Erweiterung in der Astrofotografie

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Sterndalgucker

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Hallo liebes Forum,

ich habe letzten Winter meine ersten Gehversuche in dem Themenbereich der Astrofotografie getan und habe mir einen Skywatcher Star Adventurer gekauft. Da die Fotografie so und so schon seit vielen Jahren zu meinen größten Hobbys zählt, war eine Kamera und Objektive bis 300mm vorhanden (Sony A7III).
Die ersten Versuche ließen nicht lange auf sich warten und so habe ich versucht zu lernen da dieser Teil der Fotografie doch etwas von meiner sonstigen Leidenschaft, der Landschaftsfotografie abweicht. Themen wie Einnorden usw. musste ich mir erst beibringen. YouTube habe ich rauf und runter geschaut, dutzende Blogs, Homepage etc. gelesen und so habe ich mich langsam vorgetastet zum Stand heute. Nach wie vor fasziniert von dem Sternenhimmel über unseren Köpfen will ich nun mein Equipment erweitern. Mein Interesse liegt sehr in der Deep Sky Fotografie von Nebel und Galaxien. Planeten eher weniger.

Kurz zu meiner Situation: Ich wohne im "Speckgürtel" von Wien was mir die Möglichkeit gibt, direkt aus meiner Garten raus zu fotografieren. Zur Not fahre ich mal 30 Minuten und finde mich in einer schönen Dunkelheit wider. Wie oben schon geschrieben besitze ich eine nicht modifizierte Sony A7III (Vollformat) und besitze diverse Objektive bis 300mm. Nach diversen Fotos von Andromeda, Plejaden usw. kommt natürlich jetzt auch der Wunsch mich etwas zu verbessern und so kam dann dieses Forum und mein Anliegen an euch ins Spiel. Ich bräuchte bitte den Rat welche Weg ich einschlagen soll. Nun könnte ich sagen, dass das Budget einige tausend Euro ist und ihr könnt mir das beste Zusammenstellen was man für dieses Geld bekommen kann nur ist dem nicht so. Da ich gerade unser Haus umbauen lassen fließt da viel Geld rein und somit will ich hier etwas kürzer treten. Gedacht habe ich an etwa 1000€ für die Erweiterung und dann Jahr für Jahr immer etwas dazu.
Nun stellt sich mir aber die Frage, was ist sinnvoller und würde für mich den besten Nutzen bringen. Sollte man das Geld eher in neues, besseres, Glas investieren oder macht es Sinn eine Astrokamera zu kaufen um mit dem vorhandenen Glas bessere Ergebnisse erzielen zu können. Dass der Skywatcher für größer Teleskope nicht die beste Lösung ist, ist mir durchaus bewusst. Eine neue, bessere Montierung steht ebenso auf meiner gedanklichen Liste. Für jetzt muss dieser reichen. Eventuell noch eine Guide Cam.

Ich habe schon etwas im Internet geschaut. Kameras wie jene von ZWO reizen mich natürlich sehr. Ebenso bestünde die Möglichkeit eine astromodifizierte DSLR zu kaufen. Könnte zB eine Canon 450da für weniger als 200€ bekommen. Ebenso habe ich eine RedCat inkl. Guide Cam und Scope für 1000€ gefunden. Ich weiß nur nicht welche Richtung die beste ist.

Welche Tipps und welche Ratschläge könnt ihr mir als Profis geben? Bin für jeden Dankbar!

LG
Klemens
 
Hallo,
ich bin kein Profi :) , aber trotzdem schreibe ich mal meine Einschätzung: es ist immer die Frage, in welche Richtung Du Dich "weiterentwickeln" möchtest. Wenn Du ein Teleskop für die Astrofotografie nutzen willst, kommst Du um eine solide Montierung nicht herum. Ich persönlich kann Dir z.B. die SkyWatcher EQ6-R empfehlen, die aber alleine schon mit rund 1700EUR zu Buche schlägt. Vielleicht holst Du Dir erstmal eine astromodifizierte DSLR: die bekommt man für überschaubares Geld, auch gebraucht. Ich nutze z.B. eine EOS700DA. Mit einem Dualband-Filter, wie z.B. dem Optolong L-extreme kannst Du Deine Aufnahmen dann auch noch mit nur O2 und Ha machen. z.B. die Software AstroPixelProcessor bietet Dir dann die Möglichkeit, aus diesen Aufnahmen die beiden Kanäle sehr einfach zu extrahieren, um sie weiterzuverarbeiten.
Über kurz oder lang wirst Du Dir vermutlich eine gekühlte Astrokamera für die DeepSky-Fotografie zulegen, z.B. eine ASI533MC, die mit rund 900 EUR preislich unter den 1000 EUR liegt, die Du genannt hast.
Leider ist die Astrofografie ein recht kostspieliges Hobby. Man kann ganz viel Geld investieren, muss es aber auch nicht zwingend. Man kann auch mit überschaubaren Mitteln schon viel Spaß und Erfolge erzielen.
Viele Grüße
markus
 
Hallo Markus :)
danke für deine Rückmeldung. Ich glaube irgendwie kann jedes Hobby ziemlich kostspielig werden :ROFLMAO: Ich werde auch die kommenden Jahre das Geld in eine gute Montierung wie zum Beispiel in jene von dir genannte investieren nur kann ich meiner Götter Gattin gerade schwer erklären neben den ganzen Kosten für Haus und Garten nochmals 5.000€ in das Hobby zu investieren :ROFLMAO: Deswegen alles zu seiner Zeit :)

Deine Idee ist auch irgendwie meine und deswegen auch hier die Frage: Würde eine astromodifizierte Kamera nicht wirklich am meisten Sinn machen? Sei es jetzt eine DSLR oder gleich eine ZWO. Das entsprechende Glas etc. vll dann nächstes Jahr anschaffen?
 
Ja, genau: ich würde mir an Deiner Stelle eine astromodifizierte DSLR zulegen und mit Deiner Star Adventurer weiterarbeiten. Ein "neues Glas" bringt Dir ohne Montierung ja leider nichts, insofern: dann später erstmal die Montierung und ggf. einen günstigen Foto-Newton (z.B. den Skywatcher 130 PDS oder den 200PDS, bekommt man auch gebraucht des öfteren).

Bei den gekühlten Kameras ist sowas wie die ASI533MC im Einsteigerbereich. Größere Modelle mit größerem Chip kosten dann schnell das doppelte oder dreifache (z.B. die ASI1600 oder ASI2600). Zu überlegen ist dann auch, ob man statt einer Color Kamera auf eine Monochrome-Kamera mit Filtern setzt. Da tun sich unzählige Möglichkeiten und Wege auf, die man einschlagen kann (inkl. unendlicher Möglichkeiten, viel Geld auszugeben).

Insofern würde ich erstmal langsam weitermachen mit einer astromodifizierten DSLR für überschaubares Geld und weiter Erfahrungen sammeln, ggf. den Dualband-Filter. Im nächsten Schritt dann die Montierung mit Teleskop und dann eine gekühlte Kamera.

Viele Grüße

markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Bevor ich mir Gedanken über eine Kamera mache, die ich eigentlich nur am Teleskop verwenden kann, die eine externe Stromversorgung und einen PC braucht usw. würde ich mir persönlich erst mal Gedanken machen, was ich eigentlich genau will. Wenn klar ist, ob du lieber Planeten, Sonne oder Mond, oder eher deepsky fotografieren möchtest, würde ich dir raten dir zuerst das passende Teleskop und die dazu passende Montierung zu kaufen, oder darauf zu sparen. Wenn das dann mal da ist, würde ich mit der bereits vorhandenen Vollformat-Kamera beginnen. Mit diesen Kameras ist bereits im unmodifizierten Zustand sehr sehr viel zu erreichen und du wirst erstmal an ganz andere Hindernisse stoßen.
Für mich war von Tag 1 der Astrofotografie immer klar: Die Kamera kommt als letztes, vorausgesetzt es ist schon eine DSLR o.ä. da.
 
