Basis Teleskop gebraucht bis 200€, kein Deep Sky

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StrgAltEntf

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Hallo in die Runde,
Mal wieder ein Beitrag „Welches Teleskop soll ich mir kaufen?“. Da ich mich aber 1. echt nicht auskenne und 2. meine Prämissen so noch in keinem vorhanden Beitrag waren, wollte ich euch in einem eigenen Beitrag um eure Hilfe bitten.
Damit ihr ein Gefühl für meine Ansprüche bekommt, erst noch ein wenig Hintergrund:

Ich liebe den Nachthimmel schon immer, verbringe Nächte damit, Wein trinkend nach Sternschnuppen Ausschau zu halten. Letztes Jahr auch viel mit einem richtig guten Feldstecher, mit dem ich die Jupitermonde grad so ausmachen konnte, und Neowise beobachten konnte. 2011 habe ich zufällig einen unglaublichen Feuerball gesehen. Ich war letztes Jahr auch bei einer privaten Sternführung im Chiemgau, bei dem ich echt grandios Saturnringe, Jupiter inkl. Roter Fleck, Ringnebel, Kugelsternhaufen etc. beobachten konnte (das dortige Bino-Teleskop war ein 140 mm Apo-Doppelrefraktor.)

Mein Anspruch ist definitiv nicht, eine auch nur annähernd „vergleichbare“ Qualität wie dieses 20.000€ (?) Teleskop zu erhalten, sondern eine günstige Basis-Ausstattung für eine gute Vergrößerung, die ich auch in den Urlaub unkompliziert einpacken kann. Also definitiv Grab & Go.

Anschaffung muss nicht sofort sein, so 3,4 Monate kann ich auch gebraucht suchen/warten.

Budget:
bis 200€, ich würde allerdings sehr gerne gebraucht kaufen, also Neupreis dementsprechend höher. Ideal wäre ein gebrauchtes Kleinanzeigen-Angebot inkl. Objektive, Stativ.

Was beobachten:
Planeten, Mond, Jupitermonde, einfache Objekte wie Andromeda/Plejaden, ISS.
Kein Deep Sky, definitiv keine Fotografie. Sonne(-nfilter) wäre nur ein nice to have.

Wo:
Wohne im Zentrum von München, vom Balkon und vor allem der Dachterasse mit einem Glas Wein; bin aber oft auf dem Land/in den Bergen mit ganz wenig Lichtverschmutzung. Einsatz soll bei beiden Bedingungen möglich sein, und dementsprechend soll auch der Transport und Aufbau unproblematisch und schnell gehen. Grab & Go und soll sich platzsparend in der Wohnung verstauen lassen.

Wer:
Ich und mein Mann, und ab einem bestimmten Alter auch mal die Kinder, und wenn Freunde zu Besuch sind.

Optik:
Meine Erwartungshaltung geht selbstverständlich nicht Richtung farbiger Hochglanz-Auflösung. Vergrößerung ist der einzige Anspruch. Der Saturn-Ring soll an sich sichtbar sein, aber es müssen nicht die einzelnen Ringe sichtbar sein.

Fotografie: Nicht benötigt

Elektronik: kein GoTo, kein sonstiger elekronischer „Schnickschnack“.

Auskühlen:
Ich bin nicht sicher, ob alle Teleskope erst mal 30-60 Minuten auskühlen müssen (?) - aber mir wär es am liebsten, wenn ich das Gerät innerhalb von 3 Minuten verwenden kann.


Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei folgenden drei Ansätzen weiterhelft:
  1. Gibt es bestimmte Teleskope/Marken, die ihr direkt empfehlen könnt? Gerne all inclusive bis ca. 400€ Neupreis, sodass ich eben auch die gebrauchten Anzeigen ohne Zeitdruck durchforsten kann. Gebraucht wie gesagt bis 200€, gerne auch weniger :-)
  2. Welche Anforderungen habe ich generell an ein Teleskop, welche Öffnungswinkel etc. mindestens, und welche Objektive brauch ich, sodass ich vorhandene Angebote einschätzen kann.
  3. Gibt es die Teleskope in der Preisklasse eher immer als Komplettpaket (inkl Objektive, Montierung) oder ist es besser, die Sachen einzeln zu kaufen? Erstes wäre deutlich bevorzugt.
Vielen lieben Dank im Voraus,
Sabine
 
Hallo Sabine,

meine spontane Empfehlung wäre: kauf Die ein Buch für den Einstieg in die Astronomie. Da steht auch einges über Teleskope drin.

Zu den Begrifflichkeiten:

Ein Setup besteht aus einem Teleskop plus Okularen (damit bestimmst Du die Vergrößerung) und der Montierung (Stativ plus 'Bewegungsapparat' mit Teleskopaufnahme).

Bei den Sets, die es zu kaufen gibt, ist oft die Montierung zu schwach, das bedeutet, das Ganze ist zu wackelig. Der Saturn tanzt dann durchs Bild.

Am einfachsten zu bedienen ist ein Refraktor, das ist das was man klassisch als Fernrohr bezeichnet.

Empfehlen kann man grundsätzlich die Geräte von Skywatcher. Bresser ist in dem Bereich für Einsteiger möglicherweise auch noch interessant, weil viel Zubehör.

Mit 200 € bekommst Du auch gebraucht nur ein einfaches Setup. Vielleicht ein 100 mm Skywatcher Startravel auf einer Skywatcher AZ4 Montierung. Sowas würde ich empfehlen, weil einfaches Handling, gut zu transportieren und eben günstig bei vertretbarer Qualität.

Wenn Du dann wirklich Spaß an der Astronomie hast, wird sicher noch der ei e oder andere Euro fällig werden ?

CS.Oli
 
Hey Sabine, erstmal, ich finde es toll, wenn sich auch Frauen für das Hobby interressieren. Gibt, da so, hab ich das Gefühl einfach zu wenige.

200€ sind nicht viel
Was deine Ansprüche angeht kompakt, planeten, hellste Deepsky Objekte (pleiaden, m31, Kugelsternhaufen)
Denke ich an einen Maksutov Cassegrain, vorallem für Planeten ist der supper und sehr kompakt ok auskühlzeit, wird da immer angesprochen aber bis 5 zoll hällt sich das in Grenzen, die aktuell günstigen einsteiger Refraktoren, machen meiner Meinung keinen Spaß starke Farbfehler wenig Öffnung miserabel montiert.

Ich hab das Gefühl du möchtest den Umgang mit star hopping... erlernen, hast kein Interesse einen Knopf zu drücken und das Objekt steht da, deshalb würde ich zu Parallaktischen Montierung gehen, dan lernst du einige Grundlagen. Macht auch das nachführen der Planeten angenehm, welche hohe Vergrößerungen erfordern und so schnell aus dem Gesichtsfeld wandern, nur eine Achse zu verwenden ist da sehr angenehm.

