Grundausstattung für 80mm Apo?

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W.alter

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Hallo zusammen,

ich habe gerade ein gebrauchtes TS-Optics Photoline 80 mm f/6 Triplet Apo mit 2-Zoll-Crayford-Auszug erstanden. Was sind sinnvolle Prismen, Okulare, Filter und Barlows für optisch und fotografisch?
Erst einmal will ich weiter mit meiner Olympus E-M1 MkII (µFT) und dem iOptron SkyGuider fotografieren, eine transportable größere Montierung und Autoguiding sind dieses Jahr nicht mehr drin.
Die Spannweite (FOV) soll von Mond bis etwa Andromeda reichen.
Ich dachte an folgendes:
  • Barlow 2x
  • Baader Hyperion 5 mm (Mond)
  • Baader Hyperion 10 mm (Plejaden)
  • Baader Hyperion 13 mm (Andromeda)
  • Prisma (welches?)
  • Variabler Polfilter (entspiegelt, Baader?)
  • Astronomik OIII-Filter


Danke im Voraus für eure Hilfe!

CS,

Walter
 
Mir persönlich wären die 10mm und 13mm viel zu eng beisammen. Hier würde ich eher zu einem 20mm oder 25mm raten, damit zwischen den Okularen auch ein sinnvoller Sprung ist. Allerdings könntest du dann fast deine 2x Barlow weg lassen (Da du damit ja faktisch deine Brennweiten doppelt belegst).

Mit den 5mm bist du ohnehin schon langsam in einem Vergrößerungsbereich, welcher zusätzlich mit einer 2x Barlow u.U (je nach Seeing) nicht mehr sinnvoll nutzbar ist.
Edit: Korrigiere mich: Bei gutem Seeing kann das 5mm mit 2 fach Barlow gerade noch Sinn ergeben, jedoch bleibt es dabei, dass die anderen Brennweiten dann vllt. so gewählt werden sollten, dass du mit der Barlow keine Überschneidungen hast. Wenn du schon die 2" am Auszug hast, machen hier vielleicht entsprechende Okkulare mit weitem Gesichtsfeld Spaß :)
 
Hallo Walter,

hast Du bisher gar kein Zubehör?

Wie sind Deine Bedingungen? Beobachtest Du unter dunklem Landhimmel oder von der Stadt aus mit hoher Lichtverschmutzung?

Was willst Du denn beobachten?

CS.Oli
 
Hi!

Keine Barlow, wozu denn? Und Andromeda hat 3°...

Meine wichtigste Ausstattung am ED80/600 ist:
  • 36mm Hyperion Aspheric für den Überblick bei 16x, und um alles zu finden:-)
  • 9mm Morpheus (liefert 66x – der Sprung in der Vergrößerung ist kein Problem, schon wegen dem größeren Bildfeld des Morpheus)
  • Astrozoom verzoomtes 7mm UWAN für die Höchstvergrößerung (gibt's leider nicht mehr)
  • 2" Zenitspiegel Baader MaxBright Spiegel (wäre heute BBHS oder der 2" Clicklock), ergänzt um UFC-Filterschublade, weil mir Filterschrauben zu blöd ist – mittlerweile ist noch ein 1,25"-Filterrad für Planeten-Farbfilter dazu gekommen
  • SkySurfer III Leuchtpunktsucher
Beste Grüße,
Alex
 
Hallo!

Meine am häufigsten eingesetzten "Kleinteile" am 80/600 (Schwerpunkt Mond und Planeten):

- 2" Zenitspiegel (wäre heute auch ein BBHS)
- 35er eudiaskopisch oder 38er Panaview als "Sucherokulare"
- Baader Zoom
- Satz Baader Orthos
- Nagler Zoom 6-3mm
- AP 2" Barlow für Fotos

Grüße und CS, Michael
 
Richtig, bisher habe ich nur Fernglas und Fotoobjektive benutzt.
Wie sind Deine Bedingungen? Beobachtest Du unter dunklem Landhimmel oder von der Stadt aus mit hoher Lichtverschmutzung?
Auf meinem Balkon habe ich Bortle 5-6, eine knappe Autostunde entfernt Bortle 3-4. In ein paar Jahren wird es Bortle 4 sein.
Alles, was das Teleskop hergibt.
 
