Trotz guten Guiding, keine runden sterne?!

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NanteAstrophotography_274

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Hi! bin grad am fotografieren, und wollte 900s subframes machen. Allerdings steht das Guiding dazwischen..
derzeit fotografier ich den Elefantenrüssel Nebel.
Meine Pixelscale ist 1.02" und mein Guiding total Fehler bei 0.48" trotzdem sind die sterne absoulut nicht rund.

chilligg.PNG


hier mal ein Bild vom Guidgraph und man sollte sehen, es guided nicht auf ein Hotpixel..
und hier mal das 900s Bild (ich habe 2 gemacht, das erste war sehr gut, alles rund) das zweite nicht.
undsterneso.PNG


vielleicht liegt es an der Dither settle Time? das die zu kurz ist?
die ist allerdings bei 15s da sollte eigentlich genügend Zeit sein, das sich das guiding fängt :(

Log kann ich morgen anhängen :)
 
Ich würde auf Differenzialdrift tippen. Das Dithern sollte laut deinem Graph eigentlich nach 15s abgeschlossen sein. Bei 900s sollte das auch generell anders aussehen, wenn es vom Dithern kommt. Irgendwo wird in deinem Setup etwas nachgeben. Das sind ja nur 1/1000° oder so. Wenn's das ist, dann hilft ein OAG.
 
Hallo, ich hatte bei meinem Setup (ONTC 10“, Sucherguiding mit Evostar 50), exakt dieselben Probleme. Bei mir war, wie schon in der vorigen Antwort beschrieben, eine Differenzialdrift die Ursache. Trotz eines scheinbar stabilen OAZ (Moonlite) war die Hebelwirkung der Kamera (QHY 268M mit Filterrad) so groß, dass sich der OAZ, abhängig von der Position, in die das Teleskop zeigt, auf dem Foto sichtbar verbogen hat. Du kannst dies überprüfen, indem du dein Teleskop z.B. im Winkel von 45° zur Horizontalen auf den Nachthimmel richtest und dann eine passend gefüllte Einkaufstüte an den OAZ hängst, und die Auswirkung des Kameragewichts fotografisch überprüfst - bereits wenige Bogensekunden Abweichung könnten die Ursache für deine verzogenen Sterne sein. Daneben könnte es sein, dass Sucher und Nachführkamera sich relativ zur Hauptkamera verstellen. Seitdem ich einen OAG verwende, sind die Probleme vollständig behoben.
Viele Grüße
moelle
 
Vielleicht brauch ich da jetzt noch kein OAG, weil ich meistens nie über 900s belichte, zumal ich nicht mal ein Schmalbandfilter habe, das ging aber schon bei 500s los. 180 bisher nicht. Da ist der OAG wohl die letzte möglichkeit
 
Das wird teuer :), Off axis guider kostet schon 150€, da die aber zu dick sind, brauch ich noch ein kurzbauenden T2 für 50€, und distanz ringe wieder. Ohje
 
Hatte das selbe Problem am C11 hab mir einen OAG gekauft ,natürlich T2 und Hülsen damit der Abstand
zum Starizona Reducer wieder passt......
Fazit den OAG wieder verkauft....... bei 1764mm mit Reducer kein Leitstern und wenn einer da war, dann war
es schlimmer als vorher.......
hab mir jetzt einen 72/438mm Apo zugelegt zum Guiden..und ist besser geworden .....
vom OAG bin ich geheilt... für lange Brennweiten ist ein OAG jedenfalls nichts.......für mich jedenfalls
 
Hallo Foxi.

Ein OAG ist gerade für lange Brennweiten sinnvoll, da Durchbiegen und Bildfelddrehung
Guide Optik zu Hauptoptik eliminiert sind.

Am OAG kann man allerdings die üblichen (billig) Guiding Cams wie bspw. eine ZWO 120mm Mini vergessen, da sie

A einen zu kleinen Chip haben
B zu wenig empfindlich sind

Fürs Guiden mit OAG nimmt man bspw. eine 174mm Mini. Diese ist dann aber deutlich teurer. Das erste Einstellen des OAG nimmt man am besten am Tag vor.

