Vorstellung und Beratung gesucht (hauptsächlich Fotografie)

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Die 600D ist APS-C. Habe extra darauf geachtet.
 
Ich kenne nicht alle Komponenten aber wenn man den Angaben des Händlers glauben darf müsste APS-C vom Setup her passen. Die Abschattung sieht auf dem Bild ja auch nicht nach Vignettierung aus und bei längeren BZ tritt sie nicht auf. Kannst ja vielleicht noch ein paarmal auf-/abbauen und Testfotos schiessen. Wenn die Abschattung bei längeren BZ tatsächlich nicht auftritt, dann.. :whistle::coffee:
 
Immer noch warte ich auf eine Möglichkeit für das First Light, aber Petrus ist irgendwie nicht auf meiner Seite :(

Dafür hatte ich in der Zwischenzeit die Möglichkeit der Abschattung weiter auf den Grund zu gehen und habe eine Versuchsreihe gemacht.

Im Endergebnis habe ich herausgefunden, dass das Auslösen bzw. das Aufnehmen des Fotos aus dem Live View heraus die Abschattung erzeugt. Ohne Live View kann ich auch mit 1/4000s belichten und es gibt keine Abschattung.

Aus dem Live View heraus fotografiert ist ca. 1/1000s Belichtungszeit die Grenzbelichtungszeit. Kürzer belichtet führt zur Abschattung an der unteren Sensorkante.
Die Abschattung ist unabhängig vom ISO.

1/1000s ISO 400- aus dem Live View:
1-1000 ISO 400.jpg


1/2000s ISO 800 - aus dem Live View:
1-2000 ISO 800.jpg


1/2000s ISO 400 - aus dem Live View:
1-2000 ISO 400.jpg


1/4000s - ISO 1600 - aus dem Live View:
1-4000 ISO 1600.jpg


1/4000s - ISO 1600 - ohne Live View:
1-4000 ISO 1600 no Liveview.jpg


Drehe ich die Kamera um 90° so ist die Abschattung eben an der unteren horizontalen Bildkante.

Für die Astrofotografier - abgesehen von Sonne und ggf. Mond - kann auch mit Live View die Belichtungszeit ausreichend lang gewählt werden, um keine Abschattung zu bekommen. Trotzdem finde ich es interessant. Bisher sind wir dem Phänomen ja noch nicht näher auf die Schliche gekommen.
 
Aber wenn er nicht ganz nach oben geklappt wäre, dann müsste man doch die Abschattung bei allen Belichtungszeiten sehen und nicht nur bei den extrem kurzen, oder?
 
Salve

Ich bin weit davon entfernt ein Canon oder sonst ein Kameraspezialist zu sein. Aber ich stell mir das so vor:
der Spiegel klappt erst ganz hoch, beginnt dann aber langsam wieder runterzuhängen.
Im Live-Mode würde sich das zeigen, und wenn du „normal“ auslöst, wäre der Spiegel noch weit genug oben. Je länger du belichtest, desto weniger stark wirkt sich offenbar das bisschen „hineinhängen“ aus... nur so eine Wilde Theorie eines Leihen...

CS
Sener
 
Ungeachtet des Abschattungsphänomens - welches für die für mich relevanten Belichtungszeiten keine Auswirkung hat - habe ich während des Wartens auf das echte First Light mehrfach das Auf- und Abbauen geübt.

Während einer kurzen Wolkenlücke von gerade mal 1,5h konnte ich das auch schon im Feld üben und auch das erste mal in meinem Leben eine richtige Polausrichtung mit einem Polsucherfernrohr probieren. Prompt habe ich natürlich den falschen "Polarstern" erwischt, weil ich mich auf den Handykompass verlassen habe, welcher mal glatt gute 30° im Azimut daneben lag :ROFLMAO: Ich guckte danach zum Himmel hinauf und da kam das Kopfkratzen. Wenn da links der große Wagen ist, warum guckt das Teleskop dann in eine komplett andere Richtung?! ****** Handy dachte ich mir und legte es zur Seite.

Nach Korrektur des Azimuts ohne Handy hat es dann geklappt. Bis die Wolkendecke geschlossen war konnte ich nur ein 30s Testfoto eines zufällig gewählten Sternes mit und ohne Nachführung testen. Einmal mit Strich, einmal ohne Strich - welch Wunder ;) Für mich aber ein toller Moment, da ich noch nie zuvor eine motorisierte Nachführung oder ein Polsucherfernrohr benutzt habe.

Ebenfalls üben konnte ich den Umgang mit der Bahtinov-Maske und habe auch das natürlich auf Anhieb falsch gemacht, weil ich es an Jupiter versuchte. Ich wunderte mich warum ich nur einen hellen Matschfleck sehe und keine zu erwartenden Strahlen. eine kurze Googlelei ergab, dass ich einen wesentlich dunkleren Stern brauche. Siehe da: Mit einem dunkleren hat es wunderbar geklappt :) Auch wenn ich eine etwas deutlichere Darstellung der drei Strahlen um das Zentrum erwartet hatte. Ich werde es noch diverse Male versuchen.