Hallo Walter,

ich nutze auch einen 80mm Triplet APO von TS als Zweitgerät. Hier mein Zubehör, dass ich oft verwende (rein visuell):

- Zenitspiegel (kein Prisma)
- 30mm Okular
- 13mm Okular
- 6 mm Okular
- 4,5mm Okular
- 2" UHC Filter (O-III würde ich persönlich erst ab höheren Öffnungen nutzen, an meinem 5" nutze ich auch fast nur UHC, aber das is
auch eine Frage des pernsönlichen Geschmacks)

Somit kann man z.B. von Andromeda, Nordamerika, Cirrus über diverses andres Deep Sky Zeugs hin zu Mond und denn Planeten so ziemlich
alles beobachten.

CS

Matthias
 
Mir persönlich wären die 10mm und 13mm viel zu eng beisammen. Hier würde ich eher zu einem 20mm oder 25mm raten, damit zwischen den Okularen auch ein sinnvoller Sprung ist. Allerdings könntest du dann fast deine 2x Barlow weg lassen (Da du damit ja faktisch deine Brennweiten doppelt belegst).
[...]
Oh, stimmt, da habe ich nicht dran gedacht. Das 5 mm ist eigentlich für den Mond gedacht.
5-24-31 + Barlow ist da vielleicht die bessere Kombination.
 
Das Zoom ist bestimmt nur optisch zu verwenden, oder?

Ja, das nutze ich nur visuell. Aber gerade bei den höheren Vergrößerungen ist es nicht schlecht, bei den schwächeren Vergr. ist das Gesichtsfeld einfach zu klein. Für richtig hohe Vergr. habe ich aber das Nagler und die Orthos. Zur Okularprojektion benutze ich ab und zu ein Ortho.

Gruß und CS, Michael
 
Hi Walter
ich habe einen 80/555 Apo für den ich im Grunde alle Okulare genutzt habe die ich habe/hatte.
40 mm ES 68 Grad oder Panoptik 35 mm
Sehr gerne mag ich auch hier das 13 mm Ethos und das Ethos 8.
Für V max hanen das 4,7mm Ethos oder mit 0,5 AP ein XWA 3,5.
Einen 2" ZS und 2" Filter ist aus meiner Sicht obligatorisch.
CS
 
[...]
Sehr gerne mag ich auch hier das 13 mm Ethos und das Ethos 8.
Für V max hanen das 4,7mm Ethos oder mit 0,5 AP ein XWA 3,5.
Einen 2" ZS und 2" Filter ist aus meiner Sicht obligatorisch.
Hi,
Televue habe ich mir auch angesehen, die sind mir aber für die Grundausstattung ein "bisschen" zu teuer. Wenn ich Erfahrung mit den unterschiedlichen Brennweiten gesammelt habe, könnten sie eine Überlegung wert sein.
Was meinst du mit '2" ZS und 2" Filter'?

CS,

Walter
 
Für mich liegt die Crux im ZS (Zenitspiegel) bzw. Prisma. Aus einem einfachen Grund:

Bei niedrigen Vergrößerungen ist ein aufrechtes, seitenrichtiges Bild deutlich angenehmer. Man kann sich viel leichter orientieren und schnell am Himmel nachsehen, wo man eigentlich gerade ist. Bis etwa 25x finde ich das beinahe essenziell, mich nervt da jedenfalls jede veränderte Darstellung.

Bei höheren Vergrößerungen wird das zunehmend weniger wichtig, weil man sowieso vorher irgendwie anders zum Ziel finden muss mittels Sucher, Peiler oder niedriger Vergrößerung. Zudem führen die üblichen Amici-Prismen dann Fehler ins Bild ein, bis hin zu hellen Linien an überstrahlten Bildteilen (Spikes).