Ich gehe davon aus, du hast einfach nur etwas nicht richtig gemacht, was bei einer Umstellung auf OAG schon mal passieren kann. :)
 
Ich hab nichts falsch gemacht und meine Kamera ist sehr gut , hab eine Starlight Costar...

Leitstern finden extrem schwierig, und die Kamera fokusiert unendlich ins leere...
und dann scharf stellen am Teleskop und Guider beides muß ja passen, eine Wackeltortur...... bei 1764mm....

und bei fast allen Objekten sind bei dieser Brennweite die Leitsterne so wenig wie Goldbarren in meinem Wohnzimmer...

mag ja bei einem F4-F5 Newton ja gut sein, mir kommt kein OAG mehr ans Teleskop "C11"
 
reicht für OAG eine QHY 5 L II C aus?
 
Hallo Nante,
ich habe die QHY 5 L II M (also die mono Variante) am OAG das funktioniert ganz gut. Vom kleinen APO (71/349) bis zum 10"RC.
Die Color wird wohl zu unempfindlich sein.

Grüße Rainer
 
Am OAG kann man allerdings die üblichen (billig) Guiding Cams wie bspw. eine ZWO 120mm Mini vergessen, da sie

A einen zu kleinen Chip haben
B zu wenig empfindlich sind

Fürs Guiden mit OAG nimmt man bspw. eine 174mm Mini. Diese ist dann aber deutlich teurer. Das erste Einstellen des OAG nimmt man am besten am Tag vor.
Hallo Simon,

da bin ich so gar nicht bei Dir. Gerade die von Dir genannte 120 mini ist vom Chip her identisch mit der ALCCD5L-IIm, welche ich seit Jahren am OAG einsetze. Und warum das eine Billig-Guidecam sein soll, erschließt sich mir auch nicht. Sie ist günstiger weil der Chip kleiner ist - thats it. Ein größerer Chip, wie bei der 174 bringt häufig nichts, da das Feld durch die kleinen Prismen und Prismenröhren im OAG gar nicht ausgeleuchtet werden können.

Mit meiner ALCCD habe ich bei 1080mm Brennweite, noch nicht einmal den Fall erlebt, das ich keinen Guidestern hatte. Und zur Zeit wo ich mich im Cepheus und Schwan etc. tummele, kann ich zwischen 20 oder 30 Guidesternen auswählen.
Allerdings teile ich Rainers Einschätzung: Die Colorvarianten sind deutlich unempfindlicher und daher die Monovarianten vorzuziehen.

Viele Grüße
Thomas
 
Sie ist günstiger weil der Chip kleiner ist - thats it.
Genau, deswegen ist sie eine billige Guidecam :D Wie kann man sich von sowas nur angegriffen fühlen? Weil ich billig statt günstig geschrieben habe? :D

Am SC mit sowieso schon kleinem Gesichtsfeld braucht man am OAG einfach den größeren Chip, und natürlich braucht man auch einen OAG mit großem Prisma. Deswegen hat Celestron und jetzt auch ZWO einen OAG-L raus gebracht… glaubst du, die machen das aus Spaß

Wir (Foxi) sprachen auch wenn ich mich recht erinnere nicht von einer Brennweite von 1080mm, sondern von einem C11 mit Reducer mit 1764mm… das ist nochmal ein deutlicher Unterschied.

Wenn du es schaffst, mit einem TS OAG mit Mini Prisma und ner 120er Mini einen Leitstern am 1764er C11 zu finden, geb ich dir nen Bier aus :D :D
 
Also ich habe heute Nacht mit meinem C9 (reduziert auf 1480mm) mit meiner Asi 290 Mini-Guidingcam und dem TS OAG (den 9mm dicken) NGC891 fotografiert. Die 290er hat ja einen ähnlich kleinen Chip wie die 120er. Ich hatte 5 Sterne im OAG-Gesichtsfeld ;-) Gibt das jetzt auch n Bier ;) :D Die 290er ist ja auch etwas empfindlicher...