Der Umgang mit dem Teleskop in der Dunkelheit will auf jeden Fall geübt sein! Nachdem ich schön mit der Bahtinov Maske den Fokus einstellte, um dann meine Motor-An-Aus Testfotos zu machen habe ich statt der Declinationsschraube natürlich die Fokusschraube erwischt und munter gedreht. Ein weiterer Face-Palm Moment :ROFLMAO: Nach einem kurzen Lacher über die eigene Doofheit wurde erneut fokussiert und dann eben das Strichfoto gemacht.


IMG_20200813.jpg


Alles zusammen passt in eine längliche Tragetasche, dazu noch die Kameratasche. Auch das Stativ ist in der blauen Tasche:
IMG_20200817_323.jpg


Vom "First Light" gibt es nur ein verwackeltes Kartoffelkamerafoto:
IMG_20200817_220101.jpg


Ich habe auch mal alle Einzelgewichte der Ausrüstung gemessen:

EOS 600D mit Akku: 570g
Flattener: 233g
Rotpunktsucher SkySurfer 3 mit Sucherschuhfuß: 114g
EOS-Bajonett Adapter: 40g
TS 60/360mm APO mit Sucherschuh: 1.394g (abgeschraubter Okular-Klemmadapter, damit der Flattener eingeschraubt werden kann. Also wahres Betriebsgewicht. Auch ohne Schutzkappen)
Es fehlt noch die Heizmanschette. Diese kommt erst Ende August.

Im betriebsbereiten Zustand wiegt damit alles zusammen 2.351g.
Verwende ich noch eine Arcascwiss Klemmplatte mit Schiene auf der Declinationsachse, so kommen noch mal 87g + 97g hinzu.
In Summe dann 2.535g gesamt (ohne Heizmanschette und ohne Kabel des Timer-Auslösers).

Es ist also alles zusammen wunderbar im Gewichtslimit des Star Adventureres von angegebenen 5kg.

Ich habe aber festgestellt, dass das vorhandene Neweer Carbonstativ mit einer angegeben Traglast von 12kg völlig ungeeignet ist. Der ganze Aufbau wackelt wie bei einem Erdbeeben. Heute kommt noch ein Berlebach Holzstativ (UNI 4) mit Doppelklemmung und dann sollte das Stativproblem auch gelöst sein!

Ich freue mich schon sehr auf das erste wirkliche First Light.

Gruß,
Moritz
 
Zuletzt bearbeitet:
So, das Berlebach UNI 4 kam auch heute und wurde natürlich prompt via Testaufbau getestet.
Der Unterschied zum Neweer Carbon Stativ ist wie Tag und Nacht, ich konnte es fast nicht glauben.

Das Stativ ist wirklich das A und O. Irre! Nun kann ich am Fokus drehen, Dec und Ra verstellen wie ich lustig bin und es wackelt so gut wie nichts im Live View. Richtig angenehm.

Ich kann nur jedem, der sich solche Fragen stellt und das hier lesen sollte, wärmstens ans Herz legen beim Stativ auf keinen Fall zu sparen und das stabilste zu nehmen, was man bereit ist auszugeben.

Leider passt es nicht in meine fesche blaue Tasche, aber das ist halb so wild :)
 
Hurra!

Gestern war es endlich so weit und es gab mein First Light mit dieser Ausrüstung. Es war ein absolut großartiger Abend!
IMG_20200823_210352.jpg


- Das erste Mal in meiner Astrokarriere wirklich eingenordet mit Polsucherfernrohr (mit der Intention es zu nutzen) und auf Anhieb den richtigen Stern erwischt :)
- Das erste Mal mit einer Bahtinov-Maske wirklich fokussiert
- Das erste Mal Star Hopping zu M31 gemacht
- Das erste Mal mit einer Nachführung "gearbeitet"

Festgestellt habe ich:
- 16 Grad sind schweine kalt, wenn man so lange da rumsitzt :) Nächstes mal Schal und Jacke und dicke Socken. Ich brauche eine Winterausrüstung!
- Die Einnordung ist wirklich sehr delikat. Auch wenn man der Meinung ist Polaris nahezu 1:1 wie in der App dargestellt auf den Kreis gebracht zu haben, so liegt man trotzdem daneben.
So sah die Region um Arktur nach meiner "Ureinnordung" und 60s Belichtungszeit aus:
1598266363632.png


So nach einer Korrektur der Einnordung, ebenfalls 60s:
1598266415894.png

Immerhin eine kleine Verbesserung :)


Beim Einnorden zeigte mein Apo nach Westen. Ich konnte dann ca. 45s zufriedenstellen belichten, ohne großartige Striche der Sterne zu behalten.

Region Arktur mit 45s Belichtungszeit:
1598266480745.png


Als ich den Apo dann nach Osten gerichtet habe, um M31 zu jagen habe ich festgestellt, dass ich nur noch 30s zufreidenstellend belichten konnte. Mein Balancing war also scheinbar nicht gut. Wird beim nächsten Mal berücksichtigt.

