Teleskop mit mehr Öffnung auf parallaktischen Montierung

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Astro Tobi

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Hallo liebe Astrogemeinde,

mein Name ist Tobias .
Ich bin seit 3 Jahren akut mit dem Astrovirus infiziert.
Als kleiner Junge war ich schon vom Weltraum , Planeten und Co fasziniert. Mit 12 habe ich dann so ein Kaufhaus Bresser Newton 76mm bekommen.
Außer Mond konnte man mit dieser Teil auf der Wackelmontierung nicht wirklich was beobachten. Das Teil ist dann über die Jahre im Keller verstaubt.
Trotz der schlechten Erfahrung habe ich die Faszination und mein Interesse nie aufgegeben.
Vor ca. 3 Jahren habe ich mir spontan ein 80mm Refraktor zugelegt.

Würde mich aber trotzdem noch als Anfänger bezeichnen.
Ich möchte mir gerne Ende dieses Jahres ein weiteres Teleskop mit mehr Öffnung anschaffen.
So Recht kann ich mich nicht entscheiden, und hoffe das ich hier etwas Input bekomme.
Folgende Ausrüstung ist vorhanden:
80mm Refraktor Evostar/ Skywatcher
Triplet Apo Refraktor 130mm/TS
Montierungen: CGEM + Azimutale Montierung.
Okulare: Nagler + ES + TSXWA

Meine Überlegung war bisher, mir einen 10" TS Newton anzuschaffen und diesen auf der CGEM zu betreiben.
siehe Link


So 10" Öffnung sollten es schon sein. Denke da habe ich eine gute Steigerung zu meinen Refraktoren.
Was mich etwas abschreckt, ist die Beobachtung mit dem Newton parallaktisch. Gibt es hier damit Erfahrungen?
Stelle mir die Beobachtung recht unbequem vor. Mir ist eine "gemütliche" Beobachtung auf dem Astrostuhl wichtig.
Dazu beobachte ich den Mond+ Planeten gerne mit meinem Binosatz.
Nun lande ich bei den Überlegungen bei dem C11. Die Nachteile eines geschlossenen Systems sind mir durchaus bewusst.
Um dies zu umgehen finde ich diesen TS Cassegrain interessant.

Leider finde ich dazu keine Erfahrungsberichte, da das Gerät noch relativ neu auf dem Markt ist.
Abschreckend finde ich die hohe Brennweite von >3 m (f12) und das Gewicht von 16 kg.
Aber die Vorteile von dem offenen System / fehlende Schmidt Platte kann man ja nicht wegdiskutieren?
Kann man davon ausgehen, das das Bild heller ist als im C11? Obstruktion ist ähnlich hoch.
Durch die weniger Flächen sollte die Kontrastleistung besser sein als beim C11? Kann man das so pauschal behaupten?

Fotografie ist Mond + Planeten interessant, DS würde ich später mit dem Refraktor betreiben. (geringe Brennweite)
Ausgedehnte DS Opjekte stehen bei der Beobachtung auch nicht im Vordergrund. Als Ergänzung zu einem 10/11" Gerät habe ich ja meine Refraktoren.

Zu meinem Standort: ich habe leider keinen festen Platz im Garten und muss mit dem Auto auf ein Feld ( Waldwiese) fahren. In ca 5 Minuten bin ich auf ca 500m, wo ich einen guten Beobachtungsplatz habe. Guter Landhimmel. Wohne zwischen Rhön und Vogelsberg. Bis zur Wasserkuppe sind es ca. 40 Min.

Was würdet ihr mir empfehlen? Wie ist eure Meinung dazu? Vom Preis Leistung ist der Newton natürlich top. Aber auf diesen auf der CGEM zu benutzen schreckt mich etwas ab muss ich sagen.
Wenn müsste ich den Newton Tubus immer entsprechend drehen, das man einigermaßen beobachten kann.
Ob da Freude aufkommt?

Freue mich auf eure Antworten.
Schönen Gruß
Tobi
 
Hallo Tobi,
Diese beiden Teleskope würde ich persöhnlich nur auf einer EQ8 draufmachen, speziell den Cassegrain!
Eine CGEM sieht mir viel zu klein aus für diese beiden Teleskope.


CS, Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,
danke für deine Antwort. Die CGEM ist bis max 20kg ausgelegt.
Siehe Beschreibung.

