Mobile Sternwarte

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casati

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Kennt jemand bereits eine Realisation auf Basis solcher Fahrzeuge mit anstelle eines Kranes einer zusätzlich nach unten ausfahrbaren und verspreizbaren Säule für eine Montierung?

Natürlich entkoppelt von der Pritsche. Uns es wird eine Sonderanfertigung inkl. Zulassung notwendig werden.


Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

ich habe noch ein kleines Problem, mir vorzustellen, wie die Säule von der Pritsche entkoppelt, aber während der Fahrt natürlich fixiert und beim Ausfahren auch geführt werden soll. Hast du eine "Kopplung" der Säule am Chassis und eine Entkoppelung der Pritsche vom Chassis im Sinn? Oder denkst du an ein ausreichend großes Loch in der Pritsche und im Chassis, durch das die Säule auf den hoffentlich festen Untergrund unter dem Fahrzeug durchgesteckt wird? Dann bräuchte das Fahrzeug noch nicht einmal Stützen/Ausleger (nur eine gute Handbremse), und du könntest irgendein Pritschenfahrzeug oder Van umbauen.

Schönen Gruß
Manfred
 
Hallo Peter,

ich hatte 10 Jahre lang eine mobile Sternwarte, welche günstig war und gut funktionierte:
Gebrauchter Opel Astra Caravan, 2 Rampen und ein selbstgebautes 24" Spiegelteleskop, welches ganz einfach mit zwei angesschraubten Stangen mit Reifen aus dem Auto heraus und hineinbewegt werden konnte. Aufbauzeit inklusive Justage ca. 12 Minuten.
CS Mike
 
Hallo Peter,

ich habe überhaupt ein Problem mir Vorzustellen, mit so einer rießigen Kiste in die Pampa zu fahren. Im Land der unbegrenzten Verrücktheiten gibt es ja da einige Beispiele für solch ein Mobile Observatory, aber ich sehe da eher so ein wenig Gigantomanie und würde das Geld lieber in die Ausrüstung und in ein alltagstaugliches Fahrzeug stecken. Dann eher einen Anhänger mit Stützen.

Thomas
 
Hallo Thomas,

das war vor allem w/ der Stützen beim abgebildeten Fahrzeug als konzeptionelles Beispiel gedacht. Kostengünstig wird das, wenn man das z.B. in einem Dacia Dokker realisieren könnte. Habe inzwischen auch einiges im Netz entdeckt, was meinen Vorstellungen näher kommt.

Als ultima ratio wäre ja auch eine Schienenlösung als Ausleger denkbar, mit der die vorbereitete (und verkabelte Ausrüstung!) dann aus dem Heck herausgefahren und auf ausfahrbaren Stützen dann losgelöst vom Fahrzeug abgesetzt wird. Dann bleibt alle Elektronik im Auto (bis auf die reine Stromversorgung der Montierung).

Insbesondere der schnelle Abbau bei Wetterumschwung am gewählten DarkSky Standort mit entsprechender Höhenlage oder die Notwendigkeit bei Schlechtwetter auszuharren, verlieren dann ihren Schrecken.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

so richtig kann ich das immer noch nicht nachvollziehen. Aufgebaut habe ich in ca. 45min bis zur ersten Aufnahme, wobei das Ausrichten und Einrichten die meiste Zeit braucht. Abgebaut ist in 10min, dann liegt alles im Auto. Unter Druck geht das sicher noch ein paar Minuten schneller. Wenn ein Wetterumschwung, wie im Hochgebirge möglich, so schnell kommt, ist das auch angesagt und bei so einer labilen Wetterlage rücke ich erst gar nicht aus. Du hast ja ein ganzes Sammelsurium an Montierungen und Teleskopen. Vielleicht ist eine Nummer kleiner als Gesamtpacket mit hoher Qualität aller Komponenten besser, was man im Feld routiniert beherrscht.
Bin trotzdem gespannt, was sich aus deinen Plänen entwickelt.

Gruß Thomas
 
Warum nicht einfach einen Anhänger mit seitlich montierten Stützen ?
Dann muss auch nichts entkoppelt werden und wäre wahrscheinlich noch das Günstigste.
Selbst die Stromversorgung könnte da mit drauf.
Die Stützen können ja zum schrauben sein. Müssen ja nicht hydraulisch.
Die kann man dann mit nem Akkuschrauber ein und ausdrehen.
Evtl. ein Drehbarer Teller auf den Hänger, das man Das Tele Vornorden kann, damit man den Hänger nicht nach Norden ausrichten muss.

Gruß
Markus
 
Hallo Peter,

ich finde, es kommt auch ein bisschen darauf an, wie du beobachten willst: Visuell oder fotografisch?