Nach diversen Wolkenzügen (die ich für die darks genutzt habe) und einem ganz schönen "Rumgeeiere" M31 wirklich ins Zentrum des Bildausschnitts zu bekommen (es lief ungefähr so ab: Ok, in welche Richtung muss ich jetzt welchen Knopf drehen, damit das Bild "nach unten" wandert. Ich probier mal das. Nein, das war es nicht, also anders rum) konnte ich trotzdem noch 30 Stk. 30s subs machen. 22 davon konnte ich verwenden und das Ergebnis mit 30 darks sieht so aus:
M31 - 30s sub ISO 1600 f6 22 lights 30 darks_remove light pol. mittel.jpg


Mein aller erstes Astrofoto! Meine aller erste Bildbearbeitung am Computer!
22x 30s light, 30x 30s dark, gestacked mit Sequator und "Remove light pollution mittel". Anschließend in Photoshop bearbeitet ohne zu wissen, was ich da genau tue. Ich hab einfach nur einzelne Schritte aus einem Youtube-Tutorial von Daniel Nimmervoll nachgemacht :)

Ich bin ausgesprochen zufrieden und warte sehnsüchtig auf die nächste klare Nacht.

Gruß,
Moritz
 
Hallo Moritz,

gratuliere zum ersten absolut gelungen Astrofoto! Bin selbst erst seit Februar diesen Jahres dabei und weiß noch sehr genau wie sich dieses "erste" Mal anfüllt.

Und wenn man bedenkt wie viele Hürden du in dieser ersten Nacht nehmen musstest, Hut ab!
Wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

P.S. Warte erstmal die ersten Nächte mit minus Temperaturen ab, dann weißt du was kalt ist :) Gibt übrigens Wärmepflaster für die Füße, kann ich empfehlen.

Gruß
Andreas
 
Hallo,

na, das sieht doch sehr gut aus! Und die Entscheidung für ein ordentliches Stativ von Berlebach hat sich ausgezahlt - das hättest Du mit dem Carbon-Leichtgewicht sicher so nicht hinbekommen.
So - und der nächste Test dann h und chi im Perseus, Nordamerikanebel im Schwan und später (im Winter) im Orion M42/43 und der Gürtel mit Pferdekopfnebel :)
 
Oh Gott, ja. Schon bei den Test- und Übungsaufbauten habe ich ja gemerkt, dass da Welten, wenn nicht Kontinente zwischen den Stativen liegen. Absolut die richtige Entscheidung und ich würde es jedem Anderen auch empfehlen.

Auf die alten Hasen hören hat sich bisher immer ausgezahlt!

Die Ziele-Liste ist gewaltig lang und das steht alles drauf :) Plejaden bin ich auch scharf drauf

Liebe Grüße,
Moritz
 
Aha! Moin!

Sehr gut, das wird. Und das Fokussieren mit Bahtinov hat nun auch funktioniert. :y:

CS!!
Okke
 
A propos Bahtinov. Ich habe kürzlich das hier entdeckt:

Bildschirmfoto 2020-08-24 um 15.05.56.png


Ob das auch etwas taugt?

Laut Anbieter bietet die Plexiglascheibe, welche in einen 100x100 mm Filterhalter passt, den Vorteil, dass nicht mehr so viel Licht geschluckt wird, wie bei den herkömmlichen Masken. Im Liveview und selbst bei niedriger Brennweite soll das zuverlässig funktionieren.

Ich habe mal eine bestellt, denn ich bin neugierig ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mathias, das sieht sehr interessant aus.
Ich bitte um einen Bericht, sobald Du diese Maske getestet hast. Danke :)

Gruß,
Moritz
 
Ich hab eine Frage zu Flecken auf Bildern.
Am vergangenen Wochenende war ich wieder draußen und habe weiter M31 Fotografiert. Dank besserer Polausrichtung konnte ich auf gute 50s Belichtungszeit für die lights heraufgehen (im Gegensatz zu meinem ersten Versuch von M31, bei welchem ich nur 30s Belichtungszeit realisieren konnte).

Bei der EBV habe ich nun festgestellt, dass ich vier Flecken auf den neuen Aufnahmen habe:
1599122880392.png

Das obere Bild kommt direkt aus Sequator. Auf den Einzelaufnahmen kann ich nichts erkennen.
Bei meinem Setup hat sich gegenüber dem ersten Versuch rein gar nichts verändert. Selbe Kamera, selbes Teleskop, selber Flattener. Einzig die Belichtungszeit hat sich deutlich erhöht.
Ich habe wieder nur Darks abgezogen, keine Flats und keine Bias (damit beschäftige ich mich erst etwas später). Mit dem Stempel-Tool von Photoshop konnte ich diese Flecken zwar gut kaschieren, aber ich würde trotzdem gerne wissen, wo sie her kommen.

Gestern Abend habe ich noch ein paar weitere Testfotos gemacht, ohne Nachführung, einfach in den Himmel gehalten. Selbe Einstellungen wie für M31 im 2. Versuch und habe auch dort Flecken bekommen - allerdings ist einer davon scheinbar "verrutscht":
1599123067460.png


Ich gehe mit meinem bisher mangelnden Wissen davon aus, dass es sich um Vignettierungseffekte handelt und mit Flats zu beheben sind.

