einfachen Ergebnissen zufrieden - wie gesagt, das Budget ist nicht unendlich.

Wie wäre es dann eine Nummer kleiner? Mit der EQ5 Goto und einem Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD OTA (Skywatcher Teleskop N 150/750 PDS Explorer BD OTA) müsste man doch auch schon mal Spaß haben und könnte mein Fotoequipment verwenden, oder irre ich mich da schon wieder?

Freundlicher Gruß
Thomas
 
Hallo,

ich hatte vor kurzem ein Gespräch im blauem Forum gesehen, da hat einer auf einer EQ-5 ein 130/650 und meinte, das würde noch gehen. Das 750er ist vermutlich wirklich etwas grenzwertig. Ist ja auch nen ordentlicher Hebel. Aber auch mit einem 130/650er kann man gut Spaß haben.

Das Problem ist, wenn es wackelt bekommst du nichtmal schöne Schnapschüsse. Ein paar Sekunden musst du eigtl immer belichten. Außer bei sehr hellen Objekten wie dem Mond.

LG

Christian
 
Hallo Thomas,

Das mit der Astrofotografie untertschätzt Du einfach. Kleines Beispiel meinerseits: ich hab mir vor zwei Jahren das erste Teleskop gekauft und dachte auch ich versuch ein bissl Astrofotografie. Hab mir dazu eine preiswerte gebrauchte Spiegelreflex und die benötigten Adapter besorgt. Seither hab ich immer mal wieder probiert, mit verschiedenen Optiken: Maksutov, Fraunhofer f/5 Refraktor, sogar ein CPC800 und nicht mal ekne vernünftige Mondaufnahme ist dabei raus gekommen...

Dann habe ich mir einen kleinen Apo mit sehr guter Optik selbst gebaut und eine gebrauchte Planetenkamera dazu gekauft. Und bumm... auf den ersten Anlauf mit dem halbfertigen APO ein knackscharfes Mondfoto geschossen.

Will sagen: Astrofotografie muss nicht unbedingt teuer sein, aber die Komponenten müssen zusammenpassen. Sonst wird das nix. Ein Teleskop kaufen und halt irgend ne Kamera dran hängen ergibt keine befriedigenden Ergebnisse. Nichtmal bei Mond oder Planeten und DeepSky kannst Du komplett vergessen. Schon das was Du da visuell siehst, kommt auf einer normalen Kamera mit kurzen Belichtungszeiten nicht an.

Aber probier es doch aus. Schad ja nix. Wenn Du ein Teleskop mit Montierung hast, was zusammen prinzipiell für Astrofotografie tauglich ist, dann häng Deine Kamera und das Smartphone einfach dran! Die Adapter sind nicht teuer. Wenn Du dann die Ergebnisse siehst bzw nicht siehst ;) kannst Du mit einer preiswerten gebrauchten Planetenkamera weitermachen. Die schafft dann auch einfache DSO Aufnahmen. Der nächste Schritt ist dann das Guiding und eine gekühlte Astrokamera.

CS.Oli
 
Hallo Thomas,

ich kenne Deine Kamera nicht, aber wenn sie am Body ein Gewinde für ein Fotostativ / Kugelkopf hat, dann kriegst sie mit einer Prismenschine und einer Fotoschraube solo auf die Montierung. :y: :)

Das gibts in kürzer auch als Komplettangebot, ist aber momentan nicht lieferbar. Durch die längere Prismenschine kannst aber Kamera mit Teleobjektiv besser ausbalancieren, ich würde die längere Variante bevorzugen!

Im Eingangspost habe ich mein Super-Tele erwähnt. Das ist ein MAK1000 f/10.

ist das ne "Russentonne"? Die ist brauchbar für Mond und mit Baadersonnenfolienfilter vor dem Objektiv für Sonnenflecken (sobald es mal wieder welche gibt) oder partielle, ringförmige und totale Sonnenfinsternisse. Und mit einem Adapter + 2-fach Barlow-Linse und einer Planetenkamera (= Astrowebcam, die später auch als Autoguidingcam verwendet werden kannn) auch für Planetenfilme.

Planeten machen mit einer Webcam mit 2,2 oder 2,7 my Pixelgröße ab f/18 Sinn, mit 3,75 my verwende ich f/24.

