Was braucht es, um ein SC 500mm (Spiegelobjektiv) nach zu führen

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Lukas_Poggenpohl

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Wertes Forum,

seit etwa 9 Monaten beschäftige ich mich (aktiv) mit dem Thema Astrofotografie und bin bisher mit meinem Equipment soweit zufrieden. Das Fotoequipment besteht zur Zeit aus:

Nikon D7500
Sigma ART 85mm f/1.4
Nikkor 18-200mm f/3.6-5.4
Reflex-Nikkor C 500 f/8 (quasi ein Schmidt Cassegrain wohl aus dem Jahre 1987, geerbt)

Nachgeführt wird auf einer Minitrack LX3, was bis 200 mm auch ganz gut funktioniert (45 bis 60 Sekunden bei 200mm waren bisher durchaus drin). Während sich der Mond mit dem 500er noch gut verfolgen lässt, ist an Deepsky mit dieser Montierung natürlich nicht zu denken. Ich habe es mal aus probiert, bin aber nicht über 15-20 Sekunden hinaus gekommen.

Zur Zeit bin ich noch mit dem aktuellen Equipment gut beschäftigt. Es gibt ja zum Glück einiges an Objekten oder Kompositionen, die man schon mit 85 bzw. 200mm (zumal mit einem crop Sensor) gut fotografieren kann. Allerdings habe ich mich gefragt, was wohl nötig wäre, um das 500er über zwei bis drei Minuten nach zu führen.

Ich nehme an, dass man schon derartige Zeiten benötigt, um genügend Licht zu sammeln, oder? (Ist natürlich von der Lichtstärke der Objekte abhängig, es geht mir mehr um Richtwerte.)
Kann hier jemand aus der Praxis berichten?

Insgesamt wiegen Kamera und Objektiv zusammen etwa 1,7 kg bei einer geschätzen Länge von 25-30cm. Allzu große Anforderungen an eine Montierung scheint mir das ja eigentlich nicht zu sein....

Liebe Grüße und CS,

Lukas
 
Hallo,
Du kannst auch mit kürzeren Belichtungszeiten arbeiten und dafür viele Aufnahmen hintereinander machen: nachher wird das Ganze dann am PC gestackt, um eine hohe Gesamtbelichtungszeit zu bekommen. Bei meiner letzten "Session" habe ich rund 6 Stunden belichtet, aber jede Einzelaufnahme mit 60 Sekunden.

Je nachdem, wie intensiv man sein Foto-Hobby vorhat zu betreiben, lohnt es sich meistens in eine gute Montierung zu investieren, anstatt die Lernkurve zu machen und sich erst was günstiges zu kaufen um dann festzustellen, dass man damit dann doch schnell an die Grenzen stößt. Ich hatte mir damals direkt eine EQ6-R gekauft und bin froh, obwohl die schon viel Geld kostete und für meine Zwecke eigentlich völlig unnötig war (zumal ich damals nur visuell unterwegs war). Mittlerweile versuche ich mich in der Astrofotografie und bin froh, dass ich sie habe. Die trägt dann auch schon etwas größere Teleskope.
Gruß
paulchen
 
Also ich komme mit der LX2, die ja etwas schwächer ist und einem 400mm Teleskop an einer EOS Kamera noch auf ca. 45s (Gesamtgewicht 1400g) bevor es deutlich eiförmig wird, natürlich nicht bei jedem Bild da ist schon Ausschuß dabei, aber machbar wars. Das solltest Du eigentlich auch schaffen können wenn Du das Ganze gut ausbalancierst und die Gegenfeder optimal einstellst, ist schon etwas knifflig. Polausrichtung sollte aber so genau wie möglich sein, hast Du einen Polsucher dran oder nur das Plastikröhrchen ?
 
Also ich komme mit der LX2, die ja etwas schwächer ist und einem 400mm Teleskop an einer EOS Kamera noch auf ca. 45s (Gesamtgewicht 1400g) bevor es deutlich eiförmig wird, natürlich nicht bei jedem Bild da ist schon Ausschuß dabei, aber machbar wars. Das solltest Du eigentlich auch schaffen können wenn Du das Ganze gut ausbalancierst und die Gegenfeder optimal einstellst, ist schon etwas knifflig. Polausrichtung sollte aber so genau wie möglich sein, hast Du einen Polsucher dran oder nur das Plastikröhrchen ?
Ich habe mir das Gesamtpaket mit Polsucher besorgt. Die Ausrichtung sollte also einigermaßen passen. Wenn ich mir die Einzelbilder an sehe, dann bewegt sich da auch nicht viel zwischen den Aufnahmen.

Das mit der LX2 und dem 400er klingt interessant. Ich werde mich dann auf jeden Fall noch einmal daran versuchen. :)
Über das Ticken kann man ja recht gut einschätzen, ob das jetzt vernünftig läuft oder nicht.

Verwendest du den Kugelkopf oder etwas anderes? Mir ist es schon mal passiert, dass eine der Schrauben nicht richtig fest war und dadurch die Kammera durch gerutscht ist..

Hallo,
Du kannst auch mit kürzeren Belichtungszeiten arbeiten und dafür viele Aufnahmen hintereinander machen: nachher wird das Ganze dann am PC gestackt, um eine hohe Gesamtbelichtungszeit zu bekommen. Bei meiner letzten "Session" habe ich rund 6 Stunden belichtet, aber jede Einzelaufnahme mit 60 Sekunden.