Mir stellt sich nur die Frage: Warum sehe ich das erst jetzt und nicht bei meinem ersten Versuch? Zeigen sich Vignettierungsffekte erst ab einer bestimmten Belichtungszeit?

Gruß und danke,
Moritz
 
Hallo werte Astrokameraden,

ich benötige mal wieder Eure Hilfe und Eure Expertise, da ich an die Grenzen meines Verständnisses und Wissens komme.

Ich versuche meine Belichtungszeit mit dem Setup auf dem Staradventurer zu verbessern. Die meisten meiner Aufnahmen habe ich im Bereich 30s - 45s gemacht, allerdings würde ich das gerne verbessern und bin so mal systematisch an die Polausrichtung herangegangen.

Als erstes habe ich herausgefunden, dass ich die 0-6 Markerungen auf der Skalentafel des Polsuchers über Datums- und Zeitskala am Staradventurer verlässlich und reproduzierbar vertikal stellen kann. Das war vorher immer nur ein Augenmaß und unterlag sicher einer großen Schwankung.
Bei der Session gestern Abend dann habe ich ausschließlich die Polausrichtung gemacht und danach Testfotos in verschiedenen Konfigurationen mit verschiedenen Belichtungszeiten um das Ganze zu untersuchen.

Für das Einnorden im Polsucher habe ich mir richtig viel Zeit genommen und es so gut gemacht, wie ich es für möglich erachte. Besser geht es visuell nicht - denke ich.
Das Ganze war ein absoluter Krampf und hat beinahe 2h gedauert. Dazu schreibe ich unten noch etwas, denn das kann nicht sein.

Im angefügten Foto hier seht Ihr nun die Ergebnisse der Tests von gestern Abend. Kontrollstern war Vega. Belichtet wurde mit 60s, 120s, 180s und 300s. Die Kamera habe ich so gedreht, dass die RA Achse im Bild nahezu senkrecht verläuft (nicht 100%, aber sagen wir 98% - daher die leichte Schiefstellung).

Nochmal kurz zur Erinnerung die Ausrüstung:
TS 60/360mm Refraktor
Canon EOS 600D (APS-C; 4,3µm Sensor; unmodifiziert)
Star Adventurer
Berlebach Stativ
Kein Guiding
Gewicht Ausrüstung: 2,5kg (exkl. Gegenwicht natürlich, also nur das relevante Gewicht).
Stativ voll im Wasser

Das Setup war wunderbar austariert (in RA und DEC). Ich habe diverse Versuche gemacht: Austariert, leichtes Übergewicht auf Gegenwichtsseite, leichtes Übergewicht auf Teleskopseite), aber das Ergebnis war immer ungefähr das Selbe:

Übersicht.jpg

Diese Striche sind auf dem gesamten Bild und immer nahezu gleich lang, egal ob Bildmitte oder Bildrand, ob oben oder unten.

Einen Fehler in DEC kann ich nicht sehen, ansonsten würde ich wesentlich diagonalere Striche erwarten.
Bei 60s ist die Strichspur des Sternes neben Vega ca. 11px lang.
Bei 120s ist die Strichspur des Sternes neben Vega ca. 15-16px lang.
Bei 180s ist die Strichspur des Sternes neben Vega ca. 20-21px lang.
Bei 300s ist die Strichspur des Sternes neben Vega ca. 30-31px lang.
Mit dem Abbildungsmaßstabsrechner von 13parsec.de komme ich so auf Strichlängen von 27,06", 36,9", 49,2" und 73,8"
(Sofern diese Angabe überhaupt irgendwie hilfreich ist... Mir sagt es leider irgendwie nicht besonders viel).

Dann noch das Bild "180s Vega #2": Man sieht, dass die Strichspuren mit einem Punkt beginnen, dann folgt ein schmalerer Strich und dann endet es wieder mit einem Punkt. Was ist denn da passiert? Dies kam bei einigen Aufnahmen zu stande. Was bedeutet das?

Mir fehlt ein wenig der Maßstab:

Ist das gut? Ist das schlecht? Was ist mein Problem? Ist es die Einnordnung? Ist es der Star Adventurer, also bin ich einfach an der Grenze des Gerätes? Wie kann ich das verbessern? Guiding will ich erstmal nicht. Oder ist das ein Muss bei 360mm Brennweite und APS-C auf dem Star Adventurer, weil ohne Guiding einfach von der Mechanik des Gerätes her nicht mehr geht? Allerdings muss ich da auch sagen, dass ich den Fehler wohl weniger bei der Hardware des SA sehe, sondern eher bei meinem Handwerk.

Wenn es die Einnordnung ist weiß ich aber beim besten Willen nicht, wie ich das besser machen soll als gestern Abend. Polaris war exakt an der Stelle, wie es die App sagte. Jedenfalls so exakt wie es halt geht. Er tanzt ja immer ein wenig auf dem Ziffernblatt, je nach dem wie man reinschaut. Aber ich würde behaupten, dass ich ihn auf +-5min entlang des Umfangs korrekt eingestellt habe und er war auf dem mittleren Kreis (2020) auf dem Ziffernblatt.
Über die gesamte Session hinweg habe ich immer wieder Polaris kontrolliert und er bliebt stehts auf dem mittleren Kreis, so wie zu Beginn eingestellt.
Eingenordet wird übrigens nachdem die gesamte Ausrüstung aufgebaut und austariert ist. Eine Verstellung durch Hinzugabe von Gewicht nach der Einnordung ist auszuschließen. Außerdem bleibt Polaris auf dem Kreis.