Das Budget ist so ne Sache aber Vlt. findet sich etwas gebraucht. Wobei vlt erstmal mak auf Fotostativ und dan später ne paralaktische eq3 ohne Motor.
So einer würde halt perfekt zu deinen Plänen passen, ich denke da an den Skywatcher 5 Zoll mit 1,5m Brennweite. Das Budget, ist, eben das Problem. Aber vlt. findet sich was. Zugegeben die Preise sind aktuell hoch ich vermute nach Corona sinken sie wieder,

Leisten könntest du dir auch neu den aber ich glaube du möchtest mehr zur eq1 kann ich nichts sagen (hab sie nicht) aber der 90er wiegt nur 1,4kg, bei so gut wie keinem Hebel, das schafft bestimmt auch die

Clear Skies Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Mak ist eher speziell für Planeten interessant, die große Brennweite sorgt auch für ein relativ kleines Gesichtsfeld.

Der große Vorteil eines Mak ist, dass es ein großartiges Teleskop für Tagesbeobachtungen ist.

Eine EQ Montierung ist komplizierter in der Bedienung, als eine azimutale. IMHO unnötig für Nur-Spechtler.

CS.Oli
 
Die Parallaktische Montierung, ist aber interessant, wenn man Technisch interessiert ist und sich mit Grundlagen auseinander setzen möchte, diesen Eindruck hab ich von Sabine ansonsten erleichtert es gerade bei den kleinen Gesichtsfeldern bei Plössl und Kellner (günstige Okulare), bei Planeten Beobachtung, was sie favorisiert, so hab ich den Eindruck, die Nachführung deutlich

Clear Skies Felix
 
Hallo Felix,

wir müssen uns jetzt nicht streiten. Ich habe mich in meiner Empfehlung auf folgende Aussagen bezogen:

dementsprechend soll auch der Transport und Aufbau unproblematisch und schnell gehen.
.....
aber mir wär es am liebsten, wenn ich das Gerät innerhalb von 3 Minuten verwenden kann.

Da scheidet die EQ für mich aus.

Mit der Nachführung hast Du natürlich recht, wenn die Montierung sauber eingenordet ist.

Was das Rohr angeht: ich habe sowohl ein 127er Mak als auch einen 100/600 Refraktor und nehme für unterwegs immer den Refraktor, weil er meiner Meinung nach mehr Möglichkeiten bietet.

Aber wir beide wissen, dass jeder so seine Vorlieben hat und jeder Astronom auch mehr als ein Teleskop.

CS.Oli
 
Ich bin auch sehr froh, dass ich mich nicht mit einer parallaktische Montierung rumärgern muss. Man spart außerdem das Gegengewicht.
Ein Mak102 auf Az-Pronto fände ich passend. Nachteil: kleines Gesichtsfeld (Plejaden dürften gerade so reinpassen) und man muss 15-30 min warten (also vorher auf den Balkon stellen und den Deckel abnehmen).

Viele Grüße
Spunti
 
Hallo Sabine,

auch wenm mich jetzt vielleicht einige köpfen wollen, aber was wäre mit einem Tischdobson, zum Beispiel diesen hier!? Klar, Newtons sind vielleicht keine Planetenspezialisten, aber ich habe nicht den Eindruck, dass du, Sabine, besonders hohe visuelle und technische Ansprüche hegst, sondern nur ab und zu mal mit deiner Familie in den Himmel schauen möchtest. Der Ring und die Jupitermonde sind definitiv sichtbar, Mond sowieso und auch einige helle DSO. Es kostet selbst neu unter 200 Euro, ohne Schnickschnack und ist absolut "Grab & Go"-geeignet. Gebraucht gibt es vielleicht auch welche, die etwas größer sind. Und du hättest noch Geld übrig für ein Sonnenfilter und / oder Planetenokular mit kurzer Brennweite.
Ich hab ein Celestron FirstScope (76/300) und damit ist der Saturnring gerade so erkennbar. Das sollte also mit 114/500 möglich sein.

Ich habe das Gefühl, dass der Thread hier wieder krampfhaft in Richtung Mak geht. Gibt's solche überhaupt für <200 Euro mit Montierung und Okularen? Einen kleinen Mak gibt es übrigens auch in klein für knapp über 200 Euro. Dafür würden dann aber noch gescheite Okulare fehlen.

Bitte seid jetzt nicht so streng mit mir. Das ist nur ein Denkanstoß. Ich habe das Gefühl, dass das begrenzte Budget und die Anforderungen eher auch in diese Richtung gehen könnten.

CS Bianca
 
Hallo Sabine.

Wenn du etwas länger suchen kannst und auch mehr Fahrtstrecke in Kauf nehmen würdest, dann kannst du für 200€ schon ein gutes Teleskop kaufen. Ich selbst habe mir vor einem halben Jahr auf diese Weise ein Teleskop sehr günstig gekauft. Es ist bei weiten nicht das größte oder beste, aber für den Preis (nicht ein mal ansatzweise so viel wie du ausgeben willst) war es unschlagbar. Bei einem kompakten Gerät gibt es natürlich nicht so viele Bauweisen. Entweder ein Maksutov, oder ein "zusammen schiebbarer" Dobson wie der hier: https://www.teleskop-spezialisten.d...f/5-Teleskop-Fernrohr-mit-Mondfilter::356.htm
Letzterer dürfte sogar leicht genug sein, um ihn später auf einem guten Fotostativ betreiben zu können. Er wäre auch schon groß genug um einiges an DeepSky Objekten zu zeigen (z.B. Andromeda) müsste aber auch gut für Mond und die Planeten gehen. Bei Jupiter könntest du damit nicht nur die Monde, sondern auch die Streifen ganz gut sehen. Die Pohl Kappen auf dem Mars sollten mit dem passenden Okular auch drin sein. Er ist auch schon lange auf dem Markt, sodass du auch gebrauchte Exemplare finden könntest.
Aber auch ein Mak mit entsprechender Größe um die 100 bis 130mm würde gehen, doch dann wären ausgedehnte Objekte eher ein Problem, weil sie nicht ganz ins Bildpassen würden. Der wäre was für Planeten.

Mein Teleskop hat jedenfalls einen Durchmesser von 114mm, aber selbst damit lässt sich schon einiges beobachten. Ich würde dir empfehlen öfters auf eBay-Kleinanzeigen zu schauen. Doch aufgepasst! Gute Angebote gehen sehr schnell weg!

Gruß
Eugen.
 
Da war ich wohl nicht schnell genug mit meinem Post ^^.

Das sollte also mit 114/500 möglich sein.
Also bei meinem 114/910 kann ich sogar mit billigst Okularen den Ring sehr gut erkennen.
Wenn man das restliche Budget in ein gutes Okular steckt, sollte es auch damit sehr gut möglich sein. Jedoch könnten die für f/4.4 etwas teurer werden.