Das Problem dabei: Man bräuchte also zwei verschiedene Aufrichtsysteme für niedrige und hohe Vergrößerungen. Zudem sind ordentliche Amiciprismen für den vollen 2“ Durchmesser empfindlich teuer.

Günstig wäre also ein 2“ Zenitspiegel. Leider hat man kaum eine Chance, durch gezielten Kauf auch perfekte Qualität zu bekommen. Alle Spiegel kommen aus China und die tatsächliche Oberflächen- und Beschichtungsqualität ist Glückssache. Das kann im direkten Vergleich auffallen, aber wirklich gruselige Ausrutscher, die im Normalbetrieb auffallen, sind glücklicherweise selten.

Ein Kompromiss könnten die Baader T2 Amici sein, die bieten 30mm Durchlass. Das reicht locker auch für Okulare wie das XWA 20mm oder ein Nagler 22 mm. Die AP von 4 mm ist für aufgehellten Stadthimmel genug, mit dem Feld von 4° passen auch ausgedehnte Objekte rein. Am Mond oder Planeten wäre dann ein Zenitspiegel besser, es reicht dann aber ein 1,25“ Spiegel.

Ich würde die Barlow nicht wegen des Übersichtsokulars auf 2“ auslegen. Wenn Du zu dem 20-22 mm noch ein 12-14 mm und ein 7-8 mm (jeweils 1,25“) und die 2x Barlow dazu nimmst, hast Du eine sehr feine Abstufung. Als Ergänzung ausreichen würde aus meiner Sicht aber locker auch ein 12-13 mm (für optimale AP) und ein 4-5 mm (für Hochvergrößerung) ohne Barlow. Das wichtigste Okular für mich wäre eines für die ideale Austrittspupille: ~2,5 mm. In Deinem Fall also irgendwas um 12 mm.

Meine Empfehlung zusammengefasst: Amici für niedrige und mittlere Vergrößerung, Spiegel für hohe Vergrößerung. 3 Okulare (Übersicht, optimale AP und Hochvergrößerung).

Falls Geld keine Rolle spielen würde, wäre ein 2“ EMS von Matsumoto wahrscheinlich das Optimum: Zwei hochwertige Spiegel in einem Aufrichtsystem für aufrechte, seitenrichtige Bilder für alles von niedriger bis Höchstvergrösserung. Aber das steht zum Teleskop nicht in vernünftigem Verhältnis.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Walter,

Ich habe das genau gleiche Gerät als Zweitgerät und habe zwei Okular-Sets für meine Teleskope:

Delite 4, Delos 6, 10, 14, Nagler 26
Televue Plössl 8, 11, 15, 25, 32

Paradoxerweise nutze ich am kleinen Apo zu über 95% die vier Plössl 8, 11, 15, 25, ergänzt um das Delite 4 (mit 1.25" Zenitspiegel). Die großen Okulare nutze ich praktisch nur am großen Dobson. Die kleinen leichten Okulare passen für mich irgendwie viel besser zum kleinen Gerät. Nächtliche Ziele sind meist Mond, Planeten, Doppelsterne, tagsüber die Sonne (mit Sonnenfilter).

Wenn ich auf der grünen Wiese nochmal anfangen würde und Okulare nur für dieses Teleskop kaufen würde, wären es vermutlich Delite 4, 9, 18.2, Plössl 32. (oder Delite 4, 7, 13, Panoptic 24 oder so ähnlich).

Die Delites sind wirklich sehr gut, kann sie sehr empfehlen.

Am Ende kommt es ganz darauf an, unter welchem Himmel du welche Objekte beobachtest.

VG
Hermann
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Walter,

ich habe vor Jahrzehnten mal bei einem anderen Amateur auf dem ITT ein selbstgebautes 2" Diagonal (Spiegel) erworben, das sehr gut für diese Zwecke der seitenrichtigen, aufrechten Darstellung am C8 funktioniert. Das gibt es also ggf. am Gebrauchtmarkt / Bei Tauschbörsen bzw. sogar als Bauanleitung.

