Wie eine HEQ-5 in Waage stellen?

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prikkelpitt

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Jetzt, wo es hoffentlich nur noch ein paar Tage sind, bis ich endlich zum ersten Mal mit meiner HEQ-5 raus kann, frage ich mich gerade, wie ich die in Waage stellen soll? Klar, mit ner Wasserwaage, aber wo in alles in der Welt soll ich die ansetzen? Es gibt doch keine einzige waagerechte Fläche/Kante, wo ich eine Wasserwaage anlegen kann.
Irgendwo habe ich mal gelesen, an der Okularablage, aber da muss ich schmunzeln, die ist bei mir sowas von schief, dass die nun wirklich nicht ernsthaft als "Mess"-Fläche dienen kann.
Das einzige was mir jetzt einfällt, wäre den Montierungskopf abzunehmen, um dann an der Stativauflage eine Waage draufzulegen, aber dann ist ja jedesmal ein neues Einnorden/Einscheinerne angesagt. Das muss doch irgendwie anders gehen, oder etwa nicht?

MfG
Heinz
 
Hi!

Deine Frage lässt mich ratlos...

Einerseits muss die Montierung nicht "im Wasser" sein, solange sie nicht umkippt und die Rektaszensionsachse auf den Himmelspol zeigt. Prinzipiell kann man sie sogar an die Wand schrauben, auch wenn das den Schwenkbereich natürlich einschränkt.

Andererseits: Willst du die Montierung samt Stativ als Einheit raustragen und glaubst du wirklich, dass du sie ohne Einnorden so aufstellen kannst, dass sie eingenordet ist?

Der übliche Vorgang ist:
Stativ waagrecht aufstellen, zumindest nach Augenmaß
Stativ nach Norden ausrichten
Montierung draufsetzen
Einnorden per Polsucher, Scheinern oder für Visuell mit grober Schätzung.

Für Fotografie ist einnorden sogar nötig, wenn ich eine Montierung auf eine fest montierte, schwere Säule setze.

Gruß,
Alex
 
Zitat von Kerste:
Hi!

Deine Frage lässt mich ratlos...

Einerseits muss die Montierung nicht "im Wasser" sein, solange sie nicht umkippt und die Rektaszensionsachse auf den Himmelspol zeigt. Prinzipiell kann man sie sogar an die Wand schrauben, auch wenn das den Schwenkbereich natürlich einschränkt.

Andererseits: Willst du die Montierung samt Stativ als Einheit raustragen und glaubst du wirklich, dass du sie ohne Einnorden so aufstellen kannst, dass sie eingenordet ist?

Der übliche Vorgang ist:
Stativ waagrecht aufstellen, zumindest nach Augenmaß
Stativ nach Norden ausrichten
Montierung draufsetzen
Einnorden per Polsucher, Scheinern oder für Visuell mit grober Schätzung.

Für Fotografie ist einnorden sogar nötig, wenn ich eine Montierung auf eine fest montierte, schwere Säule setze.

Gruß,
Alex

Hmm, Deine Antwort lässt mich jetzt leider auch ratlos. Nach allem, was ich hier an Tips bekommen habe, schreibt eigentlich jeder 2. das die Montierung sauber per Wasserwaage aufgestellt werden soll. Und das es, einmal vernünftig eingenordet, ausreicht, wenn man sich auf der Terasse z.B. Markierungen macht, und die Montierung beim nächsten Mal wieder an die gleiche Stelle stellt.
Tja, dann hab ich das wohl falsch verstanden, sorry.

MfG
Heinz
 
Hallo Heinz,

bei manchen Montierungen, bzw. Polsuchern, ist es wirklich nötig das die Monti in der Waage ist, da der Polsucher das voraussetzt (z.B. Vixen GP). Bei den meisten neueren Montierungen (z.B. HEQ5/EQ6/Losmandy/Sphinx) ist dies nicht nötig.

Markierungen auf dem Boden o.ä. sind natürlich sehr ungenau aber für das rein visuelle noch ausreichend. Allerdings dauert das grobe Einnorden mittels des Polsucher auch nur 0,5-2 Minuten.

Gruß
Matthias
 
Hi,

meine Markierungen auf dem Boden hier Daheim für meine HEQ5 sind für Belichtungszeiten bis 8 Minuten an 820mm völlig ausreichend, ohne daß die Bildfelddrehung sichtbar wird.