Das C11 wiegt ca. 12 kg , der Newton auch ca. 12 kg. Fehler von mir. Habe oben das 12" Newton verlinkt. Es kommt die 10" Variante in Betracht.
Da ist doch noch genug Luft?

Gruß
Tobi
 
Hallo Tobi,
8 Zoll meines Erachtens wäre das aller größte was ich auf deine obengenannte CGEM draufmachen würde. Und bei den 8 Zoll dann keine lange Newtons, kurze kompakte SC, RC und Cassegrain.
10 Zoll ist zu viel, was auch immer die äußerst optimistischen Herstellerdaten suggerieren.
Wäre es meine Montierung würde ich da meinen RC 6 draufmachen, mehr aber sicher nicht.
Also beim 8 Zoll wird es schon sehr knapp. Kein Guidescope zusätzlich huckepack draufmachen bei 8 Zoll. Das ist dann zuviel.
Bedenke den großen Hebel der ein großes Teleskop auf die Montierung macht.
Willst du richtig Astrofoto machen gehe besser unter die 8 Zoll, speziell bei langen Brennweiten wie SC, RC und Cassegrains.

Gruß
Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tobi,

kann da meinen Vorschreibern nur beipflichten.

Es ist nicht nur das Gewicht das beachtet werden sollte sondern, wie schon erwähnt, der Hebel den solch ein 10"-Brummer mit sich bringt.

Ein bissi was aus meiner Erfahrung.
Habe mal meinen 8"/1200 Newton der eigentlich in ineiner RockerBox zu Hause ist, mal mit Rohrschellen und passender Prismenschiene ausgerüstet und auf meine EQ-6 R gepackt, die ebenfalls mit 20Kg Tragkraft angegeben ist.
Da kam für mich schon, der nur rein visuell Beobachtet, kein rechte Freude auf.
Mal abgesehen von dem recht hohen Einblick, was bei einer Kamera nicht so relevant ist, war das der reinste Lämmerschwanz.
Vom Gewicht her war das kein Problem für die EQ-6 R aber vom Hebel eben. Ordentliches Ausschwingen.
Der Schwerpunkt wird bei solch großen Öffnungen auch weiter nach außen verlagert.
 
Hi Tobi
ich denke auch dass die Montierung grenzwertig ist. Ich finde es insgesamt viel Gewichte die Du hier bewegen willst. Mir war 8" f/5 auf HEQ5 irgendwann genug, ein Kollege hat 12" f/5 auf EQ betrieben, das war elend viel Schlepperei.
Insofern ist Dein Vorhaben aus meiner Sicht mehr als gut zu überlegen. Da kommen total leicht 50 - 70 KG zusammen, wenn das reicht, die Du transportieren mußt incl allem.
Ich bin deshalb Dobsonaut geworden mit 32 cm f/5 bzw 30 cm f/4,6.
CS
 
Hallo Tobi,

mit
80mm Refraktor Evostar/ Skywatcher
Triplet Apo Refraktor 130mm/TS
hast Du bereits eine gute Grundlage für EAA! Ich würde bei so einer Ausstattung nicht mehr in mehr Öffnung (und Masse) investieren, sondern mich hier einmal einlesen was Nutzbarkeit und Ergebnisse angeht:
Hintergrundinfo zur Technik findest Du hier:
Der 130er APO entspricht bei Einsatz elektronischer Hilfsmittel in Bezug auf Detailerkenbarkeit in etwa einem 12-zöller.

Gruß,
Peter
 
Hallo,

also wenn wir hier über 10+ Zoll Öffnung reden, die auf's Feld geschleppt werden müssen, würde ich auch einen Dobson empfehlen, da ja keine Photographie angedacht ist. So ein Teleskop mit parallaktischer Montierung und allem dazu nötigen Zubehör trägt man nur einige Male in der ersten Begeisterung hinaus. Kurz darauf stellen sich dann Überlegungen ein wie "...ob es sich heute denn wirklich lohnt?...", und schon übernimmt der innere Schweinehund die Kontrolle und läßt alle gute Absichten zuschanden werden!

Ich habe das selber auch erlebt und bewege seit Jahren nur noch ein handliches Grab'n'Go Teleskop ins Gelände (Rich Field Refraktor auf azimuthaler Porta Montierung). Trotzdem habe ich immer Spaß bei der visuellen Beobachtung dabei. DeepSky fängt nicht erst bei 8 Zoll an!

