Celestron C11 SC + iOptron GEM45 eine gute Wahl für meine Anforderungen?

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Romeo9

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Hallo,

ich bin neu hier im Forum und würde gerne euch um Rat bitten.

Ich heiße Roman und schaue seit meiner Kindheit schon zu den Sternen. Was ich über Astronomie weiß, habe ich mir selbst angeeignet, da in meinem Umfeld Niemand Interesse daran hat. Ich kenne also die meisten Fachbegriffe und Theorien nicht.

Ich nutze zurzeit ein Dobson-Newton-Teleskop von SkyWatcher 200/1200. Mit folgenden Okularen: Nagler 4,8mm, Nagler 12mm und einem NoName 30mm (80°). Dazu noch einen Polarisationsfilter (2“) für Mondbeobachtung und einen billigen UHC Filter (2“).

Nun zu meiner Eigentlichen Frage:

Ich möchte jetzt etwas aufrüsten und mir ein kompaktes Teleskop mit einer größeren Öffnung besorgen. Bei der Öffnung würde ich gerne auf 10“ bis 12“ gehen wollen, um etwas mehr Licht als im 8“ Dobson zu erhalten (Problem der höheren Abschattung durch den Fangspiegel bei SC als bei Newton ist mir bekannt). Die Länge der Transportbox für das Teleskop darf jedoch 95 cm nicht überschreiten, da es sonst nicht in meinen Kofferraum passt. Die Box kann ich selber bauen, so dass das eigentliche Teleskop eine Länge von etwa max. 90 cm (ggf. mit Auszug) betragen darf. So kurze Newtons mit großen Öffnungen finde ich leider nicht im Internet, deswegen denke ich über einen SC nach.

Ins Auge habe ich das Celestron C11 SC gefasst. Eine Montierung „iOptron GEM45“ würde ich mir dazu holen wollen. Passt das zusammen?

An dem C11 stört mich die extrem lange Brennweite von 2800mm, so komme ich mit meinem 4,8mm Okular auf Vergrößerungen die wohl nicht mehr praktikabel sind. Außerdem liest man auch nicht immer nur Gutes über die C11 Produkte von Celestron. Des Weiteren bräuchte ich dann auch ein neues Okular mit deutlich mehr Brennweite, also 40+ mm um auch größere Objekte zu beobachten.

Jedoch habe ich auch nicht vor DeepSky Objekte zu Fotografieren, ich will nur beobachten und staunen. Vielleicht mal mit dem Handy ein Bild vom Mond machen, um es dann meinen Kindern und meiner Frau am nächsten Morgen zu zeigen. Mich würden also kleine Fehler am Rand des Blickfeldes nicht sonderlich stören.

Wäre das C11 für mein Anforderungsprofil so in Ordnung? Mehr Geld kann und will ich aber auch nicht ausgeben. Oder gibt es Alternativen (RC?) die noch transportierbar sind (also max. 90 cm) und doch etwas mehr Öffnung haben als mein Dobson, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin. Leider ist das Teil aber zu lang fürs Auto.

Auch finde ich keine Montierungen ohne E-Steuerung für Gewichtsklassen von 15-20 kg. Ich habe schon viele online Shop durchsucht und finde immer nur die GoTo Varianten für die Gewichtsklasse. Ist das wirklich so oder bin ich zu doof um rein mechanische, parallaktische Montierungen zu finden.

PS.: Ich wohne in Bochum und habe extrem viel Lichtverschmutzung, deswegen möchte ich mehr Lichtleistung/Öffnung bei weniger Tubuslänge um mobil zu bleiben. Die meisten Nächte beobachte ich aus dem Garten heraus, jedoch will ich auch mal rausfahren können in die dunkle Umgebung um mehr DeepSky Beobachtung zu machen. M31 ist in Bochum zum Beispiel nur ein winziger Fleck auf der Linse ;)

Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich. Danke!

Glückauf, Roman
 
Nach solchen manuellen Montierungen ohne GoTo muss man schon suchen. Von Losmandy gibt es die G8 hier auch ohne Elektronik und Stativ.
 
Hey Roman. Glückauf? Bist du Geologe oder Bergmann? :)

Ja, die SCs. Gleich vorweg, dein angedachtes RC Teleskop ist eher was für die Fotografie.