Deepskyfotos mit der Russentonne sind nicht so prickelnd, weil bei f/10 die Belichtungszeiten elendig lang werden müssen und ohne Autoguiding die Sterne wegen dem periodischen Schneckenfehler und Einnordungsungenauigkeiten dann zu Eiern oder Zickzacklinien mutieren. :mad:

Deepskyfotos sollten mit f/5 oder schneller gemacht werden. Die meisten Teleobjektive liegen irgendwo zwischen f/3,5 und f/5,6. Ab 300 mm Brennweite brauchts aber auch da dann Autoguiding. Ich würde mit Normalobjektiv oder 80 bzw. 135 mm Teleobjektiv anfangen...

Jetzt im Sommer bietet sich die Milchstraße an. Lagunennebel, Trifidnebel, Cirrusnebel, Crescentnebel, Schmetterlingsnebel, Nordamerikanebel wären lohnende Ziele.

Hier ein Link zu ungeguideten Aufnahmen mit 135 mm Brennweite. Allerdings mit meiner rotempfindlichen Canon. Wie viel Rot Deine Kamera sieht, mußt selber rausfinden...
 
Hallo Thomas,
habe auf meiner HEQ-5 einen TS Photon 6" 154/600 Newton. Mit Guidescope, Kameras, Motorfokus, Korrektor und den ganzen Krimskrams kommt das ganze auf fast 8 Kg, das ist schon grenzwertig aber es funktioniert sehr gut solange der Wind nicht dazwischen funkt. Es war aber eine komplette Justage und ein Zahnriemenumbau der HEQ-5 nötig um sie so gefügig zu bekommen.
Ich würde hier trotzdem kein Gramm mehr dran hängen. Muss ich zum Glück auch nicht mehr tun, das Ding ist jetzt komplett.
Ein Carbontubus hätte hier schlappe 200gr gespart, lohnt sich also nicht wirklich.
Wenn Dir 600mm reichen, vielleicht wäre das eine Combo für Dich?

CS
Lucas
 
Hallo Thomas,

kann Oli nur zustimmen.
Die Idee mit der Astrofotografie hatte ich Anfangs auch, aber dann doch recht zügig wieder ad acta gelegt. Da kommt nicht wirklich was bei rum.
Also erst mal wirklich nur Schnappschüsse vom Mond mit dem Handy gemacht. Mal mit gutem Erfolg, mal saumäßig.
Dann so nach zwei, zweieinhalb Jahren eine ZWO Kamera angeschafft.
Da kannte ich meine Equipment aber auch schon recht gut. Sprich was meine Teleskope zu leisten vermögen und wie meine Montierung(en) zu bedienen sind und was ich von der Nachführung zu erwarten habe.
Denk auch daran, Du hantierst im Dunklen, da sollte jeder Hangriff sitzen, sonst tauchen unweigerlich Probleme auf.

Zu Deiner (neuen) Auswahl:
EQ-5 GoTo mit einem 150/750 Newton ist sicherlich eine gute Kombination für das visuelle Beobachten.
Dieser Standard Newton wird von den verschiedenen Herstellern m.E. keine großen qualitative Unterschiede hergeben.
Die Preisunterschiede kommt vom mitgelieferten Zubehör her und vom Okularauszug (OAZ).

Zur Montierung mit GoTo:
Das GoTo, gehe zu, ist kein Vollautomatismus. Unabhängig ob es, wie hier, eine parallaktische Montierung ist oder eine Alt/AZ-Montierung.
Es ist eine elektronische Auffindhilfe und deren Genauigkeit steht und fällt mit der Aufstellung und Ausrichtung der Montierung.

Parallaktische Montierungen haben den Vorteil, unabhängig ob manuell oder mit GoTo, das sie eine integrierte Polhöhenwiege haben. D.h. die Montierung wird über eine Skala am Polblock auf den Breitengrad Deines Beobachtungsstandortes eingestellt, dadurch steht die Montierung parallel zur Erdachse und muss somit nur noch in einer Achse, der RA-Achse, nachgeführt werden.
Dazu kommt das die Montierung Richtung Norden ausgerichtet werden muss. In der Grundstellung der Montierung schaut die Öffnung des Teleskop nach Norden.