Würde mir eine elektronische Polausrichtung á la Polemaster/ iPolar etwas bringen?
Mein Gegenwicht ist fast am Ende der Stange, da es eben nur 1kg wiegt und die Ausrüstung 2,5kg. Würde es etwas bringen mit 2 Gewichten oder einem schwereren näher an die RA Achse heranzugehen?

So viel zum Thema 1 mit der Belichtungszeit und den Strichspuren.


Nun zu meinen Schwierigkeiten mit der Benutzung des Polsuchers. Das war ein absoluter Krampf.
Ich habe einen 90° Winkeleinblick der 2,5x vergrößern kann. Benutze ich diesen auf 1x oder lasse ihn weg, dann ist das Ziffernblatt so klein, dass ich Polaris eben nicht +-5min auf dem Umfang positionieren kann und auch nicht auf dem mittleren Kreis für 2020.
Auf 2,5x jedoch ist die Polsucherbeleuchtung viel zu schwach. Ich kann das Ziffernblatt nur als schwarzen Schatten erkennen, aber ablesen ist ausgeschlossen.
Habe dann mit einer roten Lampe versucht hineinzuleuchten, auch das war ein totaler Krampf. Entweder war das Ziffernblatt nicht sichtbar, oder völlig überbelichtet, sodass ich dieses zwar sehen konnte, aber Polaris nicht mehr oder aber es war alles einfach nur total unscharf und verwaschen.
Es war grausam eine Position zu finden für die Lampe, sodass ich sowohl das Ziffernblatt scharf sehen, ablesen und Polaris sehen konnte.

Mir fehlt auch hier ein Vergleich. Ist mein Winkeleinblick defekt? Ist es normal, dass bei 2,5x Vergrößerung die Polsucherbeleuchtung viel zu schwach ist?

Am Tage gegen eine Hauswand bspw. ist mit 1x ohne Winkeleinblick und auch mit 1x und 2,5x mit dem Winkeleinblick alles knackscharf zu erkennen: Ziffernblatt und Hauswand. Im Dunklen jedoch keine Chance. Was mache ich falsch?

Liebe Grüße und danke an Euch,
Moritz
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Moritz,

Ich denke, das sind Nachführungsprobleme. Die Sternspuren gehen fast linear mit der Belichtungszeit mit. Von daher -> Einnordung nicht optimal.

Ich hatte das selbst mal. Jedoch mit dem Skyguider Pro. Leider kenn ich das Polsucherfernrohr vom SA nicht und kann dir hier keine Tipps geben.

Bleib dran, das wird schon. Ich hab auf einem Skyguider mit der Redcat 120s Belichtungen gemacht. Ohne Guiding. Allerdings ist der Polsucher vom Skyguider saugut. Der erleichtert einiges.

IPolar bzw. Polemaster würde was bringen, aber dann brauchst nen Rechner, was wieder Komplexität mit sich bringt.

Grüße
Christian
 
Die Flecken, ich seh sie kaum ;-), sind evtl etwas Dreck auf ner optischen Fläche, evtl Flattener/Reducer (hab jetzt Deinen Aufbau nicht so genau im Kopf). Das geht mit Flats weg. Die Flats mußt Du aber mit genau dem selben Aufbau machen. Ich mach das normalerweise grob so: Aufbauen, Scharfstellen, Flats, Schwenk zum Objekt der Begierde. Vor dem Zusammenbau blase ich die Optiken immer nochmal mit dem Blasebalg ab.
 
Hallo Chris und Jürgen, danke für Eure Antworten.

@ChrisHa
Ich denke auch, dass es Nachführungsprobleme sind.
Müsste man bei nicht ausreichend genauer Einnordung eine eher diagonale Bewegung als Strich sehen? Also auch mit DEC-Anteile?
Meine Striche sehen mir nach so gut wie ausschließlich RA-Strichen aus, was nach meinem Verständnis dann nicht auf eine unzureichende Einnordung schließen lässt oder irre ich mich?

Die Einnordung bekomme ich reproduzierbar nicht besser hin. Ggf. würde ich sie durch Zufall beim nächsten oder übernächsten oder wann auch immer-mal besser hinbekommen, aber ich suche ja eigentlich nach einer reproduzierbaren Möglichkeit.

