Astro-/Deepsky-Einstieg - Autoalign, Fullguider, Montierungsvarianten - ich steig nicht mehr durch...

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Nightwolf

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Moin Forianer :)

Gleich zum Einstand mit großen Dingen nerven liegt mir eigentlich nicht, aber ich würde gerne starten, drehe mich gefühlt nur noch im Kreis und das muss mal aufgelöst werden.
Ich bin hier natürlich schon durch das Forum geschlichen, und ich hatte auch bereits bei Astrofoto-Equipment-Shops angefragt, aber...aber es bleiben einfach zu viele Fragezeichen bestehen; und ich will die Fachberater vom Shop auch nicht mit meinen Gedankengängen nerven, denn entweder stelle ich mich wirklich zu dumm dafür an oder ich denke einfach viel zu kompliziert.

Vorweg: Leider muss ich zum Verständnis recht weit ausholen...sorry :eek:

Sinn und Zweck habt ihr vom Titel her wahrscheinlich erraten: Ich würde gerne "tiefer" in die Astro- und Deepskyfotografie einsteigen.
Mit einem vorhandenem kleinem iOptron Skytracker konnte ich bereits vernünftige Bilder im UWW-und WW-Bereich erstellen - 2 davon wurden auch schon auf Acryl/Alu-Dibond in 120x100cm gezogen.
Bei 200mm sind auch ein paar Fotos "ganz gut" geworden, da war der Ausschuss aber schon sehr viel größer, und das genügt meinen Ansprüchen nicht mehr.
Das übliche: "ich will mehr" ;)

Absteigend erstmal die Herausforderungen:
  • Die Montierung sollte möglichst noch flugreisetauglich sein; bedeutet (für mich) unter 9 Kilo zusätzlich für Montierung und Guiding.
  • Vorhandenes Fotoequip soll genutzt werden (auch, weil dies auf Reisen sowieso dabei wäre).
  • Beiläufige Feststellung: an schönen Orten habe ich grundsätzlich schlechte Sicht auf Polaris - Auto Guide oder Full Guiding ist für mich daher Pflicht.
  • "Bequem" wär sehr schön (ja, ich weiß dass man Bequemlichkeit bezahlt).
Die ersten Übungen vor einer Astrofahrt würden natürlich vom heimischen Balkon (Hannover, Stadtrand, stadtabgewandt) mit allen bekannten Nachteilen erfolgen.
Großer Vorteil ist hier aber, dass meine Server in Reichweite wären und ich die CR2/CR3 mittels WLAN übertragen, sofort umwandeln und noch im RAM bearbeiten könnte.

Warum bei diesem Anspruch überhaupt noch das vorhandene Fotoequipment?
Nun ja, das Equip geht deutlich in den Bereich (Semi-)Pro, ich nutze dies u.a. auch bei Hochzeiten, Feiern, Taufen - die großen Brennweiten bei Wildlife und Co - ich kann also blind damit umgehen; auf Reisen habe ich grundsätzlich eine Auswahl dabei.
Ich weiß natürlich, dass mir dabei erstmal durch die IR-Sperrfilter einige Nebel entgehen (hier habe ich mich bereits entsprechend eingelesen), aber dennoch sollte sich hier etwas bewerkstelligen lassen.
Aber irgendwo muss ich beginnen...und da das Zeug sowieso schon hier rumliegt, kann ich es auch nutzen :p

Ausrüstung:
  • Canon R5 (820g)
  • Alternativ: Canon 5DsR (970g) (Vorteil: kein Tiefpassfilter)
  • Sigma 60-600mm f/6.3 (3,8 kg) plus 2x Telekonverter (470g), was max. 1200 mm und Blende 13 entspricht
  • Alternativ: 70-200 f/2.8 (2,3 kg) plus 2x Telekonverter (470g), was max. 400 mm und Blende 5,6 entspricht
  • Sirui 2204 (Carbonstativ), was bis 15 kg zugelassen wäre; wurde meinerseits auch bereits mit Multi-Cam-Setup und SlowMo-Schiene verwacklungsfrei bei 12,5 kg getestet.
Was hatte ich mir an Montierung etc. nach dem Einlesen vorgestellt?
Wie oben kurz erwähnt bin ich auch gerne mal in Schluchten, bergigen Gelände, Wald usw. unterwegs und da wirds mit dem Einnorden durchaus schwierig, was zum Autoguide und Co. führt. Zählt natürlich erstmal nur für WW und UWW (geschätzt von 11 bis 70 mm) mit Landschaft, aber wie gesagt, ich hätte es auch gerne etwas bequemer, sprich Steuerung über ein mitgeführtes Smartphone wäre sehr gut. Ich weiß auch, dass die komplette Ausrüstung dann gut und gerne ~30 kG wiegen wird - das ist jedoch bei aktuellem Fitnesslevel kein Problem ;)

Kommen wir endlich zur Problemstellung.
In einigen Schriftwechsel habe ich mir jetzt folgendes folgendes, vom Gewicht her gerade noch reisetaugliches und "Anfängerfreundliches" Setup herausgearbeitet:
  • Skywatcher EQ5 Pro SynScan GoTo Montierungskopf (ohne Stativ)
    Hier stellt sich nur die Frage, ob sich gleich noch viel größere (Zukunfts-) Vorteile durch Schwenk auf den AZ-EQ5GT AZ-EQ ergeben – ich lese hier beispielsweise auch dass ein Zahnriemen verwendet wird und kann als Anfänger nicht einschätzen, wie dieser in Bezug auf Haltbarkeit und Spiel anzusehen ist.
  • ZWO ASIAIR PRO mit ASI120Mini (plus gutes Autoguiding-Rohr - welches ist dazu empfehlenswert?)

