Mit welcher Stacking Software?

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enceladus

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Hallo,

ich stacke meine Bilder zur Zeit mit Fitswork.
Es sind pro Kanal so 20 bis 50 Stück. Meine Kamera ist eine ATIK 383L+ SW Version.
Mich würde interessieren mit welcher Software ihr eure Bilder stackt.
Ist Fitswork noch auf der Höhe der Zeit?
Welche Alternativen gibt es?

Gruß Dietmar
 
Hallo Dietmar,

da gibt es viele Möglichkeiten. Je nachdem, wie gut du verstehst, was die Korrekturframes so machen und wieviel Einfluss du auf den Prozess haben möchtest, kannst du in vielen Programmen stacken. Pixinsight ist zum Beispiel eine sehr fortgeschrittnene Lösung, für die einiger Sachverstand nicht schaden kann.
Am häufigsten verwendet wird sicherlich der Deep Sky Stacker (DSS), der nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konstant gute Ergebnisse liefern sollte und auch leicht zu bedienen ist.
Ich persönlich verwende immer noch am liebsten "Regim" von Andreas Rörig. Das funktioniert bei mir am Besten und bietet einige extra Features, die ich gerne nutze (automatische Farbkorrektur und sowas) - allerdings fotografiere ich mit einer DSLR. Da kommt vieles ein bisschen anders raus, als bei einer CCD, würde ich sagen.

Den Ablauf bei Fitswork habe ich jetzt gar nicht mehr so vor Augen. Ich würde jedoch an deiner Stelle einen Vergleichsversuch mindestens mit DSS machen.

Gruß
Sebastian
 
Die besten Ergebnisse erziele ich mit Siril. Das liegt weniger am Stacken, sondern daran, dass Siril meine Bilder im Vergleich zu DSS deutlich verlässlicher und sauberer kalibriert. Siril hat außerdem noch eine sehr zuverlässige photometrische Farbkalibrierung und zwei einfache Stretch-Tools. D.h. aus Siril bekommt man einen sauber kalibrierten, gestreckten Stack zur Weiterverarbeitung. Ich kann nicht sagen, wie es sich gegen PI oder APP schlägt, aber es kostet ja auch nix.

Fitswork ist zwar schon älter, aber die Features sind immer noch klasse. In Fitswork setze ich meine LRGBs zusammen und bearbeite meine Mond- und Planetenbilder. Es kann halt nicht mit den RAWs neuerer Kameramodelle umgehen, aber sonst ist das top.

CS Joachim
 
Kann auch nur SIRIL empfehlen, als Linux User hat man da aber auch nicht so die Auswahl :D

Im Vergleich zu DSS (Mal mit Windows fremd gegangen) komme ich aber auch zu den besseren Ergebnissen und hat man Mal seine Arbeitsschritte gefunden kann man sich einfach ein Script erstellen (gibt auch vorgefertigte).

Ansonsten halt Pix In Sight (ist mir zu teuer, aber mächtig) oder z.b. der Astro Pixel Professor. Kosten beide, aber es gibt Testversionen.

CS

Ralph
 
Ich kann mich da anschließen. Ich nutze auch Siril und es stacked nicht nur qualitativ hervorragend sondern ist auch super schnell. Die neueste Version bietet auch verbesserte de-bayer Algorithmen und beim Stacken kann man Linear Fit verwenden ( welches auch in PixInsight zur Verfügung steht).
Die photometrische Farbkalibrierung finde ich ebenfalls sehr gut.
Interessant ist auch, dass zum Strecken der Bilder ausser der bekannten Histogramm Methode auch die Asinh Methode zur Verfügung steht. Ich kombiniere diese beiden immer und erziele damit einen hohen Kontrast und einen dunklen Hintergrund.
CS Tom
 
Moin,
... als Linux User hat man da aber auch nicht so die Auswahl :D
Das kann ich so nicht bestätigen.

Kommerzielle Software gibt's da tatsächlich nicht viel, Open-Source schon. Da man damit jedoch kein Geld verdient, gibt's da auch nicht viel Werbung, man muss daher etwas suchen:
  • Simg war mein erstes Stacking Programm. Ist ein Kommandozeilentool, kann man dadurch gut in Skripte integrieren. Hab' mir damals in TCL 'ne GUI drumrum geschrieben (würd' ich heut' in Python machen). Gute Dokumentation (in deutsch), die auch die mathematischen Grundlagen erklärt. Wird aber nicht mehr weiterentwickelt.
  • ASTAP ist in Astroberry enthalten und gibt's auch für Windoof. Ich find' die GUI allerdings etwas unübersichtlich. Wenn man nicht gerade von einer Kinoleinwand sitzt, muss man ständig horizontal hin und her scrollen.
  • Theli ist mein persönlicher Favorit (was gut genug ist für's MPIA, ist auch gut genug für mich ;)). Astrometrie, Hintergrundmodellierung, Mosaike, Daten aus verschiedenen Kameras, Farbkalibrierung an G2-Sternen, ... sind selbstverständlich. Rohdaten müssen allerdings vorsortiert werden, Zwischenschritte erzeugen GB-weise Temporärdateien, die nicht automatisch gelöscht werden, und die Dokumentation ist z.Z. noch etwas lückenhaft.
  • ... to be continued.
CS Dietmar
 
Hi Dietmar

Siril gibt es übrigens auch für Linux. Und es ist meiner Meinung nach besser als ASTAP. Habe beide Programme im Einsatz und vergleiche auch immer wieder mal die Ergebnisse. Die Stacking Ergebnisse von siril sind qualitativ etwas besser. Auch das De-Bayern ist in siril besser gelöst als in ASTAP.

Kannst es ja mal testen wenn du möchtest. OpenSource und kostet nix :)

CS Tom
 
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