Visuell sind die Markierungen beileibe nicht "noch" ausreichend, sondern bestens geeignet. Parkt man am Schluß die Monti, bleibt das Alignment erhalten. Wieder an den Markierungen aufgestellt, fährt das Goto auch wieder dorthin, wo es soll.
Zur Not macht man das 2-Star-Alignment nach dem Aufstellen erneut, vor allem dann, wenn die Achsklemmen mal gelöst wurden, und gut ist's.
Im Feld (bisher nur visuell) habe ich mit dem Polsucher noch nie eingenordet. Einfach mit Wasserwaage halbwegs waagerecht und mit Kompaß das Stativ nach Norden ausrichten, Monti und Teleskop drauf, 2-Star-Alignment, fertig.

Man kann nach dem 2-Star-Alignment sogar die Klemmen lösen und das Teleskop manuell verstellen, ohne das Alignment zu verlieren. Man muß sich halt nur merken, in welcher Position man die Klemmen gelöst hat. In diese Position muß das Teleskop wieder zeigen, wenn man das Goto wieder benutzen will. Anhand eines markanten Objekts ist es kein Problem, diese Position wieder zu finden.

Viele Grüße
Markus
 
Hi!

Für visuelles Beobachten langen Markierungen auf dem Boden problemlos, wenn die Monti einmal eingenordet ist - da langt häufig ohnehin bereits grobes Ausrichten nach Norden; alle paar Minuten mal nachkorrigieren ist ja kein Problem, und die Objekte sind beim Einstellen meist zumindest im Sucher.

Von der Vorstellung her kannst du die Montierung ja frei um die Rektaszenionsachse drehen, nur die Skalen werden dann halt irgendwann unbrauchbar - angefangen mit der Polhöhenskala, aber die ist eh nicht sonderlich genau. Was hat sie bei einer Durchschnittsmontierung? Zwei-Grad-Schritte, und die Markierung in einem halben Zentimeter Entfernung? Das langt zum groben Ausrichten, für Perfektion muss der Polsucher her oder gescheinert werden.

Waagrecht ausrichten erleichtert die Sache zwar, ist aber nicht hundertprozentig nötig. Davon abgesehen traue ich so mancher Wasserwaage oder Libelle auch keine Perfektion zu.

Die Markierungen auf dem Boden beschleunigen die Sache vor allem, weil du dann den Polarstern schon mal recht gut im Polsucher siehst und nur noch endgültig zentrieren brauchst. Dann kannst du auch schon in der Dämmerung einnorden, wenn er mit bloßem Auge noch nicht deutlich zu sehen ist. Aber ich würde mal sagen, dass du sehr gut bist, wenn du die Position bis auf ein halbes Grad genau triffst, selbst wenn du nur die Montierung auf eine feste Säule setzt - Schau dir mal auf einem Geodreieck an, wie wenig ein Grad ist. Das hast du schnell, wenn sich die gelösten Azimutschrauben ein wenig verstellen. Bei der Polhöhe ist bei einer festen Säule dagegen keine (große) Korrektur nötig, da die gekontert ist. Beim Stativ hängt's davon ab, wie eben der Untergrund ist und ob er sich im Lauf der Zeit setzt - immer vorausgesetzt, dass die Stativbeine immer gleich weit ausgezogen sind, z.B. bis zum Anschlag oder überhaupt nicht.

Aber soweit ich weiß, willst du ja fotografieren - da solltest du die genaue Einnordung immer überprüfen.

Gruß,
Alex

PS: Du brauchst nicht mein komplettes Posting zu zitieren, wenn du direkt darunter antwortest :/
 
Jetzt, wo es hoffentlich nur noch ein paar Tage sind, bis ich endlich zum ersten Mal mit meiner HEQ-5 raus kann, frage ich mich gerade, wie ich die in Waage stellen soll? Klar, mit ner Wasserwaage, aber wo in alles in der Welt soll ich die ansetzen? Es gibt doch keine einzige waagerechte Fläche/Kante, wo ich eine Wasserwaage anlegen kann.
Irgendwo habe ich mal gelesen, an der Okularablage, aber da muss ich schmunzeln, die ist bei mir sowas von schief, dass die nun wirklich nicht ernsthaft als "Mess"-Fläche dienen kann.
Das einzige was mir jetzt einfällt, wäre den Montierungskopf abzunehmen, um dann an der Stativauflage eine Waage draufzulegen, aber dann ist ja jedesmal ein neues Einnorden/Einscheinerne angesagt. Das muss doch irgendwie anders gehen, oder etwa nicht?

