Erfahrungen zum 10" f12 TS Cassegrain (+3" Reducer Tipps?)

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Schwastian Beinsteiger

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Hallo Astrogemeinde,

ich plane in Kürze den 10" Cassegrain von TS zu kaufen als oberen Abschluss meiner Ausrüstung, dass noch EQ6 fähig ist.

Leider findet man im Internet sehr sehr wenig über dieses Gerät, weshalb ich sehr gerne hier im Forum noch etwas dazu lesen möchte :)
Aus der Serie Selbst hört man gemischtes zum 6" und Gutes vom 8".

Und wenn ich schonmal beim Thema bin,
hat jemand vielleicht einen Tipp für einen reducer der "Cassegrain fähig" ist in 3"?
falls doch mal mehr AP im Raum steht wäre 3" ja eine vignettierungsfreie Lösung um dahinter weiterhin die bereits vorhandenen Okulare zu nutzen.
(für 7mm AP bräuchte man ein 84mm Okular, das es zwar mit 3" Zenitspiegel gibt, aber doch eher schwer und klobisch wird zum schluss)
Wobei ein 8" Newton nach wie vor vorhanden wäre wenn es wirklich mal drauf ankommt.

Auf der anderen seite besitze ich noch einen GWK für das Baader Bino, aber nicht nur irgendeines, sondern den 2" Newton Korrektor der ja Koma korrigierend ist.
Der HS vom Cassegrain ist zwar "Komafähig" allerdings kehrt der Hyperbolische FS den Effekt quasi um.
Was mich dann bei Verwendung eines Komakorrektors erwartet weiß ich nicht,
leider spielt seit nem Monat auch das Wetter nicht mehr mit sonst hätte ich das eigentlich schon mit dem vorhandenen CC6 testen können.

Um das ganze zu einem Schluss zu bringen und die Frage "warum Cassegrain und kein Newton oder SC?" zu klären:

mich fasziniert die Cassegrain Bauweise sehr, die Vorteile eines kurzen Tubuses (gibts das Wort eigentlich?)
mit einem OAZ nach unten statt zur seite oder sonst wo ist für das beobachten sehr angenehm und wird auch keinen Hocker oder gar Trittleiter erfordern was bei meinem 8" Newton öfter der Fall ist.
Die Einsatzgebiete sind eigentlich alle außer Sonne, einfach weil ich es kann ^^

danke für alle Tipps und Erfahrungen!

mit Astronomischen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian,

du denkst schon daran, dass bei allen Teleskopen mit "Loch" im Hauptspiegel der Durchlass verantwortlich für die Größe des ausgeleuchteten Feldes ist? Selbst wenn ich einen 3" Auszug montiert bekomme und damit den Fokus erreiche, macht das den Durchlass nicht größer.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

TS baut ja serienmäßig ein 3" Oaz dran, der durchlass wird sehr wahrscheinlich mehr als 48mm haben, die volle ausleuchtung wird bis 55mm angegeben.

ziel ist es ja die 2" Okulare zu verwenden ohne oder mit wenig vignettierung bei weniger Brennweite, da sollte es schon reichen wenn der reducer mehr durchlass als die Standardmäßigen 48mm (z.b. 2,5").

wäre im großen und ganzen aber kein entscheidendes Merkmal, da mein 8" newton ja nach wie vor vorhanden ist, mit dem komm ich super auf 7mm und mehr, auch ohne 3"
ist mehr so Einfachheits halber :)

mit Astronomischen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian,

zugegebenermaßen hatte ich nicht bei TS nachgeschaut, welcher Okularauszug am 10" Cassegrain ist. Bei meinem alten 6" war ich froh damals (vor 45 Jahren) ja selbst an einen 2" Auszug nicht zu denken.

CS Gerhard
 
Hallo Florian,


viele Details lassen sich in diesem Bericht ganz gut erkennen: 10"f12 Cassegrain

Die Justage vom OAZ und vom HS scheinen dort getrennt zu sein das ist ein Riesenvorteil gegenüber den kleineren 6" und 8" Cassegrains bei denen OAZ und HS zusammen justiert werden. Da ist unter Umständen ein Adapter nötig um Verkippung zu eliminieren.


Viele Grüße Felix
 
ist schon ziemlich cool das der nen 3" Oaz hat, ist das erste mal überhaupt in meiner Sammlung und eröffnet viele neue Möglichkeiten.

Hallo Felix,

den Bericht kenn ich "leider" schon, ist zwar gut alles aufgeführt aber leider ohne praktische Erfahrungen, was geht/nicht geht, vor und Nachteile u.s.w.

scheint soweit auch der einzige Bericht zu sein, eventuell werde ich mal einen schreiben hier im Forum über die praktischen dinge.

ansonsten was justage angeht ist das mit chechire wirklich sehr gut zu bewerkstelligen :D

mfg Florian
 
Hallo nochmal,

mittlerweile ist der Cassegrain eingetroffen, das ist vielleicht mal ein krasses Teil, selbst dejustiert (gestern nur kurz angetestet) scharfe Bilder, wo hat man sowas mal.

War bis gerade mit der justage des justierlasers beschäftigt, ist ja etwas knifflig, wollte grade nochmal auf den Link
von Felix gehen aber die Seite ist mittlerweile geschlossen, gestern wars noch da.. schade.
wird mich jetzt aber nicht aufhalten.
eventuell werde ich nach einiger Zeit mal ein Bericht schreiben da man wirklich wenig zu findet und das Gerät echt ziemlich gut zu sein schein (ziemlich ziemlich gut!)