Gruß
Eugen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sabine,
vor ca 3 Jahren habe ich ungefähr genauso angefangen.
Seit dem habe ich einige bittere Erfahrungen hinter mir, insbesondere die, dass man für 200,- Euro eigentlich
nichts kaufen kann, an dem man längerfristig Spass hat.
Ich habe mir zuerst für knapp 200,- Euro ein Newton-Teleskop mit 600mm Brennweite und 100mm Öffnung
auf einer einfachen manuellen EQ Montierung gekauft. Ich habe das Teleskop dann 2018 mit in Urlaub nach
Kroatien genommen, wo ich wirklich gutes Seeing hatte.
Trotzdem konnte ich beim Jupiter eigentlich keine Strukturen erkennen, und beim Saturn konnte ich die Ringe
als einen Ring einigermassen erkennen.
Das Newton-Teleskop war vermutlich gar nicht so schlecht, aber das große Problem waren wohl hauptsächlich
die beiliegenden sehr schlechten Okulare. Heute weiss ich, dass man schon für ein brauchbares Okular etwa
50-100 Euro ausgeben muss.
Zum zweiten war die Montierung alles andere als stabil und dadurch war das Bild bei etwas höherer Vergrößerung
am Wackeln, das Scharfstellen war mühsam. Da das Teil keine motorische NAchführung hatte, wanderte
der Planet immer recht zügig aus dem Bild. Wenn ich dann den Saturn im Bild hatte und es meiner Frau zeigen
wollte, schlug das entweder fehl, weil sie das Teleskop berührte oder der Planet schon soweit aus der Bildmitte
gewandert war, dass sie ihn nicht mehr fand.

Bei den Planeten sind im Moment ja ( so von Juli-Dez ) Saturn und Jupiter dankbare Ziele. Der Mars entfernt sich
ja gerade rapide von der Erde und ist erst 2023 wieder sehr nah, so dass man mit einem kleineren Teleskop da
was sehen könnte. Also für Planetenbeobachtung sollte man schon so etwa 1000mm oder besser noch mehr
Brennweite haben. Genau das führt dann aber dazu, dass bei das Bildfeld kleiner wird und es immer schwieriger
wird, den Planet im Bild zu halten.

Ich kann daher eigentlich nur abraten, irgendwas für 200,- 300,- Euro zu kaufen, meiner Meinung nach ist das
rausgeschmissenes Geld.

Wenn Du nur beobachten willst, also nicht fotografieren, würde ich zu einer azimutalen Montierung raten.
Auch wenn Du schreibst : "Kein GoTo kein elektronischer Schnickschnack"
Damit der Spass am Beobachten nicht schnell vorbei ist, würde ich trotzdem eine Montierung mit Nachführung raten.
Also nicht unbedingt GoTo, aber wenigstens eine Nachführung !
Ich würde z.B. : sowas empfehlen :
Celestron NexStar 4SE
Das Ding hat ca 1350mm Brennweite und die 100mm Öffnung sind für Planeten allemal gut.
Es hat dann zwar sogar eine GoTo-Funktion. (Musst Sie ja nicht nutzen :ROFLMAO: )
Das beiliegende Okular ist schon ganz passabel und wenn man sich dann irgendwann nochmal 2 weitere
Okulare gönnt, kann man schon wirklich sehr gut was sehen.

Genau das Ding war bei mir die 2. Anschaffung, nachdem ich das 200,- Euro Teleskop für 100,- Euro
wieder verkauft hatte. Und das war schon wirklich ein großer Sprung nach vorn. Hiermit konnte ich
an Jupiter und Saturn schon richtig gut Details erkennen.

Was beobachten:
Planeten, Mond, Jupitermonde, einfache Objekte wie Andromeda/Plejaden, ISS.
Also einfach wären sicher die Plejaden. Andromeda ist alles andere als einfach. Auch mit einem Teleskop, das
deutlich größer ist, kann man visuell nur einen kleinen, schwachen, hellen Fleck sehen (das recht helle Zentrum
der Galaxie) . Andromeda kann man eigentlich nur "sehen", wenn man fotografiert und mehrere Minuten bis
hin zu mehreren Stunden belichtet. Dazu braucht es aber dann auch ein Teleskop mit großer Blende, also
große Öffnung kleine Brennweite. Also genau anders herum als Planeten, die ja sehr hell sind und man kein
lichtstarkes Teleskop braucht, sondern eins mit guter Vergrößerung.

Viel Spass
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sabine,

und willkommen im Forum.

sondern eine günstige Basis-Ausstattung für eine gute Vergrößerung, die ich auch in den Urlaub unkompliziert einpacken kann. Also definitiv Grab & Go.
Die Vergrößerung ist nicht das alleinige Kriterium für ein Teleskop.
Die Vergrößerung eines Teleskop errechnet sich Brennweite des Teleskop / Brennweite des Okulares:
Z.B.: 150/750 Newton und ein 32mm Okular = 750 / 32 = ~ 23-fache Vergrößerung.
Die Vergrößerung ist dann allerdings auch noch von einigen "Luftfaktoren" abhängig. Stichworte: Seeing, Transparenz.
Lies Dich mal in max. Vergrößerung, min. Vergrößerung und sinnvolle Vergrößerung ein.
Also den Vorschlag von Oli aufnehmen: Literatur.
Transportabel ist machbar. Je nach dem was man unter transportabel versteht.
Für den einen ist ein 12" oder 14" Dobson (Newton Teleskop) noch transportabel. Für den anderen ist bei einem 8" Dobson (Newton Teleskop) Ende der Fahnenstange.

Ich bin nicht sicher, ob alle Teleskope erst mal 30-60 Minuten auskühlen müssen (?) - aber mir wär es am liebsten, wenn ich das Gerät innerhalb von 3 Minuten verwenden kann.
Schnell einsatzbereit, also Deine angesprochenen "3 Minuten" ist so nicht realisierbar.
Selbst ein Achromat (Refraktor FH) braucht seine Zeit. 10 bis 15 Minuten muss man selbst bei denen einplanen.
Ein "normaler" Newton, 150/750 oder 200/1000, ist meist mit 30 Minuten dabei.
Katadiopter, der angesprochen Maksutow-Cassegrain (MC) und auch die Schmidt-Cassegrain (SC) liegen ab einer Stunde aufwärts. Auch die kleineren Katadiopter, 5", 6", brauchen ihre Zeit. Meist mehr als die offenen Systeme.
Die Auskühlzeit ist immer im Zusammenhang mit der Lagertemperatur zu sehen. Jekühler er gelagert wird um so kürzer ist die Anpassungszeit. 21° Zimmertemperatur mit -5° Außentemperatur das dauert halt bis sich alles angepasst ist.