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Die astromodifizierte DSLR hat aus meiner Sicht den Vorteil, dass sie relativ preisgünstig ist (gebraucht für 200-400EUR zu haben) und man mit dem vorhandenen Equipment erstmal weiterarbeiten kann, ohne jetzt erstmal jahrelang für Montierung und Teleskop zu sparen. Klemens schrieb ja, dass er in Richtung DS weitermachen möchte, zumindest hatte ich es so verstanden.
Aber wie so oft: fragt man 10 Leute, bekommt man 100 Meinungen :)

@edit: Der Punkt von Thorsty ist nicht zu unterschätzen: das ganze weitere Equipment wie Laptop etc.... Die DSLR hat ja erstmal alles eingebaut und läuft ohne Laptop, noch ein Pluspunkt für eine DSLR :)
Ich nutze die ASIair für meine Aufnahmen und bin damit sehr zufrieden. Die bietet auch gleich mehrere 12V Hohlsteckerbuchsen, um alles anzuschließen und man kann alles bequem via Tablet steuern, Platesolving, Aufnahmeplanung usw.... Schon wieder $$$
 
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Wie schaut's aus mit Flats? Vielleicht wäre eine Flatfieldbox auch noch eine sinnvolle Investition für überschaubares Geld. Sowas kann man sich aber auch selber bauen, oder mit anderen Hilfsmitteln arbeiten (T-Shirt)
 
Die Frage ist ja, denke ich, wo will man hin möglichst aus dem jetzigen Setup heraus.
Und da gibt es leider mehrere Wege, die nicht unbedingt kompatibel sind.

Die Hauptwege sind mM:

1. DSLM/R mit Objektiven und einer einfacheren Montierung. Man macht hier eher Aufnahmen mit grossem Feld, also keine kleine Galaxien aber zB schöne grossflächige Nebel/Gebiete.

2. DSLM/R mit Teleskop, kann erstmal ein kurzer, kleiner Refraktor (APO) sein und einer guten ausbaufähigen, guidingfähigen Montierung. Bei kleinerem Öffnungsverhältnis (<f/4,5) braucht man dann irgendwann einen Flattener (Refraktor) oder Koma Korrektor (Newton) wegen Vollformat. Computer nicht zwingend notwendig aber wahrscheinlich ratsam oder es läuft sowieso darauf hinaus.

3. Dedizierte AstroCam mit Teleskop und einer guten ausbaufähigen, guidingfähigen Montierung. Hier braucht man die DSLM/R nicht mehr. Flattener (Refraktor) oder Koma Korrektor (Newton) braucht man bei kleinerem Sensor erstmal nicht. Computer praktisch notwendig. Ein Remote Teleskop kann eingerichtet werden.

Anmerkungen:
Punkt 1. machst du irgendwie schon, kann man aber natürlich weiter ausbauen/verbessern ohne alles über den Haufen zu schmeissen.
DSLR hast du schon, daher mM erstmal keine neue DSLR, stattdessen ein Teleskop, also 2.
3. ist mM der Profiweg. Man kann aber erstmal 2. machen und dann später auf 3. "upgraden" oder sogar beides machen.

Zusätzliche Entscheidung bei 3.:
OSC oder Mono Kamera?

Ich bin ein Anhänger der modernen OSCs. Du kannst gleich Farb Aufnahmen ohne grossen zusätzlichen Zeit-, Filter- und EBV-Aufwand machen. Die aktuellen OSCs sind fast genauso empfindlich wie Monos. Und man kann die heutigen dafür gedachten Duo-Schmalband Filter (zB Optolong L-Extreme) einsetzen.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klemens,
Ich stand vor drei Monaten vor derselben Frage, was zum Einstieg in die Astrofotografie denn erstmal nötig ist und habe mich für folgendes entschieden:
Nikon D 7100 unmodifiziert 300 €, Steuerung über Laptop zum Scharfstellen, diverse Objektive bis 600 mm waren vorhanden
iExos Montierung mit Explore Stars 400 €, Steuerung über Explore Stars oder KStars, beides Freeware, Steuerung über Laptop (vorhanden)
Refraktor 90/900 auf EQ 2-Montierung nicht nachgeführt 300 €
Celestron 127/1000 mit Starsense 250 €
Diverse Schienen zum Geräte auf der Montierung wechseln 200 €
Sonnenfilter, UV/IR-Filter, T2 Adapter, TSFA 1, Sonnen Continuum-Filter, Fernbedienung für die Nikon alles zusammen ca 300 €
Akkupack für iExos mit Ladegerät 60 €, Schwalbenschwanzschiene für Kamera 30 €
Macht zusammen ca. 1 800 €
Die iExos PMC 8 kann ich nur empfehlen, schafft auch bei genauer Einnordung ca 2 h präzise Nachführung ohne Guiding, was mir im Moment ausreicht
Damit bin ich erst mal ausreichend versorgt, natürlich ist damit dein Ziel mit 1000 € überschritten, aber es reicht ja auch mal ein Teleskop oder nur eine Montierung, mit der Du die Kamera nachführen kannst.
Alles andere geht so nach und nach wie Okulare, weitere Filter etc. Ich kann mein Budget auch nicht so ohne weiteres aufstocken, bin aber so recht zufrieden mit meinem Equipment.

Ich hoffe, das war etwas hilfreich, ich hatte auch schon einige Fragen wg Rauschunterdrückung etc. Da hat mir das Forum sehr geholfen. Auch in Fragen der entsprechenden Software.

LG & CS
Roland
 
Ja, genau: ich würde mir an Deiner Stelle eine astromodifizierte DSLR zulegen und mit Deiner Star Adventurer weiterarbeiten. Ein "neues Glas" bringt Dir ohne Montierung ja leider nichts, insofern: dann später erstmal die Montierung und ggf. einen günstigen Foto-Newton (z.B. den Skywatcher 130 PDS oder den 200PDS, bekommt man auch gebraucht des öfteren).

Bei den gekühlten Kameras ist sowas wie die ASI533MC im Einsteigerbereich. Größere Modelle mit größerem Chip kosten dann schnell das doppelte oder dreifache (z.B. die ASI1600 oder ASI2600). Zu überlegen ist dann auch, ob man statt einer Color Kamera auf eine Monochrome-Kamera mit Filtern setzt. Da tun sich unzählige Möglichkeiten und Wege auf, die man einschlagen kann (inkl. unendlicher Möglichkeiten, viel Geld auszugeben).

Insofern würde ich erstmal langsam weitermachen mit einer astromodifizierten DSLR für überschaubares Geld und weiter Erfahrungen sammeln, ggf. den Dualband-Filter. Im nächsten Schritt dann die Montierung mit Teleskop und dann eine gekühlte Kamera.

Viele Grüße

markus
Eine eigene astromodifizierte DSLR hat schon was. Allerdings kann ich da eher schlecht einschätzen was man da genau braucht. Würde stand heute eine alte Canon 450d auch reichen oder soll es schon was moderneres sein. Eine gekühlte Kamera ist im Moment nicht zwingend der Fall. Das kann man auch erst später kaufen.

Bevor ich mir Gedanken über eine Kamera mache, die ich eigentlich nur am Teleskop verwenden kann, die eine externe Stromversorgung und einen PC braucht usw. würde ich mir persönlich erst mal Gedanken machen, was ich eigentlich genau will. Wenn klar ist, ob du lieber Planeten, Sonne oder Mond, oder eher deepsky fotografieren möchtest, würde ich dir raten dir zuerst das passende Teleskop und die dazu passende Montierung zu kaufen, oder darauf zu sparen. Wenn das dann mal da ist, würde ich mit der bereits vorhandenen Vollformat-Kamera beginnen. Mit diesen Kameras ist bereits im unmodifizierten Zustand sehr sehr viel zu erreichen und du wirst erstmal an ganz andere Hindernisse stoßen.
Für mich war von Tag 1 der Astrofotografie immer klar: Die Kamera kommt als letztes, vorausgesetzt es ist schon eine DSLR o.ä. da.

Also von derzeitigen Standpunkt aus interessieren mich Galaxien und Nebel am meisten. Sonne und Planeten eigentlich kaum. Mond wird ab und an mit dem Tele eingefangen aber liegt derzeit auch nicht im Fokus.
Wenn das so ist, dann würde ich die Kamera gleich weiter verwenden. Dachte nur, dass eine modifizierte eventuell besser wäre, da diese ja aufgrund des modifizierten Filters die rote Farbe der Nebel besser auffängt.

Die astromodifizierte DSLR hat aus meiner Sicht den Vorteil, dass sie relativ preisgünstig ist (gebraucht für 200-400EUR zu haben) und man mit dem vorhandenen Equipment erstmal weiterarbeiten kann, ohne jetzt erstmal jahrelang für Montierung und Teleskop zu sparen. Klemens schrieb ja, dass er in Richtung DS weitermachen möchte, zumindest hatte ich es so verstanden.
Aber wie so oft: fragt man 10 Leute, bekommt man 100 Meinungen :)

@edit: Der Punkt von Thorsty ist nicht zu unterschätzen: das ganze weitere Equipment wie Laptop etc.... Die DSLR hat ja erstmal alles eingebaut und läuft ohne Laptop, noch ein Pluspunkt für eine DSLR :)
Ich nutze die ASIair für meine Aufnahmen und bin damit sehr zufrieden. Die bietet auch gleich mehrere 12V Hohlsteckerbuchsen, um alles anzuschließen und man kann alles bequem via Tablet steuern, Platesolving, Aufnahmeplanung usw.... Schon wieder $$$

Hast du richtig verstanden :) DS wäre im Moment mein Favorit.