Sieht dann so aus:
Skywatcher-Teleskop.jpg


Die Nordausrichtung kann für visuelle Beobachtung grob durchgeführt werden. Mit einem Kompass.
Für Astrofotografie muss die Montierung wesentlich genauer auf Polaris ausgerichtet werden. Dazu dient der Polsucher, der bei den kleineren Montierungen meist nachgekauft werden muss.
Hochpreisige GoTo Montierung bieten von der Elektronik her ein Einnorden ohne Polaris an. Sehr praktisch wenn man keine freie Sicht nach Norden hat.

Wenn das Ausrichten erledigt ist, kannst Du mit einer manuellen Montierung schon los legen.
Achsklemmungen lösen, Teleskop grob auf das Objekt der Begierde ausrichten, Achsklemmungen festziehen und dann über die biegsamen Wellen fein justieren. Dann durch drehen der biegsamen Welle an der RA-Achse nachführen. Bei Deep-Sky relativ gemütlich, bei hoher Vergrößerung an Mond und Planeten schon mehr oder weniger ein ständiges Drehen.

Bei GoTo heißt es jetzt die Montierung anschalten und das Alignment durchführen.
Zuerst erfolgt eine Dateneingabe:
- Datum
- Uhrzeit
- Längen-/Breitengrad
- bei manchen die Höhe
- Sommerzeit
Jetzt weiß die Montierung grob wo sie steht und wann sie steht.
Jetzt kommt das eigentliche Alignment, an 2 oder 3 Sternen. Diese Sterne sollte man kennen, sonst wird es nichts.
Das Alignment bewirkt, dass der einprogrammierte Sternenhimmel mit Deinem Standort, mit dem realen Sternenhimmel, abgeglichen wird.
Wenn das erledigt ist kann es losgehen mit dem Beobachten. Objekt aus einem der Kataloge auswählen und die Montierung fährt an.
Steht und fällt damit wie sorgfältig man vorher gearbeitet hat.

Da sind viele Möglichkeiten etwas falsch zu machen, was kein Beinbruch ist.
Gern gemachte Fehler, das Datum in deutscher Schreibweise. Bei den Montierungen meist amerikanische Schreibweise.
Sommerzeit vergessen.
Nur um zwei zu nennen.
Da fährt das GoTo dann sonst wo hin.
Und glaub mir, die Fehler werden immer wieder gemacht.
So alla "nein, das Datum hab ich richtig eingegeben", "schau nochmal nach", "öööhhh... ääähhhh"... ....

Für die Astrofotografie mit DSLR muss das alles sehr genau durchgeführt werden, sonst bekommst Du Strichspuraufnahmen, verschmierte Aufnahmen, langezogene Sterne usw. usw..
Dazu käme dann eigentlich noch das Guiding. Das Guding, grob gesagt, dient dazu mechanische "Fehler", die eine Montierung mit sich bringt, auszugleichen. Dazu wird eine Guidingkamera an den "Sucher" adaptiert und mit einem Kabel an die Montierung angeschlossen. Im Sucher wird durch die Kamera und einer Software ein Leitstern immer im Zentrum gehalten und wenn Fehler auftreten wird ein Signal an die Montierung gegeben, die das dann ausgleicht.

Das Ganze hat nichts mit Deiner Aussage
Es muss nicht das letzte Photon mit drauf
zu tun.
Schon das was Du da visuell siehst, kommt auf einer normalen Kamera mit kurzen Belichtungszeiten nicht an.
So siehts aus.
Deshalb der ganze Aufwand an Equipment.
Bei den langen Belichtungszeiten, der Sensor muss ja das Sternenlicht sammeln, drehst Du Dich ja, oder besser die Erde, unter den Sternen weg. Diese Bewegung muss ausgeglichen werden und das sehr genau.

Fang rein visuell an. Lern Dein Equipment kennen. Lern es zu bedienen. Was pasiert bei diesem Okular, was bei jemen Okular? Was macht z.B. eine Barlow-Linse aus? Wozu Filter? Was bewirkt der Komakorrektor am Newton?