Was beobachten:
Planeten, Mond, Jupitermonde, einfache Objekte wie Andromeda/Plejaden, ISS.
Kein Deep Sky, definitiv keine Fotografie. Sonne(-nfilter) wäre nur ein nice to have.
Bei Planeten böte sich da ein MC an.
Andromeda, Plejaden bist Du aber schon im DeepSky-Bereich. Andromeda wird nicht einfach sein, zumal aus der Stadt heraus. Plejaden in einem kleinen MC, wie schon erwähnt, wird eng werden.
ISS manuell verfolgen wird schwierig. Da wäre ein Fernglas praktischer.

Wo:
Wohne im Zentrum von München, vom Balkon und vor allem der Dachterasse mit einem Glas Wein; bin aber oft auf dem Land/in den Bergen mit ganz wenig Lichtverschmutzung. Einsatz soll bei beiden Bedingungen möglich sein, und dementsprechend soll auch der Transport und Aufbau unproblematisch und schnell gehen. Grab & Go und soll sich platzsparend in der Wohnung verstauen lassen
Stadtbeobachtung, speziell dann in München, wird nicht viel übrig bleiben als Planeten und Mond und das ein oder andere helle DeepSky-Objekt.
Also die von Dir erwähnte Transportabilität. Da muss überlegt werden, was man gewillt ist zu "schleppen".
Schnell und unproblematisch aufgebaut bleibt fast nur ein Dobson. Da ist einfach nur RockerBox einigermaßen plan aufstellen, Tubus einhängen, fertig.
Bei einer Alt/AZ (die RockerBox ist nix anderes) auf Stativ muss schon ausbalanciert werden. Auch hast Du da mehr Teile.

Optik:
Meine Erwartungshaltung geht selbstverständlich nicht Richtung farbiger Hochglanz-Auflösung. Vergrößerung ist der einzige Anspruch. Der Saturn-Ring soll an sich sichtbar sein, aber es müssen nicht die einzelnen Ringe sichtbar sein.
Farbig im visuellen Bereich, den Du ja anstrebst, ist eh nicht möglich. Da oben ist alles schwarz/weiß, gräulich und teilweise sehr diffus. Die Ringe, besser "den" Ring, bekommst auch mit einem kleinen Refraktor zu sehen. Ob man den Ring sieht oder nicht, kommt auch drauf an wie der Saturn steht. Im Moment eher weniger, da wird es durch den tiefen Stand eh schwierig ihn zusehen.

Elektronik: kein GoTo, kein sonstiger elekronischer „Schnickschnack“.
Da solltest Du Dich im Vorfeld mit den Systematiken der Alt/AZ und der parallaktischen Montierung auseinandersetzen.
Also wieder Literatur. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.
Ohne Elektronik halt wesentlich günstiger, bei beiden Varianten.

Gibt es bestimmte Teleskope/Marken, die ihr direkt empfehlen könnt? Gerne all inclusive bis ca. 400€ Neupreis, sodass ich eben auch die gebrauchten Anzeigen ohne Zeitdruck durchforsten kann. Gebraucht wie gesagt bis 200€, gerne auch weniger
Bei Deinem angedachten Budget, 200,-€ gebraucht und 400,-€ neu, läuft es m.E. auf einen Dobson raus.
Auch bezüglich Deinem angestrebten Zeitaufwand beim Aufbau.
Beim MC musst Du auch auf Zusatzkosten achten, Stichwort Taukappe.

Welche Anforderungen habe ich generell an ein Teleskop, welche Öffnungswinkel etc. mindestens, und welche Objektive brauch ich, sodass ich vorhandene Angebote einschätzen kann.
Mit Objektiven meinst Du sicherlich die Okulare.
Grundsätzlich:
- eines für die Übersicht/Auffinden
- eines für die mittlere Vergrößerung
- eines für dich höhere/hoch Vergrößerung
Neu geht da schon was ab 50,-€ aufwärts. Pro Stück.

Gibt es die Teleskope in der Preisklasse eher immer als Komplettpaket (inkl Objektive, Montierung) oder ist es besser, die Sachen einzeln zu kaufen? Erstes wäre deutlich bevorzugt.
Die Sets haben immer ein Manko, die Montierung. Die ist meist unterdimensioniert.

Mein Tipp, lies Dich ein. Es gibt genügend Literatur.
Macht Euch auch Gedanken über Folgekosten.
Denkt auch an den Zeitaufwand, bezüglich Euren persönlichen Umfeldes. Beruf, Familie... ... Denn es wir Abends, im laufe des Jahres auch sehr später Abend und in der Nacht beobachtet.
Die Temperaturen nicht außer acht lassen. Auch im Sommer kann es recht kühl werden. Winter brauch ich ja nicht zu erwähnen
Grundsätzlich das Wetter, hat man Zeit spielt es nicht mit oder eben anders herum.
Da können, wie in letzter Zeit, schon mal Wochen vergehen, bis man sein Equipment aufbauen kann.

Hobby-Astronomie, das Beobachten ist eine komplexe Sache in die viele Faktoren reinspielen.
Es ist keine ad-hoc Geschichte.
Ruhe, Geduld, Lernen, Erfahrung sammeln... ... ...

P.S.
Die erwähnten Tischdobson sind eine Alternative zu den "normalen" Dobson.
Dabei aber bitte bedenken die müssen auf einen stabilen Tisch gestellt werden, wenn man nicht im Liegen beobachten möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sabine,

ich gebe @astro-yogi recht, dass Du mit einem Budget von 200,- Euro die Finger von Neugeräten lassen solltest... da kommt nix brauchbares bei Dir an.
Aus meiner Sicht wäre für Dich eine Sky-Watcher AZ-4 als Montierung schick, die ist auch bei mir Basis für Grab & Go und ich bin sehr zufrieden mit. Problem... die findet sich kaum gebraucht in den Kleinanzeigen, weil da typischerweise die Einsteiger-Massenware aufschlägt und da ist die AZ-4 nicht Bestandteil.
Übrigens nicht verwechseln mit der Bresser Nano Montierung... da liegen Welten dazwischen, die ist echt nur bedingt brauchbar, habe beide Modelle selbst hier.
Ob Du da dann einen MC, einen kompakten Newton (130/650mm f/5 hatte ich schon selbst da dran) oder - eher wäre mein Vorschlag für Dich - einen einfachen kurzen Fraunhofer Refraktor mit 100 - 120 mm mit 500-600mm Brennweite (sog. RichField Teleskop) ran hängst, kannst Du Dir dann überlegen. Ja, ich hör die mahnenden Rufe schon... FH Refraktor mit f/5 zeigt Farbfehler:eek:... aber, so habe ich Deinen Beitrag gelesen, das wäre Dir nicht so wichtig.
Und, Du ahnst es aber sicher schon... auch die kurzen Refraktoren sind leider nicht die typischen Geräte in den Kleinanzeigen.