Bezüglich der Bequemlichkeit wurde mir noch zusätzlich folgende vollautomatische Montierungsausrichtung angeboten:
  • Celestron StarSense AutoAlign für Skywatcher GoTo CE825102S (wird hier noch ein Autoguiding-Rohr benötigt?)
  • Celestron SkyPortal Link WiFi CE821907 für die Übertragung
Die Stromversorgung des ganzen sollte kein Problem sein und basiert auf Omnicharge-Powerbanks, ich kann also flexibel mindestens 150Wh bereitstellen.

Wenn ich mir den Grundaufbau ansehe, würde ich anstelle der SynScan GoTo dann das ASIAIR verbinden (ich habe keine derartige Blanko-Montierung gefunden?).
Das ASI120Mini plus Guiding-Rohr würde ich mittels einer separaten Halterung an der R5 an einer Vixen-Schiene befestigen und nach dem Objektiv ausrichten.
Mein Gedanke war jetzt, dass ich mir per Multistar-Alignment (>3 Sterne) bereits gut errechnet einnorden und ggf. erste Erfolge feiern könnte.
Soweit richtig?

Allerdings hat mich die Vollautomatik auch angefixt, und hier bestehen gedankliche Probleme. Ich müsste das Starsense ja mit dem ASIAIR kaskadieren - funktioniert das überhaupt?
Weiterhin benötige ich dann für die Vollautomatik die weitere App der Starsense, und müsste danach erst auf die ASIAIR umschalten - bringen die sich nicht gegenseitig durcheinander? Ich meine, ein Modul muss ja quasi die Führung der Montierung übernehmen - das beisst sich (für mich) gedanklich.

Viele Fragen. Komischer Aufbau.
Rede ich wirr? Ist mein Aufbau komplett durcheinander?
Benötige ich bei einem gutem Autoguider überhaupt noch die vollautomatische Ausrichtung?
Oder sagt ihr "vergiss das besser, für den Preis bekommst du schon was ganz anderes"?

Danke für eure Hilfe und dass Ihr mich nicht dumm sterben lasst ;)
Clear Skies
Wolf
 
Hallo Wolf,
das ist eine ganze Menge auf einmal und erscheint mir, ehrlich gesagt, auch etwas unstrukturiert.
Du müsstest Dir darüber im Klaren werden, welche Art von Astrofotografie Du betreiben und wie deep Du in den Sky schauen möchtest. Mit einer unmodifierten DSLR, egal wie neu und wie teuer und darüber hinaus mit Zoom-Objektiven wirst Du möglicherweise keinen Spaß haben. Hierfür benötigst Du Festbrennweiten bzw. ein entsprechendes Teleskop.
Außerdem gibt es für die Astrofotografie die eierlegende Wollmilchsau noch immer nicht.
Mir scheint, Du möchtest alles auf einmal haben und das geht leider nicht.
Das Einnorden dürfte nicht das größte Problem sein, da man hierfür nicht unbedingt den Polarstern benötigt. Dafür gibt es schon seit langem die Scheinermethode und heute bei vielen modernen Montierungen und Programmen entsprechende Prozeduren.
Ohne Kompromisse und ohne eine klare Vorstellung über Deine astronomischen Ziele wirst Du wahrscheinlich nicht zu Potte kommen.
CS
Hermann
 
Moin Wolf,

ich mach's mal klassisch:

Zu einem Einstieg in die Astrofotografie nehme man:

1. Eine Montierung,

Hier würde ich Dir tatsächlich die EQ5 Pro Synscan empfehlen. Das ist Basistechnik, einfach, unglaublich verbreitet, aufrüstbar. Viel falsch machen kann man damit nicht, es ist aber Golf, nicht Mercedes.

2. Eine Kamera, DSLR/DSLM oder was astronomisches

Ich empfehle Dir KEINE Vollformatkamera, einsteigen kann man auch eine Nummer kleiner, EOS 2000D, zu Conehead hier im Forum schicken und Astromod + Justierung durchführen lassen. Du kannst Dir auch ne R kaufen und modden lassen, aber lieber erstmal kleiner anfangen und wachsen, Astrofotografie beraucht viel Geduld und Erfahrung und Frusttoleranz, wenn Du merkst dass es doch nix für Dich ist - und sag nicht, dass das Dir nicht passieren kann - hast Du nicht so viel Geld verbrannt.

3. Ein ordentliches festbrennweitiges Objektiv.

Variante 1: Samyang 2.0 135mm
Variante 2: Askar 4.0 200mm

Zooms haben viel zu viele Linsen und meistens eine miserable Mechanik. Vor allem, erstmal bei einer kleinen Brennweite einarbeiten, dann wachsen, nicht mit langer Brennweite auf die Nase fallen und hinschmeißen!

4. Überflüssige Nutzerverwirrungsinstrumente und Zusatzelektronik wie automatische Alignmenttechnik, selbst durch den Garten springende Stative und anderen Kram lassen wir weg.

Dafür lernen wir uns am Himmel zu orientieren, Polaralignment mit dem Polsucher, für längere Brennweiten dann Scheinerverfahren usw. das sind die elementaren Grundlagen damit man weiß, was da oben überhaupt passiert, Die besten Zusatzteile nützen nicht wenn man nicht kontrollieren kann was sie machen oder hilflos dasteht und sich auslachen lassen muss weil man sich nicht mehr helfen kann wenn die Elektronik ausfällt. Es gibt nicht nur nette Kollegen.

5. Guiding: Geguidet wird mit dem Sucher. Ein normaler 50 - 60mm Standardsucher reicht völlig aus, der muss nix besonderes können. Da kannst Du jeden nehmen, nimme mittleren Preis, passt. Dafür brauchst Du noch ne Schiene um das parallel montieren zu können.

Das war jetzt mal der Kurzdurchlauf. Details gerne per PN, das wäre hier zu ausführlich. Denk immer dran, kaufen befriedigt zwar das Belohnungszentrum und die Kasse des Verkäufers, aber auch die Scheidungsanwälte. Je mehr man kauft um so mehr muss man beherrschen. Das ist nicht so dass alles out of the box funktioniert. Der Meister zeigt sich wenn er sich helfen kann, wenn etwas NICHT funktioniert, dazu braucht es aber Konzentration auf das Wesentliche und lernen, lernen, lernen...