Gruß,
Peter
 
Hallo Walter,

kleiner Tipp am Rande: ich würde nicht gleich ein ganzes Sortiment an Okularen auf einmal kaufen. 2 Stück für den Anfang, den Spiegel brauchst Du natürlich und dann erstmal gut. Den Rest, auch Filter, dann nach und nach!
  • Auf die Barlow kannst Du verzichten, die bringt nix.
  • Spiegel auf jeden Fall 2" - gebraucht schauen! Da hätte ich einen Baader fast neu, den ich eigentlich nicht brauche... ggf. bitte PN (ist aber kein Billigteil)
  • ein Übersichtsokular und eins zum Vergrößern
Dann erstmal beobachten...

CS.Oli
 
Günstig wäre also ein 2“ Zenitspiegel. Leider hat man kaum eine Chance, durch gezielten Kauf auch perfekte Qualität zu bekommen. Alle Spiegel kommen aus China und die tatsächliche Oberflächen- und Beschichtungsqualität ist Glückssache.
Hm... du meinst also, dass bei den Highend-Spiegeln wie AstroPhysics, Baader, TeleVue mit λ/10 keinerlei Qualitätskontrolle stattfindet? Da habe ich meine Zweifel dran, egal wo die einzelnen Bauteile herkommen...

Davon abgesehen klappt bei mir die Orientierung mit Zenitspiegel, 2"-Okular und Leuchtpunktsucher am Himmel auch problemlos, gerade bei einer azimutalen Montierung hat man ja schnell im Gefühl, wo man hinschiebt. Für terrestrisch ist noch ein einfaches 1,25" Amici plust 32mm Plössl im Koffer.

Beste Grüße,
Alex
 
Hm... du meinst also, dass bei den Highend-Spiegeln wie AstroPhysics, Baader, TeleVue mit λ/10 keinerlei Qualitätskontrolle stattfindet? Da habe ich meine Zweifel dran, egal wo die einzelnen Bauteile herkommen...

Wurde schon mal diskutiert, wenn ich mich recht erinnere... :D
Ich denke nicht, dass Händler Zeit und Geld haben, um eine Qualitätskontrolle ihrer Lieferanten zu machen. Was man in Foren und beim Handel meist hört, ist doch der Standardsatz: "Da hatten wir viel Retouren, das verkaufen wir nicht mehr".

Selten hört man den Händler-Satz: "Ich sah schon beim Auspacken, es ist ein Klump." Weil dann verkauft er es nicht, weil er sich die Retouren nicht antut, die er dann bereits erwartet.

Aber einen Spiegel prüfen? Lamda/10? Wer macht das zu Hause? Womit? Oder einen Spiegel... Strehl? Rauheit? Habe ich eine optische Bank? Bin ich Rohr oder Nawratil? Nope. ;)

Uns kann man viel verkaufen, ohne es zu prüfen, denn wenn wir es nicht prüft oder der Händler, dann ist unser Messgerät unser Bauch, unsere Erwartungshaltung und unser Auge. :coffee:

Man belehrte mich eine besseren. Bei Teleskop Austria sah ich durchaus 10 geprüfte 72/432 im Regal, alle so mit Strehl 92-96, weil Tommy da sehr wohl mal etwas nachmisst und ggf. auch einstellt (steht ja auch die Eigenmarke Lacerta drauf), aber dass Händler unsere Zenitspiegel nachmessen glaube ich ehrlich gesagt nicht. :)

lg
Niki (vom "Customer-QC-Team" :D)
 
Hm... du meinst also, dass bei den Highend-Spiegeln wie AstroPhysics, Baader, TeleVue mit λ/10 keinerlei Qualitätskontrolle stattfindet? Da habe ich meine Zweifel dran, egal wo die einzelnen Bauteile herkommen...
[...]