MfG
Heinz
Nach mehr als zehn Jahren gebe ich jetzt mal meinen Senf dazu :) Anlass ist, dass ich mir derzeit über das möglichst genaue Einnorden meiner EQ5 per Polsucher Gedanken mache. Damit das klappt, muss die 6 im Ziffernblatt genau nach unten zeigen, und nicht nur nach Augenmaß. Und das Augenmaß kann, zumindest bei mir, doch sehr täuschen. (Und natürlich muss der Polsucher vorher möglichst genau justiert werden).
Ich habe mir eine Markierung für die "6 unten"-Stellung auf fluoreszierendes Klebeband an die RA-Achse gemacht, sodass ich dieses Problem im Feld nie wieder haben werde. Dafür habe ich die Polhöhenskala auf 0 gestellt (zur Sicherheit mit Wasserwaagen-App nachgemessen, ob es auch wirklich horizontal ist) und das Polsucher-Fadenkreuz an einem Lot ausgerichtet. Damit das funktioniert, muss die Montierung natürlich exakt in der Waage sein. Denn sonst wäre die Abweichung von der Waage gleich dem Fehler bei der Einnordung. Und genau deshalb ist es eben doch wichtig, die Montierung beim Aufbauen in Waage zu bringen. Ich gehe dabei davon aus, dass der Montierungskopf in Waage ist, wenn auch das Stativ in Waage ist.
Die einzige Möglichkeit bei der EQ5, eine Wasserwaage oder das Smartphone am Stativ anzusetzen, ist die Aufsatzfläche des Stativs für den Montierungskopf.
 
Hallo zusammen,

ich schreibe jetzt über die rein visuelle Beobachtung.

Anfangs habe ich mir auch die Mühe gemacht das Stativ erstmal ordentlich in die Waage zu bekommen.
Auch versucht mit der Breitengradskala so genau wie möglich zu werden. Wie Alex schon schreibt, kaum möglich, da die Skala recht grob ist.
Dann auch noch mal die Libelle an der Montierung selbst überprüft.
Dann das Gekrabbele unter dem Polsucher, selbst mit Winkeleinblick nicht wirklich spannend.

Mit diesen Tätigkeiten reichlich Zeit vertan.

Jetzt nur noch mit Markierungen auf dem Balkon.
Ja, mit Balkon, Garten, Terrasse ist es ein leichtes so vorzugehen.
Aber wenn ich auf dem Acker bin, Wasserwaage kurz angelegt, ja, passt und gut ist.
Montierung vorher nach Norden ausgerichtet.
Tubus ausbalancieren, Grundstellung = Öffnung weist nach Norden, Gegengewichte zum Boden.
Vielleicht mal über den Tubus auf Polaris peilen und evtl. mit den Azimuthschrauben nach korrigieren.

Montierung einschalten, Alignment durchführen und, wie schon erwähnt, die Objekte sind im Sucher.

Grobes Einnorden und Alignment müssen auf dem Acker immer durchgeführt werden.
Mit Markierungen (wenn sie dann dauerhaft sind ;)) ist es natürlich leichter.
Fürs rein visuelle Beobachten ist es vollkommen ausreichend.

Fotografisch ist das auf alle Fälle ein ganz anderes Thema.
 
Ich habe mir von Anfang an angewöhnt, sowohl die Montierung in Waage zu stellen, als auch korrekt per Polarscope einzunorden.
Anfangs habe ich das bei visueller Beobachtung gemacht, weill ich dachte, dass muß so sein. :rolleyes:

Dann habe ich mit dem fotografieren begonnen und war so im Training. Im laufe der Zeit habe ich dann gemerkt, dass dieses Training für mich sehr sinnvoll ist, denn beim finalen Anziehen der Schrauben bewegt sich Polaris leider immer noch ein ticken weg von meiner gerade eingestellten Position.
Mit dem Üben weiß ich nun aber, wohin die die Montierung noch wandert, wenn ich die Schrauben festziehe und kann so ein bisschen "vorhalten".