CS
Jörg
 
Hallo Wolf,

also einen Tod wirst du sterben müssen denke ich. Ich schliesse mich da in weiten Teilen meinen Vorrednern an. Wobei, eine Vollformatkamera, und nicht nur eine, hast du ja bereits. Dann nutze diese auch.
Was Mobilität angeht bei Wanderungen im Gebirge oder ähnliches vergiss alle Teleskopmontierungen. Du magst vielleicht fit sein, aber die Dinger sind zu sperrig und das wird dir nach 5 Minuten laufen wahnsinnig auf den S... gehen.
Der Ioptron ist sicher ganz schön, aber für etwas mehr Geld gibt es den Skyguider Pro von Ioptron. Damit sind Aufnahmen bis 200mm ohne Probleme möglich. Einnorden mit Sicht auf Polaris oder mit technischen Hilfsmitteln. Kannst du auf dein Sirui packen.

Eine flugtauglische Reisemontierung kann ich dir empfehlen. Neben der EQ5 Pro Synscan gibt es noch die EQM35. Pro Synscan. Zusammen mit entweder dem AsiAir (brauchst dazu noch eine Kamera und Smartphone/Tablet) und einem 50mm Sucher, kannst du dann entweder deine vorhandene Ausrüstung drauf packen oder ein kleines Teleskop. Als Alternative zum Asiair kann ich dir den MGEN3 empfehlen, der eine Kamera beinhaltet und ein Polaralignement. Zu diesem Setup habe ich ein YouTube Video gemacht, auch wenn es die Ausrüstung nicht in der Praxis zeigt.


Ich höre allerdings viel gutes auch über die AsiAir, nur kenne ich sie selber noch nicht aus der Praxis.
Ein 1 Stern Alignement ist für die allrmeisten Zwecke völlig ausreichend, und der motivierte Sternfreund sollte das auch ohne große technischen Hilfsmittel hinbekommen. Also wie Jörg schreibt, spar dir den SchnickSchnack.

CS Frank
 
Moin,

die R5 würde ich aber nicht umbauen lassen - daher der Hinweis auf was preiswertes für das kleine "a"... - das ist für den Tag ja eine nette Ausrüstung, die würde ich mir dafür auch erhalten. Wenn ich in dem Budgetrahmen neu kaufen würde wäre ich auch bei der R5 (die 5DsR tauchen hier in Saarbrücken anscheinend in Stückzahl gebraucht auf, da die Nutzer umsteigen, in den letzten 4 Wochen 5 Stück), da kein Systembruch R // EF besteht durch den Adapter und die DSLM wegen des kurzen Auflagemaßes flexibler sind.

Ansonsten bin ich bei Frank. Das was Du mit der Synscan machen MUSST damit du fotografieren kannst, solltest Du auch ohne Elektronik-Schnickschnack hinkriegen. Anstelle des MGEN ginge auch ne ASI 120 und ASIAIR - das ist Geschmacksache. Ich denke beim Anfänger immer ans Budget, und ein gebrauchter MGEN 2 ist mit Kamera deutlich preiswerter als ASIAIR & Co.

Ah - Stativ: Berlebach Uni. Das ist schwingungsarm, für die EQ-5 mit passender Kopfplatte erhältlich und für Stative denke ich Goldstandard.

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin und erstmal danke für die Antworten :)
Ich hab die vorhandenen Beiträge nun mehrmals durchgelesen, muss aber vielleicht ein paar Dinge nochmals verfeinern oder betonen.

Vorweg: Ihr konntet mir schon eine große Hilfestellung geben, da ich bislang davon ausgegangen bin, dass ich mit 600mm aufwärts mit Guiding an die Sache herangehen müsste, um vernünftige Auflösungen (nach Stacking) zu erhalten (ja, ich weiß dass ich durch das Kamerasetup verwöhnt bin - diverse Kompositionen wurden aber nativ auf >100x80 gezogen, was hier bei den bekannten Anbietern mind. 30 MP für gute Qualität voraussetzt).

Ich versuche nacheinander darauf einzugehen:

  • Das o.g. Setup - R5 und 5DsR neben diversen L-Objektiven sind quasi mein (Hobby-)Handwerkszeug und bereits vorhanden. Ich weiß, das ist definitiv nicht das günstigste Hobby, hat sich aber im Laufe der Jahre (und mehreren Taufen, Hochzeiten etc.) so ergeben, daher wollte ich damit beginnen.
    Alternative Festbrennweiten wie Samyang und Co würde ich - vorerst - nicht benötigen - es stehen aktuell 85L II f1.2, 135L f2,8 und das erwähnte, justierte 70-200L II f2.8 nebst 2fach Telekonverter zur Verfügung - dem gegenüber wären die genannten Linsen ein deutlicher Rückschritt.
    Für UWW hatte ich bereits das 11-24L f4 und für WW das 24-70L II f2.8 hergenommen, dafür reicht auch mein kleiner Skytracker mit manuellem Einnorden vollkommen aus.
    Und vor allem: Mein Standardsetup auf Reisen ist tatsächlich 24-70 und - je nach Land und vermuteten Motiven wie Whalewatching oder ähnlichem - entweder das 70-200 oder das 60-600.