Hallo Alex,

ich hatte nicht das Gefühl, dass der Fragesteller in dieser Preisklasse sucht. Ich sprach von der „bezahlbaren“ Mittelklasse. Das hätte ich deutlich machen müssen.

Obwohl man auch bei den teuren Spiegeln böse Überraschungen erleben kann. Ich habe ein Interferogramme von ‚scientific grade‘ Plansubstraten gesehen, die fürchterlich aussahen. Zur Abgabe „Lambda/10“ gehört übrigens noch die Art der Abweichung (RMS oder Peak-to-Valley), was quasi alle Hersteller/Anbiete „vergessen“. Als RMS-Fehler ist das ja nur ein Durchschnittswert, der kaum etwas über die maximalen Abweichungen aussagt.

Das soll nichts gegen Spiegel sein, für die Oberflächen von Prismen gilt das ja genauso.

Zur Orientierung: Es geht natürlich alles, aber ich mache es mir gerne bequem. Ich habe das versucht, als meine Meinung darzustellen, nicht als allgemeingültig. Falls das zu absolut rüberkam, entschuldigt.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Nici,

AstroPhysics, Baader & Co, die Produkte mit ihrem Namen drauf vertreiben, sehe ich als Hersteller an. Der Händler muss nicht die Qualitätskontrolle machen, sondern die Ware dem Hersteller um die Ohren hauen, wenn es Kundenreklamationen gibt. Und der Hersteller ggf. den Teilelieferanten, wenn er nur die Montage oder das Design macht.

=>Sebastian: Damit kann ich leben:-) Ich habe auch schon Spiegel der 100-Euro-Klasse in der Hand gehabt, die bläulich waren. Verspannte dielektrische Beschichtung wohl. Und hier fielen schon die Namen einiger High-End-Okulare, von daher schließe ich nichts aus. So Zubehör kauft man ja nur einmal.

Beste Grüße,
Alex
 
AstroPhysics, Baader & Co, die Produkte mit ihrem Namen drauf vertreiben, sehe ich als Hersteller an.

Das sind sie rechtlich ja auch. Und (lustigerweise) kaufen wir meist bereits bei den "Herstellern", also Baader oder APM, oder Lacerta, also sind Händler mittlerweile durch das Branding und ihre Hausmarken auch Hersteller, und sollten das Zeug nicht nur vertreiben und warten, ob sich jemand über irgend etwas beschwert, sondern die Produkte nachmessen.

Das gibt es meist nur gegen Aufpreis, diese "Lüftung des Geheimnisses", meist für Strehl und Zentrierung, also garantiert man hier in der Regel von vornherein eigentlich keinerlei Daten, sondern glaubt dem Lieferanten... (oder sich selbst, nur... die meisten Bauteile kommen aus China, auch TeleVue macht angeblich die Qualitätskontrolle im Haus, bevor etwas rausgeht, zumindest früher, denn die Produktion ist auch Fernost. :)

Wo keine Beschwerde, wird natürlich auch nicht mehr nachgemessen... also wissen wie eigentlich nicht, was wir da oft zu Hause haben, wir haben von vielen Dingen nur die Prospektdaten, keine Messdaten. ;) Aber das wissen wir ja, das ist nicht neu.

Der Händler muss nicht die Qualitätskontrolle machen, sondern die Ware dem Hersteller um die Ohren hauen, wenn es Kundenreklamationen gibt.

Nicht anderes schrieb ich. Was ich ergänzte, war, dass weder Händler noch Kunden die Überprüfung einer λ/10-Angabe durchführen (/können). Und da niemand nachmisst wissen wir eben nicht, ob die Produkte den Angaben entsprechen. Auch das gehörte eigentlich zur "Qualitätskontrolle" --> ob die Qualität den Herstellerangaben entspricht.