Letztendlich finde ich es für mich sinnvoll, bei wechselnder Nutzung (visuell und fotografisch) in jedem Fall möglichst korrekt einzustellen, um eben diese Übung zu bekommen. Die Einstellzeit ging bei mir auch rapide runter.

OK, seit einiger Zeit mache ich Guiding und Plate-Solving. Wie groß der Einfluß dieser Hilfen sind, kann ich nicht sagen, vielleicht kann ich damit auch bei der mechanischen EInstellung mehr "schlampen". Aber ich behalte meinen Workflow trotzdem bei. ;)

Grüße
Hartmut
 
Hallo Hartmut,

es ist jedem vorbehalten so zu arbeiten wie er es möchte und es für sich sinnvoll ist.
Es ist sicherlich kein Fehler akkurat zu arbeiten.
Wenn es um die Fotografie geht ist natürlich von Vorteil zu wissen wie ich exakt einnorde.

Plate-Solving mit SharpCap oder dem Celestron StarSens Modul sind technische Hilfsmittel, wer weiß was noch so alles kommen wird, und da ist es sicherlich auch sehr hilfreich wenn man weiß wie es "manuell" geht.
Eben ein Verständnis entwickeln.

Für mich reicht die von mir beschrieben Vorgehensweise im visuellen Bereich.
Wenn ich dann jemals in die Astrofotografie einsteige, ist es unumgänglich sich mit dem akkuraten Einnorden zu beschäftigen.
 
Hallo!

Ob es wirklich notwendig ist oder nicht ist mir egal, ich versuche jedenfalls auch, meine Montierung so gut es in endlicher (max. 30 Sekunden...) Zeit möglich ist in die Waage zu bringen. Weil mir leider die gläserne (!) Libelle in der Montierung zerbrochen ist nehme ich dafür mein iPhone, das ich sowieso wegen Sky Safari dabei habe. Das lege ich flach auf die Stativplatte und die Gratisapp „Precise Level“ zeigt mir alles an, was ich wissen muß.

Grüße
Maximilian
 
Es ist sicherlich kein Fehler akkurat zu arbeiten.
Das meine ich auch. Es kann auch einen gewissen Sinn haben, die Montierung in Waage zu bringen.
Wenn man das macht, kann man z.B. sicher sein, dass man das Teleskop nicht so schief aufstellt, dass es möglicherweise später kippt (auch wenn man es dafür schon ziemliche schief stellen müsste). Auch bei der exakteren Einnordung z.B. mit PHD, wo man erst die eine, dann die andere Achse behandelt, ist es hilfreich, wenn die Montierung in Waage ist. Dann muss man weniger Iterationen bei der Justage durchführen.

Es ist also völlig ok, wenn man immer eine Wasserwaage dabei hat und jeder kann das so machen, wie er das möchte. Ich störe mich nur daran, dass viele Sternenfreunde beständig daran festhalten, man müsse die parallaktische Montierung nivellieren um später überhaupt ordentlich guiden zu können. Das ist falsch und gegen Falsches muss man vorgehen, woimmer man es antrifft.

Gruß
Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich meine erste Montierung gebraucht von privat erworben habe, wurde mir gesagt, es wäre prinzipiell nicht notwendig, die Montierung ins Wasser zu bringen. Mittlerweile habe ich das allerdings sehr zu schätzen gelernt. Ich habe jetzt eine EQ 5 auf einem Berlebachstativ und stehe zumeist nicht auf festem Untergrund, sondern auf der Wiese. Für die notwendige Stabilität ramme ich die Stativbeine dann immer richtig in den Boden. Wenn ich aber dafür sorge, dass sie vorher schon ordentlich Richtung Norden ausgerichtet ist, im Wasser steht und die Polhöhe korrekt eingestellt ist, hab ich Polaris ohne großes Suchen bereits im Polsucher. Ich nutze dazu die Libelle an der Montierung. Mit extra Wasserwaage o. ä. hantiere ich nicht.
 
Ich würde sagen, sofern du nicht eine Säule in Beton gegossen hast musst du jedes mal einnorden. Leider.