  • In welche Richtung es gehen soll: Deepsky und Detail.
    Dass ich mit den entsprechenden Brennweiten auch Planeten, als auch mit den technischen Möglichkeiten der Montierung z.B. den Mond fotografieren kann, ist mir geläufig.
    Ein Beispiel, als ich 2016 auf dem Skytracker - damals ohne Vorkenntnisse - die 5DsR mit dem 70-200 aufgeflanscht hatte: Kapverden Mai 2016 - Skytracker
    Bitte beachten: auch die heutigen Browser können 50 MP nicht richtig skalieren, es erscheint immer leicht unscharf.
    Für die Detailansicht bitte das Bild herunterladen.
    Das obige Bild ist mit 145 mm Brennweite bei 60 Sekunden (Einzel-)Belichtung und ISO 3200 entstanden (das EXIF ist vorhanden). Extremes Rauschen wie ich finde, aber für a) ein Einzelbild und b) den dritten Versuch ohne Vorkenntnisse fand ich das Ergebnis doch bereits ziemlich gut, vor allem nachdem der Skytracker gewichtstechnisch schon nahe am Maximum ausgelastet war.
    Ich weiß, dass das Bild quasi nichts im Vergleich zu euren gestackten Aufnahmen ist - daran messe ich mich auch nicht. Aber aktuell habe ich die Zeit, um mich hier etwas einzuarbeiten, also...warum nicht ;) ich kann ja nur besser werden.
    Und wenn es nicht zu exotisch wird, kann ich bei Nichtgefallen sicherlich auch mit geringem Verlust verkaufen.

  • Kleine Anmerkung: Wenn mir das weiterhin so gut gefällt, ich also tiefer einsteige, kommt natürlich ein modifizierter Body bzw. auch eine alternative Kamera zum Einsatz, dass ich für schöne Nebel in kompletten Detailreichtum eine empfindlichere Kamera im h-Alpha Bereich brauche, weiß ich also.
    Die anfangs erwähnte Modifikation der 5DsR selbst war nur ein Hirngespinst, da der Sensor mit den Bayer-Pattern zu kleine Pixelgrößen aufweist, um wirklich rauscharm zu sein. Der Vorteil wäre wie gesagt nur der bereits werksseitig nicht vorhandene Tiefpass-Filter. Gegen das Wärmerauschen bei Langzeit würde bei dieser Kamera auch ein Peltier kaum helfen...

  • Alles auf einmal - Nein. Nicht in dieser Darstellung, wie sie vielleicht anfangs rüberkam. Mea culpa.
    Flugtauglich heisst z.B. immer Kompromisse eingehen, sprich, mobil fällt die EQM35 tatsächlich ins Raster (und ist notiert).
    Das genannte Setup wurde aus den Komponenten zusammengestellt, die mir von Händlern empfohlen wurden (nochmal, ich ging von einer Brennweite >600mm aus).
    Klar möchten die auch verkaufen, aber vom reinen Querlesen war jetzt nichts dabei, was ich mir (fototechnisch mit Nachführung) aufgrund phsyikalischer Gegebenheiten wie bewegte Masse und Co nicht hätte vorstellen können.
    Aber - um bei diesem Beispielverlauf zu bleiben - es wurde bereits nach der zweiten Mail sehr wirr, weil z.B. auf einmal zusätzlich eine Vollautomatik Full-Autoalign angeboten wurde, um gar nichts mehr selbst zu machen - das verunsichert, zumal dann Guiding und Co kaskadiert werden müsste.
    Grundsätzlich war ich der Meinung, dass ich einer EQ5 (oder eben AZ) mit einem ASIAIR Pro mit ASI120Mini durchaus mit Autoguiding zurechtkommen könnte. Manuell geht ja (theoretisch) immer noch mit der beiliegenden GoTo, manuellem Einnorden und dann üben üben üben.

  • Ich hab verschiedene Methoden bereits ausprobiert, auch Drift/Scheinern, allerdings ist mir hier der zeitaufwand zu hoch.
    Wie gesagt, bin ich im Wald und Co. unterwegs, könnte ich aufgrund der Szenerie und der entsprechend verwendeten WW oder UWW-Brennweite normalerweise auch (möglichst genau) schätzen.
    Ausbildungsbedingt sind mir auch die Grundlagen der Navigation in der Nacht am Sternenhimmel geläufig.
    Der Hinweis mit dem herumschleppen ist angekommen, auch wenn ich wieder sagen kann, dass in der Personenschutz-Prüfung eine "zu schützende Person" aka 65 kg Puppe über 11 km Gelände innerhalb einer Stunde von 3 Guards transportiert werden musste - mein heutiges Level heute ist vielleicht noch die Hälfte davon, aber ich weiß, womit ich umgehen kann ;)
    Aber den Nerv-Faktor des Tragens notiere ich mir natürlich.

  • Stand heute - gehe ich grundsätzlich nicht davon aus, dass meine gesamte Elektronik auf einmal bockt.
    Und wenn doch - nun ja, dann wird es noch andere Tage geben? Es ist keine Hochzeit, die (hoffentlich) nur einmal im Leben abgelichtet wird (wobei in den glorreichen USA jetzt Scheidungsfotografie modern wird - wtf?)
    Auch wird immer einer der Omnicharge Akkupacks funktionieren, wenn ich unterwegs bin - Redundanz ist mir kein Fremdwort, auch wenn das Mehrgewicht bedeutet.

  • Stativ: ja, Berlebach und Co kenne ich natürlich, aber hier gilt wieder: Vorhandenes nutzen.
    Das Sirui (und mein altes Gitzo) waren bislang auch mit schweren 4K-Filmkameras (Klasse 10 kg und mehr) nicht überfordert.
    Ja, das Schwingungsverhalten von Holz ist nochmal anders, aber ein Stativ tatsächlich nachkaufen wäre von den obigen Überlegungen wohl das kleinste Problem.

Was nehme ich bislang daraus mit:

Wenn ich eine Schnittmenge aus den Hilfestellungen und Informationen bilden soll, war das gedankliche Anfangssetup mit der reinen EQ5_Monitrung auf dem vorhandenen Stativ gar nicht schlecht.
@Optikus was wäre denn "kein Golf mehr", allerdings mit den erwähnten Eigenschaften? Bei dem, was ich bislang lesen durfte, fällt damit mindestens die Reisetauglichkeit flach.