Laptop, Tablet etc. habe ich so und so. Das wäre nicht das Problem. Den ASIair habe ich mir auch schon angesehen aber leider unterstützt dieser keine Sony Kameras wie es scheint. Canon dürfte hier eher die Wahl sein da viele Programme, soweit ich gelesen habe, diese Kameras besser unterstützen.

Die Frage ist ja, denke ich, wo will man hin möglichst aus dem jetzigen Setup heraus.
Und da gibt es leider mehrere Wege, die nicht unbedingt kompatibel sind.

Die Hauptwege sind mM:

1. DSLM/R mit Objektiven und einer einfacheren Montierung. Man macht hier eher Aufnahmen mit grossem Feld, also keine kleine Galaxien aber zB schöne grossflächige Nebel/Gebiete.

2. DSLM/R mit Teleskop, kann erstmal ein kurzer, kleiner Refraktor (APO) sein und einer guten ausbaufähigen, guidingfähigen Montierung. Bei kleinerem Öffnungsverhältnis (<f/4,5) braucht man dann irgendwann einen Flattener (Refraktor) oder Koma Korrektor (Newton) wegen Vollformat. Computer nicht zwingend notwendig aber wahrscheinlich ratsam oder es läuft sowieso darauf hinaus.

3. Dedizierte AstroCam mit Teleskop und einer guten ausbaufähigen, guidingfähigen Montierung. Hier braucht man die DSLM/R nicht mehr. Flattener (Refraktor) oder Koma Korrektor (Newton) braucht man bei kleinerem Sensor erstmal nicht. Computer praktisch notwendig. Ein Remote Teleskop kann eingerichtet werden.

Anmerkungen:
Punkt 1. machst du irgendwie schon, kann man aber natürlich weiter ausbauen/verbessern ohne alles über den Haufen zu schmeissen.
DSLR hast du schon, daher mM erstmal keine neue DSLR, stattdessen ein Teleskop, also 2.
3. ist mM der Profiweg. Man kann aber erstmal 2. machen und dann später auf 3. "upgraden" oder sogar beides machen.

Zusätzliche Entscheidung bei 3.:
OSC oder Mono Kamera?

Ich bin ein Anhänger der modernen OSCs. Du kannst gleich Farb Aufnahmen ohne grossen zusätzlichen Zeit-, Filter- und EBV-Aufwand machen. Die aktuellen OSCs sind fast genauso empfindlich wie Monos. Und man kann die heutigen dafür gedachten Duo-Schmalband Filter (zB Optolong L-Extreme) einsetzen.

Gruß
Peter

Also man kann sagen, dass ich Punkt 1 bereits begonnen habe. Nach einem Jahr "Erfahrung" ist sicher noch genügend Luft nach oben und würde mich hier auch eher auf dem Weg 1 sehen mit Potential zur Verbesserung in Richtung Weg 2. Weg 3 kann irgendwann kommen.

OSC oder Mono? Hier bin ich im Moment eindeutig für OSC.
 
Hallo, stand vor dem gleichen Problem. Aber ich bin das ganze nicht so klug angegangen :D. Hab vorher auch mit dem Star Adventure mein ersten Erfahrungen gemacht. Da hatte ich ein ganz billiges Objektiv mit meiner Canon verwendet. Irgendwann kommt man dann schnell an die Grenze des machbaren und so habe ich mir damals gebraucht ein APO ED72 gekauft. Und genau dieses APO hat mir aber dann den Kick gegeben doch mehr Geld in die Hand zu nehmen.
Das Ding war zu schwer für den Star Adventure und ich hatte nur verwackelte Bilder. Dann kam mal der Frust und die Überlegung wie ich weiter vorgehe. Ich habe dann gespart und bin dann wieder visuell in die Astronomie eingestiegen.
Vor ca. 6 Wochen habe ich mir dann gebraucht die AZ EQ5 GoTo besorgt und 4 Wochen später den Skywatcher 150/750PDS. Problem ist halt das das ganze auch 1600€ gekostet hat. Jetzt denke ich das ich komplett bin wobei ich noch mit einer ASI liebäugle. Die kommt dann wieder wenn ich etwas flüssiger bin :).

Aber ich sage immer so......die Dinge haben kaum einen Wertverlust so lange sie funktionieren.

Von wo kommst du wenn ich fragen darf? Ich bin auch außerhalb von Wien. Eventuell könntest du zu mir einmal kommen und dir das Equipment ansehen. Also dann wenn ich es auch zu 100% beherrsche :).
 
Also von derzeitigen Standpunkt aus interessieren mich Galaxien und Nebel am meisten. Sonne und Planeten eigentlich kaum. Mond wird ab und an mit dem Tele eingefangen aber liegt derzeit auch nicht im Fokus.
Wenn das so ist, dann würde ich die Kamera gleich weiter verwenden. Dachte nur, dass eine modifizierte eventuell besser wäre, da diese ja aufgrund des modifizierten Filters die rote Farbe der Nebel besser auffängt.
Bei Deepsky benötigst du auf jeden Fall auch noch eine Guide-Lösung. Also entweder standalone (was sich bei Verwendung einer autarken DSLR/M auch anbietet) wie z.B. den MGEN, oder eben per Software z.B. phd2, dann eben mit Laptop und separater Guidingkamera. Dazu dann noch einen Off-Axis-Guider (OAG) oder ein Leitrohr.

Zum Thema Deepsky mit DSLR/M musst du dich nur mal hier im Forum umschauen. Es gibt hier genug Leute die mit (unmodifizierten) DSLR/Ms fotografieren und dabei sehr beachtliche Erbegnisse erzielen.
 
Der "Weg 3" ist ja quasi ein konsequentes Fortführen des Weges 2, denn der Umstieg auf eine gekühlte Kamera ist bei DS eigentlich der "logische nächste Schritt" und bringt einige Vorteile gegenüber der DSLR. Man verbaut sich nichts, wenn man erstmal den Weg 2 beschreitet und später dann einfach auf eine gekühlte Kamera umsteigt (Weg 3).

Bei der Montierung solltest Du auf jeden Fall nicht sparen. Da ärgest Du Dich nachher nur und kaufst zweimal. Höchstens das Gewicht und die Frage, wie mobil man sein möchte, sollte man in die Waagschale werfen.

Gebrauchte astromodifizierte DSLR gibt's häufig im Marktplatz und kosten nicht allzu viel. Auf jeden Fall sollte die DSLR ein klappbares Display mit Live-View bieten, sowie Zoomen im Display (wichtig für's Scharfstellen). Aber wie die anderen schon schrieben: man kann auch mit der normalen DSLR loslegen, da sollte der Kauf einer Montierung und eines Teleskops dann nicht daran scheitern, dass Du Dir vorher eine astromodizierte DSLR gekauft hast... Dann lieber alle Energie auf die Montierung und ein Teleskop.

Das Lacerta 72/432 habe ich auch und bin damit sehr zufrieden, daneben dann noch einen PDS150 und PDS200 von Skywatcher mit höheren Brennweiten um mehr "Vergrößerung" bei meinen Chips zu erreichen. Je nach fotografiertem Objekt gibt's dann die passende Brennweite zur Auswahl :)

Guiding ist sinnvoll, aber kann man auch erst in einem zweiten Schritt angehen, denn auch das kostet wieder $$$. Einfach auch erstmal Erfahrungen sammeln, wieviel Belichtungszeit geht, je nachdem wie gut das Polar Alignment war. Und auch das ist wieder von der Brennweite abhängig, wie schnell man Nachführfehler sieht.
 
Guiding ist sinnvoll, aber kann man auch erst in einem zweiten Schritt angehen, denn auch das kostet wieder $$$. Einfach auch erstmal Erfahrungen sammeln, wieviel Belichtungszeit geht, je nachdem wie gut das Polar Alignment war. Und auch das ist wieder von der Brennweite abhängig, wie schnell man Nachführfehler sieht.
Grundsätzlich gebe ich dir da recht, aber ich bin da ein gebranntes Kind :censored: Meine früheren Montierungen waren eher so im Bereich *meh* angesiedelt. Mehr wie 90 Sekunden war da nicht drin. Das sieht heute anders aus. Trotzdem würde ich auf meinen OAG nicht verzichten wollen, egal welche Kamera am OAZ hängt.