...Vielleicht macht Dir ja jemand hier im Forum ein passendes Angebot...

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hallo,

@FrankFu
Sehe ich ähnlich.
Es wird immer nach einer perfekten Lösung gesucht. wir wissen aber - die gibt es nicht.
Leicht, handlich, schnell auf/abgebaut und leicht zu verstauen::
Oder falls vielleicht schon ein (gutes) Fotostativ da ist:
Genau den hatte ich mit Fotostativ schon auf Flugreisen dabei.
Mit einem Glas Wein auf der Terasse/Balkon - d.h. da gibt es evtl gemütliches Mobilar, d.h. den Stuhl nach hinten klappen oder ein bisschen runter rutschen und den Kopf auf die Lehne und dann damit über den Himmel streifen:
 
Hallo,

Du mit einem Budget von 200,- Euro die Finger von Neugeräten lassen solltest... da kommt nix brauchbares bei Dir an.
das ist der erste Knackpunkt.
Warum man aus meiner Sicht verkauft sind der Grund "ich bin frustriert und unzufrieden".
Da werden dann meist die "Kaufhausteleskope" mit Wackelmontierung und mäßigen Beigaben verkauft.
Ein anderer Grund, bei vorhandenem gutem System, ist weiter zu kommen, den Weg gefunden zu haben, wohin man will. Da bewegt man sich aber in anderen Preisklassen, auch gebraucht.

Es wird immer nach einer perfekten Lösung gesucht. wir wissen aber - die gibt es nicht.
Dies ist der zweite.
Grundsätzlich kannst Du mit jedem Teleskop alles beobachten.
Mit dem einen Teleskop aber eben das eine besser und mit dem anderen Teleskop eben das andere besser.
Das ganze ist System bedingt und hat nichts mit "schlechter" Qualität zu tun. Wobei es natürlich auch "Gurken" geben kann.

Der dritte wäre, in meinen Augen, Dein "Zeitmanagement" und das mal so bei einem Glas Wein zum Himmel schauen.
Du wirst nicht umhin kommen Dich mit Deinem Equipment/Setup auseinander zu setzen.
Auch wenn Du es vermeintlich für "einfach" und "schnell" hälst. Sprich kurzer Refraktor FH auf Alt/AZ.
Alt/AZ Montierungen müssen in beiden Achsen nachgeführt werden. Kurz, rauf/runter und links/rechts. Bei höheren Vergrößerungen, wie an Planeten, ist man manuell schon beschäftigt, wie oben schon erwähnt, den Planeten im Gesichtsfeld zu halten. Da ist ein einfache Nachführung schon sehr hilfreich.
Du wirst immer aufbauen müssen. Also Stativ einigermaßen in der Waage, Montierung drauf, Teleskop drauf packen und ausbalancieren. Teleskop und Sucher in Einklang bringen. In dieser Zeit ist ein kleiner FH meist einsatzbereit.
Jetzt kommt es drauf an ob Du "nur" so ohne bestimmtes Ziel über den Himmel wandern willst,
oder gezielt Objekte manuell anfahren möchtest.
Da wird es dann schon zeitaufwändig. Du musst wissen wo das Objekt, welches Du beobachten möchtest, sich am Himmel befindet. Da heiß es sich ein bisschen vorbereiten.
Stichworte, Software, Karten, Atlanten... ...

Da tendiere ich mittlerweile zu Hans drittem Vorschlag, dem Astro-Fernglas.
Das kann man immer dabei haben. Braucht keinen "aufwendigen" Aufbau und ist sofort einsetzbar.
Nur auf eine passende Größe achten. Wenn zu groß, dann ist der schnelle Einsatz dahin, denn dann gehört so ein Fernglas auf ein Stativ, damit es ruhig ist.
Größere Ferngläser werden schnell schwer in den Händen und dann ist ein zitter freies Halten nicht mehr möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du wirst immer aufbauen müssen. Also Stativ einigermaßen in der Waage, Montierung drauf, Teleskop drauf packen und ausbalancieren.
Man kanns auch übertreiben, sie trägt da keine eq6, eine eq3 mit kleinem Gegengewicht und nem kleinen mak, kann man als ganzes Raustragen, so schwer sind die nicht nur als Beispiel, gilt auch für az montierungen der Gewichtsklasse, die muss man dan nicht mal einnorden


Da tendiere ich mittlerweile zu Hans drittem Vorschlag, dem Astro-Fernglas.
Das kann man immer dabei haben.
Ich würde mir wünschen Sabine meldet, sich mal, um was dazu zu sagen, ich hatte den Eindruck, sie favorisiert planeten, das kann sie mit nem Fernglas vergessen (ein 120er bino ausgenommen).

Clear Skies Felix
 
eine eq3 mit kleinem Gegengewicht und nem kleinen mak
Hallo Felix,
das ist mit den Budgetvorstellungen um € 200 kaum vereinbar. Montierung, Maksutov Teleskop, Okulare.......€200?

@StrgAltEntf

Hallo Sabine,
dass es mit € 200 schwer ist, ein ernst zu nehmendes Beobachtungsgerät zusammen zu stellen, wurde in den vorangegangenen Beiträgen schon eindrücklich beschrieben. Das entspricht auch ganz meiner Auffassung.

Allerdings strebst Du möglicherweise gar kein solches Teleskop an, sondern eines, mit dem Du nebenbei ab und zu etwas Spaß haben kannst. DeepSky hast Du schon von vornherein ausgeschlossen. Mond, etwas Planeten und solche Objekte, die auch schon mit bloßem Auge erkennbar sind, reichen Dir schon. Viel mehr geht aus lichtverseuchter Umgebung ohnehin nicht.
Deinen Anspruch an die Qualität des Sets hast Du bereits recht weit unten angesetzt, schon allein mit der Budgetbereitstellung.
Natürlich ist es nicht unmöglich, für den Geldeinsatz ein schönes Beobachtungsgerät zu bekommen, aber zumindest zurzeit halte ich das für äußerst unwahrscheinlich.
Wenn Du bereit bist, ein paar negative Dinge in Kauf zu nehmen, wie z.B. eine wackelige Montierung, die etwas Geduld erfordert, oder sehr einfache Okulare, die halt ein kleines Bildfeld bieten und nicht ganz so sauber abbilden wie die teuren Brüder, dann kommst Du tatsächlich in einen Bereich, in dem auch innerhalb Deines Budgets Brauchbares zu bekommen ist.
Es kommt eben darauf an, was Du erwartest, und was Du bereit bist, zu ertragen.
Wenn ich das so richtig sehe, dann stehen Dir eine Menge Teleskope zur Auswahl, die sogar deutlich unter 200 € zu haben sind.
Das wären die typischen Einsteigerteleskope, wie die sehr oft angebotenen 70mm Refraktoren auf einfachen Montierungen.
Allerdings sind das genau die Teleskope, vor denen im Allgemeinen hier gewarnt wird, auch von mir.
Doch die Warnung gilt vor Allem den potentiellen Käufern, die das glauben, was die Werbung verspricht. Die mit völlig überzogenen Vorstellungen kaufen, und deshalb bitter enttäuscht werden, weil das Gerät die hohen Erwartungen einfach nicht erfüllen kann.