Interessiert wäre ich aber noch, ob der AZ-EQ5GT mit Riemenantrieb deutlich besser bzw. zukunftssicherer wäre, wenn ich tatsächlich mit Teleskopen anfangen würde.
Und ja, flugtauglicher wäre der EQ35M - das behalte ich durchaus im Hinterkopf, ggf. wären dann 2 Montierungen fällig.
Alles eine Frage des Gedankenspiels (und der Kosten).

Für die Bequemlichkeit sollte dennoch die elektronische Spielerei mittels ASIAIR PRO herhalten und für grundsätzliches Autoalignment ausreichen, das ich auch vom Smartphone aus steuern kann.
Danke hier für den Hinweis mit dem Guiding-Rohr mit 50-60mm BW.

Die Vollautomatik ist Schnickschnack und führte nicht umsonst zur Verwirrung.

Vom Preisbereich her bleibe ich mit obigen Komponenten durchschnittlich unter 1500 € - richtig?

Könnte man das so grob zusammenfassen?

Clear Skies
Wolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

die Reisetauglichkeit hört m.E. mit der EQ5, ich nähme auch die Riemenvariante, baue eine EQ3-2 aktuell in die Richtung um, aber das macht schon Arbeit. Aufwändigere Montierungen der Größe gibt es, aber die können effektiv auch nicht viel mehr, sind eher nur teurer, erst bei größerem Equipment macht das m.E. wirklich Sinn. Selbst Deine großen Zooms kannst Du da drauf schnallen, nicht umsonst sind die "GP-Clones" so erfolgreich, die Vixen GP war ja der Urvater von allen. Die Idee mit einer Reisemontierung ist auch in meinem Kopf, da bin ich ggf. bei. Objektive kann man abhaken, da bist Du ausgestattet. Guide mal die kurzen Brennweiten - Du wirst Dich wundern was da geht!

Ob die 1500 Okken reichen kann ich DIr nicht garantieren, Montierung, AsiAir, Guider, Röhrchen, Kleingerödel - wird eng. Die Fotostative kannst Du haken, ich bin da auch ganz nett sortiert - absolut nix gegen ein Berlebach. MontBlanc Massiv gegen Wackelpudding, vor allem was die Schwingfrequenzen und die Eigendämpfung angeht. Da müsstest Du schon Richtung Sachtler u.ä. schielen. Ich hab hier im Quartier ein schweres Manfrotto 161MkII - kommt selbst gegen ein Report nicht an. Schnick es an, es schwingt, minimal aber mit 1000mm drauf zu viel, das Report schwingt weniger, schwingt schneller aus und die Amplitude ist kleiner. Test mit 1 Ds MkII, Pentax 67 5.6 500 + TK, schwerer Arca-Kugelkopf ohne weiteres Gerödel. Noch nicht mal mit Montierung.

Ich bin eher Laptop-Mann, von den Wischbrettchen halte ich nicht viel, bin dazu vllt. zu alt, daher bei mir Kamerasteuerung entweder mit den Herstellersoftware'n, sonst APT und PHD2. Einfach und glatt. Standalone wär bei mir MGEN, einschalten, guiden, fertig, Auslösen kann das Ding auch und die Speicherkarte hät's fest. Weniger geht nicht. Die Skywatcher hat eine ordentliche Handbox, die reicht. Wenig gerödel, wenig das ausfallen kann, wenig, das man vergessen kann. Dann brauchts nur noch Strom. Das Bild "Golf" heißt zweckmäßig und läuft. Alles andere on top ist nice to have, not more.

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen
mein Rezept für die Astro Fotografie sind diese Beide Varianten entscheidend für mich:
1. Stabile EQ Montierung, ein Dobson (hier im Forum kennengelernt ) oder eine sehr Stabile Az Monzierung
2. die Grösse vom Tubus Spiegel oder Linse ! wichtig ist was jedem einzelnen gefehlt und was Du Wolf, Er/Sie ausgeben möchten!
3. Kamera, es kann auch ein Smartphon sein. ich bin gerüstet hab eine Smartphone klemme.

dazu einen Eagle Core Dslr zum Nikon Z6 auslösen über Wifi = den behalte ich und verwende später einen Eagle 3s.

so arbeite Ich wenn dich dazu komme.

Die Fotos zu erklährung:
Sigma Tele 120-400 Nikon Z6 über den Eagle Core Dslr mit Celestron 12 V LifePo Powertank
oder wenn es kleiner sein soll hab ich das noch in dieser Variante. der Grund ist Klar :ROFLMAO: Foto: In Bern im Fachgeschäft. daneben sind CGX + CGX-L Montierungen, die keine Rote das ist meine die hat nur 15 Kg trägt aber 20kg Fotograf. - 25 Kg Visuell. das Stativ ist mit nur kanpp 7 kg sehr leicht trägt 100 Kg bis auf eine höhe von Max. 110 cm! Avalon M-Uno auf T-Pot 110.

es hat Gegengewichte nur diese 2 sehr kleine Handgrosse 0.5+1.4 Kg siehe Foto M-UNO (1) werden benötigt für mein Setup

Inder Nacht hab ich die Power-box auf volle Leistung gesetzt das ich so noch ein Foto machen konnte

CS
*entfernt*
 
Moin und gleich nochmal Danke :)

@Optikus : Mit Sachtler und Co. hatte ich schon gearbeitet, die kann ich mir bei Bedarf auch mal ausleihen :)
Für teilstationär super zu gebrauchen, mit dem Transport/Reisen wird's schon wieder schwer ;)
Vielleicht kann ich ja meine Kollegen mal überreden, mit zumindest einer zweiten Person kann man sich auch die Zeit zwischen den Klicks vertreiben :) Pre-Corona-Planung sozusagen ;)