Meine Meinung zu SCs ist folgende. Sie können alles so ein bisschen, aber nix so richtig gut. Das macht sie mir sympathisch, deswegen hab ich selbst eins.
Ich muss aber trotzdem sagen, dass ich es eher zum Planeten gucken als zu allem anderen verwende.

Weitläufige Nebel sind wegen der hohen Brennweite wie du selbst schon gesagt hast ein Problem. Dafür können planetarische Nebel, Kugelsternhaufen, kleine Galaxien und eben Planeten gut beobachtet werden. Es stellt sich mir dann immer die Frage:

Wie viele unter deutschen Bedingungen (Lichtverschmutzung…) weitläufige große Nebel gibt es wirklich, die man regelmäßig beobachten kann? Und für die ganzen Faint Fuzzies sollte man sich eh einen Riesendob anschaffen - nicht meine Welt.

Mit Okularen und Backfokus ist so ein SC sehr gutmütig. Wobei letzteres eher bei der Fotografie zum Einsatz kommt. Diese ist bei f/10 nicht besonders leicht umzusetzen, allein schon weil man sehr gutes Guiding braucht und sich auch mit einem OAG (Off Axis Guider) beschäftigen sollte, um Flex aus dem Weg zu gehen. Da gibt es dann einen Reducer auf f/7, wird schon besser, aber grad bei der Fotografie ist es doch etwas anders als beim Beobachten, da will man doch zumindest anfangs eher die großen weitläufigen Objekte erwischen. Also wieder nix. Also Hyperstar für f/2 kaufen, dann ist mit Kamera ab und mal eben durch gucken aber auch wieder Schluss. Und man darf erstmal stundenlang justieren bis alles passt beim erstmaligen Anbau - bei f/2 wirklich nicht leicht, um gute Abbildung zu bekommen.

Also auch bei der Fotografie eher ein „Nischengerät“.

Eine große Stärke des SCs ist die Mobilität, große Öffnung, geringer Hebel. Visuell auf kleineren Montierungen gut zu gebrauchen. Wenn dich ein wenig Wackeldackel nicht stört, ist die GEM 45 ok. Das größte Problem wird das Stativ sein, ich nehme an du willst das Lite Roc dazu kaufen. Tipp von mir, hol dir ein schönes Berlebach drunter und du wirst viel Freude haben. Die Beine der Lite Roc Stative sind wirklich sehr dünn, hatte mal ne CEM 40 da war es auch das Lite Roc, wurde sofort ersetzt nach 3 mal testen.

Schon komplett über Tauschutz nachgedacht? Eine lange Taukappe mit Heizband ist meiner Meinung nach Pflicht beim SC. A gegen Streulicht und B gegen Tau :)

Ein SC muss lange auskühlen und gerade die großen SCs hinken oft bei selbst wenigen Grad Delta T in der Nacht dem Temperaturgradienten hinterher, will sagen es gibt Tubus Seeing. Da gibts dann so merkwürdige Lüfter zum in den OAZ (Okularauszug) stecken und bei den Celestrons hinten Lüftungskanäle, hilft aber alles net so wirklich. Da musst du dir was einfallen lassen, Tubus isolieren etc. Gerade an Planeten lässt das Tubus Seeing die SCs regelmäßig gegen APO Refraktoren viel kleinerer Öffnung verlieren, da gehts gar nicht so doll um die Obstruktion (du merkst, ich mag auch APOs). Also auf eine gute Temperierung solltest du achten.


Jetzt stellt sich aber wirklich die Frage, ob die großen SCs so noch für den mobilen Einsatz geeignet sind und nicht lieber fest in einer Sternwarte montiert werden sollten, um zumindest ein paar der Probleme zu beheben.

Du baust das Ding auf klar aber du musst erstmal 2 Stunden warten bis zu an Planeten so richtig los legen kannst. Vorher hast du wabernden Matsch, solltest du das Teleskop von der Bude nach draußen tragen.

Für den ausschließlich mobilen, nicht fotografischen Einsatz würde ich dir auch einen schönen großen „Low Rider“ Dobson empfehlen. Aufgerüstet mit Push To oder eben ganz manuell.


Alles hier gesagte spiegelt nur meine persönlichen Erfahrungen mit SCs wieder und ich hoffe nicht, dass hier wieder ne Materialschlacht mit „Du redest mein XY Teleskop schlecht!!!“ begonnen wird.
 