Ich denke das vor allem am Anfang ein wirkliches AHA-Erlebnis wichtig ist. Es muss ja nicht gleich ein APOD werden, aber es ist sehr frustrierend wenn man tut und macht und nicht weiß wo der Fehler liegt. Eine gute Kamera und ein OAG kosten zusammen unter 300 €. Wenn man 1000€+ in die Montierung und nochmal knappe 1000 € in ein Teleskop steckt, sollte man die 300 auch noch in die Hand nehmen. Das ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung und beruht auf eigenen (schlechten) Erfahrungen.
 
...die Frage ist, ob es sinnvoll ist >90 Sekunden zu belichten. Das folgende Youtube-Video fand ich ganz interessant: es ist ein Mitschnitt eines Vortrags vom Autor der Sharpcap-Software und behandelt das Thema "richtige" Belichtungszeit und was dahintersteckt

 
Grundsätzlich gebe ich dir da recht, aber ich bin da ein gebranntes Kind :censored: Meine früheren Montierungen waren eher so im Bereich *meh* angesiedelt. Mehr wie 90 Sekunden war da nicht drin. Das sieht heute anders aus. Trotzdem würde ich auf meinen OAG nicht verzichten wollen, egal welche Kamera am OAZ hängt.

Ich denke das vor allem am Anfang ein wirkliches AHA-Erlebnis wichtig ist. Es muss ja nicht gleich ein APOD werden, aber es ist sehr frustrierend wenn man tut und macht und nicht weiß wo der Fehler liegt. Eine gute Kamera und ein OAG kosten zusammen unter 300 €. Wenn man 1000€+ in die Montierung und nochmal knappe 1000 € in ein Teleskop steckt, sollte man die 300 auch noch in die Hand nehmen. Das ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung und beruht auf eigenen (schlechten) Erfahrungen.
Ja, das ist richtig. Ich glaube, es geht auch eher um die Reihenfolge, denn er will ja, aber erst eins nach dem anderen und die Frage war: welches ist die richtige Reihenfolge :) Also ich würde zuerst im Lotto gewinnen, dann kann man alles auf einmal:ROFLMAO:

@edit: OAG hatte ich auch schon mal überlegt, aber ich habe da verschiedene Meinungen von Astrokollegen gehört. Ich arbeite erstmal mit einem Guiding-Rohr und nicht mit OAG, mal schauen.
 
Ein Teleskop ohne passende Montierung macht halt keinen Sinn. Die Frage nach einer neuen/gebrauchten/astromodifizierten Kamera sollte sich aber nicht stellen bei einem Budget von 1000€ und dem Vorhandensein einer Vollformatkamera. Das Problem beim Hobby Astrofotografie ist eher, dass 1000 € Budget zwar viel Geld sind, aber vor allem momentan reicht das hinten und vorne nicht, vor allem nicht für das was der Threadersteller vorhat. Ich würde an seiner Stelle weitere 1000€ zusammen sparen und mir von dem Geld eine vernünftige paralaktische Montierung und entweder einen kleinen Apo oder ein Newton in der 8"-Klasse holen. Beim Fotografieren mit Vollformat (vermutlich auch schon kleiner) durch ein 8" Newton wird er noch eine Komakorrektur benötigen. Der Apo sollte schon vollkorrigiert bis Vollformat sein. Damit kann man dann mal anfangen zu arbeiten. Wenn etwas Zeit vergangen ist kann man dann entscheiden ob man eher auf längere Belichtungszeiten (also guiden) geht oder eben nicht.
Es wäre natürlich auch eine Möglichkeit, sich schoneinmal eine Montierung zu kaufen und die Kamera mit Objektiv da drauf zu schnallen. So lernt man zumindest schon mal den Umgang mit der Montierung (Einnorden, ggf. GoTo usw.).

@edit: OAG hatte ich auch schon mal überlegt, aber ich habe da verschiedene Meinungen von Astrokollegen gehört. Ich arbeite erstmal mit einem Guiding-Rohr und nicht mit OAG, mal schauen.
Ich weiß nicht was alle immer mit dem OAG haben? Ja, den Fokus einmal zu finden ist etwas nervig, aber der bleibt ja dann, wenn man den OAG nicht mehr verstellt immer gleich. Ok, bei hohen Brennweiten >2m habe ich keine Erfahrungen, aber ansonsten hat es noch nicht einen Abend gegeben, an dem ich keinen Stern gefunden hätte.
 
Ich weiß nicht was alle immer mit dem OAG haben? Ja, den Fokus einmal zu finden ist etwas nervig, aber der bleibt ja dann, wenn man den OAG nicht mehr verstellt immer gleich. Ok, bei hohen Brennweiten >2m habe ich keine Erfahrungen, aber ansonsten hat es noch nicht einen Abend gegeben, an dem ich keinen Stern gefunden hätte.
Ich hab keine Erfahrung damit. Ein Bekannter hatte sich einen OAG von ZWO geholt und hatte da so seine Probleme, angefangen von nicht genügend Guiding-Sternen bis hin zum Fokus.... Die Frage ist halt, ob es unterm Strich so gravierende Vorteile bietet, gegenüber dem Guiding mit einem Guiding-Scope. Ich denke, dass es v.a. bei hohen Brennweiten (und damit hoher Vergrößerung) Genauigkeitsvorteile bringt. Wenn ich mit meinen APO mit nur 432mm benutze, stellt sich die Sinnfrage.... selbst beim 8" mit 1m Brennweite. Man handelt sich dadurch ggf. weitere Problemchen ein, v.a. für den Anfänger ist es dann erst recht frustrierend. Und man verbaut sich auch hier nichts, wenn man einfach das meist eh vorhandene Sucherfernrohr zum Guiden nutzt. Die Guiding Kamera kann ich ja dann später auch für OAG nutzen, wenn ich umsteigen möchte.
 
Ich habe von meinem Newton alles unnützes Zeug abgebaut :D Sucherschuh? Gibts nicht mehr. Ich wollte möglichst jegliches Gewicht sparen.
Ich fand es auch irgendwie nicht so klug 1m Brennweite (2m mit Barlow) mit beispielsweise 250mm Leitrohr nachzuführen. Glaube da gibt es auch eine Grenze die man nicht unterschreiten sollte. Und wenn ich mir dann ein 500mm+ Leitrohr draufpappe, belastet das meine Montierung ggf. auch wieder. Ich habe außerdem mal gelesen, dass Metalltuben sich gerne mal ein Stück verziehen wenn sie in eine andere Lage geschwenkt werden.

Meine Kamera ist komplett mit Filterrad, OAG und Komakorrektor verschraubt, die Guidingkamera ist im Fokus befestigt und das ganze Lager ich in einer wasserdichten Transportkiste, mit zurechtgeschnittenen Würfelschaumstoff. Drinnen noch ein größeres Silicagelsäckchen. So kann auch kein Staub auf die optischen Flächen geraten, da das einzig "offene" optische Bauteil die erste Linse des Komakorrektors ist (Wenn ich den Verschluss aufschraube).
 
Hallo Klemens,
Ich stand vor drei Monaten vor derselben Frage, was zum Einstieg in die Astrofotografie denn erstmal nötig ist und habe mich für folgendes entschieden:
Nikon D 7100 unmodifiziert 300 €, Steuerung über Laptop zum Scharfstellen, diverse Objektive bis 600 mm waren vorhanden
iExos Montierung mit Explore Stars 400 €, Steuerung über Explore Stars oder KStars, beides Freeware, Steuerung über Laptop (vorhanden)
Refraktor 90/900 auf EQ 2-Montierung nicht nachgeführt 300 €
Celestron 127/1000 mit Starsense 250 €
Diverse Schienen zum Geräte auf der Montierung wechseln 200 €
Sonnenfilter, UV/IR-Filter, T2 Adapter, TSFA 1, Sonnen Continuum-Filter, Fernbedienung für die Nikon alles zusammen ca 300 €
Akkupack für iExos mit Ladegerät 60 €, Schwalbenschwanzschiene für Kamera 30 €
Macht zusammen ca. 1 800 €
Die iExos PMC 8 kann ich nur empfehlen, schafft auch bei genauer Einnordung ca 2 h präzise Nachführung ohne Guiding, was mir im Moment ausreicht
Damit bin ich erst mal ausreichend versorgt, natürlich ist damit dein Ziel mit 1000 € überschritten, aber es reicht ja auch mal ein Teleskop oder nur eine Montierung, mit der Du die Kamera nachführen kannst.
Alles andere geht so nach und nach wie Okulare, weitere Filter etc. Ich kann mein Budget auch nicht so ohne weiteres aufstocken, bin aber so recht zufrieden mit meinem Equipment.