Ein Laptop im Feld ist grundsätzlich möglich, könnte hier mein altes Yoga3 reaktivieren, das sollte durchaus fit dafür sein und hat eine Laufzeit von etwa 12 Stunden.
LTE vorausgesetzt würde hier das Processing sowieso gleich wieder direkt auf einem der Server stattfinden, sodass die reine Leistung hier absolut zu vernachlässigen wäre. Fair Point, allerdings wieder ein Teil mehr, was mitzunehmen ist. Aber die Variante behalte ich definitiv im Hinterkopf.
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@*entfernt* : Danke für deine Meinung, aber sie geht bis auf den Punkt, dass ich mich noch nicht zu einer konkreten Preisspanne geäußert habe, leider so ziemlich am Thema vorbei - vor allem nachdem ich vorhandenes Equipment nutzen und (Flug-)Reisetauglichkeit erhalten möchte.
Bitte nicht falsch verstehen, aber das sind eben ziemlich enge Rahmen; hier passt weder Ref noch Dob noch Mak zusätzlich, und auch eine Omnicharge Ultimate ist über die Celeston-Tanks technisch über jeden Zweifel erhaben.

Sollte ich dann tatsächlich sehr viel tiefer einsteigen (und ein realtiv stationäres Setup wählen) würde ich bereits zum Einstieg höher skalieren, also eher in die Richtung 12/14" gehen - und ja, ich weiß, dass das Geld kostet und ganz andere Bedingungen sind. Aber hier würde ich durchaus mal ein Astrotreffen an der Sternwarte abwarten und mich live, in Farbe und bunt von den Möglichkeiten inspirieren lassen.

Zusätzlich gehen unsere Meinungen bezüglich Smartphone und Fotografie hier wohl auseinander, ich bin zwar auch der Meinung, dass die beste Kamera der Welt die ist, die man gerade dabei hat, aber auch wenn die Smartphone-Kameras in den letzten 2 Jahren (auch durch die KI) viel mehr leisten können, ist das noch ein himmelweiter Unterschied.
Manches ist natürlich reiner Glaube, manches - wie ein Vergleich zwischen Samyang und Zeiss - durchaus wissenschaftlich belegbar. Nix für ungut :)
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Ich hätte nicht gedacht, dass jetzt schon, innerhalb so kurzer Zeit bereits so viele Denkanstöße kommen, die die anfängliche Verwirrung auflösen können.
Das grobe Ziel von Deepsky mit vorhandener Fotografieausrüstung war ja vorgegeben, und ich habe auch keine Antwort alá "kauf dir das und das und du bist glücklich" erwartet, sondern dass mir verschiedene Perspektiven für eine eigene Meinungsbildung gegeben werden. Und das habt ihr definitiv drauf :)

Clear Skies
Wolf
 
Moin und gleich nochmal Danke :)

@Optikus : Mit Sachtler und Co. hatte ich schon gearbeitet, die kann ich mir bei Bedarf auch mal ausleihen :)
Für teilstationär super zu gebrauchen, mit dem Transport/Reisen wird's schon wieder schwer ;)
Vielleicht kann ich ja meine Kollegen mal überreden, mit zumindest einer zweiten Person kann man sich auch die Zeit zwischen den Klicks vertreiben :) Pre-Corona-Planung sozusagen ;)

Ein Laptop im Feld ist grundsätzlich möglich, könnte hier mein altes Yoga3 reaktivieren, das sollte durchaus fit dafür sein und hat eine Laufzeit von etwa 12 Stunden.
LTE vorausgesetzt würde hier das Processing sowieso gleich wieder direkt auf einem der Server stattfinden, sodass die reine Leistung hier absolut zu vernachlässigen wäre. Fair Point, allerdings wieder ein Teil mehr, was mitzunehmen ist. Aber die Variante behalte ich definitiv im Hinterkopf.
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Moin,

ich bin gerade auf der Jagd nach sowas, gibts teilweise noch preiswerter, nur neue Akkus braucht man i.d.R.:

-> Panasonic Toughbook CF-53 i5-3340M 8GB 120GB SSD Laptop Win10 Tasche ohne BIOS P | eBay

CS
Jörg
 
Wenn du Jagd auf so etwas machst, kann ich dir den Second IT Store empfehlen. Die bereiten Leasingrückläufer und Business-Notebooks auf und bieten diese für relativ schmales Geld an. Vielleicht ist ja was dabei?
Bin durch Zufall darauf gestoßen, nachdem für eine IT-Ausstattung einer Schule in Afrika Notebooks benötigt wurden und wir hier Lenovo X für den Betrieb in rauen klimatischen Zonen gespendet hatten...um Ersatzakkus braucht man sich bei diesen Geräten wohl eher keine Sorgen zu machen ;)
(ich für meinen Teil habe gen8ug ausgemusterte Hardware hier :) )

---

Nochmal back to Topic: Ich habe absichtlich keinen definierten Preisbereich angegeben, weil er mir absolut nicht relevant erschien - Jeder, der die Kameraausrüstung zumindest ansatzweise gelesen hatte, kann sich den ungefähren Wert ausmalen.
Schon allein aus dem Grund dass die Vorrichtungen so stabil sein müssen, dass nicht einfach mal ein 7500€-Setup auf den Boden knallt, resultiert mMn. auch die Preisgestaltung - gerade deswegen habe ich ja weiter ausgeholt und auch Beispielkomponenten angegeben, oder war das derart missverständlich?

Die Schätzung von 1500€ für die reine Montierung mit Guider waren nichts weiter als ein Schuss ins Blaue... (für die Rocker unter uns: Shot in the Dark :p) - wenn unbedingt ne Zahl dranstehen muss, dann geb ich jetzt halt 3500 € an...

CS
Wolf
 
Moin Wolf,

von denen hab ich glaub ich einen Schwung T60 seinerzeit gekauft, unkaputtbar, die Panasonic sind nur was für draußen, sonst zu klobig, aber wasserdicht. Damit kannst Du duschen gehen (geht wirklich). Rabiater sind dann nur noch die vollmilitärischen Teile, aber das braucht keiner.