Schnappschüssemit dem Handy sind immer drin. Mal gut, mal schlecht. Üben, üben, üben...
Dann, später, eine Planetenkamera... ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Thomas,

hab 5 Jahre mit der Kombination EQ5 und SW 150/750 Astrofotographie betrieben und kann sagen das funktioniert recht gut. Schau mal hier :
Nur bei stärkerem Wind gab es Verwackelungen, aber da kann man ja für Windschutz sorgen. Bei solchen Windbedingungen hat man aber auch bei größeren Montierungen Probleme, es sei denn, man tauscht den Newton gegen einen kurzen APO.
Später hab ich mir dann ein 8" Newton von Lacerta gekauft und das nur zweimal auf der EQ5 ausprobiert. Da war mir sofort klar, ich brauche für diese Kombi eine EQ6R. Damit läuft es super.
Falls du Gelegenheit hast, in deiner Nähe einen Teleskopshop zu besuchen, wäre das eine gute Option w.g. Beratung und auch, um mal Equipment in die Hand zu nehmen und z.b. die Montierung mal zu tragen. Da kannst du dann auch mal verschiedene Montierungen vergleichen und du wirst sofort verstehen, warum die EQ6R das doppelte der EQ5 kostet.
Teleskoptreffen sind auch eine gute Gelegenheit zur Augenscheinnahme von verschiedenem Equipment, zum vergleichen und zum fachsimpeln.

Gruß
Fried
 
Hallo Freunde

Dieser Standard Newton wird von den verschiedenen Herstellern m.E. keine großen qualitative Unterschiede hergeben.

Schön währe es ja wenn es so währe, aber das ist leider nicht so. Man muß hier den Markt genau kennen und mindestens "sieben mal sieben" um an den "ganz feinen Sand" zu kommen und nicht an ein Gerät mit "Kugelspiegel"!
Und die sind leider gar nicht mal so selten im "Einsteigerbereich". Die Wahrscheinlichkeit liegt hier im Einsteigerbereich in dieser Größe bei fiffty-fiffty!
Hat man sich nämlich einen"Kugelnewton" eingefangen so hat man mit einem 9 MM-Okular gerade noch erträgliche punktförmige Sterne und bei 83-fach gerade noch brauchbare winzig kleine Planeten. Steigert man aber die Vergrößerung mit einem 5MM-Okular auf 150-fach bei einer Austrittspupille von einem MM so ist´s schluß mit Lustig und wir sind bei der "bengalischen Warmwasserbeleuchtung" angekommen, sprich: matschige, undeutliche Planeten. Das Defizit dieser Geräte wird dann überdeutlich und Vergrößerungen über 100-fach sind nur noch ein Greuel.
Nur mal so zum Vergleich: bei meinem 152er F8-ED-Apo stecke ich ein 3,5er Nagler hinein und habe selbst noch bei einer 343-fachen Vergrößerung und 0,44 MM Ap. mehr Schärfe und Kontrast als so ein "Kugel-Newton" bei 100-fach bieten kann!
Daher aufgepasst und genau hinschauen! Die popeligen 1 1/4-Zoll-Okularauszüge, fette Fangspiegelstreben und billige Barlowlinsen/Umkehrlinsen sowie überzogene Vergrößerungsversprechen lassen bei mir die Alarmglocken schrillen!
Diese Billigteile sind zwar billig aber nicht preiswert. Der Apo ist mit 2800€ deutlich teurer aber preiswert denn er zeigt das was mit 6Zoll möglich ist. Und dazwischen liegen Welten!

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

wenn ich mir so die Beschreibungen und Daten der einzelnen Newton von den einzelnen Herstellern anschaue sind die mehr oder weniger identisch.
Da werden in der Preisklasse ab 250,- bis ??? z.B. immer parabolische Spiegel angegeben und auch werden dünne Spinnenstreben angegeben.
Da muss ich mich dann auf die Herstellerangaben verlassen. Macht man ja auch beim Autokauf, wenn der Hersteller sagt die Karre hat 120 PS, dann hat er sie ja auch. OK, mal abgesehen jetzt von der großen Schummelei mit den Abgaswerten ;).
Wenn ich dem trotzdem misstraue, muss ich zum Händler hingehen und die Spinnenstreben messen/vergleichen und einen oder auch zwei Blick(e) auf den Spiegel werfen.
An- und durchschauen ist im Vorfeld, wenn es dann möglich ist, eh besser.
Da reicht m.E. auch der Besuch bei einem Händler, da die Produktpalette recht identisch ist und die Preise nicht wirklich variieren.
Nur im Service und im Umgang mit dem Kunden unterscheiden sich die Händler, aber das kann ich leider nicht vorher beurteilen ;).