Ich hoffe, das war etwas hilfreich, ich hatte auch schon einige Fragen wg Rauschunterdrückung etc. Da hat mir das Forum sehr geholfen. Auch in Fragen der entsprechenden Software.

LG & CS
Roland

Danke für deine Auflistung! Ich werde mir mal die ganzen Sachen im Detail anschauen :) Die iExos dürfte aber nirgendwo lieferbar sein im Moment. Wie so viele andere Dinge auch.

Hallo, stand vor dem gleichen Problem. Aber ich bin das ganze nicht so klug angegangen :D. Hab vorher auch mit dem Star Adventure mein ersten Erfahrungen gemacht. Da hatte ich ein ganz billiges Objektiv mit meiner Canon verwendet. Irgendwann kommt man dann schnell an die Grenze des machbaren und so habe ich mir damals gebraucht ein APO ED72 gekauft. Und genau dieses APO hat mir aber dann den Kick gegeben doch mehr Geld in die Hand zu nehmen.
Das Ding war zu schwer für den Star Adventure und ich hatte nur verwackelte Bilder. Dann kam mal der Frust und die Überlegung wie ich weiter vorgehe. Ich habe dann gespart und bin dann wieder visuell in die Astronomie eingestiegen.
Vor ca. 6 Wochen habe ich mir dann gebraucht die AZ EQ5 GoTo besorgt und 4 Wochen später den Skywatcher 150/750PDS. Problem ist halt das das ganze auch 1600€ gekostet hat. Jetzt denke ich das ich komplett bin wobei ich noch mit einer ASI liebäugle. Die kommt dann wieder wenn ich etwas flüssiger bin :).

Aber ich sage immer so......die Dinge haben kaum einen Wertverlust so lange sie funktionieren.

Von wo kommst du wenn ich fragen darf? Ich bin auch außerhalb von Wien. Eventuell könntest du zu mir einmal kommen und dir das Equipment ansehen. Also dann wenn ich es auch zu 100% beherrsche :).

Ich habe nun auch etwas in diversen Kleinanzeigen gestöbert. Die AZ-EQ5 habe ich dabei auch gefunden. Ebenso wie die HEQ5 Pro. Beide inkl. Teleskop und natürlich außerhalb meines Budget :ROFLMAO: da muss ich noch genauer schauen ob sich das lohnt.

Bei Deepsky benötigst du auf jeden Fall auch noch eine Guide-Lösung. Also entweder standalone (was sich bei Verwendung einer autarken DSLR/M auch anbietet) wie z.B. den MGEN, oder eben per Software z.B. phd2, dann eben mit Laptop und separater Guidingkamera. Dazu dann noch einen Off-Axis-Guider (OAG) oder ein Leitrohr.

Zum Thema Deepsky mit DSLR/M musst du dich nur mal hier im Forum umschauen. Es gibt hier genug Leute die mit (unmodifizierten) DSLR/Ms fotografieren und dabei sehr beachtliche Erbegnisse erzielen.

Ja eine Guide-Lösung steht ebenso auf meiner Liste. MGEN oder ZWO ASI 120.

Der "Weg 3" ist ja quasi ein konsequentes Fortführen des Weges 2, denn der Umstieg auf eine gekühlte Kamera ist bei DS eigentlich der "logische nächste Schritt" und bringt einige Vorteile gegenüber der DSLR. Man verbaut sich nichts, wenn man erstmal den Weg 2 beschreitet und später dann einfach auf eine gekühlte Kamera umsteigt (Weg 3).

Bei der Montierung solltest Du auf jeden Fall nicht sparen. Da ärgest Du Dich nachher nur und kaufst zweimal. Höchstens das Gewicht und die Frage, wie mobil man sein möchte, sollte man in die Waagschale werfen.

Gebrauchte astromodifizierte DSLR gibt's häufig im Marktplatz und kosten nicht allzu viel. Auf jeden Fall sollte die DSLR ein klappbares Display mit Live-View bieten, sowie Zoomen im Display (wichtig für's Scharfstellen). Aber wie die anderen schon schrieben: man kann auch mit der normalen DSLR loslegen, da sollte der Kauf einer Montierung und eines Teleskops dann nicht daran scheitern, dass Du Dir vorher eine astromodizierte DSLR gekauft hast... Dann lieber alle Energie auf die Montierung und ein Teleskop.

Das Lacerta 72/432 habe ich auch und bin damit sehr zufrieden, daneben dann noch einen PDS150 und PDS200 von Skywatcher mit höheren Brennweiten um mehr "Vergrößerung" bei meinen Chips zu erreichen. Je nach fotografiertem Objekt gibt's dann die passende Brennweite zur Auswahl :)

Guiding ist sinnvoll, aber kann man auch erst in einem zweiten Schritt angehen, denn auch das kostet wieder $$$. Einfach auch erstmal Erfahrungen sammeln, wieviel Belichtungszeit geht, je nachdem wie gut das Polar Alignment war. Und auch das ist wieder von der Brennweite abhängig, wie schnell man Nachführfehler sieht.

Genau, so sehe ich das auch. Man soll ja auch klein beginnen und sich nach vor tasten und eben auch lernen. Das ist ja das wichtigste dabei. Natürlich kann man gleich am Anfang mal mit 10k€ ins nächste Geschäft gehen und einkaufen. Der Verkäufer wird sich freuen. Allerdings kommt dann sicher die Ernüchterung zu Hause da man mit allem einfach überfordert sein wird.

Das Lacerta 72/432 sticht mir schön öfters ins Auge. Dürfte wohl gut verbreitet sein. Habe es sogar gebraucht in einem Set mit dem AZ-EQ5 gefunden.

Ja, das ist richtig. Ich glaube, es geht auch eher um die Reihenfolge, denn er will ja, aber erst eins nach dem anderen und die Frage war: welches ist die richtige Reihenfolge :) Also ich würde zuerst im Lotto gewinnen, dann kann man alles auf einmal:ROFLMAO:

@edit: OAG hatte ich auch schon mal überlegt, aber ich habe da verschiedene Meinungen von Astrokollegen gehört. Ich arbeite erstmal mit einem Guiding-Rohr und nicht mit OAG, mal schauen.

Genau :) Der Wille für einen künftigen Ausbau ist ja da. Doch wie schon gesagt, eines nach dem anderen. Wenn der richtige Weg eben erstmal über eine passende Montierung ala AZ-EQ5 oder HEQ5 Pro oder oder oder läuft, dann ist es so und dann werde ich diese Weg gehen. Lotto wäre schon toll, spiele fast jedes mal aber irgendwie nie ein Glück bei der Sache :ROFLMAO:

Ein Teleskop ohne passende Montierung macht halt keinen Sinn. Die Frage nach einer neuen/gebrauchten/astromodifizierten Kamera sollte sich aber nicht stellen bei einem Budget von 1000€ und dem Vorhandensein einer Vollformatkamera. Das Problem beim Hobby Astrofotografie ist eher, dass 1000 € Budget zwar viel Geld sind, aber vor allem momentan reicht das hinten und vorne nicht, vor allem nicht für das was der Threadersteller vorhat. Ich würde an seiner Stelle weitere 1000€ zusammen sparen und mir von dem Geld eine vernünftige paralaktische Montierung und entweder einen kleinen Apo oder ein Newton in der 8"-Klasse holen. Beim Fotografieren mit Vollformat (vermutlich auch schon kleiner) durch ein 8" Newton wird er noch eine Komakorrektur benötigen. Der Apo sollte schon vollkorrigiert bis Vollformat sein. Damit kann man dann mal anfangen zu arbeiten. Wenn etwas Zeit vergangen ist kann man dann entscheiden ob man eher auf längere Belichtungszeiten (also guiden) geht oder eben nicht.
Es wäre natürlich auch eine Möglichkeit, sich schoneinmal eine Montierung zu kaufen und die Kamera mit Objektiv da drauf zu schnallen. So lernt man zumindest schon mal den Umgang mit der Montierung (Einnorden, ggf. GoTo usw.).


Ich weiß nicht was alle immer mit dem OAG haben? Ja, den Fokus einmal zu finden ist etwas nervig, aber der bleibt ja dann, wenn man den OAG nicht mehr verstellt immer gleich. Ok, bei hohen Brennweiten >2m habe ich keine Erfahrungen, aber ansonsten hat es noch nicht einen Abend gegeben, an dem ich keinen Stern gefunden hätte.

Habe ich verstanden :) Also fürs erste eine passende Montierung und eventuell ein Teleskop. Ich verwende die Vollformat-Kamera nun weiter und ggf. upgrade ich nächstes Jahr.