CS
Jörg
 
Vielen dank Wolf
für deine Rückmeldung . ich hab den Anfang ganz oben verpasst entschuldige da ist mir ein Fehler unterlaufen heute Morgen da ich leider nicht so fit bin. hab ich das nicht so richtig mitbekommen.

Ich hab richtig Falsch gelesen mein Fehler! Wolf

doch nicht ganz wie ich aus meinen Bilder sehe.
kennst du den Eagle Core Dslr von Primalucelap ? Egal ob Spiegel oder Spiegel Lose Kamera kannst du mit dem Astro- Pc Auslösen +- 2 Kg und eine Kamera Objektiv / Stativ und eine 12 V Power-box ist ein Muss für einen Eagle = nachdem was du sonnst noch dabei hast. dazu das Handy mit Androide oder Mac beide funktionieren dazu die Passsenden Kabel mit bestellen = loslegen. das App wird vom Eagle Core hergestellt.

das ist meine Kleines reise Set Up Tele 120-400mm von Sigma Kamera Z6 von Nikon eine Power ohne Guiding: Achromat 60/240, QHY5L-II MONO und den Ringen vom Guider. +- etwa 9 Kg + drei Kabel das eine als Akku das andere ist das 12 V und ein USB-C
und jede menge Speicherkarten den die Fotos bleiben auf der Kamera und nicht wie ich am Anfang dachte auf den Eagle Core.

wünsch eine Schöne Reise ohne Covid-19 und andere Zwischenfälle aus Winterthur
*entfernt*
 
Moin Wolf,

Rede ich wirr? Ist mein Aufbau komplett durcheinander?

sicher nicht, ein großer Killer ist jedoch die Komplexität der der Astrofotografie, und die kann man reduzieren. Bei Deiner avisierten Brennweite versuche es einfach mal - ohne Autoguding und ohne Nachführ-"gerödel", in dem Du eine gut laufende Montierung wählst, wie die von Dir genannte Skywatcher EQ5 Pro SynScan GoTo (solide, genau und robust) und belichtest kurzbelichtete Aufnahmen, von 5 -10 s., die Du im Anschluss stackst. (P.S. Live stacking wäre auch eine Option, da hier die Software quasi automatisch das Stacking vor ab übernimmt, dies wird aber wohl nicht von Deiner Kamera unterstützt.)
Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass nach einer bestimmten Zeit das Objekt wieder per Handtaster oder Softwaresteuerung (z.B. Platesolving) zentriert werden sollte.

CS
Peter

www.pixlimit.com
 
Hallo Wolf und die anderen des klaren Himmels,

nach jahrelangen Experimentieren mit System-Kameras (aktuell Lumix GH5 und G9) mit unterschiedlichen Objektiven und diversen Nachführvorrichtungen. Natürlich hatte ich auch gute Ergebnisse, jedoch wollte ich mit der Zeit mehr und kam zu folgendem Reise-Equipment:

- Montierung Celestron AVX (nicht wirklich reisetauglich)
- Eigenbau Carbon-Stativ
- Hauptrohr Triplet APO Sharpstar 94 EDPH, Brennweite 423 mit Reducer, dieser ist Baugleich zum Teleskop-Express: TS-Optics 94EDPH - FPL-53 - Flatfield Apo mit 94 mm Öffnung, f/4,4
- Guidescope 50x190mm
- Guidecam ASI 120 Mini
- Astrocam ASI 183 Pro bzw. ASI 071 Pro
- Filterad ASI MINI 5x 1,25"
- Filterrad ASI 7x36mm
- ASIAIR-Pro (Achtung funktioniert nur mit ZWO Produkten)
- ZWO EAF
- MINI-PC am Stativ und Remote Control über IPAD (wechsle mich nach Lust und Laune zwischen Mini PC und ASIRAIR ab, damit ich es nicht verlerne)
- Polmaster am Mini PC (möchte ich nicht mehr missen, allerdings Sicht zum Polarstern erforderlich oder im Süden (Südhalbkugel) auf das Kreuz des Südens)
- USB-Dew-Controller V3 und entsprechende Heizmanschetten

Masse alles zusammen 30 Kg!

Geht bei den meisten Airlines leider nicht als Sportgepäck durch! Auf Geschäfftsreisen fliege ich Business habe einen Status und kann das bei LH problemlos mitnehmen.

Zwar habe ich es noch nicht ausprobiert, es könnte funktionieren die Montierung so gut es geht auch ohne Blick auf den Polarstern einzunorden, ein One-Starallignment durchzuführen und dann mit dem ASIAIR-PRO dank Platesolving ein vernünftiges GOTO und Guiding hinzubekommen. Habe es noch nicht ausprobiert wäre sicher einer Versuch wert. Wie ich bereits an anderer Stelle ausführte bin ich vom ASIAIR-Pro sehr positiv überrascht.

Vom Star-Sense bin ich enttäuscht, es erfüllt meine Erwartungen nicht!

Als Reisetauglich kann ich mir noch folgendes Equipment vorstellen:

- Montierung EQM 35
- geignetes Stativ am besten Carbon/Aramid da gute Dämpfungseigenschaften und vor allen Dingen leicht!
- Hauptrohr z.B. den Sharpstar 76 EDPH mit Reducer
- Leitrohr 50x190mm
- geeignete gekühlte Astrocam ASI, Touptek, Atik, etc. (Oversampling / Undersampling beachten)
- Guidecam ASI 120 Mini
- ASIAIR-PRO (Achtung funktioniert nur mit ZWO Produkten)

zusätzlich

- Focusantrieb z.B. ZWO EAF
- Filterad z.B. ZWO EFW Mini
- Taukappenheizung mit Controller
- Mini PC

Bei letzt genannter Zussammenstellung handelt es sich nur um um einen Vorschlag, Erfahrung damit habe ich keine!