Das was ich meine, ist, dass das ganze "Geraffel" eh in Fernost, was ja oft genug bemängelt wird, produziert wird und meist wohl auch vom selben Band läuft und dann teilweise nur anders gelabelt wird. Der Hersteller gibt dann ein, zwei oder drei Okulare dazu, über deren Qulität braucht man nicht reden, vielleicht noch ein Barlow (auch nicht so dolle) oder irgendeinen Filter, vorzugsweise Mondfilter.
Man braucht sich da keinen Illusionen hingeben, das ist Massenware, sonst bekäme man in der Preisklasse keinen Newton ab 250,-€.
Schau Dir Dobson aus heimischer Produktion an. Da ist der klassische 8" auch nicht mehr so preiswert wie die standard fernost Ware.
Das da von der Qualität her ausreißer nach unten und nach oben sind, steht für mich auch außer Frage. Aber m.E. kommt da meist eine mittlere bis etwas höhere Qualität beim Endkunden an. Ich habe drei Newton und keiner ist ein Ausreißer, weder rauf noch runter.

Natürlich hast Du recht mit den Kugelspiegeln und auch mit den katadioptrischen Newton.
Da werden dem Einsteiger gern solche Instrumente im Set untergejubelt.
Die liegen aber preislich, soweit ich das mitbekomme, mit Montierung teilweise noch unter den Newton OTAs.
Das da keine Freude aufkommen kann, kann ich nachvollziehen. Deshalb wird ja auch regelmäßig vor diesen teilen in den Foren gewarnt.

Grundsätzlich sehe ich es wie Du.
Information im Vorfeld ist besser.
Nicht los rennen und kaufen und dann fängt das "gejammere" in den Foren an.
Also immer und immer wieder im Vorfeld lesen und informieren und wieder lesen und informieren.
Hier bei mir liegen/stehen ein, zwei Teile rum, die hätte ich mir sparen können ;). Oder man kann es auch anders sehen, ich habe Erfahrungen gemacht die mir dann bei weiteren (Kauf)Entscheidungen geholfen haben. Positiv sehen ;).
 
Hallo Mathias

Stichwort katadioptrischer Newton. Mittler Weile hat sich herumgesprochen, daß das nicht der Weisheit letzter Schluss ist aber genau die gleichen "Kugelspiegel" die in dieser "Bude" vom selben Band fallen werden auch als 150/750-Model quasi als "schnelle" Brennweitenalternative dem Neuling untergejubelt! Was liegt da näher als die gleichen Spiegel für ein Alternativmodell mit kürzerer Brennweite zu verwenden. Schau mal genau hin und Du wirst feststellen: genau die gleiche, billige Okularauszugsmachart , Spiegelträger, Plastikspinne mit Tubusversteifungsringen aus Plastik an den Tubusenden aber mit etwas mehr Baulänge, ein bisschen andere Farbe und unter verschiedenen Labels unter die Leute gebracht!
Es gibt sie, die guten 150/750-Modele wie zum Beispiel die, die unter Skywatcher vertrieben werden aber auch die zahllosen "Bauernfänger" unter verschiedenen Labels!
Und darum aufgepasst!

Gruß Peter
 
Hallo Peter,

so einen katadioptrischer Newton hatte ich, zum Glück, noch nicht in der Hand.
Die Teile müssen wirklich grausam sein.

"schnelle" Brennweitenalternative dem Neuling untergejubelt!
Da hast Du wohl recht, dass das gemacht wird, ist aber wo anders auch nicht anders. Ich komme aus 20 Jahre professioneller IT, was dem Kunden da teilweise an PC und/oder Notebook versucht wurde/wird unterzujubeln, nun jaaaa... ...

Aber grundsätzlich finde ich einen 150/750 Newton, vernünftig moniert, ein schönes Start-Teleskop, auch wenn Newton nicht so meines ist.
Und gehe ich mal von Sky Watcher, TS aus, sind das doch recht vernünftige Teile.
Ich habe den 150/750 Sky Watcher PDS mit dem untersetzten OAZ, nettes handliches Teil, den auf eine EQ-5 fürs visuelle macht Spaß.

