leicht-transportierbares und handelbares Einsteiger-Teleskop

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Ira Orlicek

Neues Mitglied
Hallo!

Ich bin neu hier und auf der Suche nach einem leicht-transportierbarem und leicht handelbarem Teleskop mit der Möglichkeit auch Photographiern zu können.
Der Himmel ist nur ein 'nebenbei-Interesse': in erster Linie weil es hier bei mir fast keine Lichtverschmutzung gibt, schaue ich nachts gerne mal in den Himmel. Letztens hat mir eine Bakannte mit ihrem Teleskop die Jupiter-Monde und die Saturn-Ringe gezeigt, das hat mich an mein altes Bresser-Teleskop erinnert (aber das ist leider an vielen Stellen kaputt).

Jetzt suche ich Ersatz: Ein Teleskop, mit dem ich oben genannte Objekte beobachten kann und vielleicht auch ein paar Sternhaufen erkennen kann. Ich möchte auch den Mond und die Sonne (Filter!) beobachten können. Wichtig ist für mich auch die Möglichkeit Photos zu machen (möglichst mit meiner vorhandenen digitalen Spiegelreflexkamera). Ich werde sicher nicht regelmäßig und stundenlang in die Sterne-schauen und ich brauche auch keinen technischen 'Firlefanz'.

LG Ira
 
Hallo Ira,

willkommen im Forum.

Wenn es darum geht, die oben genannten Objekte nicht regelmäßig und stundenlang zu beobachten, würde ich mich rein auf die visuelle Beobachtung konzentrieren.
Astrofotografie, was Dir ja wichtig ist, kommt leider ohne ein gewissen maß an technischen 'Firlefanz' nicht aus.
Zumal wenn es mit deiner DSLR Kamera von statten gehen soll.

Ebenso ist die Astrofotografie nicht wirklich leicht handelbar.

Von Interesse wäre auch dein Budget.
Dunkler Himmel scheint ja vorhanden zu sein.
Wo genau soll beobachtet werden? Garten, Terrasse, Balkon, raus auf den Acker?
Aus Deiner Aussage "leicht-transportierbarem" schließe ich das Du wohl raus fahren musst/willst.
 
Ich werde sicher nicht regelmäßig und stundenlang in die Sterne-schauen.
Knallhart: Dann vergiss die Fotografie. Astrofotografie ist nichts für mal schnell, außer du begnügst dich damit, das Handy hinters Okular zu halten und so den Mond zu knipsen. Oder du investierst richtig Geld in Vaionis Stellina oder Unistellar eVscope (vorher die Threads im Forum anschauen) und hast dann ein in sich geschlossenes System, das nur fotografieren kann.

Ansonsten besteht Astrofotografie nur zum kleineren (aber keineswegs nicht aufwendigen) Teil aus der Aufnahme am Teleskop, da kommt noch viel Bildbearbeitung am PC dazu. Mit mal schnell geht da nichts.

Der einfachste Einstieg ist im Augenblick wohl ein Celestron StarSense Explorer (komplett manuell, die Objekte werden aber über das Handy aufgesucht) oder ein azimutales Goto-Teleskop mit Celestron StarSense-Modul – dann kannst du zwischen den kompatiblen Celestron- und Sky-Watcher-Montierungen bzw. Teleskopsets wählen.

Am unkompliziertesten ist ein azimutales Teleskop mit gutem Leuchtpunkt-Sucher und dem Willen, den Himmel kennenzulernen.

Oder am sinnvollsten: Du nimmst Kontakt zur nächsten Sternwarte auf, wirst da Mitglied und nutzt deren Teleskope bzw. beobachtest mit – so kannst du am besten Erfahrungen sammeln: GAD - Das astronomische Verzeichnis für Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Kombi Foto plus gelegentlich mal kurz schauen plus unkompliziert plus wenig Vorkenntnisse klappt leider nicht. Im nächsten Verein mitbeobachten dürfte das Sinnvollste sein.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo!

Der Himmel bleibt auf jeden Fall ein 'nebenbei Hobby': die meiste Freizeit wird weiter für Insekten aufgehen.

An Mathias:
Da bin ich scheinbar von meinem Bresser mit Analogkamera verwöhnt - das ging im Aufbau ruck-zuck und die Bilder waren wirklich nicht schlecht: Himmelsnordpol mit Langzeitbelichtung, Mondfinsternis, Venus-Durchgang,... . Vielleicht werde ich schauen, ob ich das alte Teleskop wieder in Gang bringe, die Analogkamera habe ich noch und vielleicht gibt es sogar die Möglichkeit die Digitalkamera zu montieren.