Wenn fotografisch könnte eine Anhängerlösung, wie von Markus vorgeschlagen, vorteilhaft sein. Die Montierung inklusive Stativ befinden sich auf dem Anhänger, und du befindest dich völlig entkoppelt im warmen Zugfahrzeug (Pkw, Kleinbus oder Wohnmobil) und steuerst das Ganze per Kabel oder WLAN. Im Wohnmobil lassen sich dann auch schon mal ein paar Tage Schlechtwetter aussitzen.

Wenn du visuell beobachten willst, könnte es eine Lösung sein, das Stativ (besser eine Säule) auf einem festen Untergrund aufzubauen und sich daneben zu stellen/setzen. Sollte plötzlicher Regen einsetzen, könntest du blitzschnell einen Hochdachanhänger mit einer Aussparung im Boden, die um die Säule geht, über Säule, Montierung und Teleskop schieben. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei den feststehenden Säulen im Garten und den abschiebbaren Schutzhütten.

Egal, welche Lösung du wählst, wirst du wahrscheinlich beim Transport bzw. der Fahrt Montierung und Teleskope von der Säule/Stativ abbauen wollen, damit die nicht bei unebenen Wegen oder plötzlichen Bremsmanövern unnötigen Kräften ausgesetzt sind.

Schönen Gruß
Manfred
 
Hallo!

Nur so eine Idee, inspiriert von meinem Haupthobby: Wie wäre es mit einem (gebrauchten) Pferdeanhänger? Da hätte man sogar sowas wie eine Sternwartenkuppel um sich rum. Hinten noch zwei Stützen zum herunterkurbeln dran (vorne bei der Anhängerkupplung hat er sowieso schon eine) und fertig. Eine Rampe für den bequemen Zugang ist auch schon dabei. Möglicherweise könnte man die auch die so modifizieren, dass sich der Anhänger darauf abstützen kann. Die Anhänger haben ein sehr solides Stahlrohrgestänge (dass muss immerhin zwei 500+ kg Pferde am Randalieren hindern), an dem man seine Montierung befestigen kann.
Und wenn es anfängt zu regnen ist drinnen genug Platz um sich unterzustellen und sogar einen Kaffee zu kochen...

Grüße
Maximilian
 
Erst mal Herzlichen Dank für die vielen konstruktiven Ideen!

Werde mir wohl doch eine Anhängerkupplung besorgen müssen ;-)

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,
such doch mal nach "mobile observatory", da findest Du ein Sammelsurium aller möglicher und unmöglicher Ideen.
Ich erinnere mich an eine Werbeanzeige vor vielen Jahren, in der ein deutscher Hersteller (evtl. Heidenhain?) ein recht großes Teleskop (20"?) auf einem Hänger angeboten hatte. Da waren einige -zig Tausend Märker zu berappen. Habe ich nie mehr gesehen, auch findet das Web nichts, war wohl bei diesem Prototypen geblieben.
 
Hallo ,

ICS hatte auch mal Teleskope mit Anhänger von JMI im Angebot. Ich glaube einen gefalteten Newton gab es da bis 30". Als Selbstbau habe ich mal einen 22" f/5,6 mit in den Anhänger integrierter Poncet-Montierung gesehen. Noch witziger fand ich aber ein paar japanische PKW, in die kleine Kuppeln integriert waren. Ich schätze die waren knapp unter 2m im Durchmesser, also eigentlich nicht geeignet, wenn man dort noch einen Beobachter unterbringen will, aber Japaner soll es ja auch in einer etwas kleineren Ausführung geben. ;)


MfG

Rainmaker
 
Hallo Peter,
Bezüglich der ersten Idee mit der mobilen Hebebühne, da kann ich aus persönlicher Erfahrung berichten, dass der Korb schon ordentlich schwankt sobald er etwas in der Höhe ist, zumindest bei den kleineren Fahrzeugen. Ein beobachten darauf abseits eines Fernglas wird keine Freude bereiten.
Vor 27 Jahren habe ich auf dem ITV mal einen Anhänger gesehen, auf dem ein motorisch angetriebenen Zahnarztstuhl samt 150mm Doppelrefraktor verbaut war...high end für die gut gefüllte Portokasse;-)
Viele Grüße
Bernd
 
Ich glaube nicht an diese Konzepte und Ideen. Sie wurden fast alle wieder verworfen. Statt "grab and go" ein "start and drive" hat sich bislang nicht etabliert, und das wird viele Gründe haben. Bis auf einige private, die das umgesetzt haben, gibt es keine gute Idee, die halbwegs leistbar wäre und garantiert funktioniert.

Fahr mal mit dem Gerödel über einen kleinen Bergweg, da kann man, oben angekommen, erst mal mit der Justage des zerbeutelten Teleskops anfangen, dann die Plattform stabilisieren, einnorden, alignen, und dann möglichst die Plattform nicht betreten, da sonst alles um einige Milli- oder Zentimeter schwankt.