Ich habe irgendwie die Vermutung, dass der Star Adventurer zu langsam oder zu schnell in RA trackt. Dazu habe ich mal eine Zahl auf dem dem Datumskreis mit der 0 auf dem Stundenkreis in der RA deckungsgleich gebracht und dann verschiedene Tests mit 12x Trackingspeed durchgeführt.
Ich komme auf eine Abweichung von irgendwas zwischen 2,5 und 5 Minuten pro Stunde. Nach 10 min Realzeit mit 12x Geschwindigkeit hätte ich ein Wandern des Datumskreises um 2h erwartet. Defacto waren es 1h50min (+-, da die Skala am Adventurer nicht fein genug auflöst). Bei erwarteten 4h auf dem Stundenkreis waren es nur 3h45min. Das spricht für mich für eine zu langsame Drehung.
Der siderale Tag ist ja 23h56m lang. Ergo wäre eine Abweichung von 0,166 Minuten oder 10s auf der Skala am Adventurer korrekt gewesen. Das hätte man aufgrund der Skalenauflösung nicht gesehen.

Ich dachte zuerst an ein Problem mit 1,2V Akkus statt 1,5V Batterien, aber der Versuch mit Powerbank brachte die selben Abweichungen wie mit 1,2V Akkus.

Könnte es sein, dass das Schneckenspiel zu straff ist und somit den Adventurer bremst?
Eine zu langsame Nachführung würde ebenfalls längere Striche mit längerer Belichtungszeit erklären. Sofern der Fehler konstant ist ebenfalls linear.

Irgendwie möchte ich aber kein Geld in die Hand nehmen, um bspw. einen Polemaster oder iPolar zu kaufen, wenn es nicht an der Einnordung liegt, sondern an der Nachführgeschwindigkeit. Dann brächte mir die Einnordungshilfe auch keine Besserung :(

@JürgenN
Ja, die Flecken waren in der Tat Staubkörner und Mini-Flusen auf der Optik. Nach dem wegpusten waren die Flecken auch weg. Flattener wird eingesetzt :)
 
Moin Moritz,
mit meinem Staradventurer hatte ich zeitweise starke Probleme mit der Nachführung. Trotz halbwegs vernünftiger Einordnung starke Strichspuren bei moderater Bel.-Zeit von 45 Sekunden mit 150 mm Brennweite.
Dachte auch erst an unzureichende Stromversorgung, das war's aber nicht. Bei mir war es so, dass die Montierung offensichtlich zu schnell lief, was gut daran zu erkennen war, dass am Ende der Session die Optik in einen Bereich zielte, der deutlich westlicher lag als das Zielobjekt. Das fatale dabei war, dass sie aber erst nach 25 Minuten Laufzeit mit der offensichtlichen Beschleunigung begann.

Habe dann auch das Scheckenspiel mehrfach verstellt. Lief dann wieder mehr oder weniger zuverlässig, aber nicht immer. Plötzlich war das Problem wieder da.

Ich habe die SA dann mal aufgeschraubt und einfach mal laufen lassen. Ohne Grund war zu sehen, wie sie auf einmal deutlich schneller lief.o_O
Ich habe sie wieder zugemacht, vielleicht noch mal das Schneckenspiel eingestellt - weiß nicht mehr genau - und seitdem, dreimal auf Holz klopf, läuft sie seit einem dreiviertel Jahr so wie sie soll.

Ist halt rätselhaft, kann ja sein, dass die Elektronik gesponnen hat und auf andere als die gewünschte Geschwindigkeit geschaltet hat.

Wie du siehst, bist du nicht allein und ich hoffe. dass du dein Problem gelöst bekommst.

lg
Wolfgang
 
sorry, 432mm BW auf einem Staradventurer ist Nonsens! Zumindest wenn dein Schwerpunkt Astrofotografie werden soll

Staradventurer und 432 mm Brennweite? Großer Gott, das funktioniert nur in der Werbung. :eek: In der Realität schaut das so aus:

Ich klinke mich an der Stelle als bekennender Star-Adventurer-Überlaster mal ein ;) Alle der verlinkten Bilder sind nämlich auf einem geguideten Star Adventurer und einem TS 432/72 entstanden, das aufwändigste was ich je damit gemacht habe war M33 hier: https://www.astrobin.com/full/pv27ke/0/
Mein Favourite war aber M42 mit einer selbstmodifizierten D3200: https://www.astrobin.com/nfhweu/E/ Und da war ich noch relativ unerfahren, das war auch mein erstes Astrofoto-Setup! Nichtsdestotrotz finde ich, dass der 360/60er besser passt! Aber ich fürchte um das guiden wirst du über kurz oder lang nicht herumkommen (siehe Erklärung unten)