Auf der Reise brauchst Du keine Monsteröffnungen und Brennweiten, meiner Meinung nach tut es ein guter schneller APO mit vergleichsweiser geringer Öffnung und kurzer Brennweite. Natürlich spreche ich nur aus meiner Erfahrung. Ich hatte mal vor Jahren mit maximalen Übergepäck einen 6" RC in Südamerika dabei, dank nicht sorgsam zusammen gestelltem Equipment war es der totale Frust.

Heute schleppe ich immer noch meine Fotoausrüstung mit auf Reisen hin und wieder auf Geschäftsreisen auch mein Reise-Astro-Equipment, heute bitte ganz schnell vergessen seit Januar diesen Jahres natürlich nicht mehr! Ich war vor Corona geschäftlich überwiegend in Südamerika (Brasilien) und China unterwegs.

Hoffe dich inspiriert zu haben!

CS
Alex
 

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Hallo, Alex,

wenn Du einen beliebigen anderen Kleinrechner mit Windows oder Linux nimmst verlierst Du die Einschränkung auf ASI-Produkte. Dann brauchst Du auch nicht ASIAir + zus. MiniPC, dann macht das eine Maschine. Kann ein Eagle sein, Astroberry oder sonstwas, das ist eigentlich egal, da man ja keine ganze Softwarebibliothek mitnehmen muss. Nur Guiding und Kamerasteuerung. Manchmal liegt in der Beschränkung der Segen.

Dein "Hauptsetup" mit rd. 30kg dürfte nicht mehr wirklich reistauglich sein, Du sagtest es selbst, das gibt i.d.R. Übergepäck und kostet, wobei man die Angebote gründlich checken muss, es kann ja sein dass die Destination es lohnt. Das "kleinere" Setup dürfte da besser gehen.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

Du hast natürlich recht, nur mit Kleinrechner oder Eagle ist man flexibler, nur die ASIAIR-Pro ist auf Reisen einfach Geil! Komplette Bedienung über IPAD bequemer gehts nimmer. Das Ding wiegt nichts und hat viele Features zum ausprobieren der Neuesten bin ich leider wegen des Wetters noch nicht dazu gekommen. Auf jeden Fall gebe ich für das Ding eine Kaufempfehlung.

Ich hatte es ja bereits geschrieben geschäftlich war ich oft in China und im vergangenen Jahr habe ich an meinem Einsatzort nen Super-Astro-Händler kennen gelernt und bei einem Tee oder Bier in seinem Laden hat er mir das ein oder andere ASI-Produkt und noch anderes wie Optolong-Filter und den Sharpstar 76 EDPH, etc. verkauft. Ich muss nicht erwähnen zu konkurrenzlosen Preisen, Handeln konnte ich mit ihm auch noch! Wenn ich ein Problem habe, kann ich ihm das Teil in den Laden schicken und er tauscht es aus, trotz Corona. Daher meine Affinität zu ASI-Produkten, davon abgesehen sind das auch nicht die Schlechtesten!

Warum benutze ich Beides (ASIAIR und MIni-PC), neben meiner mobilen Reiseastronomie bin ich gerade dabei ein gerade noch bewegliches Setup zusammen zu bauen, hier erscheint mir dann der Mini-PC geeigneter. Mit APT kann man z.B. zwei Kameras parallel steuern mit der ASIAIR leider nicht.

Das Setup soll dann wie folgt aussehen,

- Montierung EQ8 RH
- Stativ Selbstbau Alu
- Mini-PC Intel I7, 16 GB RAM, 120GB SSD, 520 GB SSD, etc. (Software: APT, PHD, Polemaster, Stellarium, Carte du Ciel, etc.)
- Kamera ASI 0171 Pro und Touptek AR 16000
- Filterwheel ASI EFW 7x36mm und Filterwheel Mini 5x1,25"
- 2x ASI EAF
- Guidecam ASI 178
- Guidescope Sharstar 61 EDPH
- Teleskop Huckepack Sharpstar 76 EDPH mit Reducer
- USB Dewcontroller V3
- Diverse Heizmanschetten
- Hauptrohr 10" RC GSO Truss-Tubus hier bin ich gerade in der Definitions- und Beschaffungsphase eilt aber nicht, alles andere ist vorhanden
- Pegasus Astro Bildfeldrotator geplant

Ja das dieses Equipment ist dann nicht mehr Flugreisetauglich aber noch beweglich!

Langfristiges Ziel ist natürlich eine feste Sternwarte, in meinem sehr kleinen Garten ist leider kein Platz und die Aussicht ist auch äußerst eingeschränkt. Aber man darf ja noch Ziele im Leben haben.

CS
Alex
 

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Moin,

wenn man sich auf ASI-Produkte beschränken kann klar, wenn man aber außer dem Guider nix von denen hat ist das eben etwas schwierig. Da ich mich nicht gerne auf einen Lieferanten festlegen will weiche ich solchen Sachen, aus dem gleichen Grund übrigens auch allem was einen Apfel trägt, gerne aus. Da ich per se immer einen PC dabei habe ist das für mich keine Last und ich habe meine gewohnte tastaturbasierte Bedienung. Aber wie gesagt, man kann ja immer nur aus seiner Sicht empfehlen und jeder hat da andere Socken an.

CS
Jörg
 
@Optikus was wäre denn "kein Golf mehr", allerdings mit den erwähnten Eigenschaften?

Hi, na ja, es gibt von einer Reihe von Herstellern vergleichbare Montierungen mit mehr Features und vllt. besserer Qualität - aber der Golf ist der Käfer von heute, läuft und läuft und läuft. Vllt. würde ich auch die AZ-EQ wählen wegen der Riemenantriebstechnik, die man dann nicht upgraden muss - aber das war letztlich als Empfehlung gedacht. In Verbindung mit ner EQ3-2 als 2-achsiger Tracker (der auf's gleiche Stativ passt wegen derselben Platte) wäre wie Du selbst sagtest auch ne Variante.

CS
Jörg
 
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