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten. Es hat mir sehr geholfen. ;)

@Ronald_Stenzel: Kann man die Gitterdobsons zum Transport auch zusammenziehen, z.B. durch einen teleskopierbaren Tubus??? So dass mein Kofferraummaß von max. 95 cm nicht überschritten wird? Oder muss man sie komplett zerlegen? Außerdem fände ich eine äquatoriale Montierung schon ganz nett, als Jugendlicher hatte ich ein kleines Linsenteleskop mit so einer Montierung, da fand ich das sehr angenehm, nur an einer dieser flexiblem Achsen zu drehen, um den Objekten zu folgen. Ich denke, das nächste Teleskop sollte auch wieder diesen „Luxus“ haben. Mein altes Dobson-Teleskop ist beim Nachführen immer recht „unrund“ und „hektisch“ (ich weiß nicht wie ich es präziser ausdrücken soll).

@Christian U: Genau so eine Montierung wäre mein Fall, mechanisch und äquatorial ;) Danke für den Tipp! Mit diesen ganzen GoTo Montierungen würde ich mich bestimmt nur rumärgern (Akkus, Kabel, Kalibrierungen, mögliche Bugs, Updates, Wlan usw.), dabei macht es doch gerade so viel Spaß, die Objekte selber zu suchen und dann auch zu finden… auch wenn es bei mir manchmal bis zu 20 min dauern kann, bis ich das gewünschte Objekt finde. Also ich bin eindeutig durch deinen Vorschlag von der GEM45 weg, und peile die von dir vorgeschlagene Montierung an. Die Traglast wird mit 15 kg angegeben, kann man da ein SC C11 drauf betreiben, oder wird es dann Grenzwertig? Das C11 wiegt bestimmt seine 14 kg mit Okular und Sucher. Wäre vielleicht sogar die Vixen GPD2 (14 kg) auch möglich, die ist nämlich nur halb so teuer?

@SimonFas: Ich bin beides Geologe und „Bergmann“ (ein Bergmann mit „Stift und Block“ und nicht mit „Schlägel und Eisen“ ;). Leider bin ich zurzeit nur noch ganz selten untertage) Die Kohlenförderung wurde im Ruhrgebiet ja eingestellt. Für mich zwar schade, für die Umwelt aber unausweichlich.
Vielen Dank für deinen sehr Ausführlichen Beitrag, du hast mir viele Punkte klar verdeutlicht. Vorallem die Punkte Taukappe und Auskühlzeiten waren mir in der Tiefe nicht so bewusst, aber klar die SCs sind ja fast geschlossene Systeme. Und auch der Hinweis mit den großflächigen Objekten, war wichtig. z.B. weiß ich, dass Andromeda am Himmel ziemlich groß ist, in meinem Dobson ist aber nur das Zentrum der Galaxis zu sehen, alle „Äußeren“ und großflächigen Strukturen werden selbst mit einem C11 sicherlich auch nicht zu sehen sein. Aus diesem Grund ist vielleicht die lange Brennweite, dann doch nicht so schlecht. Echt tolle Hinweise von dir! Danke.

PS.: Das GEW45 werde ich nicht mehr kaufen, sie wurde mir für 1,7k gebraucht angeboten (nicht mal ein Jahr alt und mit Garantie), deswegen wollte ich zuschlagen. Aber eure Hinweise haben mich wieder, zur klassischen Montierung gebracht.
 
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Hallo Roman,

ich habe leider überhaupt keine Ahnung von der Losmandy G8. Ich bin selbst gerade auf der Suche nach einem zweiten Teleskop und gucke durch alle möglichen Shops, was so angeboten wird. Ich will nicht überstürzt den nächst besten oder günstigsten oder überhaupt lieferbaren Refraktor, Apo oder Newton kaufen (ich weiß nämlich noch nicht so genau, was ich für mich haben will). Meine Frau hat ein C5 auf einer CG-4, was ziemlich gut zu ihren Bedürfnissen passt. Es wiegt fast nichts, ich kann es mit einer Hand nehmen und ihr auf die Montierung packen und das kann sie selbst auch. Mit schwererem Gerät, bräuchte sie immer Hilfe. Tubus Seeing hat man vielleicht ne halbe Stunde mal. Das C5 ist ja so kompakt, das es nicht so lange braucht um auszukühlen. Das mit dem Tau und Streulicht stimmt aber, ohne Taukappe hat man nach genau den 20 Minuten Auskühlen schon alles voller Tau. Da wir mit Fotos nichts machen wollen, ist auch egal, dass man kein 2" Zubehör sinnvoll einsetzen kann. Die Montierung ist nur etwas schwer. Je nach dem, was ich für ein Teleskop für mich auswähle, wird da eine oder sogar zwei Nummern kleiner genommen und ich packe mein Teleskop dann auf die CG-4.