Es geht aber schon einiges mit dem Kleinen! Ich sammel jetzt einfach mal die Tips, die ich anhand meiner Erfahrung geben kann:
  1. Für Stabilität sorgen: die Polhöhenfeststellung immer gut anziehen; auch die Schrauben mit den Teflonscheiben an der basis regelmäßig auf festen Sitz überprüfen, diese lösen sich mit der Zeit. ausreichend tragfähiges Stativ verwenden.
  2. Einnorden: Auf genaue Zentrierung des Polsucherfernrohrs achten. Ich habe immer mit der App Polar Sope align gearbeitet und optisch eingenordet. Einnordung ist aber bei dir ziemlich gut, wenn deine Beispielbilder oben angucke.
  3. Guiding: Ab ca. 200mm Brennweite braucht man meiner Meinung nach Guiding, da der Schneckenfehler beim Star Adventurer nun mal eklatant ist ( typischerweise +-40 Bogensekunden über 10 min Periode) das ist auch das, was du in deinen Bildern siehst:
  4. Dann noch das Bild "180s Vega #2": Man sieht, dass die Strichspuren mit einem Punkt beginnen, dann folgt ein schmalerer Strich und dann endet es wieder mit einem Punkt. Was ist denn da passiert? Dies kam bei einigen Aufnahmen zu stande. Was bedeutet das?
    Die Punkte sind immer dann, wenn die Montierung auf ainem Scheitelpunkt oder einer flachen Stelle der Fehlerkurve "verharrt", die Striche wenn sie über eine der steilen Flanken "wandert" das kommt auch mit dem Gesamtfehler von 73" über 300s ganz gut hin, wenn du einmal fast von Spitze zu Spitze wanderst. Hier mal eine Beispielhafte Fehlerkurve von Star-watcher.ch (sehr gute Quelle für den Star Adventurer!)[IMG width="260px"]https://www.star-watcher.ch/wp-cont..._33-Microsoft-Excel-pe1.csv-640x315.png[/IMG]
  5. Guidescope als Gegengewicht: Da man den Star Adventurer nur in RA guiden kann, kann man das guidescope auch auf der Gegengewichtseite der Schiene anbringen, und es dann grob in dieselbe Richtung wie das Teleskop drehen. Funktioniert einwandfrei! Ich habe mir eine zweite L-Schiene zugelegt und nutze den DEC-Rotationsteil für das guidescope: Das spart natürlich ein halbes Kilo Nutzlast und man bekommt ein gratis-Gegengewicht ;) Anbei ein Bild meines setups ohne Kabel:
  6. 1635274760514.jpeg



  7. Ausbalancieren: Da sich vor allem die DEC-Achse nur dehr unfrei dreht, habe ich immer lieber separat ausbalanciert, sprich das Teleskop so wie es nachher auf der Montierung steckt auf eine schmale Kante gelegt, den Kipppunkt gesucht und markiert und diesen nachher mittig in der Klemme positioniert.
Ist das gut? Ist das schlecht? Was ist mein Problem? Ist es die Einnordnung? Ist es der Star Adventurer, also bin ich einfach an der Grenze des Gerätes? Wie kann ich das verbessern? Guiding will ich erstmal nicht. Oder ist das ein Muss bei 360mm Brennweite und APS-C auf dem Star Adventurer, weil ohne Guiding einfach von der Mechanik des Gerätes her nicht mehr geht? Allerdings muss ich da auch sagen, dass ich den Fehler wohl weniger bei der Hardware des SA sehe, sondern eher bei meinem Handwerk.
Also nach meiner Einschätzung hast du bis jetzt alles richtig gemacht, Fokus sieht scharf aus, Polausrichtung scheint auch zu passen. Allerdings hat die Montierung aber nunmal einen großen Schneckenfehler und ohne guiding hast du einfach nur die Möglichkeiten a) kürzer zu belichten oder b) den Antrieb (Schnecke) hypertunen zu lassen, was vermutlich noch kostspieliger ist als guiding. Früher ging das mal bei Darkframeoptics.com, wurde aber auch aus dem Programm genommen. Ich habe sehr früh mit dem guiden begonnen und das war eine richtige Erleuchtung!

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir viel Erfolg und vor allem ganz viel Spaß!

Liebe Grüße, Marc
 
Hallo Moritz, Wolfgang, Marc und alle anderen StarAdventurer-Benutzer!

Welche Version des SA verwendet ihr?
Meiner ist ein 2i (also das neueste Modell mit WiFi).

Hatte selbiges Problem - egal wie genau auf Polaris ausgerichtet - das Teil machte ab 15 Sekunden Strichspuren.
Verwende eine SpaceCat (wie die RedCat) mit 250mm und eine Canon 60da.

Durch Zufall bin ich draufgekommen, dass bei meinem die Firmware einen "spinner" (bug) hat. Wenn ich einmal in den "App" Modus schalte und dann in den "*" Stern-Modus, dann funktioniert das Teil einfach nicht mehr genau. Die Lösung war (bzw. ist - ich mache das heute noch immer so): Auf Werkseinstellungen zurücksetzen

Das funktioniert bei meinem SA prima. Und geht ganz einfach (solang die Temperatur/Finger noch nicht zu kalt sind):
SA ausschalten
SA auf "App" schalten
Beide Pfeiltasten gleichzeitig drücken (das ist der schwierigste Teil)
Nach ca. 5 Sek. fangen die 2 Tasten schnell zu blinken an -> Reset war OK.
Tasten loslassen, SA ausschalten, SA auf Stern-Modus * schalten. Fertig

Klappt bei meinem Wunderbar.