Gehst Du die Sache aber mit dem Bewusstsein an, einen Kompromiss einzugehen, bei dem eben die Grenzen früh erreicht werden, dann kann auch ein „Wackeldackel“ eine Menge Spaß bereiten.

So halte ich gebraucht einen 80-90mm Refraktor, z.B. den SkyWatcher StarTravel auf EQ1 / EQ2 für erreichbar, oder eben einen der oft angebotenen 70mm Refraktoren von Meade, Celestron, SkyWatcher usw. auf sehr einfachen azimutalen Montierungen.

Möchtest Du aber ein stabiles Set, mit ruhigem Bild auch bei großen Vergrößerungen, und eine glasklare Abbildung mit großem scheinbarem Gesichtsfeld............dann bleibe ich bei dem, was ich Dir im ersten Absatz geschrieben habe.

CS

Dietmar
 
Das Budget ist wirklich sehr knapp.
Bei dem was man so liest, würde ich auch AZ Montiert raten.

Da Planeten momentan nicht so der Bringer sind, würde ich auch zu einem kurzen Frauenhofer aller 90/500 (Durchmesser/Brennweite sprich Öffnung/Brennweite) raten.
Das sind sogenannte Widefield/Kometensucher.
Evtl. mit einem einfachen Filter wie UHC oder ähnlichem.
Wobei ... im Zentrum von München ist visuell wohl generell ein Problem wegen der Lichtverschmutzung.
Daher, wenn dann nur mit einem Filter für Sternenfeldbeobachtung.
Am Mond und Planeten hat dieses Teleskop natürlich einen merklichen sogenannten Farbfehler (einen Blausaum um die Objekte, bzw. an Kontrastreichen stellen).

Wenn die Planeten dann wieder besser stehen ist für kleines Geld wohl ein Mak (MC) mit 90-127mm Öffnung preislich interessant.
Am Mond und (NUR mit geeignetem Filter) an der Sonne würde ich den Mak auch dem Kometensucher vorziehen.

Für beide Teleskope reicht ein einfacher LED leuchtpunkt Sucher.
Für den Kometensucher sowieso und für den Mak auch, wenn er auf Planeten Mond und Sternenhaufen begrenzt wird.

Wie du vielleicht schon aus den Antworten herraus lesen gelesen hast, ist 200€ einfach nicht machbar, wenn du dauerhaft Spass haben willst.
Auskühlen muss jede Optik. die eine weniger die andere Mehr.

Und die angeratene Motorisierung, wäre empfehlenswert. zumindest am MAK ... also bei allem wo HOCH/STARK vergrößert wird.
Muss kein GoTo sein. Einfache 6v Motoren reichen da völlig aus. Ansonsten wird es wirklich schnell nervig, die Objekte immer wieder einzufangen/nach zu zentrieren.
Die einfachen Motoren kann man auch mit einer Powerbank betreiben, so das man da auch keinen großen Aufwand mit der Stromversorgung hat.

Mein Fazit:
- Verabschiede dich vom 200€ gedanken.
- intuitiv wäre eine AZ Montierung
- empfehlenswert aber nicht Pflicht wären Motoren (kann man ja meistens auch nachrüsten, um den Start günstig zu halten.
- starten mit nem Kometensucher oder nem MAK
- das andere Tele bei Zeiten nachkaufen (die Montierung (Unterbau) ist ja dann schon vorhanden.

Gruß
Markus
 
Hallo Felix,
was heißt übertreiben.
Es geht schlicht darum, das man alles aufbauen muss und das braucht einfach Zeit.
Wenn Du "am Stück" raus trägst, das ist Dir überlassen.
Ich persönlich mache es nicht.
Dafür ist mir das Equipment zu schade und auch zu teuer, auch wenn man nur 200,- oder 300,- veranschlagt.
Die Budgets kommen aus gutem Grund zustande.
- weil ich erst mal antesten will ob es mir taugt
- ich habe einfach nicht mehr
... ... ...
Wenn mir das gesamte Equipment, warum auch immer, aus der Hand rutscht... ...

Auch wurde davon gesprochen, dass es platzsparend in der Wohnung untergebracht werden soll.
Und, das musst Du schon zugeben, ein Stativ nimmt, selbst im eingefahrenen Zustand, einfach Platz weg.
Und dann, auch wenn ich die Beine einziehe, hab ich dann am Beobachtungsplatz das Problem das ich wieder einigermaßen nivellieren muss.
Da transportiere ich das Stativ lieber einzeln, habe die Beine auf meiner bevorzugten Höhe und stelle es auf meinem Balkon an markierter Stelle, fertig. Das sollte auch auf der Dachterrasse gehen.

Worauf ich grundsätzlich hinaus will, Hobby-Astronomie/das Beobachten ist kein ad-hoc Hobby.
Man sollte sich Zeit nehmen.
Und wir alle wissen, Ruhe und Geduld sind gefragt.
Wenn ich mich selbst unter Zeitdruck setze, indem alles schnell, schnell aufgebaut werden soll, kann das m.E. nichts werden.
Ich bin jetzt kein Esoteriker, omm und Bäume umarmen und so ;), aber ich gebe nicht unerhebliches Geld aus, will mich in meiner Freizeit mit etwas sinnvollem beschäftigen, da nehme ich mir doch Zeit und gönn mir die Ruhe, speziell beim Beobachten.
Ich bin doch nicht auf der Flucht oder bei einem Wettrennen.
 
Hobby-Astronomie/das Beobachten ist kein ad-hoc Hobby.
Nicht für Dich, Mathias, aber für Sabine vielleicht schon:
aber mir wär es am liebsten, wenn ich das Gerät innerhalb von 3 Minuten verwenden kann.

...das klingt weniger nach langer Beobachtungsplanung, sondern eher nach spontaner Lust auf Sternegucken.......