Ich werde mal die ganzen Marktplätze durchstöbern was ich so finde. Bin aber gerne für Empfehlungen offen. Sowohl was Teleskop als auch Montierung angeht :) Teleskop habe ich mal das Lacerta 432 mitgenommen.

Im Moment habe ich auch zwei Sets gefunden.
1) HEQ5 Pro, Celestron C5, ASI120 für 1300€
2) AZ-EQ5, Lacerta 432, Zubehör für 2600€

Mal schauen was ich noch so finde. Hier gibt es ja auch einen Marktplatz :)
 
Ich werde mal die ganzen Marktplätze durchstöbern was ich so finde. Bin aber gerne für Empfehlungen offen. Sowohl was Teleskop als auch Montierung angeht :) Teleskop habe ich mal das Lacerta 432 mitgenommen.

Im Moment habe ich auch zwei Sets gefunden.
1) HEQ5 Pro, Celestron C5, ASI120 für 1300€
2) AZ-EQ5, Lacerta 432, Zubehör für 2600€

Mal schauen was ich noch so finde. Hier gibt es ja auch einen Marktplatz
Zu den Montierungen die du hier aufzählst kann ich dir leider keine Erfahrungsberichte geben, da ich sie beide nicht kenne.
Du solltest vielleicht ein wenig in die Zukunft planen. Wenn du dir eine Montierung in der EQ5-Klasse kaufst, bist du gewichtslimitiert bei etwa 10kg (EQ5), 14kg (HEQ5), 18kg (AZ-EQ5), alles jeweils Shopangaben und im visuellen Bereich. Ich rechne fotografisch (egal was in den Shops steht) mit maximal 2/3. Das wäre dann EQ5 knapp 7 kg, HEQ5 9kg und AZ-EQ5 ca. 12kg. Mehr sollte dein Setup dann auch wirklich nicht wiegen. Teleskop + ggf. Leitrohr + Kamera + ggf. Filterrad + ggf. Komakorrektor usw. usf. Zieht man für das Kamera-Setup mal 2 kg ab und rechnet mit einem Off-Axis-Guider weiß man etwa was das Teleskop maximal wiegen darf. Hast du also vor, irgendwann mal auf ein größeres Teleskop zu wechseln (8" oder sogar 10" Newton, C8 SC oder einen größeren Apo) kommst du mit so einer Montierung nicht weit. Wenn du mit einem kleinen Apo für große Gesichtsfelder zufrieden bist, oder eben mit einem C5, dann ok.

Nur mal so ein kleines Beispiel: Ich habe als Zweitsetup eine EQ5, Tragkraft 10kg, fotografisch ca. 7 kg, beladen mit einem 65/420mm Apo und Kamerasetup auf ca. 5 kg. Das läuft Sahne.

Zum Thema gebrauchten Montierungen kann ich dir nur zur Vorsicht raten. Ich möchte niemanden etwas böses unterstellen, aber ich habe da sehr schlechte (und sehr teure) Erfahrungen gemacht. Gerade wenn man Anfänger ist und nicht weiß wie eine Montierung laufen sollte, oder wie man ihr Spiel prüfen kann, ob man sie ggf. noch besser justieren kann usw. sollte man da sehr sehr vorsichtig sein. Eine gebrauchte, privat gekaufte Montierung, die man nicht mehr zurück geben kann und bei der sich in der Nacht herausstellt, dass sie anscheinend ein paar Gläschen zu viel getrunken hat, kann sehr schnell zum €-Grab werden, wenn man sie überhaupt noch retten kann. Die teuerste Montierung ist die, die man 2x gekauft hat. Das gilt natürlich auch für Teleskope und alles andere was man sich so zulegt :)
 
Die AZ EQ5 mit dem Lacerta 72/432 ist auch viel zu teuer. Ich habe die Montierung gebraucht um 1200€ gebraucht gekauft. Inkl. Vixen GP Stativ und GPS.
Der Lacerta 72/432 kostet neu auch nur 500€.

Ist halt die Frage was das Zubehör hergibt. Aber all zu viel dürfte es nicht sein.

Würde wirklich noch sparen und dann eine gute Montierung kaufen. Wenn du die hast sind alle Wege offen. GuideScope etc. kannst du auch auf die kleine Montierung packen.
 
Die iExos dürfte aber nirgendwo lieferbar sein im Moment. Wie so viele andere Dinge auch.
Klemens,
frag mal beim Teleskopspezialisten Karl Kloss nach, da hab ich meine her. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er bei meiner Bestellung gesagt, er hätte noch welche. Schreib keine Mail, ruf ihn am besten an, falls du dich wirklich dafür interessierst. Sie läuft jedoch nicht mit iPad (da hängt sie sich zumindest bei mir immer auf), sondern am besten mit Laptop oder Android.
LG & CS
Roland
 
Zu den Montierungen die du hier aufzählst kann ich dir leider keine Erfahrungsberichte geben, da ich sie beide nicht kenne.
Du solltest vielleicht ein wenig in die Zukunft planen. Wenn du dir eine Montierung in der EQ5-Klasse kaufst, bist du gewichtslimitiert bei etwa 10kg (EQ5), 14kg (HEQ5), 18kg (AZ-EQ5), alles jeweils Shopangaben und im visuellen Bereich. Ich rechne fotografisch (egal was in den Shops steht) mit maximal 2/3. Das wäre dann EQ5 knapp 7 kg, HEQ5 9kg und AZ-EQ5 ca. 12kg. Mehr sollte dein Setup dann auch wirklich nicht wiegen. Teleskop + ggf. Leitrohr + Kamera + ggf. Filterrad + ggf. Komakorrektor usw. usf. Zieht man für das Kamera-Setup mal 2 kg ab und rechnet mit einem Off-Axis-Guider weiß man etwa was das Teleskop maximal wiegen darf. Hast du also vor, irgendwann mal auf ein größeres Teleskop zu wechseln (8" oder sogar 10" Newton, C8 SC oder einen größeren Apo) kommst du mit so einer Montierung nicht weit. Wenn du mit einem kleinen Apo für große Gesichtsfelder zufrieden bist, oder eben mit einem C5, dann ok.

Nur mal so ein kleines Beispiel: Ich habe als Zweitsetup eine EQ5, Tragkraft 10kg, fotografisch ca. 7 kg, beladen mit einem 65/420mm Apo und Kamerasetup auf ca. 5 kg. Das läuft Sahne.

Zum Thema gebrauchten Montierungen kann ich dir nur zur Vorsicht raten. Ich möchte niemanden etwas böses unterstellen, aber ich habe da sehr schlechte (und sehr teure) Erfahrungen gemacht. Gerade wenn man Anfänger ist und nicht weiß wie eine Montierung laufen sollte, oder wie man ihr Spiel prüfen kann, ob man sie ggf. noch besser justieren kann usw. sollte man da sehr sehr vorsichtig sein. Eine gebrauchte, privat gekaufte Montierung, die man nicht mehr zurück geben kann und bei der sich in der Nacht herausstellt, dass sie anscheinend ein paar Gläschen zu viel getrunken hat, kann sehr schnell zum €-Grab werden, wenn man sie überhaupt noch retten kann. Die teuerste Montierung ist die, die man 2x gekauft hat. Das gilt natürlich auch für Teleskope und alles andere was man sich so zulegt :)

Danke für den Hinweis! Denke das verhält sich ähnlich wie ein Stativ in der Landschaftsfotografie. Nie ans Gewichtslimit gehen. Werde ich auf jeden Fall berücksichtigen! Ich werde mich mal da durchkämpfen was es so gibt. Im Moment kenne ich eigentlich nur die Skywatcher.

Ebenso danke für den Hinweis mit dem Gebrauchtkaufen! Da hast du natürlich recht und das sollte ich doch wohl berücksichtigen.

Die AZ EQ5 mit dem Lacerta 72/432 ist auch viel zu teuer. Ich habe die Montierung gebraucht um 1200€ gebraucht gekauft. Inkl. Vixen GP Stativ und GPS.
Der Lacerta 72/432 kostet neu auch nur 500€.

Ist halt die Frage was das Zubehör hergibt. Aber all zu viel dürfte es nicht sein.

Würde wirklich noch sparen und dann eine gute Montierung kaufen. Wenn du die hast sind alle Wege offen. GuideScope etc. kannst du auch auf die kleine Montierung packen.

Ja das habe ich mir auch gedacht, dass dieses Angebot nicht das Wahre ist. Für das Geld kann ich mir wirklich selber etwas neues kaufen.