Hatte Anfangs auch stundenlang meine Routine infrage gestellt, weil es kann ja nicht sein, dass der SA einen Fehler hat - vorher muss es ja an meiner Unwissenheit/Unerfahrenheit liegen. War aber dann doch net so :)

Vorher: 20sek, ganz schlimme Strichspuren
Nachher: 2 Minuten unguidet und schön runde Sterne bis ins Eck

Hoffe, dass hilft euch weiter. Nicht verzagen, der SA ist ein tolles Teil, welches ich nicht mehr missen möchte

(Und Gewichtprobleme hat meiner auch keine. SpaceCat+canon60da+Guidingrohr+Lasersucher+Heizmanschette -> mit Guiding bis jetzt 5Minuten Belichtungen ohne Probleme :) )

LG & CS

Mani
 
Moin Mani,

das klingt ja interessant. Was es alles gibt. o_O

Mein Teil ist ein älteres Modell (schwarze Version). Wüsste aber nicht, wie ich die auf "App" schalten könnte, bzw. wie ich diese auf Werkeinstellungen zurücksetzen könnte. Evtl. an de PC anschließen? Hatte das schon mal vorgehabt, aber ich bin mit dem
Einloggen auf der Starwatcherseite nicht klar gekommen......
Egal, meine funzt ja im Moment anständig.

Auf jeden Fall danke für den Tipp, der für einige hilfreich sein dürfte.

lg
Wolfgang
 
Hallo,

Hallo Hans,
Ich befürchte für die AZ-GTI ist das nichts, oder?
Danke für die Antwort :y:
Nicht wirklich für die AZ-GTI gemacht, aber durch deine Idee ist mir auch eine gekommen. :)
Am Ende der Stange ist bei mir ein M8 Innengewinde für die Sicherungsschraube. Da kann man ja was basteln. Sogar ohne großen Aufwand.
Dazu dann noch sowas:

Verzeiht bitte das Offtopic. Bin schon wieder weg.
 
Hallo an alle,

erst mal vielen Dank für all das tolle und hilfreiche input! Es hat mir ziemlich gut geholfen, die Situation besser einzuschätzen und vorallem eine Art Bezugspunkt oder Vergleich haben zu können.
Stabilität des Setups bei mir ist definitiv gegeben, da verstellt sich nichts über die Zeit bzw. die Polausrichtung verstellt sich nicht im Laufe einer Session, sodass ich daraus ableite, dass ich keine Schrauben an der Wiege lösen oder sich etwas verstellt. Auch ist der Polsucher gut justiert. Am Tage gegen eine Spitze kann ich kein Wandern aus dem Fadenkreuz bei 360° Drehungen erkennen. Das ist in Ordnung bzw. kann auch nicht verbessert werden.

Leider hat weder das Einstellen, verstellen und neujustieren des Schneckenspiels keine Besserung gebracht. Gemäß den Teilkreisen läuft mein SA immer noch zu langsam und immer um den selben Betrag, egal ob mit Akkus, Powerbank oder richtigen Batterien und egal ob das Schneckenspiel strammer oder an der Spiel-Grenze eingestellt ist. Auch ein Aufschrauben und wieder zusammen schrauben und Bewegen der gesamten Motor-Einheit brachte keine Besserung. Ich vermute ein Software- oder Hardwarefehler/ Problem bei der Motorsteuerung.

Ich habe den weißen SA, ohne 2 und ohne i. Ein Firmwareupdate finde ich dafür leider nicht mehr, nur noch für den 2i. Ob man den "mittel-alten" SA auch auf Werkseinstellungen zurücksetzen kann glaube ich nicht, da man außer das Drehrad an der Seite nix machen kann :)

Alles in Allem etwas ernüchternd, dass scheinbar schon ab 60s Belichtungszeit der Schneckenfehler zu Strichen führt.

@MarcAg und Deinem Punkt 4 zu den "Hantelsternen" in meinem Vega#2 Bild. Ich habe herausgefunden, dass ich diese Hantelsterne bekomme, sobald ich etwas Übergewicht nach Osten oder nach Westen gebe (auf die GGW-Seite oder Tubus-Seite). Dann kriege ich die Hantelsterne. Sofern ich alles in Balance habe kriege ich "nur" die Striche. Entspricht auch nicht ganz meinem Erwartungswert, aber gut.

Ich werde nun noch mal an der Polausrichtung feilen und dann die maximal mögliche Belichtungszeit bestimmen.

Guding scheint mir eine Alternative bzw. das einzige Heilmittel zu sein, jedoch habe ich mich damit noch gar nicht beschäftigt und möchte das nur für den SA eigentlich nicht anschaffen, da ich sicher so oder irgendwann ein Upgrade auf eine "richtige" Montierung machen werde (und der SA dann nur Kamera und Objektiv zum Arbeiten bekommen wird). Das Guiding sollte dann natürlich auch bzw. dann nur für die neue Montierung sein. Da ich aber noch keine Ahnung hab ein welche Richtung es mal gehen wird fällt es mir jetzt schwer eine Guidinghardware auszuchen. Wenn Guiding würde ich wohl off-axis mit MGEN favorisieren... Aber nunja.
Im Auge hätte ich wohl so etwas wie eine CEM40/GEM45 und ein Skywatcher Esprit 100D (100/550mm) oder Omegon APO AP 110/660 ED Carbon OTA

Soweit, ich werde berichten, was mein Kampf mit dem Polsucher und dem Winkeleinblick machen wird und welche maximale Belichtungszeit ich erreichen werde.

CS!
Moritz
 
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