Die Vixen GPD2 kann man übrigens nicht mehr neu kaufen. Ich glaube die letzten wurden 2014 gebaut.

Ich glaube, ich würde fürs mobile Beobachten, was meine Frau und ich auch machen, weil in Dortmund eben auch ziemliche Lichtverschmutzung herrscht, kein SC höher als das C8 nehmen. Ich weiß nur gerade nicht, ob 2" Zubehör am C8 oder am C9 erst sinnvoll wird. Da meine Frau schon ein C5 hat und ich gerne große Felder beobachten möchte, wird es bei mir definitiv ein Teleskop mit f5 - 8. Welche Bauart hängt auch davon ab, wie gut wir das mit dem Auffinden der Objekte noch hinbekommen. Wenn das weiterhin gut über die Teilkreise und Koordinaten geht (was wir erst einmal getestet haben) dann müsste eben wieder eine kleinere parallaktische Montierung her, die sie nehmen kann, dann werde ich auf ein Linsenteleskop gehen. Wenn das doch nicht so gut klappt, geh ich auf ein Newton mit AZ Montierung, wo man an der Gegengewichtsstange noch ein Fernglas packen kann. Das ist nämlich auch ein tolles Seherlebnis, was ich mir bei den günstigen Preisen von Newton und AZ-Monti echt noch leisten kann.

Ein Dobson kann ich mir eigentlich auch vorstellen, aber ich kann mir so eine Box nicht auf den Äckern und Wiesen vorstellen, wo wir hinfahren, um wenigstens etwas weniger Licht aus der direkten Umgebung zu haben. So Richtung Münsterland oder Sauerland. Leider laufen da auch oft Hundehalter her und die lassen ihre Hunde da halt ihr Geschäft machen und dann stellste die Box in die Hundesch... super. Außerdem sind Wiesen nie so glatt, dass man da so ne Box gut bewegen kann - denke ich. Und da, wo es glatt genug ist, ist sehr häufig auch Beleuchtung und man sieht nix. Mit nem Stativ kann man die Untiefen der Wiesen ausgleichen und die Auflagefläche ist halt kleiner, als von so ner Box.

Viele Grüße aus Dortmund
Christian
 
Hallo!
Ins Auge habe ich das Celestron C11 SC gefasst. Eine Montierung „iOptron GEM45“ würde ich mir dazu holen wollen. Passt das zusammen?
Ja, passt. Ich habe ein C8 auf einer iEQ45 (die Vorgängerin der GEM45) und da ist noch genug Luft für ein C11, visuell überhaut kein Problem. Ein C11 steht auch weit oben auf meiner Wunschliste und genau dafür habe ich mir die iOptron gekauft. Für das C8 hätte auch eine Nummer kleiner genügt.
Wäre das C11 für mein Anforderungsprofil so in Ordnung?
Ich sage ja. Vor ein paar Wochen hatte ich die Chance durch das C11 eines neuen Mitglieds in unserem Verein blicken zu dürfen und war begeistert. Das war auf einer Celestron-GoTo-Gabel und damit war es auch bei unserem relativ lichtverschmutzten Himmel ganz einfach möglich, alle gewünschten Objekte sofort zu finden. Ohne GoTo wäre da nicht viel gegangen.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Roman,

das C11 ist ein schönes und universelles Teleskop für die visuelle Beobachtung und insbesondere auch für die Fotografie von Mond und Planeten.

Wenn du nicht vor hast Deep Sky Fotografie mit Langzeitbelichtungen zu machent, empfehle ich Dir, das C11 mit einer azimutalen Montierung zu kombinieren. Das Handling ist einfacher und intuitiver als mit einer parallaktischen Montierung und der Beobachtungskomfort ist größer, da sich die Okularposition beim Schwenken der Montierung kaum ändert. Eine automatische Nachführung ist hier auf jeden Fall empfehlenswert.
Ich kann das CPC 1100 empfehlen, das aber offenbar erst Anfang 2022 wieder lieferbar ist.