Eine Montierund sollte immer in Wasser sein, wozu sonst hat sie eine eingebaute Libelle (z.B. die iOptron). Oder ist hier das Stativ gemeint?
Bei mir hat sowohl das Stativ eine Libelle (am Montierungskopf) als auch die Montierung selben, die ich auf den Montierungskopf aufsetze.
Spätestens die Montierung sollte in Wasser sein. Jetzt aber bitte nicht in den See werfen ;):D
CS
 
da steht se dann aber auf alle Fälle im Wasser ;)
 
Deshalb werden auch Edelstahlstative mitgeliefert. Holzstative faulen im laufe der Zeit weg...
Ups, jetzt wirds flach...:affemund:
 
im flachen Wasser braucht man nur Gummistiefel und keine Wathose :ROFLMAO:.
 
Im flachen Wasser braucht man aber nur Gummistiefel und keine Wathose :D.
 
Eines sollte man halt auch für visuell (zumindest bei EQ) auch im Auge behalten.

Je schlampiger man aufbaut, desto höher ist der Korrektur Aufwand beim nachführen von Objekten.

Wenn ne EQ ordentlich steht braucht man in der Regel nur die RA Achse nachführen.
Egal ob manuell oder mit Motoren.
Je nach Vergrößerung ist das dann schon ein Vorteil wenn man sich die 15 Min. vorher Zeit nimmt.
 
Eines sollte man halt auch für visuell (zumindest bei EQ) auch im Auge behalten.

Je schlampiger man aufbaut, desto höher ist der Korrektur Aufwand beim nachführen von Objekten.

Wenn ne EQ ordentlich steht braucht man in der Regel nur die RA Achse nachführen.
Das gilt aber nur für die genauigkeit der polausrichtung. Ob das Stativ sauber aufgestellt ist, ist für die Nachführgenauigkeit visuell/fotografisch oder „häufigkeit der korrekturen“, unerheblich.
 
Es ist sicherlich kein Fehler akkurat zu arbeiten.
Ganz genau so sehe ich das auch!

Fehler passieren sicher noch genug, da braucht es nicht auch noch bewusst eingegangene „Kompromisse“.

Da die in den Montierungen eingebauten Libellen nur selten was taugen, nehme ich zum Ausrichten eine große Dosenlibelle, mit der ich das Stativ möglichst genau waagrecht ausrichte.
Auch wenn das später für die Genauigkeit der Montierung nur von geringer Bedeutung ist, kleine Aufstellfehler werden schließlich bei der Polausrichtung kompensiert. Da darf dann aber auf keinen Fall geschlampt werden.
Und bei der Polausrichtung ist eine waagrecht aufgestellte Montierung im Vorteil, denn im Polsucher reagiert die Ansicht besser.
Bei schiefer Aufstellung verändert sich nämlich z.B. bei Verstellung der Azimuthschrauben auch immer ein Wenig die Höhe, bei waagrechter Aufstellung passiert das nicht. So lässt sich nebenbei auch leicht feststellen, ob der Polsucher eventuell verdreht ist.
Das wäre gar nicht gut fürs Ergebnis…..

wenn man sich auf der Terasse z.B. Markierungen macht, und die Montierung beim nächsten Mal wieder an die gleiche Stelle stellt.

Markierungen am Aufstellort beschleunigen das Procedere sicher ein Wenig.
Neues Einnorden und neues Alignment ist nach Bewegen aber in jedem Fall nötig.

CS

Dietmar
 
Puh,

ich verstehe nicht, wo das Problem ist, mal maximal fünf Minuten mit einer kleinen Wasserwaage das Stativ (es müssen ja nur zwei Beine verstellt werden) und dann nochmals max drei Minuten die Optik bzw. Achsen des Montierungskopfes einzustellen.

Ich hab bei 10 Minuten und einem
150 Tubus Runde Sterne mit einer 0,3 Arcminuten Abweichung... rein fotografische optimal.

Mit einem kleinen Linsenteleskop auf der HEQ5 war ich aber nicht so genau ;)

Ausrichtung und Alignment sind dann schnell erledigt.

CS

Ralph
 
Hallo, in die Runde,

hatte vor langer Zeit mal dieses Projekt eingestellt: Dosenlibelle an der HEQ5
So bin ich immer gut zurechtgekommen.

CS,
Horst
 
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