Cassegrain und SC haben durch die lange Brennweite kein großes Gesichtsfeld, welches bei visueller DS Beobachtung wichtig ist. Deshalb lieber Newton, ca. f/5 würde ich vorschlagen.


Gruß, Gerd
 
Hallo Tobi,
Deine vorhandene Montierung kommt mit den bisherigen Teleskopen bestimmt gut zurecht.
Deinen Appetit auf Öffnung ist für Jedermann nachvollziehbar.
Deinen Wunsch, einen 10" Newton vernünftig zu tragen wird Dir Deine Montierung jedoch nicht erfüllen.
Die Gründe dafür (Hebel, Windanfälligkeit) wurden schon ausgiebig beschrieben.

10 Zoll Öffnung haben, sowohl für Planet, wie auch DeepSky schon einiges zu bieten.
Aber bei der CGEM sehe ich nur entsprechend kurz bauende Teleskope, wie die Cassegrains.
Erstmal egal, welche Variante (Cassegrain, Schmidt- oder Maksutov-......)

Diese Cassegrains haben gegenüber den Newtons nicht nur den Vorteil, weniger Hebel und weniger Windangriffsfläche zu bieten, sie haben auch einen deutlich komfortableren Einblick. Hinten.
Beim 10" Newton kann, parallaktisch montiert, schon mal eine Leiter zum Beobachten nötig sein.
Das langsamere Öffnungsverhältnis der Cassegrains ist Fluch und Segen zugleich. Fluch, wegen der kleineren Felder, der manchmal (auch seeingbedingt) schwerer beherrschbaren Brennweite und -zumindest bei den Typen mit einer Korrekturplatte- längeren Auskühlzeit.
Aber Segen, weil -eben wegen der Brennweite- Planetenbeobachtung zu den Stärken gehört und DeppSky.
Dazu ist der Anspruch an die Okulare nicht ganz so hoch, wie bei einer schnellen Optik.

Vielleicht tut es aber auch eine geringfügig kleinere Optik: Das 9,25 Schmidt-Cassegrain von Celestron. (C 9,25)
Ich kann Dir versichern, dass das SC 9,25" sowohl bei Planetenbeobachtung, wie auch bei DeepSky begeistert, und es wird von einer CGEM gut getragen. Besser als ein 10-Zöller, der in der Regel gut 3 Kg mehr auf die Waage bringt.
Da bleiben sogar noch Reserven für eventuelle fotografische Ambitionen.

Nur mal so zum drüber nachdenken.......

CS

Dietmar
 
Hallo Zusammen,

sorry für meine späte Antwort. Erstmal vielen Dank für eure Antworten! Echt spitze das Forum.
Habe die Entscheidung getroffen, das ich mir keinen 10" Newton parallaktisch "antun" werde.
Meine Tendenz geht jetzt zum C9 oder doch zum C11, ein wirklich interessantes Gerät. Sollte sich mit meinen Refraktoren gut ergänzen?
Die CGEM sollte doch für das C11 noch geeignet sein? Die CGEM ist bis max 20kg ausgelegt. Das C11 wiegt 12 kg.
12 kg sind doch noch gut Reserve? Oder nicht?

Danke und Gruß
Tobi
 
Hallo Tobi,

schaue Dir auf jeden Fall VOR der Kaufentscheidung die erreichbaren Gesichtsfelder mit Okularen/Sensoren in Stellarium für C9 und C11 an!

Ich weiß nicht, ob bei den Celestrons 2(!) hintereinander montierte Reducer funktionieren. Auf jeden Fall ausprobieren und Schärfe am Rand prüfen. Koma im SC macht keine Spaß - schon visuell nicht.

Gruß,
Peter
 
...
Wie zufrieden bist du mit deinem Taurus?
Danke der Nachfrage.
Der T500 macht wirklich einen sehr guten Eindruck. Muss man mit Leiter beobachten, aber wirkt nach Gewöhnung gar nicht so unbequem.
Sonst ist er wirklich leicht, alles gut transportierbar.
Zur Qualität des Spiegels kann ich mangels Messmöglichkeit nichts sagen, aber das wird schon passen.

Gruß
Peter
 
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