Es wird sich m.E. nicht gut genug im Vorfeld informiert und ich gebe auch gern zu, dass ich das auch so gemacht habe vor gut drei Jahren.
Bin mit meinem ersten Teleskop allerdings auch nicht wirklich auf die Nase gefallen.
Mittlerweile habe ich mir angewöhnt mich gut einzulesen, meine vorhandene Literatur zu Rate zu ziehen und halt in den Foren zu stöbern und gegebenenfalls auch mal eine "dumme" Frage zu stellen.
Was ich evtl. als Fehlkauf bezeichnen könnte wäre meine Exos-2 GoTo. Da hab ich nur das Augenmerk auf den Refraktor FH gehabt.
Der wird jetzt allerdings entweder auf einer iOptron AZ Pro Goto oder der EQ-6 R montiert und schon klappt das ;).

Ich glaub auch der Einsteiger unterschätzt sehr, was er an Geld anfassen muss, um schon rein visuell vernünftig zu Beobachten.
Da spielt natürlich die Erwartungshaltung mit.
Das was die meisten am Anfang wollen, ist m.E. zu viel und das bekomme ich mit dem Standard Budget von 300,- bis 500,- € nicht hin.
Deshalb wird ja der Dobson meist empfohlen, was ja auch nicht verkehrt ist.
 
Hallo,

nochmals Danke für Eure Antworten, So langsam habe ich das Gefühl, daß ich "eingenordet" bin.

@VisuSCor: Genau das ist der Plan. Einfach ausprobieren, was geht. Alles geht eh' nicht. Ich will nur vermeiden, Equipment zu kaufen, mit dem gar nix geht.

@mbba18: Bisher habe ich manuell ausgerichtet. Ich würd's auch weiterhin so halten, aber wenn ich den Komfort bekommen kann, warum nicht?

@Sternenfee123: Ja, das MAK1000 ist die sog. Russentonne. Wie Du schon sagst, brauchbar für Sonne und Mond: den Mond bekomme ich formatfüllend drauf - in einer für mich auch ohne Nachbearbeitung akzeptablen Qualität. Planeten gehen zwar auch, aber sehr klein - wie gesagt Jupiter hat eine Größe von 44 Pixeln. Aber daß Saturn Ringe hat und die Venus eine Sichel bildet, kann man erkennen. Ich habe noch einen 2x und einen 3x Telekonverter, aber auch die habe ich bisher lieber nicht eingesetzt. Die Planeten "flitzen" dann förmlich durchs Bild - ohne Nachführung geht da nix.
DeepSky habe ich damit erst gar nicht versucht, eben wegen der langen Belichtungszeiten.

Ok, Ihr habe mir sehr weitergeholfen: Dann werde ich die EQ5 erstehen, denn die kann ich immer verwenden - und sei sei es mit Prismenschiene für die Russentonne mit Kamera bzw. Astrocam (Zubehör vorausgesetzt)
Dazu dann das 150/700 Teleskop. Damit geht schon mal was - gerade in Richtung DeepSky, denn es ist ein f/5. Und sollte ich noch mehr wollen, kann ich immer noch über einen größeren Tubus und eine größere Montierung nachdenken, ohne aber die jetzige Investion komplett zu versenken.

Freundlicher Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

nochmals Danke für Eure Antworten, So langsam habe ich das Gefühl, daß ich "eingenordet" bin.
darum geht es nicht, nur ein bisschen auf zurück auf den Teppich holen ;).
Frust vermeiden, Startschwierigkeiten überwinden.

aber wenn ich den Komfort bekommen kann, warum nicht?
Stimmt, aber man sollte wissen was ein GoTo zu leisten vermag und was nicht.
Manchmal habe ich bei dem ein oder anderen schon das Gefühl, dass geglaubt wird wenn ich mir GoTo anschaffe stelle ich das Teil nur hin und alles läuft vollautomatisch. So nach dem Motto "Alexa sag mir... ...." ;).