Aber es stimmt schon, es ist damit teilweise "etwas" schwierig, geeignete Guidingsterne zu finden, je nach Objektumgebung. Ich hatte einmal den Fall, bei dem ich mein Setup drehen musste, um einen Guiding-Stern zu finden. Das war allerdings mit 2350mm bei M95, da steht bei mir im Logbuch: "Katastrophe! Leitstern schwierig..." :-) Ich hab mir daraufhin sicherheitshalber ein günstiges 80/600 Guiding-Teleskop gekauft. Der OAG ist mir aber lieber...
 
Moin,

wenn ich es richtig aus Deinem Profil sehe hast Du einen 150er PDS und eine 77D. Das ist eine zigfach eingesetzte Kombination und braucht sicherlich noch kein OAG. Meistens ist es so das der Sucher einfach nicht fest sitzt und/oder ein Kabel daran zieht. Ich habe z.B. bei meinem Sucherschuh noch ein zweites Loch gebohrt, Gewinde geschnitten und eine zweite Fixierschraube rein gemacht. Seit dem habe ich Ruhe.

Außerdem würde ich mir die Frage stellen ob 900 Sekunden Belichtungszeit ohne Filter bei einer ungekühlten Kamera überhaupt Sinn machen! Die 77D ist ISO Invariant. Da bieten sich doch deutlich kürzere Zeiten doch förmlich an.

Gruß Markus
 
Vielleicht brauch ich da jetzt noch kein OAG, weil ich meistens nie über 900s belichte, zumal ich nicht mal ein Schmalbandfilter habe, das ging aber schon bei 500s los. 180 bisher nicht. Da ist der OAG wohl die letzte möglichkeit
So wie Markus sagt, würde ich an deiner Stelle einfach kürzer belichten. Die langen Belichtungszeiten brauchst du nur, wenn du mit Schmalbandfiltern hintergrundlimitiert belichten willst.

Markus hatte das Glück, dass er die Ursache für seine Drift gefunden hat. Bei mir war das nicht so einfach, ich hätte nochmal ordentlich investieren müssen um dem Problem auf den Grund zu gehen. Daher bin ich auf einen OAG vom Gebrauchtmarkt umgestiegen. Es ging natürlich auch ohne. 2-3min konnte ich mich wenig Ausschuss belichten. Jetzt habe ich aber selbst bei 15min null Ausschuss. Es ist ein Bild wie das andere.

Ich guide mit einer ASI120MC. Das ist sicher nicht die beste Wahl, aber ich hatte die sowieso schon für Planetenaufnahmen und verwende sie deshalb seit Jahren ohne Probleme zum Guiden. Nahe der Milchstraße geht auch mit OAG einwandfrei. Beim Irisnebel hatte ich z.B. diese Woche 5 Guidesterne mit dem OAG. Nur abseits der Milchstraße in sternarmen Zonen wird es schwierig.

Zu den anderen Aussagen hier...wenn sich eine Methode für ein Setup als ein Standard etabliert hat, dann liegt es nicht an der Methode, wenn es scheitert.
 
Klar gibt das ein Bier :D

Ja, die 290er finde ich ist das Mindestmaß an Empfindlichkeit, was man braucht, um mit einem OAG glücklich zu werden.

„Etwas“ ist übrigens gut. Ich glaube das sind 1-2 Größenordnungen :) :)
Nein! 1-2 Größenordnungen sind ein Faktor 10-100. Beide Chips sind haben eine sehr gute QE. Die ASI120 rauscht nur ca. 3x so stark. Dafür ist die Chipfläche aber 2/3 größer. Damit ist das zu erwartende SNR bei der ASI290 etwa doppelt so hoch wie bei der ASI120. Vermutlich sind es noch ein paar % mehr, da die QE Kurve der 290 Richtung Nah-IR günstiger verläuft. Vermutlich lässt das auch den Guidingstern etwas ruhiger verweden. Im Endeffekt heißt das nichts anderes, als dass man pro Chipfläche etwa 2-3x so viele Guidingsterne finden wird und die hellsten Guidingsterne ein 2-3x besseres SNR haben werden.