Ein reducer hab ich leider nicht gefunden, auch TS hat da nichts direkt finden können, ist aber nur halb so wild da ein 8" newton gerne für große AP noch bereit steht.
Eventuell teste ich auch mal Kameraobjektive das soll ja auch gehen und ist bestimmt mal lustig ;)

mit Astronomischen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian,


lass Dich was den Justagezustand angeht nicht vom Laser täuschen. Das reicht zumindest beim 6" und beim 8" nur für die Grobjustage weil da OAZ und HS aneinander hängen und nur zusammen justiert werden können. Das ist beim 10" getrennt da würde ich mit dem Laser nur den OAZ auf die Mitte des Sekundärspiegels ausrichten und den Sekundärspiegel so daß der Strahl mittig zurückfällt - mehr geht ja ohne barlowed Laser oder einen der Howie Glatter Laser eh nicht. Der Rest muß am Stern erfolgen. Der Betreiber der Seite müßte hier im Forum unterwegs sein als CorCaroli.


Viele Grüße Felix
 
für den HS liegen Concenter und Chechire (lang) bereit, das passt alles, aber danke trotzdem fürs erwähnen ;)

habe eben nochmal die effektiv genutzte Öffnung gemessen: 251mm, ich denke das kann sich wirklich sehen lassen wenn man die kleineren im Vergleich hat.

über Justage am Stern finde ich im Forum bestimmt auch einiges, nur falls ich es mal probieren möchte :D

den Betreiber habe ich glaube vor kurzem auch irgendwo gelesen, werde ihn mal anschreiben.

mit Astronomischen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian,

daß das 10" die Öffnung ganz nutzt ist fein da scheint die Verblendung besser gelungen zu sein. Das vordere konische Ende des am HS sitzenden Blendohres sieht nach Augenmaß schon ganz passend zum Strahlengang aus.

Gut ist diese Justageanleitung Cassegrain von Alluna, einfacher geht's nicht. Statt des Justierokulares geht auch die berühmte Filmdose mit mittigem Loch das reicht völlig um am Himmel weiter zu justieren.

Am Himmel defokussiere ich immer leicht extrafokal: dann muß man den Stern wenn noch ein wenig Rest Koma zu sehen ist mit einer in dieser Richtung liegenden Justierschraube nur in die Richtung des Komaschweifs zu verschieben bis es rund ist.


Viele Grüße Felix
 
Danke für die Tipps! ?

der Blendrohrinnendurchmesser ist bei 44,5mm, passt also locker bis 3" okulare hoch.

ale kleines Beispiel oder besser Beweis das der Durchmesser wirklich kleiner sein darf als das was zum ende hin ausgeleuchtet werden soll ist mein 4" Maksutov von Skywatcher.
Der hat nämlich nur ein Blendrohrinnendurchmesser von 21mm also gering.
Dennoch habe ich direkt am Ende den original Okularanschluss durch einen für 2" getauscht.
Und jetzt kommts, mit 2" Zenitspiegel habe ich mal ein 2" Okular mit 38mm und 70° reingesteckt, das ist mit einem Feldblendendurchesser von 48mm das Maximum von 2"
und ich hatte wirklich bis zum Rand hin ein Bild gehabt (habs auch Verglichen mit dem Feld ohne das etwas am Okular dran ist, war gleich)
Das macht dann gute 1,9° am Himmel.
Seit dem gehört der Mak mit zu meinen Lieblingen.

Ups das wurde jetzt länger als geplant, werde auf jeden fall mal einiges zum justieren Probieren, im Moment siehts schon alles ganz passend aus, in der Regel halten die Systeme das ganze auch ewig, vor allem wenns Carbon Gitterrohrbauweise ist :p

mit Astronomischen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian,


für visuell reicht auch eine deutlich nachlassende Ausleuchtung zum Rand ohne daß man einen Helligkeitsabfall sieht. Der Blendrohrdurchmesser bedeutet da nicht unbedingt daß auch das ausgeleuchtete Feld den selben Durchmesser hat das hängt auch vom Backfokus ab. Wenn man es ganz genau wissen möchte hilft nur Laser + Glasscheibe von vorne oder umgekehrte Okularprojektion - also kurzbrennweitiges Okular rein stecken und mit einer hellen Taschenlampe in das Okular leuchten und die Projektion z.B. auf einer Wand vermessen.

Ich bin jedenfalls gespannt auf Erfahrungen mit der größeren Ausführung im Truss Tubus das macht insgesamt einen sehr brauchbaren Eindruck.


Viele Grüße Felix
 
umgekehrte Okularprojektion - also kurzbrennweitiges Okular rein stecken und mit einer hellen Taschenlampe in das Okular leuchten und die Projektion z.B. auf einer Wand vermessen.
so bin ich auf die 251mm gekommen ;)
habe das auch beim CC6 gemacht da kam nur 139mm bei raus.

das mit der Glasscheibe ist mir neu, kommt mit auf die Liste der Experimente.

Wie die Ausleuchtung so ist werde ich dann beim beobachten feststellen, da ich nur 2" okulare habe erhoffe ich natürlich keinen helligkeitsabfall am Rand, der 100% bereich beträgt laut Händler sogar 55mm.
Natürlich werde ich auch mal die Kamera reinstecken, die hat aber nur APS-C, sollte also ebenfalls gleichmäßig sein, interessant wäre Vollformat oder ein 3" Okular, kostet beides aber ne Menge und ist wenn überhaupt erstmal was für später.

Wenn das Wetter passt werde ich mal Samstag auf die Planeten gucken und dann auch mal drüber schreiben, eventuell auch ein wenig mehr wobei aktuell noch nicht dieser Streulichtüberzug lieferbar ist, hab da so ein paar Straßenlaternen die etwas Nerven, wenn Deep Sky dann erstmal Objekte die UHC oder O3 Filter vertragen um die Lampen zu entschärfen.

mit Astronomischen Grüßen
Florian
 
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