CS

Dietmar
 
Hallo Felix,
das ist mit den Budgetvorstellungen um € 200 kaum vereinbar. Montierung, Maksutov Teleskop, Okulare.......€200?
Die eq3, war ein Beispiel für eine Montierung, die mit Equipment und gegengewicht, noch herum zu tragen ist. kleinere oder Az werden da noch einfacher.
Achso ich hab ne alte schwarze motorrisierte eq3 vor vlt. 4 monaten für 30€ gebraucht gekauft, wenn man Geduld, hat kann man sowas, echt günstig bekommen, war kein Freund nur nen Älterer freundlicher Astronom


Wenn Du "am Stück" raus trägst, das ist Dir überlassen.
Ich persönlich mache es nicht.
Dafür ist mir das Equipment zu schade
Ich bleibe dabei das ist übertrieben, eine eq3, wiegt etwa 10kg, mit Stativ, plus 3kg gegengewicht und 3kg Teleskop sind wir bei 16kg sorry aber so viel wiegt der kopf meiner eq6r und da hab ich keine Wahl, die kann ich nicht weiter auseinander bauen, das kann man doch sicher raustragen. Kleinere montis oder AZ der Größe wiegen noch weniger.

Ich gebe zu ich bin Jung 20 und deshalb noch fitt aber den Eindruck hab ich von Sabine auch , schließlich sprach sie von, wenn die kinder alt genug sid, also eine junge Familie.

Clear Skies Felix
 

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Hallo Sabine,

Mein Anspruch ist definitiv nicht, eine auch nur annähernd „vergleichbare“ Qualität wie dieses 20.000€ (?) Teleskop zu erhalten, sondern eine günstige Basis-Ausstattung für eine gute Vergrößerung, die ich auch in den Urlaub unkompliziert einpacken kann. Also definitiv Grab & Go.
ein Teleskop für 20 000 Euro dürften nur wenige Leute haben. Viele Leute steigen mit etwa 400 Euro ein, wobei die Preise in letzter Zeit erheblich gestiegen sind. Dazu kommt noch Zubehör wie z.B. Okulare oder auch Montierung, Stativ und Gegengewichte.

Du möchtest also ein Teleskop, dass Du einfach schnappen und hinstellen? Nur einmal gehen, zweimal gehen? Wieviel darf es wiegen?

Was verstehst Du unter "unkompliziert einpacken"? Spielen Länge und Durchmesser des Teleskops eine Rolle?
Falls ja, was wären Deine Vorgaben? Nicht länger als 700mm, nicht dicker als 100mm?
Bedenke, dass Du nicht nur den Tubus, sondern auch den Unterbau einpacken musst.
Anschaffung muss nicht sofort sein, so 3,4 Monate kann ich auch gebraucht suchen/warten.
Gut, dass Du das Warten erlernt hast. Das schützt Dich möglicherweise vor kurzfristigen Fehlentscheidungen.
Was beobachten:
Planeten, Mond, Jupitermonde, einfache Objekte wie Andromeda/Plejaden, ISS.
Kein Deep Sky, definitiv keine Fotografie. Sonne(-nfilter) wäre nur ein nice to have.
Mit der Software Stellarium kannst Teleskope und Okulare eintragen und anschauen, wie ein Objekt mit der jeweiligen Brennweite und Okular aussehen würde.
Schau auch mal hier:
https://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php

Das sollte Dir zur Eingrenzung helfen.
Wo:
Wohne im Zentrum von München, vom Balkon und vor allem der Dachterasse mit einem Glas Wein; bin aber oft auf dem Land/in den Bergen mit ganz wenig Lichtverschmutzung. Einsatz soll bei beiden Bedingungen möglich sein, und dementsprechend soll auch der Transport und Aufbau unproblematisch und schnell gehen. Grab & Go und soll sich platzsparend in der Wohnung verstauen lassen.

Was ist für Dich "platzsparend"? Welcher Platz in qm steht zur Verfügung? Meinen 200/1200er Dobson kann ich platzsparend lagern, wenn ich den Tubus einhänge und senkrecht aufstelle.

Optik:
Meine Erwartungshaltung geht selbstverständlich nicht Richtung farbiger Hochglanz-Auflösung. Vergrößerung ist der einzige Anspruch. Der Saturn-Ring soll an sich sichtbar sein, aber es müssen nicht die einzelnen Ringe sichtbar sein.

Bedenke, dass die Planeten wie Jupiter und Saturn auch in den nächsten Jahren sehr tief stehen werden. Dann kannst Du sowieso nicht so hoch vergrößern. Bis sie höher stehen, könnten Deine Ansprüche gestiegen sein.
Auskühlen:
Ich bin nicht sicher, ob alle Teleskope erst mal 30-60 Minuten auskühlen müssen (?) - aber mir wär es am liebsten, wenn ich das Gerät innerhalb von 3 Minuten verwenden kann.
Wenn das Teleskop "platzsparend" in der warmen Wohnung gelagert wird, muss es sich wegen des Temperaturunterschieds draußen anpassen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei folgenden drei Ansätzen weiterhelft:
  1. Gibt es bestimmte Teleskope/Marken, die ihr direkt empfehlen könnt? Gerne all inclusive bis ca. 400€ Neupreis, sodass ich eben auch die gebrauchten Anzeigen ohne Zeitdruck durchforsten kann. Gebraucht wie gesagt bis 200€, gerne auch weniger :)
  2. Welche Anforderungen habe ich generell an ein Teleskop, welche Öffnungswinkel etc. mindestens, und welche Objektive brauch ich, sodass ich vorhandene Angebote einschätzen kann.
  3. Gibt es die Teleskope in der Preisklasse eher immer als Komplettpaket (inkl Objektive, Montierung) oder ist es besser, die Sachen einzeln zu kaufen? Erstes wäre deutlich bevorzugt.
Kurz und knapp: Ich sehe kein Teleskop, dass alle Deine Vorgaben erfüllt.

Ich würde mir an Deiner Stelle erstmal gar kein Teleskop kaufen und lieber versuchen, durch unterschiedliche Teleskoptypen, die Deine Anforderungen erfüllen, zu schauen. Dann kannst Du besser einschätzen, was für Dich das richtige Teleskop ist.
Vielleicht gibt es in Deiner Nähe einen Verein oder ein paar Astrofreunde.
Auch würden sich Teleskoptreffen anbieten. Wann dies wieder möglich ist, ist unklar. Aber Du hast ja Zeit und die Planeten stehen die nächsten Jahre auch relativ tief.