Ich werde meine ASI120MC vermutlich auch gegen eine ASI290MM austauschen. Aber eher wegen dem MC und weniger wegen der 120.
 
Markus hatte das Glück, dass er die Ursache für seine Drift gefunden hat. Bei mir war das nicht so einfach, ich hätte nochmal ordentlich investieren müssen um dem Problem auf den Grund zu gehen. ..

Hi, das war eine Ursache. Aber selbst danach habe ich mit PHD nie anständige Ergebnisse bekommen. Der Graph sah gut aus. Aber die Sterne waren teilweise etwas verzogen. Erst als ich auf den Mgen umgestiegen bin waren die Probleme nicht mehr existent! Außer dem Mgen hatte ich damals nichts geändert. Das war schon seltsam.

Gruß Markus
 
Schon etwas älter, jedoch tausche ich auch grad von der 120 auf die 290.

Nein! 1-2 Größenordnungen sind ein Faktor 10-100. Beide Chips sind haben eine sehr gute QE. Die ASI120 rauscht nur ca. 3x so stark. Dafür ist die Chipfläche aber 2/3 größer. Damit ist das zu erwartende SNR bei der ASI290 etwa doppelt so hoch wie bei der ASI120. Vermutlich sind es noch ein paar % mehr, da die QE Kurve der 290 Richtung Nah-IR günstiger verläuft. Vermutlich lässt das auch den Guidingstern etwas ruhiger verweden. Im Endeffekt heißt das nichts anderes, als dass man pro Chipfläche etwa 2-3x so viele Guidingsterne finden wird und die hellsten Guidingsterne ein 2-3x besseres SNR haben werden.

Ich werde meine ASI120MC vermutlich auch gegen eine ASI290MM austauschen. Aber eher wegen dem MC und weniger wegen der 120.

Wie kommst du darauf, das die 290 eine 2/3 größere chipfläche hat? Der Chip ist nahezu gleich groß.
 
Ah, das meinst. Ja, das wohl wahr.
 
120MM ... 290MM ... 174MM ... ich hab alle 3 getestet mit 8x8mm Prisma bei 1220 mm. Meine Wahl ist, auch wenn der Chip nicht voll ausgeleuchtet ist, die 174MM. Der Feld-Vorteil gegenüber der 290MM überzeugt einfach. Ein OAG mit 10x10 Prisma kommt bei Gelegenheit um den Vorteil weiter auszubauen. Ein Schnapper ist die Kamera allerdings nicht. Kleiner Nachteil: Die 174MM braucht zwindend Darks, da sie unter Amp-Glow leidet. Da ist die 290MM deutlich sauberer.

CS, Ralf
 
Japp. Die 174 reizte mich auch. Der Preis hat es entschieden. Halt fast das doppelte.

Aber das Feld ist sicher ein Traum.
 
ehrlich gesagt, wollte ich keine 600€ Ausgeben für eine Guiding cam...
Also wie ist es mit der 290? :D
 
Hallo zusammen,

ich hatte bei mir auch solch eine Drift im Bild, die aber eine andere Ursache hatte, die Du vielleicht in Betracht ziehen solltest:
Bei mir war die Ausrichtung der Montierung auf den Himmelspol nicht exakt. Gleichzeit war mein Guiding Teleskop etwas versetzt zum Hauptteleskop ausgerichtet (optische Achsen nicht parallel). Die ungenaue Polausrichtung hat dann in Verbindung mit den nicht parallelen optischen Achsen zu einer Drift im Bild geführt, obwohl die Nachführung am Guiding Teleskop sehr genau war.

Prüf doch mal, ob Deine Poljustierung exakt passt und versuch zusätzlich mal die optischen Achsen beider Teleskope parallel auszurichten.

Viele Grüße und CS
Ralf
 
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