Falls es dennoch eine parallaktische Moniterung werden soll, würde ich abenfalls mindestens eine automatisch Nachführung empfehlen. Goto muss nicht sein, ist aber in der Stadt hilfreich.
Ich würde mir neben der CEM45 auch die EQ6 Montierungen ansehen. Die EQ6-R ist eine schöne Montierung für das C11. Die AZ-EQ6 kann beides: azimutal und parallaktisch, ist aber teurer.

Gruß Robert
 
Hallo Roman,

es scheint für dich ja relativ fest zu stehen, dass es ein C11 wird. Bei den ganzen Überlegungen war ja die Baulänge von ca. 90 cm mit entscheidend. Ich habe einen Fiesta, da würden größere Baulängen auch nicht so gut reinpassen. Und weil es ein Dreitürer ist, ist es auch mit etwas Aufwand verbunden die Sachen auf die Rücksitze zu bekommen - also man müsste halt die Sitze umklappen. Außerdem muss man die Sachen aus dem Auto auch wieder rausholen und zumindest ich habe noch keinen Beobachtungsort gefunden, wo man direkt parken kann. Meist müssen wir noch ein paar Meter laufen, auch mal über unebene Wurzelpfade (wenn's nass ist besonders schön) oder schön bergauf, um an den erhöhten Punkt zu kommen.

Die GEM45 (ich habe keine Ahnung, sondern lese auch nur die Zahlen) ist da viel einfacher rein vom Gewicht her. Auch wenn es mir komisch vorkommt, auf eine 7,2 KG Montierung ein 12+ KG Teleskop zu setzen. Aber das scheint ja gut zu gehen! Die EQ6-AZ ist doppelt so schwer. Wenn ich mir vorstelle mit 15 KG Achsenkreuz, knapp 8 KG Stativ und 5+ KG Zuberhör durch die Gegend zu latschen und dann noch mehrfach, weil man bestimmt nicht alles gleichzeitig tragen kann... stell ich das alles doch lieber im Garten auf ;) Aber das denke ich auch beim C11.

Für mich wäre das kein mobiler Aufbau. Also höchstens ein oder zwei Mal im Jahr zu nem Treffen oder so. Wenn du da anders bist, Respekt, ich wär einfach viel zu faul dafür. Wenn du öfter rausfährst, dann würd ich die GEM45 nehmen, wenn du eh nur ein oder zwei Ausfahrten planst, dann die EQ6 - knapp 1000€ günstiger.

Und jetzt halt ich meine Klappe, weil ich sonst vor Neid auf ein C11 platze ?

Gruß
Christian
 
BITTE keine EQ 6 für den mobilen Einsatz... Dein Rücken und deine Laune werden es dir danken.
 
Hallo!
Die GEM45 (ich habe keine Ahnung, sondern lese auch nur die Zahlen) ist da viel einfacher rein vom Gewicht her. Auch wenn es mir komisch vorkommt, auf eine 7,2 KG Montierung ein 12+ KG Teleskop zu setzen. Aber das scheint ja gut zu gehen! Die EQ6-AZ ist doppelt so schwer. Wenn ich mir vorstelle mit 15 KG Achsenkreuz, knapp 8 KG Stativ und 5+ KG Zuberhör durch die Gegend zu latschen und dann noch mehrfach, weil man bestimmt nicht alles gleichzeitig tragen kann... stell ich das alles doch lieber im Garten auf ;) Aber das denke ich auch beim C11.
Genauso ist es. Dasselbe gilt für das oben gepriesene gabelmontierte C11 (CPC 1100). Das wiegt auf seiner Gabel etwas über 30kg. Für die Bandscheiben ist die Kombination C11 mit iOptron auf alle Fälle besser...

Grüße
Maximilian
 
Ich danke euch für eure Tipps und Anregungen. Ich denke die EQ6 wäre nichts für mich, ich schwanke eher zwischen der gm8 (rein mechanisch, nach dem Tipp von Christian U) oder wenn dann doch mit Goto, dann die GEW45 mit "besserem" Stativ (Tipp von SimonFas).

Mit euren Informationen werde ich meine Suche jetzt intensivieren.