Ich habe das im Web auch schon öfter gefunden, mit Kuppel auf Wohnmobilen, Fernrohren am Autodach, aber alles mit Anhängern ist recht problembehaftet, denke ich. Die hüpfen über jede Bodenwelle beim Transport, was für jegliches Teleskop eher der Albtraum ist. Oder man hat das Teleskop im Auto und schleppt nur eine Plattform, eine fahrbare Säule sozusagen, aber dann kann man gleich ein Berlebach mitnehmen, da wird das "Sternwarte out of a Box"-Konzept völlig unnötig.

lg
Niki
 
Hallo Niki et al.,

ich schieße mich inzwischen gedanklich mehr auf:

Als ultima ratio wäre ja auch eine Schienenlösung als Ausleger denkbar, mit der die vorbereitete (und verkabelte Ausrüstung!) dann aus dem Heck herausgefahren und auf ausfahrbaren Stützen dann losgelöst vom Fahrzeug abgesetzt wird. Dann bleibt alle Elektronik im Auto (bis auf die reine Stromversorgung der Montierung).

ein.

Gruß,
Peter
 
Probier es aus, mich würde interessieren, ob das funktioniert, ohne dass es alles mögliche los rüttelt bei der Fahrt... Ein Teleskop IM Auto ist sicher weniger Belastung ausgesetzt (Rückbank & Co) als an einem Anhänger. Es sei denn, man fährt asphaltiert und nicht allzu weit.

Aber es gab jemanden, der für die UFO-Suche einen Hummer umbauen ließ, der das Observatorium integriert hat:

ab 4:25

lg
Niki
 
Ich hätte noch die Frage, welche Gerätegröße denn überhaupt montiert werden soll. Je größer, desto eher die Erfordernis eines Hängers.
Ich bekomme meinen 32" in einen Familienvan aber Spaß ist das ein- und ausladen dieses Trums definitiv nicht... vor einem Anhängertransport habe ich bisher Sorge gehabt, andere Kollegen sind da mutiger und haben keinen Glasschaden gehabt.
 
Spinnerunde? :)

Ich würde einen älteren Wohnanhänger vorschlagen. Die Fahrgestelle haben Stützen um den WoWa waagerecht auszurichten. Ein Ausschnitt im Dach (Dachluke) ist meist schon da und muss nur vergrößert werden. Den Innenausbau schmeist Du raus, bis auf Sitzbank und Tisch, bzw. baust den nach eigenen Vorstellungen aus.
Nur bewegen darfst Du Dich nicht während der Fotosession, sonst wackelts. Oder man öffnet auch den Boden und entkoppelt die Säule vom Fahrgestell.
Ideal wäre ein WoWa mit Hubdach (z.B Eriba Touring) , da ist ein riesiger Dachausschnitt und die passende Abdeckung bereits vorhanden. WoWa-Fahrgestelle sind auch besser gefedert und gedämpft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hätte noch die Frage, welche Gerätegröße denn überhaupt montiert werden soll.
Das wird sicher vom Unterbau und dem darauf verfügbaren Platz abhängen. Ein PW 1000 und aufwärts ist nicht angedacht :cool:

Den vorhandenen Dokker seiner endgültigen Bestimmung als Mikrocamper (wie bisher geplant) zuzuführen bedeutet natürlich fürs visuelle Beobachten als Obergrenze so ca. 16" Spiegel auf Alt/Az Montierung (Gabel?) und kurzbauend. EAA sollte ja auf jeden Fall schon mit kleineren Öffnungen möglich sein. Dort im Extremfall eine Stellina v2.0 mit 100/600 Triplett oder baugleiche DIY-Kombi. Fotografie ist überhaupt noch nicht angedacht.

Gruß,
Peter
 
Ich bau gerade einen 16er Dobson. Da bleibt nicht viel Platz für Dich im Dokker und Du willst noch eine Montierung mitnehmen. Ev. den Dokker gegen einen Traffic oder Transit tauschen? Der Berlingo xl hat auch ordentlich Platz.
Visuell bietet der Dobson die größte Leistung bei geringstem Platzverbrauch. Wer sich mit dem manuellen Nachführen schwer tut, kann eine EQ-Plattform einsetzen.
 
Hi,
ich hab für mein Transportproblem eine Lösung gefunden. Anstelle von 24"Dobs und Kombi nun einen ultrakompakten 18"Dob auf Mini EQ Plattform. Das Ganze passt in den Winzkofferraum plus Beifahrersitz meines kleinen Roadsters.
CS Mike
 
Also, Peter (casati) auf Ideen kommst du :unsure: :unsure:
Mir würde schon reichen, wenn es ein Stativ gebe, was man auf Knopfdruck (pneumatisch) so bedienen kann damit alles super in Waage steht, also Stativbeine ausfahren, egal welches Gelände und dann noch exakt sich nach Norden ausrichtet, mit aufgesetzten Montierungskopf.
Gruß *entfernt*
 
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