Das Budget ist kein echtes Thema - bis ca. € 1500.-. Beobachten kann ich von der Terrasse, aber auch vom 'Acker', alles in der Nähe (keine 10min zufuß).

An Alex:
Die Photographie kann und will ich nicht vergessen, eher das ganze Thema eigenes Teleskop. Ich habe nur ein 'altes' Tastenhandy und ich will nicht mehr.

Die Idee 'Kontakt zur nächsten Sternwarte' ist sicher eine Möglichkeit, aber ohne eigenes Auto von meinem Standpunkt aus kaum realisierbar.

Wie schon oben gesagt: ich werde mal schaun, ob ich das alte Bresser aktivieren kann oder ich finde irgendeine andere Möglichkeit.

LG Ira
 
Hi!

Dann schau dir mal kleine Foto-Nachführungen wie den Star Adventurer an – da eine Kamera mit gutem Objektiv drauf setzen und arbeiten lassen (halt eher Weitwinkel bis moderates Tele), während du visuell noch mit einem anderen Teleskop beobachten kannst, hat eher Chancen. Mit den Digitalkameras hat sich Astrofotografie ganz schön gewandelt.

Visuell und Foto zu trennen ist heutzutage immer eine gute Idee, wenn man mehr als ein Mondfoto will. Und dann hast du freie Wahl – wenn du dich am Himmel selbst zurechtfinden willst, gibt es einiges, vom berühmten 8"-Dobson bis zum handlichen Großfeld-Refraktor azimutal auf einem Stativ.

Der Weg dürfte erfolgreich sein. So habe ich das auch schon gemacht: Kurz zu Fuß raus auf den Acker vor dem Ort, den Star Adventurer arbeiten lassen und mit einem Spektiv oder Fernglas derweil in den Himmel geschaut.

Viel Erfolg,
Alex
 
Hallo Ira,

das handlichste Teleskop, das ich für Fotografie und Beobachtung benutzt habe ist ein 80/400 Refraktor auf EQ-2. Mit einer Systemkamera und einem "Simple Type" Motor könnte ich damit auch hellere Deep Sky Objekte aufnehmen, 20 Sekunden Belichtung sind da mit ein bisschen Ausschuss schon möglich. Das ergibt natürlich keine nadelfeinen Sterne bis zum Rand, aber doch erkennbare Erinnerungsstücke hellerer Objekte.

Visuell eignet sich das Gerät vor allem bei kleiner Vergrößerung (oft nutze ich ein 25mm Okular) mit OIII Filter für größere Gasnebel und ohne Filter für offene Sternhaufen. Bei annähernd maximaler Ringöffnung konnte ich an Saturn die Cassini-Trennung deutlich erkennen, an Jupiter GRF und Strukturen an Wolkenbändern. Dafür schwimmen die Planeten aber in einer lila Pfütze wegen des Farbfehlers, ein Sonnensystem-Spezialist ist das Gerät nicht.

VG Klaus
 
Hallo Ira,

ich unterstütze den Vorschlag von Klaus mit einem lesenswerten Literaturhinweis zu Deinen Anforderungen:


Solltest Du Dich nach Deinen ersten Erfahrungen mit dem 80/400 Achromaten hinsichtlich Öffnung und/oder Abbildungsgüte "verbessern" wollen, sind dann z.B. das Bresser Polaris auf EQ3(Alt) mit 102/460 oder entsprechende 80 - 100 mm ED-Refraktoren auf Alt/Az-Montierungen ab der StarDiscovery- oder EQ-Montierungen ab der EQ3 der nächste Schritt.

Ich habe alle genannten Geräteklassen im Einsatz. Allerdings wie Klaus im kurzbelichteten Bereich bis regelmäßig 20 x 30 Sekunden für EAA . (Noch) nicht für Astrofotografie.

Gruß,
Peter
 
Danke an Euch alle! Ich werde mich jetzt mal um mein 'altes' Bresser kümmern und ein bisschen weiterforschen, was für meine Pläne das Bestmögliche wäre. Ich werde mich wieder melden, wenn ich Fragen habe oder eine Entscheidung getroffen habe.

LG Ira
 
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