Gruß
Ronald
 
Hallo,

Ich bleibe dabei das ist übertrieben, eine eq3, wiegt etwa 10kg, mit Stativ, plus 3kg gegengewicht und 3kg Teleskop sind wir bei 16kg sorry aber so viel wiegt der kopf meiner eq6r und da hab ich keine Wahl, die kann ich nicht weiter auseinander bauen, das kann man doch sicher raustragen. Kleinere montis oder AZ der Größe wiegen noch weniger.
Für Gelegenheitsgucker ist Gewicht ein ganz wichtiger Faktor. Vor allem wenn man das über Treppen schleppen muss. Da spreche ich aus Erfahrung.
Im Vergleich dazu mein Skywatcher 80/400 mit Fotostativ, Amici/Spiegel, (Seben) Zoomokular - weniger als 5kg in der handlichen Tasche die mit dem Teleskop mitkommt.
Wenn es dann aus dem xten Stock (Dachterasse) in die nahen Berge geht ist die Tasche ganz schnell gegriffen und ohne zusätzlichen Gang, im Auto. Ok, ein Fotostativ sollte dann (wg Budget) schon vorhanden sein.
Das, oben verlinkte, Mercury 70/500 wiegt, zusammen mit einer AZ3, dann schon das Doppelte. Kommt dafür aber mit 200€ komplett (Montierung, Amici, Sucher und Okularen) innerhalb des Budgets.
Diese Teleskope haben einen weiteren Vorteil, man kann sie auch als Spektiv für die Naturbeobachtung einsetzen. Die Ratsuchenden sind ja wohl auch öfters in den Bergen. Das kann schon spannend sein damit auch tagsüber zu beobachten. Man ist ja nicht ständig und immer am wandern, sondern auch mal auf der Hotel/FEWo Terrasse. Für mich sind die am nächsten zu den berühmten 'Eierlegenden Wollmilchsäuen'.
Und die Farbsäume? Wenn man die nicht in Kauf nehmen will muss man ziemlich sicher mehr Geld hinlegen.
Aber für astronomische Beobachtung sind auch die diversen Firstscope/Heritage eine Option. Da hat man aber wieder das Problem der Justage.
Gebraucht findet man diese Teleskope ganz selten wesentlich günstiger. Bei den Kleinanzeigen sind, in der Preisklasse, ja in aller Regel nur die 700fach vergrößernden o_O Weihnachtsgeschenke zu finden.
Mit einem Fernglas habe sie und ihr Mann ja schon beobachtet. Scheint also schon vorhanden zu sein.
 
Hi Sabine
wie Du gelesen hast, ist es nur schwer möglich alle Forderungen in Deinem Budget zu vereinen.
Er wird und muss diverse Kompromisse geben, wenn das Budget bleibt.
Vor vielen Jahren hatte ich in der Range Reisetelekope, die es heute noch gibt und die gerade so ins Budget passen und sehr kompakt sind.
Hier ist meine Vorstellung: Deepsky Brothers
Ist das kompakt genug?
Wenn nein, dann bin ich bei einem Tischdobson, wobei ich ob der Öffnung und des Preises den Bresser 130/650 Tischdobson für überlegenswert halte, wiewohl mir klar ist, dass er auch Nachteile mit sich bringt und weit weg von ideal ist. Aber er ist im Budget.

Ob es ratsam ist, jetzt was zu kaufen, würde ich mal eher verneinen. Zu viel Unklarheit scheint mir da im Raum.
Daher wäre es sicher gut, Du gehst mal zum Händler um Dir die Größen anzusehen. Im Raum MUC hats ja 2.
Auch gut und sicher hilfreich, wäre der Anschluss an andere Sterngucker. Astrotreff Münchner Norden wäre ein Thema und ich kenne noch eine kleine Gruppe privat im Raum Petershausen nördl. von München.
Das kann helfen die Dinge für Euch besser einzuordnen und daraus resultierend dann die Richtung was es werden soll exakter und konkreter zu bestimmen.
CS
 
Hallo Sabine,

willkommen im Forum. Von den vielen Beiträgen wirst du erschlagen sein. Ich bin noch relativ kurz in diesem Hobby aktiv. Ich bin eigentlich beim Sportschießen, aber dies ist ja wie alles andere zu. Du musst dir wirklich überlegen ob du überhaupt ein Teleskop möchtest. Es gibt auch andere optische Geräte mit denen man den Sternhimmel beobachten kann und vom Handling wesentlich einfacher zu beherrschen sind. Als im letzten Dezember die Konjunktur von Saturn und Jupiter stattfand, habe ich mein Spektiv geschnappt und auf der Terrasse mit einfachen Fotostativ (25€) aufgestellt. Auf unendlich gedreht, fertig, beobachtet und gefreut. Die Ringe vom Saturn waren so zu sehen wie du oben beschrieben hast.

Das ist meins:

Empfehlen würde ich dieses mit der größeren Öffnung:

Bei einem einfachen Spektiv ist aber auch zu beachten, dass für Mondbeobachtungen ein Mondfilter erforderlich ist.
 
hallo Leute,
jahrzentelang war sowas wie der 4 1/2“ mit 900mm Brennweite das Einsteigergerät
und nicht ganz zu Unrecht wie ich meine ,
der zeigt am Mond schon einiges , etliche Deepskyobjekte sind schon zu finden und mit entsprechender Filterfolie auch an der Sonne zu gebrauchen, Doppelsterne sowieso......
Meinen hatte ich für 45,-€ in den Kleinanzeigen geangelt (Vixen) und aus Holzresten eine Rockerbox gebaut,
an Okularen kann man da alles reinstöpseln ohne Probleme.
Mit dem kleinen Newton kann man sich jahrelang beschäftigen !
CS Alex
 
.....ob die Sabine hier überhaupt noch mitliest?
Vielleicht hat sie längst StrgAltEntf gedrückt...

CS

Dietmar
 
Hallo!

... Wohne im Zentrum von München, vom Balkon und vor allem der Dachterasse mit einem Glas Wein; ...
hoffentlich ist Sabine nicht mit dem Glas Wein in der Hand von der Terrasse gefallen als Sie sich zum simultanen Beobachten von Orion und Polarstern den Hals verdreht hatte ... ;)

Hallo Sabine, @StrgAltEntf
die Beratungsgemeinde hier verliert immer wieder mal zu Beratende (-Opfer), die im Angesicht der vielen wirklich gut gemeinten und fundierten Ratschläge schlicht weg überfordert sind und dann beschließen lieber was einfacheres zu versuchen, wie z.B. .... Minigolf. Nicht böse sein wegen dem Sarkassmus. Wir sind alle lieb und wollen nur spielen! :cool:

Ich bin seit letzten Sommer zusammen mit meiner Frau intensiv am Sterne-Anschauen. Falls Du Lust hast dich per Telefon mit einem Münchner - Anfänger - Paar auszutauschen, können wir ja Details mal per PM dazu austauschen. Wir könnten uns auch mal gemeinsam in der Volkssternwarte treffen oder einen Sterneabend/Nacht im Münchner Umland machen. Wenn mal wieder offen und man darf.

Liebe Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo an alle,
Ich wollte mich nur schon mal für die vielen ausführlichen Antworten bedanken! Das ist ja wirklich erstaunlich, mit welcher Hingabe ihr Neulingen wie mir helft.
Ich antworte baldmöglichst auf eure ganzen Rückfragen, und stelle auch noch meine weiteren Rückfragen, dazu will ich mir Zeit nehmen und die fehlt gerade ;-)

Bis dahin viele Grüße aus München,
Sabine
 
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