PS.: Eine (nicht ganz ernst gemeinte) Frage habe ich dann doch noch: Die Gegengewichte für die Montierungen werden teilweise zu "astronomischen" Preisen angeboten. Aber im Grunde ist das doch nur etwas Metall mit einer Bohrung + Gewindebohrung + Arretierschraube? Warum sind die dann so teuer? Oder werden die aus Gold gefertigt um die Preise zu legitimieren?? ;)
 
Hallo!
Oder werden die aus Gold gefertigt um die Preise zu legitimieren??
Nein, aus Osmium, das hat von allen chemischen Elementen die größte Dichte. Dann nehmen sie nicht so viel Platz weg... :p

Aber Du hast natürlich recht, die Preise sind der reinste Nepp. Offenbar versuchen die Hersteller mit solchen Zubehörteilen den Gewinn einzufahren, den sie aus Marketinggründen mit dem eigentlichen Produkt nicht machen können. So wie Autohersteller auch.
Ein 20kg Gegengewicht für eine Montierung von 10 Micron kostet bei einem Deutschen Händler 326,24€ (wie immer man auf so eine krumme Zahl kommen mag). Eine gleich schwere Hantelscheibe aus demselben Rohstoff (Eisen) kostet 25€. Der einzige Unterschied ist die fehlende Gewindebohrung und die Klemmschraube. Zwischen den Preisen ist ein Faktor 13. Respekt! An der Sternwarte verwenden wir übrigens Hantelscheiben. Schliesslich müssen wir die von durchschnittlich 2 Euro Eintrittsgeld pro Besucher bezahlen.

Bei fast allen Herstellern ist aber mindestens ein Gegengewicht im Lieferumfang dabei, das für die meisten Anwendungsfälle ausreicht.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Roman,

Die Gegengewichte für die Montierungen werden teilweise zu "astronomischen" Preisen angeboten.

Ich brauchte für ein größeres GGW mit ca 10Kg. Das habe ich mir von Eike anfertigen lassen. Das war deutlich günstiger als eines von einem Astrohändler. Und hat zudem eine sehr gute Pulverbeschichtung statt dünnem Lack, sogar den Durchmesser konnte ich meinen Anforderungen gemäß aussuchen. Bei größerem Durchmesser ist das GGW nicht so dick und die ganzen Eisenknubbel kommen so näher ans Achskreuz ;)

Grüße Rainer
 
Dasselbe gilt für das oben gepriesene gabelmontierte C11 (CPC 1100). Das wiegt auf seiner Gabel etwas über 30kg. Für die Bandscheiben ist die Kombination C11 mit iOptron auf alle Fälle besser...
Hi!

Nur als Kommentar dazu: Das CPC11 hat den Vorteil, dass es gescheite Tragegriffe hat und sich über den Zapfen auch leichter auf dem Stativ zentrieren lässt als die meisten parallaktischen Montierungen, die eben keine Griffe haben. Es passt noch in einen Fiesta (zumindest in das Modell um 2005 – Montierung + Teleskop in den Kofferraum, Stativ auf die Rückbank) und ist aus dem Kofferraum heraus schnell aufgebaut.

Ich trage lieber das CPC1100 ein paar Meter als eine leichtere, aber weniger griffige CGEM- oder EQ6-Montierung. (Eine Montierung der EQ5/AVX/GP-DX-Klasse ist da wesentlich handlicher.)

Aber: Wie gesagt ein paar Meter, nicht viel weiter. Für größere Strecken (und zur Aufbewahrung) haben wir im Verein so einen JMI Transportkoffer mit geländegängigen Rädern. Der passt dann aber nicht mehr in einen Fiesta-Kofferraum, sondern füllt meinen Focus Kombi ganz gut aus. Wobei ich nicht weiß, wie gut sich der Koffer mit Teleskop ins Auto wuchten lässt, ich hatte glaub nur den Koffer ohne Teleskop transportiert. Dafür ist das CPC1100 das größte Teleskop, das wir im Verein im mobilen Einsatz haben – weil wir keine Montierung der EQ6/CGEM-Klasse tragen wollen. Und im Betrieb macht es Spaß, weil eben das Einnorden entfällt.