Klemens,
frag mal beim Teleskopspezialisten Karl Kloss nach, da hab ich meine her. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er bei meiner Bestellung gesagt, er hätte noch welche. Schreib keine Mail, ruf ihn am besten an, falls du dich wirklich dafür interessierst. Sie läuft jedoch nicht mit iPad (da hängt sie sich zumindest bei mir immer auf), sondern am besten mit Laptop oder Android.
LG & CS
Roland
Danke dir für die Info!

Andere Frage in die Runde: Wie ihr mir schon bestätigt habt, komme ich mit den 1000€ nicht sonderlich weit. Gut, Botschaft angekommen und verinnerlicht. Wenn man nun das Budget erhöht, was wäre da grundsätzlich eine gute Ausrüstung um zu starten?
Ich habe mir gestern die Montierungen durchgeschaut, das ist ja noch halbwegs übersichtlich aber spätestens bei den Teleskopen verliere ich etwas den Überblick. Anfangs gefiel mir die RedCat bzw. APOs in vergleichbarer Form eigentlich sehr gut. Von der RedCat hab ich viel gelesen wobei eigentlich alles sehr sehr positiv ist. Jedoch ist die Brennweite mit 250mm etwas kurz befürchte ich.

Was wäre ein guter Allrounder angesichts meiner Kamera und angesichts eines eventuellen Umstiegs in Zukunft auf eine Astro-Kamera?
 
Andere Frage in die Runde: Wie ihr mir schon bestätigt habt, komme ich mit den 1000€ nicht sonderlich weit. Gut, Botschaft angekommen und verinnerlicht. Wenn man nun das Budget erhöht, was wäre da grundsätzlich eine gute Ausrüstung um zu starten?
Ich habe mir gestern die Montierungen durchgeschaut, das ist ja noch halbwegs übersichtlich aber spätestens bei den Teleskopen verliere ich etwas den Überblick. Anfangs gefiel mir die RedCat bzw. APOs in vergleichbarer Form eigentlich sehr gut. Von der RedCat hab ich viel gelesen wobei eigentlich alles sehr sehr positiv ist. Jedoch ist die Brennweite mit 250mm etwas kurz befürchte ich.

Was wäre ein guter Allrounder angesichts meiner Kamera und angesichts eines eventuellen Umstiegs in Zukunft auf eine Astro-Kamera?
Ich denke da werden dir 100 Astrofreunde 105 verschiedene Antworten geben. Das kann man so pauschal nicht sagen und da werden seit Jahren "Glaubenskriege" geführt. Jedes Teleskop hat seine Vor- und Nachteile. Ich liebe z.B. meinen 10" f/4 Newton. Am Anfang habe ich ihn verteufelt, hielt ihn für schlecht und wollte was "besseres". Heute würde ich ihn für nichts mehr hergeben. Trotzdem mag ich auch meinen kleinen Refraktor. Den muss ich nicht Justieren und er ist schön leicht und transportabel. Koffer auf, aufsatteln, loslegen. Eine pauschale Antwort auf die Frage nach dem Teleskop kann ich dir nicht geben.

Eine Empfehlung zur Montierung kann ich dir allerdings geben. Die Sky-Watcher EQ6-R setze ich selbst ein. Ist aber schon eine Gewichtsklasse höher. Sie ist natürlich schlechter zu transportieren, trägt dafür aber auch größere Teleskope recht angenehm. Leider kostet sie neu derzeit unverschämte 1.700 € (ca. oder sogar mehr?). Grundsätzlich sollte man aber gleich sagen, dass fast alle Montierungen in dieser Preisklasse und teilweise noch weit obendrüber eine sehr große Serienstreuung in der Qualität haben. Ich habe meine Montierung letztes Jahr neu Erworben und habe sie direkt zu CG5 geschickt. Lager wurden getauscht, Riemenräder ebenfalls und neu geschmiert. Das kostet allerdings auch nochmal ein paar € und ist für den Anfänger vielleicht nicht unbedingt notwendig. Ich wollte es nur mal erwähnt haben.
 
Hallo Klemens,
mein Rat wäre zuerst mit dem Guiden anzufangen. Entweder mit einer ASI120+Laptop oder MGEN 3 am Sucher. Das bringt dich direkt ein Stück nach vorn und du kannst mehr aus der Star Adventurer rausholen. Zwar lässt sich die Star Adventurer nur in RA guiden, aber du lernst den Umgang und wirst so und so später nicht am Guiden vorbeikommen.
Dann kannst du entweder einen (wirklich) kleinen APO ins Auge fassen oder auf eine größere Montierung umsteigen. Da würde ich nicht unter der HEQ-5 anfangen, vielleicht sogar gleich eine EQ-6. Darauf kannst du dann montieren, worauf du Lust hast (oder dir günstig gebraucht vor die Füße fällt..).
 
Anfangs gefiel mir die RedCat bzw. APOs in vergleichbarer Form eigentlich sehr gut. Von der RedCat hab ich viel gelesen wobei eigentlich alles sehr sehr positiv ist. Jedoch ist die Brennweite mit 250mm etwas kurz befürchte ich.

Was wäre ein guter Allrounder angesichts meiner Kamera und angesichts eines eventuellen Umstiegs in Zukunft auf eine Astro-Kamera?
Mit RedCat machst du nichts falsch, besser gesagt mit den Teleskopen von Williams Optics. DA gibt es verschiedene Brennweiten.
Ein sehr gutes Preis Leistungs Verhältnis bietet das Skywatcher Esprit 100/550. Mehr als 550 Brennweite braucht ein ANfänger nicht und damit kannst du schon recht viele Nebel einfangen. Reicht für die nächsten 2-5 Jahre (je nach Himmelsbewölkung :) )
Das Esprit kannst du dir vor dem Kauf bei APM oder Teleskop Express oder Lacerta etc überprüfen und nochmals einstellen lassen (Zertifikat). Als Kamera würde ich eine Canon 6D kaufen (gebraucht) und dann astromodifizieren lassen. Ist die beste nicht gekühlte Kamera (ausser vielleicht die super teuren neuen Modelle wie Sony Ra). Die 6D genügt vollkommen. Schau die die Bilder die damit gemacht wurden bei Astroibin.com an.
Aber eine NAchführung wirst du auch brauchen. Günstig = phd. Teuer = MGEN-3
CS
 
Hi Klemens,

ich habe vor rund einem Jahr mit der Astrofotografie angefangen und vorher gar keine Ahnung - auch nicht von der Fotografie. Aber ich möchte dir trotzdem gerne ein paar Tipps geben, denn wie gesagt, ich bin den Weg gerade selbst gegangen. Ich habe ebenfalls auf einer Star Adventurer angefangen und aus meiner Sicht wäre der nächste Schritt eine solide Montierung. Ich hatte dazu zunächst die EQ 3 erworben. Dazu würde ich dir nicht unbedingt raten. Das liegt nicht an der Montierung - die mochte ich sehr - aber die trägt kaum mehr als die Star Adventurer und spätestens mit dem Guiding ist man dann auch wieder am Limit, auch wenn nur ein kleines Rohr drauf sitzt. Guiding brauchst du für längere Belichtungszeiten. Meine Bilder mit einfacher Nachführung waren okay, aber meist bekommt man ohne Dithering ein furchtbares Walking Pattern in die Fotos. Außerdem war die Standard-Bemerkung hier im Forum und auch von meinen Vereinskollegen meist so was wie: "Die Fotos sind ja ganz hübsch, aber du solltest unbedingt mit dem Guiding anfangen" :) Ich habe übrigens den bereits erwähnten Lacerta 72/432 erworben und bin sehr zufrieden.

Eine astromodifizierte Kamera wäre auch ratsam - hier im Forum wird auf dem Marktplatz immer mal wieder etwas angeboten. Auch gebrauchte Montierungen. Ich meine, ich hätte sogar eine EQ 5 vor kurzem gesehen... Gebraucht kannst du also gut Geld sparen. Trotzdem reicht aus meiner Sicht das Budget von 1000 EUR nicht für alle drei Dinge gleichzeitig. Vor allem darf man auch den "Kleinkram" nicht unterschätzen, der mit sehr viel Geld zu Buche schlägt, ohne den du aber auch nicht auskommst. Also müsstest du sukzessive nachkaufen. Vielleicht erstmal eine Montierung und eine Kamera und den Rest dann Schritt für Schritt....

Herzliche Grüße und viel Spaß beim Fotografieren!

Ulrike

P.S. Ach ja - gaaaanz wichtig ist ebenfalls eine gute Bildbearbeitungssoftware, falls du die nicht schon hast.
 