Aber der Händler steht dafür ein, ob das Zeug hält, was versprochen wurde, nur guckt er eben nicht nach, und der Kunde auch nicht, das war, was ich bemängelte an diesem System der "optischen Amateurbranche". Für die Kuffner Sternwarte ließ man eine 27cm Linse extra aus USA kommen, der Händler versprach gewisse Mindeststandards, und die Linse kam nachweislich (da man lustigerweise für den Versand auch den Originalkarton nahm) aus Fernost.

Man ließ sie prüfen und sie erfüllte nicht annähernd, was versprochen wurde. Also hat dort auch niemand nachgemessen, was er da verkauft. Also großes Bedauern, eine Entschuldigung, und man schickte die nächste Linse. Die auch nicht den Vorgaben entsprach. :y:

Das passiert, wenn Händler nicht nachmessen (lassen), sondern einfach dem Kunden weitersenden und gut is. Soll der doch sehen, ob das Zeug den Spezifikationen entspricht. :devilish:

lg
Niki
 
Hallo Sebastian,

[...]
Ich würde die Barlow nicht wegen des Übersichtsokulars auf 2“ auslegen. Wenn Du zu dem 20-22 mm noch ein 12-14 mm und ein 7-8 mm (jeweils 1,25“) und die 2x Barlow dazu nimmst, hast Du eine sehr feine Abstufung. Als Ergänzung ausreichen würde aus meiner Sicht aber locker auch ein 12-13 mm (für optimale AP) und ein 4-5 mm (für Hochvergrößerung) ohne Barlow. Das wichtigste Okular für mich wäre eines für die ideale Austrittspupille: ~2,5 mm. In Deinem Fall also irgendwas um 12 mm.
In tendiere im Moment zum Tele Vue Powermate 2x 2" auch zur fotografischen Anwendung (Kamera direkt am Powermate), das reicht bei meinem Sensor schon für den Mond - oder macht auch da der größere Durchmesser nicht so viel aus?
Ich habe auch darüber nachgedacht, erst mal ein Zoom-Okular zu nehmen. Das Baader MkIV deckt ja genau den Bereich von 8-24 mm ab, aber ich vermute, dass ich dann schnell eine Festbrennweite haben will und für die Fotografie ist das eh nichts.

Falls Geld keine Rolle spielen würde, wäre ein 2“ EMS von Matsumoto wahrscheinlich das Optimum: Zwei hochwertige Spiegel in einem Aufrichtsystem für aufrechte, seitenrichtige Bilder für alles von niedriger bis Höchstvergrösserung. Aber das steht zum Teleskop nicht in vernünftigem Verhältnis.
Ich habe zwar auf die Schnelle keinen deutschen Anbieter gefunden, aber der Baader 2" Amici BBHS und der Matsumoto 2" EMS-UL scheinen in der gleichen Preisklasse zu spielen. Das tut schon weh...
 
Hallo Walter,

das Zoom hatte ich auch ursprünglich, weil ich von den großen Sternwartenteleskopen gewohnt war, dass es bei rund 2m Brennweite fast den gesamten sinnvollen Vergrößerungsbereich abdeckt. Bei 600mm Brennweite sieht das anders aus, jetzt habe ich es nur noch am Spektiv und stattdessen das 9mm Morpheus, das den gesamten Bereich abdeckt, den ich vorher mit dem 8-24mm Zoom hatte.

Fotografie geht, aber für Planetenfotografie ist ein kurzer 80mm-Refraktor ohnehin kein Spezialist. Und für alles andere wird in der Astronomie nicht durch ein Okular fotografiert.

Wenn es dir um Fotografie geht: Bei 480mm Brennweite ist der Mond auf dem Sensor knapp 0,5cm groß (Richtwert: Ca. 1cm pro 1 Meter Brennweite). Das kleine Mondbild geht locker auch durch 1,25". Wenn ich den kompletten Mond am ED80 auf dem APS-C-Sensor will, mache ich meist Okularprojektion mit dem 36mm Hyperion (hat ja Anschlussgewinde) und regle den Abstand über T-2-Verlängerungen.

Beste Grüße,
Alex
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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