Je nachdem, wie intensiv man sein Foto-Hobby vorhat zu betreiben, lohnt es sich meistens in eine gute Montierung zu investieren, anstatt die Lernkurve zu machen und sich erst was günstiges zu kaufen um dann festzustellen, dass man damit dann doch schnell an die Grenzen stößt. Ich hatte mir damals direkt eine EQ6-R gekauft und bin froh, obwohl die schon viel Geld kostete und für meine Zwecke eigentlich völlig unnötig war (zumal ich damals nur visuell unterwegs war). Mittlerweile versuche ich mich in der Astrofotografie und bin froh, dass ich sie habe. Die trägt dann auch schon etwas größere Teleskope.
Gruß
paulchen
Vielen Dank für den Tipp, ich werde das bei einer etwaigen Anschaffung berücksichtigen. :)

Die LX3 hatte mich wegen des Mechanismus (ohne Elektrik), dem geringen Gewicht und der geringen Größe fasziniert. ;-)
 
Ich habe auf dem Mini Track LX3 auch Probleme gehabt mein Sigma 400 APO Tele Macro f/5.6 nachzuführen. 15s waren kein Problem nach Ausrichtung etc. 30s schienen unmöglich.
Das habe ich vor ca. einem Monat probiert gehabt. Vor einer Woche muss ich aber sagen, ist mir aufgefallen, dass der Kugelkopf Spiel hat. Inwieweit das vor einem Monat schon der Fall war, kann ich nicht sagen.

Habt ihr beiden schön Erfahrungen gemacht in welcher Himmelsrichtung es am sichersten geht mit großen Teleobjektiven? Die West- bzw. Ostausrichtung mit 400mm Objektiv war eine Herausforderung für den Spannmechanismus. Nach Süden habe ich auch fotografiert, das schien entspannter. Alle Objekte wareb aber ca 45°(Alt) am Himmel. Wie Nord und höhere/tiefere Ziele sich auswirken würde mich noch interessieren
 
Habt ihr beiden schön Erfahrungen gemacht in welcher Himmelsrichtung es am sichersten geht mit großen Teleobjektiven? Die West- bzw. Ostausrichtung mit 400mm Objektiv war eine Herausforderung für den Spannmechanismus. Nach Süden habe ich auch fotografiert, das schien entspannter
Hallo,

mit direkten Erfahrungen kann ich nur teilweise dienen. Ich hatte die Kamera aber schon direkt über dem Kugelkopf (für Querformat) und seitlich hängend (für Hochformat) im Einsatz. Die Physik diktiert hier, dass ein kleinerer Hebel (also Kamera zentral über dem Kugelkopf) natürlich einfacher zu handhaben ist. In der Praxis hieß das dann, dass ich hier ohne, oder nur mit ein wenig Federspannung arbeiten konnte. Seitlich hängend musste ich teilweise bis zur höchsten Stufe vorspannen. Ähnlich dürfte es sich mit Ost und West (tendenziell schwieriger), sowie Nord und Süd (tendenziell leichter) verhalten.

Wichtig ist glaube ich, dass der Takt der Eieruhr stimmt. In der Anleitung steht (meine ich) 130-135 BPM. Ich versuche meistens die 132 oder 133 zu treffen (gemessen per Hand mit einer App), nur um sicher zu gehen. Je länger die Brennweite, desto wichtiger dürfte dieser Aspekt werden.

Gruß,

Lukas
 
Hallo Lukas,
bei 500 mm Brennweite bekommst du mit einer nicht exakten Nachführung schon nach 5 oder 10 sec Belichtung keine punktförmigen Sterne mehr.
Nicht ohne Grund werden diese kleinen Nachführungen für Brennweiten bis max. 200 mm empfohlen.
Ich empfehle die Sky-Watcher Star Adventurer, ggf. auch die Mini-Ausführung, wobei man bei der größeren sogar die RA-Achse guiden kann.
Gegenüber deiner LX ist das zwar schon ein halber Quantensprung, aber ohne Investition bekommst du bei der geringen Lichtstärke des 500er auch mit massenhaften Reihenaufnahmen keine verwertbaren Ergebnisse.

VG & CS
Peter
 
Hallo Lukas,

hol dir eine Vixen SP oder besser Vixen GP, bzw. einen der Chinaclone EQ-4/5. Damit sollte im Freilauf eine Belichtungszeit von vielleicht einer Minute möglich sein. Mit Autoguiding über einen Standalone Guider oder einen Laptop ist die Belichtungszeit dann ziemlich egal. Wichtig ist nur, dass die Steuerung einen ST-4 Port hat oder eine Schnittstelle an die man so ein Adapterkabel abschließen kann.
Man kann natürlich massenhaft Bilder aufnehmen, aber der Sprung zu den längeren Belichtungszeiten bringt unter nicht extrem aufgehelltem Himmel einfach viel mehr.


MfG

Rainmaker
 
Hi Lukas,

solange du noch keinen Reflektor oder Refraktor besitzt würde ich beim LX3 bleiben. Gehe doch mit den Belichtungen etwas runter vielleicht so zw 10s und 15s.
Ich mache mit einem Samyang 135mm und einer Asi 178mm (Gesamt ca 1kg) (das entpricht dann ca 500mm Brennweite mit Vollformatsensor) und dem LX3 nur 8s Belichtungen und bin damit sehr zufrieden.
Der Nachteil am LX3 ist halt wie bereits angesprochen die eingeschränkte ausrichtung also bei 1,7kg wirst du in Süd und Nordrichtung keine Probleme haben alles was Zenitnah steht oder ost bzw westlich ist ist da schon eher ungemütlich aber auch machbar habe mit einem 2kg Refraktor auch schon Bilder mit dem LX3 gemacht.

Wenn du aufrüsten willst, würde ich zu einer EQ 5 oder einem Skywatcher Star adventurer greifen, ist dann aber nicht mehr so leicht und minimalistisch wie mit dem LX3.

CS Tom
 
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