Ich denke da werden dir 100 Astrofreunde 105 verschiedene Antworten geben. Das kann man so pauschal nicht sagen und da werden seit Jahren "Glaubenskriege" geführt. Jedes Teleskop hat seine Vor- und Nachteile. Ich liebe z.B. meinen 10" f/4 Newton. Am Anfang habe ich ihn verteufelt, hielt ihn für schlecht und wollte was "besseres". Heute würde ich ihn für nichts mehr hergeben. Trotzdem mag ich auch meinen kleinen Refraktor. Den muss ich nicht Justieren und er ist schön leicht und transportabel. Koffer auf, aufsatteln, loslegen. Eine pauschale Antwort auf die Frage nach dem Teleskop kann ich dir nicht geben.

Eine Empfehlung zur Montierung kann ich dir allerdings geben. Die Sky-Watcher EQ6-R setze ich selbst ein. Ist aber schon eine Gewichtsklasse höher. Sie ist natürlich schlechter zu transportieren, trägt dafür aber auch größere Teleskope recht angenehm. Leider kostet sie neu derzeit unverschämte 1.700 € (ca. oder sogar mehr?). Grundsätzlich sollte man aber gleich sagen, dass fast alle Montierungen in dieser Preisklasse und teilweise noch weit obendrüber eine sehr große Serienstreuung in der Qualität haben. Ich habe meine Montierung letztes Jahr neu Erworben und habe sie direkt zu CG5 geschickt. Lager wurden getauscht, Riemenräder ebenfalls und neu geschmiert. Das kostet allerdings auch nochmal ein paar € und ist für den Anfänger vielleicht nicht unbedingt notwendig. Ich wollte es nur mal erwähnt haben.

Das habe ich irgendwie auch befürchtet :) Dann werde ich mich wohl oder übel in diesen Dschungel stürzen müssen und mal einiges lesen und mir gedanken machen.

Bei der Montierung wird es wohl in Richtung EQ6-R gehen. Jedoch habe ich nun mehrfach gelesen, dass die Preis in letzter Zeit doch sehr angezogen haben. Denkbar schlechter Zeitpunkt so etwas zu kaufen.

Hallo Klemens,
mein Rat wäre zuerst mit dem Guiden anzufangen. Entweder mit einer ASI120+Laptop oder MGEN 3 am Sucher. Das bringt dich direkt ein Stück nach vorn und du kannst mehr aus der Star Adventurer rausholen. Zwar lässt sich die Star Adventurer nur in RA guiden, aber du lernst den Umgang und wirst so und so später nicht am Guiden vorbeikommen.
Dann kannst du entweder einen (wirklich) kleinen APO ins Auge fassen oder auf eine größere Montierung umsteigen. Da würde ich nicht unter der HEQ-5 anfangen, vielleicht sogar gleich eine EQ-6. Darauf kannst du dann montieren, worauf du Lust hast (oder dir günstig gebraucht vor die Füße fällt..).

Das Guiden werde ich definitiv bald starten. Da wird es wohl auf eine ASI120 + Laptop rauslaufen da mir die Preise eines MGEN definitiv zu hoch sind.

Mit RedCat machst du nichts falsch, besser gesagt mit den Teleskopen von Williams Optics. DA gibt es verschiedene Brennweiten.
Ein sehr gutes Preis Leistungs Verhältnis bietet das Skywatcher Esprit 100/550. Mehr als 550 Brennweite braucht ein ANfänger nicht und damit kannst du schon recht viele Nebel einfangen. Reicht für die nächsten 2-5 Jahre (je nach Himmelsbewölkung :) )
Das Esprit kannst du dir vor dem Kauf bei APM oder Teleskop Express oder Lacerta etc überprüfen und nochmals einstellen lassen (Zertifikat). Als Kamera würde ich eine Canon 6D kaufen (gebraucht) und dann astromodifizieren lassen. Ist die beste nicht gekühlte Kamera (ausser vielleicht die super teuren neuen Modelle wie Sony Ra). Die 6D genügt vollkommen. Schau die die Bilder die damit gemacht wurden bei Astroibin.com an.
Aber eine NAchführung wirst du auch brauchen. Günstig = phd. Teuer = MGEN-3
CS

Danke für den Tipp :) Werde ich mir ebenso anschauen!
Die APOs von William Optics sagen mir generell auch sehr zu. Ich habe mich gestern etwas mit einem Brennweiten-Simulator gespielt und denke, dass die RedCat doch etwas zu wenig Brennweite hat. 250mm sind nun nicht sehr viel und meiner A7III schon garnicht. Dies mag sich bei kleineren Sensoren nicht so bemerkbar machen, aber bei Vollformat schon. Ich werde auch den Rat der anderen Kollegen hier befolgen und vorerst bei der Sony bleiben. Später wird sicher eine richtige Astrocam kommen, jetzt liegt der Fokus mal am Teleskop + Montierung + Guiden :)

Hi Klemens,

ich habe vor rund einem Jahr mit der Astrofotografie angefangen und vorher gar keine Ahnung - auch nicht von der Fotografie. Aber ich möchte dir trotzdem gerne ein paar Tipps geben, denn wie gesagt, ich bin den Weg gerade selbst gegangen. Ich habe ebenfalls auf einer Star Adventurer angefangen und aus meiner Sicht wäre der nächste Schritt eine solide Montierung. Ich hatte dazu zunächst die EQ 3 erworben. Dazu würde ich dir nicht unbedingt raten. Das liegt nicht an der Montierung - die mochte ich sehr - aber die trägt kaum mehr als die Star Adventurer und spätestens mit dem Guiding ist man dann auch wieder am Limit, auch wenn nur ein kleines Rohr drauf sitzt. Guiding brauchst du für längere Belichtungszeiten. Meine Bilder mit einfacher Nachführung waren okay, aber meist bekommt man ohne Dithering ein furchtbares Walking Pattern in die Fotos. Außerdem war die Standard-Bemerkung hier im Forum und auch von meinen Vereinskollegen meist so was wie: "Die Fotos sind ja ganz hübsch, aber du solltest unbedingt mit dem Guiding anfangen" :) Ich habe übrigens den bereits erwähnten Lacerta 72/432 erworben und bin sehr zufrieden.

Eine astromodifizierte Kamera wäre auch ratsam - hier im Forum wird auf dem Marktplatz immer mal wieder etwas angeboten. Auch gebrauchte Montierungen. Ich meine, ich hätte sogar eine EQ 5 vor kurzem gesehen... Gebraucht kannst du also gut Geld sparen. Trotzdem reicht aus meiner Sicht das Budget von 1000 EUR nicht für alle drei Dinge gleichzeitig. Vor allem darf man auch den "Kleinkram" nicht unterschätzen, der mit sehr viel Geld zu Buche schlägt, ohne den du aber auch nicht auskommst. Also müsstest du sukzessive nachkaufen. Vielleicht erstmal eine Montierung und eine Kamera und den Rest dann Schritt für Schritt....

Herzliche Grüße und viel Spaß beim Fotografieren!

Ulrike

P.S. Ach ja - gaaaanz wichtig ist ebenfalls eine gute Bildbearbeitungssoftware, falls du die nicht schon hast.

Danke für deine Tipps Ulrike!
Also von der Montierung her wird es sicher in Richtung EQ6 gehen da ich ungern zwei oder dreimal kaufen möchte. Der Lacerta 72/432 wird mir immer wieder empfohlen also dürfte der auch was an sich haben. Steht definitv auf meiner Liste. Die Brennweite würde mir auch sehr zusagen.
Was den ganzen "Kleinkram" betrifft muss ich dann so und so mit der Zeit schauen was ich wirklich benötige. Kann ich gerade schwer einschätzen aber ja, da hast du sicher recht, das wird auch einiges an Geld kosten.

Software besitze ich Adobe Photoshop und Lightroom. Zusätzlich noch DeepSkyStacker und paar andere.
 
Jeder hat seinen eigenen Weg in die Astrofotografie einzusteigen. Gibt welche die gleich alles so kaufen damit sie Ruhe haben und dann gibt es so einen wie mich wo Stückchenweise aufgestockt wird.
Hätte ich alles auf einmal gekauft wäre ich wahrscheinlich nicht mehr bei dem Hobby. Wäre da glaub ich überfordert gewesen.
Ist jetzt durch die neue Montierung schon wieder viel zum erlernen und zum verstehen. Komakorrektor habe ich mich bis dato nie beschäftigt weil ich eben bis jetzt keinen Newton hatte. Aber man merkt.....auch der kostet 300€ - und das zählt zum Kleinkram :P.

Ich hatte mit dem StarAdventure viel Freude und konnte viel lernen. Vor allem war ich mit dem Ding um einiges flotter beim aufbauen. Keine Stromversorgung, kein Staralignment usw. Aufstellen, einnorden,scharf stellen und schon konnte es los gehen :).
 
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