Mit einem 150/750 und der EQ-5 wirst Du nichts versenken, m.E.
Die EQ-5 verpackt auch einen kurzen Refraktor 120/600, wenn mal Weitfeld genießen will, oder auch einen kleineren Maksutow-Cassegrain oder auch ein Schmidt-Cassegrain. Visuell auf ihren Gebieten lohnenswerte Teleskope.
Oder aber auch einfach "nur" das Fotoequipment drauf packen.
Das Ding ist auch noch recht passabel zu transportieren.
 
Hallo Thomas,

Ich nutze den TS 8" Photon Newton in Kombination mit einer Celestron AVX auch fotografisch (Canon DSLR). Benötigst dann halt ein zweites Gegengewicht (so weit ich weiß gibt es das bei TS als Bundle).

Insgesamt ist das natürlich schon ziemlich an der Grenze, und eine EQ6-R PRO wäre natürlich besser, aber eben auch teuerer ...

Grüße
Sener
 
Hallo,

vielleicht interessiert ja den einen oder anderen, was denn nun aus der Sache geworden ist. Also:

Nachdem dann das Equipment eingetrudelt ist (übrigens dann doch "nur" eine manuelle EQ5, die motorisierte war nicht zu bekommen) war gestern Abend dann endlich auch bei uns der Himmel wolkenlos. Zeit für das First-Light.

Der Einfachheit halber habe ich mir dann Jupiter und Saturn angeschaut. Für Deep-Sky war es noch zu hell.

Jupiter war mit dem mitgelieferten 28 mm Okular sehr schön zu sehen zusammen mit seinen Monden. Mit dem 4mm Okular von meinem Einsteigerteleskop (Billigteil, aber das beste Okular ist das, was man gerade hat) konnte ich zumindest sehen, daß Jupiter gebändert ist - für mehr Details war er einfach zu hell.

Aber Saturn mit dem 4mm Okular war schon eine Art Offenbarung - die Abbildung war "bildfüllend", die Ringe schön deutlich zu sehen. Wie soll das erst werden, wenn ich ein qualitativ besseres 4mm Okular erstehe?

Festgestellt habe ich auch, daß ich bei manuellem Betrieb nicht über das 4 mm Okular hinausgehen brauche. Die Planeten sind dann doch schon recht zügig unterwegs. Man ist praktisch dauernd am nachstellen. Die Montierung schwingt aber nicht nach, so daß tatsächlich auch Zeit zu sehen übrig bleibt.

Ach ja, die Montierung: In zwei Teile zerlegt kann man sie gut transportieren. Schwerer sollte sie dann aber auch nicht werden. Mit Ihr umzugehen muss man auch erst mal lernen. Mir hat gerade beim Ansteuern durch den Sucher immer die senkrechte Achse gefehlt. :)

Insgesamt bin ich jedenfalls sehr zufrieden und freue mich auf hoffentlich viele weitere Nächte. Nochmal Danke für Eure Beratung und Tips.

Gruß
Thomas
 
welches Teleskop hats Du jetzt auf der EQ-5? Hab da irgendwie den Faden verloren :whistle:.

Das Teleskop ist das weiter oben erwähnte Skywatcher N 150/750 PDS Explorer BD OTA

Hast Du den Sucher am Teleskop ausgerichtet?

Ja, habe ich. An einem ca. 3 km entfernten Frabrikgebäude. Aber nach dem Ausrichten muss ich ja mit dem Sucher erst mal das Ziel anvisieren, damit das Teleskop mir auch z.B. den Jupiter zeigt.

Gemeint war, das das Schwenken um die senkrechte Achse, so wie ich es von der azimutalem Montierung her kenne - mit der prallaktischen EQ5 nicht zu machen ist. Sobald man das Ding nach Norden ausgerichtet hat, wird diese ja festgeklemmt.

Mit zwei "schief" stehenden Achsen nach rechts und etwas nach oben zu kommen ist - wenn man das nicht gewohnt ist - erst mal seltsam. Aber man gewöhnt sich daran.

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,

so war das gemeint :D.
Ja, da ist etwas Umgewöhnung gefragt von Alt/AZ auf parallaktisch.
Aber das wird mit der Zeit :y: .

Kann ich nachvollziehen, da ich hauptsächlich eine Alt/AZ nutze und nur gelegentlich eine parallaktische.
Da muss ich auch immer erst "umdenken", aber nach 10, 15 Minuten klappt das wieder.
 
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