Bei den Gegengewichten spielen wohl wie bei den Koffern auch die Transportkosten mit rein - in einem Container belegt ein Koffer viel Platz, und ein Gegengewicht viel Gewicht. Paketversand geht gerne nach Gewicht. Die schon erwähnten Hantelscheiben sind eine Alternative, wenn auch nicht so hübsch verchromt. Und ansonsten kostet alles, wo Astro drauf steht, halt etwas mehr:-)

Noch ein Wort zur Montierung: Meiner Meinung nach lohnt sich eine parallaktische Montierung und der Aufwand zum Einnorden nur, wenn du mindestens einen Nachführmotor hast. Die Hersteller motorisieren bei vernünftigen Montierung dann gleich beide Achsen, und für den Hersteller ist der Aufpreis von einer einfachen Handsteuerung zum Goto-Handcontroller, der baugleich bei allen anderen Montierungen auch zum Einsatz kommt, nicht mehr viel. Der Endkundenpreis ist was anderes... Wenn eh keine Motorisierung geplant ist, ist ein einfaches Achsenkreuz a la Giro- oder Ayo-Montierung auch eine Option. Falls es parallaktisch sein soll, kann man sich eine Polhöhenwiege für seinen Breitengrad bauen (lassen) und muss dann nur noch in einer Richtung nachschubsen. Wir hatten mal einen 10"-Schmidt-Newton auf einer azimutalen Giro-III, ging ganz gut.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

ich habe mich jetzt endlich entschieden. Puh... Und es wird doch kein C11, sondern ein Gitterrohrdobson. Ich habe mich nach euren guten Ideen und Anmerkungen etwas gezielter mit dem Thema beschäftigt und bin dann doch beim Dobson gelandet. Es wird ein 12", der mobil und leicht ist. Da ich nie fotografieren wollte, ist das wohl für mich die beste Lösung. Die Bestellung ist auch schon raus und die Anzahlung wurde überwiesen. Jetzt nur noch 3 Wochen lang die Vorfreude "genießen". ;)

Ich danke euch für eure Hilfe. Es war genau richtig, sich hier anzumelden, um eure Erfahrung "zu nutzen".

Glückauf, Roman

PS.: Besonderen Dank @ Ronald_Stenzel für deinen Tipp. Der war goldwert! Sonst hätte ich mich mit den Gitterrohrdobsons wohl nie wirklich beschäftigt....oder sogar zu spät ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Mein Selbstbau (bauen lassen) 12.5" Dobson ist demontiert etwa 46x46x58cm.
...
So gross ist fast mein 20"/500mm Dobson. ;)
Eigentlich sogar deutlich niedriger aber etwas quadratischer.
Und dann halt noch die Stangen. Die sind etwas länger.

ich habe mich jetzt endlich entschieden. Puh... Und es wird doch kein C11, sondern ein Gitterrohrdobson. Ich habe mich nach euren guten Ideen und Anmerkungen etwas gezielter mit dem Thema beschäftigt und bin dann doch beim Dobson gelandet. Es wird ein 12", der mobil und leicht ist. Da ich nie fotografieren wollte, ist das wohl für mich die beste Lösung. Die Bestellung ist auch schon raus und die Anzahlung wurde überwiesen. Jetzt nur noch 3 Wochen lang die Vorfreude "genießen". ;)
Also bei deinen Anforderungen passt ein Gitterrohrdobson sehr gut. Ich hätte das von Anfang an vorgeschlagen.
Wenn visuell ohne GoTo im Vordergrund steht ist das unschlagbar. GoTo kann man visuell auch durch die Starsense App ersetzen/ergänzen, ist visuell fast der gleiche Komfort.
PushTo habe ich sogar auch an meinem 20 Zöller. Bin aber nicht mehr so davon im Vergleich zum Starsense überzeugt.

Warum hast du nicht gleich einen 16 Zöller, zB von Taurus genommen? Duck und weg. ;)

Gruß
Peter
 
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Warum hast du nicht gleich einen 16 Zöller, zB von Taurus genommen? Duck und weg. ;)

Ein 16"er wäre natürlich super, aber meine Finanzministerin hat kein höheres Budget „genehmigt“. ;) Außerdem muss das Teleskop noch schön leicht sein und in den Kofferraum passen. In Bochum ist nämlich die Lichtverschmutzung enorm, da muss man mobil bleiben und somit Kompromisse eingehen.

Gruß, Roman
 
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